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  1. Buddhaland Forum
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  3. Allgemeines zum Buddhismus

Metta- + Achtsamkeitsmedi = Einheit oder 2 versch. Methoden

  • itssead
  • 5. Dezember 2015 um 13:55
  • Zum letzten Beitrag
  • SpringMode5708
    Gast
    • 12. Dezember 2015 um 03:44
    • #51
    accinca:
    Mirco:


    ja, das bezeichnete der Buddha als katthamaya-magga bhavana.


    Wo?


    Schau mal ins Woerterbuch...

  • accinca
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    • 12. Dezember 2015 um 09:02
    • #52
    Mirco:

    Schau mal ins Woerterbuch...


    Was willst du denn nun sagen? Darum geht es doch oder auch egal?

  • blue_aprico
    Gast
    • 12. Dezember 2015 um 09:29
    • #53

    verdrängen ist was anderes als kurzzeitiges zurückdrängen. verdrängen ist ein aversiver akt - abweisung.
    aber was heißt denn katthamaya ? k.A. vielleicht sowas wie "lebloses holz" - holzkopf-dharma ? :)

  • accinca
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    • 12. Dezember 2015 um 11:19
    • #54
    blue_aprico:

    verdrängen ist was anderes als kurzzeitiges zurückdrängen.


    Aber was anderes? Rein von der Sprache her ist ein "Zurückdrängen" auch eine "Verdrängen". Dabei spielt
    die Dauer keine Rolle. Und eine der fünf vom Buddha gelehrten Methoden M 20 einfach wegzusehen.
    Vielleicht sollte man das bei der heute verbreiteten Vorstellung über den Begriff
    der "Verdrängung" auch machen und zur Lehre übergehen.

    Zusammengefaßt: Es ergeben sich also fünf Methoden:
    1. Die unheilsame Gedanken durch heilsame zu ersetzten.
    2. Die Verderblichkeit, das Elend der unheilsamen Gedanken erwägend die Gedanken vertreiben.
    3. Die unheilsamen Gedanken nicht beachten, ignorieren, wegsehen und beim Meditationsobjekt verweilen.
    4. Die unheilsamen Gedanken erwägen, betrachten, analysieren und somit schrittweise auflösen.
    5. Die unheilsamen Gedanken mit Gewalt niederkämpfen.

    Welche der Methoden jeweils wann am besten eingesetzt werden
    kann verschieden sein und ist letztlich von Erfolg abhängig.
    -

    -

  • mukti
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    • 12. Dezember 2015 um 12:09
    • #55
    accinca:

    Zusammengefaßt: Es ergeben sich also fünf Methoden:
    1. Die unheilsame Gedanken durch heilsame zu ersetzten.
    2. Die Verderblichkeit, das Elend der unheilsamen Gedanken erwägend die Gedanken vertreiben.
    3. Die unheilsamen Gedanken nicht beachten, ignorieren, wegsehen und beim Meditationsobjekt verweilen.
    4. Die unheilsamen Gedanken erwägen, betrachten, analysieren und somit schrittweise auflösen.
    5. Die unheilsamen Gedanken mit Gewalt niederkämpfen.

    Welche der Methoden jeweils wann am besten eingesetzt werden
    kann verschieden sein und ist letztlich von Erfolg abhängig.

    Alles anzeigen

    Speziell während der Atemmeditation scheint mir 3. geeignet, die anderen 4 Methoden als Vorbereitung dazu oder Unterbrechung zwischendurch.

    Mit Metta, mukti.


  • blue_aprico
    Gast
    • 12. Dezember 2015 um 14:12
    • #56

    accinca:

    Zitat

    Aber was anderes? Rein von der Sprache her ist ein "Zurückdrängen" auch eine "Verdrängen". Dabei spielt
    die Dauer keine Rolle.


    zurückdrängen scheint mir wat zw. ersetzen und niederringen zu sein
    und nicht vergessen, es ist die rede von gedanken - nicht von gefühlen
    sozusagen zurückhalten, so wie man sich "ein übles wort" verkneift
    nur eben hier bereits entsprechende gedanken/vorstellungen
    sich verbieten wäre allerdings schon wieder verdrängen, ein akt der abweisung

    es hängt eng mit metta bhavana zusammen, das nicht unterdrücken, nicht abweisen
    wiederum mit der übung in shamatha, (auf)kommen,- und los lassen

    da war jetzt mal so ein spruch auf facebook: "wenn du friedlich bist, sanftmütig, gütig, dann kannst du meditieren"

    zurückdrängen, niederringen braucht es durchaus - zum beispiel wenn ich kein bock zum sitzen hab
    da sind oft vorstellungen von weltlichen belangen im spiel -muss noch dies und jenes erst tun
    oder: da wird dir schön der hintern weh tun oder: oder och nee, nicht mit den holzköppen da
    das muss man dann zurückdrängen, ersetzen- und wenn s ganz arg ist
    niederringen, mit letzterem hab ich meine probleme, gedanken können ja auch verlockend sein
    wenn du aber zum beispiel mal ein sesshin mitgemacht hast, ohne niederringen is da nicht

