ein schmutziges infiziertes Stofftuch

Moderator: void

Religiöse Systeme arbeiten immer auch mit der Angst, wobei ich es dahingestellt sein lasse, ob es vernünftig ist, Angst zu erzeugen oder ob die Gefahren, vor denen die Gläubigen wie die Ungläubigen Angst entwickeln sollen, real sind, oder nicht.

Jedenfalls kann man feststellen, dass auch dem Nichiren-Buddhismus das Schüren von (berechtigter oder unberechtigter) Angst vertraut ist.

Davon kann man durch die folgenden nicht aus dem Zusammenhang gerissenen Zitate einen guten Eindruck gewinnen. Die Verleumdung des Lotos-Sutras in der Interpretation des Nichiren, bzw. bestimmter Interpreten der Nichiren-Interpretation bewirkt zum Beispiel die Entstehung von Krebs. Kinder von Frauen die nicht einer bestimmten Nichiren-Schule folgen sind voll negativen Karmas und zwar so wie ein schmutziges infiziertes Stofftuch.

Was in den folgenden Belehrungen des Vize-Präsidenten der Soka Gakkai Takehisa Tsuji aus dem Jahre 1991 als „verleumderische Lehre“ gilt, lässt sich allgemein in dreifacher Hinsicht differenzieren, sozusagen nach dem Grad der angewandten Strenge: Das Lotos-Sutra nicht als höchste Lehre des Buddha Shakyamuni anzuerkennen ist „verleumderisch“, das Lotos-Sutra in der Interpretation von Nichiren nicht oder nicht vollständig anzuerkennen ist „verleumderisch“, das Lotos-Sutra in einer bestimmten Interpretation von Nichiren nicht oder nicht vollständig anzuerkennen ist „verleumderisch“, das Lotos-Sutra in einer oder in "der" Interpretation des Nichiren als höchste Lehre des Buddha Shakyamuni zwar anzuerkennen aber keine Anstrengungen zu unternehmen, diese Interpretation aktiv zu verbreiten ist „verleumderisch“.

Alle buddhistischen Schulen, inklusive aller Nichiren-Schulen außerhalb der Fuji-Tradition, also außerhalb der Nichiren Shoshu und der Soka Gakkai – seit den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts außerhalb der Nichiren Shoshu oder außerhalb der Soka Gakkai gelten demnach als „Verleumderische Lehren“.

Die Rede von Takehisa Tsuji scheint in der Soka Gakkai auch heute noch aktuell und bedeutsam zu sein, denn auf einer der Soka Gakkai sehr nahe stehenden Webseite wurde der Redetext veröffentlicht nachdem er im August 2009 aus dem Englischen ins Deutsche (fast) vollständig übertragen wurde.

Takehisa Tsuji: Warum bin ich krank, warum habe ich kein Geld …

„(…) Sobald Nam Myoho Renge Kyo aus uns selbst hervortritt, wird es sich in Ihrem gesamten Leben ausbreiten. Wenn es sich im Kopf ausbreitet, entsteht Weisheit; jemand der langsam lernt, wird besser lernen können; ein Gehirn Tumor wird verschwinden und ein Nervenzusammenbruch wird geheilt werden. Wenn es sich in den Augen ausbreitet, wird das Augenlicht zurück gewonnen werden. Auch Ohren- und Nasenbeschwerden werden verschwinden. Wenn es sich im Brustkorb ausbreitet, werden Herzbeschwerden kuriert. Wenn es sich in der Bauchgegend ausbreitet, werden Tumor und Unterleibs- und Darmkrebs geheilt. Wenn es sich an den Fingern oder an den Zehen ausbreitet, werden Rheumatismus oder Arthritis geheilt. Leukämie wird geheilt, wenn die Blutgefässe mit Nam Myoho Renge Kyo getränkt werden.


(…) Weil wir in der Vergangenheit durch das Praktizieren anderer Lehren Verleumdungen angehäuft haben, trägt unser Leben diese mit und das daraus entstandene negative Karma über Generationen hinweg ebenso. Das ist der Grund, warum so viele an Nervenkrankheiten, Krebs und Rheumatismus leiden. Sie tragen das Karma, das über sieben Generationen geschaffen wurde, mit sich. Wenn Sie das Karma verstorbener Familienmitglieder mittragen, können auch Sie krank werden (…).

(…) In der Gosho steht: Die Verleumdung des Gesetzes wird nicht nur Sie selbst leiden lassen sondern auch Ihre Kinder, Enkelkinder und weitere 7 zukünftige Generationen. Das Gleiche gilt für die größte Wohltat (…)

(…) Die Missachtung des Lotos Sutra hat die Folge der negativen Wirkungen, die sich in Krankheit der inneren Organe zeigt, auch in hohem Blutdruck, Erkrankungen der Leber, des Herzens, der Nieren, Rheumatismus, Diabetes und Asthma. Alle diese Krankheiten entstehen dadurch, dass das Lotos Sutra beleidigt oder verleumdet wird. Probleme, die das Nervensystem betreffen, wozu auch Depressionen, Manie, Schizophrenie, Epilepsie, Tinnitus zählen.

