Rationalität und Leben

Moderator: void

450 Beiträge
Sorry, dass ich hier so reinplatze, aber ich habe eine wichtige Frage über das Leben (und der Thread heisst ja so - ich weiss nich wen ich sonst fragen soll). Wie kann es sein, dass man einen Versenkungszustand nur auf einem Auge hat?
Spock hat geschrieben:
Sorry, dass ich hier so reinplatze, aber ich habe eine wichtige Frage über das Leben (und der Thread heisst ja so - ich weiss nich wen ich sonst fragen soll). Wie kann es sein, dass man einen Versenkungszustand nur auf einem Auge hat?

Warst mal beim Augenarzt? :upsidedown:
Versenkungszustand auf einem Auge :rofl:
Danke der Nachfrage, meinen Augen gehts prima. Aber die einäugige Versenkung wundert mich. Ich musste dann übrigens auch vor lachen abbrechen.
Ellviral hat geschrieben:
Sowohl Meditation als auch Nicht-Meditation ist wohl ein guter Ausdruck dafür Ich Meditiere und keiner weiss es. Wenn der Ort der "Erleuchtung" einmal erreicht wurde und im Nachhinein als ein solcher erkannt wurde, geht er nie wieder verloren. Dann ist sitzen nur noch das Üben diesen Zustand so schnell und ortsunabhängig zu erreichen wie möglich. Wenn das erreicht ist ist Sitzen eine Art Yoga. Also auch wieder Meditation und Nicht-Meditation.

Denkbar unangemessene Wortwahl. Weder gibt es etwas zu erreichen, das nicht bereits all-gegenwärtig wäre, noch ist die All-Gegenwart von einer Körperhaltung wie Sitzen abhängig. "Erleuchtung" ist vollkommen daneben.
Die meditative Stabilität ist ein Aspekt des ursprünglichen Modus der immer gegenwärtig ist, weder kommt noch geht und sich auch nicht ändert.
Stero hat geschrieben:

