Buddhistische Schriften

Moderator: void

Surangama Samadhi Sutra zum Download

1. Englische Übersetzung der Übersetzung und der zahlreichen akademischen Anmerkungen und Kommentare von Lamotte
http://lirs.ru/lib/sutra/Suramgamasamad ... 5,1998.pdf

2. Englische Übersetzung aus dem Chinesischen von McRea
http://lirs.ru/lib/sutra/Surangama_Sama ... 25-III.pdf
Danke sehr schön.
Texte, wie sie in unserer Traditionslinie üblich sind
HAKUIN ZENJI ZAZEN WASAN
Chorgesang des Zen-Meisters Hakuin
Die Menschen sind in ihrem tiefsten Wesen Buddha; es ist wie bei
Wasser und Eis: Wie es kein Eis gibt ohne Wasser, so gibt es nicht
einen Menschen ohne Buddhanatur.
Wehe den Menschen, die in weiter Ferne suchen und nicht wissen, wie
nahe die Wahrheit ist.
Sie gleichen denen, die mitten im Wasser stehen und doch nach Wasser
schreien.
Sie sind Kinder aus reichem Haus, die in Armut und Elend ihren Weg
verloren haben.
Irrend durchwandern sie alle Welten, verstrickt im Finstern ihrer
Unwissenheit. Wie könnten sie je frei werden von Geburt und Tod, wenn
sie endlos im Dunkel des Irrtums suchen?
Zazen, wie es der Buddha lehrt: Kein Lob kann sein Verdienst
erschöpfen! Alle Tugenden, Barmherzigkeit und Sittlichkeit, alle gute Tat,
Lobpreisung Buddhas und alle Übungen, alle münden sie hier!
Wem nur ein einmaliger Sitz sich vollendet, dem löst sich alles Karma
auf, angehäuft in zahllosen Leben. Wo sind die Pfade des Übels, wenn
Reines Land so nahe ist?
Wer voll Demut auch einmal nur diese Wahrheit vernimmt, wer sie preist
und mit Vertrauen verfolgt, erlangt unendliche Glückseligkeit.
Mehr noch: Wenn wir uns ganz der Suche hingeben und unmittelbar
unsere eigene Natur erleben, dann ist unser eigenes Wesen nichts
anderes als die Natur des vollendeten Nichts und wir sind erhaben über
des Denkens Spiel.
Weit öffnet sich das Tor der Einheit von Ursache und Wirkung und der
einzige Weg tut sich auf: Geradeaus hin, kein zweiter und dritter.
Wer ihn beschreitet, der nimmt an als Gestalt die Gestalt des
Gestaltlosen und sein Gehen und Kommen geschieht nirgends, denn wo
er ist.
Der nimmt an als sein Denken das Denken des Nicht-Denkens und sein
Singen und auch sein Tanzen sind Stimme der Wahrheit.
Der Himmel des Samadhi ist grenzenlos und frei, und es leuchtet der
volle Mond der vierfachen Weisheit.
In diesem Augenblick: Was fehlte da noch, wo sich offenbart das
Nirvana? Hier und jetzt ist Reines Land, und dieser Leib hier ist nichts
anderes als Buddha.


HANNYA SHIN GYO
Das Herz der vollkommenen Weisheit
Der heilige Bodhisattva Avalokiteshvara, in tiefste Weisheit versenkt,
erkennt, daß die fünf Skandhas, die fünf Bereiche des Anhaftens -
nämlich Körper, Gefühl, Wahrnehmung, Willensregungen und
Bewusstsein - an sich leer sind.
Alle Bitterkeit und alles Leiden tilgt er, wenn er zum ehrwürdigen
Sariputra spricht: Form ist Leerheit, Leerheit ist Form. Leerheit ist nicht
verschieden von Form, noch ist Form verschieden von Leerheit. Alle
Dinge in der Welt sind leer, so auch Körper, Gefühl, Wahrnehmung,
Willensregungen und Bewusstsein.
Alle Dinge sind wie die Leerheit, frei von Entstehen und Vergehen; sie
sind weder rein noch unrein, weder vollkommen noch unvollkommen.
In der Leerheit gibt es keinen Körper, kein Gefühl und keine
Wahrnehmung, keine Willensregungen und kein Bewusstsein; da gibt es
weder Augen noch Ohren, weder Nase noch Zunge, weder Leib noch
Geist, weder Sinnesobjekte noch Vorstellungen; da gibt es weder den
Bereich der Sinne, noch den Bereich der Sinnesobjekte, noch den
Bereich des Bewusstseins.
In der Leerheit gibt es weder geistige Blindheit, noch Auflösung der
geistigen Blindheit; es gibt weder Altern, noch Sterben, noch Aufhebung
des Alterns und Sterbens. In der Leerheit gibt es kein Erkennen, kein
Verwirklichen, kein Leiden, kein Entstehen des Leidens, kein Ende des
Leidens und keinen Weg, der zum Ende des Leidens führt.
Nach dieser Weisheit, dass es nichts zu verwirklichen gibt, streben die
Suchenden. Darum ist kein Schleier vor ihren Herzen und keine Angst.
Befreit von allen Verwirrungen und allen Trübungen des Geistes, frei von
allen Vorstellungen wird endlich Nirvana erreicht!
Die Erleuchteten aller Zeiten, der Vergangenheit, Gegenwart und
Zukunft, folgen diesem Weg der vollkommenen Weisheit, auf dem sie die
große Befreiung erlangen. Laßt auch uns diese tiefste Wahrheit
erfahren!
Dies ist das große Wort, das große Mantra, das Wort an Tiefe
ohnegleichen, das alle Leiden stillt, die Wahrheit, in der es nichts
Falsches mehr gibt; das Wort, das letzte Weisheit offenbart:
Gate, gate, paragate, parasamgate, bodhi svaha.
(Ihr alle, ihr alle, geht darüber hinaus, geht über das Hier und jetzt hinaus
zum großen Erwachen!)
-
mirco hat geschrieben:
Zen Texte
Texte zur (Zen-)Meditation (Dogen, Hakuin, Nansen, Suzuki, Bodhidharma, Bokusan, u.a.): h**p://www.seminarhaus-schmiede.de/seminarskripts.html (ganz unten unter "Textsammlungen" --> "Texte zur Meditation")