(…) Die Kansai Region hat die größte Anzahl an Gesundbetern und auch viele Schreine und Tempel herätischer /buddhistischer/ Schulen. Auf dem Berg Mt. Hiei /der historische und aktuelle Haupttempel der Tedai-Schule/ und Mt. Kono werden Füchse und Schlangen angebetet. Das negative Karma, das sich durch solche verleumderischen Lehren anhäuft, durchströmt das eigene Leben und hat dieselben Wirkungen wie eine Schlange in einem selbst.

(…) Sie tragen die Wirkungen wirklicher Vergehen nicht nur durch sich selbst mit, sondern auch die der Familien von Vätern und Müttern über sieben Generationen und wenn Sie verheiratet sind, die von Ihrem Mann oder Ihrer Frau ebenfalls. Wenn Sie nicht den wahren Buddhismus praktizieren und Sie haben ein Kind, dann wird das Kind voller negativem Karma sein wie ein schmutziges infiziertes Stofftuch.

(…) Zuerst entschuldigen wir uns beim Gohonzon für die Verleumdungen der Vergangenheit. Entschuldigen beim Gohonzon wie: „Meine Vorfahren haben an verleumderische Lehren geglaubt. Bitte vergeben Sie ihnen. Bitte vergib uns“. Oder „Meine Familie hat Zen ausgeübt (oder Shingon, Nembutsu oder andere Nichiren Schulen etc.) und das tut mir sehr leid.“

(…) If you support and help temples of Zen and Shingon sects or recite the name of Amida Buddha, you will surely fall into hell.

(…) Wir tragen definitiv negatives Karma mit uns das durch die Ausübung verleumderische Lehren entstanden ist.“

Quelle: http://www.ichinen.de/texte/texte_tsuji.html

Alle guten Wirkungen für sich und andere - vor allem für die eigene Familie der Vergangenheit und Zukuft - entstehen durch den Glauben an das Lotos-Sutra und die damit zusammenhängende Praxis. Alle schlechten Wirkungen entstehen, wie Takehisa Tsuji ausführt, aus dem Ungaluben an das Lotos-Sutra, bzw. aus der "Verleumdung" des Lotos-Sutras.

Kongjiazhong
Es gibt die These, dass religiöse Gemeinschaften unabhängig von ihren eigentlichen Lehrinhalten, bestimmte Werte ihrer Enstehungszeit in sich aufnehmen und "als zur Lehre gehörig" weitertragen. Die Soka Gakkai nicht nur eine buddhistische Richtungauch eine gesellschaftliche und politische Reform-Bewegung imiinherhalb der japanischen Gesellschaft.

Deswegen wird "Befreiung" nicht nur als etwas Individuelles gesehen (etwas, was durch die Äonen rasend auf der Stelle tritt und ejdes mal wieder bei 0 anfägt) sondern mit der Reform und Verbesserung der Gesellschaft in Beziehung gesetzt. Ein zunächst sehr sympathischer Gedanke. Es ist toll und begrüssenswert, wenn eine buddhitische Gruppe nicht nur auf das "Individuum" schaut sondern der Weitblick hat sich für globale, ökologische und soziale Fragestellungen zu interessieren.

Die Gefahr ist, sich in der Verbesserung Samsaras zu verlieren, und anstatt überparteisch vom Ganzen auszugehen zur Partei zu werden. Ein anderer Nachteil daran, gesellschaftliche Reformkraft zu sein, ist dass, Reform ja vor allem dann nötig ist, wenn der Status Quo ungenügend ist. Eine solche "Parteiung" erfordert und führt zu "Abgrenzung" genau wie Identifikation mit "Reform" zur Abwertung bestehender Gruppen und Ansätze führt.

Und in der Abgrenzung spreissen die Unterscheidungen: Indem man sich für Gesundheit engagiert, grenzt man sich von den "Krankhaften" ab. Indem man ist für Reform ist, grenzt man sich von den "Reaktionären" ab. Indem man für Sauberheit ist, grenzt man sich vom "Schmutz" ab. Indem das Lotussutra so unglaublich heilig ist, entstehen überall die bösen Lotos-Verleumder. Die schmutzigen, krankfaften, reaktionären die! Angesichts des im anderen Thread angeführten Lotos-Sutra Texts vom "Bodhisattva Niemals Verachtender" erinnert mich das ein wenig an die Weise wie sich der bayrische Verfassungschutz auf die Verfassung bezieht.

