Anonyme Weihnachtsgeschädigte

Moderator: void

Jazzy, angetreten, hier her :D
keks :D

mir gehts mit den feiertagen wie dir. ich finde die erwartungen, den stress (der nicht nur von meinem subjektiven empfinden aus kommt) und ich verstehe auch die gruende dafuer nicht. beim geburtstag das selbe. man wird an einem bestimmten tag geboren und das feiert man dann jedes jahr, aber altern will eig fast keiner. das macht iwie garkein sinn. dazu kommt, dass man zwangslaeufig im mittelpunkt steht, was sehr anstrengend ist. jedenfalls geht das mir so.

letztes jahr war ich auf einem geburtstag von dem freund eines freundes und dann haben alle armdruecken gemacht, weil das geburtstagskind das wollte. was ja auch voll ok is, wenn es ihnen spass macht, aber ich wollte das nicht. das ist anstrengend, tut weh, is total sinnlos und danach wird dann die ganze zeit darueber geredet wer denn nun am besten sei. ich meinte einfach "ich moechte nicht." und zack stand ich im mittelpunkt... das hat sich dann ne weile gezogen und ich kam mir vor wie beim bund. da standen ca. 20leute um mich rum, die mich zu iwas anfeuerten und mich motivierenderweise piesackten, damit ich iwas mache worin ich absolut keinen nutzen sehe und woran ich auch keinen spass habe. ich bin auch insgesamt nicht so der soziale typ und mag zb keine gesellschaftsspiele oder sachen wie ins kino gehen. also ich habe da meistens einfach keinen spass dran. was geburtstage fuer mich noch sinnloser macht.

bei weihnachten ist es aehnlich, man sagt, dass es das fest der liebe sei, aber das fuehlt sich so ueberhaupt garnicht danach an. klar, als kind bekommt man geschenke und es ist ja nicht so, dass ich nicht geliebt wurde, im gegenteil, aber das war unabhaengig von iwelchen anlaessen so. zu feiertagen kommt lediglich immer stress dazu, der iwie so garnix von "liebe" hat, sondern meistens eher sowas wie die gegenteile davon mit sich zieht. also erwartungen, frustration, hastenichgesehen. bei anderen mag das anders sein... ich verstehe nicht, wieso so ein riesen tamtam um etwas gemacht wird, was die anwesenden nicht als angenehm empfinden oder dessen primaeres kennzeichen zusaetzliche spannungsfelder sind. wenn es bei anderen nicht so ist und sie sich wohl damit fuehlen, dann ist das natuerlich schoen und nicht "sinnlos" in dem sinne, aber das waere dann auch nicht das, wovon ich grade rede.

alleine das im mittelpunkt stehen finde ich einfach nur schrecklich und wenn das dann auch noch mit tatsaechlichen erwartungen gekoppelt ist, dann is das verstaendlicherweise schrecklich. in meiner familie gibt es zb auch noch so ein unterm-tisch-gegens-schienenbein-treter, wenn was nicht angemessen genug ist. kA wie oft ich schon gegens schienenbein getreten wurde, weil ich irgendetwas nicht gesagt habe. ich bin halt meistens zu ruhig und wuesste nicht, was ich zu den meisten dingen sagen sollte, weil es nicht meine interessen sind und mir einfach nix dazu einfaellt. wenn jetzt einer auf die idee kommt "sprech das doch mal laut aus, dass der andere das macht.", das hab ich schon... und darum gehts mir auch nicht, das ist nur ein beispiel von vielen und das nervt mich einfach. ich hab da ne ganze liste an erlebnissen und das alles zentriert sich dann auch noch an feiertagen. ich finde feiertage einfach nur schlimm und weihnachten is nochma extra.
:D