URL hat sich geändert: Texte zur (Zen-)Meditation (Dogen, Hakuin, Nansen, Suzuki, Bodhidharma, Bokusan, u.a.)
enter hat geschrieben:
mirco hat geschrieben:
Zen Texte
Texte zur (Zen-)Meditation (Dogen, Hakuin, Nansen, Suzuki, Bodhidharma, Bokusan, u.a.): h**p://www.seminarhaus-schmiede.de/seminarskripts.html (ganz unten unter "Textsammlungen" --> "Texte zur Meditation")

URL hat sich geändert: Texte zur (Zen-)Meditation (Dogen, Hakuin, Nansen, Suzuki, Bodhidharma, Bokusan, u.a.)


Das sind keine "Texte", sondern Zitate. Mehr war da bei "kostenlos" nicht drin.

_()_
Hi,
den Palikanon in der Übertragung von K.E. Neumann gibt es die Tripitaka auf 10000 Seiten. Sie sind heute noch beim Szolnay Verlaug in Wien käuflich zu erwerben. Ich finde den dritten Band als sehr informativ.
gotamo buddho
Das Tibetische Buch vom Leben und Sterben.

http://www.amazon.de/Das-Tibetische-Buc ... 3502625808
Angenommen, da wäre ein Karren, der von einem Ochsen gezogen würde. Die Räder sind nicht sehr lang, aber die Spuren sind es. Solange wie der Ochse den Karren zieht, werden ihm die Spuren folgen. Die Räder sind rund, und dennoch sind die Spuren lang; die Spuren ziehen sich lang, aber die Räder sind einfach nur Kreise. Wenn man sich einfach nur einen stehenden Karren anschaut, dann kann man nichts Langes daran entdecken, aber sobald sich der Ochse bewegt, kann man die Spuren sehen, die sich dahinter entlang ziehen. Solange wie der Ochse zieht, werden sich die Räder weiterdrehen... aber dann kommt der Tag, an dem der Ochse müde wird und sein Geschirr abwirft. Der Ochse geht weg und lässt den leeren Karren einfach zurück. Die Räder drehen sich nicht mehr. Im Verlauf der Zeit fällt der Karren auseinander, seine Bestandteile gehen zurück zu den vier Elementen - Erde, Wasser, Wind und Feuer.

Wenn Sie in der Welt nach Frieden suchen, dann werden sich die Räderspuren des Karrens endlos hinter Ihnen herziehen. Solange Sie der Welt folgen, gibt es kein Anhalten, keine Ruhe. Wenn Sie einfach aufhören, ihr zu folgen, dann ruht der Karren, und die Räder drehen sich nicht mehr. Indem man der Welt folgt, drehen sich die Räder unaufhörlich. So akkumuliert man schlechtes kamma. Solange Sie nur gewohnten Wegen folgen, gibt es kein Anhalten. Wenn Sie anhalten - dann gibt es ein Anhalten. So praktiziert man Dhamma.

aus
http://www.ajahnchah.org/deutsch/in_der ... dhamma.php
Da irrt Ajahn Chah
sich aber
allerdings mächtig

Solange Sie nur gewohnten Wegen folgen, gibt es kein Anhalten. Wenn Sie anhalten - dann gibt es ein Anhalten. So praktiziert man Dhamma.


so what

Mit ganz freundlichen und herzlichen Grüßen
Dorje Sema

Bild

Bild
Solange man nur gewohnheitsmäßige Reaktionen befolgt und den Gefühlen nachläuft, solange gibt es kein Anhalten. Wenn man anhält, und sich Zeit nimmt um Bewusstsein über das zu erlangen, wovor man da gerade flieht oder wem man da gerade hinterherläuft - dann gibt es ein Anhalten.

