Rationalität und Politik

Moderator: void

Der Thread Donald Trump - 45. Präsident der USA (in) Buddhistischer Salon inspirierte mich, nun auch noch das Thema Politik aus der Perspektive dieser Rationalität zu betrachten.

Dabei will ich nicht den Fehler begehen eine vermeintliche politische Theorie mit einer vermeintlichen empirischen Praxis zu vergleichen, weil dies die Vorstellung eines irrationalen Ideals (Theorie) fördern würde und direkt in die vorherrschende ideologiegetriebene irrationale Politik führen würde, welche sich von Idealvorstellungen leiten lässt und diese Idealvorstellungen einer Wirklichkeit aufzwingen will.
Stattdessen will ich gleich in medias res gehen, direkt in die Wirklichkeit wie sie erscheint und aus dieser Wirklichkeit eine rationales Modell ableiten.

Die Wirklichkeit ist geprägt von der Irrationalität des Kollektives. Letztere beinhaltet Glaubenskonventionen, die das Leben der Individuen dominieren. Diese Glaubenskonventionen beinhalten auch den Glauben an Autorität und Führung und den Glauben, dass es einen Eigennutz gibt, der nicht nur auf individueller Ebene zu widersprüchen führt, sondern der teilweise auch einem vermeintlichen Allgemeinwohl widerspricht.

Mögliche Szenarien des Daseins vieler Individuen umfassen daher die Modelle eines unkontrollierten Kampfes jeder gegen jeden (Anarchie), eines durch Autorität moderierten, auf Interessensausgleich bedachten und kontrollierten Kampfes jeder gegen jeden (Demokratie) oder eines durch Autorität entweder total unterdrückten oder total dirigierten Kampfes jeder gegen jeden (Diktatur).
Da dies der Glaubensinhalt des irrationalen Kollektives ist, verhält es sich in Wirklichkeit auch genau so: politische Praxis führt entweder in die Anarchie, unterstützt und födert Demokratie oder führt über unkontrollierte Machtkonzentration zu Diktatur.

Rationalität analysiert nun lediglich unparteiisch, welches ein angemessenes Modell einer Organisationsform des Daseins vieler irrationaler Individuen ist: Anarchie, Demokratie oder Dikatatur. Rationalität nimmt also den Glauben des irrationalen Kollektives als Ursache für dessen Wirklichkeit und wählt das Modell aus, welche den analytisch betrachteten Umständen entspricht.


Da es keinen rationalen Grund gibt, das Streben nach Eigennutz irrationaler Individuen ausschließlich genetischen oder ausschließlich sozialen Ursachen zuzuschreiben, wird dieses der freien Selbstbestimmung der Individuen zugeschrieben.

Da die Verwirklichung aller individuellen Interessen unmöglich ist, weil sie z.T. unvereinbar sind, die irrationalen Individuen aber entweder an ihre eigene physische, mentale und/oder ökonomische Kraft oder an Autorität zur Regelung ihrer Verhältnisse glauben, muss die Durchsetzung von individuellen Interessen entweder den Individuen selbst überlassen werden oder sie muss durch eine Autorität moderiert oder total kontrolliert werden.
Im ersten Falle führt die Annahme eines "Rechtes" eines physisch, mental und/oder ökonomisch Stärkeren zur Durchsetzung seiner Interessen gegen andere zuerst zur Anarchie und schließlich zur Ausbildung von Machtstrukturen, die auf dem Recht des Stärkeren beruhen.
Worauf aber sollte solch ein Recht, welches kein normativ gesetztes Recht sein könnte, beruhen? Es müsste einer von Natur aus gegebenen, dem Individuum innewohnenden Kraft entsprechen, so wie die Natur des Feuers ihm die Kraft verleiht Dinge zu verbrennen. Individuen haben aber zum Zeitpunkt ihrer Geburt eine individuelle Stärke noch gar nicht entwickelt. Wenn sie diese aber erst hinterher entwickeln, muss sie sich in Abhängigkeit von äußeren Bedingungen erst herausbilden. Ein Recht des Stärkeren als natürliche innewohnende Kraft ließe sich also nur dann rational begründen, wenn die Gleichheit bei Geburt der Individuen unter gleichen äußeren Bedingungen aller Individuen zu ungleicher physischer, mentaler und/oder ökonomischer Stärke führen würde. Da sich aber die wirksamen äußeren Bedingungen inter-individuell immer unterscheiden, wäre die Annahme eines Rechts des Stärkeren als natürliche dem Individuum innewohnende Kraft irrational.
Auf der anderen Seite würde eine diktatorische Autorität die freie Selbstbestimmung von zum Zeitpunkt der Geburt gleichen Individuen unangemessen einschränken. Aber nicht nur das, es müsste auch gefragt werden, wer überhaupt als gleiches Individuum eine solche Macht, die die Freiheit der anderen Individuen ohne deren Mitspracherecht regelt, erwerben kann und warum und die Analyse würde zeigen, dass dies nur unter der irrationalen Inanspruchnahme eines Rechtes des Stärkeren (des Diktators) möglich ist.
So kann es also nur eine demokratisch bestimmte Autorität sein, die den Interessenausgleich der irrationalen Individuen regelt, weil nur dann die Individuen selbst auch Einfluss auf die Art und Weise der Moderation des Interessensausgleiches nehmen können.

