NICHTS

Moderator: void

"Die Frage nach dem Nichts beschäftigt die westliche Philosophie seit ihrem allerersten vorsokratischen Anfang. Der griechische Philosoph Parmenides von Elea behandelt das Thema in dem einzigen von ihm erhaltenen Fragment, seinem Lehrgedicht Über die Natur:

„Wohlan, so will ich denn verkünden (Du aber nimm mein Wort zu Ohren), welche Wege der Forschung allein denkbar sind: der eine Weg, daß (das Seiende) ist und daß es unmöglich nicht sein kann, das ist der Weg der Überzeugung (denn er folgt der Wahrheit), der andere aber, daß es nicht ist und daß dies Nichtsein notwendig sei, dieser Pfad ist (so künde ich Dir) gänzlich unerforschbar. Denn das Nichtseiende kannst Du weder erkennen (es ist ja unausführbar) noch aussprechen.““

Aus diesen Zeilen lässt sich die Handlungsanweisung entnehmen, sich nicht mit dem Nichtseienden zu befassen und alle Aufmerksamkeit stattdessen allein dem Seienden zukommen zu lassen. Es ist nämlich unmöglich, über das Nichtseiende zu sprechen, da im selben Moment, als man von diesem etwas aussagt, dessen Sein wieder voraussetzt. Außerdem sind Sein und Denken äquivalent: Über das Nichts kann man demnach nicht nachdenken. Auf diese Weise entsteht eine Definition der Aufgabe von Wissenschaft: lohnende Forschung kann alles zum Thema haben, nur nicht das Nichts. Der Spruch des Parmenides von Elea gilt als erste Formulierung abstrakter metaphysischer Reflexion im antiken Griechenland und dient Platons Dialog Sophistes als Ausgangspunkt."

http://de.wikipedia.org/wiki/Nichts#Vorsokratik
hi Onda,

über was genau willst du denn jetzt sprechen? Das Thema ist interessant, aber was genau ist jetzt die Frage oder die Diskussionsgrundlage?

lg
maus
Nichts gibt es nicht.
Sobald es etwas gibt, gibt es etwas und weg ist das Nichts.
Selbst wenn alles jetzt Seiende verschwinden würde, gäbe es etwas. Nämlich, dass es mal etwas gab.

Liebe Grüße
Knochensack
Erdmaus hat geschrieben:
hi Onda,
über was genau willst du denn jetzt sprechen? Das Thema ist interessant, aber was genau ist jetzt die Frage oder die Diskussionsgrundlage?
lg
maus


Hi Maus,
an anderer Stelle hatte ich folgendes geschrieben:

"Ein "Nichts" existiert nur in unserer Vorstellung. Es ist der Komplementärbegriff zu "Etwas". EIn Nichts lässt sich nur mithilfe eines Etwas definieren, nämlich als die völlige Abwesenheit des letzteren. Insofern hat Nichts Etwas zur Bedingung. Ganz einfach." [So wie das Leersein das Vollsein zur Bedingung hat]

Ich wollte damit zum Ausdruck bringen, dass auch ein Nichts bedingt ist, da es ein Etwas braucht, um ein Nichts zu sein. Und im Augenblick, wo es ein Nichts ist, ist es auch kein Nichts mehr, da es ja ist. Womit eigentlich auch klar sein dürfte, dass "Nirvana" kein Nichts ist. *

Nichts ist ein Begriff aus der relativen Wirklichkeit mit ihren dualistischen Konzepten, und er kann ohne seinen Widerpart - Etwas - nicht sein. Daher ist er auf die letztendliche Wirklichkeit (Nirvana) nicht anwendbar.

Nirvana als Verlöschen des Seins zu interpretieren, heisst Nirvana missverstehen. Nirvana bedeutet in der Tat "Verlöschen". Was da aber verlischt sind Gier, Hass und Verblendung (=die Illusion eines getrennten, dauerhaften Ich). Was nicht verlischt, ist das Sein. Das ist für Anhänger eines nihilistischen Buddhismus natürlich nicht akzeptabel.

