Buddhistische Musik

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Moderator: kilaya

Hallo :D

hier gibt es Rezitationen auf Pali und auf Deutsch(!), aufgenommen von den Mönchen im Buddhistischen Waldkloster Muttodaya.

http://muttodaya.googlepages.com/chanting

MfG
bhavana hat geschrieben:
Hallo :D

hier gibt es Rezitationen auf Pali und auf Deutsch(!), aufgenommen von den Mönchen im Buddhistischen Waldkloster Muttodaya.

http://muttodaya.googlepages.com/chanting

MfG,
M.B.


Ein Geheul dieser Singsang. Mit der Lehre die
der Buddha lehrte, hat dieser Singsang nichts zu tun:

"Als Geheul, ihr Mönche, gilt in der Ordenszucht des
Heiligen das Singen, als Wahnsinn das Tanzen,
als kindisch das unpassende Lachen mit aufgerissenem
Munde. Darum ist das Singen und Tanzen eine Verletzung
der Ordnung. Seid ihr über Dinge erfreut, so genüge euch
ein bloßes Lächeln. "A 3, 108

Damals rezitierte die Gruppe der Sechsermönche die Lehre in gedehntem Singsang.
Die Leute nahmen daran Anstoß, regten sich auf, wurden ungehalten: „Wie wir singen,
so singen auch diese Mönche, die Sakyersöhne, die Lehre in gedehntem Singsang."

Die bescheidenen Mönche nahmen daran Anstoß... „Wie können die Sechsermönche
die Lehre in gedehntem Singsang vortragen!" Mönche meldeten das dem Erhabenen.
Der Erhabene hielt einen Lehrvortrag und sprach:

„Fünferlei Elend erfährt, wer die Lehre in gedehntem Singsang vorträgt:
Der eigene Wohlklang reizt ihn, und auch andere reizt dieser Klang, häuslich
lebende Anhänger nehmen Anstoß, das Streben nach genauer Stimmführung
unterbricht die Herzenseinigung, Leute, die es ihnen nachmachen, verfallen
in entsprechende Ansichten...Die Lehre ist daher nicht in gedehntem Singsang
vorzutragen. Wer sie im Singsang vorträgt, begeht eine Verfehlung..."

Leider halten sich heutzutage viele Mönche nicht einmal an ihre eigene Lehre.

mfg.
accinca
accinca hat geschrieben:
Leider halten sich heutzutage viele Mönche nicht einmal an ihre eigene Lehre.

Das gilt dann aber für seeehr viele Mönche. Welche Mönche rezitieren nicht? Ist es nicht im Sinne der Schriften, wenn Sutten und kurze Texte rezitiert werden? Wie konnten die Sutten überleben, bevor sie auf Palmblättern niedergeschrieben wurden?


Im Cover des Chanting-Heftes steht übrigens:
“Ihr Bhikkhus, da bringt ein Bhikkhu die Lehre, so wie er
sie gehört und gelernt hat, ausführlich zur Rezitation. ...
Dies ist die dritte Praxis zur Befreiung, bei der dem Bhikkhu,
der umsichtig, eifrig und entschlossen weilt, das unbefreite
Herz befreit wird, die unversiegten Triebe zum Versiegen
gelangen und er den bisher unerlangten höchsten Frieden
erlangt.“

A.V,26

Kannst Du dazu kurz Stellung nehmen/mir die Textstelle erläutern?

gasshô
gruenkern
gruenkern hat geschrieben:
accinca hat geschrieben:
Leider halten sich heutzutage viele Mönche nicht einmal an ihre eigene Lehre.

Das gilt dann aber für seeehr viele Mönche.

Das ist leider ebenso entsetzlich wie wahr.

gruenkern hat geschrieben:
Welche Mönche rezitieren nicht?
Ist es nicht im Sinne der Schriften, wenn Sutten und kurze Texte rezitiert werden?
Wie konnten die Sutten überleben, bevor sie auf Palmblättern niedergeschrieben wurden?