Fest der Liebe weil jeder dem anderen etwas schenkt das dann Monate später meist in der Tonne landet. Ich brauche nichts und möchte auch nichts, ich bin froh, dass ich bei meinem Umzug nach Spanien nur wenig mitgenommen hab, eigentlich nur Klamotten und es fühlt sich super an. Nichts kann kaputt gehen weil nichts da ist :D
Geburtstage sind eh lustig, ein Jahr älter, ein Jahr weniger leben und das wird gefeiert, widerspricht sich irgendwie. Ausserdem mag ich so grosse Gessellschaften eh nicht und fühle mich unwohl. Dazu bin ich ein Aspergerpatient und rede so gut wie nichts. Bei Festen egal welcher Art war ich immer froh wenn ich mich wieder in mein Zimmerchen verziehen konnte und alleine mit Dinosauriern zu spielen, zu lesen oder irgendwas anderes. Ich fühle mich nicht alleine wenn ich alleine bin, ganz im Gegenteil, gerade dann fühl ich mich viel geborgener. Bei Weihnachten kommen dann noch so viele Dinge dazu die mich stören - Konsum, vorgetäuschte Liebeleien, übermässig viel Essen, Bäume abhacken die gar nichts dafür können. Weihnachten als Überbegriff für alles das mir widerstrebt :twisted: und danach sofort Silvester, Raketen und Mist der für nichts verpulvert wird, dann noch das Saufgelage (mehr als ein halbes Glas Bier tut mir eh nicht gut).... :twisted: Nun bin ich erst 41, und das Übel nochmal 40 oder 50 Jahre ? Buddha hatte recht, das ist Leiden :lol:
ach, was solls. wir sind ja in einem nuddhistenforum... ich bin auch n "aspie" und was silvester betrifft gehts mir genauso. :)
Dafür können wir gut zuhören :) Viele meinen man würde unbeteiligt rumsitzen, stimmt aber nicht. Ich sauge alles in mich auf und geb dann Stunden später zuhause für mich allein die Kommentare ab :D
Aufsaugen? Bei mir isses eher so n unfreiwilliges "fluten". Wuerde ich nich regelmaessig "ueben" und mich aussetzen, dann bin ich eher wie so n reh im lkw-scheinwerfer. Ich wuerde ja wegrennen, wenn ich koennte. Aber mit uebung gehts.
Fluten war es bei mir mal. Aber ich entdecke gerne neues und wenn ich dann irgendwo sitze versucht wird ernsthaft über irgendwas zu reden und ich schnell merk dass eigentlich alle aneinander vorbeireden oder es um Nichtigkeiten geht fange ich an zu schmunzeln und guck mir das Theaterspiel an :) Das ist dann besser als jeder Kinofilm :)

https://www.youtube.com/watch?v=zW1U-JUl7tg

Da sagt einer glaub das Hauptding und warum man Menschen wegen ihrem Weihnachtsfest nicht reinreden sollte. Weil Ostern und Weihnachten die letzten 2 Dinge sind für die sie sich begeistern können. Redet man ihnen das madig dann wirds gefährlich :D
keks hat geschrieben:
Fluten war es bei mir mal. Aber ich entdecke gerne neues und wenn ich dann irgendwo sitze versucht wird ernsthaft über irgendwas zu reden und ich schnell merk dass eigentlich alle aneinander vorbeireden oder es um Nichtigkeiten geht fange ich an zu schmunzeln und guck mir das Theaterspiel an :) Das ist dann besser als jeder Kinofilm :)

https://www.youtube.com/watch?v=zW1U-JUl7tg

Da sagt einer glaub das Hauptding und warum man Menschen wegen ihrem Weihnachtsfest nicht reinreden sollte. Weil Ostern und Weihnachten die letzten 2 Dinge sind für die sie sich begeistern können. Redet man ihnen das madig dann wirds gefährlich :D
Weihnachten, Ostern sind Feste der Zusammenkunft, des mitmachens, des dabei sein. Nicht des beobachten, belächeln, abseits stehen in seiner Leere. Nur dann kann es von Glauben befreit ein Fest sein. Der Herz/Geist ist in Frieden, befreit von Erwartungen egal welcher Art.
Also, ich find Sylvester schlimmer. Weihnachten schadet ja wenigstens kaum jemandem, höchstens den Weihnachtsgänsen. Aber so'n bisschen Geheuchel und falsche Geschenke bringt sonst niemanden um. Auch die drei Kilo angefressenes Fett sind überwindbar.
Aber wenn ein ganzes Volk zu Sylvester betrunken mit Böllern herumhantiert, finde ich das schon gemeingefährlich und absurd.
Besonders auch der Tag danach: das neue Jahr wird bei uns immer mit verkaterten Köpfen und einem Haufen Müll begrüßt. Die Stimmung an Neujahr ist traditionell wie tot und hat einen sehr faden Geschmack. :wink:
Weihnachten schadet den Bäumen :(

