An Laien

Moderator: void

Viele von uns sind Laien. Ich poste hier deshalb mal zwei an Laien gerichtete Lehrreden:

Anguttara Nikaya, Das Vierer Buch

7. Kapitel: 2. Pattakamma Vagga - (Pali)

A.IV.61 Von der rechten Verwendung des Besitzes - 1. Pattakamma Sutta

Der Erhabene sprach zu Anāthapindika, dem Hausvater, also:

»Vier erwünschte, erfreuliche, angenehme Umstände, o Hausvater, sind schwer in der Welt zu erlangen. Welche vier?
•Daß einem auf rechtliche Weise Reichtum zufällt; das ist der erste erwünschte, erfreuliche, angenehme Umstand, der schwer zu erlangen ist in der Welt.
•Daß, wenn man auf rechtliche Weise Reichtum erlangt hat, einem Ehre widerfährt samt seinen Verwandten und Bekannten (saha-upajjhāyehi; die Übersetzung folgte K und Subk); das ist der zweite erwünschte, erfreuliche, angenehme Umstand, der schwer zu erlangen ist in der Welt.
•Daß, wenn man auf rechtliche Weise Besitz und zusammen mit Verwandten und Bekannten Ehre erlangt hat, einem ein langes Leben, ein hohes Alter beschieden ist; das ist der dritte erwünschte, erfreuliche, angenehme Umstand, der schwer zu erlangen ist in der Welt.
•Daß, wenn man auf rechtliche Weise Reichtum und zusammen mit Verwandten und Bekannten Ehre erlangt und auch ein langes Leben, ein hohes Alter erreicht hat, man bei Auflösung des Körpers, nach dem Tode, in einer himmlischen Welt wiedererscheint; das ist der vierte erwünschte, erfreuliche, angenehme Umstand, der schwer zu erlangen ist in der Welt.

Diese vier erwünschten, erfreulichen, angenehmen Umstände, o Hausvater, sind in der Welt schwer zu erlangen.

Vier Eigenschaften aber, o Hausvater, führen zur Gewinnung dieser vier Umstände, die so schwer in der Welt zu erlangen sind. Welche vier Eigenschaften?
• Bewährung im Vertrauen,
• Bewährung in der Sittlichkeit,
• Bewährung in der Freigebigkeit und
• Bewährung in der Weisheit (*1).

Was aber, o Hausvater, ist Bewährung im Vertrauen?
• Da besitzt der edle Jünger Vertrauen, er glaubt an die Erleuchtung des Vollendeten, so nämlich: 'Dies, wahrlich, ist der Erhabene: er ist der Heilige, vollkommen Erleuchtete, der in Wissen und Wandel Bewährte, der Kenner der Welt, der unvergleichliche Lenker führungsbedürftiger Menschen, der Meister der Götter und Menschen, der Erwachte, der Erhabene.' Das nennt man Bewährung im Vertrauen.

Was aber ist Bewährung in der Sittlichkeit?
• Da enthält sich der edle Jünger von Lebenszerstörung; enthält sich vom Nehmen des Nichtgegebenen; enthält sich von unrechtem Wandel in Sinnenlüsten; enthält sich von der Lüge; enthält sich vom Genuß von Rauschmitteln, der Ursache der Lässigkeit. Das nennt man Bewährung in der Sittlichkeit.

Was aber ist Bewährung in der Freigebigkeit?
• Da lebt der edle Jünger im Hause mit einem vom Laster des Geizes freien Herzen; er ist freigebig und spendet mit offenen Händen; er gibt gern, ist den Bedürftigen zugetan und hat Freude am Austeilen von Gaben. Das nennt man Bewährung in der Freigebigkeit.

Was aber ist Bewährung in Weisheit?
• Wessen Herz von hemmungsloser Begehrlichkeit (*2) beherrscht wird, der tut, was er nicht tun sollte, und was er tun sollte, unterläßt er. Wenn er aber tut, was er nicht tun sollte, und unterläßt, was er tun sollte, dann schwinden ihm Ehre und Glück dahin. Wessen Herz von Ärger beherrscht wird - von Starrheit und Mattigkeit - von Aufgeregtheit und Gewissensunruhe - von Zweifelsucht (*3) beherrscht ist, der tut, was er nicht tun sollte, und was er tun sollte, unterläßt er. Wenn er aber tut, was er nicht tun sollte, und unterläßt, was er tun sollte, dann schwinden ihm Ehre und Glück dahin.

Hat aber, o Hausvater, der edle Jünger die hemmungslose Begehrlichkeit als eine Herzenstrübung erkannt, so überwindet er die hemmungslose Begehrlichkeit, diese Herzenstrübung. Hat er aber Ärger - Starrheit und Mattigkeit - Aufgeregtheit und Gewissensunruhe - Zweifelsucht als Herzenstrübungen erkannt, so überwindet er diese Herzenstrübungen. Hat aber, o Hausvater, der edle Jünger diese Herzenstrübungen als solche erkannt und sie überwunden, so gilt dieser edle Jünger als groß an Weisheit, reich an Weisheit, klarsichtig, in Weisheit vollkommen. Das nennt man Bewährung in Weisheit.

Dies, o Hausvater, sind die vier Eigenschaften, die zur Gewinnung jener vier erwünschten, erfreulichen, angenehmen Umstände führen, die schwer zu erlangen sind in der Welt.

Ein solcher edler Jünger nun, o Hausvater, der sich seinen Besitz durch Aufbietung seiner Kraft erworben hat, durch seiner Hände Fleiß, im Schweiße seines Angesichts, auf rechtmäßige, ehrliche Weise, er verrichtet damit vier gut angewandte Werke (*4). Welche vier?
•Sich selber macht er damit glücklich und zufrieden und verschafft sich ein vollkommenes Glück.
• Vater und Mutter macht er glücklich und zufrieden und verschafft ihnen ein vollkommenes Glück.
• Weib und Kind, Diener und Knechte macht er glücklich und zufrieden und verschafft ihnen ein vollkommenes Glück.
• Freunde und Genossen macht er glücklich und zufrieden und verschafft ihnen ein vollkommenes Glück.

So hat sein Besitz diesen ersten Zweck erfüllt, hat gute Verwendung gefunden (pattagatam hoti), ward zweckmäßig benützt.

Und ferner noch: vermittels seines Besitzes, den er sich durch Aufbietung seiner Kraft erworben hat, durch seiner Hände Fleiß, im Schweiße seines Angesichts, auf rechtmäßige, ehrliche Weise - vermittels dieses Besitzes wendet der edle Jünger Missgeschick ab, das ihm durch Feuer oder Wasser, durch Fürsten, Diebe oder gehässige Erben entstehen möchte und schützt so seine eigene Person. So hat sein Besitz diesen zweiten Zweck erfüllt, hat gute Verwendung gefunden, ward zweckmäßig benützt.

Und ferner noch: vermittels seines Besitzes, den er sich durch Aufbietung seiner Kraft erworben hat, durch seiner Hände Fleiß, im Schweiße seines Angesichts, auf rechtmäßige, ehrliche Weise - vermittels dieses Besitzes leistet der edle Jünger fünferlei Abgaben: Spenden für Verwandte, Spenden für Gäste, Spenden für Verstorbene, Abgaben an den Fürsten, Spenden für die Gottheiten. So hat sein Besitz diesen dritten Zweck erfüllt, hat gute Verwendung gefunden, ward zweckmäßig benützt.

Und ferner noch: den Asketen und Priestern, die frei sind von Rausch und Lässigkeit, die Geduld und Milde besitzen, die einzig ihr Ich bezähmen, einzig ihr Ich zur Ruhe bringen, einzig ihr Ich erlöschen lassen (*5) - solchen Asketen und Priestern macht er, vermittels seines Besitzes, den er sich durch Aufbietung seiner Kraft erworben hat, durch seiner Hände Fleiß, im Schweiße seines Angesichts, auf rechtmäßige, ehrliche Weise - Geschenke, die hohe Früchte bringen, himmlische, glückerzeugende, himmelwärts leitende. So hat sein Besitz diesen vierten Zweck erfüllt, hat gute Verwendung gefunden, ward zweckmäßig benützt.

Diese vier gut angewandten Werke, o Hausvater, verrichtet der edle Jünger mit seinem Besitz, den er sich durch Aufbietung seiner Kraft erworben hat, durch seiner Hände Fleiß, im Schweiße seines Angesichts, auf rechtmäßige, ehrliche Weise.

Bei wem auch immer der Besitz auf andere Weise abnimmt, als durch diese vier gut angewandten Werke, dessen Besitz, sagt man, o Hausvater, hat seinen Zweck nicht erfüllt, hat keine gute Verwendung gefunden, ward nicht zweckmäßig benützt. Doch bei wem der Besitz infolge jener vier gut angewandten Werke abnimmt, dessen Besitz, sagt man, o Hausvater, hat seinen Zweck erfüllt, hat gute Verwendung gefunden, ward zweckmäßig benützt.

»Recht ward benutzt mein Gut:Vor Missgeschick half es bewahrenmich selber und mein Dienervolkund alle, die in meiner Obhut. Trefflichster Spende hat es auch gedient:fünffacher Gabenpflicht und Dienst an jenen,die tugendrein, bezähmt, ein heilig Leben führen.
Zu welchem Zwecke ein Verständiger,im Hause lebend, sich Besitz erwünscht,den Zweck hab', wahrlich, ich erreicht,getan, was nimmer Reue bringt.
Wenn weise dies ein Mensch bedenkt,der fest zur edlen Lehre hält,so wird ihm hier der Weisen Lobund dort des Himmels Seligkeit.«
http://www.palikanon.com/angutt/a04_061-070.html


A.IV.62 Das Glück - 2. Ānaṇya Sutta

Der Erhabene sprach zu Anāthapindika, dem Hausvater, also:

»Vier Arten des Glückes, o Hausvater, mag der im Genusse der Sinnenfreuden lebende Hausvater gelegentlich, von Zeit zu Zeit, erlangen. Welche vier?

•Das Glück des Besitzens,
•das Glück des Genusses,
•das Glück der Schuldenfreiheit,
•das Glück der Unbescholtenheit.

Was aber, o Hausvater, ist das Glück des Besitzens? Da besitzt ein Sohn aus guter Familie Schätze, die er sich durch Aufbietung seiner Kraft erworben hat, durch seiner Hände Fleiß, im Schweiße seines Angesichts, auf rechtmäßige, ehrliche Weise. Und er empfindet Glück und Freude im Gedanken: 'Schätze besitze ich, die ich mir durch Aufbietung meiner Kraft erworben habe, durch meiner Hände Fleiß, im Schweiße meines Angesichts, auf rechtmäßige, ehrliche Weise.' Das nennt man das Glück des Besitzens.

Was aber ist das Glück des Genusses? Da genießt ein Sohn aus guter Familie die Schätze, die er sich durch Aufbietung seiner Kraft erworben hat, durch seiner Hände Fleiß, im Schweiße seines Angesichts, auf rechtmäßige, ehrliche Weise, und er tut gute Werke. Da empfindet er im Gedanken daran Glück und Freude. Das nennt man das Glück des Genusses.

Was aber ist das Glück der Schuldenfreiheit? Da schuldet ein Sohn aus guter Familie niemandem irgendetwas, weder viel, noch wenig. Und im Gedanken: 'Niemandem schulde ich etwas, weder viel, noch wenig', empfindet er Glück und Freude. Das nennt man das Glück der Schuldenfreiheit.

Was aber ist das Glück der Unbescholtenheit? Da hat ein edler Jüngling untadelige Taten getan in Werken, Worten und Gedanken. Und im Gedanken daran empfindet er Glück und Freude. Das nennt man das Glück der Unbescholtenheit.

Diese vier Arten des Glückes, o Hausvater, mag der im Genusse der Sinnenfreuden lebende Hausvater gelegentlich, von Zeit zu Zeit, erlangen.«

»Wer da der Schuldenfreiheit Glück und des Besitzens Glück bedenkt,auch des Genusses Freuden kennt,und dann dies alles weise prüft,
Des Glückes beide Arten sieht er klarund weiß, daß jenes Glück der Weltkein Sechzehntel (*1) des Wertes hatvom Glück der Unbescholtenheit.«

Diese vier Arten des Glückes, o Hausvater, mag der im Genusse der Sinnenfreuden lebende Hausvater gelegentlich, von Zeit zu Zeit, erlangen.«
Prima Lehrrede, danke Bakram.

Es ist immer wieder faszinierend wie der Erwachte die Lehre darlegt. Ausgehend von dem Wunsch nach dem schwierig zu erreichendem Ziel auf ehrliche Art und Weise reich zu werden, dabei ein hohes Ansehen zu genießen und zudem auch noch ein hohes Lebensalter erreichen und darüber hinaus nach dem Tode in himmlische Welten aufzusteigen zeigt er sogar einen gangbaren Weg wie dies möglich und erreichbar ist.
Vorraussetzung dafür sind das Erlangen von Heilsvertrauen, Tugend, Großzügigkeit/Losslassen und Weisheit. Dann erklärt er noch wie zu praktizieren ist um dies zu erreichen.
Heilsvertrauen durch Meditation/Kontemplation der 6 unübertrefflichen Erinnerungen (an den Erwachten, der Lehre, der Heilsgängergemeinde, der Tugeden, der Großzügigkeit, den Himmelswesen)
Tugend durch eine ethische Lebensweise und Übung der 5 Sila.
Großzügigkeit durch die Praxis der Freigiebigkeit
Weisheit durch Überwindung der 5 Hemmungen (Sinnenbefriedigung, Übelwollen, Sichtreiben-lassen/"Faulheit",Unruhe, Zweifel) und die Aneignung der rechten Anschauung.
So eignet er sich ehrlich Besitz an und nutzt in auch recht. Dadurch macht er sich und seine Mitwesen glücklich und zufrieden und kann weitere Heilsgänger in ihrem Streben unterstützen.

Als besonderes Bonbon nennt er in der folgenden Lehrrede das Bewusstmachen des Glückes des Besitzes, Genusses, der Schuldenfreiheit und der Unbescholtenheit - das stillt und befriedet das Herz.

DAS ist buddhistische Praxis für Hausleute ! :)

Wer damit unterfordert ist kann ja darüberhinaus noch ein Vipassana Retreat besuchen :wink:

Liebe Grüße

Norbert
A.IV.53-54 Ehegemeinschaft I-II

Einst wanderte der Erhabene auf der Landstraße zwischen Madhurā und Verañjā. Auch zahlreiche Hausväter mit ihren Frauen gingen damals gerade auf dieser Landstraße. Und der Erhabene wandte sich vom Wege ab und setzte sich am Fuße eines Baumes nieder. Es erblickten nun jene Hausväter und ihre Frauen den Erhabenen, am Fuße des Baumes sitzend. Bei seinem Anblick kamen sie heran, begrüßten ihn ehrerbietig und setzten sich zur Seite nieder. Und der Erhabene sprach zu jenen Hausvätern und ihren Frauen also:

»Vier Arten des ehelichen Zusammenlebens gibt es, ihr Hausleute. Welche vier?

Da lebt ein Gemeiner mit einer Gemeinen zusammen;
es lebt ein Gemeiner mit einer Edlen (devī, wtl: Göttin) zusammen;
es lebt ein Edler (devo, wtl: Gott) mit einer Gemeinen zusammen;
es lebt ein Edler mit einer Edlen zusammen.

Inwiefern aber lebt ein Gemeiner mit einer Gemeinen zusammen? Da bringt der Gatte Lebendes um, vergreift sich an fremdem Gut, begeht unrechten Geschlechtsverkehr, lügt, ergeht sich im Hinterbringen, in rohen Worten, in müßigem Geschwätz, ist habsüchtig, gehässig, hegt schlechte Ansichten), genießt berauschende Getränke, ist sittenlos, von schlechtem Charakter; und mit einem vom Makel des Geizes gefesselten Herzen lebt er im Hause, ein Lästerer und Verleumder der Asketen und Priester. Und ebenso auch ist es mit seiner Gattin. Insofern lebt ein Gemeiner mit einer Gemeinen zusammen.

Inwiefern aber lebt ein Gemeiner mit einer Edlen zusammen? Da bringt der Gatte Lebendes um, vergreift sich an fremdem Gut, begeht unrechten Geschlechtsverkehr, lügt ( ergeht sich im Hinterbringen, in rohen Worten, in müßigem Geschwätz, ist habsüchtig, gehässig, hegt schlechte Ansichten), genießt berauschende Getränke, ist sittenlos, von schlechtem Charakter; und mit einem vom Makel des Geizes gefesselten Herzen lebt er im Hause, ein Lästerer und Verleumder der Asketen und Priester. Seine Gattin aber enthält sich des Tötens, steht ab vom Stehlen, von unrechtem Geschlechtsverkehr, von Lüge (vom Hinterbringen, von rohen Worten, müßigem Geschwätz, von Habsucht, Gehässigkeit und schlechten Ansichten), enthält sich des Genusses von berauschenden Getränken, sie ist sittenrein, von gutem Charakter; und mit einem vom Makel des Geizes freien Herzen lebt sie im Hause, indem sie Asketen und Priester weder lästert noch verleumdet. Insofern lebt ein Gemeiner mit einer Edlen zusammen.

