Mara

Moderator: void

Mara, Mara so sagt man...


Was bedeutet Mara für Dich? Was ist Dein Mara?

Ich habe die Frage bewußt bei 'Dialog der Philosophien, Religionen und Freidenker' eingestellt.
Auch Antworten von Mitgliedern, die sich nicht als Buddhisten beschreiben würden sind willkommen :like:
fotost hat geschrieben:
Mara, Mara so sagt man...


Was bedeutet Mara für Dich? Was ist Dein Mara?

Ich habe die Frage bewußt bei 'Dialog der Philosophien, Religionen und Freidenker' eingestellt.
Auch Antworten von Mitgliedern, die sich nicht als Buddhisten beschreiben würden sind willkommen :like:


Mara: Alle Hindernisse auf dem Weg zur Erleuchtung :)
Mara ist der Herr des Todes. Und zwar jetzt nicht so vom persönlichen Sterben sondern eher des Vergehens.

Für mich ist Mara nichts an sich Böses, sondern eine "Versuchung", die uns dazu bringt, unseren Einsatz auf Felder zu setzten, die früher oder später verlieren. Man setzt auf etwas, was aber in sich Verfall und Veränglichkeit unterworfen ist und steht mit leeren Händen da.

Der Ursprung scheint die Tendenz zu sein, in samsarischen Objekten ( die ja in sich vergänglich und unperfekt) sind, etwas reinzuinterpretieren. Also da der Vergänglichkeit enthobene Sehnsuchtsobjekte zu sehen.

Von daher ist Mara ist der King des Marketing - sein Wesen ist es den samsarischen Modder als Gold zu verkaufen.
Das sich nicht bewusste wissen des Identifizieren mit Dingen, Gedanken, Ideen, Vorstellungen als: Das bin ich. Dieses führt immer wieder dazu das ich etwas tue da nicht im Einklang ist mit dem was Erscheint.
"Hoffentlich vergessen die nicht die Uhren umzustellen."
Das kann nur der vergessen oder nicht sehen der gegen die Umstellung ist, weil er das nicht will vergisst er die Uhr umzustellen. Mara ist das was erscheint wenn ich einen Willen habe der nicht im Einklang ist mit dem was erscheint.
Mara sehe ich weniger als Gier, Hass und Verblendung selber, als vielmehr die Verführung die auf deren Basis wirkt. Anders ausgedrückt ist Mara dasjenige was diese latent vorhandenen Geistesgifte weckt und zur Entfaltung bringt. Etwa mittels der Illusion was Großartiges erleben oder tun zu können, was dann letztlich leer und leidbringend ist (Gier). Oder mittels der Illusion am Weg zur Befreiung etwas zu verlieren oder erleiden zu müssen (Ablehnung, Hass). In diesen beiden Funktionen tritt er soweit ich weiß in der Überlieferung auf und ist somit dem biblischen Teufel als Verführer und Angstmacher nicht ganz unähnlich.
Thich Nhat Hanh erzählt in der Geschichte "Mara and the Buddha", wie Mara Buddha zum Tee besucht. Sie soll glaube ich verdeutlichen, dass es nichts absolutes Böses gibt und selbst ein Mara nichts aus sich selber bestehendes ist.

Ich nehem an, dass die skurrile Geschichte eher als eine spätere Legende sehen muss und ich frage mich, ob es dazu noch andere Quellen gibt. Die Website fakebuddhaquotes merkt mit Recht an, dass es zu Buddhas Zeit noch keinen Tee gab.
Interessant finde ich auch die stereotype Reaktion des Buddha auf die Einflüsterungen des Mara: "Ich kenne dich!" Mara: "Oh der Erhabene kennt mich" - dann trollt er sich davon. Ist der Mara-Trug durchschaut, verschwindet er.
mukti hat geschrieben:
Interessant finde ich auch die stereotype Reaktion des Buddha auf die Einflüsterungen des Mara: "Ich kenne dich!" Mara: "Oh der Erhabene kennt mich" - dann trollt er sich davon. Ist der Mara-Trug durchschaut, verschwindet er.


Ja. Danke. Das hilft mir weiter.

