Dalai Lama - Prayer - Okt. 2016

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Moderator: Jojo

Für den Weltfrieden 15.10.2016 in Zürich

Wieso.. WIESO... kommt man auf solchen Quatsch wie den "Weltfrieden"?
Diese Leute, inkl. dem DL, wissen genau, dass es sowas nicht geben kann, geschweige denn, dass sie ihn wollten!!!
Wie würde aber eine Welt aussehen, in der niemand etwas gegen Gewalt einzuwenden hätte? Es gibt sogar Initiativen von Kindern, und sie wollen mehrheitlich andere Verhältnisse. Ihnen wird ja auch bald die Welt gehören.
Für den Weltfrieden zu beten ist gut. Für den Weltfrieden zu arbeiten ist besser. Weltfrieden wird nur dann erreicht werden, wenn genug Menschen dafür eintreten. Das beginnt mit der Kindererziehung, mit dem Engagement gegen Gewalt und mit dem persönlichen inneren Frieden. Wir sollten die Menschen unterstützen, die sich für eine Welt der Liebe, des Friedens und des allgemeinen Glücks engagieren.

Frieden ist kein Quatsch. Krieg ist grausam und unmenschlich. Der Buddhismus ist eine Religion der Liebe und des Friedens. Wir üben und praktizieren Mitgefühl.

http://www.tagesschau.de/inland/intervi ... t-101.html
Für den Weltfrieden zu beten:

„Mögen alle fühlenden Wesen Glück und die Ursache des Glücks besitzen,
Mögen alle fühlenden Wesen von Leiden und der Ursache des Leides getrennt sein,
Mögen alle fühlenden Wesen niemals von der Freude die frei ist von Leiden getrennt sein,
Mögen alle fühlenden Wesen in Gleichmut verweilen, der frei ist von Anhaftung und Ablehnung.“

Arbeit für den Weltfrieden fängt im eigenen Geist an!
Sie geht weiter im Kleinen. In der Beziehung, in der Verwandtschaft, in der Nachbarschaft, im Kollegenkreis.Streit vermeiden, friedliche Worte finden, lächeln, (natürlichen) Optimismus ausstrahlen, das eigene Ego identifizieren und in Weisheit transformieren. All das ist Arbeiten für den Weltfrieden!
Weltfrieden ist eine Illusion.
Es wird niemals vollkommener frieden im Samsara herrschen.

Frieden im Herzen ist jedoch möglich.
Es wird immer Leiden geben, aber durch einsicht (Vipassana) wird der leidende (die idee davon) verschwinden.

Ich wünsche Dir frieden !
Nils hat geschrieben:
Für den Weltfrieden zu beten ist gut. Für den Weltfrieden zu arbeiten ist besser.

Innerlich und in äußeren Bereichen. Wenn ich an all die Freiheitskämpfer und Friendesaktivisten aus den vergangenen Zeiten und aus der Gegenwart denke, stelle ich fest, dass sie und nicht die gegenteiligen Kräfte mein Leben geprägt und mir viel Mut zum Weitermachen vermittelt haben.

Martin (Dhammavaro ) hat geschrieben:
Weltfrieden ist eine Illusion.
Es wird niemals vollkommener frieden im Samsara herrschen.

Die Basis der Unwissenheit ist Kampf, aber es ist ein Kampf gegen sich selbst, den man auf sein Umfeld überträgt. Aus Angst (innerlich) vor der Hungersnot haben die ersten Siedler ihre Nachbarn (äußerlich) getötet und sich ihre Kornkammern angeeignet. So fing das sesshafte, "zivilisierte" Töten innerhalb der Gesellschaft an, eines, das wir bis heute in legalisierten Kriegen um Rohstoffvorräte, um Machterhaltung oder Machtergreifung erleben. Die Evolution aber hat ein Ziel - die Abkehr von der grobstofflichen Materie und die (Wieder-)Verbindung des universellen mit dem in der Materie vorhandenen Bewusstseins während ein Merkmal des universellen Bewusstseins auch der Friede ist.

Ich wünsche Dir frieden !

Ich schließe mich an.
Nils hat geschrieben:
Frieden ist kein Quatsch. Krieg ist grausam und unmenschlich. Der Buddhismus ist eine Religion der Liebe und des Friedens. Wir üben und praktizieren Mitgefühl.

So ist es.
Insgesamt hat Frieden hat sehr viel mit Gerechtigkeit zu tun. Je weniger man einenader ausbeutet gibt, desto eher kann man sich einigen und friedlich koexistierten. Von daher bedeutet der Preis für Frieden, Ausbeutung zu veringern und zu beenden.

Wer ist aber dazu bereit, diesen Preis zu bezahlen? Gerade die reichen Länder, nehmen sich ja enorm viel mehr vom globalen Kuchen, als die anderen. Und gerade in der Schweiz, ist man ja in der ultimative Luxusposition hoch über der elenden Masse.

Jetzt frage ich mich, ob so ein freundliches Lächeln von weit oben nach weit unten, wirklich bedeutet, dass man diesen Preis zahlen will? Dass man runterkommen will und der andere rauf soll?

Dem Papst traue ich wirklich zu, dass er globale Gerechtigkeit - also ein wenig mehr Elend für Europa - wünscht. Und auch der Dalai Lama, der ja weiss was es heisst einen Palast, ein Heimatland und seine Kultur zu verlieren, könnte so denken.

Aber was ist mit den anderen die da für Frieden eintreten. Wollen die den Preis für Frieden zahlen, der Elend ist, oder sehen die das eher so unverbindlich? So als ein "Wort am Sontag": Fromme Wünsche ohne Konsequenz? Dann wäre falsches Lächeln, das als höhnisch verstanden werden wird.

Spacy hat geschrieben:
Wieso.. WIESO... kommt man auf solchen Quatsch wie den "Weltfrieden"?
Diese Leute, inkl. dem DL, wissen genau, dass es sowas nicht geben kann, geschweige denn, dass sie ihn wollten!!!


Der Begriff kommt ja aus dem Christentum, wo er eng mit der Hoffnung auf den Messias verbunden ist. Auch da ist er kein konkretes, realistisches Ziel. Es ist eher so, dass man es als eine positive Geisteshaltung ansieht, Frieden und Glück für alle zu wollen. Als eine wohlwollende, mitfühlende Haltung die einem gut ansteht.
Das Wohl für Viele (Frieden), das einer Tat (dem Kampf für den Frieden) folgt, die durch eine vermeintlich fehlerhafte Motivation (eigene statt gemeinschaftliche Interessen) ein Unwohl für den Einzelnen bedeuten würde, überwiegt. Hat man mit der falschen Motivation Gutes bewirkt, wird üblicherweise nicht das kleine Übel, sondern das große Wohl berücksichtigt. Die Gerichte der Menschen sind aber in der Hinsicht sicher auch gnadenlos, und zwar deshalb, weil wiederum die eigene falsche Motivation (Verdacht) vorliegt, die bei (Vielen) anderen in dem Fall nicht zutrifft.
Ich bin noch eines von den "Blumenkindern & Hausbesetzern",( ... sicher können ein, zwei, oder drei noch etwas mit diesen Begriffen anfangen. :mrgreen: )

Ich gestehe, dass ich irgendwann, mit zunehmendem Durchblick nahe daran war, zu resignieren, bis ich eines Tages dachte: das Denken der anderen kann ich nicht verändern; was ich tun kann ist einzig, selbst zum Wohle anderer zu agieren.

Ich wählte einen Beruf im medizinischen Bereich und übte ihn über 40 Jahre aus, war nebenbei als Streetworker unterwegs, gab, was mir möglich war, und wenn es lediglich ein offenes Ohr, eine mögliche Antwort, oder das stille Sitzen neben Sterbenden war. Heute engagiere ich mich jeweils dort, wo Hilfe nötig und erwünscht ist, ... Zeit habe ich ja genug - und die ist wunderbar zum Verschenken geeignet.