Es wäre interessant ob es in anderen buddhitische Gruppen die sich für gesellschaftliche Belange engagieren, ähnliche Phänomene gibt.
Ich glaube die Zitate des oben genannten Herren verdeutlichen etwas ganz anderes. In der SGI gibg es das Konzept von "Führung geben", quasi Lebens-und Glaubenshilfe durch Verantwortliche innerhalb der SGI. Welche Folgen das haben kann und welcher Natur einige dieser Führungen haben kann, kann man in diesem Forum von ehemaligen nachlesen wovon jedoch viele immernoch parktizierende Buddhisten sind. Viel Unfug dabei, braucht Zeit sich durchzulesen aber mitunter aufschlussreich:

http://forum.rickross.com/read.php?5,58575,page=1
catflap08 hat geschrieben:
In der SGI gibg es das Konzept von "Führung geben", quasi Lebens-und Glaubenshilfe durch Verantwortliche innerhalb der SGI.

Das würde ich persönlich nicht kritisieren - wenn es nicht auf übertriebene Weise geschieht und die Hilfen tatsächlich hilfreich sind. Das Schlimmste was diesem Forumsteil passieren kann ist, dass es zu einer Bühne für Abrechnungen wird, das kann nämlich zu leicht ins - wie du an anderer Stelle schriebst -Schäbige führen. Außerdem gibt es solche Bühnen ja bereits.

Insofern will ich sozusagen als Gegengift die Webseite der SGI USA hier veröffentlichen:

http://www.sgi-usa.org/

Gruß

Kongjiazhong
Nee nee keine Sorge. Eine Abrechnung habe ich nicht vor. Deswegen habe ich nur den Link zu der Seite angegeben. Wie gesagt dort muss man eben auch selber unterscheiden lernen. Ich persönlich kann sehgr gut nachvollziehen was glaubhaft, was übertrieben ist.
Das Schlimmste was diesem Forumsteil passieren kann ist, dass es zu einer Bühne für Abrechnungen wird, das kann nämlich zu leicht ins - wie du an anderer Stelle schriebst -Schäbige führen. Außerdem gibt es solche Bühnen ja bereits.

Insofern will ich sozusagen als Gegengift die Webseite der SGI USA hier veröffentlichen:


Hallo kongjiazhong

Ich denke man sollte hier aber zwischen zwei Dingen unterscheiden. Kritik ist eine Sache und kann auch sachlich sein, mit Argumenten und erlebten belegbar sein. Vielleicht unterscheiden sich hier auch unsere Wahrnehmungen bzw. unsere Erfahrungen. Wäre der Streit zwischen Soka Gakkai und Nichiren Shoshu sachlich geblieben so hätte jeder seine Konsequenzen ziehen können. Sachlich wäre gewesen, wenn man Zweifel an der Wertigkeit/Stellenwert von Amt des Priesters/Präsidenten etc. gehabt hätte, wenn man argumentativ vorgegangen wäre. Wenn man sich also inhaltlich mit der Doktrin auseinandergesetzt hätte. Natürlich gehe ich hier für denjenigen der mit Nichiren Buddhismus gar nichts am Hut hat sehr ins Detail. Die Schäbigkeit die ich erwähnte bezieht sich jedoch darauf wenn man die Gegenseite beispielsweise mit einem Krebsgeschwür bezeichnet (hatten wir solche Vergleiche nicht schon einmal in unserer Geschichte? Sprich dem Gegenüber die Wahrnehmung als Mensch streitig zu machen?).
Wenn man so etwas erlebt hat wäre es falsch darüber den Mantel des Schweigens zu legen, deshalb spreche ich darüber auch in diesem Thread und nicht im Hauptthread zu diesem Thema. Das hat weniger etwas mit heimzahlen zu tun als erlebtes wiederzugeben. Das schwierige an der SGI ist (und das zeigen die oben von dir anfangs erwähnten Zitate), dass es nicht leicht ist festzulegen was für einer Doktrin sie nun eigentlich folgt. Sie, die SGI, sagt ganz klar wer Freund oder Feind ist, aber eine klare Definition in Punkto Lehre wird man schwerlich finden. Eine Ausnahme stellt die sog. „menschliche Revolution“ dar auf die ich später zu sprechen komme. Einige als vormals gültige Goshos wurden inzwischen als ungültig erklärt, ich muss nocheinmal die Titel raussuchen, da ich nicht einmal weiss ob es diese schon in Deutsch gibt.
Was in der SGI jedoch gilt ist der Standpunkt des Meisters (Ikeda) und mögen er sich auch widersprechen.
Auch wenn ich aus Gründen der Lehre nicht mit der Nichiren Shoshu übereinstimme (Position Nichirens als Buddha etc) so muss ich jedoch zugeben, dass sie einem klar definierten Konzept folgt. Somit kann ich es aus heutiger Sicht sogar verstehen warum die SGI damals von der Nichiren Shoshu ausgeschlossen wurde. Was mir Sorgen bereitet ist die Position Ikedas, der Stellenwert der ihm eingeräumt wird, diese Aura des absoluten unantastbaren.
Somit unterscheiden sich die traditionellen Nichiren Schulen dahingehend welcher Stellenwert Nichiren gegeben wird und welcher Shakyamuni. Pauschal gesagt - Während die Nichiren Shu Nichiren als quasi Reformator ansieht ohne jedoch den Focus auf Shakyamuni und seine Lehre zu verlieren, wird Nichiren in der Nichiren-Shoshu Shakyamuni als mindestens ebenbürtig wenn nicht noch vorrangig angesehen. Interessant wird es nun in der SGI wo der Stellenwert Ikedas schon fast über dem Nichirens zu liegen scheint, ergo wie Ikeda die Lehre Nichirens für das Heute auslegt und interpretiert, da gibt es wenig Raum für Diskussion oder andere Meinungen. Was inzwischen wohl üblich ist, ist der Stellenwert der sog. „menschlichen Revolution“ und die kann nur derjenige erreichen der dem Prinzip von Mentor/Schüler folgt und zwar mit Ikeda als Mentor. Zusammen mit seinen zwei Vorgängern auch die drei ewigen Mentoren/Meister genannt. Sprich, geht es in traditionellen buddhistischen Schulen noch um die Erleuchtung (wie auch immer dies in der jeweiligen Schule heissen mag) so gilt in der SGI erst einmal die menschliche Revolution nach dem Beispiel Ikedas als Grundziel ohne deren Erlangung eine Erleuchtung, das „Hervorholen“ der Buddhaschft in diesem Leben nicht möglich ist. Es ist somit eine (seltsame?)Auslegung des Meister/Schüler – Prinzips, das ja an sich in fast allen buddhistischen Richtungen zu finden ist. Oftmals ist es doch eigentlich so, dass zwischen Meister und Schüler eine persönliche Beziehung besteht und der Meister nicht jeden als seinen Schüler akzeptiert.
Mich persönlich würde es nicht überraschen, wenn man Ikeda somit als Buddha deklariert sei es zu seinen Lebzeiten oder nicht. Das ist jedoch nur eine Vermutung, die aber viele Nichiren-Buddhisten teilen, die vormals in der SGI waren, sprich nun unabhängig praktizieren oder sich einer anderen Schule angeschlossen haben. Wohin die Entwicklung geht wird die Zeit zeigen.
Zumindest was die SGI angeht so kann man sie inhaltlich nicht diskutieren ohne auch über das Konzept der „menschlichen Revolution“ zu sprechen, diese nimmt zumindest im Moment die zentrale Rolle ein auch wenn nicht als Doktrin ausgesprochen.

Gassho
Catflap08
catflap08 hat geschrieben:
Kritik ist eine Sache und kann auch sachlich sein, mit Argumenten und erlebten belegbar sein.

Sachliche Kritik und Gegenkritik sind rationale Methoden der Auseinandersetzung die ich befürworte. Das eigene Erleben kann dabei eine Hilfe sein, muss es aber nicht. Emotionalität kann auch zu besonders verzerrten (nachträglichen) Wahrnehmungen führen. Dies kann zum Beispiel bei gescheiterten Liebesbeziehungen häufig beobachtet werden. Wobei ich definitiv nicht den Eindruck habe und ihn auch nicht erwecken möchte, dass du unter einer besonderen Verzerrung leidest – darauf möchte ich explizit hinweisen, damit kein falscher Eindruck entsteht.

Vielleicht unterscheiden sich hier auch unsere Wahrnehmungen bzw. unsere Erfahrungen.

Mit dem Nichiren-Buddhismus habe ich (fast) gar keine Erfahrungen, was nicht unbedingt von Nachteil sein muss, und unsere Wahrnehmungen sind teilweise unterschiedlich, was aber definitiv kein Nachteil ist.

Wäre der Streit zwischen Soka Gakkai und Nichiren Shoshu sachlich geblieben so hätte jeder seine Konsequenzen ziehen können. Sachlich wäre gewesen, wenn man Zweifel an der Wertigkeit/Stellenwert von Amt des Priesters/Präsidenten etc. gehabt hätte, wenn man argumentativ vorgegangen wäre. Wenn man sich also inhaltlich mit der Doktrin auseinandergesetzt hätte. Natürlich gehe ich hier für denjenigen der mit Nichiren Buddhismus gar nichts am Hut hat sehr ins Detail. Die Schäbigkeit die ich erwähnte bezieht sich jedoch darauf wenn man die Gegenseite beispielsweise mit einem Krebsgeschwür bezeichnet (hatten wir solche Vergleiche nicht schon einmal in unserer Geschichte? Sprich dem Gegenüber die Wahrnehmung als Mensch streitig zu machen?).