Es gibt im PK wirklich oft die Antwort / Reaktion Buddhas, wenn sich Mara, in welcher Form auch immer, nähert -
"Ich kenne dich!"
und die entsprechende Entgegnung "Der Erhabene kennt mich" - mit dem Verschwinden / der Auflösung Maras.

Kommt es hauptsächlich darauf an, Mara zu erkennen?
void hat geschrieben:
Mara ist der Herr des Todes. Und zwar jetzt nicht so vom persönlichen Sterben sondern eher des Vergehens.

Für mich ist Mara nichts an sich Böses, sondern eine "Versuchung", die uns dazu bringt, unseren Einsatz auf Felder zu setzten, die früher oder später verlieren. Man setzt auf etwas, was aber in sich Verfall und Veränglichkeit unterworfen ist und steht mit leeren Händen da.

Der Ursprung scheint die Tendenz zu sein, in samsarischen Objekten ( die ja in sich vergänglich und unperfekt) sind, etwas reinzuinterpretieren. Also da der Vergänglichkeit enthobene Sehnsuchtsobjekte zu sehen.

Von daher ist Mara ist der King des Marketing - sein Wesen ist es den samsarischen Modder als Gold zu verkaufen.


King des Marketing :rofl:

Für mich ist Mara nichts an sich Böses, sondern eine "Versuchung", die uns dazu bringt, unseren Einsatz auf Felder zu setzten, die früher oder später verlieren.


Wäre Mara für Dich ein Gegenspieler der Menschen oder eine religiöse Einheit? Ein Gegenspieler der Götter?

Sind Menschen, Du oder ich, für das Konzept Mara irgendwie wichtig?
Interessante Frage. Mara ist für mich ein Symbol, eine Personifikation - er hat m. E. auch durchaus etwas Anthropomorphes an sich. Ich will nicht sagen eine "Projektion", aber eigentlich ist er - es - etwas "in mir drin". Ich sehe Mara deshalb eher als meine unreflektierten Leidenschaften. Etwas, das mich an Samsara bindet - oder versucht, mich an das weltliche Dasein zu fesseln. Indem mir etwas "Vergängliches" als beständig "verkauft" wird, etwas "Leidhaftes" als befriedigend erscheint, etwas "Substanzloses" als mir gehörend "vorgegaukelt" wird. Also alles, was mein Anhaften verstärkt.
Deshalb lässt Erkenntnis oder Einsicht Mara auch verschwinden. Wenn "ich" meine Leidenschaften beobachte (ohne sie irgendwie zu "füttern"), "verschwinden" diese - in meiner Erfahrung jedenfalls - von alleine. Dazu braucht es natürlich ein gewisses Maß an sati und pañña.
Siehe auch den Versuch Maras, Siddhatta vom Erwachen abzuhalten und welche Mittel "er" dabei eingesetzt hat.
Einen m. E. sehr guten Blickwinkel auf Mara erlaubt dieser "Dhamma-Talk" Ajahn Sumedhos:
fotost hat geschrieben:
Kommt es hauptsächlich darauf an, Mara zu erkennen?


Letztlich schon denke ich, er wollte ja auch dem Buddha beim allerletzten Schritt zur Erleuchtung noch ein Bein stellen. Buddha hat ihn erkannt und wurde erleuchtet. Aber ohne die nötigen Voraussetzungen geht das wohl nicht.
Varadinno hat geschrieben:
Deshalb lässt Erkenntnis oder Einsicht Mara auch verschwinden. Wenn "ich" meine Leidenschaften beobachte (ohne sie irgendwie zu "füttern"), "verschwinden" diese - in meiner Erfahrung jedenfalls - von alleine. Dazu braucht es natürlich ein gewisses Maß an sati und pañña.


Nach meiner Erfahrung kommt gerade bei dem Versuch beobachtend zu bleiben Mara mitunter stark ins Spiel mit einer Unmenge Ausreden: Ach das bisschen macht ja nichts, oder jetzt genießen, Erleuchtung auf später verschieben, oder das macht kein besonders schlechtes kamma-vipaka, oder du bist einfach noch nicht so weit, usw.....
Ein schöner Thread. Viele originelle Antworten! :D

Nach meiner Wahrnehmung gibt es da noch ein Zwischenstadium:

"Mara, ich kenne Dich"
"Sei's drum, lass uns zusammen Spaß haben!"
"Okay, so sei es. Doch ich bleibe mir dabei bewusst: Ich kenne Dich!"

