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Gedanken über das Älterwerden

  • Marcel05
  • April 19, 2020 at 1:38 PM
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  • Monikamarie
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    • April 20, 2020 at 10:29 AM
    • #26
    Quote from Marcel05

    Ich behaupte so lange man nichts benötigt kann es durchaus sein gleichberechtigt zu sein. Wenn man aus welchen Gründen auch immer medizinisch in einem Krankenhaus als Beispiel landet ist es ein Unterschied alt oder jünger zu sein. Alte verlieren nirgendwo mehr ihre Rechte und Respekt wie in diesen Systemen.

    Das eine geschlossene buddhistische Gemeinschaft anders funktioniert kann sein, aber ich beobachte auch bei anderen älteren Menschen oft das man sie nicht für voll nimmt und das ist bedauerlich.

    Ich war noch nie in einem Altersheim, aber ich denke nicht, dass es ein Platz ist wo man gerne hinkommen wollen würde. Viele alte Menschen werden nur ruhig gestellt und warten auf den Tod.

    Lieber Marcel,

    Du machst offenbar sehr traurige Erfahrungen. Zu meinem eigenen Glück kann ich sie nicht bestätigen, wie ich ja schon schrieb.

    Ich wünsche Dir, dass sich Dein Leben trotz Älterwerdens positiv entwickelt.

    _()_

  • Noreply
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    • April 20, 2020 at 10:34 AM
    • #27

    @Marcel05 Eine Frage: Wie ist DEINE Welt, Diene Welt die auf deinen Körper einwirkt ohne Die Besonderheiten der Meinungen. Einfach mal sehen was wirklich echt anfassbar bewiesen für Dich DA, deinen Körper, diene Wahrnehmung ohne Erinnerungen oder Vorstellungen da.

  • mukti
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    • April 20, 2020 at 10:38 AM
    • #28
    Quote from Monikadie4.
    Quote from mukti

    Mit dem Alter wächst die Enttäuschung. Das Glück das man zu finden hoffte ist nicht eingetreten oder war immer nur von kurzer Dauer und was einem nun bevorsteht sind die Leiden des Verfalls.

    Ja, Mukti, aber nur, wenn man sich nicht beizeiten mit diesen Themen beschäftigt hat. Bei mir ist mit dem Alter die Dankbarkeit gewachsen.

    Quote from mukti

    Es ist ein lehrreicher Lebensabschnitt der die Täuschungen wegnimmt und die Wirklichkeit enthüllt. Wenn man sie wahrhaben will zeigt sich dass Freiheit und Glück nie im Anhäufen, sondern immer nur im Loslassen zu finden waren und dass man jetzt dazu die beste Gelegenheit hat.

    Und auch hier, ja, aber nur, wenn man sich auf einem guten Weg befindet - und möglichst schon, z.B. durch philosophische Studien oder religiös (am besten mit der Lehre des Buddha) auseinandergesetzt hat. Sonst wird das nix.

    Entschuldige, Mukti, aber solche allgemeinen Aussagen "im Alter wächst die Enttäuschung" gefallen mir nicht. Meine Schwester war 94 als sie starb, aber sie war bis kurz vor ihrem Ende voller Lebensfreude und Kraft, obwohl sich vieles in ihrem Leben nicht erfüllt hat. Und es gibt genug Beispiele dafür.

    _()_

    Display More

    Es gibt Menschen die eine Frohnatur haben die sie bis ins hohe Alter beibehalten. Das ist einerseits ein Glücksfall, andererseits kann es dann am Antrieb fehlen, nach Befreiung zu streben.

    Wenn man schon in der Jugend nach Weisheit gestrebt hat, hat man im Alter eine gute Grundlage. Aber ich denke es lässt sich andernfalls auch im Alter zu wesentlichen Erkenntnissen gelangen, wenn man grundsätzlich dafür offen und bereit ist. Es ist mitunter erstaunlich welche tiefen Einsichten oder auch Tugenden manche Menschen haben, die sich nie mit Religion oder Philosophie auseinandergesetzt haben. Sogar dass ihnen Dinge selbstverständlich sind, für deren Entwicklung ich mich erst sehr anstrengen muss.

    Mit Metta, mukti.


  • Noreply
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    • April 20, 2020 at 10:44 AM
    • #29
    Quote from mukti
    Quote from Monikadie4.
    Quote from mukti

    Mit dem Alter wächst die Enttäuschung. Das Glück das man zu finden hoffte ist nicht eingetreten oder war immer nur von kurzer Dauer und was einem nun bevorsteht sind die Leiden des Verfalls.

    Ja, Mukti, aber nur, wenn man sich nicht beizeiten mit diesen Themen beschäftigt hat. Bei mir ist mit dem Alter die Dankbarkeit gewachsen.

    Quote from mukti

    Es ist ein lehrreicher Lebensabschnitt der die Täuschungen wegnimmt und die Wirklichkeit enthüllt. Wenn man sie wahrhaben will zeigt sich dass Freiheit und Glück nie im Anhäufen, sondern immer nur im Loslassen zu finden waren und dass man jetzt dazu die beste Gelegenheit hat.