Inwiefern aber lebt ein Edler mit einer Gemeinen zusammen? Da enthält sich der Gatte des Tötens, steht ab vom Stehlen, von unrechtem Geschlechtsverkehr, von Lüge (vom Hinterbringen, rohen Worten, müßigem Geschwätz, von Habsucht, Gehässigkeit und schlechten Ansichten), enthält sich des Genusses von berauschenden Getränken, er ist sittenrein, von gutem Charakter; und mit einem vom Makel des Geizes freien Herzen lebt er im Hause, indem er Asketen und Priester weder lästert noch verleumdet. Seine Gattin aber bringt Lebendes um, vergreift sich an fremdem Gut, begeht unrechten Geschlechtsverkehr, lügt (54: ergeht sich im Hinterbringen, rohen Worten, müßigem Geschwätz, ist habsüchtig, gehässig, hegt schlechte Ansichten), genießt berauschende Getränke, sie ist sittenlos, von schlechtem Charakter; und mit einem vom Makel des Geizes gefesselten Herzen lebt sie im Hause, ein Lästerer und Verleumder der Asketen und Priester. Insofern lebt ein Edler mit einer Gemeinen zusammen.

Inwiefern aber lebt ein Edler mit einer Edlen zusammen? Da enthält sich der Gatte des Tötens, steht ab vom Stehlen, von unrechtem Geschlechtsverkehr, von Lüge (vom Hinterbringen, rohen Worten, müßigem Geschwätz, von Habsucht, Gehässigkeit und schlechten Ansichten), enthält sich des Genusses von berauschenden Getränken, er ist sittenrein, von gutem Charakter; und mit einem vom Makel des Geizes freien Herzen lebt er im Hause, indem er Asketen und Priester weder lästert noch verleumdet. Und ebenso ist es mit seiner Gattin. Insofern lebt ein Edler mit einer Edlen zusammen.

Diese vier Arten des Zusammenlebens gibt es, ihr Hausleute.

»Sittenlos sind beide Gatten,
geizig und auch voller Schmähsucht.
Diese beiden Gatten führen
als Gemeine ihre Ehe.

Der Gatte zwar ist sittenlos,
ist geizig, voller Schmähsucht auch;
die Gattin aber sittenrein,
ist freundlich und auch ohne Geiz.

So hat sich diese edle Frau
gemeinem Manne anvertraut.
Der Gatte zwar ist sittenrein,
ist freundlich und auch ohne Geiz;
die Gattin aber sittenlos,
ist geizig, voller Schmähsucht auch.

So lebt denn dies gemeine Weib
mit einem edlen Mann zusammen.
Beide sind sie mild und gläubig,
selbstbezähmt und treu der Lehre.

Es begegnen solche Gatten
sich mit liebevollen Worten.
Reicher Segen ist ihr Anteil,
häuslich Glück ist ihnen hold,
und der Feind fühlt sich geschlagen,
da in Tugend beide gleich sind.

Und weil hier sie recht gewandelt,
sich in Tugend ebenbürtig,
werden sie im Himmel jauchzen,
in der Liebe Glück frohlocken.«
A.IV.60 Der angemessene Pfad des Laien

Der Erhabene sprach zu Anāthapindika, dem Hausvater, also:

»Durch Erfüllung von vier Bedingungen, o Hausvater, wandelt der edle Jünger auf dem angemessenen Pfad eines Laien, der Ansehen bringt und zum Himmel führt. Welches sind die vier Bedingungen?

Da, o Hausvater, versorgt der edle Jünger die Mönchsgemeinde mit Kleidung; er versorgt die Mönchsgemeinde mit Speise; er versorgt die Mönchsgemeinde mit Lagerstatt; er versorgt die Mönchsgemeinde mit Arzneimitteln. Durch Erfüllung dieser vier Bedingungen, o Hausvater, wandelt der edle Jünger auf dem angemessenen Pfad eines Laien, der Ansehen bringt und zum Himmel führt.«

»Die einsichtsvollen Menschen folgen
dem angemessenen Laienpfad:
dem Guten und dem Sittenreinen,
ihm warten sie mit Kleidung auf,
mit Speise und mit Lagerstätte,
im Krankheitsfalle mit Arznei.
Bei solchen mehrt sich Tag und Nacht
ihr sittliches Verdienst beständig.
Wer aber Gutes hat vollbracht,
der steigt empor zur Himmelswelt.«

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