Zu meiner Freude sehe ich, dass meine Nachkommen ähnlich unterwegs sind, ... unterschätzt also nie die "Macht der kleinen Kreise". :wink:
Ich bin über das Wort "Einfriedung" gestolpert:

    Einfriedung (veraltet auch Einfriedigung) ist eine Anlage an oder auf einer Grundstücksgrenze, die dazu bestimmt ist, ein Grundstück ganz oder teilweise zu umschließen und nach außen abzuschirmen, um unbefugtes Betreten oder Verlassen oder sonstige störende Einwirkungen abzuwehren.
    Das Wort stammt aus dem mittelhochdeutschen Wort „vride“ (Umzäunung, eingehegter Raum oder Friede wie bei Friedhof). Auch das Landgericht Gießen assoziierte die Einfriedung mit dem Wort Frieden, denn eine Einfriedung soll „das Grundstück oder Teile davon vor der Außenwelt schützen und ein Hindernis darstellen (soll), was von außen her den Frieden des Grundstücks stören oder dessen Nutzung beeinträchtigen könnte.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Einfriedung

Da wird also Frieden gestiftet, indem man sich abgrenzt und Mauer erichtet. Ich frage mich ob auch manche Ideen von "Seelenfrieden" überhaupt auch so gedacht sind, das man etwas aufgibt und Kompromisse schliesst. Sondern indem man sich abschottet und von dem Leid der anderen unabhängig macht. So dass man sich in einer nicht zum positiven veränderbaren Welt seinen "inneren Friedhof" bewahrt.

Es ging dann gar nicht um eine Hinwendung zum anderen sondern um eine Abkapselung von ihm.
Selbst wenn es schwierig ist, sich ein objektives Bild vom Alltag in Europa der vorherigen Jahrhunderte zu verschaffen, gibt es die Vermutung, dass es damals sehr viele Räuber gab, die quer durchs Land zogen und alle Völker terrorisiert haben. Wir kennen dieses Verhalten in einer extremen Form von einigen Stämmen wie Vikinger, Hunnen usw. Von daher kann man verstehen, dass eine Einfriedung dem Bewahren des Friedens im eigenen Heim wirklich in diesem Sinne dienen sollte.

Damit wären wir auch beim Thema Krieg, der auch damals eine Privatsache gewesen ist und keine der Völker oder der religiösen Gruppen, wie man uns oft einreden will. Aufgrund der ungeordneten Verhältnisse und mangelnder Sicherheit sahen sich die Menschen dazu gezwungen, für die Option der Verteidigung ihrer Grundstücke Steuer an ihre Herrscher abzuführen und ihre Söhne auch in ungerechten Angriffskriegen der Herrschaft zum Töten und Getötet-Werden frei zu stellen.

Wir erleben immer wieder, dass Menschen die gleiche Welt völlig unterschiedlich erleben, grundverschiedene Positionen im Leben einnehmen und gleiche Ereignisse in verschiedener weise verstehen und werten. Das praktizierte Mitgefühl ist wie eine Brücke, eine Verbindung zwischen allen Menschen. Sicher könnte es auch eine andere geben, aber wir im Buddhismus oder in der Religion überhaupt glauben an den Sinn nur dieser Verbindung, u. a. weil sie nicht konstruiert und kompliziert ausgedacht werden muss, sondern sich direkt auf dem Weg zur Weisheit im Innern aller Menschen entwickelt und manifestiert.
mkha' hat geschrieben:
Ich bin noch eines von den "Blumenkindern & Hausbesetzern",( ... sicher können ein, zwei, oder drei noch etwas mit diesen Begriffen anfangen. :mrgreen: )

Ich gestehe, dass ich irgendwann, mit zunehmendem Durchblick nahe daran war, zu resignieren, bis ich eines Tages dachte: das Denken der anderen kann ich nicht verändern; was ich tun kann ist einzig, selbst zum Wohle anderer zu agieren.

Ich wählte einen Beruf im medizinischen Bereich und übte ihn über 40 Jahre aus, war nebenbei als Streetworker unterwegs, gab, was mir möglich war, und wenn es lediglich ein offenes Ohr, eine mögliche Antwort, oder das stille Sitzen neben Sterbenden war. Heute engagiere ich mich jeweils dort, wo Hilfe nötig und erwünscht ist, ... Zeit habe ich ja genug - und die ist wunderbar zum Verschenken geeignet.

Zu meiner Freude sehe ich, dass meine Nachkommen ähnlich unterwegs sind, ... unterschätzt also nie die "Macht der kleinen Kreise". :wink:




gleichzeitig darfste aber auch sehn dass seit dieser Zeit im "Grossen" nix, aber auch gaarnix auch nur ein Deut besser geworden ist, ganz im Gegenteil!
Grüß Dich, Samten,

Du schriebst:
" ... gleichzeitig darfste aber auch sehn dass seit dieser Zeit im "Grossen" nix, aber auch gaarnix auch nur ein Deut besser geworden ist, ganz im Gegenteil!..."