Aber du wirst hier nicht vertrieben wenn du Weihnachten magst :)
keks hat geschrieben:
Weihnachten schadet den Bäumen :(

Aber du wirst hier nicht vertrieben wenn du Weihnachten magst :)

Uih, keine falschen Gerüchte! Natürlich mag ich Weihnachten nicht. :) Ich möchte nur darauf hinweisen, dass wir hier auf sehr hohem Niveau jammern:
"Hach, die kitschigen Lichtlein übérall, der grausige Konsum und das ewige Genasche und die Völlerei! Und die verkehrten Geschenke - eine zweite Kaffeemaschine, die ich nicht mal einfach brauche, weil ich mir das Kaffeetrinken abgewöhnen wollte!!! Schlimm, schlimm, schlimm..."
:lol:
:lol: :lol: :lol:
Ich sehe das so:
solange man sich über Weihnachten beschweren kann, geht es einem gut, oder?
Nur, wenn man nicht mehr darunter "leidet" hat man andere, sehr viel schwerere und vermutlich reale Probleme.

Vor gaaaaaaaaaaanz vielen Jahren, als ich Weihnachten zum ersten Male alleine feierte, geschah das aus Trauer, Wut und Trotz gegen über dem, was geschehen war.
In Euren Posts finde ich das, was ich früher gespürt habe.
Wieviel Kraft und Energie haben mich diese Gefühle des Widerstands und der Aversion gekostet.
Jétzt mach ich es anders...und mir geht es dabei wirklich gut.
:)
Alkohol trinken ist noch etwas das ich nicht verstehe und was mit auf der feiertagsstressliste steht. Ich vertrag wirklich garnix und koennte mich mit einem bier ein ganzes wochenende besaufen und waere wirklich hackedicht. Aber das fuehlt sich schrecklich an. Ich werde desorientiert und hab das koerperliche gefuehl einer vergiftungserscheinung. Mir wird sogar schlecht davon... Das ist noch etwas, dessen sinn ich nicht verstehe und das ist ja mit festen oft verbunden zb silvester. Manche sagen, dass sie dann lockerer werden, aber dann koennten sie doch direkt lockersein ueben. So sieht es fuer mich aus, als wenn sich die leute treffen und sie sich dieses treffen dann "locker" trinken. Aber wenn sie sich garnicht erst treffen wuerden in genau dieser gesellschaft wo "locker werden" noetig ist, dann muessten sie das vllt auch garnicht tun und dann soll ich mit anstossen, aber ich moechte nicht und zack... steh ich wieder im mittelpunkt oder werde dezent kognitiv ausgeblendet, da ich ja nicht teilhaben moechte. Zum glueck gibt es auch kuhle leute fuer die saft auch ok is oder man nicht gleich asi ist, weil man nicht anstossen mag.
Tara4U hat geschrieben:
Wieviel Kraft und Energie haben mich diese Gefühle des Widerstands und der Aversion gekostet.
Jétzt mach ich es anders...und mir geht es dabei wirklich gut.

Aber das ist dann nicht das, was ich meine. Wenn es dir gut damit geht, dann is das natuerlich super. Aber bei mir ist es keine grundlose aversion. Mir ist die sinnhaftigkeit der konvention egal, das ist nur ein weiterer punkt weswegen ich dieses stressmachen nicht verstehe. Was mir aber neben dem sinn nicht egal ist, ist wenn es sich schlecht anfuehlt zb gruppenzwang, unterm tisch getreten werden, ignoriert werden, iwas tun muessen was ich nicht will, usw. Ich bin da auch bereit mich anzupassen, aber als angenehm empfinde ich das nicht, ausser man macht keinen stress. Vorletztes jahr hab ich silvester mit angenehmen menschen verbracht. Aber das war da eher so n gemuetliches beisammensein ohne zwaenge damit ich SO undzwar nur genau SO meine anteilnahme zeige.
Tara4U hat geschrieben:
Nur, wenn man nicht mehr darunter "leidet"


Kein Leid, sondern Verwunderung. Nicht erst seit heute sondern mindestens seit ich 15 Jahre alt war. Andere Probleme sind auch genug vorhanden.
hallo Jazzi,

nun, da scheine ich mich mal wieder sehr missverständlich ausgedrückt zu haben!
Aber das ist dann nicht das, was ich meine. Wenn es dir gut damit geht, dann is das natuerlich super.