    Und auch hier, ja, aber nur, wenn man sich auf einem guten Weg befindet - und möglichst schon, z.B. durch philosophische Studien oder religiös (am besten mit der Lehre des Buddha) auseinandergesetzt hat. Sonst wird das nix.

    Entschuldige, Mukti, aber solche allgemeinen Aussagen "im Alter wächst die Enttäuschung" gefallen mir nicht. Meine Schwester war 94 als sie starb, aber sie war bis kurz vor ihrem Ende voller Lebensfreude und Kraft, obwohl sich vieles in ihrem Leben nicht erfüllt hat. Und es gibt genug Beispiele dafür.

    _()_

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    Es gibt Menschen die eine Frohnatur haben die sie bis ins hohe Alter beibehalten. Das ist einerseits ein Glücksfall, andererseits kann es dann am Antrieb fehlen, nach Befreiung zu streben.

    Wenn man schon in der Jugend nach Weisheit gestrebt hat, hat man im Alter eine gute Grundlage. Aber ich denke es lässt sich andernfalls auch im Alter zu wesentlichen Erkenntnissen gelangen, wenn man grundsätzlich dafür offen und bereit ist. Es ist mitunter erstaunlich welche tiefen Einsichten oder auch Tugenden manche Menschen haben, die sich nie mit Religion oder Philosophie auseinandergesetzt haben. Sogar dass ihnen Dinge selbstverständlich sind, für deren Entwicklung ich mich erst sehr anstrengen muss.

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    Ich zeige die andere Seite. Ich kann noch so zufrieden in mir sein und das bin ich schon einige Jahre, aber wenn da die Meinung ist das andere doch glücklich sind wie sie leben mit ihren Menschen, hab ich oft einfach übersehen wollen das sie eben nicht zufrieden sind. Ich wollte nicht nur zufrieden sein sondern glücklich.

  • Phoenix
    Guest
    • April 20, 2020 at 10:49 AM
    • #30

    Hi @Monikadie4.

    das mit dem wieder jung sein wird sich aber nur schwierig vermeiden lassen.;)

    Und das vorher erstmal Alter, Krankheit und Tod anstehen ist für mich auch nur ein sehr begrenzter Trost.:?


    Ich finde diesen ganzen Themenkomplex nach wie vor gar nicht so einfach.

    Eine Orientierung bieten mir da drei Grundhaltungen gegenüber dem Sterben.:

    Die Erste ist eine gefaßte Geisteshaltung, die davon ausgeht, das die größten Dramen schon überwunden worden sind.

    Die Zweite ist schon die Gelassenheit, die das Wesen der Dualität bereits durchschaut hat,

    und die Dritte ist die große Freude den Buddhas jetzt von Angesicht zu Angesicht begegnen zu können.

    Und wärend es im normalen Leben halt oft darum geht den ersten Platz zu erreichen, ist es mir hier nicht mehr so wichtig mit welcher dieser Haltungen ich dann einmal sterben werde, denn erzwingen kann man auf dieser Ebene sowieso nichts mehr.

    :vajra: Phönix

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    • April 20, 2020 at 11:16 AM
    • #31

    Buddha zeigt was anderes, Weitreichenderes, er verlangt das ich Nibbana vertraue, mehr nicht. Der hat keinen Bock darauf das ich ihm hinterherhetze. Brauch ich auch nicht ich vertraue Nibbana.

  • Noreply
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    • April 20, 2020 at 1:00 PM
    • #32
    Quote from mkha'

    Liebe @Monikadie4.,

    Quote from Monikadie4.

    Ich bin froh, dass sich mein Leben dem Ende zuneigt

    :shock: ... Weshalb denn das? ... Erinnere Dich: kostbares Menschenleben - Du kannst noch einiges tun - selbst im Bett liegend kannst Du die geschenkte Zeit, den Rest der zur Verfügung stehenden Lebensenergie, dazu nutzen, Deinen Geist zu bilden. Ach, Moni :hug:


    Mein großes Vorbild ist mein Lehrer: er freute sich seines Lebens, aber er klammerte nicht daran. ... Im Kreise der Lieben zu sterben, die mir helfen nicht mehr gut erinnerliche Texte zu rezitieren, zu meditieren, und die mir aus dem Totenbuch vorlesen, das wäre optimal - aber vielleicht kommt' s ja auch anders: zack - weg ...

    Ich glaube, ich erwähnte es bereits mal: da wir nicht wissen, wann wir abberufen werden, ist es für mich und meinen Partner gut, vorbereitet zu sein - nicht nur geistig, sondern auch in Bezug auf unser Rings-herum. Wir haben fast alles, von dem, was sich in unserem Leben ansammelte, weggegeben - bis auf Bekleidungsstücke, das nötige, arg gesund-geschrumpfte Inventar und die alten PCs, so wie Bücher und Requisiten, die mit unserer Praxis zusammenhängen, unser altes kleines Auto und unser "Liebling", unsere uralt-BMW namens Adele. :) Unsere vierbeinigen Mitbewohner wissen den so gewonnenen Freiraum, der nun Katzenspielplatz ist, zu schätzen - und wir registrieren, wieviel von dem, was nun noch hier herumsteht, immer noch überflüssig ist. :? Das Ausmisten und Weggeben hat etwas für sich, ... es festigt das Wissen, nichts von all dem mitnehmen zu können.

