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  1. Buddhaland Forum
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sexuelle Anziehung/Begehren

  • prathiba
  • 8. September 2014 um 16:35
  • Zum letzten Beitrag
  • SpringMode5708
    Gast
    • 13. September 2014 um 16:10
    • #51
    Sherab Yönten:

    Es geht nicht um Zölibat, sondern um Anhaftung. Wenn ich etwas Schönes beobachte genieße ich es für diesen Moment. Wenn der Genuss jedoch übertrieben wird, dann ist es schon Anhaftung.


    Hallo SY,

    das sehe ich anders. Anhaften ist jeder Gedanke, jedes Bild, jedes geistige Ereignis zum vom (Sinnes-)Kontakt her ausgelösten Begehren.

    Herzlich,
    Mirco

  • Lucky Luke
    Gast
    • 13. September 2014 um 16:51
    • #52
    Mirco:
    Sherab Yönten:

    Es geht nicht um Zölibat, sondern um Anhaftung. Wenn ich etwas Schönes beobachte genieße ich es für diesen Moment. Wenn der Genuss jedoch übertrieben wird, dann ist es schon Anhaftung.


    Hallo SY,

    das sehe ich anders. Anhaften ist jeder Gedanke, jedes Bild, jedes geistige Ereignis zum vom (Sinnes-)Kontakt her ausgelösten Begehren.

    Herzlich,
    Mirco

    Hi Mirco,
    Du meinst also: Wer nicht mehr anhaftet, der lebt zwangsläufig auch im "Zölibat" ? Hm. Ich glaube, wir sollten erst Mal "Zölibat" definieren bevor wir weiter reden...Was genau versteht man im Buddhismus unter Zölibat - insbesondere für Laien (!) ?

  • Monikamarie
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    • 13. September 2014 um 17:04
    • #53

    Ich gebe Mirco Recht, lieber Sherab Yönten. Wie ich weiter oben schrieb:

    Monikadie4.:


    Nein, es geht nicht um Zölibat, aber darum, wie die "Kette" sich entwickelt (s.SN 12.45). Sind wir uns dessen bewusst, dann ist dies ja auch kein Problem. Ein Problem wird es, wenn wir glauben, wir könnten nichts dagegen tun.
    _()_

    nibbuti:


    "Infolge des Sehens und der Formen entsteht das Sehbewusstsein. Die Verbindung der drei ist Kontakt.
    Aus dem Kontakt als Ursache entsteht die Empfindung.
    Aus der Empfindung als Ursache das Verlangen.
    Aus dem Verlangen als Ursache Anhaftung.
    Aus Anhaftung als Ursache entstehen gewohnheitsmäßige Neigungen.
    ...

    SN 12.45

    Alles anzeigen

    Auch Jesus spricht davon in Matthäus 5:27-29
    "Ihr habt gehört, daß zu den Alten gesagt ist: «Du sollst nicht ehebrechen!» Ich aber sage euch: Wer ein Weib ansieht, ihrer zu begehren, der hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen."

    Entschuldige :D , wenn ich einen so harten Text zitiere. Es geht ja nicht um Ehebruch. Mir geht es hierbei aber darum, dass es bereits im Geist anfängt.

    Wenn es Dir jedoch gelingt, ohne Anhaftung Schönes - egal was - zu betrachten, dann bist Du ja frei. :D

    _()_

  • Lucky Luke
    Gast
    • 13. September 2014 um 17:16
    • #54
    Monikadie4.:

    Mir geht es hierbei aber darum, dass es bereits im Geist anfängt.

    Liebe Monika die Vierte :)
    Die Begierde fängt im Geist an. Das stimmt, das sehe ich auch so.
    Für mich ist das aber ein Teil der Anhaftung.
    Zölibat würde für mich bedeuten, dass
    Laien nicht mehr heiraten und Kinder bekommen dürften.
    Zölibat wäre also ein Extrem, was der Buddha ja abgelehnt hat.

