1. Dashboard
  2. Forum
  3. Knowledge
  • Login
  • Register
  • Search
Everywhere
  • Everywhere
  • Pages
  • Forum
  • Lexikon
  • Events
  • More Options
  1. Buddhaland Forum
  2. Tai

Posts by Tai

  • Achtsamkeit: Auf was?

    • Tai
    • February 16, 2026 at 7:42 PM
    Quote

    Achtsamkeit: Auf was?


    Nach meinem Verständnis immer auf dasjenige, das achsam ist. Also Achtsamkeit gegenüber dem, was du genau jetzt wahrnimmst, erlebst bzw. bist.

    Quote from pano

    Die Frage, die sich nun stellt, ist: Wenn man den Aspekt des Sich-Erinnerns nicht ignoriert und bei der Übersetzung wegfallen lässt, wie ist dann smṛti zu verstehen? Ich denke, es ist das Sich-Erinnern an die Praxis, an die pāramitās und dann eben auch konkret an die dhyāna-pāramitā – die Vollkommenheit der Meditation (Sammlung/Konzentration, also śamatha-Praxis) – und die prajñā-pāramitā – die Vollkommenheit der Weisheit (buddhistische Einsicht, vipaśyanā-Praxis). Aber auch an śīla, dāna etc.

    Meister Huang Po drückt es (in Geist des Zen, Kapitel 8 ) so aus:

    Quote

    Das, was du in jedem Augenblick vor die hast und bist, ist dieses Buddhawesen in seiner Vollkommenheit; es gibt nichts außer ihm. Selbst wenn du alle zehn Stufen einer Bodhisattva-Entwicklung, eine nach der anderen, durchschreiten würdest – sobald du endlich in einem blitzartigen Gedanken die vollkommene Verwirklichung erreichst, wirst du nur das Buddhawesen erfahren, das alle Zeit bei dir war. Auf allen vorherigen Stufen wirst du ihm nichts hinzugefügt haben und die Äonen des Ansammelns und Wirkens werden dir wie unwirkliche Traumhandlungen erscheinen. So sagt der Tathagata: „Durch die vollkommene unübertroffene Erleuchtung habe ich wahrlich nichts hinzugewonnen."


    Huang Po

  • „Aus dem Kopf herausschauen“, Eure Einschätzung?

    • Tai
    • February 2, 2026 at 6:12 PM
    Quote from Dirk_

    genau dort liegt der Schlüssel

    Ich kann deinen Ansatz gut nachvollziehen, Dirk. Für mich ist das (im doppelten Sinn des Wortes) eine sehr naheliegende Sicht der Dinge. Im Koan-Zen besteht die Praxis im Wesentlichen darin, immer genau jetzt dasjenige zu schauen, das schaut.


    Quote from Dirk_

    Das ist die einzige Konstante in meiner ganzen Welt. Dort sollte ich nach Frieden suchen.

    Genau hier befindet sich, nach meinem Verständnis, tatsächlich das Tor zum Erwachen. Man könnte auch sagen: Dasjenige, das alles, was du jemals erlebt hast, erleben kannst und genau jetzt erlebst, ist nicht nur der einzige dir mögliche Zugang zum Erwachen. Du bist auch der Einzige, der ihn gehen kann.


    "Nach Frieden suchen" kann natürlich alles mögliche bedeuten. Wenn du damit das Erwachen (des Buddha) meinst, dann geht es nach meiner Auffassung darum, dasjenige, das schaut, immer genau jetzt zu schauen, ohne sich dabei in begriffliche Vorstellungen zu verstricken. In dem Moment, in dem du dich einer solchen Vorstellung z.B. über dich selbst hingibst, bist du schon nicht mehr in der unmittelbaren Schau des Schauenden (Schau des Geistes), sondern in einer Vorstellung bzw. Wahrnehmung gefangen. Da gilt es dann in der Koan-Praxis, die Vorstellung wieder loszulassen und die Aufmerksamkeit auf dasjenige zu richten, das eine solche Vorstellung erzeugt/wahrnimmt.


    Im 23. Fall des Mumonkans erfuhr der Mönch Ming große Erleuchtung als Huineng ihn aufforderte/fragte: "Denk nicht 'gut', denk nicht 'schlecht'! Genau dann, was ist da dein ursprüngliches Gesicht?"

  • Sichtwechsel auf der Autobahn: War das ein Moment des Erwachens?

    • Tai
    • December 27, 2025 at 1:21 PM
    Quote from Dirk_

    Geht es darum, diesen Kern der Ruhe wahrzunehmen, während das Leben passiert?

    Ja, denn was immer du jemals erlebt hast, erlebst und erleben kannst, läuft durch dieses Tor und ist damit auch nicht getrennt von dir. Deshalb liegt der Schlüssel zum Erwachen immer genau jetzt in genau demjenigen, das alles, was du je erleben kannst, erlebt.


    Man sollte dabei allerdings nicht unbedingt an der Vorstellung "Kern der Ruhe" festhalten. Um darauf hinzuweisen, was du meinst, ist "Kern der Ruhe" aber ein geeigneter Begriff.

