Fragen zur Zumwikel (mettiko) Übersetzung

Moderator: void

"die von anfänglicher und anhaltender Hinwendung des Geistes begleitet ist"

Was hat sich der Zumwikel da einfallen lassen?
Wahrscheinlich sind das seine Gedanken für das Wort "sati" das
andere einfach nur mit "Achtsamkeit" übersetzen.
Hatten wir hier schon mal: Elliot @ Re: Definition von Meditation (in) Allgemeines zum Buddhismus

Das Wort "sati" taucht da nicht auf:

"... vivicceva kāmehi vivicca akusalehi dhammehi,
savitakkaṃ savicāraṃ vivekajaṃ pītisukhaṃ
paṭhamaṃ jhānaṃ upasampajja viharati."
(http://www.palikanon.com/pali/majjhima/maj039.htm)

"... gar fern von Begierden, fern von unheilsamen Dingen
erwirkt er in sinnend gedenkender ruhegeborener seliger Heiterkeit
die Weihe der ersten Schauung."
(http://www.palikanon.com/majjhima/m039n.htm)

"... tritt er ganz abgeschieden von Sinnesvergnügen, abgeschieden von unheilsamen Geisteszuständen, in die erste Vertiefung ein,
die von anfänglicher und anhaltender Hinwendung des Geistes begleitet ist, und verweilt darin, mit Verzückung und Glückseligkeit,
die aus der Abgeschiedenheit entstanden sind."
(http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m039z.html)

Die unterschiedlichen Arten der Hinwendung des Geistes (zum Meditationsobjekt) sind auch hier beschrieben:

Anuruddha,
als ich Konzentration mit anfänglicher und anhaltender Hinwendung des Geistes entfaltet hatte;
(savitakkampi savicāraṃ samādhiṃ bhāvesiṃ )
als ich Konzentration ohne anfängliche Hinwendung des Geistes, nur mit anhaltender Hinwendung des Geistes entfaltet hatte;
(avitakkampi vicāramattaṃ samādhiṃ bhāvesiṃ)
als ich Konzentration ohne anfängliche Hinwendung des Geistes und ohne anhaltende Hinwendung des Geistes entfaltet hatte;
(avitakkampi avicāraṃ samādhiṃ bhāvesiṃ)
... (http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m128z.html)


Viele Grüße
Elliot
Er erklärt es doch direkt :) was da gemeint ist.

16. "Wiederum, ihr Bhikkhus, tritt ein Bhikkhu mit der Stillung der anfänglichen und anhaltenden Hinwendung des Geistes (zum Meditationsobjekt) in die zweite Vertiefung ein, die innere Beruhigung und Einheit des Herzens ohne anfängliche und anhaltende Hinwendung des Geistes enthält, und verweilt darin, mit Verzückung und Glückseligkeit, die aus der Konzentration entstanden sind.

Bedeutet man bleibt auf einem Objekt. (Einspitzigkeit nennen es manche)

Die Hinwendung geht in Richtung Jhana. "Ich trete nun in (1.,2. 3. ... ) Vertiefung ein .... solange werde ich dort verweilen usw."
Elliot hat geschrieben:
Hatten wir hier schon mal: Elliot @ Re: Definition von Meditation (in) Allgemeines zum Buddhismus
Das Wort "sati" taucht da nicht auf:
"... vivicceva kāmehi vivicca akusalehi dhammehi,
savitakkaṃ savicāraṃ vivekajaṃ pītisukhaṃ
paṭhamaṃ jhānaṃ upasampajja viharati."


In der Tat, es taucht nicht einmal sati auf!!
Nun wollte ich dem Zumwikel mit seiner Übersetzung
schon eine Brücke bauen aber auch das hat nicht geklappt
nicht einmal "sati" kommt da vor. geschweige eine "anfängliche"
oder "anhaltende Hinneigung" eines "Geistes". Was aber
vorkommt ist savitakkaṃ savicāraṃ (mit sinnen und gedenken).
Kusala hat geschrieben:
Er erklärt es doch direkt :) was da gemeint ist.

Genau das hatte ich gemeint, eine Erklärung von Zumwinkel aber keine Übersetzung.
accinca,

mir ist immer noch nicht ganz klar, worauf Du hinauswillst. Fehlt Dir die Erwähnung von sati in der Übersetzung der Formel zur ersten Vertiefung? In der ersten Vertiefung sind Objekt- und Gedankenerfassung noch vorhanden:

... vivicceva kāmehi vivicca akusalehi dhammehi, savitakkaṃ savicāraṃ vivekajaṃ pītisukhaṃ paṭhamaṃ jhānaṃ ...


Wenn beispielsweise der Atem als Meditationsobjekt gewählt wird, wird dieser anfänglich genau wahrgenommen, untersucht und auch beeinflusst:

... Er übt sich so: 'Ich werde einatmen und dabei den ganzen Atemkörper [4] erleben;' er übt sich so: 'Ich werde ausatmen und dabei den ganzen Atemkörper erleben.' Er übt sich so: 'Ich werde einatmen und dabei die Gestaltung des Körpers [5] beruhigen;' er übt sich so: 'Ich werde ausatmen und dabei die Gestaltung des Körpers beruhigen.' ... (http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m010z.html)


In der zweiten Vertiefung setzt durch die Einspitzigkeit des Geistes schon das "Verschmelzen" mit dem Objekt ein (also kein vitakka-"Erfassen" mehr) und das Denken (vicaram) hört auf:

... vitakkavicārānaṃ vūpasamā ajjhattaṃ sampasādanaṃ cetaso ekodibhāvaṃ avitakkaṃ avicāraṃ samādhijaṃ pītisukhaṃ dutiyaṃ jhānaṃ ...


Der Übergang von sammasati mit dem Überwinden der fünf Hindernisse zu den jhana-Zuständen ist mehr oder weniger fliessend. Hier wird beispielsweise von der Achtsamkeitsübung direkt zur zweiten Vertiefung übergegangen:

"Dann schult ihn der Tathāgata weiter: 'Komm, Bhikkhu, verweile, indem du den Körper als einen Körper betrachtest, aber hege keine Gedanken, die mit dem Körper verbunden sind; verweile, indem du Gefühle als Gefühle betrachtest, aber hege keine Gedanken, die mit Gefühlen verbunden sind; verweile, indem du Geist als Geist betrachtest, aber hege keine Gedanken, die mit dem Geist verbunden sind; verweile, indem du Geistesobjekte als Geistesobjekte betrachtest, aber hege keine Gedanken, die mit Geistesobjekten verbunden sind [2]. "Mit der Stillung der anfänglichen und anhaltenden Hinwendung des Geistes (zum Meditationsobjekt) tritt er in die zweite Vertiefung ein, die innere Beruhigung und Einheit des Herzens enthält, ohne anfängliche und anhaltende Hinwendung des Geistes, und verweilt darin, mit Verzückung und Glückseligkeit, die aus der Konzentration entstanden sind. '" (http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m125z.html)


Und es wird auch klar gesagt, dass bei der zweiten Vertiefung das Denken aufhört (nicht aber beispielsweise Wahrnehmung und Gefühl).

Viele Grüße
Elliot

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