:mrgreen:
fotost hat geschrieben:
Wäre Mara für Dich ein Gegenspieler der Menschen oder eine religiöse Einheit? Ein Gegenspieler der Götter?

Sind Menschen, Du oder ich, für das Konzept Mara irgendwie wichtig?


Normalerweise würde man ja sagen, dass das was dem Befreiung entgegenwirkt, "Ich" bin. Aber ich denke Mara taucht ja bei Buddha erst auf, als dessen "privates Ich" schon überwunden ist, und die ganz basalen, subtilen Formen auftauchen.

Also wo es schon lange nicht mehr um so private Vorlieben und Abneigungen ( ich hasse Bananen du villeicht nicht) sondern um so basale Dinge auf so eine tiefenen Säugetiereben geht. Und das ist ja auch so die archaische Ebene die in Mythen und Träumen vorkommt (strahlende Helnden, unendliche Reichtümer, wunderschöne Paarungspartner, magische Fähigkeiten) Also eh genau das, was sich die Menschen von Göttern ersehenen.

Vilelicht ist Mara auch so dem Lebenswillen selbst verwandt ( also vielleicht sogar so etwas wie Nietzsches "Willen zur Macht") Die Macht, mit der der nahezu jeder köderbar ist.
@mukti: Mara - (aka unsere "Versuchungen") - ist ein schlaues Kerlchen. Teilweise unglaublich subtil. Wenn unser Begehren etwas (nämlich seine Befriedigung) erreichen will, dann setzt es zum Teil "unsaubere" Mittel ein. Was mir da gut hilft: "sound of silence". Da ist dann kein Gedanke und wenn einer aus der Leere aufsteigt, kann ich ihn leicht "dingfest" machen. Ebenso mit Gefühlen. Du schreibst auch: "bei dem Versuch beobachtend zu bleiben...". Ich beobachte oder ich beobachte nicht. Zumindest ist es so in meiner Erfahrung. Es verhält sich damit wie: "ich versuche achtsam zu sein" anstatt "ich bin achtsam". Das betont mein Lehrer immer wieder. Sati-sampajañña ist unmittelbar, direkt.
@Frieden-und-Freude: ja, das ist Mara, wie er leibt und lebt. Anhaften kann Spaß machen - aber wir zahlen einen Preis dafür. (steht übrigens im "Kleingedruckten" - schau mal nach...). Wenn ich mich seinen Einflüsterungen hingebe, beobachte ich, was das mit mir und meinem Geist macht. Sati hat ja auch die Komponente "erinnern" (Achtsamkeit', ist »Eingedenksein, Besinnung, Sich-ins-Gedächtnis-Zurückrufen, Erinnerung, Im-Gedächtnis-Bewahren, Gründlichkeit, Nichtvergeßlichkeit, Achtsamkeit, Achtsamkeit als Fähigkeit, als Kraft, als rechte Besinnung«, http://www.palikanon.de/wtb/sati.html). Dann bin ich besser "gewappnet".
Für mich ist Mara das Unheilsame in mir, vor allem Gier (Habenwollen), Hass (Abneigung), Verblendung (Dummheit) in all ihren Facetten, die mich immer wieder daran hindern, gewisse Dinge zu tun, und mich ebenso hindern, andere gewisse Dinge zu lassen.
Varadinno hat geschrieben:
@Frieden-und-Freude: ja, das ist Mara, wie er leibt und lebt. Anhaften kann Spaß machen - aber wir zahlen einen Preis dafür. (steht übrigens im "Kleingedruckten" - schau mal nach...). Wenn ich mich seinen Einflüsterungen hingebe, beobachte ich, was das mit mir und meinem Geist macht. Sati hat ja auch die Komponente "erinnern" (Achtsamkeit', ist »Eingedenksein, Besinnung, Sich-ins-Gedächtnis-Zurückrufen, Erinnerung, Im-Gedächtnis-Bewahren, Gründlichkeit, Nichtvergeßlichkeit, Achtsamkeit, Achtsamkeit als Fähigkeit, als Kraft, als rechte Besinnung«, http://www.palikanon.de/wtb/sati.html). Dann bin ich besser "gewappnet".


