Kyoto Schule

Links können auch hier eingetragen werden: http://www.buddhaland.de/directory
Dort sind die Links übersichtlicher und können regelmäßig geprüft werden.

Moderator: kilaya

Für alle die gut Englisch können und sich für Philosophie interessieren:
https://thekyotoschoolofphilosophy.wordpress.com/2016/12/13/first-blog-post/

Und Google-Übersetzer macht es möglich:
Die Kyoto-Schule wurde von Nishida Kitaro zu Beginn des 20. Jahrhunderts gegründet und umfasst nun drei Generationen von Philosophen, die sich bemüht haben, die Einsichten des Ostens in die philosophische Sprache des Westens auszudrücken. Wie sie dies aber getan haben, haben sie tatsächlich eine neue Art von Philosophie geschaffen, eine radikal neue Denkweise vom Standpunkt der Leere - und Empathie -, die über den begrenzten Umfang der traditionellen westlichen Philosophie hinausgeht, der der Standpunkt des Seins ist - und die des egozentrischen kalkulierenden Geistes, abgeschnitten von einer wahren Erfahrung der Wirklichkeit. Ihre Einsichten sind für diejenigen interessant, die sich für die aktuelle Forschung über die Natur des Bewusstseins und der Kognition interessieren, sowie diejenigen, die von der Unzulänglichkeit der vorherrschenden westlichen Denkweise bei der Bewältigung sozialer, politischer, ökonomischer und ökologischer Fragen betroffen sind.
Es gibt Leute, die versuchen Brücken zwischen Buddhismus und Christentum oder Buddhismus und Christentum bauen. Wenn man dann aber näher auf diese prächtigen Brücken blickt, stellt man fest, dass diese Brücken nur von einer Seite fest verankert sind und auf der anderen Seite in eine Wolke münden. Der Autor hat also ne Ahnung von Christentum und imaginiert sich einen seltsamen Buddhismus ; oder er hat eine Ahnung von Buddhismus und phantasiert buddhitisches in das Christentum rein ; oder er ist Philosoph und reduziert die Religionen auf ihrer philsophischeren Aspekte. Lauter Brücken, die wenn man sie benutzt auf einer Seite ( manchmal sogar auf beiden) in einen Abgrund stürzt.

Wenn man nach vernünftigeren Brücken sucht, ist man bei der Kyoto-Schule an der richtigen Adresse. Mir hat da hier das Buch "Was ist Religion" von Nishitani Keiji sehr gefallen.

Man merkt, dass er sich einerseits mit Zen auskennt, anderereseits aber auch ein Heideggerschüler ist und sich auch mit dem christlichen Existentialismus auseinandergesetzt hat. Auch wenn der Autor manchmal als reichlich dünkelhaft, elitär und nationalchauvinistisch rüberkommt, muss man sagen, dass er da sowohl von östlichen als auch von westlichen Denken ne Ahnung hat und die Brücke benutzbar ist.
Nishida war auch sehr bedeutsam für die Entmythologisierung des Shin Buddhismus durch Yasuda Rijin - übrigens ein gutes Beispiel für solche Tendenzen im Buddhismus Jahrzehnte vor Batchelor... :)
...die Einsichten des Ostens in die philosophische Sprache des Westens auszudrücken...


interessant, das mit 'entmythologisierung' zu übersetzen. :?

@void, schönes Bild. Oft genug scheint das auch zwischen den Schulen im Dharma zuzutreffen, dass Brücken an einem Ende baumeln.
Lucy hat geschrieben:
...die Einsichten des Ostens in die philosophische Sprache des Westens auszudrücken...


interessant, das mit 'entmythologisierung' zu übersetzen. :?

Das hat niemand getan, nirgends.
@ lucy:

stimmt. die sache ist ja auch, was auf der einen seite des grabens wesentlich ist auf der anderen seite gänzlich unwesentlich oder 'egal'. demythologisieren aber ist zum beispiel nich egal, karma nich und die sila auch nich.
die brücke muss faktisch baumeln.

Wer war das denn nun? Nishida, Yasuda oder Watt ?
Morpho hat geschrieben:
stimmt. die sache ist ja auch, was auf der einen seite des grabens wesentlich ist auf der anderen seite gänzlich unwesentlich oder 'egal'. demythologisieren aber ist zum beispiel nich egal, karma nich und die sila auch nich.
die brücke muss faktisch baumeln


Ich glaube in der Kyoto Schule dachte man Entmythologisierung so, dass man von den "Geschichten" zum Wesentlichen vordringt. Also dass man eben beim Shin Buddhismus das Gelöbnis Amidas nicht als ein lange zurück liegendes Ereignis vorstellt, sondern als etwas, was sich im eigenen Geist abspielt.Und dadurch hat sich doch der Shin Buddhismus dem Zen sogar angenähert.

Entmythologisierung bedeutet nicht unbedingt Säkularisierung. So wählte sich Nishitani ja als westlichen Bezugspunkt gerade so einen antiliberaler Denker wie Heidegger. Während man aus einer elitären rechten Schnoeseligkeit alles Säkulare sei es westlicher Liberalismus oder Marxismus eher mit Verachtung ansah. Eben als etwas statt zur Tiefe vordringt, oberflächlich bleibt und seine eigenen Mythologien ( Konsumkultur bzw Stalin) gefangen bleibt.