Die Trennung einer großen Laien-Bewegung von einer priesterlichen Organisation und der damit einhergehende scharfe Antiklerikalismus sind Erscheinungen, die wir in Europa „Reformation“ nennen und die zwischen 1490 und 1700, also über einen Zeitraum von 200 Jahren stattfanden (nach: D. MacCulloch, Die Reformation).

Das von allen Seiten im Zuge dieses Prozesses der Entklerikalisierung (Trennung eines größeren Teils der Gläubigen von der Römisch-katholischen Kirche, Zertrümmerung ihrer Dogmen von der Funktion der Priesterschaft, von der Vermittlung zwischen den Gläubigen und Gott usw.) angewandte Ausmaß an Gewalt und Schäbigkeit war so groß, dass die Auseinandersetzung zwischen der Nichiren Shoshu und der Soka Gakkai als ausgesprochen harmlos erscheinen muss. Unerfreulich, aber harmlos – wenn man keine unmittelbar-persönliche, sondern eine historische Perspektive einnimmt.

Sie, die SGI, sagt ganz klar wer Freund oder Feind ist,

Der Nichiren-Buddhismus ist sicherlich immer und von Anfang an auch politisch gewesen und die Unterscheidung von Freund und Feind kann überhaupt als konstitutives Element des Politischen aufgefasst werden.

Was in der SGI jedoch gilt ist der Standpunkt des Meisters (Ikeda) und mögen er sich auch widersprechen.

Ich kenne nicht sämtliche seiner Standpunkte, vielleicht widersprechen sie sich nicht, sondern ergänzen sich, sozusagen dialektisch, who knows.

Auch wenn ich aus Gründen der Lehre nicht mit der Nichiren Shoshu übereinstimme (Position Nichirens als Buddha etc) so muss ich jedoch zugeben, dass sie einem klar definierten Konzept folgt. Somit kann ich es aus heutiger Sicht sogar verstehen warum die SGI damals von der Nichiren Shoshu ausgeschlossen wurde.

Die folgerichtige „Exkommunikation“ der SGI war für ihre Entwicklung m. E. sicherlich von Vorteil, genauso, wie zum Beispiel die Zerstörung des monumentalen von der SGI (bzw. deren vielen Mitgliedern) finanzierten Tempels für den Dai-Gohonzon – den die Nichiren Shoshu hat abreisen lassen, um der SGI zu schaden. Die Soka Gakkai konnte sich aber dadurch stärker darauf besinnen, dass Nam-Myoho Renge-Kyo keinen äußeren Tempel braucht, sondern eine innere Angelegenheit ist.

Was mir Sorgen bereitet ist die Position Ikedas, der Stellenwert der ihm eingeräumt wird, diese Aura des absoluten unantastbaren. (…) Interessant wird es nun in der SGI wo der Stellenwert Ikedas schon fast über dem Nichirens zu liegen scheint, ergo wie Ikeda die Lehre Nichirens für das Heute auslegt und interpretiert, da gibt es wenig Raum für Diskussion oder andere Meinungen.

Daisaku Ikeda ist 1928 geboren, er ist also 81 Jahre alt. Zweifelsohne ist er für die Soka Gakkai so bedeutsam, wie Nichiren für den gesamten Nichiren-Buddhismus. In der Nichiren Sho Shu legt der mit Unfehlbarkeit ausgestattete Hohe Priester die Lehre aus. Du sagst nun, dass Ikeda als „unfehlbar“ gilt? Das kann ich nicht beurteilen, es würde mich aber nicht erfreuen, wenn es so wäre.

Was inzwischen wohl üblich ist, ist der Stellenwert der sog. „menschlichen Revolution“ und die kann nur derjenige erreichen der dem Prinzip von Mentor/Schüler folgt und zwar mit Ikeda als Mentor. Zusammen mit seinen zwei Vorgängern auch die drei ewigen Mentoren/Meister genannt. Sprich, geht es in traditionellen buddhistischen Schulen noch um die Erleuchtung (wie auch immer dies in der jeweiligen Schule heissen mag) so gilt in der SGI erst einmal die menschliche Revolution nach dem Beispiel Ikedas als Grundziel ohne deren Erlangung eine Erleuchtung, das „Hervorholen“ der Buddhaschft in diesem Leben nicht möglich ist.

Ikeda definiert die „Menschliche Revolution“ wohl so: „Auf der persönlichen Ebene liegt das Ziel in der Reformation des Lebens, die auch »Menschliche Revolution« genannt wird. Menschliche Revolution bedeutet nicht Selbstverleugnung, sondern im Gegenteil eine allmähliche Veränderung, in der wir diejenigen Aspekte unseres Lebens entdecken und verändern, die uns und andere leiden lassen.“

Dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Im Nichiren-Buddhismus ist doch wohl die Trennung zwischen den verschiednen Lebenszuständen (oder Bereichen) zwischen Individuum und Kollektiv („Land“), zwischen innen und außen ohnehin (zumindest theoretisch) „aufgehoben“.

Mich persönlich würde es nicht überraschen, wenn man Ikeda somit als Buddha deklariert sei es zu seinen Lebzeiten oder nicht.

Dazu fallen mir drei Gedanken ein: Erstens: Im tantrischen Buddhismus Tibets gibt es sehr viele Personen, von denen angenommen wir, dass es sich um Buddhas (bzw. um Bodhisattvas) handelt. Dazu zählen die beiden aktuellen Karmapas (deren Anhänger noch darüber streiten, wer der echte ist) oder das größte buddhistische Idol der Gegenwart „Seine Heiligkeit der Vierzehnte Dalai Lama“. In diesem Milieu, das übrigens in buddhistischen Kreisen (z.B. in der DBU) und in Teilen der (unkritischen) Öffentlichkeit über Einfluss und übertriebene Sympathie verfügt, ist es ganz normal, dass bestimmte Führer als „Buddhas“ bezeichnet und verehrt werden.

Zweitens: Das Ziel des Christentums ist es wohl, sehr einfach gesagt, nach dem Tod in den Himmel zu kommen und dort bei Gott zu verweilen. Ob dieses Ziel überhaupt, oder gar von vielen, erreicht wird, das ist naturgemäß kaum zu überprüfen. Der Buddhismus behauptet dagegen, dass sein Ziel die Erlangung der Buddhaschaft ist (die Dritte Edle Wahrheit) und dies mag auch im Leben passieren und nicht erst nach dem Tode. Der Nichiren-Buddhismus (das hat er übrigens mit dem tantrischen Buddhismus gemeinsam) behauptet zusätzlich, dass er die richtige Methode lehrt, um in einem und in diesem Leben die Buddhaschaft zu erlangen. Und das sollte überprüfbar sein. Insofern wundere ich mich, dass du dich darüber wunderst, dass die Buddhaschaft Ikeda zuerkannt wird, aber den vielen Millionen seiner Anhänger nicht. Die Methode muss sich ja in der Praxis beweisen und das wird ja von der Soka Gakkai auch ausdrücklich so gelehrt.

Und drittens: Die Erlangung der Buddhaschaft, die ja nach Nichiren überhaupt nicht von den neun Zuständen der Nicht-Buddhaschaft getrennt ist, wird jedem verhießen, der mit tiefem Glauben die Fünf Schriftzeichen rezitiert. Diese Verheißung und das dahinter stehende Konzept dessen, was Buddhaschaft genannt wird und in welchem untrenntbaren Zusammenhang es mit der Existenz eines normalen Menschen steht (Ichinen Sanzen) – das ist doch das charakteristische Merkmal des Nichiren-Buddhismus. Insofern kann doch Buddhaschaft – von wem auch immer – gar nicht als etwas Exklusives angesehen werden, oder liege ich falsch?

Gruß

Kongjiazhong
Namaste!
kongjiazhong hat geschrieben:
Mich persönlich würde es nicht überraschen, wenn man Ikeda somit als Buddha deklariert sei es zu seinen Lebzeiten oder nicht.

Dazu fallen mir drei Gedanken ein: Erstens: Im tantrischen Buddhismus Tibets gibt es sehr viele Personen, von denen angenommen wir, dass es sich um Buddhas (bzw. um Bodhisattvas) handelt. Dazu zählen die beiden aktuellen Karmapas (deren Anhänger noch darüber streiten, wer der echte ist) oder das größte buddhistische Idol der Gegenwart „Seine Heiligkeit der Vierzehnte Dalai Lama“. In diesem Milieu, das übrigens in buddhistischen Kreisen (z.B. in der DBU) und in Teilen der (unkritischen) Öffentlichkeit über Einfluss und übertriebene Sympathie verfügt, ist es ganz normal, dass bestimmte Führer als „Buddhas“ bezeichnet und verehrt werden.

Zweitens: Das Ziel des Christentums ist es wohl, sehr einfach gesagt, nach dem Tod in den Himmel zu kommen und dort bei Gott zu verweilen. Ob dieses Ziel überhaupt, oder gar von vielen, erreicht wird, das ist naturgemäß kaum zu überprüfen. Der Buddhismus behauptet dagegen, dass sein Ziel die Erlangung der Buddhaschaft ist (die Dritte Edle Wahrheit) und dies mag auch im Leben passieren und nicht erst nach dem Tode. Der Nichiren-Buddhismus (das hat er übrigens mit dem tantrischen Buddhismus gemeinsam) behauptet zusätzlich, dass er die richtige Methode lehrt, um in einem und in diesem Leben die Buddhaschaft zu erlangen. Und das sollte überprüfbar sein. Insofern wundere ich mich, dass du dich darüber wunderst, dass die Buddhaschaft Ikeda zuerkannt wird, aber den vielen Millionen seiner Anhänger nicht. Die Methode muss sich ja in der Praxis beweisen und das wird ja von der Soka Gakkai auch ausdrücklich so gelehrt.