    Quote from Dirk_

    War das ein Vorgeschmack auf das „Erwachen“?

    Vielleicht eher im übertragenen Sinn, wobei ich natürlich überhaupt nicht beurteilen kann, was du da erlebt hast. Ich bin auch kein Neurobiologe, würde aber annehmen, dass das Erlebnis, sich durch den Raum zu bewegen, eine Zusatzleistung des Gehirns vorraussetzt, während die von dir beschriebene Wahrnehmung ein Stück näher an der Originalwahrnehmung ist.


    Wenn es dem entspricht, was du beschreibst, dann habe ich diese Art von Wahrnehmung häufig in der S-Bahn, aber auch beim nicht fokussierten Starren in die Weite. Mit 'Erwachen' würde ich das jetzt nicht zwangsläufig assoziieren; aber schon mit einer Art intuitivem Gewahrsein. Als Methode zum Erwachen entscheidet nach meiner Erfahrung dabei aber immer die Ausrichtung auf dasjenige, das alles genau jetzt so erlebt.

  • Was versteht ihr unter Buddhismus?

    • Tai
    • December 25, 2025 at 10:40 AM

    Unter "Buddhismus" verstehe ich die Lehre Buddhas und seiner Nachfolger*innen und diese Lehre ist für mich eine Methode (zur Verwirklichung des von Buddha beschriebenen Erwachens). Dass viele Menschen besonders in Asien "Buddhismus" als Religion praktizieren, hat wohl damit zu tun, wie diese Lehre in den jeweiligen Zeiten und Kulturen adaptiert wurde. I,d.R. religiös assozierte Praktiken wie Rituale, Rezitationen oder Niederwerfungen können aber auch als Praxismethoden zu Loslassen und Schau des Geistes verstanden werden.


    Was die buddhistische Lehre m.A.n. von religiösen Glaubenssystemen unterscheidet, ist die ihr immanente Aufforderung, auch sie selbst letztlich aufzugeben.


    In diesem letzteren Sinne gibt es im Erwachen keinen Buddhismus und keine Buddhisten. In jedem anderen dafür geeigneten Kontext würde ich mich aber als Buddhist bezeichnen (im Sinne meines oben ausgeführten Verständnisses).

  • Die Gelassenheit und die Ignoranz des Buddhismus

    • Tai
    • December 24, 2025 at 10:48 AM
    Quote from Rimi Dalv

    Das andere war: jemandem garantiert die richtigste und edelste Ansicht ungefragt aufzuzwingen ist eine Form von Gewalt. Noch das andere: alle Wesen dürfen falsche Ansichten pflegen und auch sich falsch verhalten, das ist deren und auch meine Freiheit.

    Wirklich eine weise und wichtige Botschaft, wie ich finde. Wie könnte ich, wenn ich das nicht akzeptiere, in meiner eigenen Praxis jemals wirklich loslassen? Und zweitens: Wie könnten, wenn sie nicht ihre eigenen "Fehler" machen dürfen, andere jemals etwas nachhaltig lernen?


    Auch die Hirnforschung der letzten Jahre und Jahrzehnte bestätigt, dass Lernen keineswegs ein passiv empfangender, sondern stets ein aktiver Gehirnprozess ist. Das alte Lernmodell davon, jemandem etwas beibringen zu können, gilt daher auch als überholt. Im pädagogischen Konzept des Konstruktivismus spricht man auch davon, dass der Lernende den Lerninhalt als eigenständigen Prozess im Gehirn aktiv konstruieren muss. Der Lehrende wird damit zum Ko-Konstrukteur, der Bedingungen schafft, Lehrinhalte bereitstellt und Lernschritte anbietet bzw. vorlebt. Mehr können wir (nach meinem Verständnis) auch als Buddhisten nicht tun.


    Oder, wie man im Zen sagt: Du kannst die Kuh zum Wasser führen, aber trinken muss sie von allein.

  • Sexueller Missbrauch im tibetischen Buddhismus

    • Tai
    • December 23, 2025 at 7:25 PM
    Quote from KarmaHausmeister

    Diese religionswissenschaftliche Arbeit sollte für alle, die sich dem tibetischen Buddhismus verbunden fühlen oder sich für ihn interessieren, Plichtlektüre sein. Sie kann helfen, diese buddhistische Tradition in einem weniger idealisierten Licht zu sehen:

    https://rw-ktf.univie.ac.at/fileadmin/user…nisch_2021_.pdf

    Großartige Arbeit, danke fürs Posten KarmaHausmeister

  • Buddhistische Werte vs. AfD

    • Tai
    • December 1, 2025 at 6:46 PM
    Quote from Anna Panna-Sati

    aber umgekehrt "basht" die AfD ebenso permanent Andersdenkende und zieht durch populistische Äußerungen (Übertreibungen, Lügen, Unterstellungen, usw.) insbesondere Verunsicherte/Wankende auf ihre Seite.