Aber der Buddha sagte ganz klar:
„Was ich nicht lehre, dessen bezichtigen mich meine Gegner. Die Vernichtung des lebenden Wesens lehre ich nicht.“ ( M 22)


LG

* accinca @ Re: Buddhistischen Erkenntnisse... (in) Buddhistische Praxis
Onda
Das ist ein Wort.
Ein ziemlich unbrauchbares Wort.
Für mein kleines, hoffentlich intellektuelles Ego-Konstrukt zumindest.

Wo soll das *sein*? Was soll das *sein*?
Schau da verrät sich unsere irrsinnige Sprache selbst "nicht-sein".
Wir haben "nirgends Nichts" gefunden.
Wir haben über den Anfang nachgedacht, sind auf die Singularität gestoßen. Treiben wir die Mathematik zur Hochform auf und scheitern damit, berechnen wir irgendwelche nicht-energetischen Strukturen davor, dahinter, bei dem, was wir Nichts nennen, weil es alles sprengt, was wir derzeit er-kennen können. Alles ist!
Wir haben Teilchen gespalten und beobachtet und nur (potentielle) Energie gefunden. Keine Leere. Kein Nichts. Nirgends.

Naja und innerhalb unserer Sprache.. man kann natürlich das System in sich selbst sprengen.
Was will, alles, was ist, gemeinsam, was es nicht bereits ist?
Nichts.

Nihilismus ist 'ne Erfahrung. Wie alles andere auch. Ein Gedankengang den unser Geist zulässt.
Bringt dir aber keine neuen Erfahrungen. Glaube ich.
Damit beendet man alle folgende Logik.
Halt eine Möglichkeit des Gedankenstroms.
Finde dabei das Wort "Unendlichkeit" viel schlimmer.
Oder interessanter. Wahr-haftiger.
Mal so in den Raum geschmissen.
Onda hat geschrieben:

Nirvana als Verlöschen des Seins zu interpretieren, heisst Nirvana missverstehen. Nirvana bedeutet in der Tat "Verlöschen". Was da aber verlischt sind Gier, Hass und Verblendung (=die Illusion eines getrennten, dauerhaften Ich). Was nicht verlischt, ist das Sein[*]. Das ist für Anhänger eines nihilistischen Buddhismus natürlich nicht akzeptabel.

Aber der Buddha sagte ganz klar:
„Was ich nicht lehre, dessen bezichtigen mich meine Gegner. Die Vernichtung des lebenden Wesens lehre ich nicht.“ ( M 22)
Onda


Hi Onda,

[*]nach Georg Grimm (...) sagte der Buddha über Nirvana : weder kann man sagen, es ist, noch kann man sagen, es existiert nicht, noch kann man sagen, es existiere und existiere zugleich nicht." Irgendeine Aussage über Nibbana ist also ...Unfug (wie es Parmenides in deinem Eingangspost feststellt, und du dies auch richtigerweise erkennst). Es läßt sich mit unserem Verstand einfach nicht erfassen, jedes Wort hierüber ist eine Blendung und wird seinem Charakter (auch das schon wieder unzulässig, denn: weder ist da ein Charakter, noch ist da keiner, noch ist da einer und keiner zugleich :D ) nicht gerecht.

Gruß vom pops
"Zeigen will ich euch, ihr Mönche:

das Trieblose, (anāsava)
die Wahrheit, (sacca)
das Transzendente, (pāra)
das Feine, (nipuṇa)
das gar schwer zu Sehende, (sududdasa)
das Unverwelkliche, (ajajjara)
das Bleibende, (dhuva)
das Unauflösliche, (apalokita)
das Unsichtbare, (anidassana)
das nicht Abgesonderte, (nippapañca)
das Stille, (santa)
das Todlose, (amata)
das Erlesene, (paṇīta)
das Glück, (siva)
den Frieden, (khema)
die Durstversiegung, (taṇhākkhaya)
das Erstaunliche, (acchariya)
das Außerordentliche, (abbhuta)
das Notlose, [sichere, gesunde, heile] (anītika)
das notlose Ding, (anītikadhamma)
die Wunschlosigkeit, (nibbāna)
das Unbedrängte, (abyāpajjha)
die Entreizung, (virāga)
das Lautere, (suddhi)
die Erlösung, (mutti)
das Haftlose, (anālaya)
das Eiland (dīpa)
die Geborgenheit, (leṇa)
den Schutz, (tāṇa)
die Zuflucht, (saraṇa)
das andere Ufer, das Ziel, das Ende (parāyana)

und den dorthin führenden Pfad."

