War der Buddha Mahayana?

Moderator: void

War der Buddha Mahayana? :shock:

A 8.25 Der Laiengefährte 1 - 5. Mahānāma Sutta

Einst weilte der Erhabene im Feigenbaum-Vihara bei Kapilavatthu. Da begab sich der Sakyer Mahānāma zum Erhabenen. Nachdem er sich zum Erhabenen begeben hatte und Respekt erwies, setzte er sich zur Seite hin. Dann, zur Seite hingesetzt, sprach er so zum Erhabenen:

"Inwiefern, ehrwürdiger Herr, gilt man als Laiengefährte (upāsaka)?"

"Wenn man, Mahānāma,

  • zum Buddha
  • zum Dhamma
  • zur Sangha
Zuflucht genommen hat: insofern Mahānāma, ist man ein Laiengefährte."

"Inwiefern aber, ehrwürdiger Herr, ist man als Laiengefährte tugendhaft?"

"Wenn, Mahānāma, der Laiengefährte sich vom

  • Zerstören von Lebendem
  • Nehmen von Nichtgegebenem
  • sexuellen Fehlverhalten
  • Lügen
  • von berauschenden Weinen & Spirituosen, die Nachlässigkeit verursachen & einen in eine schlechte Lage bringen
enthält: insofern, Mahānāma, ist ein Laiengefährte tugendhaft."

"Inwiefern aber, ehrwürdiger Herr, handelt ein Laiengefährte zum eigenen Wohl, doch nicht zum Wohl anderer?"

"Wenn, Mahanama, ein Laiengefährte zwar selber

  • Vertrauen, Tugend & Großzügigkeit besitzt,
  • die Bhikkhus gerne aufsucht,
  • gerne das gute Dhamma hört,
  • die gehörten Wahrheiten verinnerlicht,
  • über die Bedeutung der gehörten Wahrheiten nachdenkt,
  • das Dhamma und ihre Bedeutung kennend im Einklang mit dem Dhamma lebt,
doch nicht die anderen zu all dem inspiriert - insofern, Mahānāma, handelt ein Laiengefährte zum eigenen Wohl, doch nicht zum Wohl anderer."

"Inwiefern aber, ehrwürdiger Herr, handelt ein Laiengefährte sowohl zum eigenen Wohl als auch zum Wohl anderer?"

"Wenn, Mahānāma, ein Laiengefährte selber

  • Vertrauen, Tugend & Großzügigkeit besitzt,
  • die Bhikkhus gerne aufsucht,
  • gerne das gute Dhamma hört,
  • die gehörten Wahrheiten verinnerlicht,
  • über die Bedeutung der gehörten Wahrheiten nachdenkt,
  • das Dhamma und ihre Bedeutung kennend im Einklang mit dem Dhamma lebt,
und wenn er auch die anderen zu all dem inspiriert - insofern, Mahānāma, handelt ein Laiengefährte sowohl zum eigenen Wohl als auch zum Wohl anderer."

Bild
Naja... :lol:

Nur weil man es im Mahayana Bodhistva nennt, bedeutet es ja nicht, das in anderen Traditionen alle Egoisten sind und
nicht an andere denken, nur weilsie keinen spezifischen Namen für ein Wesen haben das so handelt...

Ein sehr schönes Zitat btw
Du wirst Buddha nicht in diese enge, dunkle Kiste bekommen.
Die Frage ist gleich mit der ob Jesus, Christ war oder Luther, Protestant.
Noch absurder: Ist der Papst katholisch?

War der Buddha Mahayana?
Anstatt zur Lehre zu führen betreibst Du Zweifelsucht.
Ellviral hat geschrieben:
Du wirst Buddha nicht in diese enge, dunkle Kiste bekommen.
Die Frage ist gleich mit der ob Jesus, Christ war oder Luther, Protestant.
Noch absurder: Ist der Papst katholisch?

War der Buddha Mahayana?
Anstatt zur Lehre zu führen betreibst Du Zweifelsucht.