Denkbar unangemessene Wortwahl.
Was ist eigentlich so schwer daran zu verstehen wenn ich sage das es dafür keine Worte gibt? Deine wie meine Wortwahl ist also denkbar unangemessen.
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Die Augen (ad Spiegel)
Am besten ist ein Blick mit Aussicht, z.B. vom Gipfel eines Berges aus, aber auch der Blick aus einer oberen Etage eines höheren Hauses, ein Blick in eine Weite. Am Anfang ist indirektes Licht besser, z.B. in der Dämmerung.
Die Augen sind geradeaus gerichtet. Der Blick ist unbewegt. Die Augen fokusieren überhaupt nichts. Letzteres ist nicht ganz einfach, weil der konditionierte Augenreflex sofort fokusiert, sobald sich auch nur die geringste Kontur im Blickfeld zeigt. Deshalb weiten die 'inneren, mentalen Augen' bei geradeaus blickenden physischen Augen ihren Blick auf das gesamte Gesichtsfeld, vom linken zum rechten Rand. Es stellt sich allmählich eine Balance zwischen den physischen und den mentalen Augen ein, so dass es den Anschein hat, dass selbst wenn die physischen Augen sich auf eine Kontur richten, diese dennoch nicht fokusiert wird, sondern der Raum vor der Kontur 'fokusiert' wird.
Gedanken entstehen keine, denn sobald sie sich nur ansatzweise rühren, lösen sie sich schon auf, d.h. sie brechen kontuierlich bereits als 'Keim' in sich zusammen. Da es sich ebenso mit den intuitiv intentionalen Zuschreibungen verhält, stellt sich ein Sehen ein, das nichts sieht. Wenn kurzzeitig sich dynamisch wieder aufbäumende konditionierte Intuition den Anschein erweckt, dass vollkommen andere Dinge als zuvor gesehen werden, dann besteht die Gefahr der Agitation durch eine Art 'Kopfkino'. Es ist aber wiederum bloß die Balance zwischen physischen und inneren mentalen Augen durch Entspannung herzustellen und das Sehen sieht wiederum nichts.
Ich hab gemerkt, dass es konzentrationsabhaengig is. Leg ma beim nichtsehen etwas Konzentration in nur ein Auge (ohne fokussieren). Das heisst wenn das sehen anfaengt zu verschwinden, etwas "Unruhe" oder Anspannung auf einer Seite lassen. Dann isses einseitiges nichtsehen, wie so ne Piratenklappe. Probier ma.
Stero hat geschrieben:
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Die Augen (ad Spiegel)
Am besten ist ein Blick mit Aussicht, z.B. vom Gipfel eines Berges aus, aber auch der Blick aus einer oberen Etage eines höheren Hauses, ein Blick in eine Weite. Am Anfang ist indirektes Licht besser, z.B. in der Dämmerung.
Die Augen sind geradeaus gerichtet. Der Blick ist unbewegt. Die Augen fokusieren überhaupt nichts. Letzteres ist nicht ganz einfach, weil der konditionierte Augenreflex sofort fokusiert, sobald sich auch nur die geringste Kontur im Blickfeld zeigt. Deshalb weiten die 'inneren, mentalen Augen' bei geradeaus blickenden physischen Augen ihren Blick auf das gesamte Gesichtsfeld, vom linken zum rechten Rand. Es stellt sich allmählich eine Balance zwischen den physischen und den mentalen Augen ein, so dass es den Anschein hat, dass selbst wenn die physischen Augen sich auf eine Kontur richten, diese dennoch nicht fokusiert wird, sondern der Raum vor der Kontur 'fokusiert' wird.
Gedanken entstehen keine, denn sobald sie sich nur ansatzweise rühren, lösen sie sich schon auf, d.h. sie brechen kontuierlich bereits als 'Keim' in sich zusammen. Da es sich ebenso mit den intuitiv intentionalen Zuschreibungen verhält, stellt sich ein Sehen ein, das nichts sieht. Wenn kurzzeitig sich dynamisch wieder aufbäumende konditionierte Intuition den Anschein erweckt, dass vollkommen andere Dinge als zuvor gesehen werden, dann besteht die Gefahr der Agitation durch eine Art 'Kopfkino'. Es ist aber wiederum bloß die Balance zwischen physischen und inneren mentalen Augen durch Entspannung herzustellen und das Sehen sieht wiederum nichts.
Das nennt man im Zen sehen ohne sehen, nur das sehen was zu sehen ist. Das sehend nicht Gesehene sind die Sinnesobjekte. Im Herzsutra wird beschrieben für was das alles gilt. Dein ganzes Geschriebene ist da festgehalten. Und, es gibt die Aufforderung darüber hinaus zu gehen. Darum, wegen dem Darüberhinaus gehen, bin ich so penetrant unangemessen in meiner Wortwahl.
Spock hat geschrieben:
Ich hab gemerkt, dass es konzentrationsabhaengig is. Leg ma beim nichtsehen etwas Konzentration in nur ein Auge (ohne fokussieren). Das heisst wenn das sehen anfaengt zu verschwinden, etwas "Unruhe" oder Anspannung auf einer Seite lassen. Dann isses einseitiges nichtsehen, wie so ne Piratenklappe. Probier ma.

Nein, ich probier das nicht. Ich drücke hier aus, was zum Spiegel gehört. Da ist auch keine Konzentration bei.

Ellviral hat geschrieben:
Das nennt man im Zen sehen ohne sehen, nur das sehen was zu sehen ist. Das sehend nicht Gesehene sind die Sinnesobjekte. Im Herzsutra wird beschrieben für was das alles gilt. Dein ganzes Geschriebene ist da festgehalten. Und, es gibt die Aufforderung darüber hinaus zu gehen. Darum, wegen dem Darüberhinaus gehen, bin ich so penetrant unangemessen in meiner Wortwahl.

Du redest einfach von was anderem, auch wenn du sagst 'Das nennt man im Zen ...' Im Herzsutra geht es um exklusive Leerheit, das ist 'dumme' Leerheit, die Leerheit eines unbelebten Kohlkopfes. Und schon wieder so was: 'Darüberhinaus gehen' ... du vertrittst hier einfach eine niedere Sichtweise, sorry. Für Buddhismus mag deine Sichtweise ausreichen.
Stero hat geschrieben:
Spock hat geschrieben:
Ich hab gemerkt, dass es konzentrationsabhaengig is. Leg ma beim nichtsehen etwas Konzentration in nur ein Auge (ohne fokussieren). Das heisst wenn das sehen anfaengt zu verschwinden, etwas "Unruhe" oder Anspannung auf einer Seite lassen. Dann isses einseitiges nichtsehen, wie so ne Piratenklappe. Probier ma.