Deswegen ist für ein a priori irrationales Kollektiv nur Demokratie rational begründbar.

Dabei soll jedoch nicht verschwiegen werden, dass es Auswüchse der Irrationalität gibt, die dazu führen können, dass demokratische Regeln selbst außer Kraft gesetzt werden und ein Abgleiten in Anarchie und Diktatur droht. Um solche Auswüchse zu verhindern, werden Regelwerke (sog. Verfassungen) erstellt, die die politischen Organisationseinheiten der Kollektive, deren Funktionsweisen und Interaktionen und deren personelle Besetzung verbindlich regeln, und deren Einhaltung durch eine Form der organisatorischen Gewaltenteilung und gegenseitiger Kontrolle dieser Gewalten sichergestellt ist. Für das Funktionieren des gesamten demokratischen Systems (Staat) wesentlich ist dabei die klare Definition der Gültigkeit hinsichtlich Gebiet (Staatsgebiet) und Anzahl der Individuen (Staatsvolk als Gesamtheit der Staatsangehörigen).

Staat, Staatsgewalt, Staatsgebiet, Staatsvolk und demokratische Verfassung sind also die Fundamente rationaler Politik.
Stero hat geschrieben:
Individuen haben aber zum Zeitpunkt ihrer Geburt eine individuelle Stärke noch gar nicht entwickelt. Wenn sie diese aber erst hinterher entwickeln, muss sie sich in Abhängigkeit von äußeren Bedingungen erst herausbilden. Ein Recht des Stärkeren als natürliche innewohnende Kraft ließe sich also nur dann rational begründen, wenn die Gleichheit bei Geburt der Individuen unter gleichen äußeren Bedingungen aller Individuen zu ungleicher physischer, mentaler und/oder ökonomischer Stärke führen würde. 

Individuen sind bei der Geburt (selbst vorher schon) sehr unterschiedlich, haben bereits zu diesem Zeitpunkt unterschiedliche Anlagen, Stärken, Schwächen, Vorlieben, Abneigungen und Verhaltensweisen.

Wie man darauf eingeht, vorhandene Stärken erkennt und fördert oder nicht, bestimmt die weitere Entwicklung derselben.

Grüße :sunny:
Carneol hat geschrieben:
Stero hat geschrieben:
Individuen haben aber zum Zeitpunkt ihrer Geburt eine individuelle Stärke noch gar nicht entwickelt. Wenn sie diese aber erst hinterher entwickeln, muss sie sich in Abhängigkeit von äußeren Bedingungen erst herausbilden. Ein Recht des Stärkeren als natürliche innewohnende Kraft ließe sich also nur dann rational begründen, wenn die Gleichheit bei Geburt der Individuen unter gleichen äußeren Bedingungen aller Individuen zu ungleicher physischer, mentaler und/oder ökonomischer Stärke führen würde. 

Individuen sind bei der Geburt (selbst vorher schon) sehr unterschiedlich, haben bereits zu diesem Zeitpunkt unterschiedliche Anlagen, Stärken, Schwächen, Vorlieben, Abneigungen und Verhaltensweisen.