Offensichtlich haben die Mönche im Orden des Buddha früher ohne Singsang
die Lehre aufgesagt (re)-zitiert wie sie der Buddha gesprochen hatte.
Es ist aber möglich, das kulturbedingt ein Singsang auch Eingang in den
Orden des Buddha, entgegen die vom Buddha gegebenen Regeln,
gefunden hat. Davon aber abgesehen, hat es auch immer Mönche gegeben
die die Lehre nur im Geiste "memorieten", ohne sie lautstark andere
vorzusingen wie auch in der Lehrrede ausgeführt wird.

gruenkern hat geschrieben:
Im Cover des Chanting-Heftes steht übrigens:
“Ihr Bhikkhus, da bringt ein Bhikkhu die Lehre, so wie er
sie gehört und gelernt hat, ausführlich zur Rezitation. ...
Dies ist die dritte Praxis zur Befreiung, bei der dem Bhikkhu,
der umsichtig, eifrig und entschlossen weilt, das unbefreite
Herz befreit wird, die unversiegten Triebe zum Versiegen
gelangen und er den bisher unerlangten höchsten Frieden
erlangt.“ A.V,26


Kannst Du dazu kurz Stellung nehmen/mir die Textstelle erläutern?

Das will ich gerne versuchen:
Ich sehe in dieser Textstelle keine Aufforderung zum Singsang
der Lehre. Sie würde sich dann ja auch mit den anderen Stellen
der Lehre widersprechen.

Hinzu kommt das da ganz schön tendenziös übersetzt wurde.
An dieser Stelle heißt es nämlich übersetzt von Nyanaponika:

"..soweit er die Lehre gehört und gelernt hat, sagt er sie sich ausführlich her
und versteht er dabei die Lehre und ihren Sinn.
Die Lehre und ihren Sinn verstehend, steigt dabei Freude in ihm auf;
im Erfreuten erhebt sich Verzückung;
verzückten Herzens wird sein Inneres beruhigt;
innerlich beruhigt, empfindet er Glück;
und des Glücklichen Geist sammelt sich." aus A, 5. 26

Wenn du dir diese Lehrrede hier mal im ganzen ansiehst
ergibt sie auch einen verständlichen Sinn und zeigt die
Praxis der Lehre auf:
http://nibbanam.de/pk/palikanon.com/angutt/a05_021-030.html#a_v26

Die Lehrtexte aufzusagen d.h. zu re-zitieren bedeute eben nicht
einen Singsang daraus zu machen der ja vom Buddha ausdrücklich
als ein Vergehen bezeichnet wurde, sondern bedeute eigentlich nur
wieder zu zitieren was der Buddha lehrte und im Geiste die Bedeutung
der Lehre zu erwägen.
Hier liegt daher eindeutig eine Fehlinterpretation der "Chanting"-Leute
vor. Chanting: absingen, herleiern. "Chanting" ist nicht Lehrgemäß und
schon gar nicht Asketentümlich. Ich kenne den Begriff des "Chanting"
eigentlich vom Hinduismus insbesondere von den Hare Krishna Leuten
mit ihrem Singsang "Hare Krishna," Hare Krishna".
Der Oden ist doch kein religiöser Gesangsverein. Aber gegen Dekadenz
ist wohl kein Kraut gewachsen.

mfg.
accinca
accinca hat geschrieben:
„Fünferlei Elend erfährt, wer die Lehre in gedehntem Singsang vorträgt:
Der eigene Wohlklang reizt ihn, und auch andere reizt dieser Klang, häuslich
lebende Anhänger nehmen Anstoß, das Streben nach genauer Stimmführung
unterbricht die Herzenseinigung, Leute, die es ihnen nachmachen, verfallen
in entsprechende Ansichten...Die Lehre ist daher nicht in gedehntem Singsang
vorzutragen. Wer sie im Singsang vorträgt, begeht eine Verfehlung..."


Könntest Du freundlicherweise die Quelle mitteilen?

_()_
bel hat geschrieben:
accinca hat geschrieben:
„Fünferlei Elend erfährt, wer die Lehre in gedehntem Singsang vorträgt:
Der eigene Wohlklang reizt ihn, und auch andere reizt dieser Klang, häuslich
lebende Anhänger nehmen Anstoß, das Streben nach genauer Stimmführung
unterbricht die Herzenseinigung, Leute, die es ihnen nachmachen, verfallen
in entsprechende Ansichten...Die Lehre ist daher nicht in gedehntem Singsang
vorzutragen. Wer sie im Singsang vorträgt, begeht eine Verfehlung..."


Könntest Du freundlicherweise die Quelle mitteilen?

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A.5. 209

mfg.
accinca
accinca hat geschrieben:
Fünferlei Elend erfährt, wer die Lehre in gedehntem Singsang vorträgt:
Der eigene Wohlklang reizt ihn, und auch andere reizt dieser Klang, häuslich
lebende Anhänger nehmen Anstoß, das Streben nach genauer Stimmführung
unterbricht die Herzenseinigung, Leute, die es ihnen nachmachen, verfallen
in entsprechende Ansichten...Die Lehre ist daher nicht in gedehntem Singsang
vorzutragen. Wer sie im Singsang vorträgt, begeht eine Verfehlung..."


A.5.209
Leider irrt hier der Übersetzer in einem entscheidenden Punkt:
Er übersetzt ayatakena gitassarena als "gedehnten Singsang" - weil er ayatakena (abrupt, plötzlich) mit ayataka(langgedehnt) verwechselt. Das wird auch im folgenden (auch nicht richtig übersetzten) Text klar, da heißt es nämlich, daß sich dann darüber die Laienanhänger belustigen würden, weil dies wie ihr eigenes Singen sei. Es geht hier also um eine ganz bestimmte Art weltlicher, einheimischer Gesänge mit abrupten, vielleicht komplizierte Wechseln der Tonhöhe, worauf sich der Sänger genau konzentrieren müßte.

Tatsächlich war die Art der Rezitation "sara-bannam" ausdrücklich erlaubt - also schon tonal, aber wahrscheinlich auf wenige Töne ohne scharfe Übergänge, also so wie wir es aus allen Traditionen kennen.

Quelle: Vinaya, Kullavagga (übersetzt ins Engl. von Friedrich Max Müller)
http://books.google.de/books?id=oBGlXIa ... t#PPP10,M1

Schönes Beispiel :
http://de.youtube.com/watch?v=5ahAM-BpTSc
http://de.youtube.com/watch?v=VFJi4KjaE ... re=related 1-tönig :D


_()_
bel hat geschrieben:
accinca hat geschrieben:
Fünferlei Elend erfährt, wer die Lehre in gedehntem Singsang vorträgt:
Der eigene Wohlklang reizt ihn, und auch andere reizt dieser Klang, häuslich
lebende Anhänger nehmen Anstoß, das Streben nach genauer Stimmführung
unterbricht die Herzenseinigung, Leute, die es ihnen nachmachen, verfallen
in entsprechende Ansichten...Die Lehre ist daher nicht in gedehntem Singsang
vorzutragen. Wer sie im Singsang vorträgt, begeht eine Verfehlung..."


A.5.209
Leider irrt hier der Übersetzer in einem entscheidenden Punkt:
Er übersetzt ayatakena gitassarena als "gedehnten Singsang" - weil er ayatakena (abrupt,
plötzlich) mit ayataka(langgedehnt) verwechselt. Das wird auch im folgenden (auch nicht richtig
übersetzten) Text klar, da heißt es nämlich, daß sich dann darüber die Laienanhänger belustigen würden, weil dies wie ihr eigenes Singen sei. Es geht hier also um eine ganz bestimmte Art weltlicher, einheimischer Gesänge mit abrupten, vielleicht komplizierte Wechseln der Tonhöhe, worauf sich der Sänger genau konzentrieren müßte.