(Anāsavādi Sutta, Samyutta Nikaya 43)


Viele Grüße
Elliot
...guter Post, Elliot.

Mußte mir ganz schön an die Nase greifen und nachdenken. Falsch auch von mir zitiert. Es müßte lauten: "weder kann man sagen, man existiert (im Nirvana), noch kann man sagen, man existiert nicht, noch, man existiert und existiert nicht zugleich." Sorry auch Onda... Schnellschuß. Bringt mich grad auf einen ganz anderen Gedanken, auch, weil ich bisher eine solche Vorstellung abgelehnt habe: da wäre ein ungerichtetes (nicht auf irgendetwas bezogenes) "reines sein". Sorry nochmal

und Gruß
Wenn es das "Nichts" gebe, dann wäre es ja "etwas" und somit kein "nichts" mehr. Also kann es nichts nicht geben...
Onda hat geschrieben:

Hi Maus,
an anderer Stelle hatte ich folgendes geschrieben:

"Ein "Nichts" existiert nur in unserer Vorstellung. Es ist der Komplementärbegriff zu "Etwas". EIn Nichts lässt sich nur mithilfe eines Etwas definieren, nämlich als die völlige Abwesenheit des letzteren. Insofern hat Nichts Etwas zur Bedingung. Ganz einfach." [So wie das Leersein das Vollsein zur Bedingung hat]

Ich wollte damit zum Ausdruck bringen, dass auch ein Nichts bedingt ist, da es ein Etwas braucht, um ein Nichts zu sein. Und im Augenblick, wo es ein Nichts ist, ist es auch kein Nichts mehr, da es ja ist. Womit eigentlich auch klar sein dürfte, dass "Nirvana" kein Nichts ist. *

Nichts ist ein Begriff aus der relativen Wirklichkeit mit ihren dualistischen Konzepten, und er kann ohne seinen Widerpart - Etwas - nicht sein. Daher ist er auf die letztendliche Wirklichkeit (Nirvana) nicht anwendbar.

Onda


darauf bin ich auch schon gekommen, nichts ist evt. nur eine wortschöpfung, die aber viel verwirrung stiftet.

lg zenbo
Versucht der Mensch sich die Synthese aus „Krieg und Frieden“ oder „oben und unten“ oder
„klein und groß“ vorzustellen, landet er immer im NICHTS.

Er kann sich mit seinem polar aufgebauten Denken keine Synthese vorstellen.



NICHTS!
Es ist für das menschliche Bewusstsein nicht denkbar, weil es jenseits aller
Form ist!
Es ist der gleiche Zustand wie wenn „links und rechts“, „oben und unten“ usw.
zusammenfallen!
NICHTS!
warum man dieses obskure nichts immer mit dem nirvana in einen topf schmeißt ist mir eh schleierhaft.
schließlich ist das nicht-sein nur ein philosophischer ansatz.
Elliot hat geschrieben:
"Zeigen will ich euch, ihr Mönche:

das Trieblose, (anāsava)
die Wahrheit, (sacca)
das Transzendente, (pāra)
das Feine, (nipuṇa)
das gar schwer zu Sehende, (sududdasa)
das Unverwelkliche, (ajajjara)
das Bleibende, (dhuva)
das Unauflösliche, (apalokita)
das Unsichtbare, (anidassana)
das nicht Abgesonderte, (nippapañca)
das Stille, (santa)
das Todlose, (amata)
das Erlesene, (paṇīta)
das Glück, (siva)
den Frieden, (khema)
die Durstversiegung, (taṇhākkhaya)
das Erstaunliche, (acchariya)
das Außerordentliche, (abbhuta)
das Notlose, [sichere, gesunde, heile] (anītika)
das notlose Ding, (anītikadhamma)
die Wunschlosigkeit, (nibbāna)
das Unbedrängte, (abyāpajjha)
die Entreizung, (virāga)
das Lautere, (suddhi)
die Erlösung, (mutti)
das Haftlose, (anālaya)
das Eiland (dīpa)
die Geborgenheit, (leṇa)
den Schutz, (tāṇa)
die Zuflucht, (saraṇa)
das andere Ufer, das Ziel, das Ende (parāyana)

und den dorthin führenden Pfad."