  • Monikamarie
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    • 13. September 2014 um 17:24
    • #55

    Okay :D

  • SpringMode5708
    Gast
    • 13. September 2014 um 18:18
    • #56
    Sherab Yönten:

    Es geht nicht um Zölibat, sondern um Anhaftung. Wenn ich etwas Schönes beobachte genieße ich es für diesen Moment. Wenn der Genuss jedoch übertrieben wird, dann ist es schon Anhaftung.

    Mirco:

    das sehe ich anders. Anhaften ist jeder Gedanke, jedes Bild, jedes geistige Ereignis zum vom (Sinnes-)Kontakt her ausgelösten Begehren.

    Sherab Yönten:

    Du meinst also: Wer nicht mehr anhaftet, der lebt zwangsläufig auch im "Zölibat" ? Hm. Ich glaube, wir sollten erst Mal "Zölibat" definieren bevor wir weiter reden...Was genau versteht man im Buddhismus unter Zölibat - insbesondere für Laien (!) ?


    Hallo SY,

    es geht (mir) nicht um Zölibat, sondern um Bedingtes Entstehen.

    LG, Mirco

  • keks
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    • 13. September 2014 um 21:28
    • #57
    Zitat

    Auch Jesus spricht davon in Matthäus 5:27-29
    "Ihr habt gehört, daß zu den Alten gesagt ist: «Du sollst nicht ehebrechen!» Ich aber sage euch: Wer ein Weib ansieht, ihrer zu begehren, der hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen."

    Ohne die Frau hätte es Jesus nicht gegeben. Da hätte er nochmal drüber nachdenken sollen, oder irgendjemand hat ihm seine Worte umgedreht damits passend ist was mich bei den Kirchen nicht wundern würde.

    Bubu :clown::oops:

  • Noreply
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    • 14. September 2014 um 00:26
    • #58
    Monikadie4.:

    Ich gebe Mirco Recht, lieber Sherab Yönten. Wie ich weiter oben schrieb:

    Monikadie4.:


    Nein, es geht nicht um Zölibat, aber darum, wie die "Kette" sich entwickelt (s.SN 12.45). Sind wir uns dessen bewusst, dann ist dies ja auch kein Problem. Ein Problem wird es, wenn wir glauben, wir könnten nichts dagegen tun.
    _()_

    nibbuti:


    "Infolge des Sehens und der Formen entsteht das Sehbewusstsein. Die Verbindung der drei ist Kontakt.
    Aus dem Kontakt als Ursache entsteht die Empfindung.
    Aus der Empfindung als Ursache das Verlangen.
    Aus dem Verlangen als Ursache Anhaftung.
    Aus Anhaftung als Ursache entstehen gewohnheitsmäßige Neigungen.
    ...

    SN 12.45

    Alles anzeigen

    Auch Jesus spricht davon in Matthäus 5:27-29
    "Ihr habt gehört, daß zu den Alten gesagt ist: «Du sollst nicht ehebrechen!» Ich aber sage euch: Wer ein Weib ansieht, ihrer zu begehren, der hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen."

    Entschuldige :D , wenn ich einen so harten Text zitiere. Es geht ja nicht um Ehebruch. Mir geht es hierbei aber darum, dass es bereits im Geist anfängt.

    Wenn es Dir jedoch gelingt, ohne Anhaftung Schönes - egal was - zu betrachten, dann bist Du ja frei. :D

    _()_

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    Der Spruch des Jesus ist vollkommen richtig, wenn Weib als verheiratete Frau gesehen wird. Jede Annäherung an ein Weib das ihre Ehe gefährden könnte ist nicht erlaubt.
    Das gleiche gilt auch für die Frau die auch schon in Gedanken fremdgeht mit einem Ehemann. Das Ehebruchgebot ist sehr wichtig um sozialen Frieden zu erhalten.

  • SpringMode5708
    Gast
    • 14. September 2014 um 03:10
    • #59
    Sherab Yönten:

    Die Begierde fängt im Geist an. ... Für mich ist das aber ein Teil der Anhaftung.

