Realität

Moderator: void

Die tagtägliche Realität des Dialogs der 'Kulturen' die, in unserem Land inzwischen Alltag ist

http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/afghanischer-christ-in-berlin-verpruegelt-15194831.html
ich würde eher sagen, dass das leider weltweit alltägich ist.
Manchmal denk ich es geht darum, den eigenen Hass ohne störendes, schlechtes Gewissen ausleben zu können und da kommt eine Religion ganz gelegen, wenn sie ein heiliges Feindbild bietet. Zur Not tut es aber auch eine Gruppierung, die das selbe, weltliche Feindbild hat, aber der Hass kann ja auch dann nicht ganz falsch sein, wenn er auch erwiesenermaßen von Anderen empfunden wird. Zumindest gibt es dann weniger Grund, ihn künstlich zu unterdrücken.
Holzklotz hat geschrieben:
ich würde eher sagen, dass das leider weltweit alltägich ist.
Manchmal denk ich es geht darum, den eigenen Hass ohne störendes, schlechtes Gewissen ausleben zu können und da kommt eine Religion ganz gelegen, wenn sie ein heiliges Feindbild bietet. Zur Not tut es aber auch eine Gruppierung, die das selbe, weltliche Feindbild hat, aber der Hass kann ja auch dann nicht ganz falsch sein, wenn er auch erwiesenermaßen von Anderen empfunden wird. Zumindest gibt es dann weniger Grund, ihn künstlich zu unterdrücken.


Ja, sicher. Es ist inzwischen weltweit alltäglich. Ich möchte es trotzdem nicht als solches akzeptieren.

Der Rest Deiner Antwort ist mir zu undeutlich.

Hass ist falsch! Egal unter welchen Bedingungen.
Mord ist falsch! Egal unter welchen Bedingungen.
fotost hat geschrieben:
Hass ist falsch! Egal unter welchen Bedingungen.
Mord ist falsch! Egal unter welchen Bedingungen.

Ich würde mal so formulieren: "ausgelebter Hass ist verblendet und Mord kann daraus resultieren"
Man kann aufsteigenden Hass nicht verhindern, aber ihn zur Grundlage für seine Handlungen zu machen ist nicht zwingend erforderlich.

Warum genau hast Du denn diesen Thread erstellt?
Mir ist das noch nicht ganz klar. Vielleicht war ich auch deswegen so undeutlich.
Unter Afghansischen Flüchtlingen geht sehr die Angst um, weil die Abschiebepraxis immer härter wird. Einige christliche Gruppen nutzen diese Verzweiflung aus, indem sie vermehrt in dieser Gruppe missionieren und in Aussciht stellen, dass so ein Taufschein einem den Aufenthalt sichert:


Schon jetzt sind sehr viele Afghanen am Rande ihrer psychischen Belastbarkeit. Je mehr es den Betroffenen dämmert, dass sie wahrschienlich zurück müssen, desto mehr nehmen Selbstmordgedanken aber auch massive Gewalt untereinander zu.

Ich stelle mir mal vor, ich müsste da in Hass und Elend zurück, meine Töchter müssten sich vollverschleiern, ich hätte jede nNcht Angst und mein Sohn könnte das mit dem Studium knicken. Und dann gehe ich die Strasse entlang und erblicke jemand, der mutmasslich hierbeleiben darf, weil er mit mit den Halelljaschlümpfen in der Freikirche einen auf Jesus heuchelt.

Missionierung und Taufscheinhandel bei Flüchtlingen

Wenn die Flüchtlingshelfer Hintergedanken hegen
void hat geschrieben:
Ich stelle mir mal vor, ich müsste da in Hass und Elend zurück, meine Töchter müssten sich vollverschleiern, ich hätte jede nNcht Angst und mein Sohn könnte das mit dem Studium knicken. Und dann gehe ich die Strasse entlang und erblicke jemand, der mutmasslich hierbeleiben darf, weil er mit mit den Halelljaschlümpfen in der Freikirche einen auf Jesus heuchelt.

Ganz schön viel Spekulation über die zugrunde liegenden Motive.
Könnte ja genausogut sein, dass es sich um islamistisch aufgeheizte Vollpfosten handelt, bei denen eine Abschiebung dringend anzuraten ist.
Holzklotz hat geschrieben:
...
Warum genau hast Du denn diesen Thread erstellt?
Mir ist das noch nicht ganz klar. Vielleicht war ich auch deswegen so undeutlich.


Du kennst das Pfeil Gleichnis?
Zieh erst mal den Pfeil raus, dann sehen wir weiter :)
Ich empfinde derartige Meinungsäußerungen als sehr unwissend. Und die von Holzklotz gegebenen Antworten eher weise.
Wie kann ein aufgeklärter Mensch überhaupt noch auf die Idee kommen, dass es derartige Auswüchse nicht mehr geben könnte. Es gab noch nie eine Zeit, in der Menschen nicht bedroht wurden. Und es wird auch nie eine Zeit geben, die frei ist von Hass und Gier.

Da gibt es noch die Frage, wieso die buddhistische Bevölkerung in Myanmar die islamische Minderheit verachtet und peinigt. Das ist dann wohl der vorhergesagte Untergang des Buddhismus.
_()_ Monika
fotost hat geschrieben:
Holzklotz hat geschrieben:
...
Warum genau hast Du denn diesen Thread erstellt?
Mir ist das noch nicht ganz klar. Vielleicht war ich auch deswegen so undeutlich.


Du kennst das Pfeil Gleichnis?
Zieh erst mal den Pfeil raus, dann sehen wir weiter :)

sooo unwichtig ist die Frage glaub nicht :)

Wenn ich so ein Video von einem IS-Mann sehe, der selbstgerecht den Finger in die Luft streckt, um danach jemand den Kopf von den Schultern zu sägen, dann kann es gut sein, dass ich diesen Typen erstmal hasse, aber mein Hass ist dann nicht besser als Seiner, nur weil sich Meiner schöner begründen lässt. Es geht beim Hass nicht darum ob er gerechtfertigt ist, aber wenn man in ihm einen verwertbaren Hinweis für sein Leben sieht, dann hat man ein Problem.
Holzklotz hat geschrieben:
fotost hat geschrieben:
Holzklotz hat geschrieben:
...
Warum genau hast Du denn diesen Thread erstellt?
Mir ist das noch nicht ganz klar. Vielleicht war ich auch deswegen so undeutlich.


Du kennst das Pfeil Gleichnis?
Zieh erst mal den Pfeil raus, dann sehen wir weiter :)

sooo unwichtig ist die Frage glaub nicht :)

Wenn ich so ein Video von einem IS-Mann sehe, der selbstgerecht den Finger in die Luft streckt, um danach jemand den Kopf von den Schultern zu sägen, dann kann es gut sein, dass ich diesen Typen erstmal hasse, aber mein Hass ist dann nicht besser als Seiner, nur weil sich Meiner schöner begründen lässt. Es geht beim Hass nicht darum ob er gerechtfertigt ist, aber wenn man in ihm einen verwertbaren Hinweis für sein Leben sieht, dann hat man ein Problem.


Ganz ehrlich, ich gehe Videos oder Nachrichten mit Inhalten, wie Du sie beschrieben hast aus dem Weg. Ich kann es schlecht ab.

Weiter ehrlich - bei Leuten wie dem von Dir genannten IS-Mörder sehe ich beinahe keinen Hass. Der nimmt seine Opfer fast überhaupt nicht als Menschen wahr; da geht es nur um zu entsorgendes Material. Lies mal die Aussagen von SS Leuten aus Nazi Vernichtungslagern.
Wenn ich ein Geistesgift hier benennen sollte wäre es eher unvorstellbare Verblendung.

Und da dürfte bei dem IS-Mann zum Tragen kommen, was auch bei der Lager-SS gewirkt hat.
Da sind weitgehend ungebildete, junge Versager plötzlich innerhalb von Tagen in eine Situation gekommen in der sie wichtig waren und Macht, absolute Macht hatten. Schon für einen gereiften und aufgeklärten Menschen keine einfache Aufgabe.