(Anāsavādi Sutta, Samyutta Nikaya 43)


Viele Grüße
Elliot


so is es, war es und bleibt so. amen.
Onyx9 hat geschrieben:
warum man dieses obskure nichts immer mit dem nirvana in einen topf schmeißt ist mir eh schleierhaft.
schließlich ist das nicht-sein nur ein philosophischer ansatz.


Was hat denn Philosophie mit Fakten zu tun? Wenn du nicht bei Bewusstsein bist, dann bist du nicht.Das ist Fakt. Wo befindest du dich wenn du nicht bei Bewusstsein bist? Bleib bei den Fakten wenn du kein Spekulant bist.
Elliot hat geschrieben:
"Zeigen will ich euch, ihr Mönche:

das Trieblose, (anāsava)
die Wahrheit, (sacca)
das Transzendente, (pāra)
das Feine, (nipuṇa)
das gar schwer zu Sehende, (sududdasa)
das Unverwelkliche, (ajajjara)
das Bleibende, (dhuva)
das Unauflösliche, (apalokita)
das Unsichtbare, (anidassana)
das nicht Abgesonderte, (nippapañca)
das Stille, (santa)
das Todlose, (amata)
das Erlesene, (paṇīta)
das Glück, (siva)
den Frieden, (khema)
die Durstversiegung, (taṇhākkhaya)
das Erstaunliche, (acchariya)
das Außerordentliche, (abbhuta)
das Notlose, [sichere, gesunde, heile] (anītika)
das notlose Ding, (anītikadhamma)
die Wunschlosigkeit, (nibbāna)
das Unbedrängte, (abyāpajjha)
die Entreizung, (virāga)
das Lautere, (suddhi)
die Erlösung, (mutti)
das Haftlose, (anālaya)
das Eiland (dīpa)
die Geborgenheit, (leṇa)
den Schutz, (tāṇa)
die Zuflucht, (saraṇa)
das andere Ufer, das Ziel, das Ende (parāyana)

und den dorthin führenden Pfad."

(Anāsavādi Sutta, Samyutta Nikaya 43)


Viele Grüße
Elliot


Interessante Liste, wieder was Neues kennengelernt. Überdies weiss ich jetzt dass mukti (Sanskrit) auf Pali mutti heisst. Werde mich deshalb aber nicht umbenennen in "mutti", das könnte zu Missverständnissen führen :D
Hm nibbana steht gar nicht dabei, das ist dann vielleicht der Überbegriff für das alles.

Gruß mukti
Nichts
Alen Watts

So in etwa: es gibt kein Etwas ohne Nichts
Naja...
Wenn nichts ist, dann kann nichts werden.
Wenn aber das Nichts ist, dann wird auch was anderes. 8)
Die Kontemplation über das NICHTS kann einem das Hirn zu Brei umwandeln.

Ich versuche mir manchmal das leere Universum als NICHTS vorzustellen. Da es aber dreidimensional ist, ist da schon wieder ETWAS, nämlich eine Struktur. Wenn außerhalb des Universums nichts wäre so wären wir doch darin und somit wäre es kein (absolutes) NICHTS. Da wir existieren kann es DAS absolute NICHTS wohl gar nicht geben, sondern nur die (lokale) Abwesenheit von etwas. Vielleicht ist es mit dem NICHTS wie mit dem Universum selbst: Es lässt sich durch unseren begrenzten Intellekt nicht erfassen (nicht mal annähernd).

LG

Milou (mit dampfendem Hirn :mrgreen: )
Such einfach "deinen Geist" oder "dich" und du findest nichts. Wohlgemerkt "nichts" und nicht "das (oder ein) Nichts". 8)
Milou hat geschrieben:
Die Kontemplation über das NICHTS kann einem das Hirn zu Brei umwandeln.

