Christ und Buddhist sein

Moderator: void

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Ellviral hat geschrieben:
Nach deinen Ausführungen kommt mir da ein Christ in den Sinn der die Worte Buddhas erkennen möchte aber doch Christ bleiben will oder muss, aus zu tiefem Glauben.

Das ist gar nicht so selten. Und es kann sich zum Problem auswachsen, wenn der Glaube (der oft nicht wirklich reflektiert / bewusst ist) durch die Übung offengelegt wird und mit ihr in Konflikt gerät. Es bedarf da einiges an Fingerspitzengefühl seitens des Lehrers / der Lehrerin, bei solch einer spirituellen Krise zu helfen, ohne dabei in eine Richtung zu lenken, in der sie gelöst wird - d.h. ohne die Freiheit des Schülers / der Schülerin einzuschränken. Eine mögliche Lösung ist dann natürlich auch die, den Konflikt zu lösen, in dem man die Übung aufgibt - das heisst die Sichtweise annimmt, es sei die Übung, die den Konflikt ausgelöst hat. Ob hier so etwas passiert ist, ist natürlich ebenfalls reine Spekulation.
Ellviral hat geschrieben:
Da ich aber nicht an die Wirkung von Riten und Regeln glaube, sondern sie einfach ausführe, bin ich auch kein Buddhist.

Nun ja - wenn Du 'Buddhist' als etwas definierst, das an Riten und Regeln glaubt ... Ob man nun im Rahmen eines Ritus Zuflucht nimmt oder nicht, ist in der Tat unerheblich. Entscheidend dabei ist Rechte Sicht, nicht Rechter Ritus. Blind, ohne Sicht, ist eine gute Zuflucht schwer zu finden. Da kann es dann bei der Zufluchtsuche durchaus hilfreich sein, wenn sich Blindheit mit Glaube zum blinden Glauben verbindet. Hauptsache, man ist zufrieden mit dem, was man glaubt, gefunden zu haben. Wenn man aber weder mit Blindheit noch mit Glaube geschlagen ist, hat man halt auch nur die Wahl (d.h. gar keine) ein verdammter Heide zu sein ...

Was die Regeln angeht, so können mehr oder weniger lange Checklisten von 5, 10, 16, 48, 227, 311 ... [hier bitte erforderliche Anzahl einsetzen] Regeln für Vergessliche als Gedächtnisstütze hilfreich sein. Bis man sie "einfach ausführt". Dann sind sie natürlich auch nicht "wirksam" - das "einfach ausführen" ist das Annehmen der natürlichen Gestalt, Gyobutsu. 'Geistgrund ohne Irrtum', nennt es Huineng. Da wird nichts bewirkt, sondern entwirkt.
Ellviral hat geschrieben:
Er ist nicht gescheitert er ist das was er immer war wirklich geworden, ein wirklich glaubender Christ.

Wenn er findet, was er gesucht hat, wie sollte man ihm da Scheitern unterstellen? Nur, weil er anderes findet als man selbst?
Ellviral hat geschrieben:
Der Dalai Lama sagte, "glaube" ich: Bleibt bei eurer Religion, eurem Glauben. Für mich heißt das Glaubt nicht an den Buddhismus hört die Worte Buddha.

Ich "glaube" eher, da hatte er einen schlechten Tag und dachte sich: es gibt schon mehr als genug, die mich verehrungsvoll anhimmeln. Man kommt ja vor lauter "Wesen retten" nicht mehr dazu, seine Arbeit zu schaffen geschweige denn sich mal ein Päuschen zu gönnen ...

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mkha' hat geschrieben:
(Leider weiß ich nicht, von wem diese kurze, sehr bezeichnende Geschichte stammt)

Nyogen Senzaki, '101 Zen Stories'. Veröffentlicht 1919. Es ist die erste (und wohl berühmteste) der 'Stories'. Zumindest wurde die Geschichte durch Senzaki im Westen bekannt - er selbst hatte diese Geschichten nur gesammelt und zusammengestellt. Hier Senzakis Version:

Nan-in, a Japanese master during the Meiji era (1868-1912) received a university professor who came to inquire about Zen. Nan-in served tea. He poured his visitor's cup full, and then kept on pouring.
The professor watched the overflow until he no longer could restrain himself. 'It is overfull. No more will go in!'
‘Like this cup,' Nan-in said. ‘You are full of your own opinions and speculations. How can I show you Zen unless you first empty your cup?'


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Sudhana hat geschrieben:
mkha' hat geschrieben:
(Leider weiß ich nicht, von wem diese kurze, sehr bezeichnende Geschichte stammt)

Nyogen Senzaki, '101 Zen Stories'. Veröffentlicht 1919. Es ist die erste (und wohl berühmteste) der 'Stories'. Zumindest wurde die Geschichte durch Senzaki im Westen bekannt - er selbst hatte diese Geschichten nur gesammelt und zusammengestellt. Hier Senzakis Version:

Nan-in, a Japanese master during the Meiji era (1868-1912) received a university professor who came to inquire about Zen. Nan-in served tea. He poured his visitor's cup full, and then kept on pouring.
The professor watched the overflow until he no longer could restrain himself. 'It is overfull. No more will go in!'
‘Like this cup,' Nan-in said. ‘You are full of your own opinions and speculations. How can I show you Zen unless you first empty your cup?'


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Da hab ich doch gleich meinen Reps gesucht und dieses Schätzchen als erstes der 101 gefunden. Und da suche sie immer nach einem Buch zur Einführung ins Zen und können nicht dieses finden. "Ohne Worte ohne Schweigen" Mein Schatz, mein Schatz, mein zäher Kleber seit 1995. Immer noch voller Aha.
Herzlichen Dank für die Quellenangabe.

Zu meiner Freude gibt das Buch noch bei Abe.Books.de

LG mkha´
mkha' hat geschrieben:
Herzlichen Dank für die Quellenangabe.

Zu meiner Freude gibt das Buch noch bei Abe.Books.de

LG mkha´


Online ist es auch in Englisch zu lesen:
http://terebess.hu/zen/101ZenStones.pdf
Liebe(r) Monday,

ich bin schon dabei, zu lesen,

vielen Dank und liebe Grüße, mkha´
Guten Tag,

die meisten Christen haben ein tiefes Gottvertrauen. Gott ist aber höchst spekulativ und höchstwahrscheinlich nicht existent. Ich halte es für schwierig, Vertrauen in etwas zu haben, dessen Existenz ich höchstwahrscheinlich nicht annehme.

Etwas zu bekennen,was man nicht glaubt, halte ich auch im höchsten Maße unredlich.

Es mag vielleicht noch möglich sein, eine Verbindung zwischen Deismus und Buddhismus herzustellen, wenn man weiß, dass die Frage nach Sein oder Nicht-Sein sowieso auf das gleiche hinausläuft, aber gerade das Christentum hat sich in seinem Gottesbild sehr konkretisiert und ihm eine feste personale Gestalt gegeben, was diese Relativierung nicht möglich macht.

Was die praktische Lebensführung in der Moral angeht, bin ich der Meinung, dass es deshalb eine Übereinstimmung zwischen den Religionen gibt, weil die Menschen grundsätzlich danach streben, Leid zu überwinden. Leider erzeugen die (monotheistischen) Religionen durch ihre festen Wahrheiten trotzdem immer wieder Leid.

Viele Grüße
Weltreisender
Was die praktische Lebensführung in der Moral angeht, bin ich der Meinung, dass es deshalb eine Übereinstimmung zwischen den Religionen gibt, weil die Menschen grundsätzlich danach streben, Leid zu überwinden.


Darum geht es im Christentum nicht, da die Zielsetzung nichts mit persönlichem Wohlbefinden zu tun hat. Viele suchen sogar das Leid oder beharren im Leid.


Leider erzeugen die (monotheistischen) Religionen durch ihre festen Wahrheiten trotzdem immer wieder Leid.


Leid wird maßgebend von ganz anderen Dingen erzeugt. Z.b. von deinem/meinem Denken. Es ist immer der Mensch, der Leid erzeugt, nie die Religion, denn sie kann es gar nicht. Natürlich kann der Mensch sich aber auf Religionen und markante Stellen beziehen, um sich selbst und sein Verhalten zu rechtfertigen. Mit geschickter Auslassung von Stellen kann man sich so selbst autorisieren, um Greueltaten zu verüben. Und das betrifft natürlich auch buddhistische Schriften.


Etwas zu bekennen,was man nicht glaubt, halte ich auch im höchsten Maße unredlich.


So ist es ja.
Sprite hat geschrieben:
Darum geht es im Christentum nicht, da die Zielsetzung nichts mit persönlichem Wohlbefinden zu tun hat. Viele suchen sogar das Leid oder beharren im Leid.


Die 10 Gebote zielen für mich schon darauf ab, dass Leid im allgemeinen vermieden werden soll. Wenngleich die Religion das Leid hofiert, sind es doch Menschen, die dem Leid etwas für sich abgewinnen können: In manchen Formen des Leidens versuchen manche Menschen ein größeres Leid zu lindern. Da sind diese Menschen, die sich als Büßerseelen fühlen und die das Leid der Welt nur ertragen können, wenn sie ein geringeres Leid auf sich nehmen, das sie nicht leidend ertragen, sondern genugtuend suchend.
Die 10 Gebote zielen für mich schon darauf ab, dass Leid im allgemeinen vermieden werden soll.


Naja, die 10 Gebote hält kein Christ ein. Das wurde von Jesus erkannt. Wer denkt, er könnte die 10 Gebote strikt befolgen, läuft in die Irre. Aus diesem Missverständnis kann allerdings viel Leid entspringen, ohne Frage.

Da sind diese Menschen, die sich als Büßerseelen fühlen und die das Leid der Welt nur ertragen können, wenn sie ein geringeres Leid auf sich nehmen, das sie nicht leidend ertragen, sondern genugtuend suchend.


So etwas gibt es sicherlich. Aber die tuen sich ja auch nur moralisch hervor, wie Mutter Theresa. Der "echte" Christ geht in sein stilles Kämmerlein. Dort kann Leid sein, oder auch nicht. Es ist nicht so wichtig und auch kein Hauptschwerpunkt, wie etwa im Buddhismus - denn auf Leid fußt die buddhistische Lehre mit der 1. Wahrheit. Diese Wahrheit ist auch korrekt - für den Christ hat sie aber auch nur einen geringen Stellenwert.
Sprite hat geschrieben:
Die 10 Gebote zielen für mich schon darauf ab, dass Leid im allgemeinen vermieden werden soll.


Naja, die 10 Gebote hält kein Christ ein. Das wurde von Jesus erkannt. Wer denkt, er könnte die 10 Gebote strikt befolgen, läuft in die Irre. Aus diesem Missverständnis kann allerdings viel Leid entspringen, ohne Frage.


Ja. Jesus hat deshalb auch gesagt: wer mich liebt, wird meine Gebote halten. Und der reiche Jüngling sagte ja von sich, dass er die Gebote hält. Also da gab es zumindest zur Zeit Jesu einen, auf den das zutraf.
Rene Girard hat in einem seiner Bücher "Ich sah Satan vom Himmel fallen, wie ein Blitz" erläutert, wie man die 10 Gebote verstehen sollte. Das grundlegende Gebot ist das letzte und zielt auf "du sollst nicht begehren" - und dabei zählt das Gebot eine Reihe von Sachen auf, die den anderen betreffen und die letztlich im Neid oder im Vergleich gründen. Aus diesem Begehren folgen dann alle anderen Fälle, die in den anderen Geboten aufgezählt werden. Denn aus dem Begehren folgt letztlich Mord und Totschlag und Krieg. Das findet sich auch so ähnlich im Pali-Kanon.
Hier gab es schon endlose Debatte über die Triebe und wie das zu verstehen ist; über die Sila auch. Und jeder weiß, es ist eine Herausforderung.

Leiden im Sinne von dukkha - heißt nichts anderes als begehren. Jedes Begehren erzeugt Leiden.
Leiden im Sinne von dukkha - heißt nichts anderes als begehren. Jedes Begehren erzeugt Leiden.


Da stimme ich zu.

Jedoch völlig begierdefrei zu leben ist für mich genauso utopisch, wie die 10 Gebote einhalten.

Und der reiche Jüngling sagte ja von sich, dass er die Gebote hält.


Das sagen auch heute viele Menschen, vor allem auch Nicht-Christen um zu zeigen, dass sie die christliche Lehre nicht brauchen, da sie ja den Kern des Christentums eh schon leben. Es ist natürlich so, dass sich die Schreiberlinge wie dieser Autor, gerne auf die "leichten" Gebote beziehen. Viel dringender sind aber die ersten 2 Gebote. Und wer kann von sich sagen, dass er sich nie ein Bild macht von dem, was im Himmel oder auf der Erde ist? Oder kein Bild (Vorstellung) von Gott?
Sprite hat geschrieben:
Jedoch völlig begierdefrei zu leben ist für mich genauso utopisch, wie die 10 Gebote einhalten.

Klar. Aber das ist ja auch ein überzogenes Verständnis, denn frei von Begehren kann keiner leben. Deshalb wird das Begehren ja auch umgelenkt, auf eine größere Sache bzw. auf Buddhadharma. Du machst dann eine Art Abgleich und prüft, was ist dir wichtig.

Und der reiche Jüngling sagte ja von sich, dass er die Gebote hält.


Das sagen auch heute viele Menschen, vor allem auch Nicht-Christen um zu zeigen, dass sie die christliche Lehre nicht brauchen, da sie ja den Kern des Christentums eh schon leben. Es ist natürlich so, dass sich die Schreiberlinge wie dieser Autor, gerne auf die "leichten" Gebote beziehen.


Das Gleichnis hat ja eine Erzählabsicht und die besteht darin, dass einer schon alles ethischen Regeln erfüllt - unterstellen wir mal, das sei auch so - und der dennoch das Gefühl hat, das ist es eben noch nicht. Da muss es noch was geben. Soweit war Buddha ja auch mal, als der bei seinen Lehrern Anerkennung fand, aber das genügte ihm nicht. Das war es eben noch nicht.
Und Jesus sagt ja dann - verkauf alles, gib' dein Geld den Armen und folge mir nach - und das ist genau das wiederum, was Buddha getan hat - er ist sich selbst gefolgt - er suchte nicht mehr außerhalb, sondern er war frei. Alles ist da - und deshalb diese Einladung zur Nachfolge bzw. zum Weggefährten, mit dem nämlich, der dieses "alles ist da" verkörpert.

Viel dringender sind aber die ersten 2 Gebote. Und wer kann von sich sagen, dass er sich nie ein Bild macht von dem, was im Himmel oder auf der Erde ist? Oder kein Bild (Vorstellung) von Gott?

Das ist ja auch die Klammer bei den 10 Geboten - die ersten drei Gebote. Und da heißt es schon mal "ICH - bin der Herr, dein Gott" - damit einer überhaupt zu ethischen Regeln kommt und sie einhält, braucht es sowas wie die Anerkennung eines Gesetzgebers. Wenn eine Regierung heute, wie z.B. Polen, das Verfassungsgericht nicht anerkennt, dann kommt es zur Verwirrung. Die Unabhängigkeit der Gewalten ist ein wichtiges Prinzip. Deshalb trennt das Judentum genau zwischen der Sphäre der Menschen und der Gottes. Von Gott kommt das Gesetz und dann haben sich dann Instanzen der Auslegung darum herum gebaut - die Gottesvorstellungen pflegen.
Auch der Buddhismus macht doch klar, dass alle Vorstellung Täuschung ist. Also sind auch alle Gottesvorstellungen Illusionen. Da kann man dann eine Negative Gotteslehre entwickeln, aber das hilft auch nicht viel. Letztlich muss dann auch da jeder selbst entscheiden und sein Begehren zügeln. D.h. sich Gewalt antun. Sich beherrschen. Und falls das nicht geht, dann wegbleiben oder weggehen.
Klar. Aber das ist ja auch ein überzogenes Verständnis, denn frei von Begehren kann keiner leben.


Wohl dem, der dies so auch akzeptieren kann :mrgreen:


Und Jesus sagt ja dann - verkauf alles, gib' dein Geld den Armen und folge mir nach - und das ist genau das wiederum, was Buddha getan hat - er ist sich selbst gefolgt - er suchte nicht mehr außerhalb, sondern er war frei.


