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  1. Buddhaland Forum
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  3. Allgemeines zum Buddhismus

Säkularer Buddhismus - Was ist das?

  • Kusala
  • December 18, 2013 at 7:52 AM
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  • Jikjisa
    Guest
    • December 21, 2013 at 12:57 AM
    • #401

    http://vimeo.com/45569179

    lazy lama film - kleiner einblick rund um ein retreat

    das ist so wundervollmenschlich, natürlich...ach klasse :)

  • Doris
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    • December 21, 2013 at 1:12 AM
    • #402
    Quote from Matthias65

    Doris, ich glaube, dass Du die Gelübde genommen hast.
    Ich habe mit diesem Satz Probleme:

    Quote from Doris Rasevic-Benz

    Also, mir war Nirwana immer schon egal.


    Denn aus dieser letztendlichen Motivation leitet sich alles andere ab: Zuflucht, Bodhicita, Gelübde u.s.w.

    Ist das so schwer zu verstehen? Hmmm …
    Ich denke da nicht dran. Ich gehe Schritt für Schritt. Das andere ist einfach nicht sichtbar, wenn ich mich auf den Schritt konzentriere, den ich gerade tue.
    Vielleicht mag es für Dich so sein, dass sich das davon ableitet, bei mir war dieser Gedanke nie präsent. Sobald ich darüber nachdenke, ist da nix mehr. Das hat gar keinen Bezug zu meinem Leben. Aber das, was gerade zu tun ist, der Gedanke, der sich gerade entfaltet und mich einnimmt, die Emotion, die sich gerade breitmacht, die Arbeit, die gerade ansteht ... Und da gleich ich dann ab. Ich habe keine großen Gedanken an Erleuchtung und so gehabt, als ich Zuflucht nahm oder die Gelübde. Das kam auch nicht so über mich, ich habe mich lange darauf vorbereitet. Der Gedanke war einfach: "Das will ich üben, mit aller Kraft. Das ist mein Ding." Darüber habe ich überhaupt keine Zweifel, obwohl ich dauernd scheitere. Ich mach das nicht um des Ergebnisses willen, sondern um es zu tun, weil ich es einfach muss. Aber das ist meine Herangehensweise, die für jemanden anderen nicht stimmig sein muss. Ich schließe auch nicht aus, dass sich meine Motivation ändern wird. Momentan ist es so, dass ich weiß, dass mir nicht mehr viel Zeit bleibt und ich alle Möglichkeiten nutzen möchte. Da fällt dann das Scheitern umso deutlicher auf, klar. Am Ende möchte ich aber sagen können: "Ich habe es aufrichtig probiert und manchmal ist es gelungen." Ich habe mich aufs Kleingebäck verlegt :D

    Liebe Grüße
    Doris

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • Jikjisa
    Guest
    • December 21, 2013 at 1:19 AM
    • #403
    Quote

    Momentan ist es so, dass ich weiß, dass mir nicht mehr viel Zeit bleibt und ich alle Möglichkeiten nutzen möchte.

    Wie meinst du das ?
    Und wieso beschäftigst du dich dann mit Nebensächlichkeiten wie den `unbotmäßigen` Sätzen von Jikjisa und deiner Ironie die nicht ankommt? Mit Keksen und Pantoffelbringen ? Wenn das wirklich so ist ?
    Ich würde so einen Satz gar nicht posten.
    Warum postest du das ? Das ist ehrlich eine aufrichtige Frage. Was bedeutet: ich habe nicht mehr viel Zeit ?

  • accinca
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    • December 21, 2013 at 2:03 AM
    • #404
    Quote from Aiko

    Ich sach' immer - pass' auf, da geht's ins Nirwana ......


    Davor brauchst du eigentlich gar nicht warnen, denn der Geist hat durch
    Begehren und Nichtwissen eine natürliche Abneigung vor Nibbana.

  • mukti
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    • December 21, 2013 at 9:30 AM
    • #405

    Guten Tag,

    Und nun? Das Thema wurde von Kusala eröffnet:

    Quote

    Kann bitte hier jemand mal in Stichworten zusammentragen was "Säkularer Buddhismus" genau bedeutet?
    Was möchte "er"?
    Wie wird praktiziert?
    Was ist das Ziel?
    Welche Stützen/"Geländer" bietet es den Menschen in "Krisenzeiten", die "intellektuell nicht ganz so versiert" sind?

