Freundliches im Forum

Moderator: void

"Freunde, so wie die Fußspur jedes Lebewesen, das sich gehend fortbewegt, in der Fußspur eines Elefanten Platz findet, und die Spur des Elefanten daher aufgrund ihrer großen Abmessungen als höchste unter ihnen bezeichnet wird; genauso können alle heilsamen Zustände in die Vier Edlen Wahrheiten einbezogen werden. In welche vier?

In die edle Wahrheit von Dukkha.
In die edle Wahrheit vom Ursprung von Dukkha.
In die edle Wahrheit vom Aufhören von Dukkha.
Und in die edle Wahrheit vom Weg, der zum Aufhören von Dukkha führt.

M 28


"Ich hoffe, Anuruddha, daß ihr alle in Eintracht lebt, mit gegenseitigem Verständnis, ohne Streit, wobei ihr euch wie Milch und Wasser mischt, euch gegenseitig mit gütigen Augen betrachtet."

"Gewiß, ehrwürdiger Herr, wir alle leben in Eintracht, mit gegenseitigem Verständnis, ohne Streit, wobei wir uns wie Milch und Wasser mischen, uns gegenseitig mit gütigen Augen betrachten."

M 31


Bild
Schwer zu sagen, ob Buddha sich in Internettforen herumgetrieben hat, und wenn ja, unter welchen Nicknames. Sicher hätte er der Logik des Mediums irgendwie Rechnung getragen. Denn der Wunsch danach, dass wir uns gegenseitig mit gütigen Augen betrachen, ist ja ganz wunderbar. Aber der paranoische Hang zur Kritisiererei unter den Postern ist eben auch ein Ergebnis des Buddhaland-Forums selbst. Das Freudliche erstickt im Geächze der Standpunkte, weil die Tastatur zum Räsonieren einlädt. Statt zu delirieren oder Klarheit zu gewinnen, untersuchen wir Gründe und wieder Gründe, entwickeln uns zu kleinen Redemaschinen, die sich selbst nicht kennenlernen, weil sie sich unentwegt mit anderen verständigen müssen.

Kurz: Ich plädiere für deutlich weniger von allem.
Bettler hat geschrieben:
Denn der Wunsch danach, dass wir uns gegenseitig mit gütigen Augen betrachten, ist ja ganz wunderbar. Aber der paranoische Hang zur Kritisiererei unter den Postern ist eben auch ein Ergebnis des Buddhaland-Forums selbst. Das Freundliche erstickt im Geächze der Standpunkte, weil die Tastatur zum Räsonieren einlädt. Statt zu delirieren oder Klarheit zu gewinnen, untersuchen wir Gründe und wieder Gründe, entwickeln uns zu kleinen Redemaschinen, die sich selbst nicht kennenlernen, weil sie sich unentwegt mit anderen verständigen müssen. Kurz: Ich plädiere für deutlich weniger von allem.


Foren erzeugen keinen Hang zum kritisieren, Tastaturen laden nicht zum räsonieren ein und und keiner muss sich unentwegt verständigen.

Es wird von Menschen getan, die sich dafür entscheiden.
Foren erzeugen keinen Hang zum kritisieren, Tastaturen laden nicht zum räsonieren ein und und keiner muss sich unentwegt verständigen. Es wird von Menschen getan, die sich dafür entscheiden.

Dieser Erkenntnistand ist seit Friedrich Nietzsches Wort über seine Schreibmaschine gründlich überholt, also schon eine ganze Weile.

Nun möchte ich gern sehen, wie mit dem Schreibapparat manipulirt wird; ich
denke mir, dass es viel Übung kostet, bis die Zeilen laufen. Vielleicht gewöhnen
Sie Sich mit diesem Instrument gar eine neue Ausdrucksweise an – mir wenigstens
könnte es so ergehen; ich leugne nicht, dass meine „Gedanken“ in der
Musik und Sprache oft von der Qualität der Feder und des Papiers abhängen …
(Heinrich Köselitz an Friedrich Nietzsche)

Sie haben Recht – unser Schreibzeug arbeitet mit an unseren Gedanken. Wann
werde ich es über meine Finger bringen, einen langen Satz zu drucken!
(Friedrich Nietzsche an Heinrich Köselitz)

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