Mi r geht es JETZT gut damit.
Ich habe wie Ihr viele Jahre gehadert und unnötige Energie verpufft. Aber das hatte ich glaube ich doch so beschrieben, oder?

Aber bei mir ist es keine grundlose aversion.

Oh, liebe Jazz, das war es auch bei mir nicht.
von Vorpubertät an...und danach halt den Groll auf ...nun, ich werde mich in diesem Forum nicht mehr nackt machen.

Der Rest von dem, was Du geschrieben hast, ist ebenso nachvollziehbar für mich. Du/Ihr seid nicht die Einzigen, die derart negative Assoziationen mit dem Fest haben, in jedweger Form!
Aber...wenn Du/Ihr mal ehrlich seid...diese ganze Negativität, die Ihr mit was...mit einer Tradition verbindet???
Eine doppelte Kaffeemaschine...wie grausam...

Und ich freue mich dennoch über Eure kleinen "Flitze".
Denn es zeigt mir, dass es Euch nicht schlecht ginge, wenn ihr es nicht so wolltet. Ihr könntet etwas daran ändern, Eure Befindlichkeitsstörungen mal ansehen und ihnen begegnen, anstelle Euch hier und anderswo in Lamentelle und Wasweissich nicht zu flüchten.

Ihr KÖNNT etwas dagegen unternehmen.
Wenn ihr freillich kein Dach über dem Kopf habt, nicht mal trockenes Brot in Eurem zahnlosen Mund weichkauen könntet.. DARAN ist nur schwer etwas zu verändern, für alle andere Flitze in Euren Köppen: los----begegnet ihnen und lamentiert nicht und bestärkt Euch nicht gegenseitig in dieser "Grausamkeit Weihnachten" Denn das ist etwas was Ihr wirklich ändern könnt, an Eurem....hm....Leid.
Machen wir den Eindruck dass es uns schlecht geht ?
Wir verstehen nur die anderen mit ihrem Konsum und Gerede nicht :D
Tara4U hat geschrieben:
Ich sehe das so:
solange man sich über Weihnachten beschweren kann, geht es einem gut, oder?
Nur, wenn man nicht mehr darunter "leidet" hat man andere, sehr viel schwerere und vermutlich reale Probleme.


... oder man sieht alles als Samsara und mit viel Gelassenheit an. Lässt es praktisch wie einen Film vorüberlaufen, spielt vielleicht sogar eine kleine Rolle mit ...

Wieviel Kraft und Energie haben mich diese Gefühle des Widerstands und der Aversion gekostet.


Man zahlt mit seinem Leben, wenn man nur noch im Widerstand kämpft. Viele verlorene, ungetrübte Stunden.
_()_
JazzOderNie hat geschrieben:
Vorletztes jahr hab ich silvester mit angenehmen menschen verbracht. Aber das war da eher so n gemuetliches beisammensein ohne zwaenge damit ich SO undzwar nur genau SO meine anteilnahme zeige.


Das geht nur wenn die anderen Menschen es ähnlich wie man selbst sehen.

Was ich erstaunlicher finde ist, dass man extra einen Thread eröffnet, damit die Feiererer ihre Ruhe vor uns haben, sie dann, aber selbst wieder angeschlichen kommen und einem ihre Meinung reindrücken wollen :)

Feiern ist Anhaftung, Feiertage sind noch mehr Anhaftung und Weihnachten ist die Anhaftung in Person. Zm Glück gibts nur wenige Buddhisten, sonst wäre Weihnachten schon nicht mehr vorhanden.
keks hat geschrieben:
Machen wir den Eindruck dass es uns schlecht geht ?
Wir verstehen nur die anderen mit ihrem Konsum und Gerede nicht :D


Ja, auf mich machtet Ihr den Eindruck, dass Ihr in der einen oder anderen Weise darunter leidet...weshalb sonst der Thread???