Und ich fürchte, dass man ( wie Heidegger) auch sila nicht sehr ernst nahm, sondern sich so erhaben Nietzsche-mäßig jenseits von Gut und Böse wähnte.
Gut. Okay. Aber was hat das Einstellen eines mit Verlaub 'reisserischen' Buchtitels, der offenkundig von Watt gewählt wurde, nun mit dem Thema oder der der urspr. Empfehlung zu tun ?

Und es liegt dich auf der Hand, dass wir mit der Kyoto Schule auch Praktiker und nicht allein Scholastiker vor uns haben.
Nicht anders erklärt sich die Tiefe der Vermittlung und die Fähigkeit eben zum Brückenschlag.
Morpho hat geschrieben:
Gut. Okay. Aber was hat das Einstellen eines mit Verlaub 'reisserischen' Buchtitels, der offenkundig von Watt gewählt wurde, nun mit dem Thema oder der der urspr. Empfehlung zu tun ?


Also ich habe es so verstanden, dass Yasuda Rijin als Freund Nishidas sowas wie der zweiten Liga der Kyoto Schule angehört.

Morpho hat geschrieben:
Und es liegt dich auf der Hand, dass wir mit der Kyoto Schule auch Praktiker und nicht allein Scholastiker vor uns haben.
Nicht anders erklärt sich die Tiefe der Vermittlung und die Fähigkeit eben zum Brückenschlag.


Scholastiker klingt jetzt so wie ne Beleidigung, als etwas was sich mit Ernsthaftigkeit oder Praxis beisst. So als geht man da alles abstrakt formal und logisch an ohne auf den Inhalt zu schauen.
Man schaut schon auf den Inhalt. Im Zen würde man diesbezüglich sagen: Brennt Löcher in eine Kuhhaut.
Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar. Es verlangt also die Kultivierung des Herzens damit es nicht dabei bleibt oder gar nicht erst dazu kommt.
Du brauchst übrigens nicht zu vermitteln. Mir ist schon klar, warum er das gepostet hat und insbesondere auch den Namen Bachelor. Er wartet nur drauf dass ich mich unglücklich ausdrücke, denn schliesslich will er meine Vollsperrung durchdrücken. Da gibts nix zu vermitteln.

Mir gehts um folgendes: Entmytholgisierung des Shin bedeutet den Shin zu zerstören. Und das ist sicher kein Anliegen ausgerechnet der Kyoto Schule !
Ich habe nichts weiter behauptet, als dass Yasuda Rijin von Nishida und damit von der Kyoto-Schule beeinflusst war. Kein Wort darüber, dass die Kyoto-Schule irgendwas 'entmythologisiert' hätte. Kopfkino. Hass fressen IQ.
Morpho hat geschrieben:
Du brauchst übrigens nicht zu vermitteln. Mir ist schon klar, warum er das gepostet hat und insbesondere auch den Namen Bachelor.


Hier geht es doch um die Kyoto Schule und nicht schon wieder um denn komischen Batchelor.

Morpho hat geschrieben:
Er wartet nur drauf dass ich mich unglücklich ausdrücke, denn schliesslich will er meine Vollsperrung durchdrücken.


Ich fände es deeskalierend, einfach auf das einzugehen, was der andere sagt. Und nicht auf kleine Anzeichen stark zu reagieren. Kam denn in diesem Thread Batchelor ueberhaupt irgendwo vor, oder hörst du den bei allem was Axel sagt so mit? ich find die Kyoto Schule viel interessanter als den Stephen Batchelor.

Morpho hat geschrieben:
Mir gehts um folgendes: Entmytholgisierung des Shin bedeutet den Shin zu zerstören. Und das ist sicher kein Anliegen ausgerechnet der Kyoto Schule !


Soweit ich es verstanden habe, haben Leute wie Yasuda Rijin und Takamaro Shigaraki mit ihrer Neuinterpretation des Shin diesen ja belebt. So wie ja eben auch D.T Suzuki - gerade dadurch dass er Zen mit der Philosophie seiner Zeit in Beziehung gesetzt hat, ja so einen Zen Boom mitbegründet hat.

Nur weil es auch bei Säkularen Buddhisten wie Batchelor Entmythologisierung betreibt, bedeutet dass, das nicht dass Entmythologisierung immer sowas säkulares wäre.
Axel hat geschrieben:
Nishida war auch sehr bedeutsam für die Entmythologisierung des Shin Buddhismus durch Yasuda Rijin - übrigens ein gutes Beispiel für solche Tendenzen im Buddhismus Jahrzehnte vor Batchelor... :)


Hallo Void, guckst du hier.
Lucy hat geschrieben:
Hallo Void, guckst du hier.


OK, danke. Hatte ich überlesen.
Hast du vor meiner Sperrung auch 'überlesen':
Es geht nicht um dich persönlich, sondern darum, dass Personen säkularer Kreise Verfälschungen nicht scheuen.

Dies stand in meiner Antwort auf fotost. Ich habe weder ihm noch axel Verfälschung vorgeworfen.

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