Wie man darauf eingeht, vorhandene Stärken erkennt und fördert oder nicht, bestimmt die weitere Entwicklung derselben.

Das halte ich auf der Grundlage gegenwärtigen wissenschaftlicher Evidenz für ein Gerücht, wenn es auch der irrationalen Projektion von Eltern entgegenkommen mag (schließlich haben ja alle Wunderkinder :lol: ). Genetische Unterschiedlichkeit ja, aber der deterministische Zusammenhang zwischen Genen und anderen als bloß körperlichen Eigenschaften ist (noch) spekulativ.
Stero hat geschrieben:
Carneol hat geschrieben:
Stero hat geschrieben:
Individuen haben aber zum Zeitpunkt ihrer Geburt eine individuelle Stärke noch gar nicht entwickelt. Wenn sie diese aber erst hinterher entwickeln, muss sie sich in Abhängigkeit von äußeren Bedingungen erst herausbilden. Ein Recht des Stärkeren als natürliche innewohnende Kraft ließe sich also nur dann rational begründen, wenn die Gleichheit bei Geburt der Individuen unter gleichen äußeren Bedingungen aller Individuen zu ungleicher physischer, mentaler und/oder ökonomischer Stärke führen würde. 

Individuen sind bei der Geburt (selbst vorher schon) sehr unterschiedlich, haben bereits zu diesem Zeitpunkt unterschiedliche Anlagen, Stärken, Schwächen, Vorlieben, Abneigungen und Verhaltensweisen.

Wie man darauf eingeht, vorhandene Stärken erkennt und fördert oder nicht, bestimmt die weitere Entwicklung derselben.

Das halte ich auf der Grundlage gegenwärtigen wissenschaftlicher Evidenz für ein Gerücht, wenn es auch der irrationalen Projektion von Eltern entgegenkommen mag (schließlich haben ja alle Wunderkinder :lol: ). Genetische Unterschiedlichkeit ja, aber der deterministische Zusammenhang zwischen Genen und anderen als bloß körperlichen Eigenschaften ist (noch) spekulativ.

Da hat die Wissenschaft aber nachlässig gearbeitet. :wink:
Carneol hat geschrieben:
Stero hat geschrieben:
Carneol hat geschrieben:
Individuen sind bei der Geburt (selbst vorher schon) sehr unterschiedlich, haben bereits zu diesem Zeitpunkt unterschiedliche Anlagen, Stärken, Schwächen, Vorlieben, Abneigungen und Verhaltensweisen.

Wie man darauf eingeht, vorhandene Stärken erkennt und fördert oder nicht, bestimmt die weitere Entwicklung derselben.

Das halte ich auf der Grundlage gegenwärtigen wissenschaftlicher Evidenz für ein Gerücht, wenn es auch der irrationalen Projektion von Eltern entgegenkommen mag (schließlich haben ja alle Wunderkinder :lol: ). Genetische Unterschiedlichkeit ja, aber der deterministische Zusammenhang zwischen Genen und anderen als bloß körperlichen Eigenschaften ist (noch) spekulativ.

Da hat die Wissenschaft aber nachlässig gearbeitet. :wink:

Du wist sicher Wissenschaftler finden, die einen genetischen Determinismus vetreten. Aber du findest auch Wissenschaftler, die an Gott glauben.
Das Entscheidende ist die Evidenz für die Hypothese. Sobald man äußere Einflüsse nicht sicher ausschließen kann, ist die genetische Hypothese nicht belegt. Und sobald die Ursache einer vermeintlichen Evidenz unsicher ist (fehlendes on/off bei Gegenwart bzw Abwesenheit genetischer Merkmale), ist die genetische Hypothese auch nicht belegt.
Wenn du aber Unterschiedlichkeit ab Geburt postulierst, die nicht nur körperiche Unterschiedlichkeit ist, müsstest du wenigstens die Hypothese rational logisch formulieren können, so dass sie einer potentiellen wissenschaftlichen Verifizierung zugänglich ist. "unterschiedliche Anlagen, Stärken, Schwächen, Vorlieben, Abneigungen und Verhaltensweisen" müssten also zum Zeitpunkt der Geburt bestimm- und differenzierbar sein.
Stero hat geschrieben:
Wenn du aber Unterschiedlichkeit ab Geburt postulierst, die nicht nur körperiche Unterschiedlichkeit ist, müsstest du wenigstens die Hypothese rational logisch formulieren können, so dass sie einer potentiellen wissenschaftlichen Verifizierung zugänglich ist. "unterschiedliche Anlagen, Stärken, Schwächen, Vorlieben, Abneigungen und Verhaltensweisen" müssten also zum Zeitpunkt der Geburt bestimm- und differenzierbar sein.