    Mit dem Nachsatz:

    Kusala:

    Quote

    Mir ist es lieber, es erklärt mir jemand der dies praktiziert.

    Wer praktiziert nun den säkularen Buddhismus? Gibt es irgendjemand hier, der sich dazu bekennt: "Ich bin säkularer Buddhist" ? Ich dachte zuerst an Axel, er wollte ja dass das als Schule ins Forum aufgenommen wird. Aber Axel sagt:

    Quote from Axel Benz

    Ich für meinen Teil sehe mich außerstande, den Begriff (außer vielleicht für mich selbst) zu definieren - wozu auch?

    Und begründet das so:

    Quote

    Ich gehe jede Wette ein, wir hätten hier keine einzige Schule/Linie, wenn sich alle, die sich ihr zugehörig fühlen, auf eine gemeinsame Definition (die über die Allgemeinplätze, die dort jeweils stehen und eine Art allerkleinster gemeinsamer Nenner sind) einigen müssten. Zu oft gab es hier schon erbitterte Auseinandersetzungen über den 'wahren' Theravada, das 'Wahre' Zen, usw.

    Ein kleinster gemeinsamer Nenner im Theravada: Nibbana bedeutet das Erkennen der Vergänglichkeit aller Dinge und Zustände und das Ende des Begehrens. Ich wette um 100000 Euro, dass jeder der sich dieser Schule/Linie zugehörig fühlt, dieser Definition zustimmt.

    Der "säkulare Buddhismus" hat also keine Definition für seine Anhänger. Sie sagen wir hängen etwas an, von dem wir nicht wissen was es ist.

    Was möchte nun der "säkulare Buddhismus"? Was ist sein Ziel? Möchte er Erkenntnis der Vergänglichkeit aller Erscheinungen und das Ende allen Begehrens? Gibt es hier auch nur einen Anhänger, der dies beantworten kann?


    Schöne Grüße,
    mukti

    Mit Metta, mukti.


  • Jikjisa
    Guest
    • December 21, 2013 at 9:50 AM
    • #406

    Leute, die irgendwas üben von dem sie nicht wissen wozu und wohin,
    wissen halt nicht was was ist und was das andere sein könnte; das liegt in der Natur der Sache.
    Zum Beispiel interessiert man sich für die Gelübde nur, wenn man weiß wozu sie notwendig sind. Es gibt leider kein Gelübde:
    ich übe mich darin nicht zu taktieren -, aber ein solches ergibt sich aus anderen, z.b. aus - nicht lügen und- nicht hintertragen.

    Einen friedvollen Tag
    möge das Gewissen auf weichen `säkularen` Kopfkissen ruhen

    Edited 2 times, last by Anonymous (December 21, 2013 at 10:01 AM).

  • bel
    Guest
    • December 21, 2013 at 9:53 AM
    • #407

    ja, leg mich gleich wieder hin, ehrlich!

  • Sumedhâ
    Guest
    • December 21, 2013 at 9:58 AM
    • #408
    Quote from accinca
    Quote from Sumedhâ


    um das herauszufinden empfehlt Buddha den achtfachen pfad.


    Der Pfad führt aber aus dem Samsaro raus. Dort gibt es kein Samsaro
    mehr und somit kann auch dort nibbana nicht in Samsaro sichtbar werden.


    geschafft accinca :D ich gebe auf...... gute reise und verpass die richtige kreuzung nicht

    _()_
    .

  • Onda
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    • December 21, 2013 at 10:17 AM
    • #409
    Quote from mukti


    Der "säkulare Buddhismus" hat also keine Definition für seine Anhänger.

    Aber sicher gibt es eine Definition!

    Ich, Onda, habe bekanntlich eine große Leidenschaft fürs Definieren. Ich bin gleichsam ein am Definieren Anhaftender. Kaum etwas verschafft mir vergleichbare Lustgefühle... (jedem Tierchen sein Pläsirchen). Mit dem Definieren versuche ich die Welt in den (Be-)Griff zu bekommen. Was mir nie gelingt, denn Worte sind nur Schall & Rauch.

    Also, warum ein solches Bohei um die Definition?

    "Säkularer Buddhismus" ist ein weit gefasster Oberbegriff für alle Strömungen des modernen Buddhismus, die sich kritisch mit den etablierten Traditionen auseinandersetzen. "Säkulare Buddhisten" folgen dem buddhistischem Pfad und versuchen dabei zu einem angenommenen "Kern" der Lehre vorzudringen und diesen von traditionellen Verkrustungen und Verfälschungen freizulegen. Insofern ist der "säkulare Buddhismus" auch als "Schule" zu begreifen, allerdings als "offene Schule" ohne zentrale Dogmenverwalter.