    Hier mal ein aktuelles Beispiel vom Wochenende:


    Falschbehauptungen über gestürztes Polizeipferd bei Demo in Gießen
    Am Wochenende protestierten am Rande einer AfD-Versammlung in Gießen Zehntausende Teilnehmer. Dabei kam es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei. Das Foto…
    www.tagesschau.de
  • Ist Erleuchtung im Chan möglicherweise nur ein künstliches Konzept?

    • Tai
    • November 18, 2025 at 8:23 PM
    Quote from Qualia

    Ins Gras geworfen.

    Nicht aus mitleiden, sondern aus Mitgefühl. Wenn es Mitleid ist, ist der Meister selbst noch verhaftet. Ins Gras werfen kann man sich nur, wenn man von seinen Geistesgiften (Meinungen) Abstand nehmen kann und weiß, dass man immer auf seine Geistesgifte hereinfallen wird.

    Gut herausgestellt. :)

    "Mitgefühl" ist hier sicher der treffendere Ausdruck.

  • Ist Erleuchtung im Chan möglicherweise nur ein künstliches Konzept?

    • Tai
    • November 17, 2025 at 8:31 PM
    Quote from Bebop

    Ich jedoch denke, der Bodhisattva der Bodhisattva-Gelübde und des Bodhisattva-Weges ist einer, der per Unterscheidungskraft eine ganz bewusste Vorstellung von einer Person, fühlenden Wesen und Lebensspannen hat. Anders kann er das Gelübde nicht in der Form erfüllen

    Stimmt. Das sehe ich genauso. Allerdings hat natürlich auch der Buddha des Diamant-Sutras per Unterscheidungskraft eine ganz bewusste Vorstellung von einer Person, fühlenden Wesen und Lebensspannen gefällt - sonst hätte er ja nicht all diese Arten von Wesen aufzählen können, für deren Befreiung ein Bodhisattva sich einsetzen solle. Die eigentliche Befreiung liegt dann aber im Loslassen der vier Arten von Vorstellungen.


    Hier sollte man die Lehrtätigkeit nicht mit dem Inhalt der Lehre zu verwechseln.


    Bei den alten Zen-Meistern verhielt sich das ähnlich: Sie benutzten begriffliches Denken und ihr unterscheidendes Urteilsvermögen, um Dharma-Reden zu halten, Schüler und Nachfolger zu schulen und zu prüfen, vielfältige Fragen (die in späteren Jahrhunderten dann für Koan-Praxis herhalten mussten) zu stellen - lehrten aber inhaltlich Dinge wie:

    Quote

    Sie (die Fühlenden Wesen) wissen nicht, dass sie in genau dem Augenblick, indem sie ihr begriffliches Denken aufgeben, zum Einen Geist erwachen, der Buddha ist und alle Lebewesen.

    Huang Po, Geist des Zen, Kap. 1

    Oder:

    Quote

    Im Dharma gibt es

    keine Unterscheidungen (...)


    Wenn der Geist

    keine Unterscheidungen trifft,

    sind die Zehntausend Erscheinungen.

    Wie-Eins.

    Seng Ts'an, Shinjinmei

    Display More

    Die alten Chinesen hatten eine bildliche Beschreibung dafür. Sie nannten es "sich ins Gras fallen lassen". Aus Mitleid mit seinen Schülern lässt sich ein Zen-Meister ins Gras (Grasgestrüpp der Illusionen) fallen, indem er unterscheidendes Denken hervorbringt, um anderen Wesen den Weg zur Befreiung zu weisen. Die Befreiungslehre selbst liegt dann aber wieder nur genau hier, genau jetzt, in dem einzigen Geist, den du hast, im Augenblick vor dem Denken, der unmittelbar gegebenen Soheit, dem Unbedingten.

  • Ist Erleuchtung im Chan möglicherweise nur ein künstliches Konzept?

    • Tai
    • November 16, 2025 at 9:44 PM
    Quote from Bebop

    In Ordnung. Daraus folgt, dass die anderen als gerettet gelten, wenn der Adept selbst keine Unterscheidung in selbst und andere mehr vornimmt. Dieses Erretten ist aber gerade Theravada - ich rette mich selbst. Denn es ist ja leicht überprüfbar, dass der andere nicht die gleiche Erkenntnis hat, nur weil ich sie hatte.

    Ich würde es eher so ausdrücken: Was immer du wahrnimmst, ist - aus deiner Perspektive (und das ist die einzige, die du je haben kannst) - nicht getrennt von dir. Indem du es wahrnimmst, ist es Teil dieses Erlebens, das du bist. Egal, ob es sich dabei um eine gedankliche Vorstellung handelt (die werden in der buddhistischen Lehre ja auch als Wahrnehmungen verstanden) oder um ein körperliches Gefühl oder um jede andere Form von optischer, akkustischer, olfaktorischer oder gustatorischer Wahrnehmung. Die anderen Wesen, von denen du nur wissen kannst, indem du sie wahrnimmst auch im Sinne von gedanklich begreifst, sind daher zwangsläufig nicht getrennt von dem, was du genau jetzt bist.