Nein, ich probier das nicht. Ich drücke hier aus, was zum Spiegel gehört. Da ist auch keine Konzentration bei.

Ellviral hat geschrieben:
Das nennt man im Zen sehen ohne sehen, nur das sehen was zu sehen ist. Das sehend nicht Gesehene sind die Sinnesobjekte. Im Herzsutra wird beschrieben für was das alles gilt. Dein ganzes Geschriebene ist da festgehalten. Und, es gibt die Aufforderung darüber hinaus zu gehen. Darum, wegen dem Darüberhinaus gehen, bin ich so penetrant unangemessen in meiner Wortwahl.

Du redest einfach von was anderem, auch wenn du sagst 'Das nennt man im Zen ...' Im Herzsutra geht es um exklusive Leerheit, das ist 'dumme' Leerheit, die Leerheit eines unbelebten Kohlkopfes. Und schon wieder so was: 'Darüberhinaus gehen' ... du vertrittst hier einfach eine niedere Sichtweise, sorry. Für Buddhismus mag deine Sichtweise ausreichen.
Vielleicht hab ich das ja garnicht für Dich geschrieben? Meine Worte sind auch nicht in deinem Maß.
Ellviral hat geschrieben:
Stero hat geschrieben:
Spock hat geschrieben:
Ich hab gemerkt, dass es konzentrationsabhaengig is. Leg ma beim nichtsehen etwas Konzentration in nur ein Auge (ohne fokussieren). Das heisst wenn das sehen anfaengt zu verschwinden, etwas "Unruhe" oder Anspannung auf einer Seite lassen. Dann isses einseitiges nichtsehen, wie so ne Piratenklappe. Probier ma.

Nein, ich probier das nicht. Ich drücke hier aus, was zum Spiegel gehört. Da ist auch keine Konzentration bei.

Ellviral hat geschrieben:
Das nennt man im Zen sehen ohne sehen, nur das sehen was zu sehen ist. Das sehend nicht Gesehene sind die Sinnesobjekte. Im Herzsutra wird beschrieben für was das alles gilt. Dein ganzes Geschriebene ist da festgehalten. Und, es gibt die Aufforderung darüber hinaus zu gehen. Darum, wegen dem Darüberhinaus gehen, bin ich so penetrant unangemessen in meiner Wortwahl.

Du redest einfach von was anderem, auch wenn du sagst 'Das nennt man im Zen ...' Im Herzsutra geht es um exklusive Leerheit, das ist 'dumme' Leerheit, die Leerheit eines unbelebten Kohlkopfes. Und schon wieder so was: 'Darüberhinaus gehen' ... du vertrittst hier einfach eine niedere Sichtweise, sorry. Für Buddhismus mag deine Sichtweise ausreichen.
Vielleicht hab ich das ja garnicht für Dich geschrieben? Meine Worte sind auch nicht in deinem Maß.

Das spielt keine Rolle. Inspirationen können spontan zum Ausdruck gebracht werden. Die Worte des einen sind niemals die Worte des anderen, wenn sie es auch allmählich werden können. Der sprachliche Ausdruck jenseits der 5 Sinnesobjekte ist immer individuell. Wichtig ist - aus der Perspektive dieser Rationalität - dass er 'aus einem Guß' ist.

---
Das Gute an dem Sehen ist, dass es immer da ist. Im Liegen, Stehen, Gehen, Laufen, Sitzen, in Turbulenz und in Ruhe. So eröffnet es in jeder Situation die Dimensionen von Kristall und Raum.
Stero hat geschrieben:
Ellviral hat geschrieben:
Stero hat geschrieben:
Nein, ich probier das nicht. Ich drücke hier aus, was zum Spiegel gehört. Da ist auch keine Konzentration bei.