    @Monikadie4. Ist das nicht eigenartig das wenn man sagt das man froh ist das sich das Leben dem Ende zuneigt es sofort negativ gesehen wird. Da is man gleich suizidgefährdet. Ich bin auch zufrieden damit das sich mein Leben einem Ende zuneigt. "Was sagen wir zum Tod? Heute nicht!!!

    Sind die so dumm oder tun die nur so? Für mich ist das vollkommen normal Alterslos und unsterblich zu sein, gerade weil ich weiß das ich irgendwann zerfallen werde. Das das zufrieden machen kann kommt den Leuten überhaupt nicht in den Sinn. Naja sind wohl noch grün hinter den Ohren.

  • Monikamarie
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    • April 20, 2020 at 2:42 PM
    • #33
    Quote from Phoenix

    das mit dem wieder jung sein wird sich aber nur schwierig vermeiden lassen. ;)

    Wie meinst du das? Falls Du glaubst, dass ich im nächsten Leben wieder jung sein werde, um mich erneut mit dieser Welt zu befassen, dann glaubst Du offenbar an ein Selbst, ein ICH mit Namen Monika oder wer auch immer, die hier wieder rumkraucht.

    Ich glaub an so etwas nicht.

    Quote from Phoenix

    und die Dritte ist die große Freude den Buddhas jetzt von Angesicht zu Angesicht begegnen zu können.

    Und auch hieran glaube ich nicht und will auch niemandem von Angesicht zu Angesicht begegnen. Der Buddha jedenfalls hat solche Versprechen nicht gemacht.

    Huch

    _()_

  • Monikamarie
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    • April 20, 2020 at 2:46 PM
    • #34
    Quote from mkha'

    Weshalb denn das? ... Erinnere Dich: kostbares Menschenleben - Du kannst noch einiges tun - selbst im Bett liegend kannst Du die geschenkte Zeit, den Rest der zur Verfügung stehenden Lebensenergie, dazu nutzen, Deinen Geist zu bilden. Ach, Moni :hug:

    Das kostbare Menschenleben habe ich schon genutzt, liebe mkha'. Ich bin dümmer hierhergekommen als ich jetzt wieder gehe.

    Natürlich gibt es immer noch was zu lernen und den Geist zu bilden, und das geschieht ja - täglich immer wieder.

    Vielleicht sogar noch 10, 20 Jahre - wer weiß ...

    Aber ich bin nicht scharf darauf. Das würde ich auch als Durst im buddhistischen Sinne bezeichnen.

    Hinzufügen möchte ich noch, dass ich eine Frohnatur bin - wie Mukti das beschreibt - und sehr positiv, obwohl das vielleicht hier nicht rüberkommt. Aber ich hänge nicht am Leben.

    _()_

    Edited once, last by Monikamarie (April 20, 2020 at 2:55 PM).

  • Sudhana
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    • April 20, 2020 at 2:48 PM
    • #35

    Klar ist alt werden nix für Weicheier. Der Körper kriegt zunehmend Funktionsausfälle und wenig später auch der Geist (falls man mit denen nicht eh schon von vornherein ausgestattet ist). Das altbekannte, unausweichliche Problem Alter, Krankheit und Tod. Ich für meinen Teil bin froh, in einer Zeit und einem Teil der Welt zu leben, wo Gesundheits- und Sozialsystem das ganze eigentlich recht erträglich machen. Wo man nicht in Gefahr ist, auf der Straße zu verrecken, weil man nicht mehr arbeiten kann. Wo man, wenn es mal dick kommt, auch an brauchbare Schmerzmittel kommt. Da ist jedes Jammern doch nur Jammern auf hohem Niveau. Empfiehlt sich immer, wenn man mies drauf ist, an die zu denken, denen es noch schlechter geht. Und denen dann vielleicht vom eigenen Überfluss ein wenig abzugeben.

    Ob ich in meinem Alter von Jüngeren noch für voll genommen werde, juckt mich recht wenig. Ich bin schon froh, wenn ich es manchmal fertigbringe, mich selbst nicht für ganz voll zu nehmen. Alte Menschen können halt manchmal komisch sein. Ich habe (mit pflegerischer Ausbildung) als Wehrdienstverweigerer 18 Monate Zivildienst auf der Pflegestation eines Altenheims abgeleistet (und dort meine Frau kennengelernt, die als Altenpflegerin gearbeitet hat) und musste lernen, damit umzugehen. Klar, ist nicht schön, die letzte Etappe in einem Heim zu verbringen. Aber es gibt Schlimmeres. Ansonsten kümmere ich mich mittlerweile um meine erfreulicherweise noch in ihrer eigenen Wohnung lebende Mutter und hier im Dorf mache ich ehrenamtlich ein bissel was für Leute, die meistens noch ein Stück älter sind als ich.

    Irgendwann ist damit auch mal Schluss und schließlich mit dem Leben überhaupt. Wenn man sich rechtzeitig genug damit befasst hat - mit der "großen Angelegenheit von Leben und Tod", wie man es in meiner Tradition nennt - hat man damit auch kein Problem. Ist halt so. Lohnt nicht, darum ein großes Gewese zu machen und Rumjammern bringt schon mal gar nichts.