    Onda

    "Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es." (Erich Kästner)
    "Dharma books and tapes are valuable, but the true dharma is revealed through our life and practice." (Thich Nhat Hanh)

  • Doris
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    • December 21, 2013 at 10:18 AM
    • #410
    Quote

    Der "säkulare Buddhismus" hat also keine Definition für seine Anhänger. Sie sagen wir hängen etwas an, von dem wir nicht wissen was es ist.
    Was möchte nun der "säkulare Buddhismus"? Was ist sein Ziel? Möchte er Erkenntnis der Vergänglichkeit aller Erscheinungen und das Ende allen Begehrens? Gibt es hier auch nur einen Anhänger, der dies beantworten kann?

    Sorry, mukti, das wird hier dauernd dargelegt. Aber wenn jemand gewohnheitsmäßig nur in Schubladen, Schulen, Schachteln, Glaubensbekenntnissen, Textstellen, Formeln usw. denkt, kann er das aus den Post natürlich nicht entnehmen.
    Es kann Dir niemand einen Katechismus in die Hand drücken. Das ist der Clou und deshalb wohl nix für jedermann.
    Enstpann Dich einfach und mach Dein Ding weiter … (frei nach Grund).

    Liebe Grüße
    Doris

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • Doris
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    • December 21, 2013 at 10:20 AM
    • #411

    Hey, Onda! Ich bin eine Bewunderin Deiner Hartnäckigkeit und Geduld :D

    Liebe Grüße
    Doris

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • mukti
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    • December 21, 2013 at 10:25 AM
    • #412
    Quote from Onda


    "Säkularer Buddhismus" ist ein weit gefasster Oberbegriff für alle Strömungen des modernen Buddhismus, die sich kritisch mit den etablierten Traditionen auseinandersetzen. "Säkulare Buddhisten" folgen dem buddhistischem Pfad und versuchen dabei zu einem angenommenen "Kern" der Lehre vorzudringen und diesen von traditionellen Verkrustungen und Verfälschungen freizulegen. Insofern ist der "säkulare Buddhismus" auch als "Schule" zu begreifen, allerdings als "offene Schule" ohne zentrale Dogmenverwalter.

    Na also, vielen Dank Onda. Ich darf wohl annehmen, dass du dich als Anhänger des "säkularen Buddhismus" bezeichnen würdest.
    Damit ich nun weiß woran ich als Anhänger des Theravada/Palikanon bin, könntest du bitte auch diese Frage beantworten, wenns geht ohne unnötige Abschweifungen:

    Möchte der "säkulare Buddhismus" Erkenntnis der Vergänglichkeit aller Erscheinungen und das Ende allen Begehrens?

    Schöne Grüße,
    mukti

    Mit Metta, mukti.


    Edited 3 times, last by mukti (December 21, 2013 at 10:44 AM).

  • Jikjisa
    Guest
    • December 21, 2013 at 10:26 AM
    • #413

    Onda:

    Quote

    die sich kritisch mit den etablierten Traditionen auseinandersetzen.

    scheint die hauptübung zu sein - theoretisch und praktisch. 8)

  • Sumedhâ
    Guest
    • December 21, 2013 at 10:39 AM
    • #414

    hier sind -9°C....da freut sich jedes Vögelchen ein krümel zu finden, dann plustern sie sich noch auf damit sie nicht frieren....
    sie sind so puzzig

    _()_
    .

  • Onda
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    • December 21, 2013 at 10:59 AM
    • #415
    Quote from mukti


    Möchte der "säkulare Buddhismus" Erkenntnis der Vergänglichkeit aller Erscheinungen und das Ende allen Begehrens?

    Ja. Als buddhistische Lehre möchte auch der säkulare Buddhismus die Vergänglichkeit aller Erscheinungen erkennen und dukkha überwinden.

    Onda

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    • December 21, 2013 at 11:00 AM
    • #416
    Quote from Jikjisa

    Onda:

    Quote

    die sich kritisch mit den etablierten Traditionen auseinandersetzen.

    scheint die hauptübung zu sein - theoretisch und praktisch. 8)

    Nein, die Hauptübung ist der Achtfache Pfad. Dieser wird mit der Machete der Vernunft von ideologischem Gestrüpp befreit.