Du redest einfach von was anderem, auch wenn du sagst 'Das nennt man im Zen ...' Im Herzsutra geht es um exklusive Leerheit, das ist 'dumme' Leerheit, die Leerheit eines unbelebten Kohlkopfes. Und schon wieder so was: 'Darüberhinaus gehen' ... du vertrittst hier einfach eine niedere Sichtweise, sorry. Für Buddhismus mag deine Sichtweise ausreichen.
Vielleicht hab ich das ja garnicht für Dich geschrieben? Meine Worte sind auch nicht in deinem Maß.

Das spielt keine Rolle. Inspirationen können spontan zum Ausdruck gebracht werden. Die Worte des einen sind niemals die Worte des anderen, wenn sie es auch allmählich werden können. Der sprachliche Ausdruck jenseits der 5 Sinnesobjekte ist immer individuell. Wichtig ist - aus der Perspektive dieser Rationalität - dass er 'aus einem Guß' ist.

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Das Gute an dem Sehen ist, dass es immer da ist. Im Liegen, Stehen, Gehen, Laufen, Sitzen, in Turbulenz und in Ruhe. So eröffnet es in jeder Situation die Dimensionen von Kristall und Raum.
Bisher hast Du dich des öfteren von mir inspirieren lassen :) nur dadurch ist es mir möglich Dir zu folgen und mich weigern deinen Wortgebrauch zu benutzen. :) :upsidedown: :) Ich verwende schließlich auch einen, nur verlange ich keine Gefolgschaft.
Ellviral hat geschrieben:
Stero hat geschrieben:
Ellviral hat geschrieben:
Vielleicht hab ich das ja garnicht für Dich geschrieben? Meine Worte sind auch nicht in deinem Maß.

Das spielt keine Rolle. Inspirationen können spontan zum Ausdruck gebracht werden. Die Worte des einen sind niemals die Worte des anderen, wenn sie es auch allmählich werden können. Der sprachliche Ausdruck jenseits der 5 Sinnesobjekte ist immer individuell. Wichtig ist - aus der Perspektive dieser Rationalität - dass er 'aus einem Guß' ist.

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Das Gute an dem Sehen ist, dass es immer da ist. Im Liegen, Stehen, Gehen, Laufen, Sitzen, in Turbulenz und in Ruhe. So eröffnet es in jeder Situation die Dimensionen von Kristall und Raum.
Bisher hast Du dich des öfteren von mir inspirieren lassen :) nur dadurch ist es mir möglich Dir zu folgen und mich weigern deinen Wortgebrauch zu benutzen. :) :upsidedown: :) Ich verwende schließlich auch einen, nur verlange ich keine Gefolgschaft.

Sobald man mit eigenen Worten auf die Worte eines anderen reagiert, ist dies Ausdruck von Inspiration. Gefolgschaft verlange auch ich nicht und ich will sie auch gar nicht. 'Mein Ding' ist Vorbild für andere, als es sie inspiriert, 'ihr eigenes Ding' zu machen. Denn sobald sich zwei 'ein einziges Ding' teilen, ist von vornherein 'der Wurm [des Kollektivs] drin'.
Stero hat geschrieben:
Ellviral hat geschrieben:
Stero hat geschrieben:
Das spielt keine Rolle. Inspirationen können spontan zum Ausdruck gebracht werden. Die Worte des einen sind niemals die Worte des anderen, wenn sie es auch allmählich werden können. Der sprachliche Ausdruck jenseits der 5 Sinnesobjekte ist immer individuell. Wichtig ist - aus der Perspektive dieser Rationalität - dass er 'aus einem Guß' ist.

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Das Gute an dem Sehen ist, dass es immer da ist. Im Liegen, Stehen, Gehen, Laufen, Sitzen, in Turbulenz und in Ruhe. So eröffnet es in jeder Situation die Dimensionen von Kristall und Raum.
Bisher hast Du dich des öfteren von mir inspirieren lassen :) nur dadurch ist es mir möglich Dir zu folgen und mich weigern deinen Wortgebrauch zu benutzen. :) :upsidedown: :) Ich verwende schließlich auch einen, nur verlange ich keine Gefolgschaft.

Sobald man mit eigenen Worten auf die Worte eines anderen reagiert, ist dies Ausdruck von Inspiration. Gefolgschaft verlange auch ich nicht und ich will sie auch gar nicht. 'Mein Ding' ist Vorbild für andere, als es sie inspiriert, 'ihr eigenes Ding' zu machen. Denn sobald sich zwei 'ein einziges Ding' teilen, ist von vornherein 'der Wurm [des Kollektivs] drin'.