Ich mache seit vielen Jahren keine Geschenke zu Weihnachten.
Wenn ich Geschenke erhalte, macht mich das verlegen.
Ich habe das hier mit allen abgeklärt. Wenn ich etwas entdecke, dass Demunddem oder Derundder gefallen könnte, kaufe ich es und verschenke es sofort.
Wenn Ihr das Konsum nicht versteht...so what...Ihr könnt Euch ja ebenso ausklinken, oder? Oder sich darüber derart echauffieren...Warum soviel Energie verplempern für einen kleinen Sturm in einem Wasserglas?
Also, am Heilligabend (ganz untraditionell für hiessige Verhältnisse) habe ich eine riesige Tüte mit tollen Köstlichkeiten an meinem "Ablageplatz" gefunden. Sie war von einer Apotheke hier, vermutlich hat der mir flüchtig bekannte Apotheker sehr viele Fresskörbe bekommen. Die Tatsache, dass mich jemand an seinem Überfluss teilhaben lässt, sich die Mühe macht, es mir zukommen zu lassen (was ja nicht so einfach ist), rührt mich zutiefst und erfüllt die Idee des Weihnachtsfestes. Der Apotheker wollte mich daran teilhaben lassen, erwartet bestimmt keine Gegenleistung.
Wenn Euch so etwas nicht passiert ist...so what....es gibt bestimmt jemanden, dem auch Ihr gutsein könnt...Weihnachten könnte ein Anlass sein, um diesen Gedanken für das ganze Jahr zu übernehmen.
Ihr MÜSST nicht "Opfer" eines Weihnachtsfestes sein...Ihr könntet es auch mit gaaaaaaaaaaaaaaanz bescheidenen Mitteln selbst gestalten, es zu Eurem Fest werden lassen.

edit: und ja, Euch geht es gut, solange Ihr Euch noch so darüber empören könnt... ich freue mich für Euch
keks hat geschrieben:
Machen wir den Eindruck dass es uns schlecht geht ?
Wir verstehen nur die anderen mit ihrem Konsum und Gerede nicht :D


Ist das denn wirklich wichtig? Wenn Du andere nicht verstehst, hast Du vielleicht noch nicht in ihren Schuhen gestanden!?

Was hältst Du denn von Toleranz und Wohlwollen?
Wir ändern die Welt nicht. Widerstand und Aversion gegen den Konsum zu Festtagen gab es schon vor 50 Jahren, dennoch ist der Rummel heute mehr als damals.
Abgesehen davon ist Weihnachten ein Fest, dass der römische Kaiser im 5. Jahrhundert als Korruptionsgeschenk seinen römischen Bürgern gemacht hat, damit sie den christlichen Glauben ohne Murren annehmen. Denn damals fanden die Saturnalien statt, ein Fest mit Saufen und Fressen bis zum Umfallen. Das ist es bis heute. Aber keiner ist gezwungen, da mitzumachen, oder?

Ich habe mir in den letzten Tagen mal wieder Jaques Tati reingezogen, das Vorbild von Loriot. Der Beobachter der un-achtsamen Achtsamen und Fortschritts- bzw. Konsumverrückten. Sehr empfehlenswert auch der nächste Film in Arte "Mon Onkle". Muss man aber ganz genau verfolgen, denn die Filme leben nur vom Detail und von der Situationskomik. Urkomisch!!!
_()_
keks hat geschrieben:
Was ich erstaunlicher finde ist, dass man extra einen Thread eröffnet, damit die Feiererer ihre Ruhe vor uns haben, sie dann, aber selbst wieder angeschlichen kommen und einem ihre Meinung reindrücken wollen :)


Ja, komisch, nicht wahr :lol: . Da musst Du dann eben per PN die Gleichgesinnten streicheln. :razz:

Feiern ist Anhaftung, Feiertage sind noch mehr Anhaftung und Weihnachten ist die Anhaftung in Person.


Ja, und darüber zu lamentieren ist noch größere Anhaftung :lol: :lol: :lol:

Zm Glück gibts nur wenige Buddhisten, sonst wäre Weihnachten schon nicht mehr vorhanden.


Wieso "zum Glück". Ich verstehe Dich so, als wärest Du dagegen - huch, kopfkratz ...
Tara4U hat geschrieben:
Also, am Heilligabend (ganz untraditionell für hiessige Verhältnisse) habe ich eine riesige Tüte mit tollen Köstlichkeiten an meinem "Ablageplatz" gefunden. Sie war von einer Apotheke hier, vermutlich hat der mir flüchtig bekannte Apotheker sehr viele Fresskörbe bekommen. Die Tatsache, dass mich jemand an seinem Überfluss teilhaben lässt, sich die Mühe macht, es mir zukommen zu lassen (was ja nicht so einfach ist), rührt mich zutiefst und erfüllt die Idee des Weihnachtsfestes. Der Apotheker wollte mich daran teilhaben lassen, erwartet bestimmt keine Gegenleistung.