Ich versuche mir manchmal das leere Universum als NICHTS vorzustellen. Da es aber dreidimensional ist, ist da schon wieder ETWAS, nämlich eine Struktur. Wenn außerhalb des Universums nichts wäre so wären wir doch darin und somit wäre es kein (absolutes) NICHTS. Da wir existieren kann es DAS absolute NICHTS wohl gar nicht geben, sondern nur die (lokale) Abwesenheit von etwas. Vielleicht ist es mit dem NICHTS wie mit dem Universum selbst: Es lässt sich durch unseren begrenzten Intellekt nicht erfassen (nicht mal annähernd).

LG

Milou (mit dampfendem Hirn :mrgreen: )


:lol:

Super Beitrag,
erkenne mich darin wieder !

LG
[quote="Milou"
Milou (mit dampfendem Hirn :mrgreen: )[/quote]

Vielleicht die Kontemplation über das Nichts besser in die kalte Jahreszeit legen…
8)
bei diesem Thema ist mir in die Erinnerung gekommen
wie ich mal einem Sekundenschlaf verfallen bin.
Daraus plötzlich aufzu-wachen ist ein echter Schock !!!

Im ersten Nu weißt Du überhaupt nicht, wer, wo oder was Du bist . . .


:shock:
Lass Dich niedersinken in den allertiefsten Grund,
sinke in Dein Nichts.
Hieltest Du von irgendeiner deiner Tätigkeiten oder Übungen irgend etwas,
so als ob es einen Wert habe, so wäre es besser, daß Du nichts tätest
und dich in dein lauteres Nichts kehrtest,
in deine Untauglichkeit,dein Unvermögen,
als daß du in großer Wirksamkeit stündest,
innen oder außen, und dein Nichts vergäßest.


Johannes Tauler
predigten
brigittefoe hat geschrieben:
...
"Hieltest Du von irgendeiner deiner Tätigkeiten oder Übungen irgend etwas,
so als ob es einen Wert habe, so wäre es besser, daß Du nichts tätest"


Wollen wir voller Dankbarkeit und Demut

  • auf alle Landwirte sehen, die bei jedem Scheißwetter rausgehen, damit wir etwas zu essen haben und die um den Wert ihrer Tätigkeit wissen
  • auf alle Bauarbeiter sehen, die einen anstrengenden, körperlich auslaugenden Beruf erfüllen, damit wir ein Dach über dem Kopf haben, damit es Schulen, Läden und Krankenhäuser gibt und die um den Wert ihrer Tätigkeit wissen
  • auf alle Krankenschwestern und Pfleger sehen, die 24/7 viel zu lange Schichten für einen zu geringen Lohn arbeiten und denen trotzdem nur selten der gute Mut ausgeht und die um den Wert ihrer Tätigkeit wissen
  • auf alle Lehrer sehen, die eine langfristige Ausbildung auf sich nehmen um ihren undankbare Aufgabe mit viel Engagement zu erfüllen und die um den Wert ihrer Tätigkeit wissen
  • auf alle Mütter sehen, die sich sorgend um ihre Kinder kümmern und die wichtigste Aufgabe der Welt erfüllen und die um den Wert ihrer Tätigkeit wissen und viel zu selten anerkannt werden
  • darf fortgesetzt werden

Amen :rose:
"Ich weiß einen, einen höchsten Freund Gottes, der ist alle seine Tage ein Ackermann gewesen, mehr als vierzig Jahre und ist es noch. Und er fragte einst unsern Herrn, ob er wollte, dass er sich dessen begebe und in die Kirche sitzen ginge. Da sprach er: nein, er solle das nicht tun; er solle sein Brot mit seinem Schweiße gewinnen, seinem [Christi] edlen teuren Blut zu Ehren."

Aus: Über den geistlichen Wert weltlicher Arbeit. Johannes Tauler: "Predigten", übertragen und eingeleitet von Walter Lehmann, verlegt bei Eugen Diederichs, Jena 1913, Bd. 1, Predigt Nr. 42: Divisiones ministracium sunt, idem autem spiritus, Seite 189 f.
Das Nichts ist nur ein theoretisches Problem.
Praktisch ist es immer und überall.
Greifbar nah – an und in einem.
Am besten dient man ihm mit Arbeit. In und aus sich.
Läßt es an sich heran.