:like:
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Stero hat geschrieben:
Das Gute an dem Sehen ist, dass es immer da ist. Im Liegen, Stehen, Gehen, Laufen, Sitzen, in Turbulenz und in Ruhe. So eröffnet es in jeder Situation die Dimensionen von Kristall und Raum.


Ob das nun auch ohne Prasangika Rationalität so ist, kann ich nicht sagen, weil ich halt nun mal von daher komme. Auffallend ist jedoch, dass alle traditionellen Texte das Erkennen der Abwesenheit von inhärenter Existenz an den Anfang stellen. Es kann also sein, dass die Bedeutung der Gleichnisse Ozean, Spiegel, Kristall und Raum das Erkennen der Leerheit von einem selbst und allem anderen voraussetzt. Aber das kann ich nicht beurteilen, weil ich halt aus der Richtung komme, aus der ich eben komme.
Ellviral hat geschrieben:
Stero hat geschrieben:
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Die Augen (ad Spiegel)
Am besten ist ein Blick mit Aussicht, z.B. vom Gipfel eines Berges aus, aber auch der Blick aus einer oberen Etage eines höheren Hauses, ein Blick in eine Weite. Am Anfang ist indirektes Licht besser, z.B. in der Dämmerung.
Die Augen sind geradeaus gerichtet. Der Blick ist unbewegt. Die Augen fokusieren überhaupt nichts. Letzteres ist nicht ganz einfach, weil der konditionierte Augenreflex sofort fokusiert, sobald sich auch nur die geringste Kontur im Blickfeld zeigt. Deshalb weiten die 'inneren, mentalen Augen' bei geradeaus blickenden physischen Augen ihren Blick auf das gesamte Gesichtsfeld, vom linken zum rechten Rand. Es stellt sich allmählich eine Balance zwischen den physischen und den mentalen Augen ein, so dass es den Anschein hat, dass selbst wenn die physischen Augen sich auf eine Kontur richten, diese dennoch nicht fokusiert wird, sondern der Raum vor der Kontur 'fokusiert' wird.
Gedanken entstehen keine, denn sobald sie sich nur ansatzweise rühren, lösen sie sich schon auf, d.h. sie brechen kontuierlich bereits als 'Keim' in sich zusammen. Da es sich ebenso mit den intuitiv intentionalen Zuschreibungen verhält, stellt sich ein Sehen ein, das nichts sieht. Wenn kurzzeitig sich dynamisch wieder aufbäumende konditionierte Intuition den Anschein erweckt, dass vollkommen andere Dinge als zuvor gesehen werden, dann besteht die Gefahr der Agitation durch eine Art 'Kopfkino'. Es ist aber wiederum bloß die Balance zwischen physischen und inneren mentalen Augen durch Entspannung herzustellen und das Sehen sieht wiederum nichts.
Das nennt man im Zen sehen ohne sehen, nur das sehen was zu sehen ist. Das sehend nicht Gesehene sind die Sinnesobjekte. Im Herzsutra wird beschrieben für was das alles gilt. Dein ganzes Geschriebene ist da festgehalten. Und, es gibt die Aufforderung darüber hinaus zu gehen. Darum, wegen dem Darüberhinaus gehen, bin ich so penetrant unangemessen in meiner Wortwahl.

Danke euch beiden. :)

@ Ellviral, mich interessiert das 'Darüberhinaus gehen'. Kannst du das noch genauer beschreiben?

Grüße :sunny:
Wow dieser Thread, mit welch abstrusen Gedankenkonstrukte manche ihre Zeit verbringen!

Ich staune.
Stero hat geschrieben:
Back to topic:

Stero hat geschrieben:
Das Gute an dem Sehen ist, dass es immer da ist. Im Liegen, Stehen, Gehen, Laufen, Sitzen, in Turbulenz und in Ruhe. So eröffnet es in jeder Situation die Dimensionen von Kristall und Raum.