    Daran ändert sich auch grundsätzlich nichts, wenn ich einen Gedanken fasse im Sinne von: Die anderen Wesen existieren ja auch unabhängig von mir. Auch ein solcher Gedanke ist, wenn ich ihn fasse, zwangsläufig Bestandteil dieses Erlebens und als solche sind Gedanke und Gedachtes, Wahrnehmung und Wahrgenommenes nicht getrennt von mir. Dieses Nicht-Getrenntsein ist ganz unabhängig davon, ob ich zwischen "Selbst" und "anderen" unterscheide oder nicht. Deswegen hatten ja auch weder der Buddha, noch die Zen-Patriarchen jemals ein Problem damit, diese und andere Unterscheidungen zu fällen, wenn sie es für geboten hielten.


    Aus der Perspektive der (immer) genau jetzt gegebenen Soheit ist die Unterscheidung zwischen "Selbst" und "anderen" natürlich eine Illusion; aber nur in dem Sinne, indem jede begriffliche Vorstellung illusionär, weil eben etwas nur Vorgestelltes und somit lediglich eine bedingte Wahrnehmung ist.


    An diesem Punkt, der (immer) genau jetzt gegebenen Soheit setzen - nach meinem Verständnis - die Zen-Lehre und auch das Diamant-Sutra an. Mit den in Beitrag #16 zitierten vier Arten von Vorstellungen sind im Kontext des Sutras naheliegender Weise alle Vorstellungen und bedingten Dharmas gemeint. Indem sie aufgegeben werden, verbleibt die Soheit. Die (immer) unmittelbar gegebene Soheit, die verbleibt, wenn du alle bedingten Dharmas aufgibst, ist die einzige Soheit, die dir zur Verfügung steht. Sie ist dein Zugriff auf Befreiung und Nirvana. Im Diamant-Sutra wird dies auch als "so weilen" bezeichnet und mit der Anuttara-Samyak-Sambodhi (unübertroffenen, vollständigen und vollkommenen Erleuchtung) gleichgesetzt:

    Quote

    Gute Männer oder gute Frauen, die den Geist der Anuttara-Samyak-Sambodhi erwecken, sollten so weilen und sie sollten ihren Geist so bezwingen.


    Diamant-Sutra, Kapitel 2

    Das Bezwingen des Geistes wird unmittelbar danach in Kapitel 3 ausgeführt und ist eben das bereits besprochene Nicht-Aufkommenlassen der vier Arten von Vorstellungen.

    Quote

    Der Buddha sagte zu Subhuti: Alle Bodhisattva-Mahasattvas sollten so ihren Geist bezwingen.


    Alle Arten und Gattungen von existierenden fühlenden Wesen -aus Eiern geschlüpft, aus dem Schoß geboren, aus Feuchtigkeit geboren oder durch Verwandlung entstanden; mit Form oder ohne Form, mit Wahrnehmung oder ohne Wahrnehmung, mit weder Wahrnehmung noch Nicht-Wahrnehmung, - all diese muss ich in das Nirvana ohne Überbleibsel führen und befreien. Und dennoch ist, selbst wenn unermesslich, unzählbar und unbegrenzt viele fühlende Wesen so befreit worden sind, tatsächlich kein fühlendes Wesen befreit worden.


    Und warum? Subhuti, weil ein Bodhisattva, der die Vorstellung von einem Selbst, die Vorstellung von einer Person, die Vorstellung von einem fühlenden Wesen oder die Vorstellung von einer Lebensspanne hat, kein Bodhisattva ist.


    Diamant-Sutra, Kapitel 3

  • Ist Erleuchtung im Chan möglicherweise nur ein künstliches Konzept?

    • Tai
    • November 16, 2025 at 11:33 AM
    Quote from Bebop

    Jemand brachte jedoch den Gedanken auf, dass die Bodhisattva-Praxis als Ideal zeige, dass es dem Zen-Übenden nicht um den Eingang ins Nirwana ginge, sondern (meine Worte:) um fortlaufendes "Gutes Tun".

    Ich halte das für ein Missverständnis und gutes Beispiel dafür, wie man sich in den (scheinbaren) Widersprüchen des Zen verheddern kann, sobald man sie rein gedanklich zu lösen versucht. Die Mahayana-Lehre erklärt nicht das Erretten aller Fühlenden Wesen als vorrangiges Ziel, weil ihre Anhänger so gute Menschen sind, sondern weil gemäß dieser Lehre gar nicht zwischen "ich" und "anderen" unterschieden wird. Zwei exemplarische Belege:

    Quote

    Und dennoch ist, selbst wenn unermesslich, unzählbar und unbegrenzt viele fühlende Wesen ins Nirvana geführt worden sind, tatsächlich kein fühlendes Wesen ins Nirvana geführt worden.


    Und warum? Subhuti, weil ein Bodhisattva, der die Vorstellung von einem Selbst, die Vorstellung von einer Person, die Vorstellung von einem fühlenden Wesen oder die Vorstellung von einer Lebensspanne hat, kein Bodhisattva ist.