    _()_

    OM MONEY PAYME HUNG

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    • April 20, 2020 at 2:51 PM
    • #36
    Quote from Ellviral

    Monikadie4. Ist das nicht eigenartig das wenn man sagt das man froh ist das sich das Leben dem Ende zuneigt es sofort negativ gesehen wird. Da is man gleich suizidgefährdet. Ich bin auch zufrieden damit das sich mein Leben einem Ende zuneigt. "Was sagen wir zum Tod? Heute nicht!!!

    Ja, Ellviral, das ist wirklich eigenartig. Dabei wird doch aus buddhistischer Sicht darauf vorbereitet. Und nur in diesem Sinne verstehe ich es auch. Ich lebe gerne, aber ich kann auch gehen. Das bedeutet doch nur, dass ich meine Geschäfte erledigt habe, dass ich alles in trockenen Tüchern weiß und mich um nichts sorgen muss, nur weil ich nicht mehr bin. Natürlich möchte ich nicht vor meinem Mann gehen, denn der hätte daran sicher hart zu knabbern. Aber darum geht es uns ja auch nicht, nicht wahr?


    [lz]

    Sind die so dumm oder tun die nur so? Für mich ist das vollkommen normal Alterslos und unsterblich zu sein, gerade weil ich weiß das ich irgendwann zerfallen werde. Das das zufrieden machen kann kommt den Leuten überhaupt nicht in den Sinn. Naja sind wohl noch grün hinter den Ohren.[/lz]

    Das liegt sicher an der unterschiedlichen Interpretation der Lehre. Ich glaube ja nicht an ein Weiterleben, Wiederkommen, Himmelswesen etc.

    _()_

  • Daoist
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    • April 20, 2020 at 2:52 PM
    • #37

    Ich fand den Vorschlag von Precht, dass man doch am Beginn und Ende des Berufslebens ein soziales Jahr einführen soll, recht gut. Vielleicht bleiben dann einige bei dem Engagement.

    Ansonsten les ich gerade ein schönes Buch über Älterwerden und Sterben.
    Joan Tollifson (eine Schülerin von Toni Packer) - Death: The End of Self-Improvement

  • Sudhana
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    • April 20, 2020 at 3:03 PM
    • #38
    Quote from Daoist

    Death: The End of Self-Improvement

    Guter Hinweis. Und was hat's dann am Ende gebracht? "Self-Improvement" ist für mich ein Wechselbegriff zu Krankheitsoptimierung ... Aber natürlich ein tolles Verkaufsargument :P

    _()_

    OM MONEY PAYME HUNG

  • Tara4U
    Guest
    • April 20, 2020 at 3:03 PM
    • #39

    Nun denn...auch ich gehöre nicht mehr den knackfrischen Semestern an....wenn ich es mir recht überlege, habe ich das auch nie während meiner Jugendzeit getan.

    Es stimmt...auf dem Arbeitsmarkt ist man mit der grossen "5" wenig gefragt.

    Aber echt...haben wir den denn wirklich mit all unserer Lebenserfahrung nötig?

    Ich arbeite noch in Teilzeit, allerdings aufgrund der derzeitigen Lage bin ich in Kurzzeit. Wenn meine Firma nun Pleite macht....addio...Dann bleibt mir nur noch der Zugewinn uas meiner Selbstständigekit.

    Egal, welche Qualifikation, Zeugnisse und Erfolge oder Erfahrung man ab 50 hat...der Zug auf dem Arbeitsmarkt ist abgefahren.

    Eine Ex-Kollegin wurde nach 32 Jahren obwohl erfolgreich, untadelig in jeder Hinsicht einfach gekündigt. Okay, großzügige Abfindung usw.....aber-sie wurde durch jung-dynamisch-günstig eingetauscht.

    Wenn ich nützlich sein wollte für andere, würde ich mich erst einmal fragen: WARUM?

    Aus Selbstsucht nach Bestätigung?

    Weil ich mich nur über Arbeit definieren kann?

    Weil ich vor mir selbst flüchten möchte?

    Weil ich einer von jenen pseudo-Gutmenschen gelten möchte? Mit Selbstbeweihräucherung und erhobenem Zeigefinger? --brrrrrrrr

    Weil ich ein pedantischer Bauchnabelfusselzähler bin?

    Weil ich noch immer Einfluss auf andere Menschen haben möchte? Auf die eine oder andere "altruistische" Art und Weise?

    Habe ich etwa Angst, meinen Dämonen begegnen zu müssen? Jene, die mich in Anspannung, Traurigkeit oder Agression treiben, mit allen psychosomatischen Begleiterscheinungen?

    Haben wir in unserem gesetzten Alter nicht wenigstens gelernt uns selbst zu genügen?

    Wir können noch immer unser Wissen und unsere Erfahrung allgemein in der einen oder anderen Art einbringen. Wie? Nun, das kann jeder für sich selbst erkunden.