    Zitat

    ...
    Abhängig von Sinnesorgan & Sinnesobjekte entsteht das Sinnesbewusstsein.
    Das Zusammentreffen der Drei ist Kontakt.
    Kontakt bedingt Empfindung.
    Empfindung bedingt Begierde.
    Begierde bedingt Anhaftung.
    Anhaftung bedingt gewohnheitsmäßige Tendenzen.
    ...
    SN 12.45

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    Sherab Yönten:

    Zölibat würde für mich bedeuten, dass Laien nicht mehr heiraten und Kinder bekommen dürften. Zölibat wäre also ein Extrem, was der Buddha ja abgelehnt hat.


    Ich denke, alles, was der Buddha an Empfehlungen rausgehauen hat, war eine ideale Mischung von dem, was jemand in seiner Situation leisten kann und grundsätzlich darauf ausgerichtet, den Weg zu Nibbana so leicht und schnell wie möglich zu gestalten. Zölibat ist dabei anscheinend eins der Werkzeuge für die etwas mehr Ambitionierten.

    Schöne Grüße

  • SpringMode5708
    Gast
    • 14. September 2014 um 03:13
    • #60
    Frank1:

    Man kann nur an etwas anhaften, wenn man mit etwas in Verbindung kommt und nicht mehr loskommt, also nicht loslassen kann


    Hast Du dabei einen bestimmten Zeitraum des "nicht-loslassen-könnens" im Kopf?

    Schöne Grüße

  • Monikamarie
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    • 14. September 2014 um 09:34
    • #61
    keks:
    Zitat

    Auch Jesus spricht davon in Matthäus 5:27-29
    "Ihr habt gehört, daß zu den Alten gesagt ist: «Du sollst nicht ehebrechen!» Ich aber sage euch: Wer ein Weib ansieht, ihrer zu begehren, der hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen."

    Ohne die Frau hätte es Jesus nicht gegeben. Da hätte er nochmal drüber nachdenken sollen, oder irgendjemand hat ihm seine Worte umgedreht damits passend ist was mich bei den Kirchen nicht wundern würde.

    Das geht völlig am Thema vorbei. Du reißt das aus dem Zusammenhang. Ich hatte ja betont, um was es mir hierbei ging

    Zitat

    Mir geht es hierbei aber darum, dass es bereits im Geist anfängt.

    _()_

  • Monikamarie
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    • 14. September 2014 um 09:38
    • #62
    Ellviral:


    Der Spruch des Jesus ist vollkommen richtig, wenn Weib als verheiratete Frau gesehen wird. Jede Annäherung an ein Weib das ihre Ehe gefährden könnte ist nicht erlaubt.
    Das gleiche gilt auch für die Frau die auch schon in Gedanken fremdgeht mit einem Ehemann. Das Ehebruchgebot ist sehr wichtig um sozialen Frieden zu erhalten.

    Ja, danke, Helmut, mir war hierbei ja auch nur wichtig, die Perspektive zu erweitern, dass das nichts mit Zölibat zu tun hat, sondern grundsätzlich zu verinnerlichen ist, wenn man denn - wie Mirco schreibt - genug ambitioniert ist. Es ist einfach richtungsweisend.
    _()_

  • Noreply
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    • 14. September 2014 um 10:13
    • #63
    Monikadie4.:
    Ellviral:


    Der Spruch des Jesus ist vollkommen richtig, wenn Weib als verheiratete Frau gesehen wird. Jede Annäherung an ein Weib das ihre Ehe gefährden könnte ist nicht erlaubt.
    Das gleiche gilt auch für die Frau die auch schon in Gedanken fremdgeht mit einem Ehemann. Das Ehebruchgebot ist sehr wichtig um sozialen Frieden zu erhalten.