Oh ja, sich dem Begehren hinzugeben, ist wie Schulden zu machen: Man bezahlt einen Preis dafür. (Eine schöne Metapher übrigens, die der Buddha dafür gefunden hat!)

Nach meiner Erfahrung verliert "Mara" allein durch Achtsamkeit und Wissensklarheit bereits viel Kraft.
Das reicht zwar nicht in allen Fällen, um Versuchungen zu widerstehen. Aber häufig ist es besser, solche Prozesse einige Male bewusst zu erleben, mit Achtsamkeit und Wissensklarheit, statt verzweifelt und mit innerer Anspannung gegen "Mara" zu kämpfen.

Und auch hinterher zu betrachten: Was hat Dir dieses Erlebnis denn nun gebracht?
War es befriedigend oder dukkha?

Und das Ergebnis ist immer wieder: dukkha! :lol:

Irgendwann kann man dann ganz entspannt und ohne Anstrengung sagen:
"Mara, ich kenne Dich & brauche nichts von Dir!"

Dankend ablehnen, ohne das geringste Gefühl, etwas zu verpassen. :)
mukti hat geschrieben:
Interessant finde ich auch die stereotype Reaktion des Buddha auf die Einflüsterungen des Mara: "Ich kenne dich!" Mara: "Oh der Erhabene kennt mich" - dann trollt er sich davon. Ist der Mara-Trug durchschaut, verschwindet er.


Das erinnert mich an die Versuchung Christi in der Wüste durch den Teufel. Jesus sagte dann: "Hinweg mit Dir".
_()_
fotost hat geschrieben:
"Ich kenne dich!" und die entsprechende Entgegnung "Der Erhabene kennt mich" - mit dem Verschwinden / der Auflösung Maras.

Kommt es hauptsächlich darauf an, Mara zu erkennen?


Ich habe mich einige Zeit mit "Träumen" beschäftigt und hatte oft "Verfolgungsträume". Ich lernte während dieser Zeit, mich nicht fürchtend abzuwenden, sondern ganz im Gegenteil. Ich drehte mich um und stellte mich dem Verfolger (z.B. ein Stier, ein Löwe oder was auch immer). In dem Moment, indem ich mich dem Verfolger zuwandte, verschwand er, löste sich in Luft auf. Die Bedrohung war fort.

Ich vermute mal, dass hier ähnliches Wissen mit hineinspielt - wie Varadinno schreibt,

Varadinno hat geschrieben:
Deshalb lässt Erkenntnis oder Einsicht Mara auch verschwinden. Wenn "ich" meine Leidenschaften beobachte (ohne sie irgendwie zu "füttern"), "verschwinden" diese - in meiner Erfahrung jedenfalls - von alleine. Dazu braucht es natürlich ein gewisses Maß an sati und pañña.


Die Personifizierung "Mara" selbst sehe ich als indische Ausgabe des Teufels im Christentum, er steht für die Verführung, die Schlange im Paradies.

_()_
Varadinno hat geschrieben:
@mukti: Mara - (aka unsere "Versuchungen") - ist ein schlaues Kerlchen. Teilweise unglaublich subtil. Wenn unser Begehren etwas (nämlich seine Befriedigung) erreichen will, dann setzt es zum Teil "unsaubere" Mittel ein. Was mir da gut hilft: "sound of silence". Da ist dann kein Gedanke und wenn einer aus der Leere aufsteigt, kann ich ihn leicht "dingfest" machen. Ebenso mit Gefühlen. Du schreibst auch: "bei dem Versuch beobachtend zu bleiben...". Ich beobachte oder ich beobachte nicht. Zumindest ist es so in meiner Erfahrung. Es verhält sich damit wie: "ich versuche achtsam zu sein" anstatt "ich bin achtsam". Das betont mein Lehrer immer wieder. Sati-sampajañña ist unmittelbar, direkt.


