SGI Deutschland -- eine traumatische bittere Erfahrung

Moderator: void

Lucy hat geschrieben:
Man schmiert psychisch ab und keiner kommt, um einen zu retten?


.... Man nutzt die Chance, und 'rettet' sich selbst -


.... oder man sucht sich Schuldige für das eigene Elend und hält damit die ganze gefühlssuppe schön am kochen.


Man kann dies aus zweierlei Sicht sehen:

1. Man sagt als Dharmafreund "ich bin überfordert, ich habe keine psychologische Ausbildung, um eine professionelle Therapie zu machen, sondern empfehle lieber entsprechenden Therapeuten. Ob die oder der dann diese Therapie wahrnehmen, geht mich nichts mehr an.

2. Oder: Man sagt als Dharmafreund: "ich versuche es wenigstens, mich mit dem psychischen Leid des anderen auseinanderzusetzen, weil ich Mitgefühl praktiziere und die Person mir die Möglichkeit gibt, Mitgefühl nicht nur zu wünschen, sondern tatsächlich auszuüben. Oft reicht es, einfach nur da zu sein und zuzuhören. Ich komme allerdings dann an meine Grenzen, wenn der Bedürftige Medikamente braucht.
Hallo sherap,

meinen Freunden stehe ich bei, so gut ich kann - und umgekehrt.

Aber selbst bei Freunden und auch nicht bei 'Gruppenmitgliedern' habe ich Anspruch auf solchen Beistand.

Allerdings haben andere Menschen quasi Anspruch darauf, dass ich sie mit meinen Wünschen nicht belästige, wenn sie sie nicht erfüllen können oder wollen.
Die Welt ist ein Betrug. Zuflucht zu Buddha, Dhamma und Sangha hat den Sinn den Ausgang zu finden, das Ende der Verblendung. Sie weisen den Weg, wer endgültig genug hat von der Welt und bereit ist sie loszulassen, findet ihn auch nach über 2500 Jahren noch, nach zahllosen Spaltungen der Lehre. Andere können ein wenig dabei helfen, aber nur wer die Welt überwunden hat und wirklich selbst-los ist, verdient rückhaltloses Vertrauen. der Buddha hat sich aufgemacht und keinen gefunden, alleine hat er es schließlich geschafft. Er hat nur die Lehre zurückgelassen. Hätte er eine Nachfolge bestimmt, wäre sie zu einer traditionellen Institution geworden und nicht zu einer ununterbrochenen Kette erleuchteter Meister. So stolpern wir heute im Samsara von Täuschung zu Ent-täuschung, von Ansicht zu Einsicht, bis es endlich irgendwann ganz zum Erwachen kommt - wenn das unser einziger Wunsch geworden ist.
Lucy:
.... oder man sucht sich Schuldige für das eigene Elend und hält damit die ganze gefühlssuppe schön am kochen.

Es ist leider so, dass so eine Denkweise häufig anzutreffen ist.
Allerdings befördert sie auch, dass unheilsame Dinge geschehen können und alle wegsehen, um nicht in den Ruch zu kommen ein "schlechter Praktizierender" zu sein. Eine "absolute Sicht" hat dort nichts zu suchen wo jemand ein ernsthaftes Problem hat, ob man helfen kann, will, oder nicht.
Es kommt ja auch darauf an, was für einen Anspruch eine Gruppe hat.

Also wenn ich in eine Gruppe geht, wo man sich trifft um lediglich gemeinsam zu meditieren, dann wäre es natürlich auch schön, wenn andere sich um ich kümmern, wenn es mir schlecht geht, ich wäre auch nicht so enttäuscht, wenn das nicht so klappt. Weil eben die Leute auch nur so Leute sind, und womöglich überfordert sind, mir Lebenshilfe zu gewähren.

Während ja die SGI durchaus den Anspruch erhebt, dass man füreinander da ist:

    Die Soka Gakkai International ist eine große buddhistische Glaubensgemeinschaft, die sich vielfältig gesellschaftlich engagiert. Darüber darf jedoch nicht vergessen werden, dass im Mittelpunkt des Nichiren-Buddhismus der einzelne Mensch steht.
    ..
    Frieden schaffen heißt, mutig nach Wegen zu suchen, wie sich Probleme sinnvoll überwinden lassen und Dialoge auch in schwierigen Lebenslagen möglich werden.
    ..
    So finden die wichtigsten buddhistischen Treffen im kleinen Kreis vor Ort statt. Nach einer gemeinsamen Rezitation des Lotos-Sutras steht der Austausch im Mittelpunkt. Es werden buddhistische Themen studiert und mit dem eigenen Alltag in Verbindung gebracht. Wie möchte ich arbeiten, mit meinen Nachbarn zusammen leben, die Beziehungen in meiner Familie und meinem Freundeskreis gestalten? Wie gehe ich mit Krankheit oder Arbeitslosigkeit um, mit meiner Trägheit oder Unentschlossenheit?