Tatsächlich war die Art der Rezitation "sara-bannam" ausdrücklich erlaubt - also schon tonal, aber wahrscheinlich auf wenige Töne ohne scharfe Übergänge, also so wie wir es aus allen Traditionen kennen.

Quelle: Vinaya, Kullavagga (übersetzt ins Engl. von Friedrich Max Müller)
http://books.google.de/books?id=oBGlXIa ... t#PPP10,M1

Schönes Beispiel :
http://de.youtube.com/watch?v=5ahAM-BpTSc
http://de.youtube.com/watch?v=VFJi4KjaE ... re=related 1-tönig :D
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Deine Interpretation des Textes kann ich nicht als
bedeutenden Unterschied werten. Deine Beispiele
(Links) sind tatsächlich erschreckend und ganz sicher genau
das, was gemeint war. Ein anderer Singsang hat es nie gegeben.
Es ist nicht anzunehmen der Buddha meinte etwa nur reppen,
aber eine anderer Singsang sei was anderes. Und sicher waren
die Laien auch nicht im positiven "belustigt" sondern empfanden
es als Störung und dem Inhalt unangemessen. Wie ich aber
die Menschen heute einschätze wird das "Verreppen" von Lehrreden
sicher nicht mehr lange auf sich warten lassen und bestimmt werden
genügen Gründe dafür aufgezählt werden wie toll das doch sei.

Zur Übersetzung:
Pañcime bhikkhave ādinavā āyatakena gītassarena *1) dhammaṃ bhaṇantassa. Katame pañca:
• Attanāpi tasmiṃ sare sārajjati,
• parepi tasmiṃ sare sārajjanti,
• gahapatikāpi ujjhāyanti: 'yatheva mayaṃ gāyāma, evameva ime samaṇā sakkiyaputtiyā gāyantī' ti,

• sarakuttimpi nikāmayamānassa samādhissa bhaṅgo*2) hoti,
• pacchimā janatā diṭṭhānugatiṃ āpajjati.

Ime kho bhikkhave pañca ādīnavā āyatakena gītassarena dhammaṃ bhaṇantassāti.
--------------------------------------------
*1.) gīta = ein Lied, Gesang, (melidiöse) Rezitation [a song; singing. (pp. of gāyati), sung; recited]
saṅgīta = gesungen, Laute ausgestoßen [chanted; uttered; sung]
gāyamāna = singend, rezitierend [singing; reciting]

*2.) bhaṅga = 1. Auflösung ; Aufhebung 2. Zersetzung f; 3. Zerstörung f, Vernichtung f;

Sinnentleertes herunter leiern, beinahe nach Art von "Angeheiterten",
halte ich eben nicht für Lehrgemäß und daher für destruktiv.

mfg.
accinca
accinca hat geschrieben:
Deine Interpretation des Textes kann ich nicht als
bedeutenden Unterschied werten.


Aha, was heißt hier Interpretation?
Es geht hier zunächst mal um die Übersetzung von:

"ayatakena gatassarena" und "ayatakena" hast Du in Deiner "Übersetzung" wohlweislich weggelassen, aber das bezeichnet nun mal die Art des abgelehnten Singens. Was weißt Du denn, wie die Bevölkerung damals gesungen hat?
Weiter übergehst Du den ausdrücklichen Hinweis auf die durch die Ordensregeln (Vinaya) erlaubte Art des singenden Rezitierens "sara-bhaññam".

accinca hat geschrieben:
Sinnentleertes herunter leiern, beinahe nach Art von "Angeheiterten",
halte ich eben nicht für Lehrgemäß und daher für destruktiv.

Für Deine persönlichen Empfindungen und Beurteilungen kannst nur Du was, und was Du persönlich für " nicht lehrgemäß" oder "destruktiv" hälst, ist ja auch nur Deine persönliche Sache.