Ich strebe nicht nach Macht und versuche Verblendung abzustreifen, soweit es mir möglich ist.
Vielleicht ist das ein Grund weshalb mich Abbildungen solcher Verbrechen zutiefst abstoßen.
Es handelt sich natürlich wieder um Religionskritik, mir selber ist das zu oberflächlich. Wenn es nicht Kreuz wäre oder Schleier oder das Doppelkreuz der Schiieten oder die Kippa... dann wäre es halt was anderes. Und was ist mit Geschlechtsdiskriminierender Gewalt oder Homophobe usw. usf.
An der See war so ne Motorradclique die trugen eiserne Kreuze, da hab ich auch gemerkt, mir kommt die Abscheu hoch. Aber die sind halt dumm.
fotost hat geschrieben:
Ich strebe nicht nach Macht und versuche Verblendung abzustreifen, soweit es mir möglich ist.
Vielleicht ist das ein Grund weshalb mich Abbildungen solcher Verbrechen zutiefst abstoßen.


Das verstehe ich nicht. Hätten die Opfer, die Unmenschlichkeit ein Gesicht, wüsste man oder erinnerte man sich daran, dass sie existiert, wenn es keine Darstellungen oder Zeugenaussagen gäbe, die auch Beachtung finden ?
Ein geldsammelnder (für Anwälte und Non-Profit-Orga) Iraner zeigte mir heute unter anderen (furchtbaren Bildern) das Gesicht einer jungen Frau, einer Menschenrechtlerin, die, nach seiner Aussage in kurzer Zeit hingerichtet werden wird.
Wenn es die Bilder eines gewissen Fotografen aus einem Iraner Frauengefängnis nicht gäbe, die wo minderjährige Mädchen zeigen, die auf ihre Hinrichtung warten, was wüssten wir dann, dass es dies gibt, und das einige unter ihnen sterben werden, weil sie vergewaltigt wurden ?
Du hast da gewisse Befindlichkeiten. Verblendung überwindet sich nicht durch Ignoranz. Aber auch nur ganz wenig nur durch Aufklärung. Ich hab das früh kapiert, als ich mein erstes Lehrjahr antrat und im Hof des Internates andere Jugendliche Hitlers Geburtstag feierten. Wir hatten ja jahrelang Aufklärung zum Faschismus, die Weltkriege, Antisemitismus usw. Der Besuch eines KZ war Pflichtprogramm. Und dennoch ... Wenn du mich fragst, es ist der Mut zur Präsenz der uns menschlich sein lässt. Wie willst du anders gedenken ? Das ist doch das mindeste, ein Funke an Gedenken.
Wieso steht das jetzt unter Geistesgifte ? Hass Gier und Verblendung sind die Realität.
"Ganz ehrlich, ich gehe Videos oder Nachrichten mit Inhalten, wie Du sie beschrieben hast aus dem Weg. Ich kann es schlecht ab."

So mache ich das mit jeder Form von Gewalt weil ich es nicht ändern kann und das Interesse es ändern zu wollen verschwindet auch so langsam. Das hat sich in den letzten 10.000 Jahren nicht geändert und ich kleines Menschlein nehme mir nicht mehr herraus da etwas in den wenigen Jahrzehnten meines Daseins etwas ändern zu können. Es hat bisher noch nicht funktioniert - dann wird es auch in Zukunft nicht. Nicht mehr mein Problem. Ich möchte in Ruhe leben, tue dies auch und jeder der meint er müsste sich den Kopf einschlagen - bitteschön, viel Spass.
keks hat geschrieben:
"Ganz ehrlich, ich gehe Videos oder Nachrichten mit Inhalten, wie Du sie beschrieben hast aus dem Weg. Ich kann es schlecht ab."