So verstehe ich das.

Was meinst du, wo irrt er sich mächtig?

Alles Liebe und viele Grüße
Wasserglas
"so was so auszudrücken" verlangt in Extremen zu denken, die glauben wissend machen, es gäbe etwas wie Anhalten oder nicht Anhalten.
Es ist sinnvoller aufzuzeigen das ein derartiges festhalten an sich selbst keinen Sinn ergibt.
Obgleich ich niemals abstreiten würde dass das was beschrieben wird, da heraus für wahr gehalten, gelebt werden kann. IMHO: Alles in allem ein hundsmiserabler Syllogismus!
Gefühle & Gedanken der Vergangenheit können niemals auch nicht ansatzweise mit den Gefühlen des 'gegenwärtigen Moments' identisch sein, um so derart Zukunfts-trächtig zu werden als hieraus Gewohnheitsmäßige Muster entsprängen.
es wäre nutzbringender, sinnvoller zu verstehen das nichts festgehalten werden kann; und dem entsprechend jeder 'gegenwärtige Moment' als bewusst frisch und neu entdeckt wird.

Mit ganz freundlichen und herzlichen Grüßen
Dorje Sema

Bild

Bild
Wasserglas hat geschrieben:
Solange man nur gewohnheitsmäßige Reaktionen befolgt und den Gefühlen nachläuft, solange gibt es kein Anhalten. Wenn man anhält, und sich Zeit nimmt um Bewusstsein über das zu erlangen, wovor man da gerade flieht oder wem man da gerade hinterherläuft - dann gibt es ein Anhalten.
So verstehe ich das.

Genauer sagt Ajahn Chah: nur wenn man auch den Gedanken "Folgen und Anhalten" und auch "Wohin" und "zum Zwecke" entläßt - das alles ist nämlich "Welt" - hält man an. Anhalten besteht nur in Anhalten. So wie "Rudern" nicht identisch ist mit "Denken über Rudern, das Ziel des Ruderns ist."
In diesem Sinne wäre "Nur-Rudern" übrigens auch "Anhalten".

_()_
Nicht-Folgen -- Nicht-Anhalten -- Nicht-Denken

Mit ganz freundlichen und herzlichen Grüßen
Dorje Sema

Bild

Bild
Wasserglas hat geschrieben:
"Angenommen, da wäre ein Karren, der von einem Ochsen gezogen würde. Die Räder sind nicht sehr lang, aber die Spuren sind es. Solange wie der Ochse den Karren zieht, werden ihm die Spuren folgen."
http://www.ajahnchah.org/deutsch/in_der ... dhamma.php


:idea:

"Manas hängt zusammen mit den fünf universellen geistigen Gebilden,
mit «Mati» von den fünf speziellen
sowie mit den vier Haupt- und mit den acht Nebenplagen des Geistes.
Sie alle sind unbestimmt und verdunkelt.

Wie der Schatten der Form folgt,
folgt Manas stets dem Speicherbewußtsein.
Manas ist der fehlgeleitete Versuch, durch die Suche nach
Dauerhaftigkeit und blinder Befriedigung zu überleben."

http://www.mb-schiekel.de/fuenfzig-verse.htm
Hmm..nachdem ich einige Zeit darüber nachgedacht (wahrscheinlich kann ich hier das Wort kontemplieren verwenden, obwohl ich sonst Probleme habe damit "kontemplieren" an sich zu verstehen. Ich fange so schnell an zu grübeln...) habe, findet sich, dass dieser letzte Vergleich sehr passend ist zu dem was ich in Ajahn Chahs Aussage verstanden habe. Ja, der fehlgeleitete Versuch, durch die Suche nach irgendetwas zu überleben...Dauerhaftigkeit...hehe, irgendwie lustig, wenn man drüber nachdenkt (kontempliert) dass Menschen pberhaupt ständig so leben, als wäre etwas von Dauer... :D

Wer ist online?

Insgesamt ist 1 Besucher online. Im Detail: 0 sichtbare Mitglieder (oder Bots), 0 unsichtbare Mitglieder und 1 Gast
Der Besucherrekord liegt bei 176 Besuchern, die am 15.11.2016 20:01 gleichzeitig online waren.

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast