Der erbarmunglose Buddha?

Moderator: void

Ich bin seit längerem mit einer radikalen Christin und einem ehemaligen Atheisten im Gespräch. Ein seeeehr interessantes Gespräch. Ich hatte mir im Verlauf dieses Gesprächs ein- zweimal erlaubt, aus dem Pali Kanon zu zitieren. Nun erzählte mir jene radikale Christin heute folgende entzückende kleine Geschichte:

" Ein Chinese erzählte einmal in seiner bildhaften Sprache die Erfahrungen seines Lebens: „Ich war in eine tiefe Grube gefallen. Mit allen Anstrengungen versuchte ich herauszukommen, doch es gelang mir nicht.“ Endlich kam Konfuzius vorbei und sprach: „Mein Sohn hättest du meiner Lehre gehorcht, würdest du jetzt nicht in dieser Grube sitzen!“Das weiß ich“, schrie ich, „aber das hilft mir jetzt nichts. Hilf mir, dann werde ich deine Lehre befolgen“.Aber Konfuzius setzte seinen Weg unbekümmert fort und ließ mich ohne Hoffnung zurück.

Da schaute ein anderer über den Rand der Grube. Es war Buddha. Er kreuzte die Arme und sagte:
„Mein Sohn wenn du nur die Arme kreuzest und deine Augen schließt und in einen Zustand völliger Ruhe und Unterwerfung kommst, so wirst du einmal das Nirwana (das ewige Nichts) erreichen, gleich wie ich. Du musst dich gleichgültig verhalten in allen äußeren Umständen; so wirst du Ruhe finden.“

Mit stürmischen Schritten näherte sich Mohammed, beugte sich über den Rand und schaute in die Grube.“Mann, mache keinen solchen Lärm. Gewiss, du bist in einer elenden Lage. Hast du Angst, du brauchst dich nicht zu fürchten. Siehe, es ist der Wille Allahs, dass du da hineingefallen bist. ….Bedenke das! Wer kann sich seinem Willen widersetzen? Und Mohammed ging weg … Aber er tat nichts für mich!

Danach hörte ich eine Stimme: „Mein Sohn!“
Aufblickend sah ich das Antlitz Jesu – voller Liebe und Mitgefühl. Kein Vorwurf kam über seine Lippen. Sofort kam er zu mir in die Grube herab.
Er umschlang mich, hob mich aus der Grube und setzte meine Füße auf festen Boden. Er setzte sein Leben für mich ein, um meines zu retten. Darum bin ich Christ geworden!"

Ich kannte diese Geschichte schon vorher, ich hatte auch als Kind und Jugendlicher einschlägige Erfahrung mit der Gehirnwäsche der Christenheit, das ist ein Grund, weshalb ich seit 30 Jahren konfessionslos bin. Nun, wie denkt ihr von buddhistischer Seite über diese kleine, zeckige Geschichte? :-)
Zehn Buddhisten, zwölf Meinungen.
Da schaute ein anderer über den Rand der Grube. Es war Buddha. Er kreuzte die Arme und sagte:„Mein Sohn wenn du nur die Arme kreuzest und deine Augen schließt und in einen Zustand völliger Ruhe und Unterwerfung kommst, so wirst du einmal das Nirwana (das ewige Nichts) erreichen, gleich wie ich. Du musst dich gleichgültig verhalten in allen äußeren Umständen; so wirst du Ruhe finden.“


Unterwerfung stimmt nicht, ewiges Nichts stimmt nicht, Gleichgültigkeit stimmt auch nicht, "Ruhe finden" auch nicht. D.h. ist nicht Buddha Dharma. Die Frage ist, lohnt es sich zu argumentieren ? Ich finde nicht. Ich hab mal den dt. Vorsitzenden der Bahai kennen gelernt, weder er noch ich argumentierten, versuchten uns zu überzeugen, er hat "meins" ohne Umschweife respektiert. Umgekehrt genauso. Das ist schon lange her, aber, obwohl wie uns nie näher kennen lernten, würde ich sagen, er hat sich schon dadurch als Freund erwiesen. Ich kann zwar mit Missionseiferern an einem Tisch sitzen, aber Freunde sind das ja nicht.
Ich bin der Meinung: jeder nach seiner Façon.