Ich glaube so ernst war das nicht gemeint von Nibbuti :wink:
Buddha war natürlich weder Mahayani noch Theravadi, sondern ein Buddha :)
Es sieht ganz so aus, als ob die Entfaltung von Bodhi eben nicht nur segensreich und heilsam für einen Prakizierenden und Verwirklichten ist,
sondern für alle Wesen, denn schließlich hängt alles mit allem zusammen. Daher heißt es auch "Buddhanatur",
die vielleicht eher "Bodhinatur" genannt werden sollte; aber an diesem Punkt fängt es für gewöhnlich an zu knirschen zwischen Orange, Rot und Schwarz :D
Maybe Buddha hat geschrieben:
Ellviral hat geschrieben:
Du wirst Buddha nicht in diese enge, dunkle Kiste bekommen.
Die Frage ist gleich mit der ob Jesus, Christ war oder Luther, Protestant.
Noch absurder: Ist der Papst katholisch?

War der Buddha Mahayana?
Anstatt zur Lehre zu führen betreibst Du Zweifelsucht.

Ich glaube so ernst war das nicht gemeint von Nibbuti :wink:


Eigenartig ist das er nicht schreibt wie er es den nun gemeint hat.
Ellviral hat geschrieben:
Maybe Buddha hat geschrieben:
Ellviral hat geschrieben:
Du wirst Buddha nicht in diese enge, dunkle Kiste bekommen.
Die Frage ist gleich mit der ob Jesus, Christ war oder Luther, Protestant.
Noch absurder: Ist der Papst katholisch?

War der Buddha Mahayana?
Anstatt zur Lehre zu führen betreibst Du Zweifelsucht.

Ich glaube so ernst war das nicht gemeint von Nibbuti :wink:


Eigenartig ist das er nicht schreibt wie er es den nun gemeint hat.


Eigenartig ist allein die Art, wie du geantwortet hast. Eigenartigkeit liegt ja nun überdurchschnittlich auch im Auge des Betrachters.
Also da hier ja einige an der Fessel der Zweifel festhängen bevor der Stromeintritt passiert, möchte ich gerne mal versuchen die Zweifel zu durchschlagen.
Wieviele Bücher muss ein Buddhist lesen um Buddhist zu werden? Gar keine! Buddhist sein bedeutet die Dinge so zu sehen wie sie sind. Das mag den wenigsten immer gelingen, aber ständig neue Zweifel an Buddha's Lehre zu haben sollte einen zunächst motivieren mehr Bücher zu lesen und nicht jeden Zweifel hier im Forum zu schreiben. Wenn es praktische Alltagsdinge sind okay aber über abstrakte Fragen zu philosophieren, dafür kann man an die Uni gehen und ne Doktorarbeit drüber schreiben.
Aber mal ernsthaft:
Diese Frage "War der Buddha Mahayana?" ist auf alle Fälle
eine Frage die sich ein Mahayanist berechtigter Weise fragen
muß und fragen sollte. Wäre ich Mahayani hätte ich mir sie
in Anbetracht der Reden des Buddha schon lange gestellt und
wäre sicher zu der Einsicht gelangt, das das kaum hin zu kriegen ist.
Aber hier sollte das keine Frage sein über die ein Theravadi sich
Gedanken machen müßte.
Die Argumente, die du vorbringst, die dagegen sprechen,
daß Mahayana sich nicht auf die Reden Buddhas beruft,
sind wie so oft unschlagbar, werter Accinca-San.
Onyx9 hat geschrieben:
Die Argumente, die du vorbringst, ....

Was für ein Argument? Über Argumente hatte ich doch gar nicht gesprochen.
Ich sagte, darüber braucht sich ein Theravada keine Gedanken machen.
accinca hat geschrieben:
Onyx9 hat geschrieben:
Die Argumente, die du vorbringst, ....