Ich bringe es ja auch fertig nur halbherzig zu beobachten, oder zwischendurch zu unterbrechen - eine Schlamperei. Da sind Versuche nicht gerade immer vom Erfolg der unmittelbaren Anschauung gekrönt. Ajahn Sumedho spricht oft darüber und ich finde das alles sehr hilfreich.
Es ist auch eine Frage der Ernsthaftigkeit, die aus Einsicht in die Not-wendigkeit entsteht. Aber Mara meint es gäbe gar keine Not oder sie wäre nicht groß genug um der Welt den Rücken zu kehren. Da bleibt nur dranbleiben und weiterüben von dem ausgehend was man schon erkannt hat. Immerhin ein bisschen was - eigentlich ist ja der größte Teil der Menschheit Mara treu ergen.
Brilliant aber leider nur auf englisch: http://arrowriver.ca/maraidx.html
Mara ist für mich die personifizierte Verblendung. Er lässt uns die Dinge als unabhängig und "fest"
erscheinen. Ihn zu erkennen, bzw ihn zu durschauen geht mit seinem verschwinden einher, weil man ihn als illusion vor dem bedingten Entstehen enttarnt.
Ich bin auch der Meinung, dass es darum geht Mara zu erkennen.
Denn man kann Mara nicht beschreiben und nicht charakterisieren. Es tritt immer wieder anders in Erscheinung. Es taucht zu unterschiedlichen Gelegenheiten in unterschiedlicher Gestalt plötzlich auf und macht unser Denken und Handeln irrational.

"Mara" entspringt aus unbewussten Konditionierungen, Erfahrungen, Ängste, Wünschen. Wie alles entsteht auch Mara bedingt (paticca samuppada)
Ellviral hat geschrieben:
Das sich nicht bewusste wissen des Identifizieren mit Dingen, Gedanken, Ideen, Vorstellungen als: Das bin ich. Dieses führt immer wieder dazu das ich etwas tue da nicht im Einklang ist mit dem was Erscheint.
"Hoffentlich vergessen die nicht die Uhren umzustellen."
Das kann nur der vergessen oder nicht sehen der gegen die Umstellung ist, weil er das nicht will vergisst er die Uhr umzustellen. Mara ist das was erscheint wenn ich einen Willen habe der nicht im Einklang ist mit dem was erscheint.
Bei Buddha geht es um den Mara der der einzige ist. Den jeder bei solch einer Meditation als auf sich zu kommen sieht. Der Mara der ohne rechte Versenkung nicht zu erkennen ist. Buddha erkannte Mara und nur weil er in rechter Versenkung war konnte er die Erde als Zeuge der Dinge anrufen die nicht von Mara stammen. Er erkannte die Objekte der Sinne und Mara als Objekte des eigenen Geistes. Beides konnte er trennen mit Bewusstsein.
Er wurde sich bewusst das Mara mit Bewusstsein verdrängt werden kann, sehen von Sinnesobjekten und Geistesobjekten. Buddha hat Mara nicht vernichtet, er hat Mara erkannt und wusste damit das Mara nur dann gut oder böse ist wenn er zulässt das sein Geist Vorstellungen erschafft die gut oder böse sind. Er verwendete dann die Begriffe Hilfreich oder Nichthilfreich um eine andere Analyse Basis zu haben um Wertungen einzuschränken.
Wenn erkannt wird das ein Ich nur temporär und immer anders erscheint wird Mara erkannt. Dann wird Mara auch ohne rechte Versenkung erkannt. Er erscheint immer sichtbar und gut abgetrennt von den Objekten der Sinne. Es wird immer erkannt wenn Objekte des eigenen Geistes, Mara, gebraucht werden um im Einklang mit dem Erscheinen der Sinnesobjekte in der eigenen Umwelt zu handeln.