_()_
Hab da gerade so ne CD erstanden
Buddhist Chants
Hab ich an der Stupa ne Woche lang jeden Tag gehört.
Jetzt krieg ichs nicht mehr aus meinem Kopf.

Ich versteh kein Wort, aber die Melodie ist wie Wellen die einen tragen.
bel hat geschrieben:
accinca hat geschrieben:
Deine Interpretation des Textes kann ich nicht als
bedeutenden Unterschied werten.


Aha, was heißt hier Interpretation?
Es geht hier zunächst mal um die Übersetzung von:

"ayatakena gatassarena" und "ayatakena" hast Du in Deiner "Übersetzung" wohlweislich weggelassen, aber das bezeichnet nun mal die Art des abgelehnten Singens. Was weißt Du denn, wie die Bevölkerung damals gesungen hat?
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Deine Unterstellungen kannst du auch mal weglassen.
Es geht hier nicht um das Singen der Bevölkerung sonder
das der Mönche im Orden des Buddha. Sehr wohl handelt
es sich bei deiner Übersetzung um eine Interpretation durch
die du glauben lassen möchtest, es handelte sich um eine
verloren gegnagene Liedweise.
Diese und nur diese Liedweise hätte der Buddha als Verfehlung
bezeichnet. Andere Liedweisen seinen im Orden des Buddha
akzeptiert - ja vom Buddha gelehrt worden. Das ist nichts als
eine haarige Behauptung den Singsang zu rechtfertigen. Diese
Interpretation als Übersetzung darzustellen und damit als historische
Tatsache ist reiner Unsinn für den es nicht den geringsten Anlass gibt.
Bei deinen Fähigkeiten was das Pali anbelangt würde ich vorschlagen
etwas zurückhaltender zu sein bevor mal sich daran macht Experten
wie den erw. Nyanaponika und dem erw. Nyanatiloka und auch Dr. Hecker
(in seinem Buch über den Mönchsorden genau so übersetzt), zu kritisieren.

Damit ist das Thema für mich beendet. Du magst aber deine
Meinung schreiben solange du möchtest. Sie wird als deine
Meinung registriert.

mfg.
accinca


mfg.
accinca
Maitre hat geschrieben:
Hab da gerade so ne CD erstanden
Buddhist Chants
Hab ich an der Stupa ne Woche lang jeden Tag gehört.
Jetzt krieg ichs nicht mehr aus meinem Kopf.
Ich versteh kein Wort, aber die Melodie ist wie Wellen die einen tragen.


Selber schuld! Ist aber ganz Normal und "reine Nervensache". :wink:

mfg.
accinca
accinca hat geschrieben:
bel hat geschrieben:
accinca hat geschrieben:
Deine Interpretation des Textes kann ich nicht als
bedeutenden Unterschied werten.
Aha, was heißt hier Interpretation? Es geht hier zunächst mal um die Übersetzung von:"ayatakena gatassarena" und "ayatakena" hast Du in Deiner "Übersetzung" wohlweislich weggelassen, aber das bezeichnet nun mal die Art des abgelehnten Singens. Was weißt Du denn, wie die Bevölkerung damals gesungen hat?
Deine Unterstellungen kannst du auch mal weglassen.

Was heißt "Unterstellungen" ? Du hast es doch nicht übersetzt.

accinca hat geschrieben:
Es geht hier nicht um das Singen der Bevölkerung sonder das der Mönche im Orden des Buddha. Sehr wohl handelt es sich bei deiner Übersetzung um eine Interpretation durch die du glauben lassen möchtest, es handelte sich um eine verloren gegnagene Liedweise.


Erstens handelt es sich sehr wohl um die Art der weltlichen Singweise, steht ausdrücklich da "'yatheva mayam gayama"
(wie wir, die Weltleute, singen) - hast Du offenbar auch nicht übersetzt - und zweites ist die richtige Vortragsweise ja nicht verlorengegangen, wie kommst Du darauf ?

accinca hat geschrieben:
Das ist nichts als eine haarige Behauptung den Singsang zu rechtfertigen. Diese
Interpretation als Übersetzung darzustellen und damit als historische
Tatsache ist reiner Unsinn für den es nicht den geringsten Anlass gibt.