So mache ich das mit jeder Form von Gewalt weil ich es nicht ändern kann und das Interesse es ändern zu wollen verschwindet auch so langsam. Das hat sich in den letzten 10.000 Jahren nicht geändert und ich kleines Menschlein nehme mir nicht mehr herraus da etwas in den wenigen Jahrzehnten meines Daseins etwas ändern zu können. Es hat bisher noch nicht funktioniert - dann wird es auch in Zukunft nicht. Nicht mehr mein Problem. Ich möchte in Ruhe leben, tue dies auch und jeder der meint er müsste sich den Kopf einschlagen - bitteschön, viel Spass.


Das habe ich so nicht gemeint. Ich kann es ganz einfach nicht mehr ab - ich schlafe dann schlecht und fühle mich niedergeschlagen.

Ich will weder die Arbeit vieler Menschen, die sich dem Aufzeigen von realen Problemen und der Berichterstattung verschrieben haben noch die sachliche Information in ihrem Wert mindern.
Der Tod so vieler Journalisten und Reporter und ihre Verfolgung in totalitären Staaten zeigt, wie gefährlich dieser Einsatz für die Wahrheit ist.
fotost hat geschrieben:
keks hat geschrieben:
"Ganz ehrlich, ich gehe Videos oder Nachrichten mit Inhalten, wie Du sie beschrieben hast aus dem Weg. Ich kann es schlecht ab."

So mache ich das mit jeder Form von Gewalt weil ich es nicht ändern kann und das Interesse es ändern zu wollen verschwindet auch so langsam. Das hat sich in den letzten 10.000 Jahren nicht geändert und ich kleines Menschlein nehme mir nicht mehr herraus da etwas in den wenigen Jahrzehnten meines Daseins etwas ändern zu können. Es hat bisher noch nicht funktioniert - dann wird es auch in Zukunft nicht. Nicht mehr mein Problem. Ich möchte in Ruhe leben, tue dies auch und jeder der meint er müsste sich den Kopf einschlagen - bitteschön, viel Spass.


Das habe ich so nicht gemeint. Ich kann es ganz einfach nicht mehr ab - ich schlafe dann schlecht und fühle mich niedergeschlagen.

Ich will weder die Arbeit vieler Menschen, die sich dem Aufzeigen von realen Problemen und der Berichterstattung verschrieben haben noch die sachliche Information in ihrem Wert mindern.
Der Tod so vieler Journalisten und Reporter und ihre Verfolgung in totalitären Staaten zeigt, wie gefährlich dieser Einsatz für die Wahrheit ist.

Also meine Herangehensweise ist kurz gesagt: "Die Dosis macht das Gift"
Ich will einerseits nicht die Augen vor der real existierenden Grausamkeit verschließen, nur um meine Ruhe zu haben und andererseits will ich mich nicht davon gefangen nehmen lassen und dadurch blockiert werden.
Wenn ich dieses Leben in dieser Welt voll und ganz akzeptieren will, dann darf meinem Gefühl nach auch das unbegreiflich schädliche Verhalten zu dem Menschen fähig sind nicht separiert werden, um in einer künstlich abgegrenzten, spirituellen Welt unter zu tauchen.
Dass sich innerer Widerstand gegen solche Bilder und Nachrichten regt finde ich zutiefst menschlich, aber diesen Widerstand halte ich lieber aus, als zu versuchen ihn zu verhindern oder zu umgehen. Auch wenn jeder scheinbar nur für sich seiner spirituelle Praxis nachgeht üben wir doch in Wirklichkeit in einem größeren Kontext, den man z.B. mit "Menschheitsleib" beschreiben könnte.

Ich will mich nicht in einen Teil des Lebens zurück ziehen, mit dem es mir möglich ist Frieden zu schließen. Da bin ich stur. Entweder ganz oder garnicht.
Man separiert nicht indem man es nicht mehr anschaut, sondern man weiss, dass das in dieser Welt niemals anders sein wird und interessiert sich aus diesem Wissen herraus nicht mehr daran.