    Onda

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    • December 21, 2013 at 11:05 AM
    • #417

    Ach ja:

    Der säkulare Buddhismus ist eine geräumige Schublade.

    Mit viel Platz für Freunde von Spiritualität & Aufklärung.

    Onda


    "Säkularer Buddhismus" ist ein weit gefasster Oberbegriff für alle Strömungen des modernen Buddhismus, die sich kritisch mit den etablierten Traditionen auseinandersetzen. "Säkulare Buddhisten" folgen dem buddhistischem Pfad und versuchen dabei zu einem angenommenen "Kern" der Lehre vorzudringen und diesen von traditionellen Verkrustungen und Verfälschungen freizulegen. Insofern ist der "säkulare Buddhismus" auch als "Schule" zu begreifen, allerdings als "offene Schule" ohne zentrale Dogmenverwalter.

    "Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es." (Erich Kästner)
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  • Kusala
    Guest
    • December 21, 2013 at 11:19 AM
    • #418
    Quote from Onda

    die sich kritisch mit den etablierten Traditionen auseinandersetzen.

    Meinst Du, dass sich in den Traditionen nur "dumpfbackige Gläubige" tummeln? :lol:
    Gerade im Theravada werden z.B. die Texte auseinander gepflückt und überprüft und in einer zeitgemäßen Sprache gelehrt.

    Ist zum Beispiel eines der 7 Bojjhaṅga

    Gesetzesergründung (dhammavicaya-sambojjhaṅga)

    Sie beinhaltet das Wissen um die Dinge, wie sie denn tatsächlich sind. Karmisch Heilsames, nicht Heilsames und Neutrales müssen unterschieden werden. Weiterhin beinhaltet sie die Erforschung der Charaktereigenschaften, die Wirklichkeitsergründung und die Einsicht in das Gesetz der Daseinserscheinungen. Es erfordert ein systematisches Herangehen an alles das Dasein Betreffende, um Erkenntnisse und Wissen über die logischen Gesetzmäßigkeiten zu erlangen. Als Ergebnis entsteht ein analytisches Wissen. Es wird aufgeteilt in vier analytische Wissensformen.

    1. Das Analytische Wissen vom wahren Wesen (attha-patisambhidā).
    attha: Sinn, Zweck, Ergebnis, Bedeutung, wahres Wesen
    patisambhidā: Kenntnis der Bedeutung (von Wörtern)
    Diese Erkenntnis beinhaltet das Wissen um das bedingte Entstehen, das Nibbāna, Wortbedeutungen, karmische Wirkungen und karmisch unabhängige Funktionen. Des Weiteren die Erkenntnis vom Leiden.

    2. Das Analytische Wissen vom Gesetz, den Gesetzmäßigkeiten (dhamma-patisambhidā).
    dhamma: Bedingung, Gesetz, Gesetzmäßigkeit, Träger (tragen), Phänomen, Gegebenheit, Ding.
    Diese Erkenntnis beinhaltet das Wissen über jede ein Ergebnis erzeugende Ursache, das gesprochene Wort, der Edle Achtfache Pfad, das karmisch Heilsame und das karmisch Unheilsame, des weiteren die Erkenntnis vom Entstehen des Leidens.

    3. Das Analytische Wissen von der Sprache (nirutti-patisambhidā).
    nirutti: Ausdrucksweise, Aussprache, Dialekt
    Dies bedeutet, dass man immer die richtige Wortwahl hat, um es wirklichkeitsgemäß "auf den Punkt" zu bringen, und dass die Ausdrucksweise präzise ist.

    4. Das Analytische Wissen von der Schlagfertigkeit (patibhana-patisambhidā).
    patibhana: Redegewandtheit, Schlagfertigkeit
    Auf alle Fragen, die einem gestellt werden, oder in Diskussionen hat man immer die richtige Antwort.

    Wie erlangt man die vier analytischen Wissen?