... und da nicht nur einer, sondern Hunderte, Tausende, oder Millionen ebenso denken, und anstatt die Ärmel hochzukrempeln und das ihnen Mögliche und Naheliegende durchzuführen, vorzugsweise in Schockstarre verharren, oder ihrer Frustration freien Lauf lassen, wird es "der dunklen Seite der Macht" immer leichter, ihr Süppchen zu kochen und abzusahnen.

Sicher, was auch immer erscheint, sei es Samsara oder Nirvana, ist in seiner Essenz leer - somit nicht nur die Handelnden und das Handeln der "renitenten Rücksichtslosen", sondern auch die gute, alte mkha´, das, was sie tat, all das, was vielleicht minimal zur Aufrechterhaltung der Humanität beigetragen haben mag, ...

... aber die Übersetzung "leer von" oder "Leerheit" wurde schon oft im nihilistischen Sinne fehlinterpretiert, oder aber aus diversen Gründen zur Rechtfertigung einer bequemen laissez-faire-Haltung vorgeschoben.

Man erinnere sich:

Nichts und niemand ist unabhängig.
Nichts und niemand ist eigenständig.
Nichts und niemand ist unwandelbar.

Die drei Aspekte der Leerheit sind daher:

1. Alles Seiende ist „leer“ oder frei davon, unabhängig, Teile-los und beständig, oder unveränderlich zu existieren.

2. Alles Seiende ist „leer“ oder frei davon, aus sich selbst heraus zu existieren, d.h. , unabhängig von Ursachen und Umständen zu existieren.

3. Es gibt in der Person kein auffindbares, zeigbares Ich, das verschieden von Körper und Geist ist, mit Körper und Geist identisch, oder Besitzer von Körper und Geist ist.


Meine Sicht der Dinge: Letzteres heißt zweifelsohne, sicher, die Person gibt es, das "Ich" allerdings, mit all seinen Facetten wie z.B. Egoismus, Egozentrik, "Selbst"-verwirklichung, etc. wird definitiv überbewertet. Es ist nicht viel mehr als eine mit eigenem Geist geschaffene bloße Vorstellung, der täglich auf dem Altar der Banalitäten geopfert wird.

Daher sage ich, solange es mir möglich ist, werde ich versuchen, ein wenig zum Wohle aller beizutragen. Ist es denn nicht auch so, dass ein zunächst oberflächlicher verlaufender Flußlauf irgendwann in einem tiefen Tal dahin rauschen wird? (http://www.planet-wissen.de/natur/gebirge/schluchten/ :wink: ) Vielleicht wird sich also auch in den Köpfen der Menschen irgendwann etwas bewegen ...

Zeit ist relativ, Samten, ... Im nächsten Kalpa sind wir möglicherweise nicht mehr vertreten; es wäre kein Verlust, aber in der Zwischenzeit (Bardo des Lebens :wink: ) versuche ich weiterhin mein Bestes, solange ich es noch kann.

LG mkha´
Zum Thema Krieg:
Kriege haben sehr komplexe Ursachen – sagt man. Möglicherweise ist die Erklärung für Krieg aber auch ganz simpel. Am Beispiel Syriens: 1920 – 1,5 Millionen, 1950 – 3,4 Millionen, 2010 – 20,9 Millionen Menschen, ungeachtet jener, die migrierten.

Gunnar Heinsohns Buch vom Youth Bulge kann man gratis downloaden: http://www.pseudology.org/Gallup/Heinsohn.pdf

Ich halte Heinsohns Buch aber nur geeignet für aufgeklärte Menschen. Heinsohn erläutert den sehr richtigen Grundgedanken – fehlende Perspektiven für Generationen junger Männer – und belegt ihn mit viel statistischem Material zu gegenwärtigen und historischen Entwicklungen. Doch ist Heinsohns Haltung fragwürdig. Seine Perspektive gilt ausschließlich dem Wohl der reichen Länder bzw. Deutschlands und ist zudem geprägt von einer aus meiner Sicht paranoiden Haltung gegenüber dem Islam. Dabei weist die Youth-Bulge Theorie eigentlich der Religion und auch der Ökonomie eine nur mehr sekundäre Rolle für das Entstehen von Völkermorden und langanhaltenden, extrem blutigen Gewaltkonflikten zu, würde ich sagen. Heinsohn liegt aber daran, ein Horrorszenario an die Wand zu malen.