Um am Leiden der Menschen teilzuhaben und Mitgefühl zu fördern genügt ein Blick in Geschichtsbücher. Nachrichtensendungen etc sind dafür nicht zwingend nötig.
Holzklotz hat geschrieben:
Ich will mich nicht in einen Teil des Lebens zurück ziehen, mit dem es mir möglich ist Frieden zu schließen. Da bin ich stur. Entweder ganz oder garnicht.


Irgendwie geht der letzte Teil des Threads daneben.
Wenn Du (oder jemand anderes) zurück lesen möchte. die Ablehnung die ich ausgedrückt habe ging gegen ein erwähntes Video von IS Mitgliedern, die Menschen Köpfe abgeschnitten haben (und ähnliches - Menschen lebendig in Drahtkäfigen verbrennen, hinter Jeeps zu Tode schleifen etc.).

Jeder sollte wissen, daß dies geschieht; das halte ich für wichtig. Über die Art und Weise der Information sollte jeder selbst entscheiden.
Friede ist ein hohes Gut, auch der Friede mit und in sich selbst.

Erlaube mir ein Beispiel aus einem anderen Bereich. Jedem Buddhisten ist klar, daß es keine ewige perfekte Gesundheit geben kann. Das ist etwas, das Dich und mich und jeden viel direkter persönlich betrifft (Leben ist mit Leiden verknüpft) als das Schlachten im Irak oder in Syrien.
Für mich folgt unter anderem daraus, daß das Wissen über die Hauptkrankheiten in unserer Gesellschaft und Zeit und das Wissen um ein Gesundheit erhaltendes Verhalten zur Allgemeinbildung gehört und vermittelt werden sollte. Der Anteil der Mönchsregeln, der sich um Medizin kümmert ist zB. ziemlich hoch.

Schule und ÖR Medien sind unter anderem in der Pflicht. Das heißt aber nicht, daß ich mir unbedingt blutige OP-Videos ansehe, auch wenn dies eben auch ein Teil des Lebens ist.

Was hältst Du davon, wenn wir an anderer Stelle einen neuen Thread starten über das Thema 'Kontemplation des Todes'? Ein Thema, das Buddha so wichtig gewesen ist wie kaum ein anderes?

Buddha hat seinen Anhängern (wenigstens denen, die Mönche wurden) empfohlen, Leichenverbrennungsplätze zu besuchen wenn ich mich nicht irre und über die Endlichkeit der persönlichen Existenz unter Anschauung sehr konkreter Beispiele zu meditieren.
Meiner Meinung nach geht es um das eigene Erkennen wann ich verblende, etwas glauben möchte und dabei nicht mehr wahrnehmen will was ich wahrnehme oder dieses Uminterpretiere. Wenn ich das Ver-Wegblenden in dem Augenblick erkenne in dem ich es tu dann gibt es die Möglichkeit mit: Das will ich. Das will ich nicht. Da wende ich mich ab, da kann ich nichts ohne eigenen Gefährdung tun. Reagieren. Dann hab ich eine Wahl. Dann kann ich hilfreich handeln auch mit Handeln das als Gier, Hass, Gefühllos bewertet werden wird. Verblendung wird ein Geistesgift wenn ich an meine eigene Meinung glaube. Meine eigenen Dogmen, Prinzipien, mache. Diese sind meist im Einklang mit den anderen Gruppenmitgliedern.

Als Katholik kann ich nicht behaupten das der Evangelische ein mir gleicher Mensch ist. Machen das viele, gehen die Gruppendogmen verloren, weil sich immer mehr "Weichlinge" aus den Gruppen lösen. Das was in der Gruppe bleibt sind die die fanatisch an diese Dogmen festhalten. Die immer kleiner werdenden Gruppen gehen um so lautstarker mit der anderen um. Wenn eine Gruppe zu Gewalt greift und anfangen freie Menschen zu zermürben, eben weil sie frei sind von ihrer Gruppe, kann auch die andere Gruppe auf dieses Argument zurückgreifen, sich an diesem UnMenschen vergreift.

