Gnostik und Buddhismus

Moderator: void

Hallo,

ich sehe einige Parallelen von gnostischem Wissen und der buddhistischen Lehre. Vor allem der "Mara" Aspekt, was auf den "korrupten Demiurgen" hinauslaufen könnte. Auch die Geistesschulung hat so ziemlich die selben Inhalte, nämlich das niedere Ego zu transzendieren.

Was fällt euch so auf? Parallelen oder doch mehr Widersprüche?

Und vor allem: Gibt es "das Böse"? Gibt es eine Macht, die im Hintergrund agiert und Menschen manipulieren kann?
IkkyuSan hat geschrieben:
ich sehe einige Parallelen von gnostischem Wissen und der buddhistischen Lehre. Vor allem der "Mara" Aspekt, was auf den "korrupten Demiurgen" hinauslaufen könnte. Auch die Geistesschulung hat so ziemlich die selben Inhalte, nämlich das niedere Ego zu transzendieren.

Was fällt euch so auf? Parallelen oder doch mehr Widersprüche?

Und vor allem: Gibt es "das Böse"? Gibt es eine Macht, die im Hintergrund agiert und Menschen manipulieren kann?


Grüß Dich IkkyuSan,

ich sehe keinerlei Parallele zwischen gnostischem Wissen und der buddhistischen Lehre. :) Das hat vielleicht etwas damit zu tun, daß ich diesen ganzen Gnostiker Unfug nicht mag und mehr die helle Klarheit der wahren Lehre verfolge, aber für mich sind auch einfach die nachprüfbaren Ergebnisse zu unterschiedlich.

Zu der zentralen Frage - Gibt es "das Böse"?
Na klar. Wenn ich schwach werde, wenn ich Ablenkung oder Zweifel erlaube gibt es das Böse.

Darf ich Dich zum Thread Mara lenken?
Es sieht so aus, als ob wir beide zu ähnlicher Zeit ähnliche Gedanken verfolgen würden.
Ja ich verfolge den Thread, auch wenn ich nichts schreibe.

Wenn es auf faktische Beweise ankommt, dann sieht die Gnostik natürlich kein Land. Aber wer kann schon einen "Mara" beweisen? Es scheint ja tatsächlich so zu sein, dass er als Person beschrieben wird, so wie der klassische Teufel. Diese Ebene verfolge ich persönlich nicht. Die Symbolik finde ich aber interessant.

Zu der zentralen Frage - Gibt es "das Böse"?
Na klar. Wenn ich schwach werde, wenn ich Ablenkung oder Zweifel erlaube gibt es das Böse.


Ja und da könnte man nun fragen: Wo kommen die Zweifel her? Vom bösen Prinzip? Denn warum sollte man aus sich heraus zweifeln, wenn man doch den Weg bereits als "wahr" erkannt hat? Wer streut diese Zweifel? Wir selbst? Wozu?
IkkyuSan hat geschrieben:
Ja ich verfolge den Thread, auch wenn ich nichts schreibe.

Wenn es auf faktische Beweise ankommt, dann sieht die Gnostik natürlich kein Land. Aber wer kann schon einen "Mara" beweisen? Es scheint ja tatsächlich so zu sein, dass er als Person beschrieben wird, so wie der klassische Teufel. Diese Ebene verfolge ich persönlich nicht. Die Symbolik finde ich aber interessant.


Nur zur Frage der Symbolik. Ich verfolge die (ganz nebenbei ziemlich abgestorbene) monotheistische Diskussion nicht besonders, aber es ist doch interessant, daß es recht viele Satanisten zu geben scheint, die die (absolute) Existenz eines Bösen akzeptieren ohne ein (absolut) Gutes anzunehmen.

In diesem Sinne wäre ich neutral - ich sehe in mir die Chance mich für beides zu entscheiden :mrgreen:

IkkyuSan hat geschrieben:
Zu der zentralen Frage - Gibt es "das Böse"?
Na klar. Wenn ich schwach werde, wenn ich Ablenkung oder Zweifel erlaube gibt es das Böse.


Ja und da könnte man nun fragen: Wo kommen die Zweifel her? Vom bösen Prinzip? Denn warum sollte man aus sich heraus zweifeln, wenn man doch den Weg bereits als "wahr" erkannt hat? Wer streut diese Zweifel? Wir selbst? Wozu?


Muss es ein "Wer" sein? Oder könnte es etwas Abstraktes wie "die Natur", "das Sein" oder so etwas Ähnliches sein?

Am Ende läuft es auf eine einfache Antwort hinaus. Bin ich bereit, die Verantwortung für meine Taten zu tragen?
IkkyuSan hat geschrieben:

Ich sehe einige Parallelen von gnostischem Wissen und der buddhistischen Lehre.


Da bist du nicht der einzige: https://en.wikipedia.org/wiki/Buddhism_and_Gnosticism
IkkyuSan hat geschrieben:
Ja ich verfolge den Thread, auch wenn ich nichts schreibe.

Wenn es auf faktische Beweise ankommt, dann sieht die Gnostik natürlich kein Land. Aber wer kann schon einen "Mara" beweisen? Es scheint ja tatsächlich so zu sein, dass er als Person beschrieben wird, so wie der klassische Teufel. Diese Ebene verfolge ich persönlich nicht. Die Symbolik finde ich aber interessant.

Zu der zentralen Frage - Gibt es "das Böse"?
Na klar. Wenn ich schwach werde, wenn ich Ablenkung oder Zweifel erlaube gibt es das Böse.