Was für ein Argument? Über Argumente hatte ich doch gar nicht gesprochen.
Ich sagte, darüber braucht sich ein Theravada keine Gedanken machen.


Stimmt, Mahayani auch nicht, denn es sind etliche Mahayana Sutras überliefert, in denen der Buddha den Mahayana differenziert darlegt.
Simo hat geschrieben:

Stimmt, Mahayani auch nicht, denn es sind etliche Mahayana Sutras überliefert, in denen der Buddha den Mahayana differenziert darlegt.


Dann zeig mal :)

Anyway.....
der Buddha war weder Theravada noch Mahayana.

Er war der Erwachte.

()
accinca hat geschrieben:
Onyx9 hat geschrieben:
Die Argumente, die du vorbringst, ....

Was für ein Argument? Über Argumente hatte ich doch gar nicht gesprochen.
Ich sagte, darüber braucht sich ein Theravada keine Gedanken machen.


Eben. Dann lass es !
Buddha war ein Buddha.
Onyx9 hat geschrieben:
Buddha war ein Buddha.

Wer hätte das gedacht? :roll:
Sukha hat geschrieben:
Simo hat geschrieben:

Stimmt, Mahayani auch nicht, denn es sind etliche Mahayana Sutras überliefert, in denen der Buddha den Mahayana differenziert darlegt.


Dann zeig mal :)

Anyway.....
der Buddha war weder Theravada noch Mahayana.

Er war der Erwachte.

()


Zu den bekanntesten Mahayana-Schriften zählen:
Prajnaparamita-Sutras
Aṣṭasāhasrikā-Sutra, Sutra in 8.000 Zeilen (slokas), ins Chinesische übersetzt durch Lokṣema zwischen 168-188
Pañcavimśātisāhasrikā-Prajñāpāramitā-Sutra, Sutra in 25.000 Zeilen, circa 100 Jahre nach dem Aṣṭasāhasrikā-Sutra
weitere Varianten des Prajna Paramitra Sutras: in 100.000, 18.000, 2.500, 700, 500 Zeilen
Herz-Sutra (50 Zeilen) (Prajñāpāramitā Hridaya Sūtra [der höchsten Weisheit])
Diamant-Sutra (300 Zeilen) (Vajracchedikā Prajñāpāramitā Sūtra) (金剛般若波羅經)
Lotos-Sutra (Saddharmapundarīka Sūtra)
Vimalakirti-Sutra (Vimalakīrti Nirdeśa Sūtra)
Avatamsaka-Sutra
Nirvana-Sutra
Lankāvatāra-Sutra
Samadhiraja-Sutra Sutra des Königs der Konzentration
Suvarnabhasottamasutra Das Sutra vom Goldenen Licht
Samadhinirmocana-Sutra
Lalitavistara-Sutra
Brahmajāla-Sutra (japanisch: Bommo-kyō). Darin finden sich die zehn Hauptgebote und achtundvierzig weitere, die die ethische Grundlage des Mahayana bilden.
Śūrṅgama-Sutra. Ursprünglich im 1. Jahrhundert auf Sanskrit verfasst, beschreibt es unter anderem die aufeinanderfolgenden Stufen zur Erlangung tiefster Erleuchtung. Teilübersetzung von Dwight Goddard in: A Buddhist Bible, 1935
Ullambana-Sutra
Arznei-Meister-Sūtra (japanisch: 薬師經 Yakushi-kyō) siehe beim Bhaisajyaguru, dem Medizin-Buddha
Plattform-Sutra (Sutra des Sechsten Patriarchen, d.i. Huï-neng). Einziges Zen-Sutra. Mit Sicherheit nicht von Huï-neng verfasst
Die drei Sutras des Reinen Landes
Großes-Reine-Land-Sutra Sukhāvatīvyūha-Sūtra, (chinesisch: 無量壽經, wúliángshòu jīng; japanisch Muryōju-kyō), Sutra des Unermesslichen Lebens
Kleines-Reine-Land-Sutra Amitabha-Sutra, (chinesisch: 阿彌陀經, amituo jing; japanisch Amida-kyō), Amida Sutra
Meditationssutra Amitāyurdhyāna-Sûtra, (chinesisch: 觀無量壽經, guan wuliangshou jing; japanisch Kanmuryōju-kyō), Kontemplationssutra

als kleine Auswahl.
Hallo Nibbuti,

ist 'andere zum Dhamma motivieren' ein Merkmal für's Mahayana?
Und dies nicht zu tun, eine Theravada-typische Eigenheit?