Das ist überhaupt keine haarige Behauptung sondern ergibt sich klar aus der Gegenüberstellung der beiden Begriffe im Vinaya, - was Du nach wie vor offenbar nicht zur Kenntnis nehmen möchtest.

accinca hat geschrieben:
Bei deinen Fähigkeiten was das Pali anbelangt würde ich vorschlagen
etwas zurückhaltender zu sein bevor mal sich daran macht Experten
wie den erw. Nyanaponika und dem erw. Nyanatiloka und auch Dr. Hecker
(in seinem Buch über den Mönchsorden genau so übersetzt), zu kritisieren.


Also Du kannst ganz sicher nicht meine Fähigkeiten im Pali beurteilen, Deine sind ja offensichtlich so gering ausgeprägt, daß Du nicht mal meine Übersetzung mit dem Wörterbuch nachvollziehen kannst.
I.Ü. ist die Welt n bissel größer und was ich so übersetzt habe, hat Friedrich Max Müller auch so übersetzt , falls Du es nicht wissen solltest, der herausragenste Pali-Experte um die Jahrhundertwende, lehrte in Oxford - die Briten hatten schon über hundert Jahre Übersetzungs-Tradition, bevor es K.E.Neumann gab.
Und andere Experten sind ihm im Falle der diskutierten Phrase auch genau so gefolgt, wie man sich leicht im Internet überzeugen kann. Also komm mir nicht mit solchen ad-personam-Tricks.

_()_
accinca hat geschrieben:
Maitre hat geschrieben:
Hab da gerade so ne CD erstanden
Buddhist Chants
Hab ich an der Stupa ne Woche lang jeden Tag gehört.
Jetzt krieg ichs nicht mehr aus meinem Kopf.
Ich versteh kein Wort, aber die Melodie ist wie Wellen die einen tragen.


Selber schuld! Ist aber ganz Normal und "reine Nervensache". :wink:

mfg.
accinca

Ganz im Gegenteil. Ich hab jahrelang kaum noch Musik gehört. Hat genervt
Diese nervt nicht.

Und diese auch nicht:
Adiemus
Kann einer von euch Fremdsprachgewaltigen mir sagen was das für eine Sprache ist?
Ohne zu googeln :oops:
Maitre hat geschrieben:
accinca hat geschrieben:
Maitre hat geschrieben:
Hab da gerade so ne CD erstanden
Buddhist Chants
Hab ich an der Stupa ne Woche lang jeden Tag gehört.
Jetzt krieg ichs nicht mehr aus meinem Kopf.
Ich versteh kein Wort, aber die Melodie ist wie Wellen die einen tragen.


Selber schuld! Ist aber ganz Normal und "reine Nervensache". :wink:

mfg.
accinca

Ganz im Gegenteil. Ich hab jahrelang kaum noch Musik gehört. Hat genervt
Diese nervt nicht.

Und diese auch nicht:
Adiemus
Kann einer von euch Fremdsprachgewaltigen mir sagen was das für eine Sprache ist?
Ohne zu googeln :oops:


http://de.youtube.com/watch?v=B7zJ0yVSSvE#

Mit Ganz Freundlichen und Lieben Grüssen
für Rheinland von Dorje Sema
Maitre hat geschrieben:
accinca hat geschrieben:
Maitre hat geschrieben:
Hab da gerade so ne CD erstanden
Buddhist Chants
Hab ich an der Stupa ne Woche lang jeden Tag gehört.
Jetzt krieg ichs nicht mehr aus meinem Kopf.
Ich versteh kein Wort, aber die Melodie ist wie Wellen die einen tragen.


Selber schuld! Ist aber ganz Normal und "reine Nervensache". :wink:

mfg.
accinca

Ganz im Gegenteil. Ich hab jahrelang kaum noch Musik gehört.
Hat genervt. Diese nervt nicht.