    Im Aṅguttara-Nikāya VII. 37 lesen wir:

    Im Besitze von sieben Eigenschaften, ihr Mönche, mag sich ein Mönch nach gar nicht langer Zeit die vier Analytischen Wissen zu eigen machen, sie selber erkennend und verwirklichend; und mit ihnen ausgestattet, hat er sich die vier Analytischen Wissen zu eigen gemacht, sie selber erkennend und verwirklichend. Welches sind diese sieben Eigenschaften? Da weiß, ihr Mönche, der Mönch der Wirklichkeit gemäß: 'Diese geistige Schlaffheit besteht in mir.' Ist sein Geist innerlich verkrampft, so weiß er der Wirklichkeit gemäß: 'Mein Geist ist innerlich verkrampft.' Ist sein Geist nach außen hin zerstreut, so weiß er: 'Mein Geist ist nach außen hin zerstreut.' Bewusst steigen die Gefühle in ihm auf, bewusst sind sie da, bewusst schwinden sie. Bewusst steigen die Wahrnehmungen in ihm auf, bewusst sind sie da, bewusst schwinden sie. Bewusst steigen die Gedanken in ihm auf, bewusst sind sie da, bewusst schwinden sie. Bei den zuträglichen und unzuträglichen, den gemeinen und edlen Dingen und den Gegensätzen von Gut und Böse, da hat er die Ursache wohl erfasst, wohl erwogen, wohl verstanden, in Weisheit wohl durchdrungen.

    Um analytisches Wissen zu erlangen, ist ein hilfreiches, eigentlich das wichtigste! Instrument die "Durchschauung" (vipassanā). Man unterscheidet drei weltliche Durchschauungen:

    1. Die Durchschauung des Erkannten (ñāta- vipassanā)
    2. Die untersuchende Durchschauung (tirana- vipassanā)
    3. Die überwindende Durchschauung (pahāna- vipassanā)

    ()

  • Onda
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    • December 21, 2013 at 11:23 AM
    • #419
    Quote from Kusala
    Quote from Onda

    die sich kritisch mit den etablierten Traditionen auseinandersetzen.

    Meinst Du, dass sich in den Traditionen nur "dumpfbackige Gläubige" tummeln? :lol:

    Den Begriff der "dumpfbackigen Gläubigen" hast du jetzt in die Diskussion eingebracht. In meiner Definition ist davon nichts zu lesen. Toleranz und Offenheit sind zentrale Werte im säkularen Buddhismus. Intensive Beschäftigung mit dem Pali-Kanon verbindet Säkulare Buddhisten mit dem Theravada.

    Onda

    "Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es." (Erich Kästner)
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  • Elliot
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    • December 21, 2013 at 11:27 AM
    • #420
    Quote from Doris Rasevic-Benz
    Quote

    Säkularer Buddhismus – was soll das sein, was soll das werden?

    ... „Erwachen“ ist für uns ein kontinuierlicher Prozess von Einsicht und Reifung;


    Das steht so ja auch im Palikanon:

    Quote

    "Ihr Bhikkhus, ich sage nicht, daß letztendliche Erkenntnis auf einmal erlangt wird. Im Gegenteil, letztendliche Erkenntnis wird durch stufenweise Übung, durch stufenweise Praxis, durch stufenweisen Fortschritt erlangt."

    "Und wie kommt da stufenweise Übung, stufenweise Praxis, stufenweiser Fortschritt zustande? Einer, der Vertrauen (in einen Lehrer) hat, besucht ihn; wenn er ihn besucht, erweist er ihm Respekt; wenn er ihm Respekt erweist, hört er genau zu; einer, der genau zuhört, hört das Dhamma; wenn er das Dhamma gehört hat, behält er es im Gedächtnis; er untersucht die Bedeutung der Lehren, die er im Gedächtnis behalten hat; wenn er ihre Bedeutung untersucht, nimmt er jene Lehren reflektiv an; wenn er jene Lehren reflektiv angenommen hat, kommt Eifer in ihm auf; wenn Eifer in ihm aufgekommen ist, wendet er seinen Willen an; wenn er seinen Willen angewendet hat, ergründet er; wenn er ergründet hat, bemüht er sich; wenn er sich entschlossen bemüht, verwirklicht er leibhaftig die letztendliche Wahrheit und sieht sie, indem er sie mit Weisheit durchdringt."

    "Jenes Vertrauen gab es nicht, ihr Bhikkhus, und jenes Abstatten von Besuchen gab es nicht, und jenes Erweisen von Respekt gab es nicht, und jenes genaue Zuhören gab es nicht, und jenes Hören des Dhamma gab es nicht, und jenes im Gedächtnis Behalten gab es nicht, und jenes Untersuchen der Bedeutung gab es nicht, und jenes reflektive Annehmen der Lehren gab es nicht, und jenen Eifer gab es nicht, und jenes Anwenden des Willens gab es nicht, und jenes Ergründen gab es nicht, und jenes Bemühen gab es nicht. Bhikkhus, ihr habt den Weg verloren, ihr seid auf dem falschen Weg. Wie weit seid ihr von diesem Dhamma und dieser Disziplin abgeschweift, ihr fehlgeleiteten Männer!"