    Ja, danke, Helmut, mir war hierbei ja auch nur wichtig, die Perspektive zu erweitern, dass das nichts mit Zölibat zu tun hat, sondern grundsätzlich zu verinnerlichen ist, wenn man denn - wie Mirco schreibt - genug ambitioniert ist. Es ist einfach richtungsweisend.
    _()_


    Ich versteh dich, wir sind wahrscheinlich einer Tat. :)

  • xxx
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    • 14. September 2014 um 12:33
    • #64
    prathiba:

    Liebe Mitpraktizierende!
    Zentrales Anliegen des Buddhismus ist ja alle Begierden loszulassen. Eine Grundlage der buddhistischen Ethik ist auch Gleichmut, der auch als „Nicht-Unterscheidung“ bezeichnet wird. Daraus würde ich schlussfolgern: Wenn ich mit dem „buddhistischem Blick“ auf einen männlichen oder weiblichen Körper schaue, da überhaupt keine Anziehung ist. Warum ist da keine Anziehung? Weil ich die Körper nicht nach meinen persönlichen Vorlieben unterscheide. Wenn ich mit „buddhistischem Blick“ auf einen Frauenkörper schaue, sehe ich Haut, Frauenbrust, Schamhaare. Wenn ich mit „buddhistischem Blick“ auf einen Männerkörper schaue: Sehe ich Penis und Männerbrust. Daraus ergibt sich aber noch keine Anziehung. Oder?

    Die Frage ist nun woraus ergibt aus buddhistischer Sicht sexuelle Anziehung/Begehren? Ist es die Summe von Erfahrungen und Bewertungen? Oder ist es ein rein biologisches Phänomen?

    Freue mich über Antworten.

    LG Prathiba

    Hallo Prathiba

    Ich habe den Eindruch du verschwurbelst hier einges indem du versuchts die Welt durch eine buddhistische Brille zu betrachten. Es geht weniger darum die Dinge durch eine bestimmte Brille zu betrachten sonder sein Verhalten von innen heraus grundlegend zu verändern.

    Dies erreicht man nicht dadurch indem man sich an Regeln, Riten und Anweisungen hält/klammert/anhaftet sondern als Frucht des achtfachen Pfads. Allerdings können Regeln und Anweisungen am Anfang eine gewisse Hilfe sein sind aber nicht der eigentliche Zweck oder Ziel des Buddhadhamma.

    Was hier immer wieder vergessen oder unerwähnt wird ist die Tatsache, dass im Buddhismus zwei verschiedene Niveaus existieren: Weltliche und überweltliche Pfade respektive Laien (Haushälter) und Mönche (Hauslose, Mönche, Bikkhus, Bikkhuini). Entsprechend existieren strengere Regeln für Mönche und etwas weniger strenge für Laien.

    Auf Sexualität/Partnersuche bezogen sind diese im Kloster aus praktischen Gründen viel strenger als für Familien. Im Kloster hat es naturgemäs kein Platz zur Familiengründung.

    Ich nehme an wir sind hier vorwiegend Haushälter und sollten uns deshalb am weltlichen Pfad
    orientieren und die überweltlichen Pfade den Bikkhus überlassen.

    Auch wenn es immer wieder kritisiert wird, möchte ich eine Rede Buddhas an Haushälter zitieren. Ich bin nämlich der Meinung, dass man seine Behauptungen, Interpretationen begründen soll. Das heisst sie sollten in Einklang mit der Lehre Buddhas sein und sich deshalb in der einen oder anderen Form im Palikanon finden. Sonst entsteht so ein esotherisches Geschwurbel das Ausdruck der und Einblick in die Entwicklung des Schreibenden ist/gibt aber nicht unbedingt mit Buddhadhamma verwechselt werden sollte.