Gruß
Mirco hat geschrieben:
Hallo Nibbuti,

ist 'andere zum Dhamma motivieren' ein Merkmal für's Mahayana?
Und dies nicht zu tun, eine Theravada-typische Eigenheit?

Gruß


Du meinst, weil der Mahayani "Alle Wesen befreien" möchte?
Nein, einen Missionieren beinhaltet die Mahayana-Philosophie eigentlich nicht. Man steht den leidenen Wesen nur bei, soweit man kann. Den Dharma zu lehren gilt natürlich als die edelste und verdienstvollste aller Handlungen, aber wenn die Bemühungen andere nunmal nicht motivieren, dann arbeitet man an sich selbst, um das zu verändern.

So nehme ich es wahr.
Losang Lamo hat geschrieben:
Mirco hat geschrieben:
ist 'andere zum Dhamma motivieren' ein Merkmal für's Mahayana?
Und dies nicht zu tun, eine Theravada-typische Eigenheit?

Du meinst, weil der Mahayani "Alle Wesen befreien" möchte?

Das ist für mich die Besonderheit der Mahayana-Sekte. Nicht aber die von Nibbuti Eingangs hervorgehobenen Passagen. Das ist einfach Buddha-Dhamma. Buddhismus bedeutet nicht, sich nicht um das Wohl anderer zu scheren, wie es (leider) von Mahayanis(?) aus Unwissenheit(?) z.B. auf Wikipedia behauptet wird: "Hinayana bezieht sich also nur auf eine Person, die danach strebt, vollkommen zu sein. In diesem Aspekt unterscheidet er sich vom Mahayana, in dem versucht wird, auch andere Lebewesen zum Erwachen zu führen."

Gruß
Wenn man kompetent und gewissenhaft (fair) darüber diskutieren möchte, darf man sich nicht vollständig auf Wikipedia berufen. Wer weiß, wer das geschrieben hat.
Auch Übersetzungen sind oft irreführend, wenn Begriffe aus dem chinesischen oder tibetischen Kontext in unseren christlich geprägten Wortschatz übertragen werden.
Eine viel sicherere Quelle sind authentische Buddhismus-Lehrer, die nicht nur die Klassiker studiert sondern auch jahrzehntelang praktiziert und meditiert haben. Diese Leute leben den Dharma mit jeder Faser und deshalb ist es relevant, was sie dazu zu sagen haben.
Ich habe noch NIE irgendwo einen tatsächlichen Lehrer oder ein tatsächliches Mahayana-Sutra verlauten hören, dass der Weg zur Arahatschaft („Hinayana" oder besser "Shravakayana") irgendwie nicht zu respektieren sei. Keinesfalls. Im Gegenteil, jeder Dharmapfad ist ehrenwert und respektabel.
Nur finden die Mahayanis* ihr Fahrzeug nunmal "besser". Das sollte erlaubt sein. Aber die Diskussion darüber ("besser/schlechter") ist in meinen Augen nur ein ungehobelter Zeitvertreib. Der buddhistische Weg ist, sich an die eigene Nase zu fassen und nicht andere mit ihren vermeintlichen Unzulänglichkeiten zu belästigen. (SCHWIERIG für uns.)


(*übrigens: zum Mahayana gehören dermaßen viele verschiedenste Traditionen, dass es da nichts gibt, das man im Singular als "Sekte" bezeichnen könnte.)

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