Ich kann dir meine persönlichen Erfahrungen berichten, auf deren Basis ich im Austausch mit anderen Müttern und auch vor dem Hintergrund angelesener wissenschaftlicher Erkenntnisse zu diesem "Allgemeinwissen" welches ja eigentlich "bekannt ist" gekommen bin. Ich will das alles aber hier nicht öffentlich ausbreiten, ich schick dir pn. Die Hypothese kannst du dann ja formulieren.
Carneol hat geschrieben:
Stero hat geschrieben:
Wenn du aber Unterschiedlichkeit ab Geburt postulierst, die nicht nur körperiche Unterschiedlichkeit ist, müsstest du wenigstens die Hypothese rational logisch formulieren können, so dass sie einer potentiellen wissenschaftlichen Verifizierung zugänglich ist. "unterschiedliche Anlagen, Stärken, Schwächen, Vorlieben, Abneigungen und Verhaltensweisen" müssten also zum Zeitpunkt der Geburt bestimm- und differenzierbar sein.

Ich kann dir meine persönlichen Erfahrungen berichten, auf deren Basis ich im Austausch mit anderen Müttern und auch vor dem Hintergrund angelesener wissenschaftlicher Erkenntnisse zu diesem "Allgemeinwissen" welches ja eigentlich "bekannt ist" gekommen bin. Ich will das alles aber hier nicht öffentlich ausbreiten, ich schick dir pn. Die Hypothese kannst du dann ja formulieren.

Deine subjektive Wahrnehmmung dazu ist ja interessant, jedoch ist mir nicht klar wie du denkst, dass sich dies - unter der Annahme dass es sich um objektivierbare Sachverhalte handeln würde - im Kontext der im OP postulierten Gleicheit aller Individuen ab Geburt hinsichtlich der Realisierung ihres individuellen Eigennutzes/Interesses auswirken könnte bzw sollte. Dir scheint es mehr darum zu gehen, zu postulieren, dass Individuen zum Zeitpunkt der Geburt nicht gleich sind als zu postulieren, dass ihnen aufgrund ihre Ungleichheit auch unterschiedliche Rechte zustünden ... oder ?
Stero hat geschrieben:
Dir scheint es mehr darum zu gehen, zu postulieren, dass Individuen zum Zeitpunkt der Geburt nicht gleich sind als zu postulieren, dass ihnen aufgrund ihre Ungleichheit auch unterschiedliche Rechte zustünden ... oder ?

Ja, genau. :earth: :moon:

Vielleicht das Recht, durch unser Bildungssystem in ihren Stärken und Neigungen gefördert zu werden - das finde ich allerdings schon sehr gut umgesetzt... :)
Carneol hat geschrieben:
Vielleicht das Recht, durch unser Bildungssystem in ihren Stärken und Neigungen gefördert zu werden - das finde ich allerdings schon sehr gut umgesetzt... :)

Nun, das würde dann der demokratischen Willensbildung durch Wahlen entsprechen. Selbst wenn man "Stärken und Neigungen" als nicht angeboren, sondern als durch äußere Bedingungen erworben postuliert (bis zum Schuleintritt) obliegt es den zu Wählenden ihre Bildungsprogrammatik zu entwerfen und zur Wahl zu stellen und bei entsprechenden Mehrheitsverhältnissen diese umzusetzen.
Demokratie ist Herrschaft - damit endet mein wohlwollendes Verständnis dafür
Stero hat geschrieben:
Carneol hat geschrieben:
Vielleicht das Recht, durch unser Bildungssystem in ihren Stärken und Neigungen gefördert zu werden - das finde ich allerdings schon sehr gut umgesetzt... :)

Nun, das würde dann der demokratischen Willensbildung durch Wahlen entsprechen. Selbst wenn man "Stärken und Neigungen" als nicht angeboren, sondern als durch äußere Bedingungen erworben postuliert (bis zum Schuleintritt) obliegt es den zu Wählenden ihre Bildungsprogrammatik zu entwerfen und zur Wahl zu stellen und bei entsprechenden Mehrheitsverhältnissen diese umzusetzen.

Ja, passt doch, alles ok, gibt's nichts zu meckern... ausser vielleicht, dass gerade Geld bei Lehrern gespart wird und Unterricht ausfällt...
Carneol hat geschrieben:
Stero hat geschrieben:
Carneol hat geschrieben:
Vielleicht das Recht, durch unser Bildungssystem in ihren Stärken und Neigungen gefördert zu werden - das finde ich allerdings schon sehr gut umgesetzt... :)

Nun, das würde dann der demokratischen Willensbildung durch Wahlen entsprechen. Selbst wenn man "Stärken und Neigungen" als nicht angeboren, sondern als durch äußere Bedingungen erworben postuliert (bis zum Schuleintritt) obliegt es den zu Wählenden ihre Bildungsprogrammatik zu entwerfen und zur Wahl zu stellen und bei entsprechenden Mehrheitsverhältnissen diese umzusetzen.

Ja, passt doch, alles ok, gibt's nichts zu meckern... ausser vielleicht, dass gerade Geld bei Lehrern gespart wird und Unterricht ausfällt...

Man sollte erst wissen, um zu vergessen - erst dann ist man das gute
Spacy hat geschrieben:
Man sollte erst wissen, um zu vergessen - erst dann ist man der gute

Hallo Spacy,

worüber sprichst du? Was meinst du zu wissen - was willst du vergessen - welcher gute willst du sein? Werd' mal n bisschen klarer...

Grüße :sunny:
Carneol hat geschrieben:
Spacy hat geschrieben:
Man sollte erst wissen, um zu vergessen - erst dann ist man der gute

Hallo Spacy,

worüber sprichst du? Was meinst du zu wissen - was willst du vergessen - welcher gute willst du sein? Werd' mal n bisschen klarer...

Grüße :sunny:

Mir ist bewußt, dass es für andere schwer ist, es zu verstehen.
Ich bin mir, meiner selbst klar, davon kannst du ausgehen...
Carneol hat geschrieben:
Stero hat geschrieben:
Carneol hat geschrieben:
Vielleicht das Recht, durch unser Bildungssystem in ihren Stärken und Neigungen gefördert zu werden - das finde ich allerdings schon sehr gut umgesetzt... :)

Nun, das würde dann der demokratischen Willensbildung durch Wahlen entsprechen. Selbst wenn man "Stärken und Neigungen" als nicht angeboren, sondern als durch äußere Bedingungen erworben postuliert (bis zum Schuleintritt) obliegt es den zu Wählenden ihre Bildungsprogrammatik zu entwerfen und zur Wahl zu stellen und bei entsprechenden Mehrheitsverhältnissen diese umzusetzen.

Ja, passt doch, alles ok, gibt's nichts zu meckern... ausser vielleicht, dass gerade Geld bei Lehrern gespart wird und Unterricht ausfällt...

Ja ich sag ja, das demokratische System ist das beste, das rational denkbar ist. Allein, den Irrationalen mangelt es an der rationalen Einsicht, dass es halt nur eine einzige Mehrheit geben kann und dass man leer ausgeht, wenn man nicht zur Mehrheit gehört. So ist auch deine gewünschte Förderung von "Stärken und Neigungen" davon abhängig, ob es eine Mehrheit dafür gibt ... und Mehrheiten sind nicht permanent.
@stero: du bist ein staatsapologet - omg - rationalität ist eben nicht alles
Spacy hat geschrieben:
@stero: du bist ein staatsapologet - omg - rationalität ist eben nicht alles

Ich setze dem irrationalen Kollektiv den rationalen Staat als Dompteur vor und ermögliche dem irrationalen Kollektiv dabei das Maximum an Mitsprache. Der rationale Staat ist dabei jedoch ein ideales Konstrukt, weil der Staat ja durch irrationale Individuen repräsentiert wird.
Stero hat geschrieben:
Spacy hat geschrieben:
@stero: du bist ein staatsapologet - omg - rationalität ist eben nicht alles

Ich setze dem irrationalen Kollektiv den rationalen Staat als Dompteur vor und ermögliche dem irrationalen Kollektiv dabei das Maximum an Mitsprache. Der rationale Staat ist dabei jedoch ein ideales Konstrukt, weil der Staat ja durch irrationale Individuen repräsentiert wird.