Im Übrigen drücke ich es mal so aus: Gleichgültigkeit ist kein Synonym für Gelassenheit. Buddha sprach nie davon, dass es angezeigt sei, gleichgültig zu sein, oder sich irgendwem oder irgendetwas zu unterwerfen.

Ich würde mich in einer Grube nicht hektisch aufführen, was sollte das bewirken? Mit undisziplinierter Geist ist strukturiertes, zielführendes Denken nicht möglich. Gelassenheit und innere Ruhe sind stets zuträglich. Alles ist im Wandel begriffen, … also entweder,

- ich finde mittels gelassenen Nachdenkens selbst eine Möglichkeit, zu entkommen,
- jemand, bzw. etwas hilft mir aus der Klemme, oder
- das ist definitiv mein Ende. Sollte dies so sein, werde ich das, was ist, annehmen.

So what? :wink: ... LG mkha´
@Morpho

" Die Frage ist, lohnt es sich zu argumentieren ? Ich finde nicht."

Ich stimme Dir vollkommen zu, argumentieren bringt da garnix :-) Jedem seinen Himmel und jedem seine Hölle, das ist meine Devise :angel:

@mkha'

"Ich bin der Meinung: jeder nach seiner Façon."

Ich bin derselben Meinung.
Übrigens, Ihr wisst ja, ihr braucht Euch nur zum apostolischen Glaubensbekenntnis bekennen, dann seid ihr gerettet und kommt in den Himmel, während die verdammten Atheisten, Buddhisten, Hindus, Muslime, Juden, Bahai und was da sonst noch kreucht und fleucht auf ewig in der HÖLLE braten wird :twisted: ... naaaah, will nicht vielleicht doch jemand seinen Arsch retten und das apostolische Glaubensbekenntnis ablegen? :angel:
Ich find diese Christen-bashing aber auch nicht gut. Es gibt sicher viele Leute, die durch ihren glauben an Jesus wirklich gute Menschen geworden sind. Ein Mensch den ich wirklich sehr sehr bewundere ist z. B. Martin Luther King. Ich versteh nicht, warum die Menschen nicht begreifen, dass gewaltloser Wiederstand das einzig vernünftige ist. :?
Die Aussage deiner Freundin finde ich irgendwie kindisch ... :(
Irmin82 hat geschrieben:
Ich find diese Christen-bashing aber auch nicht gut. Es gibt sicher viele Leute, die durch ihren glauben an Jesus wirklich gute Menschen geworden sind. Ein Mensch den ich wirklich sehr sehr bewundere ist z. B. Martin Luther King. Ich versteh nicht, warum die Menschen nicht begreifen, dass gewaltloser Wiederstand das einzig vernünftige ist. :?
Die Aussage deiner Freundin finde ich irgendwie kindisch ... :(


Wo siehst Du hier "Christenbashing"? Also ich sehe auf jeden Fall äusserst ungehöriges Bashing ausserchristlicher Religionen in jener christlichen "Geschichte", mit der ich diesen Thread aufgemacht habe. Diese Geschichte hat man mir übrigens schon im katholischen Religionsunterricht in der Grundschule und in der Berufsschule erzählt, diese Geschichte war exakt so, wie ich sie zitiert habe, in unserem Religionsbuch abgedruckt.

Wer bashed hier nun wen?
Für was steht denn die Grube?
Die Grube steht für eine Grube. Da fällt mir das sinnige Sprichwort ein:

Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein :angel:
Die Grube steht wahrscheinlich für ein Tief, das man im Leben hat, da man noch zu keiner Religion gefunden hat.
Wenn er dich auf die eine Wange bashed, sollst du nicht zurück bashen!
Irmin82 hat geschrieben:
Die Grube steht wahrscheinlich für ein Tief, das man im Leben hat, da man noch zu keiner Religion gefunden hat.
Wenn er dich auf die eine Wange bashed, sollst du nicht zurück bashen!