    Ich selbst hoffe jedenfalls niemals einen übereifrigen Sterbebegleiter an meiner Seite erdulden zu müssen, der seinen eigenen Erfahrungsschatz bereichern möchte und mir vehement seine iwas Idiologie/Religion aufdrängen möchte, während ich hilflos darniedrliege!

    In diesem Sinne

    mach ich mich nun auf eine Wanderung durch die westlichen Wälder, damit ich das, was mir guttut aufnehmen kann.

    Das habe ich schon mit 7 Jahren gemacht und werde es vermutlich bis in eine hohe 7 auch noch tun.

    Und wer kann schon sagen, dass meine 8 km durch den Forst heute nicht ebenso bereichernd und nützlich sein können, wie meine 30 km durch einen Dschungel jüngeren Tagen?

    Die abenteuerlichste Reise ist ja sowieso jene, die einem zu einem Selbst führt. Einmal erforscht, kann man dann wirklich nützlich sein, alles andere ist "Augenwischerei"....

  • Monikamarie
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    • April 20, 2020 at 3:59 PM
    • #40
    Quote from Tara4U

    Und wer kann schon sagen, dass meine 8 km durch den Forst heute nicht ebenso bereichernd und nützlich sein können, wie meine 30 km durch einen Dschungel jüngeren Tagen?

    Die abenteuerlichste Reise ist ja sowieso jene, die einem zu einem Selbst führt. Einmal erforscht, kann man dann wirklich nützlich sein, alles andere ist "Augenwischerei"....

    Danke Tara, Spitze!

    _()_

  • Phoenix
    Guest
    • April 20, 2020 at 4:03 PM
    • #41
    Quote from Monikadie4.
    Quote from Phoenix

    das mit dem wieder jung sein wird sich aber nur schwierig vermeiden lassen. ;)

    Wie meinst du das? Falls Du glaubst, dass ich im nächsten Leben wieder jung sein werde, um mich erneut mit dieser Welt zu befassen, dann glaubst Du offenbar an ein Selbst, ein ICH mit Namen Monika oder wer auch immer, die hier wieder rumkraucht.

    Ich glaub an so etwas nicht.

    Quote from Phoenix

    und die Dritte ist die große Freude den Buddhas jetzt von Angesicht zu Angesicht begegnen zu können.

    Und auch hieran glaube ich nicht und will auch niemandem von Angesicht zu Angesicht begegnen. Der Buddha jedenfalls hat solche Versprechen nicht gemacht.

    Huch

    _()_

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    Hi Monika,

    die erste Aussage hab ich mit einem ;) versehen,weil ich ja weiß wie du zum Thema Wiedergeburt stehst, und dieses Thema im Buddhaland ja bereits ausführlich diskutiert worden ist.

    Ich selber bin was die Belehrungen zu Bardos und Wiedergeburt angeht sehr zurückhaltend.Allerdings halte ich sie im Kern für zutreffend,

    das heist ich gehe fest davon aus, das es einen Bewußtseinsstrom gibt, der von einer Existens zur Nächsten überwechselt. Wie auch immer.

    Die zweite Aussage mit dem" einem Buddha von Angesicht zu Angesicht begegnen," da hab ich ganz bewußt eine sehr bildhafte Ausdruckweise gewählt, weil das ja keine Sache ist, die in unserem rationalen Erfahrungsschatz verfügbar ist.

    Und ich bin jetzt auch nicht so belesen,um dir hier gleich eine Textstelle präsentieren zu können, in der Buddha oder ein anderer verwirklichter Lehrer diese Formulierung benutzt hat.

    Ich mag sie aber trotzdem,den Erleuchtung ist etwas was man erlebt, so wie ein Kind eine Begegung mit seiner Mutter erlebt.

    Und wer gut meditieren gelernt hat kann im Sterbeprozess die volle Erleuchtung erfahren.Darauf bezieht sich auch die Aussage , das ein Verwirklichter im Sterbeprozess einen glücklichen Geisteszustand hat.

    Ich meine hier in der Tibetecke gibts da auch schon Textzitate dazu.Wenn mir eines über den Weg läuft ,werde ich es dir mitteilen.


    _()_ Phönix

    Edited 2 times, last by Phoenix (April 20, 2020 at 4:12 PM).

  • Noreply
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    • #42
    Quote from Monikadie4.
    Quote from Ellviral

    Monikadie4. Ist das nicht eigenartig das wenn man sagt das man froh ist das sich das Leben dem Ende zuneigt es sofort negativ gesehen wird. Da is man gleich suizidgefährdet. Ich bin auch zufrieden damit das sich mein Leben einem Ende zuneigt. "Was sagen wir zum Tod? Heute nicht!!!

    Ja, Ellviral, das ist wirklich eigenartig. Dabei wird doch aus buddhistischer Sicht darauf vorbereitet. Und nur in diesem Sinne verstehe ich es auch. Ich lebe gerne, aber ich kann auch gehen. Das bedeutet doch nur, dass ich meine Geschäfte erledigt habe, dass ich alles in trockenen Tüchern weiß und mich um nichts sorgen muss, nur weil ich nicht mehr bin. Natürlich möchte ich nicht vor meinem Mann gehen, denn der hätte daran sicher hart zu knabbern. Aber darum geht es uns ja auch nicht, nicht wahr?