Mara ist nur Mara, erkennbar an dem was dem Buddha alles von Mara gezeigt wird.
Mit Mara handeln erschafft die Werte Gut und Böse. Auch wenn Mara und das Wissen der Sinnesobjekt als Einheit und vermischt geglaubt werden können Wertungen entstehen es findet eine Identifikation mit der Einheit von Sinnesobjekten und Geistesobjekten statt und diese nennen Wir Ich, Ego, Selbst, Mein.
Buddha Berührt die Erde mit der Hand um die Sinnesobjekte zu erfahren während Mara sein Spiel treib genau da erkennt er Beide und wird der Befreite, befreit von allen Identifikationen mit....
Das ist nicht Ich, das ist nicht Selbst, das ist nicht Mein.

(Einen Scheiß muss ist, ich tu was zu tun ist.)
Für mich persönilch ist Mara böse. Es ist nur so gerissen, das wir meinen es sei nicht böse.
Für mich ist Mara Der, der sich wie ein Engel ausgibt und gutes zu tun scheint in uns (als unser Verstand), aber in Wahrheit das nur ausnutzt, um eben (wie mein Vorredner mit dem Wort so schön sagte) uns zu Verblenden.

Änlich wie ein (sorry wenn ich dieses harte Wort wähle) Pädophil, der mit Kindern nett redet und zu Ihnen sehr freundlich ist, so wie auch ein Lächeln gerne aufsetzt und auch seine guten Seiten zeigt, jedoch in Wahrheit aber ein total anderes Ziel verfolgt.

Mara ist für mich persönlich das absolute Böse in uns.
Es representiert alle hinterlistigen Gedanken und Gefühlsgänge in uns. Egal in welcher Form.

Es ist trügerisch, vorgauckelnd, energieausnützen und besonders Architäktisch in seiner Professionalität praktisch perfekt.
Es ist der, der die Wellen des gesamten Meeres (die Wahrheit des Einssein) kennt und gegen unseren Wellen dieses Einsseins-Meeres einsetzt. Und zwar mit aller List.
Es kennt die gegensätzlichen Extremen in uns und nutzt sie für seine Ziele ein.
Es ist wie der geschilderte Engel in der Bibel, der sich auch als guter Engel gerne ausgibt (weil er Selbst mal ein guter Engel war und daher auch ganz genau weiss, wie es ist eine gutmütige Seele zu sein) obwohl er eigentlich das tiefste Böse ist und daher dieses Ziel auch verfolgt.

Würde er böse handeln, würde man schnell dahinter kommen und ihn aufdecken, weshalb seine Handlungen dann nichts Wert wären.

Mara ist meiner Meinung nach, um es genauer zu sagen: Die Dränge der gegensätzlichen Extremen Energien in uns, die wir als Menschen nicht wahrnehmen, weil Sie so fein in uns abgestimmt, in uns ablaufen (es ist der feine Schleier. Deshalb passt schon das Wort "feiner Schleier").

Und wenn wir diesen nicht mit Bewusstheit verstehen lernen in uns, Es in aller Ewigkeit in uns weiterlaufen tun werden, was Sie auch immer wollen; weshalb böses entsteht und auch Wiedergeburten uns im Kreislauf des Guten und Bösen -Spiel halten :dao:

In Wahrheit gibt es nämlich das Gute und Böse tatsächlich. Die Menschen sind meiner Meinung nach einfach nicht bereit soviel Wahrheit zu ertragen, weshalb Sie sich oft einreden oder eben bereits eingeredet haben, dass es kein Gut und Böses gibt. Sie nennen das die Leere. Wobei die Leere nur die Natur in uns ist, die nur ein Teil von uns ist. Der andere Teil ist der freie Wille in uns, und der ist nun mal verbunden mit dem Spiel von Gut und Böse und somit genau so real wie die Leere selbst, die die andere Seite der Medallie representiert. Es sind also beide Wahrheiten war.
Weder das einte ist eine Illusion noch das andere.
Es ist eher so das beide ihre Kräfte haben.

Die Bibel zb. hat es super dargestellt: "Gott stellte in Garten Eden zwei Bäume auf: einmal stellt er den Baum der Erkenntnis, zwischen Gut und Böse hin. Und einmal den Baum des Lebens."
Er setze also nicht nur ein Baum, sondern zwei in den Garten Eden.
Beide gehören zusammen dahin; Sowohl der Baum der Erkenntnis, zwischen Gut und Böse (der unser freie Wille zur freien Entscheidunge darstellt), wie auch der Baum des Lebens (der das Alles ist Einssein darstellt. Also alles ist schlussendlich eben auch doch verbunden/frei aber gleichzeitig Verbunden).