Ich persönlich bin kein Konfuzianer, kein Muslim und auch kein Buddhist, daher fühle ich mich von jener entzückenden, kleinen, christlichen Geschichte weder gebashed, noch sehe ich Anlass für mich, zu bashen. Ich habe nicht gebashed, lieber Irmin :angel:
Na, dann seit ihr ja nicht auf Augenhöhe. Aber selbst wenn du (dir) sagen würdest, ich bin Buddhist - fassen Dogmatiker keine ihnen fremd erscheinende Anschauung an; das ist sogar unter "Buddhisten" so. Jemand den es aber trägt, der innerlich (nicht bloß äußerlich) überzeugt ist, fürchtet nicht "abzufallen", der wagt sich gar "in die Höhle des Löwen", wie der katholische Priester der unlängst hier in einem gottlosen tibetischen buddhistischen Zentrum war. Der Lama war natürlich dabei. Ein anständiger, nicht so ein hedonistischer Bauchpinsler mit krudem Menschenbild. Es gab dabei keine unheilsamen Diskurse, keine provozierende Rede, auch kein Aufwiegen. Und das hat ihn, glaub ich, schwer beeindruckt. Ich meine, Menschen erreichen sich weniger über den Intellekt, als über das Herz. Das ist ja bei allen Wesen dasselbe. Und so ist das auch mit Geschichten. Wenn die nicht aus dem Herzen kommen, hinterlassen die Spuren, aber sie berühren nicht. Ich würde diese "krumme Geschichte" nicht überbewerten; man sieht ja auch, dass sie aus Unkenntnis so geschrieben ist. Und dann solltest du gucken, was dich ärgert. Wenn dich ein Umgang wiederholt ärgert, sprichwörtlich, dann nimm Abstand davon, solange er dich noch über ein gewisses Maß hinaus ärgern kann. Ich such -freiwillig- keinen unempathischen, hochnasigen Umgang. Aber "ich bin" ja auch Buddhistin. Gleichmut und sonstige "Qualitäten" kultivierst du unter "gleichen und besseren" und "in Abgeschiedenheit". Sacht Buddha. PS: Es stimmt schon, dass man sich selbstständig "aus dem Sumpf ziehen" musst, sonst kannst du keinem anderen dabei helfen, aber von einem Buddha kann man das nun nicht behaupten. Was ist Buddha?
Mich ärgert diese Geschichte nicht. Wie gesagt, ich bin kein Konfuzianer, kein Muslim, kein Buddhist und auch kein Christ.

Diese kleine Geschichte veranschaulicht im Kern den Exklusivitätsanspruch der Amts-Kirchen:

Ausserhalb des apostolischen Glaubensbekenntnisses gibt es kein Heil.

Sicher folgen nicht alle säkularen Christen diesem Prinzip, aber sehr viele, insbesondere radikale Christen tun es. Ist diese radikale Haltung nach 300 Jahren Aufklärung noch sinnvoll?
" Da schaute ein anderer über den Rand der Grube. Es war Buddha. Er kreuzte die Arme und sagte:
„Mein Sohn wenn du nur die Arme kreuzest und deine Augen schließt und in einen Zustand völliger Ruhe und Unterwerfung kommst, so wirst du einmal das Nirwana (das ewige Nichts) erreichen, gleich wie ich. Du musst dich gleichgültig verhalten in allen äußeren Umständen; so wirst du Ruhe finden.“

Das ist offenkundig eine schwere Missdeutung der Lehre des Buddha. So kann jedenfalls keine Verständigung unter den Religionen geschehen :mrgreen:
Naja, du kannst aber auch nicht erwarten, dass "die anderen" deine Bibel studieren :mrgreen:

Ausserhalb des apostolischen Glaubensbekenntnisses gibt es kein Heil.


Ich empfinde das nicht als radikal. Aber ja, kann fesseln, genauer: engstirnige, kleingeistige Vorstellungen.
Morpho hat geschrieben:
Naja, du kannst aber auch nicht erwarten, dass "die anderen" deine Bibel studieren :mrgreen:


Genau das habe ich ja auch gedacht. Woher soll der arme Mann in der Grube wissen, dass er nur durch das Christentum gerettet werden kann, wenn er noch nie vom Christentum gehört hat und auch die Bibel der Christen noch nie gelesen hat? :lol:
Die Christen legen im Allgemeinen viel wert auf tätige Nächstenliebe. Wenn man aus einer GRube herausgezogen wird, ist das sicher eine löbliche Wohltat. Aber außerhalb der Grube lauern weiterhin viele Gefahren. Da ist eine Lehre die darauf abzielt alles Leid zu beenden schon gründlicher als eine Lehre die sich vorwiegend um das Körperliche kümmert und ansonsten auf die Gnade Gottes hofft.
Freeman reloaded hat geschrieben:
Danach hörte ich eine Stimme: „Mein Sohn!“
Aufblickend sah ich das Antlitz Jesu – voller Liebe und Mitgefühl. Kein Vorwurf kam über seine Lippen. Sofort kam er zu mir in die Grube herab.
Er umschlang mich, hob mich aus der Grube und setzte meine Füße auf festen Boden. Er setzte sein Leben für mich ein, um meines zu retten. Darum bin ich Christ geworden!"


Tolle Geschichte...

Wäre noch etwas besser, wenn er bei den 20.000 Kindern, die heute wegen Unterernährung krepieren vorbeisehen würde und etwas zu Essen mitbringen würde.
Ging die Geschichte nicht irgendwie anders, etwa so:
Danach hörte ich eine Stimme: „Mein Sohn!“
Aufblickend sah ich das Antlitz Jesu – voller Liebe und Mitgefühl. Kein Vorwurf kam über seine Lippen. Er sprach: "Hallo, ich bin der Sohn Gottes. Ich gehe jetzt nach Jerusalem, um mich aus reiner Liebe zu dir auf Golgotha am Kreuz zu Tode foltern zu lassen. Wenn du nur fest genug daran glaubst, dass dir das in deiner Grube irgendwie von Nutzen ist, dann wirst du, nachdem auch du in deiner Grube verreckt bist, an meiner Seite im Himmelreich von den Toten wiederauferstehen." Das war so was von tröstlich - darum bin ich Christ geworden!

- zumindest habe ich sie so verstanden und in Erinnerung.

(Vielleicht) notwendige Nachbemerkung: das ist gewiss keine faire Kurzdarstellung der christlichen Religion. Es ist lediglich der zum groben Klotz passende grobe Keil.

Was Buddha angeht, so hätte er wohl eher gesagt: "Guter Mann, ich habe selbst unendlich lange in so einer Grube gesteckt. Ich kann dich da nicht herausholen, aber wenn du es willst, kann ich dir zeigen, wie ich es geschafft habe, aus meiner Grube heraus zu kommen."

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Sudhana hat geschrieben:
Ging die Geschichte nicht irgendwie anders, etwa so:
Danach hörte ich eine Stimme: „Mein Sohn!“
Aufblickend sah ich das Antlitz Jesu – voller Liebe und Mitgefühl. Kein Vorwurf kam über seine Lippen. Er sprach: "Hallo, ich bin der Sohn Gottes. Ich gehe jetzt nach Jerusalem, um mich aus reiner Liebe zu dir auf Golgotha am Kreuz zu Tode foltern zu lassen. Wenn du nur fest genug daran glaubst, dass dir das in deiner Grube irgendwie von Nutzen ist, dann wirst du, nachdem auch du in deiner Grube verreckt bist, an meiner Seite im Himmelreich von den Toten wiederauferstehen." Das war so was von tröstlich - darum bin ich Christ geworden!

- zumindest habe ich sie so verstanden und in Erinnerung.

(Vielleicht) notwendige Nachbemerkung: das ist gewiss keine faire Kurzdarstellung der christlichen Religion. Es ist lediglich der zum groben Klotz passende grobe Keil.

Was Buddha angeht, so hätte er wohl eher gesagt: "Guter Mann, ich habe selbst unendlich lange in so einer Grube gesteckt. Ich kann dich da nicht herausholen, aber wenn du es willst, kann ich dir zeigen, wie ich es geschafft habe, aus meiner Grube heraus zu kommen."