    [lz]

    Sind die so dumm oder tun die nur so? Für mich ist das vollkommen normal Alterslos und unsterblich zu sein, gerade weil ich weiß das ich irgendwann zerfallen werde. Das das zufrieden machen kann kommt den Leuten überhaupt nicht in den Sinn. Naja sind wohl noch grün hinter den Ohren.

    [/lz]

    Das liegt sicher an der unterschiedlichen Interpretation der Lehre. Ich glaube ja nicht an ein Weiterleben, Wiederkommen, Himmelswesen etc.

    _()_

    Eben an der Interpretation. Wie immer, dabei könnte man das doch selber lesen und brauchte keinerlei Interpretation. Nur so einfach kann das ja nicht sein, das gefällt mir aber nicht, da ist bestimmt noch Lametta.

  • Noreply
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    • April 21, 2020 at 10:09 AM
    • #43

    @Tara4U Das war jetzt aber ein Weg durch alle meine erkannten Begründungen nützlich zu ein. Sein zu wollen, weil ich die Meinung übernommen habe das ich so nützlich zu sein habe wie der andere meint was für ihn nützlich ist. Das ist die eigentliche Arbeit, die scheinbar eigene Meinung zu erkennen.

    Beim lesen wurde ich auch durch die Reden und das Verhalten des Buddha geführt. Dabei ist ein Ergebnis dabei raus gekommen mit dem ich nicht gerechnet habe. Ohne sich aufs Altenteil zu verziehen komme es immer mehr zu nur Zeigen. Was mich bisher gestört hat an an meinem Verhalten ist das ich der Meinung bin das ich mein Zeigen erklären muss. Es ist nicht das Zeigen der Buddha: "Komm her und sieh selbst." sondern ein ergreifen dessen der sehen soll. Ich bin der Meinung das ich das was ich zeige begründen, beweisen muss. Muss ich nicht! Sollte nur zeigen üben und ob es der andere sieht geht mich nichts an. Sieht er was kann ich darauf mit zeigen reagieren, doch wenn Beweisen statt Zeigen verlangt wird darf ich mich zurückziehen. Es ist das eingetreten das ich von der Zeit nach dem Nutzen-Bringens gedacht habe.

    Nutzen bringe? Was ist das? Wenn ich doch weiß das da kein Mein, kein Ich, kein mein Selbst jemals sich selber gleich ist und sich dauernd wandelt, was ist dann Nutzen? Da muss ja etwas sein das irgendwie dauerhaft gedacht ist, aber wo ist da die Dauer wenn nicht bei mir? Nutzen ist immer an der Meinung dessen der nützlich sein verlangt von mir. Ich glaube sogar das ich Nutzen bringen muss um den Nutzen Verlangenden zu befriedigen, denn sonst mag er mich nicht mehr. Das betrifft mein Ego und dein Ego, auch mein Ego gegenüber meinem Ich. Aber wie kann ich diese Illusion ganz auflösen? Ich glaub ich muss üben hilfreich zu sein. Hilfreich meinem Ego gegenüber und dem Ego des Anderen gegenüber, heißt das ich üben muss nicht nützlich zu sein sondern hilfreich. Ich hab auch nichts dagegen das mich jemand für nützlich hält, aber wenn er mich ausnutzt wird es Zeit hilfreich zu werden und die Egos zu betrachten, mein und dein, um mein Leben leben zu können und nicht nur unser oder meines für deines aufzugeben.

    Leider hab ich mich als Wissenden, Weisen gesehen, auch so eine Meinung wie denn ein Alter Mensch so sein sollte. Sowas wie ein Heiliger. Aber das wurde in der Praxis ja schon gelernt das ein Heiliger auch Folgende hat die er dann mit Beweisen versorgen muss, wie irreal die auch immer sind. Ich muss überhaupt nicht nützlich sein ich muss nur hilfreich sein und da reicht tun was zu tun ist und zeigen was ich sehe vollkommen ausreicht. Möge ich es bis in alle Tiefen realisierend leben. Ich vertraue einzig auf Nibbana, wäre doch ein gutes Ziel.

    Achso hab gerade gesehen das es ja ums älter werden geht. Da hab ich keine Meinung zu. Ich hatte schon immer Schwierigkeiten auf Kommando mein Alter zu sagen. von Arnold kam mal die Frage an seinem 67. Geburtstag: Wie fühlt man sich eigentlich als 67. Jähriger? Ich sagte: Woher soll ich das wissen Du bist 67. Ich weiß ja auch nicht wie das ist 63 zu sein. Wir leben zusammen was geht uns Alter an. Wir haben gesundheitliche Probleme, was haben die mit dem Alter zu tun? Was geht und das Leiden anderer an die glauben das es Alter gibt?

    Edited once, last by Noreply (April 21, 2020 at 10:16 AM).

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    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • April 21, 2020 at 10:23 AM
    • #44
    Quote from Marcel05

    Ich möchte mein exaktes Alter nicht kommunizieren. Jung oder Erwachsen bin ich nicht mehr. Ich gehöre zur Senioren Generation.

    Niemals ist es mir bewusster geworden als in der jetzigen Zeit und in den letzten Jahren was es bedeutet älter oder alt zu werden.