    Zitat

    "Dann, ihr Haushälter, hört zu und verfolgt aufmerksam, was ich sagen werde." - "Ja, ehrwürdiger Herr", erwiderten sie. Der Erhabene sagte folgendes:

    7. "Haushälter, es gibt Menschen, die drei Arten von körperlichem Verhalten, die nicht im Einklang mit dem Dhamma stehen, nicht rechtschaffenes Verhalten ausüben. Es gibt Menschen, die vier Arten von sprachlichem Verhalten, die nicht im Einklang mit dem Dhamma stehen, nicht rechtschaffenes Verhalten ausüben. Es gibt Menschen, die drei Arten von geistigem Verhalten, die nicht im Einklang mit dem Dhamma stehen, nicht rechtschaffenes Verhalten ausüben."

    8. "Und auf welche Weise, ihr Haushälter, gibt es Menschen, die drei Arten von körperlichem Verhalten, die nicht im Einklang mit dem Dhamma stehen, nicht rechtschaffenes Verhalten ausüben? Da tötet jemand lebende Wesen; er ist mordlustig, mit Blut an den Händen, zum Kämpfen und zur Gewalt geneigt, gnadenlos gegenüber lebenden Wesen. Er nimmt, was ihm nicht gegeben wurde; er nimmt sich auf diebische Weise den Reichtum und den Besitz anderer im Dorf oder im Wald. Er übt Fehlverhalten bei Sinnesvergnügen; er hat Geschlechtsverkehr mit Frauen, die unter der Obhut der Mutter, des Vaters, von Mutter und Vater, des Bruders, der Schwester oder der Verwandten stehen, mit Frauen, die einen Ehemann haben, die vom Gesetz geschützt sind, und sogar mit jenen, die den Schmuck der Verlobten tragen. Auf solche Weise gibt es Menschen, die drei Arten von körperlichem Verhalten, die nicht im Einklang mit dem Dhamma stehen, nicht rechtschaffenes Verhalten ausüben.
    http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m042z.html

    Auf deine Frage bezogen besteht kein Grund deine Gefühle zu hinterfragen zu begründen oder gar zu unterdrücken. Solange diese "sozialverträglich" sind ist alles o.K.

    Ich empfehle allen Formel Dana- Sila- Bhavana ( Grosszügigkeit, Sittlichkeit, um geistige Entwicklung besorgt zu sein )

    Dies Formel entstamt dem Theravada ist aber meiner Ansicht nach auf alle Schulen anwendbar. Unterschiede bestehen lediglich in den techniken die zur geistigen Enwicklung angewendet werden ((bhavana): traditionelle Medidation wie sie im Palikanon beschrieben wird, Tantrische Praktiken, Suggestionsverfahren, nur Sitzen etc.

  • Fragende
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    • 14. September 2014 um 13:31
    • #65
    Punk:
    Samten:

    Wenn ich wegschauen oder die Augen schließen muss, dann hatts für mich schon was Zwanghaftes.Warum sollte ich „Schönes“ nicht anschauen (ohne dass mir gleich die Augen ausm Kopp fallen) ??? und trotzdem nicht „anhaften/haben“…..????(müssen)Menschen,schöne Autos,Architektur, Natur….was immer man will.Wozu hab ich meine Sinne? richtig , um sie angemessen zu gebrauchen und nicht mir das alles „abzugewöhnen“, nä,nicht anhaften erreicht man nicht durch wegschauen/verneinen, sondern durch Einsicht, aber die erreicht man soo nicht, man macht diesmal den Gärtner zum Bock

    Ich sehe schönen Frauen auch gerne nach. :D Wenn sie zurück lächeln fühle ich gar noch bestätigt. Doppel Freu.. 8)

    Stramme Buddhisten schauen anderen Dingen nach:

    Zitat

    Die zehn Ekelobjekte (asubha-kammatthāna) [Pali]

    1. Das Aufgedunsene Objekt
    2. Das Blauverfärbte Objekt
    3. Das eitrige Objekt
    4. Das Aufgespaltene Objekt
    5. Das Angenagte Objekt
    6. Das Umhergestreute Objekt
    7. Das Zerhackte und Umhergestreute Objekt
    8. Das Blutige Objekt
    9. Das Wurmige Objekt
    10. Das Knochenobjekt

    http://www.palikanon.com/visuddhi/vis06.html

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    Wofür soll diese Übung gut sein?
    Den, den ich liebe wohl möglich als "Ekelhaft" zu sehen?