Ob das nun auch ohne Prasangika Rationalität so ist, kann ich nicht sagen, weil ich halt nun mal von daher komme. Auffallend ist jedoch, dass alle traditionellen Texte das Erkennen der Abwesenheit von inhärenter Existenz an den Anfang stellen. Es kann also sein, dass die Bedeutung der Gleichnisse Ozean, Spiegel, Kristall und Raum das Erkennen der Leerheit von einem selbst und allem anderen voraussetzt. Aber das kann ich nicht beurteilen, weil ich halt aus der Richtung komme, aus der ich eben komme.

Die Abwesenheit von inhärenter Existenz und das bedingte Entstehen sind doch im Ozean-Gleichnis enthalten, genauso im Spiegel-Gleichnis und Raum-Gleichnis. Beim Kristall wohl eher nicht, oder? Und was ist mit dem Berg-Gleichnis?

Der sich ständig verändernde Bewusstseinsstrom (im tibetischen Buddhismus) ist ja auch leer von inhärenter Existenz des momentanen Zustandes und ist bedingt entstanden.

Grüße :rainbow:
Toddler hat geschrieben:
Wow dieser Thread, mit welch abstrusen Gedankenkonstrukte manche ihre Zeit verbringen!

Ich staune.

Hallo erstmal!

Kannst du da auch was zu beitragen?

Grüße :)
Hallo auch.

Keine Ahnung ob ich was beisteuern kann, ich sehe eure Probleme nicht :rofl:
Toddler hat geschrieben:
Hallo auch.

Keine Ahnung ob ich was beisteuern kann, ich sehe eure Probleme nicht :rofl:

Ich sehe auch keine Probleme. :mrgreen:

Gute Nacht.
Carneol hat geschrieben:
Stero hat geschrieben:
Back to topic:

Stero hat geschrieben:
Das Gute an dem Sehen ist, dass es immer da ist. Im Liegen, Stehen, Gehen, Laufen, Sitzen, in Turbulenz und in Ruhe. So eröffnet es in jeder Situation die Dimensionen von Kristall und Raum.


Ob das nun auch ohne Prasangika Rationalität so ist, kann ich nicht sagen, weil ich halt nun mal von daher komme. Auffallend ist jedoch, dass alle traditionellen Texte das Erkennen der Abwesenheit von inhärenter Existenz an den Anfang stellen. Es kann also sein, dass die Bedeutung der Gleichnisse Ozean, Spiegel, Kristall und Raum das Erkennen der Leerheit von einem selbst und allem anderen voraussetzt. Aber das kann ich nicht beurteilen, weil ich halt aus der Richtung komme, aus der ich eben komme.

Die Abwesenheit von inhärenter Existenz und das bedingte Entstehen sind doch im Ozean-Gleichnis enthalten, genauso im Spiegel-Gleichnis und Raum-Gleichnis. Beim Kristall wohl eher nicht, oder? Und was ist mit dem Berg-Gleichnis?

Der sich ständig verändernde Bewusstseinsstrom (im tibetischen Buddhismus) ist ja auch leer von inhärenter Existenz des momentanen Zustandes und ist bedingt entstanden.

Grüße :rainbow:

ich möchte das gar nicht alles kommentieren, weil ich dir dein Verständnis überlasse.
Was den kristall angeht, ist der Fokus des Gleichnisses ja auf den Farbpixeln im vermeintlichen Außen, die ja tatsächlich Selbstmanifestationen der Natur des Kristalles (zur Lichtbrechung) sind und also auch auf der Leerheit von inhärenter Existenz dieser Farbpixel.
Carneol hat geschrieben:
Toddler hat geschrieben:
Hallo auch.

Keine Ahnung ob ich was beisteuern kann, ich sehe eure Probleme nicht :rofl:

Ich sehe auch keine Probleme. :mrgreen:

Gute Nacht.


Existentielle Probleme !

Probleme mit der Existenz ? Ist die Existenz als solche ein Problem ?
Toddler hat geschrieben:
Carneol hat geschrieben:
Toddler hat geschrieben:
Hallo auch.

Keine Ahnung ob ich was beisteuern kann, ich sehe eure Probleme nicht :rofl:

Ich sehe auch keine Probleme. :mrgreen:

Gute Nacht.


Existentielle Probleme !

Probleme mit der Existenz ? Ist die Existenz als solche ein Problem ?