    Es wird Leute geben die sagen ich fühle mich nicht so alt wie ich bin. Unumstritten sind gewisse Konsequenzen mit dem Älter werden. Gesünder wird man nicht, im Idealfall trifft es einen nicht so hart, da man versucht hat gut sein Leben lang zu sein für sich, auch für andere.

    Als ich selber jünger war, waren Menschen meines Alters alt. Die Entwicklung der Gesellschaft in unseren Breiten geht einen Weg, dass man das Älterwerden schon mit 40 spüren beginnt. Dabei ist dies noch relativ jung. Am Arbeitsmarkt ist man schon alt.

    Meine Beobachtung wie bei Familienfeiern mit den "Alten" umgegangen wird und auch sonst in der Gesellschaft vergleiche ich dem eines Kindes. Man wird oft einfach nicht mehr ernstgenommen. Gespräche werden nicht mehr gesucht.

    Eine Entwicklung die auch vor vielen Jahren ähnlich war außer dass unsere Gesellschaft Zusehens allgemein älter wird und die Alten mehr.

    Wenn ich sehe, wie man in Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser, im Medizinwesen, aber eigentlich überall mit alten Menschen umgeht, macht mir das Angst und die Frage stellt sich will man so alt werden? Hat dies noch mit einem würdevollen Leben zu tun?

    Genauso wie Menschen aus welchen Gründen auch immer früher in Rente gehen oder zur Zeit wie es das Gesetz verlangt, spätestens hier beginnt man zu spüren, dass man nicht mehr gebraucht wird. Ich könnte es auch mit einer Stigmatisierung vergleichen, Menschen die keine Arbeit haben leiden ebenso, man nimmt sie ernst, aber sie sind in den Augen Vieler Menschen zweiter Klasse.

    Ich bin noch nicht ganz Alt, aber die Zukunft wird mehr und mehr geprägt davon, dass die Leistungen, die "wir" Alten vollbracht haben um das Leben wie es bis vor kurzem war wertzuschätzen deutlich sinken. Ich vermisse den Respekt, welchen meine Generation gelernt hat vor dem Älteren, der schwindet markant.

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    Die Menschen werden durch meine Erscheinung an's Altwerden erinnert. Das möchten sie nicht und ich ziehe mich zurück. Das ist ihre Sache, nicht meine.

    Was mir nicht gefällt ist der daraus resultierende Anspruch jung sein zu sollen. Sprüche wie "Du bist doch nicht alt, das darfst Du nicht sagen" gehen mir auch am Rücken vorbei. Mit meiner Kunst (Malen, Studium) thematisiere ich Altsein immer wieder. Ich möchte, dass sich alle, inklusive ich selbst, an das Thema gewöhnen: Menschen sind jung und sie sind alt. Sie sind auch mittelalt und haben damit ihre Probleme.

    Ich finde es ungerecht, nicht alt sein zu dürfen. Erst ist man zu jung und wird nicht ernst genommen, dann ist man schwuppdiwupp schon zu alt und wird behandelt, als ob das allein schon ein Makel wäre (gegen Frauen sind die Vorurteile offensichtlicher als gegen Männer, beobachte ich.) Als wenn Alter ein Makel wäre! Nein. Es ist komplett normal und es gibt keinen vernünftigen Grund, warum man nicht einfach man selbst sein sollte.

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


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    • April 21, 2020 at 10:26 AM
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    • #45

    Es geht ja nicht um Jahre, sondern um den Punkt, wo etwas zu schwinden droht, das wir ganz stark mit unserem Selbstbild verwoben haben. Das kann ja sehr unterschiedlich sein. man kann ja sehr locker im Bezug auf bestimmte Sachen sein - da werden halt die Haare grau, die Augen schwächer und die Konditition schwindet- wärend man ander Verluste z.B den von Potenz und Intelligenz tragisch sind, weil man daran mehr haftet. Wer anderes kann, von 50 bis 80 sehr gut altern, aber dann fällt irgendwas weg - z.B man kann nicht mehr in die Natur gehen- was einen fertig macht.

    Von daher ist ja Altern so etwas wie eine Kunst. Wo man ganz geschickt, die Sachen losläßt, bevor sie einem genommen werden. Meine Grossmutter war es eine schlimme Vorstellung, dass nach ihrem Tod Streit um das Erbe ausbrechen könnte. Von daher ging sie so weit, dass sie bei jedem einzelnen Bild in ihrer Wohnung hinten draufschriebe, wer das bekommen sollte. Das fand ich weise.

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    • April 21, 2020 at 10:33 AM
    • #46

    Ich hab Hörgeräte und eine Brille und gehe vorsichtiger, das hat alles nichts mit älter werden zu tun. Das brauch ich eben weil diesem Körper das hilft besser klar zu kommen. Ich kenn Gehbehinderte die das sind seit sie ganz jung waren, dürfen die nur einen Stock haben wenn sie das Alter für den Stock haben?

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    • April 21, 2020 at 11:04 AM
    • #47

    Es ist eben eine ganz persönliche Sache, wie das Alter, das Jungsein und alles überhaupt betrachtet wird. Und persönlich weist eben darauf hin, dass die Lehre noch nicht wirklich verstanden wurde. Das behaupte ich. Und es klingt vielleicht überheblich.