    Einmal editiert, zuletzt von Fragende (14. September 2014 um 13:56)

  • Fragende
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    • 14. September 2014 um 13:42
    • #66
    Sherab Yönten:

    Heute morgen saß mir gegenüber eine attraktive Frau in der Bahn. Ich habe sie kurz bemerkt, ohne anzuhaften. Meine Meditation begonnen - wie immer. Sie nicht beachtet. Beim Aussteigen habe ich sie nicht angeschaut. Gewohnheitsmuster können auch bewusst gebrochen werden. Alles eine Frage des Trainings des Geistes.

    Ich persönlich, als Frau, möchte aber nichts stets als "Objekt der Begierde" betrachtet werden.
    Obwohl es dann nicht mein Problem wäre, sondern z.B. Deins.
    Vielleicht dass nächste Mal mit geschlossenen Augen Bahn fahren? ;)

  • Tashili
    Gast
    • 14. September 2014 um 14:33
    • #67

    Das, was man will ist nicht immer in Übereinstimmung mit der Realität.

    Auch mal wichtig, da dran zu gehen ...

  • SpringMode5708
    Gast
    • 14. September 2014 um 14:44
    • #68
    Fragende:

    Stramme Buddhisten schauen anderen Dingen nach:

    Zitat

    Die zehn Ekelobjekte (asubha-kammatthāna) 1. Das Aufgedunsene Objekt 2. Das Blauverfärbte Objekt 3. Das eitrige Objekt 4. Das Aufgespaltene Objekt 5. Das Angenagte Objekt 6. Das Umhergestreute Objekt 7. Das Zerhackte und Umhergestreute Objekt 8. Das Blutige Objekt 9. Das Wurmige Objekt 10. Das Knochenobjekt Vis06


    Wofür soll diese Übung gut sein? Den, den ich liebe wohl möglich als "Ekelhaft" zu sehen?

    Um zu enttäuschen, zu entsüchten, zu desillusionieren, zur Freiheit zu kommen.

    Aber Du fragst am besten Deinen Lehrer, ob, wie und wann das für Dich unter seiner Anleitung angebracht wäre.

    Schöne Grüße

  • Fragende
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    • 14. September 2014 um 14:53
    • #69
    Mirco:
    Fragende:

    Stramme Buddhisten schauen anderen Dingen nach:


    Wofür soll diese Übung gut sein? Den, den ich liebe wohl möglich als "Ekelhaft" zu sehen?

    Um zu enttäuschen, zu entsüchten, zu desillusionieren, zur Freiheit zu kommen.

    Aber Du fragst am besten Deinen Lehrer, ob, wie und wann das für Dich unter seiner Anleitung angebracht wäre.

    Schöne Grüße


    Ich bin keine Buddhisten und werde auch keine werden. :)
    Aber meine Mutter, als sie im sterben lag und ich ihr erbrochenes Blut, ihre Fäkalien und ihr Urin weggewischt habe etc. war eine sehr gute Lehrerin gewesen. Da habe ich genau verstanden, dass wir der Körper nicht sind. Aber mit unserem Körper auch viel Gutes und Schönes tun können, auch wenn er sterblich ist... ;)

  • Max Schenzle
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    • 16. Januar 2015 um 21:31
    • #70

    Hi,
    es ist schlicht nicht möglich, aus sich sofort einen Eunuchen zu machen.
    Es gibt biologische Tatsachen wie das Testosteron, das auf körperlicher und geistiger Ebene wirken kann.
    Wie viel Testosteron jemand hat kann auch unterschiedlich sein.
    Der zweite Teil der Sache ist die geistige Haltung dazu, wie sie durch Erziehung enstand.
    Das mit der Erziehng können wir mit Gedankenbeobachtung enschärfen.
    Gotamo Buddho meinte dazu, dass auch die Libido einmalnachlässt und die biologische Seite auch nicht mehr eFalinen mehr oder weniger starken Einfluss hat auf die innere und äußere Wahrnehmung.Falls es
    keinen anderen Ausweg mehr gibt, ist Geschlechtsverkehr erlaubt aber bitte nicht mit verheirateten Frauen.