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Nun ja, eigentlich geht die Geschichte ja doch ein wenig anders. Der amtlich-christliche Jesus Christus verlangt ja nicht, dass die Gläubigen mit ihm gemeinsam am Kreuz sterben, sondern er stirbt stellvertretend für die Gläubigen und ihre Sünden. Jesus von Nazareth ist somit das Schlachtopfer für die Sünden der Christen. Das alles aber ist mit dem historischen Juden Jesus (falls es ihn als historischen Menschen überhaupt gegeben hat) völlig unvereinbar, für ihn wäre so eine solche Vorstellung ein Greuel gewesen, eine solche Vorstellung passt überhaupt nicht zu jener jüdisch-prophetischen Tradition, der Jesus entstammte. Das griechisch-römische Christentum hat den Gott Israels und einen seiner Propheten okkupiert und für seine eigenen Zwecke umgedeutet. Das Christentum ist ein synkretistisches Konstrukt römischer Kaiser, Päpste und Apostel.

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mukti hat geschrieben:
Die Christen legen im Allgemeinen viel wert auf tätige Nächstenliebe. Wenn man aus einer GRube herausgezogen wird, ist das sicher eine löbliche Wohltat. Aber außerhalb der Grube lauern weiterhin viele Gefahren. Da ist eine Lehre die darauf abzielt alles Leid zu beenden schon gründlicher als eine Lehre die sich vorwiegend um das Körperliche kümmert und ansonsten auf die Gnade Gottes hofft.


Ehrlich gesagt gibt es kaum etwas, auf das ich in Punkto Befreiung weniger vertrauen würde, als das amtlich verordnete Christentum. Ich baue nicht auf Stellvertreter-Schlachtopfer :angel:
Immerhin tut die Geburt des Herrn (am 24.12) auch ihr Gutes für die Kaufhauskassen- die Schäfchen sind in bester Kauflaune:

http://www.tagesschau.de/wirtschaft/gfk ... x-105.html
Freeman reloaded hat geschrieben:

Danach hörte ich eine Stimme: „Mein Sohn!“
Aufblickend sah ich das Antlitz Jesu – voller Liebe und Mitgefühl. Kein Vorwurf kam über seine Lippen. Sofort kam er zu mir in die Grube herab.
Er umschlang mich, hob mich aus der Grube und setzte meine Füße auf festen Boden. Er setzte sein Leben für mich ein, um meines zu retten. Darum bin ich Christ geworden!


Im Neuen Testament findet man die Geschichte sogar "leicht abgewandelt" wieder :

Die kanaanäische Frau

21 Und Jesus ging aus von dannen und entwich in die Gegend von Tyrus und Sidon. 22 Und siehe, ein kanaanäisches Weib kam aus derselben Gegend und schrie ihm nach und sprach: Ach HERR, du Sohn Davids, erbarme dich mein! Meine Tochter wird vom Teufel übel geplagt. 23 Und er antwortete ihr kein Wort. Da traten zu ihm seine Jünger, baten ihn und sprachen: Laß sie doch von dir, denn sie schreit uns nach. 24 Er antwortete aber und sprach: Ich bin nicht gesandt denn nur zu den verlorenen Schafen von dem Hause Israel. (Matthäus 10.5-6 ) (Römer 15.8 )
25 Sie kam aber und fiel vor ihm nieder und sprach: HERR, hilf mir! 26 Aber er antwortete und sprach: Es ist nicht fein, daß man den Kindern ihr Brot nehme und werfe es vor die Hunde. 27 Sie sprach: Ja, HERR; aber doch essen die Hündlein von den Brosamlein, die von ihrer Herren Tisch fallen. 28 Da antwortete Jesus und sprach zu ihr: O Weib, dein Glaube ist groß! Dir geschehe, wie du willst. Und ihre Tochter ward gesund zu derselben Stunde. (Matthäus 8.10) (Matthäus 8.13)
Yep, hier wird eben deutlich, dass Jesus von Nazareth ein jüdischer Prophet war, der sich grundsätzlich als zum Volk Israel gesandt sah. Ein unauflöslicher Widerspruch in der christlichen Geschichte und Theologie. Wenn man dem christlichen Lattenjupp den Lappen, den er gnädig um die göttlichen Lenden trägt, wegnehmen würde, würde ein beschnittener Schniedel zum Vorschein kommen :mrgreen:
Freeman reloaded hat geschrieben:
Yep, hier wird eben deutlich, dass Jesus von Nazareth ein jüdischer Prophet war, der sich grundsätzlich als zum Volk Israel gesandt sah. Ein unauflöslicher Widerspruch in der christlichen Geschichte und Theologie. Wenn man dem christlichen Lattenjupp den Lappen, den er gnädig um die göttlichen Lenden trägt, wegnehmen würde, würde ein beschnittener Schniedel zum Vorschein kommen :mrgreen:


Hallo ihr Lieben.

Es ist aber auch dies im Neuen Testament zu finden:

Matthäus 28

...

Der Auftrag des Auferstandenen: 28,16-20

16 Die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg, den Jesus ihnen genannt hatte.
17 Und als sie Jesus sahen, fielen sie vor ihm nieder. Einige aber hatten Zweifel.
18 Da trat Jesus auf sie zu und sagte zu ihnen: Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf der Erde.
19 Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes,
20 und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe.
Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.


(Quelle: https://www.die-bibel.de/bibeln/online-bibeln/einheitsuebersetzung/bibeltext/bibel/text/lesen/stelle/50/280001/289999/ - Die Bibel, Neues Testament - Einheitsübersetzung)


Markus 16

...

Die Erscheinungen des Auferstandenen: 16,9-20

...

14 Später erschien Jesus auch den Elf, als sie bei Tisch waren; er tadelte ihren Unglauben und ihre Verstocktheit, weil sie denen nicht glaubten, die ihn nach seiner Auferstehung gesehen hatten.
15 Dann sagte er zu ihnen: Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen!
16 Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden.

17 Und durch die, die zum Glauben gekommen sind, werden folgende Zeichen geschehen: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben; sie werden in neuen Sprachen reden;
18 wenn sie Schlangen anfassen oder tödliches Gift trinken, wird es ihnen nicht schaden; und die Kranken, denen sie die Hände auflegen, werden gesund werden.
19 Nachdem Jesus, der Herr, dies zu ihnen gesagt hatte, wurde er in den Himmel aufgenommen und setzte sich zur Rechten Gottes.
20 Sie aber zogen aus und predigten überall. Der Herr stand ihnen bei und bekräftigte die Verkündigung durch die Zeichen, die er geschehen ließ.


(Quelle: https://www.die-bibel.de/bibeln/online-bibeln/einheitsuebersetzung/bibeltext/bibel/text/lesen/stelle/51/160001/169999/ - Die Bibel, Neues Testament - Einheitsübersetzung)


Lukas 16

...

Die Erscheinung des Auferstandenen in Jerusalem: 24,36-53

...

44 Dann sprach er zu ihnen: Das sind die Worte, die ich zu euch gesagt habe, als ich noch bei euch war: Alles muss in Erfüllung gehen, was im Gesetz des Mose, bei den Propheten und in den Psalmen über mich gesagt ist.
45 Darauf öffnete er ihnen die Augen für das Verständnis der Schrift.
46 Er sagte zu ihnen: So steht es in der Schrift: Der Messias wird leiden und am dritten Tag von den Toten auferstehen,
47 und in seinem Namen wird man allen Völkern, angefangen in Jerusalem, verkünden, sie sollen umkehren, damit ihre Sünden vergeben werden.
48 Ihr seid Zeugen dafür.

49 Und ich werde die Gabe, die mein Vater verheißen hat, zu euch herabsenden. Bleibt in der Stadt, bis ihr mit der Kraft aus der Höhe erfüllt werdet.
50 Dann führte er sie hinaus in die Nähe von Betanien. Dort erhob er seine Hände und segnete sie.
51 Und während er sie segnete, verließ er sie und wurde zum Himmel emporgehoben;
52 sie aber fielen vor ihm nieder. Dann kehrten sie in großer Freude nach Jerusalem zurück.
53 Und sie waren immer im Tempel und priesen Gott.


(Quelle: https://www.die-bibel.de/bibeln/online-bibeln/einheitsuebersetzung/bibeltext/bibel/text/lesen/stelle/52/240001/249999/ - Die Bibel, Neues Testament - Einheitsübersetzung)


Johannes 20

...

Die Beauftragung der Jünger: 20,19-23

19 Am Abend dieses ersten Tages der Woche, als die Jünger aus Furcht vor den Juden die Türen verschlossen hatten, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch!
20 Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, dass sie den Herrn sahen.
21 Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.
22 Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist!
23 Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert.

...