    Aber wenn sich meine Befürchtungen in diesem Leben nur auf meinen Körper beziehen, weil er einem ganz normalen Prozess unterliegt, dem keiner - es sei denn, er stirbt jung - entgehen kann, dann fehlt doch wohl die Einsicht in die Ursachen des Leidens, die der Buddha ausführlich beschrieben hat.

    Wer sich intensiv damit beschäftigt, kann eigentlich nicht anders, als sich gar nicht mehr darum zu kümmern, außer der normalen gesundheitlichen Fürsorge für ihn.

    Ich bin alt, und hätte ich beizeiten die Reißleine gezogen, wäre ich auch heute noch fitter. Aber das bedaure ich nicht mehr, denn ich sehe es als mein Karma. Ich ernte heute, was ich früher säte. Aber vor allem leide ich nicht am Verfall, ganz im Gegenteil, ich beobachte ihn hin und wieder interessiert. Ich finde es spannend, dass ich rein äußerlich zwar sichtlich eine Oma bin, aber innerlich mich nicht älter fühle als vor 30 Jahren. Das empfinde ich als so komisch, dass ich vermute, wir unterliegen mehr oder weniger einer optischen Täuschung, wenn wir das Äußere der "Anderen" einschätzen, bewerten und womöglich abwerten.

    Wenn ich mich anders fühle, als andere mich vielleicht wahrnehmen, dann geht es den "anderen" sicher genau so mit mir.

    Deshalb möchte ich eigentlich überhaupt keine Meinungen mehr haben, weil ich denke, es ist alles ein (fataler) Irrtum.

    _()_

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    • April 21, 2020 at 12:01 PM
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    • #48

    Eigentlich fügt sich das Altern der Menschen ja sehr gut in eine Umgebung in der auch alles andere Zyklen von Verfall und Erneuerung untwerworfen ist. Die Natur ersteht und stibt jedes Jahr - die Bäume triben aus und lassen im Herbst ihre Blätter fallen. Die Zugvögel kommen und gehen. Nester werden gebaut und verfallen. Und früher waren ja auch Häuser und Werkzeuge einem permananten Abnutzung ausgesetzt.

    Das dem gegenüber sich das Altern der Menschen als unpassend abhebt ist dagegen eine Welt der menschlichen Produktion, in der steig Neues hervorgebracht wird. Und es ist ja diese Welt der rasanten Warenproduktion, die mit ihren Waren gleichzeitig Wünsche und Ideale produziert und verstärkt. Und da werden mit großem Aufwand sehr viele Ideale von Jugendlichkeit und Agilität hergestellt und hochgehalten. Das diejenigen, die diesem Ideal nicht folgen können abgewertet werden ist mehr ein Seiteneffekt.

    Vielelicht kann man in dieser Coronakrise - wo ja die Produktion und damit auch die kulturelle Produktion dieser Zerrbilder heruntergefahren ist, sehen inwieweit das wirklich so von den Menschen ausgeht oder künstlich produziert wird.

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    • April 21, 2020 at 7:09 PM
    • #49
    Quote from Losang Lhamo

    Mit meiner Kunst (Malen, Studium) thematisiere ich Altsein immer wieder. Ich möchte, dass sich alle, inklusive ich selbst, an das Thema gewöhnen: Menschen sind jung und sie sind alt.

    :? Mein Vater wär sicher der Meinung, dass alle bereits daran gewönt sind seit Beginn der Menschheit, dass Menschen alt und jung sind. Da brauch ich ihn gar nicht fragen.

    Ich habe noch nie etwas gehört dass er ein Gefühl hätte, diskriminiert zu werden weil er alt ist, dass irgendwer von ihm fordern würde "einen auf jung" zu machen oder sowas. Oder gar jung zu sein, was ja absurd ist. Ich habe auch von anderen älteren Familienmitgliedern sowas noch nie gehört, dass jemand ein Problem mit der gesellschaftlichen Reaktion hat. Mein Sohn stöhnte grade weil meine Ex-Schwiegermutter selbst einkaufen will. Mein Sohn wollte das nicht, wegen Corona, ich soll sie anrufen und "bearbeiten". Ihre Begründung, selbst einzukaufen war: "Ich hab doch jetzt weiße Haare, da sind alle so nett zu mir." Also diese Erfahrung will sie sich alle zwei Tage im Supermarkt nicht nehmen lassen....

  • Marcel05
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    • April 21, 2020 at 8:53 PM
    • #50

    Ich meinte Menschen, die teils sehr krank in Altenheimen oder in Krankenhäusern sind, geradezu hilflos.

    Beispiel aus der Notaufnahme (Realität) vor einigen Jahren: Ein Mann um die 80 Jahre auf einer Barre - ringsherum unterhalten sich Ärzte über ihn und er meint dann, sie dürfen ruhig mit mir sprechen, ich bin noch da.

    Alt zu sein und so lange man für sich sorgen kann ist nicht das Problem. Die Würde geht in den Institutionen sehr oft verloren.

Ausgabe №. 134: „Keine Angst vor der Angst"

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