Peter Rudl (*1966), deutscher Aphoristiker
brigittefoe hat geschrieben:
Das Nichts ist nur ein theoretisches Problem.
Praktisch ist es immer und überall.
Greifbar nah – an und in einem.
Am besten dient man ihm mit Arbeit. In und aus sich.
Läßt es an sich heran.


Peter Rudl (*1966), deutscher Aphoristiker


Warum sollte man einem Nichts, dass es nicht gibt, mit Arbeit dienen? Zu welchem Zweck?
IkkyuSan hat geschrieben:
brigittefoe hat geschrieben:
Das Nichts ist nur ein theoretisches Problem.
Praktisch ist es immer und überall.
Greifbar nah – an und in einem.
Am besten dient man ihm mit Arbeit. In und aus sich.
Läßt es an sich heran.


Peter Rudl (*1966), deutscher Aphoristiker


Warum sollte man einem Nichts, dass es nicht gibt, mit Arbeit dienen? Zu welchem Zweck?


"In und aus sich. "
Na komm, das ist doch eine tolle Erklärung :mrgreen:

"In und am Rand des wahrnehmbaren Äußerlichen" oder "aus der Mitte des wahrnehmbaren Selbst" oder so etwas ähnliches klingt doch noch viel aufregender.

Ich könnte mit 2 Stunden Aufwand einen Generator für dumpfe Phrasen mit solchen kranken religiösen Worthülsen programmieren der alle anderen in den Schatten stellen würde.
Ok, ich bin nicht mehr jung, also etwa 4 Stunden Programmieraufwand,,,

Was bedeuten diese dümmlichen Phrasen?

"Greifbar nah – an und in einem. "
"In und aus der Mitte des vermittelbar erfahrbaren heraus erlebbar. "
"Bedeutungsvoll jenseits aller vorstellbaren Erfahrung"
"Die innere Gewissheit des Seins"
"In und aus sich. "
Na komm, das ist doch eine tolle Erklärung :mrgreen:


:P :mrgreen:

Ja, super Beitrag fotost! Ich habe auch manchmal das Gefühl, dass manche Sachen irgendwie zusammengeschustert wurden, ohne dass sie wirklich Sinn ergeben - aber halt "toll" klingen.

Das ist in etwa so, wie manche ihre Gespräche mit fachlichen Termini aufwerten wollen, so dass "minderbemittelte" Geister dann geblendet werden. Ich kannte mal jemanden, der hat ständig die genauen Wortlaute von der Zeitung "Die Zeit" verwendet und darüber hinaus konnte er auch nicht informieren. Dies fiel halt mal auf, weil er die Zeitung bei sich zu Hause auf dem Tisch hatte.

Doch natürlich machen wir dies selbst auch ganz oft, z.B. wenn wir Weisheiten zum Besten geben, die von Buddha geklaut sind oder von anderen. Auch angelesen. Aber die Erfahrung? Das können wir überprüfen. Ich machte das mal und fand heraus, dass ich zu 90% nur labere. Kein guter Schnitt. Aber doch realistisch und pragmatisch betrachtet - eine korrekte Zahl.

Solche Wortphrasen, wie Zitiertes oben, sind aber offensichtlich nicht aus einer Erfahrung geschöpft. Denn sie machen überhaupt keinen Sinn, auch nicht "Zen mäßig" :? :nohear:
Danke IkkyuSan,

leider ist unser Forum eine ziemlich reiche Quelle für kurze, wirre, für den Zusammenhang verlorene Satzfetzen...

erlaube mir zu erwidern

Das Leben im Daseinskreislauf ist letztlich leidvoll.
Ursachen des Leidens sind Gier, Hass und Verblendung.
Erlöschen die Ursachen, erlischt das Leiden.
Zum Erlöschen des Leidens führt der Edle Achtfache Pfad.


Ich kann nicht beurteilen. ob dies (die Fassung der DBU) die beste oder endgültige Übersetzung der Worte Buddhas ist.
Wer etwas besseres hat, möge sich melden

Wer ist online?

Insgesamt sind 2 Besucher online. Im Detail: 0 sichtbare Mitglieder (oder Bots), 0 unsichtbare Mitglieder und 2 Gäste
Der Besucherrekord liegt bei 214 Besuchern, die am 27.02.2017 23:21 gleichzeitig online waren.

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste