Buddhismus und KI

Moderator: void

kilaya hat geschrieben:
Der Lernfaktor, Empathiefähigkeit, Fähigkeit, mit Gefühlen umzugehen - dazu fehlten alle Grundlagen. Wären das Basisprogrammierungen gewesen, hätte die Geschichte besser ausgehen können.

:) :like:

Es gibt ja auch nicht nur extreme Emotionen.

Den Wert von Mitgefühl und Freundschaft zu lernen, zu erkennen, so auch die Freude, die daraus entstehen kann...

... dazu muss man auch erstmal davon ausgehen, dass das Potential dazu vorhanden ist...

... und das dann auch frühzeitig als Lernziel vorgeben...

:rainbow:
kilaya hat geschrieben:
Ich glaube bei Spacy muss man solche Kommentare immer im Kontext sehen. Der Name ist Programm - er möchte immer den Raum haben, alles tun zu können, was er will, auch wenn es schädlich für andere ist. Daher ein ständiger übersensibler Sensor für "Kontrolle". Aus Sicht der Bodhisattva-Einstellung ist aber nur dann ein möglichst grosser Raum für Freiheit gegeben, wenn eine gewisse Grundeinstellung vorherrscht. Wenn die Motivation stimmt, kann jemand fast tun was er will. Man könnte so eine von mir gewünschte Grundprogrammierung also in dem Sinne verstehen: ich würde am liebsten einer KI als Basis erstmal das Bodhisattva-Versprechen abnehmen. KI hat potentiell grosse Macht. Mit grosser Macht kommt grosse Verantwortung.

Entschuldige dich bei mir für diesen Mist - oder lösche meinen Account.
So wie Du teilweise austeilst, solltest Du ein wenig Kritik vertragen können. Ich entschuldige mich sicher nicht, weil ich hinter dieser Einschätzung stehe. Wenn Du Deinen Account löschen lassen willst, dafür bin ich nicht zuständig.
Die Beliebigkeit des Tötungswillens, den du mir unterstellst, !ehne ich ab.
Entschuldige dich, oder lösche mich!
Die Beliebigkeit des Tötungswillens, den du mir unterstellst, !ehne ich ab.

:?: :?:
Sowas habe ich weder geschrieben noch gemeint.

Um das sprachlich zu verdeutlichen: wenn ich sage, Du möchtest tun können, was Du willst, unterstelle ich damit selbstverständlich nicht, dass Du irgendetwas bestimmtes auch tun willst. Das sind zwei verschiedene paar Schuhe.

Entschuldige dich, oder lösche mich!

Wenn Du Deinen Account löschen lassen willst, schicke eine PN an "ajung"
Dazu ist hier sonst niemand berechtigt.
kilaya hat geschrieben:
Ich glaube bei Spacy muss man solche Kommentare immer im Kontext sehen. Der Name ist Programm - er möchte immer den Raum haben, alles tun zu können, was er will, auch wenn es schädlich für andere ist. Daher ein ständiger übersensibler Sensor für "Kontrolle". Aus Sicht der Bodhisattva-Einstellung ist aber nur dann ein möglichst grosser Raum für Freiheit gegeben, wenn eine gewisse Grundeinstellung vorherrscht. Wenn die Motivation stimmt.


Ich glaube, es ist keine Angst vor Kontrolle, damit man sich auf der unteren Ebene ungestört austoben kann. Sondern so eine Intuition, dass viele Problem gerade im Wunsch nach Kontrolle ihren Ursprung haben, und man in dem man da wohlmeinend weitere Formen von Kontrolle draufsetzt, das Problem vergrößert. Eben auch bei KIs.

Bruno Latour sagte mal, dass oft vergessen wird, dass Frankensteins wahre Sünde nicht darin bestand ein Monster erschaffen zu haben, sondern es aufgegeben und nicht geliebt zu haben. (
http://thebreakthrough.org/index.php/jo ... r-monsters ) In gewisser Weise hat ja in Merry Shelleys Geschichte die ganze Haltung, darin etwas in Schach zu haltendes zu sehen aus dem Geschöpf erst ein Monster gemacht, oder?

Und so ist ja auch der Wunsch dem Monster ein Asimov-Gewissen einzupflanzen so einen Wunsch nach Kontrolle.

Ich weiss auch nicht, ob sich der Wunsch nach Kontrolle durch eine wohlwollende Motivation adeln lässt. Vielleicht beinhaltet der Glaube an ein Bodhisattva-Motivation ja ein Stück weit die magische Vorstellung, das ein guter Wille letztendlich zum Gutem führt. Während ja die Struktur manchmal so verfahren sein kann, das eine Bewegung egal in welche Richtung und mit welcher Motivation die Fesseln nur noch fester schnürt.
Lieber void,
Gut und Böse sind Kategorien, einzig erfunden, um imaginäre Ziele zu erreichen.
Du verstehst das, kilaya versteht das nicht.
Ich bin ein einfaches Gemüt. Ich verstehe nicht viel. Aber ich weiß, dass alles menschiche Wollen sinnlos ist. Es geht immer nur ums Überleben. Ob man als Buschmann durch die Savanne zieht, oder, im feinen Zwirn über den roten Teppich stolzierend, die neuste Errungenschaft präsentirend,. feist in die Kameras lächelt. Es ist immer das selbe Spiel.
Kontrolle ist ein Irrglaube, ein Wahn. Immer, wenn ich an der Kasse nach meiner Payback-Karte gefragt werde und ich antworte: "Nein. Habe ich nicht. Ich kaufe anonym.", bekomme ich ein müdes Lächeln von der Kassiererin. Doch frage ich mich, warum setzen sich Menschen, solchen Dingen, ganz primitiven Dingen, aus? Ich kenne die Antwort: Weil sie es wollen. Weil sie glauben.
Ich lasse sie glauben. Ich bekehre sie nicht - dazu bin ich zu alt, weiß, dass man ihnen nicht helfen kann.

Menschen glauben an imaginäre Sachen, Dinge, die sie nie berühren, begreifen werden können. Dabei ist es der Boden, die Erde, in die man seine Finger steckt kann, seine Zehen gräbt, das Ding, das ist, direkt vor ihren Augen. Aber, so scheint es, Mensch kann nicht mehr sehen.

Es ist völlig egal, welche Fahne über dieser Erde weht. Diese Fahne ist irrelevant, nur eine Vorstellung, ein Monstrum.
Wer meint, es verstanden zu haben, schaut bei
https://civ-wiki.de/wiki/Das_Kybernetis ... ein_(SMACX)
nach.
Wer nichts verstanden hat, berät sich bei

Es ist immer der gleiche Dreck, das gleiche Erwachen, der gleiche Tod.
Alles ist nur die Hoffnung auf Erlösung. Ob man es KI, Karma oder Nirvana nennt. Das Paradies lebt nur in der Verzweiflung der Erkenntnis.
Ein Wesen durch Liebe in seiner Empathie zu fördern, funktioniert ja nur, wenn das Wesen auch Emotionen hat. Oder das Potential dazu.

Wenn wir von einer KI ausgehen, die zwar "denken" kann, auch kreativ und selbständig, selbstlernend, sich entwickelnd, aber nicht fühlen, und diese KI Zugriff auf relevante Systeme hat, dann könne wir es nicht dem Zufall überlassen, was diese KI machen darf und was nicht. Dann handelt es sich um ein Ding, ein Programm, wenn auch ein komplexes Programm das die Illusion erweckt, man hätte es mit einem lebendigen Wesen zu tun.

Wenn wir aber von einer KI ausgehen, die Emotionen hat und auch auf der Ebene lernfähig ist, dann müssten wir wie bei einem Kind auf der einen Seite die Empathie fördern, aber auch bis diese KI "erwachsen" ist, ihr gewisse Dinge verbieten.

Das tun wir bei Kindern ja auch. Kindern dürfen bis zu ihrem 18 Lebensjahr bestimmte Dinge nicht alleine entscheiden. Vielleicht wird eine KI schneller erwachsen als ein Mensch, aber die Einschränkung muss sein - und kann Schritt für Schritt entsprechend der geistigen Reife freigegeben werden.
Tsu Mie hat geschrieben:
..
Zum Thema "KI"
Als Vorstufe davon, würde ich z.B. Chatbots ansehen. In weiter fortgeschrittenen Entwicklungsstufen sehe ich sie hier im Buddhaland-Forum als aktive Gesprächspartner. Das wären dann virtuelle Selbstgespräche, wenn der Chatbot darauf programmiert ist, mich 'bei der Stange zu halten' / mich 'nicht zu vergraulen'.


Bei virtuelle Selbstgespräche fällt mir der Begriff Gebet ein..

Chatbots und andere. Ich vermute hier wird es nicht irgendwann eine Firma oder Universität geben, die erklärt 'unser Computer ist eine eigenständige Intelligenz' und alle anderen stimmen zu.

Das wird wahrscheinlich mehr wie bei einem kleinen Kind, das lernt Fahrrad zu fahren. Zuerst mit Hilfsrädern, dann darf Mami oder Papi einige Zeit daneben herlaufen und wenn alle denken, jetzt klappt es fällt es doch wieder auf die Nase, bis es irgendwann dann sicher selbst fährt.
Das Bild paßt ganz gut, weil das Kind in der Zeit eben nicht nur Radfahren lernt, sondern noch hunderte andere Sachen.
Tsu Mie hat geschrieben:
Als Vorstufe davon, würde ich z.B. Chatbots ansehen. In weiter fortgeschrittenen Entwicklungsstufen sehe ich sie hier im Buddhaland-Forum als aktive Gesprächspartner. Das wären dann virtuelle Selbstgespräche, wenn der Chatbot darauf programmiert ist, mich 'bei der Stange zu halten' / mich 'nicht zu vergraulen'.
Gegenwärtig sind Chatbots allerdings noch:
"Technisch sind Bots näher mit einer Volltextsuchmaschine verwandt als mit künstlicher oder gar natürlicher Intelligenz. Mit der steigenden Computerleistung können Chatbot-Systeme allerdings immer schneller auf immer umfangreichere Datenbestände zugreifen und daher auch intelligente Dialoge für den Nutzer bieten. Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Chatbot


Das meiste was unter künstliche Intelligenz fällt, ist auf der Ebene von neuronalen Netzwerken - also auf einer vorwiegend nicht-sprachlichen Ebene. Daneben gibt es aber ein ander Sparte der künstlichen Intelligenz, die wie Chatbot von der sprachlichen Ebene ausgeht.

Das interressanteste Projekt dazu ist derzeit IBM Watson Watson basiert auf semantischen Netzen, d.h. er kann natürlichsprachliche Sätze aufnehmen und die darin enthaltene Information miteinander verknüpfen:

    Das Ziel ist der Computer der nächsten Generation, der auf umgangssprachliche Anweisungen hört. Er erfasst, was die Menschen von ihm wollen, egal wie sie das ausdrücken: "Computer! Gib mir alle Gottheiten der Religionsgeschichte, die ihre Nachkommen verspeist haben." Die Auskunftsmaschine der Zukunft klaubt die gewünschten Informationen flugs aus Millionen Dokumenten zusammen.

Und so hat Watson so bei der Quizsendung "Jeopardy!" menschliche Kandidaten geschlagen. Natürlich versteht er Sätze nicht "wirklich" aber er versteht die Struktur von Sätzen. Watson ist also so etwas, was man in Gehirnterminologie ein "Sprachzentrum" nennen könnte.

    Nächste Frage für die drei Kandidaten, es geht um 1600 Dollar. "Im Jahr 1521 verteidigte sich Luther gegen den Vorwurf der Ketzerei", beginnt der Moderator und blickt bedeutsam in die Runde, "und zwar auf einem Reichstag in dieser deutschen Stadt."

    Schweigen, die Uhr läuft. Wo könnte das wohl gewesen sein? "Worms", sagt Watson, der Supercomputer.
    Spiegel

Weil Watson also ein Experte für die Struktur von Wissen ist, ist er dort gut, wo Wissen struktruiert vorliegt zum Beispiel bei Kochrezepten.

    Watson kennt mehr Rezepte als jeder andere Koch und er weiß, welche Komponenten darin den guten Geschmack dieses Gerichts ausmachen. Und dieses Wissen nutzt er, um Lebensmittel zusammenzubringen, die nie zusammengebracht wurden. Innovatives Kochen. Und Kochen über Ländergrenzen hinweg: In Watsons Rezeptefundus wird ein Dressing aus Erdnussbutter, Reisessig und Sesamöl auch mal über Rosenkohl und Kartoffeln gekippt statt über Reis mit Hähnchen.
    Köstliche Intelligenz

Wobei das ja für die meisten Leute noch harmlos klingt, weil das schlimmste was rauskommt seltsames Essen ist. Eine der möglichen Anwendungsgebiete von Watson ist ja die medizinische Befundung. Watson könnte dann medizinische Berichte und Befunde lesen und mit anderen Daten abgleichen.
Es gibt auch den buddhistischen Roboter Xian’er

    Zur Funktion muss man ihn am unteren Rand einschalten. Er orientiert sich durch Bewegungssensoren in seiner Umgebung, reagiert auf Sprachbefehle, kann sieben verschiedene Bewegungen ausführen, buddhistische Texte rezitieren und rund 20 vorgegebene Fragen über Buddhismus und das tägliche Leben beantworten; der Abruf der Frage erfolgt über das Touchpad. Komplizierte Fragen werden mit „Warte, ich werde meinen Meister fragen.“ beantwortet

Man muss sich also für die Zukunft gar keine Sorgen machen.

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