    @ mukti: ps: ich weiß gar nicht, ob in der aufzählung die "bloße vergegenwärtigung" drinne ist, weil die ignoriert ja nicht
    mir scheint das alles iwo "vorbereitend & zwischendurch" ( einteilend/unterscheidend-da gibts ne sutra zu,
    aber da sieht man mal, wie man alles gar nicht trennen kann so praxismäßig, auch nicht hier übung und da das leben )

    der erw. karunanda hatte da jetzt was zum thema gepostet ( ne metapher ) müsste ich aber erst raussuchen


    grüße blue_

  • Raphy
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    • 12. Dezember 2015 um 16:15
    • #57
    Schildkröte:

    Danke Raphy,

    deine Beiträge haben mir sehr weitergeholfen danke!

    Vor allem dieser Satz ist imho wichtig und richtig:

    Raphy:


    Ich erwähnte in meinem ersten Post Buddhadasa Bhikkhu`s Anapanasati und schrieb dass da die Objekte auch mal wechseln. Das stimmt wohl, ich will aber auch noch sagen, dass die Achtsamkeit auf den Atem bei allen 16 Schritten trotzdem immer beibehalten wird. Man ist sich immer des Ein- und Ausatmens bewußt. Was auch in der Sutta selbst deutlich wird, meiner Meinung nach, weil bei jedem Schritt auch die Ein- und Ausatmung mitgenannt wird.

    Buddhadasa Bhikkhu`s Anapanasati kenne ich und finde sie für mich persönlich nicht hilfreich. Wir haben das ja auch schon einmal im Theravada Forum besprochen. Sie ist mir doch sehr frei interpretiert. Obwohl ich seine Texte im Allgemeinen durchaus lehrreich finde und seine Pragmatik schätze, find eich seine Sprache oft seltsam. Ich habe auch schon überlegt, ob die Übersetzungen schlicht schlecht sind? So redet er im Anapanasati von "Atemkörper" und "Fleischkörper". Auch wenn mir bewusst ist, was er meint, ist die Unterscheidung für mich nicht so voran bringend gewesen, wie das direkte Lesen des Palikanon.Nicht so hilfreich für mich sehe ich vor allem, dass erst das lange und dann das kurze Atmung geübt wird, und zwar bewusst. Seine Anleitung zur Kontrolle des Atems sehe ich hier vor allem kritisch. Auch wenn die Kontrolle eher freier ist. Wir hatten das ja schon einmal besprochen. Auch liegt mir nicht das Benutzen von Nimittas, also Symbolen wie Perlen beim atmen etc..

    Gerne liebe Schildkröte.

    Buddhadasa Bhikkhu`s Anapanasati erwähnte ich nur, weil ich das am Besten kenne und um ein Beispiel zu geben, wie man verschiedene Objekte während der gleichen "Sitzung" benutzen kann.
    Kann ich schon verstehen, wenn man mit seinem Buch, seiner Sprache und Herangehensweise nicht so viel anfangen kann.
    Selbst im Palikanon lesen, sich seine eigenen Gedanken dazu machen und selbst probieren was zu einem in diesem Moment passt - ist schon wichtig, denke ich.
    Gibt ja noch viele andere Anweisungen, als die von Buddhadasa Bhikkhu.
    Oder es reichen einem sogar nur die Sutten.

    Ich gehe davon aus, dass Buddhadasa Bhikkhu vielleicht nicht allwissend und völlig fehlerfrei war.
    Deshalb kann ich seine Ausführungen gut als Hinweise benutzen, von jemandem der vermutlich erfahrener in Meditation war als ich, ohne dogmatisch an allem zu hängen was in dem Buch geschrieben steht.

    Zum Beispiel der Hinweis, dass man sich bei allen 16 Schritten der Ein- und Ausatmung bewußt ist. Das kommt nicht von mir, sondern von Buddhadasa Bhikkhu. Und das fand ich auch hilfreich.

    Das mit dem Kontrollieren des Atems dagegen mag ich auch nicht so, deswegen mache ich das nicht. Ich habe dann einfach die Reihenfolge verändert und mir eben erst den kurzen Atem angeschaut und mit zunehmender Beruhigung den langen Atem.

    Ich nehme Buddhadasa Bhikkhu`s Anweisungen eher als grobe Richtschnur, neben den Suttas. Bis jetzt konnte ich dannach auch ganz gut üben ohne den Atem zu kontrollieren oder aktiv zu regulieren.
    Ich bin eh kein guter Meditierer und die meiste Zeit noch vor Schritt 1, bei den Vorübungen:

    Zitat


    ...