    Diamant Sutra, Kapitel 3

    Quote

    Im Reich

    der Wahrheit an sich

    gibt es weder

    andere noch selbst.


    Shinjinmei von Seng-Ts'an, Vers 59

    Display More


    Das ist meiner Auffassung nach nicht nur so zu verstehen, dass es im Erwachen zum Einen Geist keine Identifikation mit unterscheidenden Vorstellungen wie "ich" und "andere" geben kann. Es ist vor allem auch als Weg/Geisteshaltung zu verstehen, die unmittelbar in dieses Erwachem zum Einen Geist hineinführt.


    'Da ich selbst keine Erlösung erlangt habe, rette ich zuerst andere' ist quasi erst mal so etwas wie ein anfängertauglicher Zwischenschritt . Er repräsentiert die Entschlossenheit, meine Egozentrierung aufzugeben, ist aber noch geprägt von der Identifikation mit unterscheidenden Vorstellungen wie "ich" und "andere".


    Nebenbei hat sich die Haltung des Erst-mal-die-anderen-befreien dann auch als gut verständliche, propagandistische Abgrenzung von der Theravada-Lehre etabliert. Im Ohne Wahl eines Seng-Ts'an hat aber eine solche Haltung keinen Bestand und ebenso wenig im Bodhisattwa-Geist eines Herz-Sutras oder Diamant-Sutras etc.


    "Unermesslich, unzählbar und unbegrenzt viele Fühlende Wesen ins Nirvana zu führen" ist letztlich nichts anderes als ein Ausdruck für das Loslassen der unterscheidenden Vorstellungen von "einem Selbst", "einer Person", "einem Fühlenden Wesen" und "einer Lebensspanne" und somit zugleich Beschreibung und Praxisweg ins Erwachen zum Einen Geist.

  • Missbrauch im Buddhismus - Wie Gebote und Zazen die Moral verfeinern

    • Tai
    • October 12, 2025 at 5:49 PM
    Quote from mukti
    Quote from void

    Allerdings finde ich es blöd, wenn der Begriff des Mönchs so weit ausgelegt wird, dass er so verschieden Lebensmodelle umfaßt.

    Der Begriff Mönch dürfte nicht recht zu verheirateten Geistlichen passen, er kommt ja vom griechischen mónos = allein.

    Dass Mönche und Nonnen im Zen-Buddhismus heiraten dürfen, ist, historisch betrachtet, ja erst mal nicht zen-immanent, sondern ein Phänomen aus dem japanischen Buddhismus des späten 19. Jahrhunderts. Im koreanischen Zen (Seon) gilt auch heute noch fast überall das Zölibat. Dass es überhaupt Ausnahmen gibt, dürfte darauf zurückzuführen sein, dass in Zeit der japanischen Besatzung das Zölibat von Seiten der Besatzer für alle koreanischen Nonnen und Mönche abgeschafft wurde. Auch im chinesischen Chan, also dem Ursprungsland des Zen, lebten Mönche und Nonnen im Zölibat, wobei es zumindest im heutigen Taiwan, je nach Schule wohl auch die Möglichkeit der Heirat gibt.

  • Frage zu den 4 edlen Wahrheiten

    • Tai
    • October 10, 2025 at 9:56 AM

    Die beiden ersten Edlen Wahrheiten stehen natürlich in enger Verbindung zur dritten und vierten.

    In der Zenpraxis liegt da ein großer Fokus auf der Schau des (eigenen) Geistes. Im Geist, der du selber bist und der zugleich alles ist, liegt die Ursache des Leidens. Und genau hier findet die Befreiung statt.

    In diesem Sinne ist der Blick auf dasjenige, das jetzt gerade schaut (fühlt, denkt etc.), unverzichtbare Vorraussetzung für die Verwirklichung der vierten Edlen Wahrheit bzw. des Edlen achtfachen Pfades.

  • Frage zu den 4 edlen Wahrheiten

    • Tai
    • October 10, 2025 at 9:12 AM

    Dieser Thread ist für mich ein gutes Beispiel, wie eine gut gestellte Frage zu hochwertigen Antworten führen kann. _()_

  • was ist die vorherrschende Meinung zum Thema Wiedergeburt.

    • Tai
    • September 8, 2025 at 2:40 PM
    Quote from Qualia

    Wenn das wahr wäre: Rechte Einsicht ist nach dem historischen Buddha Absichtslosigkeit. Dann ist es unmöglich, die Absicht zu erzeugen, leidbefreit zu werden.

    Ja, das ist so ein Totschlagargument unseres prinzipiell denkenden Geistes. Doch so ist, nach meinem Verständnis, diese Lehre Buddhas nicht gemeint.

    Ich verstehe es so: Das Aufgeben aller Absichten führt unmittelbar ins Erwachen. Da wir allerdings bereits mehr oder weniger ununterbrochen irgendwelche Absichten verfolgen, bedarf es der Absicht, die Absichten aufzugeben - und sei es auch nur für einen Moment des Aufgebens.