Ja und da könnte man nun fragen: Wo kommen die Zweifel her? Vom bösen Prinzip? Denn warum sollte man aus sich heraus zweifeln, wenn man doch den Weg bereits als "wahr" erkannt hat? Wer streut diese Zweifel? Wir selbst? Wozu?
Der Zweifel der das Böse erzeugt ist das ich nicht mehr erkennen kann das alles was mir begegnet mein Leben ist, das es da eben keinen Unterschied gibt. Das Böse erscheint wenn ich glaube das alles Leben das mir begegnet auch mein Leben ist und genau so wie ich, mein Leben, ist. Der Zweifel erscheint wenn ich Mein Leben gleich dem anderen Leben setze. Wenn sich Mein Leben, ein Leben, nicht mehr im Fluss mit allem Lebenden befindet, wenn nicht mehr erkannt wird das es nur Leben gibt und Mein Leben eben ein ganz besonderes ist, doch nicht mehr erkannt wird das jedes Leben ein ganz besonderes ist.
Wo beginnt also das Böse? Was glaubst Du wer ich bin? Das ist meins, gib es her! Das mach ich nicht das gehört nicht zu meinen Aufgaben! Mach das und das, oder willst Du das ich dich verlasse? Du meine Güte kannst Du den nichts verstehen? Das kannst Du sowieso nicht! Wenn Du schon was tust dann stör mich wenigstens nicht!
Jedes Leben ist ein besonderes Leben, weil jedes Leben sich in den Bedingungen mit den Bedingungen zu einen lebenden Wesen entwickelt das durch die Bedingung lebend zu sein mit allem Leben zu Mein Leben entwickelt das untrennbar mit allen anderen Mein Leben sein wird. Jede Zelle hat mein Leben und arrangiert sich mit allen anderen Zellen die eben auch ihr Mein Leben sind.
Hallo,

super Link kanshiketsu, ist sehr interessant :like:


Ellviral:

Der Zweifel der das Böse erzeugt ist das ich nicht mehr erkennen kann das alles was mir begegnet mein Leben ist, das es da eben keinen Unterschied gibt.


Naja, ich weiß nicht so recht...ob ich Merkel als mein erkennen soll, leuchtet mir nicht so recht ein. Gnostik steht ja für einen strikten Dualismus, mit klaren Grenzen, wäre quasi das Gegenteil von dem, was du meinst. Oder?


fotost:

Nur zur Frage der Symbolik. Ich verfolge die (ganz nebenbei ziemlich abgestorbene) monotheistische Diskussion nicht besonders, aber es ist doch interessant, daß es recht viele Satanisten zu geben scheint, die die (absolute) Existenz eines Bösen akzeptieren ohne ein (absolut) Gutes anzunehmen.

In diesem Sinne wäre ich neutral - ich sehe in mir die Chance mich für beides zu entscheiden


Also so wie ich Satanismus verstehe, geht es einfach nur um die Verherrlichung von sich selbst und den Trieben, die man verspürt. Statt sie auszudünnen, werden sie verstärkt, da Satan das Tier ist, und somit alles tierische gut. Ist quasi die Antithese zu jeder Religion. Anton La Vey wollte ja, dass der Satanismus bzw. seine Anschauungen Mainstream werden. Dies ist ihm geglückt. Satanismus ist für mich die Anschauung, die jeder 16jährige heutzutage vertritt - Selbstverherrlichung, Narzissmus, Konsum, freie Liebe usw.


Muss es ein "Wer" sein? Oder könnte es etwas Abstraktes wie "die Natur", "das Sein" oder so etwas Ähnliches sein?

Am Ende läuft es auf eine einfache Antwort hinaus. Bin ich bereit, die Verantwortung für meine Taten zu tragen?


Der "Wer" sind die Mittelsmänner, oder Einflüsterer. Auch Archonten genannt. Ich weiß nicht, ob es da buddhistische Entsprechungen gibt. Der Demiurg an sich ist etwas abstraktes, genauso wie Logos, Nous, Spirit usw.

Die Verantwortung für seine Taten sollte man natürlich immer tragen.
kanshiketsu hat geschrieben:
IkkyuSan hat geschrieben:

Ich sehe einige Parallelen von gnostischem Wissen und der buddhistischen Lehre.


Da bist du nicht der einzige: https://en.wikipedia.org/wiki/Buddhism_and_Gnosticism


Zur Vertiefung habe ich mal die Liste der Gemeinsamkeiten aus dem Wiki Link kopiert:

Liberation or salvation can be achieved by a liberating insight, namely gnosis or jnana
Ignorance, or a lack of insight, called agnosis or avidhya, is the root cause of entrapment in this world
Liberating insight can be achieved by interior revelation, not by external knowledge
Both systems give a hierarchical ordering of spiritual attainment, from blind materialism to complete spiritual attainment
Wisdom, as the feminine principle personified in Sophia and prajna, plays an important role in both religions
Myth is preferred over historical fact; the Christ and the Buddha are not mere historical figures, but archetypal primordial beings
Both systems have antinomianistic tendencies, that is, a disregard for rules and social conventions in higher spiritual attainments
Both systems are intended for spiritual elites, not for the masses, and have hidden meanings and teachings
Both systems are monistic, aiming at a metaphyscial oneness beyond the multiplicity of the phenomenal world.
Hi,
wenn ihr schon bei Maro Dusi seid, möchte nur bemerken, dass ihn gibt. G.Buddho bezeichnet ihn als den Bösen. Ich kenne ihn und habe mich schon bei ihm entschuldigt, weil ich ihn angelogen habe!
Nach Maro Dusi kommt Brahma!
kesakambalo hat geschrieben:
Hi,
wenn ihr schon bei Maro Dusi seid, möchte nur bemerken, dass ihn gibt. G.Buddho bezeichnet ihn als den Bösen. Ich kenne ihn und habe mich schon bei ihm entschuldigt, weil ich ihn angelogen habe!
Nach Maro Dusi kommt Brahma!
und dann die Zuflucht bei mir.

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