Christ und Buddhist sein

Moderator: void

527 Beiträge
Holzklotz hat geschrieben:
...

Weiße gesprochen...
Wußte du eigentlich, dass man beim Militär mit dem "Entsetzen" Truppenverlegungen, unter welchen Bedingungen auch immer, meint?
Spacy hat geschrieben:
Holzklotz hat geschrieben:
...

Weiße gesprochen...
Wußte du eigentlich, dass man beim Militär mit dem "Entsetzen" Truppenverlegungen, unter welchen Bedingungen auch immer, meint?

Ist heut Orakeltag :?: :mrgreen:
Ernsthafte Antworten, aber auch für Komik
da habe ich viel übrig für :like:

Es gibt Augenblicke, da komme ich mir wie ein Zwitterwesen vor
weil ich den Buddhismus gleichermaßen mag wie Jesus Christus.

Manchmal merke ich aber auch wie ich mich ständig im Kreise drehe.
All diese ganze Wahrheitssuche hat mich ja letztlich auch 2 Jahre
ins "Nirvana" getrieben :wink:

Es kann so finster in mir werden, daß ich an gar nichts mehr glaube
und sämtliche Religionen am liebsten in die Tonne kloppen würde . . .
weil meiner Meinung nach nicht tiefer geschürft wird.
Mensch bleibt an der Oberfläche oder Traditionen kleben und findet,
wie Tauler sagen würde, den tiefen Seinsgrund nicht.

Ja die Mystiker der christl. Religion, die Sufis des Islams,
die Zaddikims der Juden, die Erleuchteten des Buddhismus,
denen kam der "Wahrheitsblitz" der Wirklichkeit
oder sie haben Aus-schnitte gesehen . . .

Ich weiß es nicht . . . Die Religionen sind vielleicht nur Fingerzeige
auf eine letztendliche Wirklichkeit, die mir noch verborgen ist.

Tief in mir im Dunklen sitzt ein hilfloses Kind .
Zum Glück konnte ich dies in einem meiner letzten Werke zum Ausdruck
bringen, denn dieses innere Kind empfindet seine Hilflosigkeit und
Bedürftigkeit nur allzu gut.
Vertrauen zu fassen in etwas, was nicht gesehen, gefühlt oder
er-griffen werden kann, führt mich persönlich in die Ver-Zweiflung.

Man verstehe mich nicht falsch, ich bin nicht unglücklich oder traurig,
sondern sehne mich nach dem Grund, der mich trägt, tröstet und hält.
In mir ist eine Sehn-sucht nach Licht und Geborgenheit, nach Er-füllung
ja dem Sinn meines Daseins, der mir letztlich nicht ersichtlich ist . . .

Und wer hat nicht Angst vor dem Nichts, dem Tod ?
Ich schon ! Der letzte Augenblick kommt eines Tages und mir wird
da angst und bange. Ich gestehe mir DAS ein und damit setze ich
mich auseinander. Damit fühle ich mich ziemlich allein und deshalb
greife ich zu Jesus Christus.
Ob meine Verbundenheit mit ihm nicht einem Wahn unterliegt,
hoffe ich doch stark,
denn auch Mystiker hatten zeitweilig mit Ver-Blendungen zu kämpfen.

LG Gitte
Hallo BrigitteFoe,

hab hier eine interessante Seite über den Tod von buddhistischer Seite her gesehen.
Sogar bei Huang Po im Geist des Zen steht irgendwo, warum sich denn keiner vorbereitet oder Gedanken macht auf den letzten Moment. Müsste aber dazu nochmal ins Buch schauen. Alleine Dadurch verliert sich ja auch irgendwie die Angst vielleicht etwas.
http://www.bodhibaum.net
Religionen erinnern in penetranter Weise an die Möglichkeit, dass nach dem Tod doch nicht alles zu Ende sein und der ganze Zirkus irgendwie weitergehen könnte, auf eine Art und Weise für die man noch dazu selber verantwortlich wäre.
@Gitte
Vielleicht muss man am Nicht-finden-können ver-zweifeln
bevor man sich finden lassen kann

Johannes vom Kreuz war ja sogar dankbar für seine Phasen der Trockenheit, weil ihm da durch die Hintertür mehr offenbart wurde als in jeder "Blütezeit".

Mein Verständnis der Religionen ist so in die Richtung, dass sie alle aus einer echten Erfahrung heraus gestiftet wurden, aber dann auch jeweils ihre Verwässerungen erfahren haben. Da gefällt mir das Video vom Dalai Lama, das Morpho gepostet hat. Der Kern ist unpersönliche, umfassende Liebe und darauf wird in und zwischen den Zeilen der jeweils heiligen Texte hin gedeutet. Deshalb hat man auch in jeder Religion die Aufgabe, zurück zum Ursprung zu finden.

Was Du über die Sehnsucht geschrieben hast hat mich auf Augustinus gebracht:
Augustinus: Psalmenauslegung 37,14 hat geschrieben:
Deine Sehnsucht ist dein Gebet

oder
Franz von Assisi hat geschrieben:
Was Du suchst ist das was sucht
:rose:

Danke, danke
Irgendwie fühle ike mir
durch Eure Beiträge nich janz
so allene.


:heart: lichst, Gitte
Hab ich Dir schon mal geschrieben: Du bist nie allein, einsam sein ist eine Vorstellung, allein sein ist unmöglich wenn auch nur ein lebendes Wesen da ist.
Ellviral hat geschrieben:
Hab ich Dir schon mal geschrieben: Du bist nie allein, einsam sein ist eine Vorstellung, allein sein ist unmöglich wenn auch nur ein lebendes Wesen da ist.


Nun ja andere können dich niemals so erleben wie du dich selber erlebst weshalb man sogar mitten unter besten Freunden, deren Erleben man ebensowenig wahrnehmen kann, letztlich alleine ist. Weshalb es dann auch ein religiöser Trost sein kann, dass ein Gott bestens über einen Bescheid wisse.
Ellviral hat geschrieben:
Hab ich Dir schon mal geschrieben: Du bist nie allein, einsam sein ist eine Vorstellung, allein sein ist unmöglich wenn auch nur ein lebendes Wesen da ist.


Lieber Ellviral,

stimmt, erinnere mir wieder -
doch fühlen wir uns als getrennte Wesen,
das bringt die Dualität nun mal so mit sich.

Ein absolutes Einheiterlebnis ist
wohl gleichzusetzen mit einer Erleuchtungs-
bzw. Erweckungserfahrung.

Mit Vor-Stellungen bin ich vollgestopft wie ein Mülleimer
und übrigens seit Jahren dabei DEN zu entsorgen.
Langsam aber sicher leert sich da einiges, denn zu Vorstellungen
gehören auch Meinungen, Recht haben und der ganze äußere Quatsch.
Wie sagte schon Salomon: Alles ist eitel

LG Gitte
Bestimmt ist besagte Einsamkeit und die generelle Verlorenheit und Hilflosigkeit in einem unbegreiflichen Weltall ein Hauptmotiv, eine innige Verbindung mit einem Gott zu suchen, einen Vater der alles geschaffen hat und alles weiß, der allenfalls aus Liebe streng ist zu unserem Nutzen usw. Im Buddhismus dagegen gilt die Selbstwahrnehmung gleich als etwas leidbringend Illusorisches, das man zu beenden sucht.
Liebe Brigitte,

brigittefoe hat geschrieben:
In mir ist eine Sehn-sucht nach Licht und Geborgenheit, nach Er-füllung
ja dem Sinn meines Daseins, der mir letztlich nicht ersichtlich ist . . .


...und es DIR vermutlich auch nie sei wird.

Ein Stein liegt am Wegesrand. Was ist sein Sinn?
Ein Kind kommt vorbei, ein schöner Stein. Es hebt ihn auf, es trägt ihn in der Tasche. Er fühlt sich gut an, schwer, warm, rund.
Welchen Sinn hat er jetzt?

Nach meiner Erfahrung entsteht "Sinn" nicht aus eigenen Versuchen der Sinnfindung (nicht, dass ich denn frei davon wäre...), sondern aus Verbunden-Sein.

Viele Grüße
Andreas
Hi,
Ja, ich denke dass er sogar Buddhist war. Seine Leiche liegt heute noch in einem Schrein in Kaschmir.
Mir sind auch schon viele Parallele aufgefallen: Einsicht pflegen, magische Machtgebiete, den Nächsten für sich selbst nehmen, Liebe, Mitleid und Erbarmen.
Versuchung durch den Teufel, zu Gott gehen.
brigittefoe hat geschrieben:
Es gibt Augenblicke, da komme ich mir wie ein Zwitterwesen vor
weil ich den Buddhismus gleichermaßen mag wie Jesus Christus.


Wo ist der Widerspruch? Warum solltest Du Jesus nicht mögen dürfen? Die Frage ist wohl nur, ob Du ihn als das ewige Wort Gottes, durch das die Welt geschaffen wurde, siehst. Jesus in irgendeiner Weise zu mögen tun alle möglichen Religionen.

Zum Thema fällt mir ein, dass die meisten Menschen ihre Religion heutzutage patchworken. Man wird wenig Menschen finden, die die Normen ihrer Religion zu 100% erfüllen. Vielmehr greifen die meisten Menschen das heraus, was ihnen erstrebenswert und umsetzbar erscheint. Offenbartes Wort Gottes ist für die meisten Mensch nicht Autoritätsargument genug. Daher kann jemand natürlich 2 Religionen gleichzeitig praktizieren – andernfalls müsste man ja behaupten, dass jemand, der sich nur als Christ bezeichnet, aber gleichzeitig vielleicht nur 30% der vorgegebenen Normen erfüllt, kein Christ ist, wenn man dem (vermeintlichen) Buddhisten, der zu 30% Christentum praktiziert, abspricht, Christ zu sein. Dazu kommt ja noch die Frage, was überhaupt Christsein bedeutet.... vermutlich würden die wenigsten Christen aus dem Jahr 50 n. Chr. dem heutigen Glaubensbekenntnis zustimmen, wären die jetzt keine Christen mehr?
Wir gehen immer von Menschen aus, die eine Religion zu 100% praktizieren oder praktizieren müssten, das dürfte aber kaum noch die Realität im Jahr 2017 sein, und vielleicht war es auch nie die Realität.

Man verstehe mich nicht falsch, ich bin nicht unglücklich oder traurig,
sondern sehne mich nach dem Grund, der mich trägt, tröstet und hält.


Aber ist nicht genau eine solche Sehnsucht, die aus der Annahme resultiert, dass ein tröstender Urgrund existiert, die Ursache für Leid?
Leid entsteht nunmal durch verschiedene Faktoren auf unserem Planeten - was hilft mir der Glaube, wenn ich die Ursachen nicht auflöse?
Weltreisender hat geschrieben:
brigittefoe hat geschrieben:
Es gibt Augenblicke, da komme ich mir wie ein Zwitterwesen vor
weil ich den Buddhismus gleichermaßen mag wie Jesus Christus.


Wo ist der Widerspruch? Warum solltest Du Jesus nicht mögen dürfen? Die Frage ist wohl nur, ob Du ihn als das ewige Wort Gottes, durch das die Welt geschaffen wurde, siehst. Jesus in irgendeiner Weise zu mögen tun alle möglichen Religionen.

Hmm.... Sehen wir mal von der Frage ab, ob es diesen Rabbi überhaupt gegeben hat - warum sollte man die Ideen, die unter seinem Namen verbreitet werden nicht mögen?

Keinerlei Vorstellung? - wirklich nichts? Gar nichts? Oder bist Du einfach nur pc nett und höflich?

Weltreisender hat geschrieben:
...
Wir gehen immer von Menschen aus, die eine Religion zu 100% praktizieren oder praktizieren müssten, das dürfte aber kaum noch die Realität im Jahr 2017 sein, und vielleicht war es auch nie die Realität.


Was für ein Glück :mrgreen:
fotost hat geschrieben:
Hmm.... Sehen wir mal von der Frage ab, ob es diesen Rabbi überhaupt gegeben hat


warum sollte man die Ideen, die unter seinem Namen verbreitet werden nicht mögen?


Wunderbar, 2 historische Fragestellungen auf einmal.
Geschichte ist immer die Mätresse des Siegers.
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