Bei diesem Gleichnis ist es auch für das Verständnis wichtig, dass Geld/Besitz jeglichen Besitz meint, auch Moral und spirituelle Fähigkeiten. Die gibt keiner einfach so auf. Daran klammerte sich der Jüngling, eben an seinen "Besitz", der durchaus auch Moral und Ethik und Befolgung der Gebote war. Das Thema finden wir dann wieder bei den Pharisäern. Ist ja nicht so, dass dies alles "Unmenschen" waren, sondern es waren Gelehrt, mit hohen moralischen und ethischen Ansprüchen. Die gaben sie auch nicht auf.

Darum mag ich im Buddhismus Rinzai sehr. Es ist seine erste Forderung - hinfort mit dem Ballast. Ich glaube Siddharta war da nicht ganz so drauf, weil sich dort immer noch genug "du sollst...es wäre besser wenn..." finden lässt.
Sprite hat geschrieben:
Bei diesem Gleichnis ist es auch für das Verständnis wichtig, dass Geld/Besitz jeglichen Besitz meint, auch Moral und spirituelle Fähigkeiten. Die gibt keiner einfach so auf. Daran klammerte sich der Jüngling, eben an seinen "Besitz", der durchaus auch Moral und Ethik und Befolgung der Gebote war. Das Thema finden wir dann wieder bei den Pharisäern. Ist ja nicht so, dass dies alles "Unmenschen" waren, sondern es waren Gelehrt, mit hohen moralischen und ethischen Ansprüchen. Die gaben sie auch nicht auf.

Richtig. Das sind die "Gottes"vorstellungen und der Jüngling hatte eben eine bestimmte Vorstellung vom "Himmelreich".
Darum mag ich im Buddhismus Rinzai sehr. Es ist seine erste Forderung - hinfort mit dem Ballast. Ich glaube Siddharta war da nicht ganz so drauf, weil sich dort immer noch genug "du sollst...es wäre besser wenn..." finden lässt.

Das Problem besteht darin, dass du es nicht erkennst, weil du diesbezüglich verblendet bist. Daher kann man da auch keinem einen Vorwurf machen. Aber in dem Augenblick, in dem man streitet, da muss einem klar werden: es ist Besitz.
Das Problem besteht darin, dass du es nicht erkennst, weil du diesbezüglich verblendet bist.


Inwiefern bin ich verblendet? :lol:
Sprite hat geschrieben:
Das Problem besteht darin, dass du es nicht erkennst, weil du diesbezüglich verblendet bist.


Inwiefern bin ich verblendet? :lol:


Insofern. LOL.

Wenn Rinzai auch "Wirf's weg" gebrüllt hatte, das bezieht sich immer noch auf ein Etwas - aber Joshu hat dann eben noch einen drauf gesetzt und sagte auf die Ansicht des Mönchs, er habe ja schon alles weggeworfen: Dann wird das auch weg. Auch Leere ist Konzept, eine Vorstellung.
Rinzai - schmeiss weg - das ist Ballast.
Insofern. LOL.


:P


Rinzai - schmeiss weg - das ist Ballast.


Und was ist kein Ballast?
Wenn Rinzai auch "Wirf's weg" gebrüllt hatte, das bezieht sich immer noch auf ein Etwas


Genau - so wie du dich auf Etwas beziehst wenn du zu sprite sagst "du bist verblendet". Wie kommst du aus der Nummer raus?
Sprite hat geschrieben:
Wenn Rinzai auch "Wirf's weg" gebrüllt hatte, das bezieht sich immer noch auf ein Etwas


Genau - so wie du dich auf Etwas beziehst wenn du zu sprite sagst "du bist verblendet". Wie kommst du aus der Nummer raus?


Welche Nummer? "Du" und "Sprite" - das sind doch auch Konzepte. Aber wenn du nicht verblendet sein willst, dann wirf es weg. Ich nehm's dir dann ab.
Monday hat geschrieben:
Sprite hat geschrieben:
Wenn Rinzai auch "Wirf's weg" gebrüllt hatte, das bezieht sich immer noch auf ein Etwas


Genau - so wie du dich auf Etwas beziehst wenn du zu sprite sagst "du bist verblendet". Wie kommst du aus der Nummer raus?


Welche Nummer? "Du" und "Sprite" - das sind doch auch Konzepte. Aber wenn du nicht verblendet sein willst, dann wirf es weg. Ich nehm's dir dann ab.


Du willst es mir abnehmen? Warum versuchst du mit 100 Sachen Richtung Himmelsblüten zu rasen...bist du wahnsinnig?
Sprite hat geschrieben:
Du willst es mir abnehmen?

Ich nehm' dir alles ab. "Es", "Dies" und "Das".
Monday hat geschrieben:
Sprite hat geschrieben:
Du willst es mir abnehmen?

Ich nehm' dir alles ab. "Es", "Dies" und "Das".


Du beliebst zu Scherzen.
Monday hat geschrieben:
Sprite hat geschrieben:
Wenn Rinzai auch "Wirf's weg" gebrüllt hatte, das bezieht sich immer noch auf ein Etwas


Genau - so wie du dich auf Etwas beziehst wenn du zu sprite sagst "du bist verblendet". Wie kommst du aus der Nummer raus?


Welche Nummer? "Du" und "Sprite" - das sind doch auch Konzepte. Aber wenn du nicht verblendet sein willst, dann wirf es weg. Ich nehm's dir dann ab.


Wo gehst du konzepionell gesehen hin, wenn du zu viel Chilli hattest?
:roll:
Eben...
Monotheistische Religionen geben dem Urgrund einen persönlichen Beigeschmack, sie nennen ihn Gott.
Der Buddhismus gibt dem Urgrund Unpersönlichkeit als Attribut, hier nennt man ihn Nirvana.
Was beide verbindet, ist die Aussage dass es kein Bild von diesem Urgrund gibt.
Ist ja auch logisch, dass die Ursache von allen Bildern, kein Bild sein kann.
Meister Eckardt hat, übrigens schon im Mittelalter, uns die Vorarbeit geleistet, beide Glaubenssysteme zu vereinen. Und darum ging es diesem Mystiker ja, um den einfältigen Urgrund.
Das hast du gewiss falsch verstanden mein lieber @Schizoeinheitssucher, der Buddhismus ist ja primär gar keine Glaubensströmung, sondern eine Gewissheitsströmung. Meister Eckardt war sich des Urgrundes ja auch gewiss, & Jesus auch, er hat die Gewissheit nur Glaube genannt. Oder es ist ein Übersetzungsfehler, oder die Sprache hat damals noch nicht zwischen Glauben & Gewissheit unterschieden. Aber unterscheiden wollen wir ja auch nicht, oder Schizoeinheitssucher? Nur ein bisschen mehr Gewissenhaftigkeit beim nächsten mal, wenn es um christlichen Glauben & buddhistische Gewissheit geht, hast du mich da verstanden du Schizo´?!
Es geht hier noch nicht mal um irrgendwelche Systeme oder Strömungen, sein sie nun geglaubt oder gewiss. Es geht doch um etwas viel grundlegenderes & einfacheres, nämlich den Urgrund, ihr schismatischen Schizos´, & das finden der Einheit & -falt !!!
Es bereitet mir schon Schwierigkeiten "Christ" zu sein,
denn ich glaube weder an die Dreifaltigkeitslehre
noch an die Jungfrauengeburt, geschweige an den die Beichte
und den angeblichen ganzen heiligen Brimbamborius der Kirchen.

Buddhist kann ich aber auch nicht sein oder werden.
Hier gibt es viele Ungereimtheiten der verschiedenen Lehren für mich.
Letztlich bezweifle ich sogar die Wiedergeburtslehre, obwohl die auch
Origenes schon vertreten hat.
Mittlerweile bin ich mir da unsicher geworden, ob das nicht bloß Energiefelder
und Kräfte sind, die sich bei Menschen in grobstofflicher fleischlicher Form,
im Kopf manifestieren.

Treu bin ich einzig und allein meinem Herrn Jesus Christus
verbunden.
Da reicht mir in Einfalt und Einfachheit die Bergpredigt,
denn schriftliches hinterlassen, soll er ja auch nicht haben.
... und Worte können verdreht und falsch ausgelegt werden . . .

Hier ist letztlich der Garant die eigene Erfahrung- und Erlebensfähigkeit.

herzlichst, brigitte
brigittefoe hat geschrieben:
Es bereitet mir schon Schwierigkeiten "Christ" zu sein,
...
Buddhist kann ich aber auch nicht sein oder werden.
...
Wir sind halt alle Kinder unserer Zeit! Mach dir deshalb keine Sorgen. Es geht allen hier so - auch wenn sie es nicht wahr haben wollen. Dem seelischen Empfinden eines "Ur"-Christen oder -Buddhisten hinterher zu hecheln ist ein sinnloses Unterfangen.
brigittefoe hat geschrieben:
...
ich mir da unsicher geworden, ob das nicht bloß Energiefelder
und Kräfte sind, die sich bei Menschen in grobstofflicher fleischlicher Form,
im Kopf manifestieren.
Du sehnst dich "nur" nach der lost side - irgendetwas fehlt im Leben
B-) - das Spirituelle, das Tabu, das, von dem man nicht sprich, von dem aber weiß... :-$
brigittefoe hat geschrieben:
Treu bin ich einzig und allein meinem Herrn Jesus Christus
verbunden.
Überleg nochmals ... Du sagst es doch selbst
brigittefoe hat geschrieben:
Da reicht mir in Einfalt und Einfachheit die Bergpredigt,
denn schriftliches hinterlassen, soll er ja auch nicht haben.
... und Worte können verdreht und falsch ausgelegt werden . . .

brigittefoe hat geschrieben:
Hier ist letztlich der Garant die eigene Erfahrung- und Erlebensfähigkeit.
Das ist deine Interpretation dessen, was fehlt.
brigittefoe hat geschrieben:
herzlichst, brigitte

Ebenso :-)
brigittefoe hat geschrieben:
Es bereitet mir schon Schwierigkeiten "Christ" zu sein,
denn ich glaube weder an die Dreifaltigkeitslehre
noch an die Jungfrauengeburt, geschweige an den die Beichte
und den angeblichen ganzen heiligen Brimbamborius der Kirchen.

Buddhist kann ich aber auch nicht sein oder werden.
Hier gibt es viele Ungereimtheiten der verschiedenen Lehren für mich.
Letztlich bezweifle ich sogar die Wiedergeburtslehre, obwohl die auch
Origenes schon vertreten hat.
Mittlerweile bin ich mir da unsicher geworden, ob das nicht bloß Energiefelder
und Kräfte sind, die sich bei Menschen in grobstofflicher fleischlicher Form,
im Kopf manifestieren.

Treu bin ich einzig und allein meinem Herrn Jesus Christus
verbunden.
Da reicht mir in Einfalt und Einfachheit die Bergpredigt,
denn schriftliches hinterlassen, soll er ja auch nicht haben.
... und Worte können verdreht und falsch ausgelegt werden . . .

Hier ist letztlich der Garant die eigene Erfahrung- und Erlebensfähigkeit.

herzlichst, brigitte

Ich bin irgendwie Beides und keins von beiden, aber es hat mich irgendwie noch nie Dilemma-mäßig beschäftigt. Echte Hingabe fragt meiner Meinung nach nicht danach, auf was sie bezogen ist. Sie will ja nur entdeckt und gelebt werden. Was Christliches anbelangt halte ich mich an die Mystiker. Die sind ja recht unbrimboriert :)
Ich finde auch man kann ein Top-Christ sein, ohne an Jungfrauengeburten u.Ä. zu glauben und ebenso ein Super-Buddhist ohne an Wiedergeburt zu glauben.
Wenn ich "Glauben" höre, dann ersetze ich das automatisch durch "Vertrauen" und beim Vertrauen geht es nicht um Dogmen, sondern ums unglaubliche Eingemachte. Wenn für Dich Jesus Christus etwas sein kann, dem Du Dich bedingungslos hingeben kannst, dann schafft das Vertrauen und den Rest kann man eh nicht machen, sondern der geschieht ohne Ansehen der Religionszugehörigkeit.
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