Es sei dir gegönnt - du wirst schon sehen, was du davon hast - obwohl ist denke, das sowas wie du immer oben auf der fettschicht schwimmen wird. ist es neue fürsten gibt, die ihre eigenen vasallen installieren
Spacy hat geschrieben:
Stero hat geschrieben:
Spacy hat geschrieben:
@stero: du bist ein staatsapologet - omg - rationalität ist eben nicht alles

Ich setze dem irrationalen Kollektiv den rationalen Staat als Dompteur vor und ermögliche dem irrationalen Kollektiv dabei das Maximum an Mitsprache. Der rationale Staat ist dabei jedoch ein ideales Konstrukt, weil der Staat ja durch irrationale Individuen repräsentiert wird.

Es sei dir gegönnt - du wirst schon sehen, was du davon hast - obwohl ist denke, das sowas wie du immer oben auf der fettschicht schwimmen wird. ist es neue fürsten gibt, die ihre eigenen vasallen installieren

Präsentiere einfach einen rationalen Gegenentwurf. Dein "ich bin dagegen" langweilt.
Stero hat geschrieben:
Spacy hat geschrieben:
Stero hat geschrieben:
Ich setze dem irrationalen Kollektiv den rationalen Staat als Dompteur vor und ermögliche dem irrationalen Kollektiv dabei das Maximum an Mitsprache. Der rationale Staat ist dabei jedoch ein ideales Konstrukt, weil der Staat ja durch irrationale Individuen repräsentiert wird.

Es sei dir gegönnt - du wirst schon sehen, was du davon hast - obwohl ist denke, das sowas wie du immer oben auf der fettschicht schwimmen wird. ist es neue fürsten gibt, die ihre eigenen vasallen installieren

Präsentiere einfach einen rationalen Gegenentwurf. Dein "ich bin dagegen" langweilt.

Wieso kommst du darauf, dass ich "dagegen" wäre? Im Gegenteil: Ich bin dafür!!!
Spacy hat geschrieben:
Stero hat geschrieben:
Präsentiere einfach einen rationalen Gegenentwurf. Dein "ich bin dagegen" langweilt.

Wieso kommst du darauf, dass ich "dagegen" wäre? Im Gegenteil: Ich bin dafür!!!

Für was denn?
Carneol hat geschrieben:
Spacy hat geschrieben:
Stero hat geschrieben:
Präsentiere einfach einen rationalen Gegenentwurf. Dein "ich bin dagegen" langweilt.

Wieso kommst du darauf, dass ich "dagegen" wäre? Im Gegenteil: Ich bin dafür!!!

Für was denn?

Ich bin für alles! Es macht nämlich keinen Unterschied...
Das ist das, was dieses @stero als "Rationalität"standarte hochhält, ohne es zu verstehen.
Spacy hat geschrieben:
Stero hat geschrieben:
Spacy hat geschrieben:
Es sei dir gegönnt - du wirst schon sehen, was du davon hast - obwohl ist denke, das sowas wie du immer oben auf der fettschicht schwimmen wird. ist es neue fürsten gibt, die ihre eigenen vasallen installieren

Präsentiere einfach einen rationalen Gegenentwurf. Dein "ich bin dagegen" langweilt.

Wieso kommst du darauf, dass ich "dagegen" wäre? Im Gegenteil: Ich bin dafür!!!

Dann hast du aber eine ungewöhnliche Art das auszudrücken. Gut du bist also dafür, dass dem irrationalen Kollektiv der Staat als Dompteur vorgesetzt wird und aber dem irrationalen Kollektiv dabei das Maximum an Mitsprache eingeräumt wird durch Demokratie.