Das finde ich wunderschön, das berührt mich, Tara. :D

Es gibt in Hamburg Orte - soviel ich weiß an die 20 - an denen frische Lebensmittel abgelegt werden, die sich jeder nehmen darf. Es wird nicht einmal darauf geachtet, ob es jemand nötig hat. So ist das eine ganz unproblematische Angelegenheit.
_()_ Monika
Wo hab ich denn auch nur einmal iwas ueber konsum geschrieben oder feiertage allgemein verflucht? Ich habe von den damit vorhandenen zwaengen gesprochen und wenn ich das nicht mache, dann bekomme ich das zu spueren.

Aber ok, ich werde nun alkohol trinken, mich weiterhin treten lassen, armdruecken und viele andere sachen machen, die ich als unangenehm empfinde um deutlich zu vermitteln, dass ich teilhabe von wasauchimmer bin, was sich scheisse anfuehlt und um zeit mit menschen zu verbringen, die das nicht interessiert, solange ich auf genau DIESE art teilnehme, mit genau DIESEN handlungen (wie oben beschrieben). Denn so ist wahre herzlichkeit und nicht tatsaechles herzliches beisammensein selber (so wie ich es mit dem silvesterbeispiel schrieb), bei dem ich nicht ein problem bin, wenn ich konkrete handlungen nicht moechte und man mich das auch deutlich spueren laesst, denn dann habe ich alles leiden ueberwunden.
ok, alles gut, Jazzodernie und Keks.
Ich wusste nicht, dass dieser Thread nur zur Verstärkung und Rechtfertigung Eurer Ansichten und Befindlichkeiten dient.
Ich entschuldige mich hier gepostet und versucht zu haben, Euch eine andere Sichtweise auf zu zeigen.
:?
Ich habe kein problem mit "der anderen sichtweise" und ich habe auch kein problem damit, wenn du sie hier aeusserst. Das kannst du gerne tun. Da verstehst du mich falsch. Mir geht es in erster linie um das zwingenwollen und das spuerenlassen davon. Wenn beisammensein tatsaechlich herzlich waere, so wie dein apothekerbeispiel, dann waere es zumindest fuer mich kein problem. Aber er wollte dich damit nicht zu etwas zwingen und genau das ist der punkt, das ist nach meiner erfahrung oft nicht so und verstehe nicht warum man andere dazu zwingen muss. Mit dem "zwingen" meine ich nicht eure posts, sondern real diese verhaltensweisen in bezug auf zusammensein. Ich finde nicht, dass alles "gut" ist, nur wenn man alles mitmacht. Was nicht heissen soll, dass ich mich aus prinzip allem widersetzen muss.
JazzOderNie hat geschrieben:
Ich habe kein problem mit "der anderen sichtweise" und ich habe auch kein problem damit, wenn du sie hier aeusserst. Das kannst du gerne tun. Da verstehst du mich falsch. Mir geht es in erster linie um das zwingenwollen und das spuerenlassen davon. Wenn beisammensein tatsaechlich herzlich waere, so wie dein apothekerbeispiel, dann waere es zumindest fuer mich kein problem. Aber er wollte dich damit nicht zu etwas zwingen und genau das ist der punkt, das ist nach meiner erfahrung oft nicht so und verstehe nicht warum man andere dazu zwingen muss. Mit dem "zwingen" meine ich nicht eure posts, sondern real diese verhaltensweisen in bezug auf zusammensein. Ich finde nicht, dass alles "gut" ist, nur wenn man alles mitmacht. Was nicht heissen soll, dass ich mich aus prinzip allem widersetzen muss.



Nun vielleicht habe ich mich nicht deutlich genug ausgedrückt, oder Du hast es überlesen, was ich mit "ausklinken", "zu Deinem Fest machen" und abbauen dieser enormen Avversionen (die nur Energiefresser sind) zu Deinen Gunsten,
meine.
Ist aber nun auch egal, ich mag es nicht noch einmal wiederholen, würde es Dir auch kaum anders verdeutlichen können.

und nun vertschüsse ich mich aus Eurem Thread.

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