    Diese Diskussion ähnelt ein wenig derjenigen, die manchmal ensteht, wenn kluge Leute vom "Ohne Wahl" aus dem Shinjinmei hören und blitzgescheit argumentieren: Wenn ich doch keine Wahl treffen soll, kann ich auch nicht die Wahl treffen, nicht zu wählen.

    Gemeint ist hier aber, in der Wahl, nicht zu wählen alles Wählen loszulassen - und sei es auch nur für einen Augenblick. Gemeint ist hier, in der Absicht, absichtslos zu sein, alle Absicht loszulassen. Oder, anders herum verstanden, ist aus der Perspektive des erwachten Augenblicks die Wahl, nicht mehr zu wählen, die letzte Wahl, die wir noch getroffen haben. Dies gilt auch für die Absicht der Absichtslosigkeit, sofern wir die Absichten tatsächlich loslassen; nicht aber, wenn wir uns nur in Gedanken mit dem Konzept von Absichtlosigkeit beschäftigen.

  • was ist die vorherrschende Meinung zum Thema Wiedergeburt.

    • Tai
    • September 6, 2025 at 8:39 PM
    Quote from Kaiman

    ... und ich bin offen für Umfrage Optionen.

    Mir fehlt hier ein Weder-Noch im Sinne von: Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob und, wenn überhaupt, in welcher Form von Kontinuität es Wiedergrburt gibt. Deshalb glaube ich weder daran, dass es Wiedergeburt gibt, noch daran, dass es sie nicht gibt.

  • Festgefahren in der Praxis – wie geht es weiter?

    • Tai
    • August 10, 2025 at 8:16 PM
    Quote from LastTrainHome

    1. Wie genau wird das Koan im Geist geführt? Wabbelt es einfach so nebenher oder setze ich da wirklich einen Laserfokus drauf? Auf das gesamte Koan, oder nur die Frage? Ununterbrochen?

    2. Ein Koan während dem Sesshin ist klar, wird das dann mit nach Hause genommen? Was wenn das nächste Sesshin erst 1 Jahr später ist? Beschäftige ich mich dann immer nur mit dem Koan?


    Sehr gute und wichtige Fragen. So pauschal lassen sie sich hier allerdings nicht beantworten. Es hängt stark vom jeweiligen Koan ab und davon, ob du mit einem Haupt-Koan arbeitest oder nicht. Natürlich spielt auch der Rahmen eine Rolle; die Praxis im Sesshin ist eine andere als z.B. die Alltagspraxis im täglichen Leben. Viel hängt auch von der Herangehensweise des/der Praktizierenden ab. Für Menschen, die sich in die Praxis verkrampfen, mag eine gelöstere Herangehensweise hilfreich sein und für fahrige Geister eine fokussiertere.

    Genau hier kommt der/die persönliche LehrerIn ins Spiel. Ein kompetenter Zen-Meister kann (hoffentlich) erkennen, wo es bei dir im Koanverständnis "harkt" und welche Art der Herangehensweise hilfreich für dich ist.

    Pauschal lässt sich allerdings festhalten, dass es Formen der Koanpraxis gibt, die ein ununterbrochens Halten der Koan-Frage anstreben (siehe z.B. hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Hua_Tou).

  • Festgefahren in der Praxis – wie geht es weiter?

    • Tai
    • August 10, 2025 at 10:35 AM
    Quote from LastTrainHome

    Ich würde mich freuen wenn du noch genauer darauf eingehen würdest!

    Der Zen-Weg geht ja davon aus, dass wir in dem Augenblick zu unserer wahren Natur erwachen (Erleuchtung verwirklichen) in dem wir unsere permenente Anhaftung an unser begriffliches Denken mit den dazugehörigen Vorlieben und Abneigungen (Gier, Wut, Verblendung etc.) aufgeben bzw. loslassen.

    Im Shikantaza wird dieser Weg durch Nur-Sitzen bzw. unmittelbares Loslassen gegangen; im Koan-Zen über das sich Einlassen auf die Koan-Frage. Selbstverständlich ist auch die Koan-Frage eine Form/Methode des Loslassens.

    Von Augenblick zu Augenblick alles einfach loszulassen, ist für uns sehr schwer bis fast unmöglich. Reflexhaft greifen wir (gedanklich) doch immer wieder zu; auch wenn wir es nicht wollen. Und selbst die Absicht, alles loszulassen, ist in sich selbst erst mal auch wieder nur eine gedankliche Vorstellung. Hier setzt die Methode der Koan-Praxis an:

    Bei der Arbeit mit der Koan-Frage geht es nicht darum, eine gedankliche oder assoziativ gefühlte Antwort zu finden. Es geht darum, die Frage im Geist als Frage bestehen zu lassen - von Augenblick zu Augenblick. An einer im Geist als Frage wachgehaltenen Frage, die nicht auf den Zug irgendeiner Antwort aufspringt, beißt sich der denkende Geist die Zähne aus. Eine angemessene "Antwort" auf die Koan-Frage kann immer nur die lebendige Soheit genau jetzt sein. An unseren Antworten im Dokuzan erkennt ein/e fähige MeisterIn, wie weit wir hierin gekommen sind und gibt uns gegebenenfalls Anstöße zur weiteren Praxis.