Es stimmt also beides.

Daher ist beides richtig: Das Böse und das Gute, so wie die Leere/das Einssein.
Der grösste Teil der Menschheit hat das traurigerweise falsch verstanden oder noch nicht begriffen, in Bezug auf Buddhas Lehren. So meine persönliche Ansicht.

Viele denken es gäbe kein gut und böses;
Denn es ist leichter, durch die Welt zu gehen ohne sich selbst aushalten zu müssen oder sein Gewissen ständig beobachten zu müssen.
Eine Ausrede, wie die Lehre der Leere, ist da die einfachste Selbstlüge um für alles eine perfekte Antwort zu finden.

Mara weiss das und nützt das mit voller Leidenschaft aus. Er/Es fördert sogar böses, damit das Böse sich bestätigt fühlt und gutes zukünftig bewusst meidet.
Den das Gute ist anstrengend, im Kampf gegen das Böse aushalten zu müssen in sich selbst, und so wird jede böse Tat, böser Gedanke, böses Gefühl oder böser Drang, unterstützt und sei diese Unterstützung selbst gelogen.
Dies, damit in Wahrheit Gute und sich Bemühende, nicht auf den Gedanken kommen, dass das Gute (obwohl im Kampf eben anstrengend), der eigentliche, richtigere Weg und die Befreihung selbst ist.

Mara ist professioneller Architekt und er kann das in Meisterklasse.
Er/Es ist der Verstand in uns, der dieses Spiel blind meistert.

Deshalb, so meine persönliche Ansicht, predigten Buddha und Jesus auch über gute Taten und gutes Denken und gutes tun.
Kein wahrer Meister hat jemals Lehren gelehrt, ohne dabei AUCH auf aufrichtiges Handeln und Denken hin zuweisen.
Denn was für eine Welt wäre dass, in dem man leben müsste (untereinander und miteinander), in dem es kein Gut gibt, sondern nur Gleichgültigkeit?
Wo wäre da die Ortnung der Vernunft? In Gleichgütltigkeit? Ständigem Verzeihen und doch weiterhin machen dürfen was man/jeder will? Also böses tun ohne Konsequenzen?

Meiner Meinung nach wurde das schon immer falsch bei Buddha verstanden.
Und auch sehr wohl im Christentum der heutigen Zeit sogar.
Viele Denken es ginge nur noch ums verzeihen, das würde die Welt verbessern.
Man stelle sich vor so würde man wirklich leben: Jeder macht was er will und würde aber ständig darauf hin gleich wieder verziehen werden. Wo bliebe da noch der Anstand? Wieso hätten es wir noch nötig gut zueinander zu sein, wenn es doch eh egal wäre wenn man jemand tötet oder ausnützt? Das dürften ja dann alle machen, egal wer, man würde ihn oder ihr ständig wieder verzeihen.
Meiner Meinung nach: Eine Welt des Kaos würde so entstehen. Verzeihen wäre so nichts gutes mehr.

Es gibt gutes und böses und es muss gelernt werden zu unterscheiden und entschieden werden für sich, was man will.

Mara unterstützt ganz klar das Einssein in Sinne des Bösen. Es ist diese Energie die uns uns selbst nicht aushalten lässt, in unserem Körper.
Beispielsweise wenn wir einsehen sollen, dass wir in einem Moment einer zb. Disskusion, eigentlich in Unrecht wären (würden wir aufrichtig zu uns selbst sein und logisch darüber nachdenken). Mara verursacht Stolz und Ignoranz und Ungedult uns überhaupt logisch mit uns selbst ausseinander zu setzen um die Wahrheit ausfindig zu machen und/oder diese suszuhalten und zu akzeptieren.

Es/Mara ist diese Energie die uns den Weg versperrt, Schwäche zu zeigen und dadurch Stärke zu beweisen (durch zb. eben den Stolz beiseite zu legen und zuzugeben dass wir eben zb. in einer Disskusion falsch gelegen haben).