Ich glaube das das jeder in seiner Umgebung erkennen kann, Mobbing wird das genannt. Mehrere Gruppen machen Jagt auf gemeinsame Nichtmitglieder berufen sich aber auf eigene Werte. Der Feind ist der der sich nicht ganz den Dogmen der jeweiligen Gruppen unterwerfen kann. Gemobbt werden die Unentschiedenen oder die sich nicht mehr Entscheidenden.

Realität ist das es bei Kämpfen nicht um die gegeneinander stehenden Gruppen geht sondern um die die zu keiner Gruppe gehören. Es geht um die Anziehungskraft der Meinungen, Gruppen bekämpfen sich nicht sie kämpfen um mehr Mitglieder und Kampf zeigt nicht die Gewalt sondern die Kraft andere an sich zu binden. Die besseren Argumente glauben zu haben. Mist das nennt man ja Politik. Bei Politik geht es nicht um Meinungen sondern darum ob Gruppen stark genug werden um ihre Dogmen, Prinzipien, das an das sie glauben mit mehr Anziehungskraft zu versehen als die andere.
Ellviral hat geschrieben:
Als Katholik kann ich nicht behaupten das der Evangelische ein mir gleicher Mensch ist. Machen das viele, gehen die Gruppendogmen verloren, weil sich immer mehr "Weichlinge" aus den Gruppen lösen. Das was in der Gruppe bleibt sind die die fanatisch an diese Dogmen festhalten. Die immer kleiner werdenden Gruppen gehen um so lautstarker mit der anderen um. Wenn eine Gruppe zu Gewalt greift und anfangen freie Menschen zu zermürben, eben weil sie frei sind von ihrer Gruppe, kann auch die andere Gruppe auf dieses Argument zurückgreifen, sich an diesem UnMenschen vergreift.

den Gruppenmechanismus find ich gut beschrieben

fotost hat geschrieben:
Holzklotz hat geschrieben:
Ich will mich nicht in einen Teil des Lebens zurück ziehen, mit dem es mir möglich ist Frieden zu schließen. Da bin ich stur. Entweder ganz oder garnicht.

Irgendwie geht der letzte Teil des Threads daneben.
Wenn Du (oder jemand anderes) zurück lesen möchte. die Ablehnung die ich ausgedrückt habe ging gegen ein erwähntes Video von IS Mitgliedern, die Menschen Köpfe abgeschnitten haben (und ähnliches - Menschen lebendig in Drahtkäfigen verbrennen, hinter Jeeps zu Tode schleifen etc.).

Fand ich nicht daneben. Ich finde halt, dass man genau da, wo man sich innerlich sträubt sieht wo das eigene Übungsfeld ist. Da ist immer die Frage nach dem eigenen Welt- und Wunschbild (Siehe Threadthema "Realität"), bzw. wie man dieses Bild aufgeben kann, anstatt es zu übermalen oder rum zu radieren bis es einem gefällt. Das "Böse" ist ja zunächst mal eine Herausforderung an uns, zu zeigen, ob wir uns davon trennen lassen (trennen im Sinne vom Abschweifen in den Dualismus). Darf also etwas sein, obwohl es mir nicht gefällt und nie gefallen wird und vielleicht Emotionen in mir wach ruft die ich lieber nicht sehen würde?
Und da geb ich Dir recht, da ist man dann schlussendlich auch bei der Frage nach dem eigenen Tod und ob der akzeptabel ist.
So ein spiritueller Weg ist ja kein Zuckerschlecken, sondern geht mMn einher mit einem inneren Ringen um diese Trennungsgründe aufzuheben. Wenn man statt dessen nur versucht, es möglichst ruhig und friedlich zu haben, dann greift das irgendwo zu kurz. Wir sollen doch mutig sein und diese Sachen angehen und nicht davon laufen. Eigentlich ist gerade das Davonlaufen der einzige Trennungsgrund.
(Das meine ich jetzt ganz allgemein und ich hoffe das kam oder kommt nicht so rüber, als würde ich das hier jemandem ankreiden wollen. Die Diskussion hat mich halt auf diesen Punkt gebracht)

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