Und drittens: Die Erlangung der Buddhaschaft, die ja nach Nichiren überhaupt nicht von den neun Zuständen der Nicht-Buddhaschaft getrennt ist, wird jedem verhießen, der mit tiefem Glauben die Fünf Schriftzeichen rezitiert. Diese Verheißung und das dahinter stehende Konzept dessen, was Buddhaschaft genannt wird und in welchem untrenntbaren Zusammenhang es mit der Existenz eines normalen Menschen steht (Ichinen Sanzen) – das ist doch das charakteristische Merkmal des Nichiren-Buddhismus. Insofern kann doch Buddhaschaft – von wem auch immer – gar nicht als etwas Exklusives angesehen werden, oder liege ich falsch?

Das ist ein äußerst interessanter und wichtiger Punkt!

Kennt man bei der Nichiren Shoshu oder bei der Soka Gakkai Anhänger, denen man zugesteht, bereits zu Lebzeiten die Verwirklichung (Erleuchtung, Erwachen, Nirvana, Buddhaschaft, oder wie auch immer) erlangt zu haben?

Wenn ja, wer war/ist das zum Beispiel?

Zum besseren Verständnis:
ich denke hier vergleichsweise an die in Tibet verehrten Meister der Vergangenheit und der Gegenwart (Tulkus), aber auch an Zen-Meister denen eine Erleuchtungserfahrung bescheinigt wird (z. B. Zen-Patriarchen).

< gasshô >

Benkei
Benkei hat geschrieben:

Kennt man bei der Nichiren Shoshu oder bei der Soka Gakkai Anhänger, denen man zugesteht, bereits zu Lebzeiten die Verwirklichung (Erleuchtung, Erwachen, Nirvana, Buddhaschaft, oder wie auch immer) erlangt zu haben?



Hallo Benkei, meines Wissens nicht -also nicht in den mir bekannten Schülen des Nichiren Buddhismus zumindest. In den 70er Jahren gab es Seitens der SGI solche Gerüchte in Bezug auf Herrn keda. Das führet zu Unstimmigkeiten zur Nichiren Shoshu weil mit deisen Mutmasungen auch gegen betsimmte Dogmen der Nichiren Shsohu verstossen wurde. Ikead trat seiner Zeit als Präsident der SGI zurück, entschuldigte sich bei der Nichiren Shoshu und war fortan "nur" noch Ehrenpräsident der SGI. Am Ende dieser Angelegenheit kam es zur Gründung der Shoshinkai, die schon mal erwähnt wurde.

Namu Myoho Renge Kyo
Catflap08
Versteh ich nicht.
Taranathan hat geschrieben:
Versteh ich nicht.

Was, wen und warum?

Kongjiazhong
catflap08 hat geschrieben:
Nee nee keine Sorge. Eine Abrechnung habe ich nicht vor. Deswegen habe ich nur den Link zu der Seite angegeben. Wie gesagt dort muss man eben auch selber unterscheiden lernen. Ich persönlich kann sehgr gut nachvollziehen was glaubhaft, was übertrieben ist.


Du scheinst ja einen Riesenhass auf Soka Gakkai zu haben. Wie ich gesehen hab, hast du ja sogar auf Wikipedia versucht eine Anti-SGI Artikel zu veröffentlichen. Auch auf anderen Foren werden Texte im fast gleichen Wortlaut gepostet, allerdings unter anderem Alias (z.B. bei Der Zeit). Ich nehme an, die stammen ebenfalls von dir.
Mir fällt ausserdem auf, daß sich die meisten Hassposter auf allen möglichen Foren wiederfinden und in Deutschland insgesamt vielleicht fünf Leute sind. Man erkennt das an den immer wieder gleichen Texten.
Der Verweis auf die Seite von RickRoss, auf der sich vor allem amerikanische Religionsfanatiker tummeln, spricht für sich.

Bisher konntest du aber nicht ganz klar machen, warum du soviel Anstrengungen gegen die SGI aufbringst. Das mit den 20 Jahren Mitgliedschaft und dann aus dem Haus rausgetreten und festgestellt, dass man dir 20 Jahre lang nur Tapeten vor die Fenster geheängt hat, nehm ich dir nicht ab.
Ich will dir ja nicht zu nahe treten, aber du greifst hier Leute massiv an und deswegen muss ich schon etwas genauer nachfragen.
Z.B. war mir bei der Rick Ross seite nach spätestens 10 Minuten klar, daß das eine Propagandaseite ist, die man nicht ernstnehmen kann. Ist dir das nicht aufgefallen? Denkst du dir fällt das in 20 Jahren auf? Entschuldige meinen Sarkasmus, aber man muss doch an den gesunden Menschenverstand appellieren dürfen.