(Quelle: https://www.die-bibel.de/bibeln/online-bibeln/einheitsuebersetzung/bibeltext/bibel/text/lesen/stelle/53/200001/209999/ - Die Bibel, Neues Testament - Einheitsübersetzung)


Man könnte natürlich sagen, dass die Evangelien oder sogar alle Schriften im Neuen Testament durch das "amtlich verordnete Christentum", wie Freeman reloaded es bezeichnet, ausgewählt oder vielleicht sogar in ihrem Sinne manipuliert sind. Aber dann dürfte man auch das Zitat von Sunu Sunu @ Re: Der erbarmunglose Buddha? (in) Dialog der Philosophien, Religionen und Freidenker nur unter Vorbehalt betrachten. Da es ja auch aus dem Neuen Testament ist.

Finde ich.

Aber nur meine Meinung. :)

Liebe Grüße
Fakt ist, dass das sog. neue Testament in griechischer, nicht in hebräischer Sprache oder gar Aramäisch geschrieben ist. Alle vier Testamente sind lange nach Jesu Tod geschrieben worden, sind also keine Augenzeugenberichte, niemand von den Evangelisten kannte Jesus persönlich. Von daher ist die Glaubwürdigkeit jener Schriften generell problematisch.

Fakt ist auch, dass das Christentum als solches ein synkretistisches Konstrukt römischer Kaiser, Päpste und Apostel ist und mit Israel und der heiligen Stadt Jerusalem nichts mehr gemein hat. Wer das bezweifelt, der sollte mal die Juden, also Israel, dazu befragen.

Liebe Grüsse :-)
@Raphy

Bist Du mit der Historie des Christentums vertraut?
Freeman reloaded hat geschrieben:
@Raphy

Bist Du mit der Historie des Christentums vertraut?


Hallo lieber Freeman reloaded.

Vertraut ist wohl zu viel gesagt. Aber man bekommt ja so einiges mit. Ich weiß aber auch nicht was genau du meinst.

Mir ging es hier auch nicht darum das Christentum zu verteidigen, falls der Eindruck ensteht. Sondern ich wollte nur anhand der Quelle "Neues Testament" zeigen, dass die Botschaft Jesu für alle ist, nicht nur für das Volk Israel.

Ob das was in dieser Quelle "Neues Testament" steht, aber wahr ist und wirklich alles so passiert ist, weiß ich leider nicht.

Was ich aus eigener Erfahrung sagen kann ist, dass mir vieles aus der überlieferten Lehre Jesu hilfreich und richtig erscheint. Es gibt aber auch einige Stellen in den Evangelien wo ich nichts darüber sagen kann.

Und auch von Aktivitäten durch christliche Ordensleute habe ich schon profitiert. Zum Beispiel in Form von Suppenküchen für Bedürftige.

Liebe Grüße
" hüstel"... Suppenküchen für Bedürftige?! :mrgreen:

" Vermögenswerte

Der Sozialwissenschaftler Carsten Frerk untersuchte 2001 das Vermögen der römisch-katholischen Kirche in Deutschland. Nach seinen Berechnungen summierten sich Ende 2002 die Werte von Grundbesitz, Immobilien, Geldanlagen und Beteiligungen der katholischen Kirche und der zu ihr gehörenden Institutionen auf ein Vermögen von 270 Milliarden Euro. Die römisch-katholische Kirche sei mit 8250 km² Grundeigentum größter privater Grundbesitzer in Deutschland. Frerk führte im Jahr 2013 neue Berechnungen durch, nach denen sich das Vermögen der katholischen Kirche 2013 auf bis zu 200 Milliarden Euro belief. Haupteinnahmequellen der Kirche seien die Kirchensteuer, Vermögenserträge und Staatsleistungen."

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Vermöge ... hen_Kirche

200 Milliarden (Zweihundert Milliarden) Euro allein in Deutschland (rechne das mal auf die römische Weltkirche hoch^^) :lol: Und die evangelische Kirche gehört ebenfalls zu den Superreichen dieser Erde.

Yoh, da kann man als rechtmässige, amtliche Nachfolger des völlig mittellosen Wanderpropheten namens Jesus von Nazareth schonmal ein Süppchen für die Armen springen lassen.

Möge Gott es der Kirche danken.

Liebe Grüsse

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