    (MN 70)

    Quote from Doris Rasevic-Benz
    Quote

    ... über Erfahrungen von Transzendenz jenseits unseres endlichen Lebens spekulieren wir nicht. Das ist das „Säkulare“ bei uns.


    Und das auch:

    Quote

    "Ich erwog: 'Dieses Dhamma, das ich erlangt habe, ist tiefgründig, schwer zu sehen und schwer zu verstehen, friedvoll und erhaben, durch bloßes Nachdenken nicht zu erlangen, subtil, von den Weisen zu erfahren. Aber diese Generation ergötzt sich am Verlangen, begeistert sich für das Verlangen, erfreut sich am Verlangen. Es ist schwer für so eine Generation, diese Wahrheit zu erkennen, nämlich die zugrundeliegende Bedingtheit, die bedingte Entstehung. Und es ist schwer, diese Wahrheit zu erkennen, nämlich die Stillung aller Gestaltungen, das Aufgeben aller Vereinnahmung, die Vernichtung des Begehrens, die Lossagung, das Aufhören, Nibbāna. Wenn ich das Dhamma lehren würde, würden andere mich nicht verstehen, und das wäre ermüdend und beschwerlich für mich.'"

    (MN 26)


    Viele Grüße
    Elliot

    Viele Grüße

    Elliot

  • mukti
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    • #421
    Quote from Onda
    Quote from mukti


    Möchte der "säkulare Buddhismus" Erkenntnis der Vergänglichkeit aller Erscheinungen und das Ende allen Begehrens?

    Ja. Als buddhistische Lehre möchte auch der säkulare Buddhismus die Vergänglichkeit aller Erscheinungen erkennen und dukkha überwinden.

    Onda

    Gut, dann ist das jetzt also klar, endlich hab ichs rausgekriegt. Nach dieser Definition stimmt die Unterscheidung weltlich-überweltlich dann nicht ganz, die ich bislang getroffen habe, Nibbana wird im Palikanon als überweltlich bezeichnet und ist eben das Ende allen Begehrens. In diesem Sinn ist der "säkulare Buddhismus" dann überweltlich orientiert.

    Gruß,
    mukti

    Mit Metta, mukti.


  • Doris
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    • #422

    Lieber Elliott,

    damit es keine Missverständnisse gibt …
    Was Du da unter meinem Namen zitierst, habe ich hier zitiert.

    Liebe Grüße
    Doris

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • Onda
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    • December 21, 2013 at 11:38 AM
    • #423
    Quote from mukti

    In diesem Sinn ist der "säkulare Buddhismus" dann überweltlich orientiert.
    Gruß,
    mukti

    Es gibt eine Form der Dukkha-Überwindung, die nur durch Erleuchtung zu erreichen ist. Wenn man möchte kann man Erleuchtung als Zugang zur Dimension des "Überweltlichen" bezeichnen.

    Onda

    "Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es." (Erich Kästner)
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  • mukti
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    • December 21, 2013 at 11:40 AM
    • #424
    Quote from Onda

    Es gibt eine Form der Dukkha-Überwindung, die nur durch Erleuchtung zu erreichen ist. Wenn man möchte kann man Erleuchtung als Zugang zur Dimension des "Überweltlichen" bezeichnen.

    Onda

    Ja, da besteht also ein Konsens.

    Mit Metta, mukti.


  • Onda
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    • December 21, 2013 at 11:52 AM
    • #425
    Quote from mukti

    Ja, da besteht also ein Konsens.

    Ja, der Säkulare Buddhismus ist kein Anti-Buddhismus und auch kein Post-Buddhismus. Er ist einfach eine weitere Strömung einer spirituellen Tradition, die nur deshalb überleben konnte, da sie sich stets neuen kulturellen Umfeldern angepasst hat. Diese Anpassungsfähigkeit hat den Buddhismus zu einer Erfolgsgeschichte in der Evolution der Religionen werden lassen. Kurioserweise kann bei Religionen aber auch der Mangel an Anpassungsfähigkeit Erfolg garantieren (Katholizismus, Islam).

    Onda

    "Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es." (Erich Kästner)
    "Dharma books and tapes are valuable, but the true dharma is revealed through our life and practice." (Thich Nhat Hanh)

Ausgabe №. 134: „Keine Angst vor der Angst"

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