Also lass es raus, was steckt hinter deinem SGI-Hass.

Danke
Namaste!

Hallo Easyguard,

bist Du praktizierendes Mitglieder der SGI, ich sag mal "mit allem drum und dran"?
(Die Frage ist keineswegs provokativ gemeint - entschuldige wenn es vielleicht diesen Anschein erweckt!)

Ich frage, weil es sehr bereichernd wäre, hier zu diesen Themen jemanden zu hören, der das ganze "von der anderen Seite aus", bzw. von "innen raus" informativ beleuchten kann, ohne sich gleich in die Verteidiger-Rolle einzufinden.

Die meisten anderen Nichiren-Buddhisten hier [so man sie denn so nenen möchte] sind ja eher "unabhängig Praktizierende".

< gasshô >

Benkei
Hallo Benkei,

nein, ich bin kein SGI Mitglied. Meine Frau ist aber SGI Mitglied und von daher kann ich die Situation ganz gut beurteilen.
Ein bisschen was zum Hintergrund: Meine Frau wurde bereits als SGI geboren (in Japan). Ihre Großmutter kam damals zur SGI, somit ist sie schon die dritte Generation SGI. Ihre Mutter ist ein hardcore SGI Mitglied. SGI ist ihr Leben. Allerdings ist die Frau bereits 70 und geht in ihrer Rolle des Meetings organisierens etc. voll auf. Besser als mit 70 vor der Glotze zu sitzen finde ich. Der Vater meiner Frau ist nicht SGI Mitglied. Er findet Chanten albern und witzelt manchmal ein bisschen über seine Frau.
Die Schwester meiner Frau, ebenfalls geborene SGI, ist jetzt verheiratet und hat einen Sohn. Mann und Kind sind nicht SGI sondern konfessionslos. (übrigens alles in Japan).
Meine Frau lebt seit 13 Jahren in Europa. Sie praktiziert meistens im Stillen zu Hause, geht aber ab und zu ins Kaikan oder zu SGI Treffen. Ich war bisher ein paar mal im Kaikan dabei und fand die Atmosphäre dort sehr angenehm. Manchmal will ich einfach gerne mit, manchmal nicht.
Ich wurde ein einziges mal von einer Regionalleiterin (oder wie sich das nennt, eine Japanerin) am Angfang gefragt, ob ich denn nicht regelmässig kommen wollte und Mitglied werden wollte. Ich hab gesagt vorerst nicht. Seitdem hab ich nie wieder eine Frage in der Richtung bekommen obwohl ich die Leute ab und zu mal sehe. Sie sind auch nicht weniger nett deswegen.
Einzig nervig ist ein bisschen die Schwiegermutter, die mir immer SGI Magazine in die Hand drückt, wenn wir in Japan sind. Aber nachdem das maximal 1x pro Jahr vorkommt, kann ich das noch verkraften.
Soviel meine Erfahrungen zu SGI.
Ich bin übrigens in Bayern katholisch aufgewachsen und habe von mit der Kirche wesentlich unschönere Erfahrungen als mit SGI. Auch hatte ich mal einen Chef, der Scientologe war. Eine sehr unangenehme Erfahrung. Parallelen zwischenScientology und der SGI kann nur jemand aufstellen, der völlig ahnungslos ist.

Ich halte die Anti-SGI-Debatte für völlig überzogen und hysterisch. Große anerkannte Sekten wie die katholische Kirche misshandeln über Jahrzehnte kleine Kinder und kommen so gut wie ungeschoren davon und die SGI wird geprügelt, weil sie vielleicht ein bisschen zu erfolgreich ist. Wie schlimm. Und dann die böse Verschwörung um Ikeda. Es wird keiner gezwungen den anzuhimmeln. Schliesslich ist der schon 84 und wirds nicht mehr ewig machen. Die Sensei Geschichte ist aber eauch ein bisschen Japan-typisch.
Was ich auch nicht verstehe - wieso galuben die Leute, Sie würden bei einer Mitgliedschaft ihre eigene Persönlichkeit abgeben und sich auf Gedeih und Verderb der Organisation anvertrauen. Man darf durchaus man selber bleiben. Dazu würde ich auch dringend raten, denn wenn das nicht der Fall wäre, dann würde ich eher einen Psychotherapeuten empfehlen und nicht die Mitgliedschaft in einer buddhistischen Glaubensgemeinschaft, die meine Probleme lösen soll.

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