Sollte heißen, du hattest gefallen daran. - Wie dem auch sein,
was die Lehre anbelangt, bin ich froh das der Buddha nicht
so ein Singsang hingelegt hat wie heute viele Mönche zu meinen
scheinen. Wenn sie den Buddha doch nur (re-) zitieren würden.

mfg.
accinca
Dorje Sema hat geschrieben:
http://de.youtube.com/watch?v=B7zJ0yVSSvE#

Mit Ganz Freundlichen und Lieben Grüssen
für Rheinland von Dorje Sema

Die Lebensfreude der Delphine...ich könnte dich auch knutschen Dorje Sema
Kann man das Video irgendwie legal runterladen oder erwerben? Ich hab Volumenbegrenzung.
ist das Hawaiianisch?
Hört sich für mich nicht genauso an wie Aloha.
Maitre hat geschrieben:
Dorje Sema hat geschrieben:
http://de.youtube.com/watch?v=B7zJ0yVSSvE#

Mit Ganz Freundlichen und Lieben Grüssen
für Rheinland von Dorje Sema

Die Lebensfreude der Delphine...ich könnte dich auch knutschen Dorje Sema
Kann man das Video irgendwie legal runterladen oder erwerben? Ich hab Volumenbegrenzung.
ist das Hawaiianisch?
Hört sich für mich nicht genauso an wie Aloha.




ich habe das komplette Video 8,6 MB auf der Platte mit dem Riva FlV player
lässt es sich "mit hervorragender Qualität" abspielen , wo darf ich es
hinsenden , email adresse kannst Du mir ja über PN senden ?
Frag mal den Werten bel wegen der Sprache vielleicht weiß der mehr ?


Mit Ganz Lieben und Freundlichen Grüssen
Dorje Sema
Ich habs gefunden, es gibt einen Wikipediaeintrag.
Die Sprache existiert garnicht, ist reine Phantasie.

Alles Liebe
Maitre
Hallöchen,

Culla Vagga 5
V.3 KEIN SINGENDER VORTRAG DER LEHRE

Damals rezitierte die Gruppe der Sechsermönche die Lehre in gedehntem Singsang. Die Leute nahmen daran Anstoß, regten sich auf, wurden ungehalten: "Wie wir singen, so singen auch diese Mönche, die Sakyersöhne, die Lehre in gedehntem Singsang." Die bescheidenen Mönche nahmen daran Anstoß... "Wie können die Sechsermönche die Lehre in gedehntem Singsang vortragen!"

Mönche meldeten das dem Erhabenen... Der Erhabene hielt einen Lehrvortrag und sprach: "Fünferlei Elend erfährt, wer die Lehre in gedehntem Singsang vorträgt:

1. Der eigene Wohlklang reizt ihn, und
2. auch andere reizt dieser Klang,
3. häuslich lebende Anhänger nehmen Anstoß,
4. das Streben nach genauer Stimmführung unterbricht die Herzenseinigung,
5. Leute, die es ihnen nachmachen, verfallen in entsprechende Ansichten

Die Lehre ist daher nicht in gedehntem Singsang vorzutragen. Wer sie im Singsang vorträgt, begeht eine Verfehlung..."

Gruß,
Mirco
Grüss Dich ganz recht herzlich bhavana,

dieses Thema hatten wir schon mal und ich tendiere eher zu dem was bel postete.

bel hat geschrieben:A.5.209
Leider irrt hier der Übersetzer in einem entscheidenden Punkt:
Er übersetzt ayatakena gitassarena als "gedehnten Singsang" - weil er ayatakena (abrupt, plötzlich) mit ayataka(langgedehnt) verwechselt. Das wird auch im folgenden (auch nicht richtig übersetzten) Text klar, da heißt es nämlich, daß sich dann darüber die Laienanhänger belustigen würden, weil dies wie ihr eigenes Singen sei (yatheva mayam gayama). Es geht hier also um eine ganz bestimmte Art weltlicher, einheimischer Gesänge mit abrupten, vielleicht komplizierte Wechseln der Tonhöhe, worauf sich der Sänger genau konzentrieren müßte.