Spacy hat geschrieben:
Ich bin für alles! Es macht nämlich keinen Unterschied...
Das ist das, was dieses @stero als "Rationalität"standarte hochhält, ohne es zu verstehen.

Dass es keinen Unterschied macht, ist nicht richtig. Es macht nämlich einen enormen Unterschied für das irrationale Kollektiv, ob es Mitsprache hat oder ob es diktatorisch dieses oder jenes tun muss.
Wenn es für dich keinen keinen Unterschied macht, dann lege doch dar, warum es für dich keinen keinen Unterschied macht. Vielleicht bist du ja gar kein Mitglied des irrationalen Kollektives und dir fehlt bloß die Kapazität dich rational auszudrücken.
LP
Stero hat geschrieben:
Dass es keinen Unterschied macht, ist nicht richtig. Es macht nämlich einen enormen Unterschied für das irrationale Kollektiv, ob es Mitsprache hat oder ob es diktatorisch dieses oder jenes tun muss.
Wenn es für dich keinen keinen Unterschied macht, dann lege doch dar, warum es für dich keinen keinen Unterschied macht. Vielleicht bist du ja gar kein Mitglied des irrationalen Kollektives und dir fehlt bloß die Kapazität dich rational auszudrücken.

Wieso sollte ich dir erklären, wie irgendwas ist? Du kommst schon allein dahinter, und wenn es 5 Min. vor deinem Tode ist. Es ist lächerlich, banal, nichtig.
Leuten, die die Weisheit mit Löffeln gefressen haben, ist eh nichts zu erklären.
Spacy hat geschrieben:
LP
Stero hat geschrieben:
Dass es keinen Unterschied macht, ist nicht richtig. Es macht nämlich einen enormen Unterschied für das irrationale Kollektiv, ob es Mitsprache hat oder ob es diktatorisch dieses oder jenes tun muss.
Wenn es für dich keinen keinen Unterschied macht, dann lege doch dar, warum es für dich keinen keinen Unterschied macht. Vielleicht bist du ja gar kein Mitglied des irrationalen Kollektives und dir fehlt bloß die Kapazität dich rational auszudrücken.

Wieso sollte ich dir erklären, wie irgendwas ist?

Du verstehst nicht ... Du sollst versuchen dich auszudrücken. Da ist Sprache und da bist du. Drücke dich aus!


Spacy hat geschrieben:
Du kommst schon allein dahinter, und wenn es 5 Min. vor deinem Tode ist. Es ist lächerlich, banal, nichtig.
Leuten, die die Weisheit mit Löffeln gefressen haben, ist eh nichts zu erklären.

Niemandem ist irgendwas zu erklären. Aber Ausdruck kann zu Ausdruck inspirieren. Ich versuche nur, dir rationalen Ausdruck zu entlocken. Aber wenn du nicht willst oder nicht kannst, dann halt nicht.
Stero hat geschrieben:
Spacy hat geschrieben:
LP
Stero hat geschrieben:
Dass es keinen Unterschied macht, ist nicht richtig. Es macht nämlich einen enormen Unterschied für das irrationale Kollektiv, ob es Mitsprache hat oder ob es diktatorisch dieses oder jenes tun muss.
Wenn es für dich keinen keinen Unterschied macht, dann lege doch dar, warum es für dich keinen keinen Unterschied macht. Vielleicht bist du ja gar kein Mitglied des irrationalen Kollektives und dir fehlt bloß die Kapazität dich rational auszudrücken.

Wieso sollte ich dir erklären, wie irgendwas ist?

Du verstehst nicht ... Du sollst versuchen dich auszudrücken. Da ist Sprache und da bist du. Drücke dich aus!


Spacy hat geschrieben:
Du kommst schon allein dahinter, und wenn es 5 Min. vor deinem Tode ist. Es ist lächerlich, banal, nichtig.
Leuten, die die Weisheit mit Löffeln gefressen haben, ist eh nichts zu erklären.

Niemandem ist irgendwas zu erklären. Aber Ausdruck kann zu Ausdruck inspirieren. Ich versuche nur, dir rationalen Ausdruck zu entlocken. Aber wenn du nicht willst oder nicht kannst, dann halt nicht.