    Dem Atem folgen - mit Geistesgegenwart

    Schließlich werden wir des Atems gewahr, fangen an, den Atem zu kontemplieren. Um das tun zu können, benötigen wir sati (Geistesgegenwart oder reflexive Achtsamkeit). Wir beginnen damit sati zu trainieren, indem wir jeder Ein- und Ausatmung gewahr werden. Wir bemerken, daß wir dabei sind, einzuatmen oder auszuatmen - dadurch üben wir sati. Laßt den Atem normal und angenehm weiterfließen, ganz natürlich, ohne Euch einzumischen. Dann kontempliert jeden Atemzug mit Achtsamkeit. Wie atmen wir ein? Wie fühlt sich die Ausatmung an? Benutzt sati, um euch des normalen Atems bewußt zu werden.

    ...

    Das obige Zitat ist meine Hauptübung, wenn ich Achtsamkeit auf den Atem praktiziere. Obwohl ich die 16 Schritte, vor allem die ersten 4, auch mal angetestet habe, aber nicht wirklich intensiv über einen längeren Zeitraum als einen Monat. Mal sehen wenn ich irgendwann weiterkomme, ob Buddhadasa Bhikkhu`s Anapanasati dann noch hilfreich für mich ist.

    Diese zitierte Vorübung die ich mache, könnte vielleicht mit dieser Suttastelle zusammenpassen:

    Zitat


    ...

    17. „Da setzt sich ein Bhikkhu nieder, nachdem er in den Wald oder zum Fuße eines Baumes oder in eine leere Hütte gegangen ist; nachdem er die Beine gekreuzt, den Oberkörper aufgerichtet und die Achtsamkeit vor sich gegenwärtig gehalten hat, atmet er völlig achtsam ein, achtsam atmet er aus [3].“

    ...

    Majjhima Nikāya 118 - Achtsamkeit auf den Atem - Ānāpānasati Sutta

    Quelle: http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m118z.html

    Andere Übersetzung: http://www.palikanon.com/majjhima/m118n.htm

    Zu den Nimittas verstehe ich Buddhadasa Bhikkhu so, dass sich das Nimitta von allein zeigt, wenn der Geist genug konzentriert ist. Ich verstehe es nicht als aktive Visualisierung, sondern die inneren Bilder erscheinen von selbst, wenn sie eben erscheinen und dann spielt man mit ihnen und verändert sie, bis man ein geeignetes Bild geschaffen hat, was man zum Entwickeln der höchsten Einspitzigkeit verwendet.

    Zitat


    ...

    Ein geistiges Bild erscheint

    ...

    Es ist wie eine Halluzination, die der Geist von sich aus erzeugt, um den Atem zu beruhigen. Um das zu tun, müssen Geist und Atem allerdings schon etwas verfeinert sein. Beide müssen immer feiner und ruhiger werden, bis das geistige Bild aufsteigt.

    ...

    Aber ich kann dazu leider nichts aus eigener Erfahrung sagen, weil ich bisher praktisch auch nur mit aktiver Visualisierung gearbeitet habe.

    Da du die Übersetzung ansprichst. Kann gut sein dass das nicht perfekt ist, aber ich bin trotzdem den Übersetzern sehr dankbar, dass sie sich die Mühe gemacht haben. _()_

    Man darf vielleicht auch nicht vergessen, dass das Buch ja die Vorträge von Buddhadasa Bhikkhu sind, die aufgenommen wurden und dann übersetzt, aufgrund der großen Nachfrage. Siehe den Abschnitt am Anfang: "Zu diesem Buch". Wenn ich, wie zum Beispiel hier jetzt, Dinge aufschreibe und mehrmals Korrektur lesen kann und mir nocheinmal Gedanken machen kann, oder unpassende Dinge streichen kann - dann ist das schon ein Unterschied als wenn ich frei spreche. Da passieren mir noch leichter Fehler oder Ungenauigkeiten.

    Na gut, wie du sagst, über manche Punkte haben wir bestimmt auch schon im Anapanasati Thread im Theravada Unterforum gesprochen.

    Danke für die Rückmeldung und einen schönen Samstag dir und allen anderen. :)

    Liebe Grüße

  • itssead
    Themenautor
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    10. Januar 2014
    • 13. Dezember 2015 um 02:10
    • #58

    hier auch schoen und informativ:

    Buddhismus - Metta, die Kraft der liebenden Güte (1h)
    https://www.youtube.com/watch?v=YCmRE3TSGJw

  • SpringMode5708
    Gast
    • 13. Dezember 2015 um 21:17
    • #59

    Hallo,

    welche Formen der Sammlung der Aufmerksamkeit beim Objekt (oder 'Einigung', wie es Bhikkhu Analayo vorschlaegt) auch immer gefordert werden, sie muss mit allen anderen Uebungsanweisungen kompatibel sein. Entstuende eine Form der Konzentration, bei welcher nichts mehr wahrgenommen wuerde (und ich meine nicht nirodha samapatti), waere z.B. kein M10 moeglich.

    Gruß

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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