der Sprung ins Namenlose

Moderator: void

nescio hat geschrieben:
Hedin,

wäre es nicht angebracht auf die Gefühle gläubiger Menschen Rücksicht zu nehmen und sich in der Sprache zu mäßigen ? Ist das buddhistische Toleranz ?

Immerhin ist Glaube schon mal die richtige Richtung, auch wenn er noch nicht den gesamten Weg darstellt
Glaube ich immer und ohne Ausnahme der falsche Weg wenn nicht darauf hin gearbeitet wird Glauben in Daten zu wandeln. Alles auf Wirklichkeit überprüfen und seine Glauben finden und eliminieren ist der Weg zur Leidfreiheit.
nescio hat geschrieben:

Im Vergleich hierzu scheint mir namenlose Stille ein Gemütszustand zu sein, der Dualismen spontan verschwinden läßt und in den ein Mensch, wenn er ihn einmal gefunden hat, bei aller Hast und Sorge des Alltags immer wieder zurückzukehren vermag


So scheint religiöse Stille einem zarten Pflänzchen am Wegesrand gleichzukommen, das selbst von Pilgernden allzu oft übersehen wird und manchmal sogar, bei mangelnder Sensibilität eines gläubigen Menschen oder der dahinter stehenden Institution, in der Vergangenheit absichtlich zertreten wurde …
wofür es, wie bereits angedeutet, mit dem Dichter und Philosophen Friedrich Nietzsche ein gutes Beispiel in unserer abendländischen Kulturgeschichte gibt.

War der Dichter mit der ‚ewigen Wiederkehr des Gleichen‘ nicht auch den geheimnisvoll anmutenden, auf jene Stille hinweisenden Sprachmustern auf die Spur gekommen, selbst wenn er sie aus kulturellen Gründen vielleicht noch nicht richtig verstanden hatte ?

Steht ein in jungen Jahren durchaus zum christlichen Glauben hingezogener, sich hoffnungsvoll auf die Suche nach dem Sinn des Lebens begebender, doch am Ende vom religiösen Weg abgekommener Mensch namens Nietzsche somit nicht stellvertretend für viele von uns Christen ?


Übrigens,
in einem eher interkulturell gestalteten, buddhistische wie christliche Beiträge gleichermaßen berücksichtigenden Forum fühlen sich einige der Weggefährten bereits angesprochen, wie dem folgenden Querverweis zu entnehmen ist. Um den versartigen Charakter unserer Zeilen jedoch nicht zu beeinträchtigen wurde der Hinweis nicht als Link gesetzt sondern in normaler Schrift, denn diejeingen, denen der Weg wirklich am Herzen liegt, sollten nun in der Lage sein, sich selbst auf eine längere Suche zu begeben und hierfür auch eigene Beispiele heranzuziehen

www. religionsforum.fernöstliche religionen.die dunkle nacht der seele aus sicht eines sinnsuchers
nescio hat geschrieben:
www. religionsforum.fernöstliche religionen.die dunkle nacht der seele aus sicht eines sinnsuchers


Dort schreibt du ja sehr ehrlich, daß Buddhismus etwas ist was man sich "gewiß nicht antun muß":

nescio hat geschrieben:
Da am Ende jedoch, wie wir sehen, sowieso immer das gleiche herauskommt, muß man sich auf seinem Lebensweg eines gewiß nicht antun … einer anderen Religionsrichtung wie dem Buddhismus beitreten, auch wenn dieser dank seiner tiefen Weisheit und Toleranz sehr sympathisch wäre.


Wenn du statt in dem von dir genannten Forum in einem buddhistischen Forum schreibst - das eben für die da ist, die sich "Buddhismus antun" und wenn du dort zudem von "uns Christen" Schreibstil, dann strapaziert du die von dir gepriesene Toleranz
void hat geschrieben:
Dort schreibt du ja sehr ehrlich, daß Buddhismus etwas ist was man sich "gewiß nicht antun muß":


das ist wohl ein Mißverständnis


Buddhistische Meditation und chinesische Weisheit haben uns am Ende tiefe Einsichten in die Geheimisse unseres eigenen Daseins gewährt, weshalb ich fernöstliche Traditionen über alles schätze.

Einer anderen Religionsrichtung beizutreten geht allerdings weit darüber hinaus, weil es zudem, wenn man es (allzu) ernst meint, dein tägliches Leben grundsätzlich verändern kann.

So werde ich auch weiterhin ein Wanderer zwischen den Welten bleiben, die ‚Magie des Ostens‘ bewundernd und sich dennoch guten Gewissens der vernunftbasierten Errungenschaften der westlichen Kultur bedienend … denn nachhaltig verstanden ist beides kein Widerspruch mehr
nescio hat geschrieben:
void hat geschrieben:
Dort schreibt du ja sehr ehrlich, daß Buddhismus etwas ist was man sich "gewiß nicht antun muß":


das ist wohl ein Mißverständnis


Buddhistische Meditation und chinesische Weisheit haben uns am Ende tiefe Einsichten in die Geheimisse unseres eigenen Daseins gewährt, weshalb ich fernöstliche Traditionen über alles schätze.

Einer anderen Religionsrichtung beizutreten geht allerdings weit darüber hinaus, weil es zudem, wenn man es (allzu) ernst meint, dein tägliches Leben grundsätzlich verändern kann.

So werde ich auch weiterhin ein Wanderer zwischen den Welten bleiben, die ‚Magie des Ostens‘ bewundernd und sich dennoch guten Gewissens der vernunftbasierten Errungenschaften der westlichen Kultur bedienend … denn nachhaltig verstanden ist beides kein Widerspruch mehr

Jedoch, sei dir gewahr: Ein Bauer kann ein Arbeiter werden. Jedoch nie ein Arbeiter ein Bauer.

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