Der Mythos vom erleuchteten Kleinkind.

Moderator: void

Aiko hat geschrieben:
Den Gott brauchte man nicht erfinden - der war ja bereits da - als Gesetzgeber der Juden


Ja aber der war erbarmungslos. Jahwe war ursprünglich ein Vulkangott. Wenn man das alte Testament anschaut: Vertreibung aus dem Paradies, Sintflut, Soddom und Gomorrha ( = Vulkanausbruch !) etc.

Jesus erfand nicht Gott aber er erfand einen "barmherzigen Gott". Gott als Freund und Helfer nicht mehr brutaler Züchtiger.

Bakram
Bakram hat geschrieben:
Aiko hat geschrieben:
Den Gott brauchte man nicht erfinden - der war ja bereits da - als Gesetzgeber der Juden


Ja aber der war erbarmungslos. Jahwe war ursprünglich ein Vulkangott. Wenn man das alte Testament anschaut: Vertreibung aus dem Paradies, Sintflut, Soddom und Gomorrha ( = Vulkanausbruch !) etc.

Ja und? Der König David war ein Terrorist - . Das erste Buch Moses - haben die Juden von den Sumerern abgeschrieben, nach dem sie in Gefangenschaft bei den Babyloniern erlebt haben, wie wichtig es ist eine eigenen Geschichte zu basteln.
Und da fängt man natürlich mit dem an, was da ist - Natur und Gewalt.
Jesus erfand nicht Gott aber er erfand einen "barmherzigen Gott". Gott als Freund und Helfer nicht mehr brutaler Züchtiger.

Ja - das war seine Erfahrung - wenn man gehorcht, dann ist Gott barmherzig - aber man landet dann am Kreuz. Hütet euch vor den Menschen - sagte er auch. Es lässt sich auch so sagen - wenn dieses, dann jenes - wenn Gehorsam, dann Erbarmen.
Absichtslosigkeit und Freundlichkeit gehören zusammen.
Aber Gott ist kein Helfer - helfen musst du dir selbst und vor allem den anderen, den Hilflosen.
Aiko hat geschrieben:
helfen musst du [...] vor allem den anderen, den Hilflosen.


Das kann man aber nicht als hilfloser Säugling :!:

Das ist die andere Seite der Medaille und führt uns zurück zum Anfang des threads :D

Bakram
Bakram hat geschrieben:
Aiko hat geschrieben:
helfen musst du [...] vor allem den anderen, den Hilflosen.


Das kann man aber nicht als hilfloser Säugling :!:

Was soll das denn? Ich red' hier von Erwachsenen - Säuglinge wissen nichts von dem ganzen Glaubenszeug. Sie erfahren aber als heranwachsende Kinder Verbote, Schläge, Missbrauch und Verwahrlosung. Auch von christlichen Einrichtungen - wissen wir ja inzwischen zum Glück. Wenn man sich als Erwachsener dem Kind überlegen glaubt und meint, man hätte ein Recht der Erziehung, dann hat man vergessen, wie das als Kind mal war - man hat es verdrängt und will es nicht wissen, weil es sehr schmerzhaft ist, wenn Eltern keine Rücksicht nehmen auf die Verletzbarkeit des Kindes.
Das ist die andere Seite der Medaille und führt uns zurück zum Anfang des threads :D

Erklärs mir mal.
Aiko hat geschrieben:
Erklärs mir mal.


Ich interpretierte die beiden Zitate mit dem "Mythos Kleinkind" dahingehend, dass das Kleinkind als Model oder Vorbild dienen könnte um sowohl im christlichen Kontext wie auch im buddhistischen Kontext (Fesseln) Befreiung zu erlangen.

Buddha verneint dies. Denn ein Kleinkind besitzt die dazugehörige Neigung Persönlichkeitsansicht auszubilden oder andere niederzehrende Fesseln. Ich zitierte dann ein weiterer PK Text wo Buddha erklärt ein Kleinkind kann auch nicht als Modell für "Verwirklichung" dienen.

Dann kam der ganze christliche Exkurs, welcher schliesslisch bei so was wie Nächstenliebe endete. Hier habe ich angemerkt, dass ein hilfloses Kleinkind nicht fähig sei zur Nächstenliebe (oder gar Hilfe/Beistand), geschweige denn die Brahmavihara auszubilden.
Bakram hat geschrieben:
Aiko hat geschrieben:
Erklärs mir mal.


Ich interpretierte die beiden Zitate mit dem "Mythos Kleinkind" dahingehend, dass das Kleinkind als Model oder Vorbild dienen könnte um sowohl im christlichen Kontext wie auch im buddhistischen Kontext (Fesseln) Befreiung zu erlangen.

Buddha verneint dies. Denn ein Kleinkind besitzt die dazugehörige Neigung Persönlichkeitsansicht auszubilden oder andere niederzehrende Fesseln. Ich zitierte dann ein weiterer PK Text wo Buddha erklärt ein Kleinkind kann auch nicht als Modell für "Verwirklichung" dienen.

Dann kam der ganze christliche Exkurs, welcher schliesslisch bei so was wie Nächstenliebe endete. Hier habe ich angemerkt, dass ein hilfloses Kleinkind nicht fähig sei zur Nächstenliebe (oder gar Hilfe/Beistand), geschweige denn die Brahmavihara auszubilden.


Ja - da stimme ich dir zu. Deshalb ist das mit dem Titel dieses threads ja auch weder aus dem christlichen noch buddhistischen Kontext.
Die Kind Metapher bezieht sich im Christlichen auf das Verhältnis von Schöpfer und Geschöpf.
nibbuti hat geschrieben:
Jesus sagte:
Wer das Reich Gottes nicht so annimmt (empfängt), wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen. (Markus 10,38)

Buddha sagte:

Ich glaube, der ehrwürdige Jesus meint hier, der Geist soll so unvoreingenommen nicht bewertend Beobachten und Wahrnehmen, wie ein Kind es seiner Vorstellung nach tut, wenn es die Welt zum ersten Mal entdeckt.
Mirco hat geschrieben:
Ich glaube, der ehrwürdige Jesus meint hier, der Geist soll so unvoreingenommen nicht bewertend Beobachten und Wahrnehmen, wie ein Kind es seiner Vorstellung nach tut, wenn es die Welt zum ersten Mal entdeckt.

Und darüber kann man jetzt spekulieren bis man schwarz wird oder auch nicht.
Deine Interpretation halte ich jedenfalls für eindeutig viel zu buddhistisch.
Ich glaube ja eher das er es mehr mit dem Glauben hatte und
viele Erwachsene wollten ihm seine Story mit dem "Gottessohn"
nicht abnehmen. Damit meinte er eben das sie arm sein sollten im
Geiste wie Kinder denen man eben alles erzählen kann und die
glaubten was immer man erzählt. Denn in ihrer Naivität glauben sie
eben alles bis zum Weihnachtsmann, Hauptsache es ist eine schön
vorgetragene Geschichte. Und so einen Geschichte wollte er den
Zuhörern ja andrehen.

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