Heute, 15 Jahre nach Erscheinen des Buches, sind die demographischen Höhepunkte in dieser Weltregion überschritten und es lässt sich eine langfristig positivere Perspektive aus der Youth Bulge Theorie, zumindest für den arabischen Raum, ableiten. Mehr noch gilt dies für Lateinamerika und Südasien. Es gibt auch Videos auf YouTube, etwa das Philosophische Quartett mit Heinsohn.
mkha' hat geschrieben:
Daher sage ich, solange es mir möglich ist, werde ich versuchen, ein wenig zum Wohle aller beizutragen.


Ja, Bodhicita! Bodhicita hat eine aktive Komponente! Wenn ich alleine zu Hause sitze, kann "ich" nicht zum Wohle weniger (geschweige denn aller) Wesen beitragen :!: :heart:
Karnataka hat geschrieben:
Zum Thema Krieg:
Kriege haben sehr komplexe Ursachen – sagt man. Möglicherweise ist die Erklärung für Krieg aber auch ganz simpel. Am Beispiel Syriens: 1920 – 1,5 Millionen, 1950 – 3,4 Millionen, 2010 – 20,9 Millionen Menschen, ungeachtet jener, die migrierten.


Es war so, dass in Syrien nicht nur die Bevölkerung gewachsen ist, sondern auch die Wirtschaft. Teilweise sah es so aus, als würde Syrien in nächster Zeit industriell anziehen und es auf die Stufe von Griechenland schaffen.

Dies führte aber zu zwei Sachen: So wie bei uns in den 60ziger Jahren die Geburtenstarken jahrgänge dazu führte, dass die jungen Leute in den Studentenunruhen Mitbestimmung forderten, rebllierten die jungen Syrer, was zu einer Destabiliserung des Regiemes führte. Eins Destabilsierung, die villeicht auch in Richtung mehr Offenheit verlaufen hätte können.

Zweitens war es gerade das abzusehende Auftreben Syriens, das das Machtgleichgewicht in der Region bedrohte. Weswegen alle Regionalmächte (ausser Iran) versuchten Syrien zu destabiliseren und die Energie der jungen Männer gegen die syrische Regierung zu richten.

Auch diese Belastung wäre zu schultern gewesen, wenn nicht der Bürgerkrieg im Irak über flüchtende Terroristen nach Syrien geschwappt wäre,

Es ist also die Kombination einer "Youth-Bulge" druch die Aufstrebende Wirtschaft in Kombination mit starren innersyrischen Machtverhältnissen sowie regionalen Machtverhältnisse, für die derelei eine Bedrohung darstellte.

Interessant wenn man das so vergleicht. Also dass, der deutsche youth-blub blühen durfte, während der Prager Frühling im autokratischeren Osten als Bedrohung niedergeschlagen wurde und in Syrien die Kräfte geegneiander gerichtet wurde, um die regionale Ordnung (Stabilität und Frieden für die anderen) zu erhalten.

Und ein bisschen gilt das ja auch für unsere Region (USA Europa) deren vorrangiges Interesse ist, dass stabil Öl fliesst. Weswegen ein reiches, aufstrebendes mit Iran verbündetes Syrien eine Bedrohung der Stabilität ist. Das ist eine merkwürdige Dialektik: Um Ordnung und Stabilität zu bewahren, wird Krieg zugelassen.
void hat geschrieben:
Teilweise sah es so aus, als würde Syrien in nächster Zeit industriell anziehen und es auf die Stufe von Griechenland schaffen.


Das wäre aber ein Rückschritt, kein wirtschaftlicher "Fortschritt" :lol:
Sherab Yönten hat geschrieben:
mkha' hat geschrieben:
Daher sage ich, solange es mir möglich ist, werde ich versuchen, ein wenig zum Wohle aller beizutragen.