    sakko

  • Obladi Oblada
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    • 16. Januar 2015 um 22:01
    • #71
    sakko:

    Falls es
    keinen anderen Ausweg mehr gibt, ist Geschlechtsverkehr erlaubt aber bitte nicht mit verheirateten Frauen.

    Was ist mit nicht verheirateten Frauen in Beziehungen? 8)

    Living is easy with Eyes closed

  • Noreply
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    • 17. Januar 2015 um 10:51
    • #72
    Frank1:

    Es ist ein schwieriges Thema.
    Da wo ich vielleicht flirte oder auch mehr will und jederzeit loslassen kann und nicht anhafte, kann der andere Partner vielleicht anhaften und festkleben und ich kann ihm dadurch Leid verursachen. Deswegen sehe ich es als grundsätzlich gut an wenn man das durchziehen kann was Jesus sagt und keine schöne verheiratete oder gebundene Frau anschaut. Aber es kommt auch auf den anderen und sein Loslassverhalten an. Auch kann man durch Unterdrücken des Triebes die Gier stärker machen.
    Ich bin dazu leider zu willensschwach und testerongetrieben, sodass ich mir eine schöne Frau meistens anschaue und dies genieße.

    Ist doch schön für Dich und das Schöne. Wenn Dir ein Baum gefällt und Du sein Erscheinen genießt nimmst Du auch nicht die Kettensäge und schaffst ihn zu Dir nach Hause oder lässt Dich überreden in seiner Nähe zu leben. :)

  • IkkyuSan
    Gast
    • 17. Januar 2015 um 14:36
    • #73

    Sexuelle Anziehung wird immer ein Thema sein. Der Umgang ist das Entscheidende.

    An sich ist "Sex" nicht problematisch. Es ist ein Austausch auf körperlicher Ebene.

    Probleme entstehen erst danach (Besitzgier, "nicht aufhören können", Anhaften an den Sexualpartner usw.)

    Damit sollte man arbeiten, denn das ist ein riesen Bereich (bei mir auf jeden Fall :lol: )

    Ansonsten finde ich ein Zölibat Klasse, aber eben nur wenn es freiwillig geschieht. Ansonsten beginnt man einen
    Kampf gegen "Lustdämonen" den glaube ich nur die wenigsten gewinnen können. Aber wenn jemand hier ein
    erfolgreiches enthaltsames Leben führt (auf Dauer auch ohne Masturbation) würde ich mich über Erfahrungen damit
    freuen!

  • SpringMode5708
    Gast
    • 18. Januar 2015 um 17:18
    • #74
    Elke:
    sakko:

    Falls es keinen anderen Ausweg mehr gibt, ist Geschlechtsverkehr erlaubt aber bitte nicht mit verheirateten Frauen.


    Was ist mit nicht verheirateten Frauen in Beziehungen? 8)


    Wäre das heilsam, Heil bringend, das Gute fördernd?

    Schöne Grüße

  • Obladi Oblada
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    14. Juni 2014
    • 18. Januar 2015 um 20:58
    • #75
    Mirco:
    Elke:


    Was ist mit nicht verheirateten Frauen in Beziehungen? 8)


    Wäre das heilsam, Heil bringend, das Gute fördernd?

    Das war eine völlig überflüssige, flapsige Bemerkung von mir an Sakko.

    Aber weil du fragst: In der Regel wohl eher nicht, aber - steinige mich nicht - auch hier würde ich nicht pauschal urteilen (so wie im Brad-Warner-Thread zum Thema, ob man ein leidendes Tier töten darf).

    Living is easy with Eyes closed

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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