Das wäre dann aber ein anderes Thema, mach doch einen neuen Thread dazu auf. :)
Das wäre dann aber ein anderes Thema, mach doch einen neuen Thread dazu auf. :)


Existenz ist doch genau das Thema dieses Threads resp des Eingangsposts:

Stero hat geschrieben:
...Denken und Handeln... sinnlos bzw sinnfrei... das Leben.. gelebt werden. Dem Leben ... Sinnlosigkeit bzw Sinnfreiheit...Seins ...Existenz....Wahrheit... sinnlos... sinnfrei...das Erkennen von sich selbst....Sinnlosigkeit.... Sinnfreiheit... sich selbst... 'das eigene Leben' .... 'das eigene Leben' ....das eigene Leben....Existenz.... Sinn..diesem Sinn..... Lebensziel...Sinnzuschreibung... sinnlos bzw. sinnfrei....Lebensziele..Existenz.. das Leben.. Leben ... das eigene Leben..... Existenz...sinnlosen bzw. sinnfreien ..Seins.
Toddler hat geschrieben:
Das wäre dann aber ein anderes Thema, mach doch einen neuen Thread dazu auf. :)


Existenz ist doch genau das Thema dieses Threads resp des Eingangsposts:

Stero hat geschrieben:
...Denken und Handeln... sinnlos bzw sinnfrei... das Leben.. gelebt werden. Dem Leben ... Sinnlosigkeit bzw Sinnfreiheit...Seins ...Existenz....Wahrheit... sinnlos... sinnfrei...das Erkennen von sich selbst....Sinnlosigkeit.... Sinnfreiheit... sich selbst... 'das eigene Leben' .... 'das eigene Leben' ....das eigene Leben....Existenz.... Sinn..diesem Sinn..... Lebensziel...Sinnzuschreibung... sinnlos bzw. sinnfrei....Lebensziele..Existenz.. das Leben.. Leben ... das eigene Leben..... Existenz...sinnlosen bzw. sinnfreien ..Seins.

Na klar, passt schon. :)
Toddler hat geschrieben:
Existentielle Probleme !

Probleme mit der Existenz ? Ist die Existenz als solche ein Problem ?

Ich sehe die Existenz als solche nicht als Problem.

Man kann sich Probleme mit bzw. in der Existenz schaffen - aber meistens liegt's an einem selbst.

Die 'bekannten' Ursachen: Gier, Hass und Verblendung. Oder eine Variante davon.

All dies erzeugt Unzufriedenheit, basierend auf überzogenen Erwartungen an andere oder an sich selbst.

Was nicht bedeutet, dass man keine Wünsche und Ziele haben dürfte, denen man gerne folgen kann. Das macht das Leben ja auch sinnvoll.

Aber sobald man anfängt an seinen Vorstellungen zu kleben, wird es schwierig.

Wie siehst du das? Hast ja auch ein interessantes Image gepostet, scheint nicht frei davon zu sein. :wink:

Grüße :sunny:
Carneol hat geschrieben:
Ich sehe die Existenz als solche nicht als Problem.


Dann ist ja alles i.o. Existenz leben nicht studieren :)
Man kann das Leben leben, und es dennoch studieren.
Eigentlich tut man es zu jeder Zeit.
Es sind immer (scheinbar) einzelne Bereiche, bei denen man die Möglichkeit hat (bekommt), sich quasi daneben zustellen.
Und dann fängt es an, Spaß zu machen, zu erkennen. Wenn man einmal begonnen hat, den Schmerz des Rubycon zu ertragen, ab da ist jedes neue Loch der Erkenntnis der eigenen Unfähigkeit wie eine Wahrheitsdroge, von der man nicht lassen kann.
Leben - ist Vergessen des Willens. Es ist nur Wollen. Und insoweit rational.
s sind immer (scheinbar) einzelne Bereiche, bei denen man die Möglichkeit hat (bekommt), sich quasi daneben zustellen


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interpretieren/erkennen :warn:
Spacy hat geschrieben:
Man kann das Leben leben, und es dennoch studieren.
Eigentlich tut man es zu jeder Zeit.
Es sind immer (scheinbar) einzelne Bereiche, bei denen man die Möglichkeit hat (bekommt), sich quasi daneben zustellen.
Und dann fängt es an, Spaß zu machen, zu erkennen.

Ja, genau. :) :like:
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