Ja, Bodhicita! Bodhicita hat eine aktive Komponente! Wenn ich alleine zu Hause sitze, kann "ich" nicht zum Wohle weniger (geschweige denn aller) Wesen beitragen :!: :heart:


Du sitzt niemals alleine irgendwo.
Du existierst nicht unabhängig von der Welt.
Metta überwindet diese selbst geschaffenen Grenzen.
Selbst auf dem Sterbebett kannst Du den Höllenbewohner und Devas metta senden.

Du kannst schon zu Lebzeiten eine ebene erreichen, in der Du ständig Zugang zu belehrungen hast.
Es gibt soviel mehr als...wir erfassen können.
“Alleine zuhause“...ist eine Täuschung.
Martin (Dhammavaro ) hat geschrieben:
Sherab Yönten hat geschrieben:
mkha' hat geschrieben:
Daher sage ich, solange es mir möglich ist, werde ich versuchen, ein wenig zum Wohle aller beizutragen.


Ja, Bodhicita! Bodhicita hat eine aktive Komponente! Wenn ich alleine zu Hause sitze, kann "ich" nicht zum Wohle weniger (geschweige denn aller) Wesen beitragen :!: :heart:


Du sitzt niemals alleine irgendwo.
Du existierst nicht unabhängig von der Welt.
Metta überwindet diese selbst geschaffenen Grenzen.
Selbst auf dem Sterbebett kannst Du den Höllenbewohner und Devas metta senden.

Du kannst schon zu Lebzeiten eine ebene erreichen, in der Du ständig Zugang zu belehrungen hast.
Es gibt soviel mehr als...wir erfassen können.
“Alleine zuhause“...ist eine Täuschung.


Das mag eine Theravada Sichtweise sein. Im Mahayana wird (aktives) Bodhcita, so wie ich es beschrieben habe, verstanden.

@ Mod. Vielleicht sollten wir die Diskussion zu diesem Thema verschieben?
void hat geschrieben:

Es war so, dass in Syrien nicht nur die Bevölkerung gewachsen ist, sondern auch die Wirtschaft. Teilweise sah es so aus, als würde Syrien in nächster Zeit industriell anziehen und es auf die Stufe von Griechenland schaffen.

Dies führte aber zu zwei Sachen: So wie bei uns in den 60ziger Jahren die Geburtenstarken jahrgänge dazu führte, dass die jungen Leute in den Studentenunruhen Mitbestimmung forderten, rebllierten die jungen Syrer, was zu einer Destabiliserung des Regiemes führte. Eins Destabilsierung, die villeicht auch in Richtung mehr Offenheit verlaufen hätte können.

Zweitens war es gerade das abzusehende Auftreben Syriens, das das Machtgleichgewicht in der Region bedrohte. Weswegen alle Regionalmächte (ausser Iran) versuchten Syrien zu destabiliseren und die Energie der jungen Männer gegen die syrische Regierung zu richten.

Auch diese Belastung wäre zu schultern gewesen, wenn nicht der Bürgerkrieg im Irak über flüchtende Terroristen nach Syrien geschwappt wäre,

Es ist also die Kombination einer "Youth-Bulge" druch die Aufstrebende Wirtschaft in Kombination mit starren innersyrischen Machtverhältnissen sowie regionalen Machtverhältnisse, für die derelei eine Bedrohung darstellte.

Interessant wenn man das so vergleicht. Also dass, der deutsche youth-blub blühen durfte, während der Prager Frühling im autokratischeren Osten als Bedrohung niedergeschlagen wurde und in Syrien die Kräfte geegneiander gerichtet wurde, um die regionale Ordnung (Stabilität und Frieden für die anderen) zu erhalten.

Und ein bisschen gilt das ja auch für unsere Region (USA Europa) deren vorrangiges Interesse ist, dass stabil Öl fliesst. Weswegen ein reiches, aufstrebendes mit Iran verbündetes Syrien eine Bedrohung der Stabilität ist. Das ist eine merkwürdige Dialektik: Um Ordnung und Stabilität zu bewahren, wird Krieg zugelassen.