    Für diese Art der Praxis muss allerdings zuerst vor allem eine geeignete Frage gefunden werden. Nicht irgendeine beliebige Frage, sondern eine Frage, die sich auf dasjenige richtet, das fragt. Das gilt für das Koan "Was ist dies?" und auch für das Koan "Mu". Und ehrlich gesagt gilt es auch für die vielen anderen Koans, die unsere Lehrer uns im Dokuzan geben mögen - auch wenn das auf den ersten Blick vielleicht nicht immer für jede/n so leicht erkennbar ist.

  • Festgefahren in der Praxis – wie geht es weiter?

    • Tai
    • August 9, 2025 at 8:29 AM
    Quote from LastTrainHome

    Zu den Koans: Wie genau geht man damit um? Hast du eine Anleitung oder ein Beispiel wie man sich und mit welcher Ausrichtung man sich damit hinsetzt? Sind Koans für jeden was, der praktiziert?

    Klassische Koan-Schulung geht natürlich nur mit einem in der Koan-Schulung ausgebildeten Zen-Meister/Zen-Meisterin. So wie ich es aus meiner eigenen Praxis kenne, arbeitet man dabei neben den Koans, die im Dokusan besprochen werden, auch mit einem sogenannten Hauptkoan oder Lebenskoan. Das ist i.d.R. das Koan „Was ist dies?“ oder „Mu“.

    Wenn du ein solches Lebenskoan hast, kannst du im Grunde Tag und Nacht damit arbeiten; im Zazen, aber auch im Alltag, und auch in Phasen, in denen du vielleicht gerade keinen Lehrer hast oder auf der Suche nach einem bist.

    Ich könnte da noch genauer drauf eingehen, aber da du geschrieben hast, dass du den Thread schließen willst, bin ich unsicher, ob das noch erwünscht ist.

  • Festgefahren in der Praxis – wie geht es weiter?

    • Tai
    • August 7, 2025 at 8:41 AM
    Quote from LastTrainHome

    Aber der Kreislauf dieser Konstruktionen endet nicht und ich habe das Gefühl, ich Dreh mich im Kreis.

    Durch unsere Sozialisation sind heutzutage viele Menschen auf solche Sinn-Konstruktionen konditioniert. Der einzige Sinn - wenn man überhaupt ein solches Konzept wie „Sinn“ ergreifen möchte/muss - kannst natürlich immer nur du selbst sein in deiner Soheit. Und diese Soheit ist zwangsläufig immer genau jetzt. Wenn du genau jetzt dasjenige schaust/erährst, das solche Konstruktionen hervorbringt, dann ist genau jetzt alles erreicht. Der Anspruch, dass der Kreislauf der Konstruktionen ein für alle mal enden solle, ist selbst ein von diesem Augenblick abgehobenes Konzept.

    Koan-Praxis, wenn sie halbwegs authentisch ist, sollte dein Gewahrsein genau in diese unmittelbar gegebene Soheit führen. Die ist sich selbst Sinn genug in einer absoluten Weise, die unsere Sinn-Konstruktionen niemals erreichen können. Es geht aber darum, sich dem von Augenblick zu Augenblick immer wieder neu zu stellen.

    Huang Po sagt (im Sinne deiner Fragestellung etwas frei übersetzt):

    Quote
    Den Geist für gedankliche Konstruktionen zu benutzen, bedeutet, sich von der Substanz abzuwenden, um sich an Formen zu binden. Der ewig seiende Buddha (der du selber bist) ist aber kein Gegenstand der Bindung. Wenn du zum Einen Geist erwachst, gibt es nichts, das noch zu verwirklichen wäre.
  • Festgefahren in der Praxis – wie geht es weiter?

    • Tai
    • August 6, 2025 at 8:54 PM
    Quote from LastTrainHome

    Warum muss ich überhaupt meinem Leben ständig einen Sinn geben, um glücklich zu sein?

    Warum reicht es nicht, einfach zu sein

    Genau.

    Die Zen-Praxis sollte dir eigentlich dabei helfen, immer genau jetzt bei dir anzukommen diesseits solcher Sinn-Konstruktionen.

    Nach welcher Methode praktizierst du, wenn ich fragen darf.

  • Festgefahren in der Praxis – wie geht es weiter?

    • Tai
    • August 6, 2025 at 8:05 PM

    Herzlich willkommen LastTrainHome.

    Was ist denn deine Motivation? Warum praktizierst du?