Denn in Wahrheit ist es so, dass wenn wir über uns Selbst lernen, wachsen wir über uns selbst hinaus. Mara versucht das zu verhindern, mit aller List der Bosheit.

(Buddha sagte: "To learn is to change" - Mit anderen Worten: "Durch aufrichtes einssehen, lernt man und lernen bedeutet auch Veränderung und somit Wachsstum deiner Selbst")
Stolz und Ego verhindern dieses oft mit aller Kraft und allen Mitteln der Selbstausrederei:
https://www.youtube.com/watch?v=6s1WhlJh8ro
void hat geschrieben:
Mara ist der Herr des Todes. Und zwar jetzt nicht so vom persönlichen Sterben sondern eher des Vergehens.

Für mich ist Mara nichts an sich Böses, sondern eine "Versuchung", die uns dazu bringt, unseren Einsatz auf Felder zu setzten, die früher oder später verlieren. Man setzt auf etwas, was aber in sich Verfall und Veränglichkeit unterworfen ist und steht mit leeren Händen da.

Der Ursprung scheint die Tendenz zu sein, in samsarischen Objekten ( die ja in sich vergänglich und unperfekt) sind, etwas reinzuinterpretieren. Also da der Vergänglichkeit enthobene Sehnsuchtsobjekte zu sehen.

Von daher ist Mara ist der King des Marketing - sein Wesen ist es den samsarischen Modder als Gold zu verkaufen.


Sowohl im Hinduismus als auch im Buddhismus wird eigentlich Yama als "Herr des Todes" bezeichnet und nicht Mara. Yama und seine Schwester Yami waren nach der Legende die ersten sterblichen Wesen und somit auch die ersten Wesen im Totenreich, weshalb sie später als Herren des Totenreiches bzw. Totenrichter angesehen wurden.
Die Meditationsform Yamantaka bzw. Vajrabhairava wird auch als Bezwinger der Todes bzw. von Yama angesehen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Yama_(Todesgott)
https://de.wikipedia.org/wiki/Yamantaka
http://www.spiritwiki.de/Yamantaka

Mara bedeutet wörtl. 'Mörder' oder 'Tod' (offenbar verwandt mit nord. mara, deutsch Mahr, lat. mors, lith. maras), ist die Personifikation der die Weltmenschen überwältigenden Leidenschaften und Begehrensobjekte.
http://www.palikanon.com/wtb/mara.html

Die frühen Buddhisten sahen in Mara nicht nur den nahezu allmächtigen Herr des Bösen (wie der Teufel der Jesus versucht). Hier hat Mara 4 Bedeutungen[2].

Klesa-mara - oder Mara als die Verkörperung aller Emotionen bzw. Störgefühle
yama-mara(Mrtyupati) - oder Mara als Tod, im Sinne des unaufhörlichen Kreislaufs von Geburt und Tod
Skandha-mara - Mara als Metapher für die Gesamtheit der bedingten Existenz und auch der Vorstellung von der eigenen ichhaften Person
Devaputra-mara, oder Mara als Sohn eines Deva (Gott), dh. objektiv existent (auch : das Anhaften an den Freuden des Götterbereichs bzw. der angenehmen Sinneseindrücke)

Der Mara der Aggregate bezieht sich auf die befleckten Aggregate (tib. zag-bcas-kyi phung-po) als Beispiel für das allumfassende beeinflussende Leiden (tib. khab-byed-kyi sdug-bsngal) des Samsara. Im Pali-Sutta erkennt Buddha Shakyamuni den Mara in allen Aggregaten.

Das Samyutta Nikaya, 4. Māra-Samyutta behandelt die Mara-Thematik als Antwort des Buddha auf Radhas Fragen. Die Körperlichkeit ist Mara, der Tod ist Mara, der aber nicht ewig ist sondern nur existiert solange die Welten des Werdens und Vergehens bestehen.

Im Vajrayana werden diesbezüglich neben Chöd unter anderen die Sadhanas von Mārasūdanāvaiśitottamadatārā und von Vādipramardakatārā gepflegt.

http://www.spiritwiki.de/Mara

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