Nachdem das teaching des DL leider nicht ins Deutsche gedolmetscht wird, sondern nur die an ihn gerichteten Fragen, gebe ich mir das nicht länger…
:roll:

Deiner Interpretation kann ich nicht zustimmen. Laut Wikipedia erschöpfen sich die Erdölvorräte Syriens kontinuierlich. Erdöl ist Syriens bedeutendster Rohstoff, der bis in die 1990er den größten Teil des Staatshaushalts finanziert hat, vermute ich. Seit 1995 sind die Fördermengen jedoch rückläufig und in wenigen Jahren, nämlich 2020, wird Fachleuten zufolge das Land bereits gezwungen sein, Erdöl zu importieren! Stellt sich hier nicht vielmehr die Frage: Folgt der blutige Streit um Ressourcen, weil das Füllhorn leer ist?

Der Entwicklungsexperte Alex de Waal mutmaßte übrigens, ob die anhaltende Dürre in Syrien von 2006 bis 2010 sowie die Misswirtschaft und mangelnde Reaktion der Regierung auf die humanitäre Krise und die steigenden Lebensmittelpreise die Faktoren waren, die im März 2011 die Proteste auslösten. Eine Regierung, die die Ernährung der Bevölkerung nicht sicherstellen kann, verliert rasch das letzte Vertrauen.

Eine Landwirtschaft erben kann aber zumeist nur ein Sohn. Für den zweit-, dritt- und viertgeborenen Sohn gibt es keine solche Position. Selbst wenn seine Ernährung sichergestellt ist, fehlt es an Perspektiven für ihn. Daraus folgt seine Radikalisierung - das ist der Kerngedanke Heinsohns. Missstände, die bis dahin mit Murren ertragen wurden, bilden dann plötzlich die Begründung von Gewalt. Hinzu kommt die größere gesellschaftliche Bereitschaft, Söhne im Krieg zu opfern.
Hallo Sherab Yönten (und alle Mitlesenden),

sollte sich Dein Kommentar auf meine Beiträge (von mkha' » 19.10.2016, 15:04 und von mkha' » 20.10.2016, 14:20) beziehen, bitte ich Dich, mir auf die Sprünge zu helfen, denn ich habe nicht verstanden, was Du mit Deinem Beitrag sagen möchtest:

Du schriebst:
„Ja, Bodhicita! Bodhicita hat eine aktive Komponente!“

Habe ich etwas Gegenteiliges behauptet?
„Wenn ich alleine zu Hause sitze, kann "ich" nicht zum Wohle weniger (geschweige denn aller) Wesen beitragen.“

… aber Du könntest z.B. zum Telefonhörer greifen und Deine alte Tante Uschi anrufen ( :wink: ), weil Du weißt, dass sie sich dann freut. Hast Du keine alte Tante Uschi ( 8) ), könntest Du evtl. bemerken, dass die Spatzen auf Deinem Fensterbrett hungrig aussehen; füttere sie. … Vielleicht fällt Dir auf, dass Dein Nachbar ein sorgenvolles Gesicht hat. Frag ihn doch einfach mal, ob er mit Dir eine Tasse Kaffee trinken möchte. …

Wenn viele Menschen Ähnliches tun, hat das denselben Effekt wie der, den von verschiedenen Seiten in einen Teich (Globus) geworfene Steine (auf Bodhicitta beruhendes Denken, Reden, Handeln) verursachen: sie werden sich irgendwann berühren und ein Netz bilden.

„Im Mahayana wird (aktives) Bodhcita, so wie ich es beschrieben habe, verstanden.“

Zum Abgleich, … ebenso lehrte es mein Lehrer:
„… Der Erleuchtungsgeist, oder Erleuchtungsgedanke, Bodhicitta in Sanskrit, ist der Wunsch, Erleuchtung um des Wohls aller Wesen willen zu erlangen. Bodhicitta hat zwei Aspekte, den relativen und den absoluten. Absolutes Bodhicitta ist das Erkennen der allen Lebewesen innewohnenden Buddha-Natur und gelingt nur denen, die die Leerheit aller Phänomene erkennen. Da dies nicht leicht zu verstehen ist, beginnt man üblicherweise mit der weniger schwierigen Praxis des relativen Bodhicitta. Relatives Bodhicitta ist ebenfalls zweigeteilt, in ein Bodhicitta des Bestrebens und ein Bodhicitta des Anwendens. Ersteres ist der Wunsch, zum Wohl aller Wesen Erleuchtung zu erlangen und letzteres das Umsetzen dieses Wunsches in die Tat durch das Üben der sechs Paramitas. In anderen Worten: Bodhicitta des Bestrebens ist, was das Ziel anpeilt, und Bodhicitta des Anwendens sind die Mittel, mit deren Hilfe das Ziel erreicht wird.
Der Kernpunkt des Mahayana ist, dass beides, Bestreben und Anwenden, nicht auf uns zielt, sondern auf alle Lebewesen, solange Samsara existiert. …“ aus Dilgo Khyentses Kommentar (Das Herzjuwel der Erleuchteten) zu einem Text von Patrul Rinpoche, Berlin, 1994