  • Rezensionen Goenka

    • Tai
    • July 12, 2025 at 8:00 PM
    Quote from pano

    Darüber hinaus entfernt Google in Deutschland schlechte Bewertungen durchaus schnell wenn sich der Laden / die Gaststätte nur zu verteidigen weiß. (Man Reported eine schlechte Bewertung als „Rezensent war kein Kunde bei uns“, dann wird diese von Google entfernt bis man nachweist dass man vor Ort war, und an dieser Stelle fragt man sich als Rezensent dann ob man sich angreifbar machen will für rechtliche Schritte weil die ganze Sprache des berufungsprozesses schon so juritistisch klingt - ich glaube es wird im Formular von übler Nachrede gesprochen). Ergo: Google Bewertungen sind keine verlässliche Quelle.

    Ja. Es gibt für die Gewerbetreibenden, die ja auch die potentiellen Werbekunden von Google sind, mittlerweile auch noch andere Begründungsmöglichkeiten, Kommentare ungeprüft löschen zu lassen z.B. indem man sie als "verläumderisch" und "geschäftsschädigend" bezeichnet. Anschließend wird den Kommentatoren dann meist noch mit juristischen Konsequenzen gedroht. Im Internet findet man leicht Agenturen, die diese Dienste für wenig Geld den Gewerbetreibenden anbieten. Oder die juristische Abteilung des Unternehmens kümmert sich darum.

    Ich habe das vor kurzem mit einer unfassbar schlechten Steuerberaterin selbst erlebt. Es hagelte auf Google schlechte Kommentare und Bewertungen über ihre Firma, die im großen Stil immer wieder zeitnah gelöscht wurden. Als meine Frau in einem Kommentar über unsere Erfahrungen berichtete, verschwand auch dieser Bericht schon nach einem Tag und uns wurde eine Klage angedroht.

  • Niederwerfungen

    • Tai
    • April 24, 2025 at 6:15 PM
    Quote from Metta
    Quote from Amdap

    Wie sieht denn eine Niederwerfung "auf Koreanisch" aus?

    Wie eine Boden-Verbeugung, oder ist es eine Ganzkörper-Niederwerfung?

    Ganzkörper.
    Wirklich gute Videos hab ich nicht gefunden, aber die japanische Art kommt dem sehr nahe.

    External Content www.youtube.com
    Content embedded from external sources will not be displayed without your consent.
    Through the activation of external content, you agree that personal data may be transferred to third party platforms. We have provided more information on this in our privacy policy.

    External Content www.youtube.com
    Content embedded from external sources will not be displayed without your consent.
    Through the activation of external content, you agree that personal data may be transferred to third party platforms. We have provided more information on this in our privacy policy.

    Ja, genau so kenne ich es auch.

  • Niederwerfungen

    • Tai
    • April 23, 2025 at 8:27 PM
    Quote from Metta

    Versuchs mit 108, dann siehst du die Verbindung zur Meditation.

    :like:

    Auch bezogen auf Metta 's Beitrag #13 erlaube ich mir darauf hinzuweisen, dass im koreanischen Zen (Seon) Niederwerfungen tatsächlich ein weit verbreiteter Teil ritueller Praxis sind (neben rituellem Sitzen/Zazen, Gehmeditation, rituellem Essen, Koan-Interviews u.a.). Wie auch in jeder anderen Praxis des Seon geht es bei den Niederwerfungen darum, die Zweiheit dualitären Denkens aufzugeben/ die Soheit des Geistes zu 'schauen'. Die Zahl 108 steht dabei für die 108 möglichen Formen des Leidens. Diese erklären und errechnen sich so:

    Jede Form von Leiden ist prinzipiell mit (mindestens) einem unserer 6 Sinne verknüpft - also dem:

    - Sehen

    - Hören

    - Riechen

    - Schmecken

    - Fühlen

    - Denken.

    Jeder dieser 6 Sinne setzt sich zusammen aus 3 Elementen, die jeweils Ursache von Leiden sein können:

    - dem Sinnesreiz

    - dem Sinnesorgan, auf das dieser Reiz trifft

    - dem Sinnesbewusstsein, das in dieser Begegnung von Sinnesreiz und Sinneorgan entsteht.

    Diese 3 mal 6 also 18 Aspekte von Sinneserlebnis finden in den 3 von Buddha gelehrten Welten statt:

    - der Welt der Begierde (Kamaphum)

    - der Welt der reinen Form (Rupaphum)

    - der formlosen Welt (Arupaphum)

    Diese zusammengenommen 54 Aspekte von Sinneserlebnis erstrecken sich aus dem Genau-Jetzt in zwei zeitliche Richtungen:

    - die Vergangenheit

    - die Zukunft (also insgesammt 108).

    In koreanischen Zen-Sesshins (Yong Meng Jong Jin) werden i.d.R. ein bis zweimal täglich 108 Niederwerfungen praktiziert. Es gibt auch intensivere Formen dieser Praxis, in der an zehn aufeinanderfolgenden Tagen jeweils 1080 Niederwerfungen ausgeführt werden.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

  1. Impressum
  2. Datenschutzerklärung
  3. Terms Of Use
Powered by WoltLab Suite™ 6.1.17
Buddhaland Forum in the WSC-Connect App on Google Play
Buddhaland Forum in the WSC-Connect App on the App Store
Download