Ich verstehe dich schon - doch, allein, mir fehlt der... :mrgreen:
Wenn du vor einem Affengehege stehst, versucht du den Insassen des selbigen ja auch, nicht die Infinitisimalrechnung beizubringen.
Warte einfach - es kommt zu dir, ganz von allein
Spacy hat geschrieben:
Wenn du vor einem Affengehege stehst, versucht du den Insassen des selbigen ja auch, nicht die Infinitisimalrechnung beizubringen.

na na ... du kannst begrifflich denken auf der Grundlage der deutschen Sprache. Dass du dich nicht rational-sprachlich ausdrücken willst ist schlicht eine Abwehrreaktion. Es liegt wohl an deiner Verarbeitung von Sprache und ich spiele dir gegenüber die Rolle des Psychotherapeuten ;)
Back to topic:

Aus der Perspektive der Rationalität ist es also durchaus möglich, das bestmögliche politische System für Kollektive auf der Grundlage von Analyse zu identifizieren. Aus der Perspektive der Rationalität ist es auch möglich an politischen Debatten teilzunehmen, um Meinungsbildung im Sinne der Rationalität zu beeinflussen. Darüberhinaus scheidet politisches Engagement jedoch aus, weil dieses unweigerlich Involviertheit in das/mit dem irrationalen Kollektiv bedeuten würde: Gruppenbildung, Konkurrenz um Anerkennung, Konkurrenz um Meinungen, Eitelkeiten, Geschacher um Positionen in Organsationen, intellektuelle Unredlichkeiten, Moralismus, Ideologien, Kultivierung von Emotionalität und opportunes Spiel mit den Emotionalität anderer etc etc.
Wahlbeteiligung im demokratischen System ist aus der Perspektive der Rationalität lediglich optional, weil es ein Bedürfnis nach Mit-Bestimmung nicht gibt.
Die Perspektive der Rationalität ist also vorrangig eine Perspektive unbeteiligter Beobachtung und Analyse und Einbringen der Analyseergebnisse in den politischen Diskurs ohne Selbstidentifikation und ohne den Anspruch Mehrheiten bilden zu wollen, weil Mehrheiten Kollektive sind und sich diese wiederum a priori irrational verhalten.

Jedes Kollektiv hat die Regierung, die es "verdient" iSv bedingt. Dies gilt auch für eine anti-demokratische Diktatur. Auch eine Diktatur entsteht nur auf der Grundlage der Irrationalität des Kollektivs.
Demokratie ist also zwar das angemessenste der Systeme, ist aber lediglich ein labiles Gleichgewicht irrationaler kollektiver Kräfte.
Anarchie ist grundsätzlich instabil und führt notwendigerweise in eine Diktatur, woraus sich dann - unter günstigen Umständen - eine Demokratie entwickeln kann.
Der Mensch selbst ist ein Kollektiv und bestehst aus Billlionen von Zellen, die miteinander kommunizieren.

http://www.spektrum.de/frage/wie-viele- ... sch/620672
Sunu hat geschrieben:
Der Mensch selbst ist ein Kollektiv und bestehst aus Billlionen von Zellen, die miteinander kommunizieren.

http://www.spektrum.de/frage/wie-viele- ... sch/620672

Die Tatsache, dass der Mensch nur in Abhängigkeit von Zuschreibung abhängig von seinen Teilen existiert, ist Grundlage für diese Rationalität, die unterscheidet zwischen individuellen Instanzen bewußten Seins (Individuen) und Kollektiven dieser Individuen.
Dein sprachlicher Ausdruck ist zwar angemessen, ist aber in diesem Kontext irrelevant, offenbart aber dein Problem: die Unfähigkeit der Integration der Leerheit von inhärenter Existenz bzw Wahrheit der Phänomene mit rationalem sprachlichem Ausdruck. Deswegen gehörst du auch der irrationalen "Alles ist Eins"-Fraktion an, die, obgleich vermeinlich "alles Eins" ist, doch verschiedene Worte benötigt, um das vermeintlich "Eine" sprachlich auszudrücken und damit demonstriert, dass "alles" gar nicht "Eins" sein kann.

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