Kleine Anmerkung:
„… Das mag eine Theravada Sichtweise sein. …“


Weshalb immer auf vermeintlich Trennendes hinweisen? Es gab Zeiten, da lernte und praktizierte man gemeinsam, … Es gibt so viel mehr Verbindendes als so mancher „Westler“ glauben mag. … (Folgende Links Englisch-sprachig)

https://en.wikipedia.org/wiki/Abhayagiri_vih%C4%81ra

LG mkha´
Karnataka hat geschrieben:
Laut Wikipedia erschöpfen sich die Erdölvorräte Syriens kontinuierlich. Erdöl ist Syriens bedeutendster Rohstoff, der bis in die 1990er den größten Teil des Staatshaushalts finanziert hat, vermute ich. Seit 1995 sind die Fördermengen jedoch rückläufig und in wenigen Jahren, nämlich 2020, wird Fachleuten zufolge das Land bereits gezwungen sein, Erdöl zu importieren! Stellt sich hier nicht vielmehr die Frage: Folgt der blutige Streit um Ressourcen, weil das Füllhorn leer ist?

Syrien-Krieg in 5 Minuten vom Schweizer Historiker erklärt.

mkha' hat geschrieben:
Habe ich etwas Gegenteiliges behauptet?


Oh man, stöhn ! :o Nein, im Gegenteil. Wie kommst Du darauf ? Es scheint in diesem Forum zur Gewohnheit zu werden, dass Antworten automatisch als Widerspruch aufgefasst werden. Dabei wollte ich Deine Ansicht mit den Worten "aktives Bodhicita" unterstreichen.
Karnataka hat geschrieben:
Deiner Interpretation kann ich nicht zustimmen.


Mein Beitrag, war eher als Ergänzung zu dem gedacht, was du gesagt hast.

Eben weil Syrien so von Landwirtschaft und Öl abhängig war, schob man einen Strukturwandel anzuschieben und mehr Marktwirtschaft zuzulassen. Die Söhne die in der Landwirtschaft zu viel waren, gingen in die grossen Städte und studierten dort, was für die Familien mit grossen Hoffnungen verbunden war. Und je mehr Hoffnungen auf Perpektiven das sind, desto schlimmer und auch desto radiaklisierender ist es, wenn sich diese zerschlagen. Das radikalisiert mehr, als wenn man sich fatalistisch damit abgefunden hat, für den grossen Bruder den Knecht und Hirten zu machen. Und je weniger Perspektiven man hat, desto verzweifelter und desto risikofreudiger wird man sein, da hat Heinsohnn volkommen recht.

Viel hat glaube ich mit der ungleichen Verteilung von Perspektiven zu tun. Von daher ist für mich Frieden eben sehr mit Gerechtigkeit verbunden.
mkha' hat geschrieben:
Weshalb immer auf vermeintlich Trennendes hinweisen?


Nichts Trennendes. Sondern Korrigierendes. Jeder mag auf seine Weise praktizieren (meinetwegen auch gemeinsam)! Aber wer die Bedeutung von Worten verdreht, der darf schon korrigiert werden.
Es scheint in diesem Forum zur Gewohnheit zu werden, dass Antworten automatisch als Widerspruch aufgefasst werden.

Ach Sherab, ... komm, sei ein Guter, ... ich habe doch nur ganz lieb nachgefragt, was Du mit Deinen Worten sagen willst. Ich habe das wirklich nicht kapiert - kann doch auch nicht dafür, dass manches meine mentale Kapazität überschreitet. :cry:

LG mkha´ :wink:
"Aber wer die Bedeutung von Worten verdreht, der darf schon korrigiert werden."

Meinst Du die Bedeutung der Begriffe Metta und Bodhicitta ...? (Ey, ich bin echt ratlos - ich tue nicht nur so. :oops: )

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