Tatsächlich war die Art der Rezitation "sara-bannam" ausdrücklich erlaubt - also schon tonal, aber wahrscheinlich auf wenige Töne ohne scharfe Übergänge, also so wie wir es aus allen Traditionen kennen.

Quelle: Vinaya, Kullavagga (übersetzt ins Engl. von Friedrich Max Müller)
http://books.google.de/books?id=oBGlXIa%20...%20t#PPP10,M1


Mit ganz lieben und freundlichen Grüssen
Dorje Sema

OMMANIPADMEHUNG
Bild
Hallo bel, hallo Dorje Sema :)

Die Rezitation von in einer fremden Sprache zu beurteilen halte ich für recht schwierig. Meistens kennt mann die musikalisch-kulturellen Gepflogenheiten nicht so nuanciert oder ist mit der Sprachmelodie der jeweiligen Kultur vertraut und daher ist nicht klar - ist das jetzt noch Rezitation oder wandert's beispielsweise schon Richtung in Schöngeistigkeit ab.
Zu beurteilen, ob es sich um passender Rezitation oder wohl klingender Singsang handelt fällt in der eigenen Sprache leichter.
Zur Aufrechterhaltung der Lehre wird die Rezitation jedenfalls nicht mehr benötigt und ich denke dafür war es erlaubt und vielleicht sogar notwendig für das Memorieren.

liebe-liebe-liebe-volle Güte,
Mirco
:D
bhavana hat geschrieben:
Die Rezitation von in einer fremden Sprache zu beurteilen halte ich für recht schwierig.

Ja, aber Reisen bildet.

bhavana hat geschrieben:
Zur Aufrechterhaltung der Lehre wird die Rezitation jedenfalls nicht mehr benötigt und ich denke dafür war es erlaubt und vielleicht sogar notwendig für das Memorieren.

Offenbar erfaßt Du damit nur einen Teil des Sinns zu rezitieren. Und was noch wichtiger ist, was "Lehre" bedeutet.

Ganz lieb gemeint :)

_()_
Und diese auch nicht:
Adiemus
Kann einer von euch Fremdsprachgewaltigen mir sagen was das für eine Sprache ist?
Ohne zu googeln :oops:


Jap, die Sprache wurde für die Musikgruppe "entworfen" weil Sie sich so schön "Mystisch" anhörte ... ist also nicht echt nur ne "PR-Sache" .... aber war gut gemacht (erinnerte einem an Latein) .... zumindest für die Verkaufszahlen hatte es sich gelohnt.

Interessant (da auch hier die Sprache selbst mehr in den Hintergrund geht und es mehr auf den Musikalischen Klang ankommt) dürfte auch das Nachfolgeprojekt von Michael Cretu sein (Derjenige der mit Enigma das Lied Sadness rausgebracht hatte, Ex Mann von Sängerin Sandra) und zwar Gregorian .... Lieder unserer Zeit mit einem Gregorianischen Chor aufgenommen. (Glaube mittlerweile ist kein Mönch mehr dabei) .... hört sich aber auch schön "mystisch" an ... :mrgreen:
:idea: :!: :idea:
Anhören!!!

Gyuto Monks Tantric Choir: Tibetan Chants for World Peace

Wie das wohl rüberkommt wenn man mittendrin in der Tempelhalle sitzt :!:
Sehr berührend und schön!

https://www.youtube.com/watch?v=ntBfYFFlbV8
Warum singen die Herren Thichs eigentlich nicht mit? :roll:
Tina Turner hat sich vor einigen Jahren aufs "Dach Europas" zurückgezogen und lebt ihre buddhistische Spiritualität:
https://www.youtube.com/watch?v=LeSrcsnyGRk

TOP!

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