    Auf den Treffen der Soka Gakkai kann man anderen zuhören, von ihrer Lebenserfahrung lernen, eigene Erfahrungen weitergeben und andere bestärken. In diesem Sinne sind die Treffen in der Nachbarschaft die wichtigste Friedensaktivität der SGI-D: Hier wird ein soziales Netz geknüpft und Menschen werden ermutigt, die Tragweite ihres Lebens zu erkennen. Der große indische Dichter Rabindranath Tagore drückte diesen Grundgedanken so aus: „Wenn du die Welt ändern möchtest, musst du den Menschen ändern. Wenn du den Menschen ändern möchtest, musst du den Wunsch in ihm wecken, sich selbst zu ändern
    Versammlungen

Es stehen also ganz konkret ein "soziales Netz" und "Dialoge auch in schwierigen Lebenslagen" im Raum und da ist man dann natürlich enttäuscht, wenn dieser Anspruch nicht erfüllt wird. Und der mensch nicht "im Mittelpunkt steht" sondern so am Rand runterfällt.
Hmm also der Text den Du da gepostet hast, der liest sich für mich wie ein Werbetext mit lauter schönen Worthülsen. Wenn ich so einen Text lese, dann würde ich nicht davon ausgehen dass man alle Punkte davon auch so wortwörtlich Einvordern kann. Solche Texte dienen der Selbstdarstellung wollen aber sicher nicht einen Katalog von Punkten aufstellen die man dort erfüllt bekommt.
nyalaana hat geschrieben:
Hmm also der Text den Du da gepostet hast, der liest sich für mich wie ein Werbetext mit lauter schönen Worthülsen. Wenn ich so einen Text lese, dann würde ich nicht davon ausgehen dass man alle Punkte davon auch so wortwörtlich Einvordern kann. Solche Texte dienen der Selbstdarstellung wollen aber sicher nicht einen Katalog von Punkten aufstellen die man dort erfüllt bekommt.


Wenn man eine Margarinenwerbung schaut, dann glaubt man ja nicht, dass er dann so ne Familienidylle wie bei der Rama-Familien kriegt, wen man das Produkt erwirbt.

Aber ich glaube, im Bezug auf Religion ist es so, dass es da wirklich viele Leute gibt, die verzweifelt und vom Leben enttäuscht sind. Und sie ganz tief nach einem Ort sehene, wo der Mensch im Mittelpunkt steht, man sich seiner annimmt und wo man einander hilft, zusammen schwierige Lebensituationen zu meistern. Und weil sie es sich so sehr erhoffen, nehmen sie es für bahre Münze und glauben wirklich dran. Und sind dann bitterlich enttäuscht, wenn sich heraustellt, das nichts davon stimmt.

Die Seriosität eine Gruppe bestimmt sich ja sogar daran, inwieweit sie übersteigerte Hoffnungen beflügelt oder die unrealistische Erwartungen eher dämpft. Aber selbst bei ganz seriösen Dharmalehrern kann man auf Leute mit ganz übersteigerten Erwartungen treffen.
Aber ich glaube, im Bezug auf Religion ist es so, dass es da wirklich viele Leute gibt, die verzweifelt und vom Leben enttäuscht sind.


Jede/r gerät doch mal in eine Krise oder eine Notlage - Religion hin oder her. Ich denke, dass ist dann auch Verdrängung :nosee: :nohear: :nospeak:
@ void
Dank dir von Herzen, das du
a. meinen Beitrag leben lässt
und b.
für dies Zitat "Versammlungen" der SGI.
Es gibt hier also Unterstützer, unter die sich aber ein paar Wölfe gemischt haben.
Ja, ich habe dieses soziale Netz der Gruppen ja auch selbst erlebt - an Anderen. Für eine schwangere Frau riess man sich die Beine aus, Viele rückten aus zum Umzug, Wohnungseinrichten oder mit auf die Ämter(die sie als Flüchtling brauchte). Was hätte sie wohl gedacht, wenn man ihr lediglich ein Daimoku bei ihr angeboten hätte, und das wars dann..??
Mein Beitrag ist wertvoll, auch wenn hier schon so Manche aufgebracht sind und sicherlich schon dich mit Privaten Nachrichten belagern und auffordern, nicht wahr. Die Verehrung eines Gohonzon und das REZITIEREN altchinesischer Texte (man nennt es dort "Chanten") ist sicherlich eine würdevolle und zu respektierende Praxis, auch wenn sie selbst in Japan heftig umstritten ist und Japaner meiner früheren nachbarschaftlichen Kontakte eher verächtlich von "einer komischen Sekte" sprechen. Aber darunter kommen die Menschen, die schon so oft so manchen spirituell wertvollen Ausdruck einer Lehre verballhornt und verfremdet oder gar pervertiert haben - die Geschichte kennt entsetzliche Beispiele. Und so ist auch bei der SGI, wofür ich eben mit meiner Geschichte ein Beispiel bin, welches zu tun hat mit Menschen wie
@kongjiazhong
Ach, was du hier so alles vermuten möchtest. Und wie du wie ein eiskalter Inquisitor daher redest. Ganz sicherlich nicht "schiebe ich dem SGI meinen Suizidversuch in die Schuhe" - welch ein polemisches Geschwätz! Ich rede von unterlassener Hilfeleistung und der seelischen Grausamkeit, welche sowas hervorgebracht hatte - allerdings interessiert es mich nicht, ob ich sowas strafrechtlich geltend machen könnte.
Aha, für dich ist das also okay, das Wertvollste zu geben, in einem seelischen Notfall ein Daimoku anzubieten - da stimme ich dir sogar zu. Aber nach erfolgter Ablehnung (aber dem geäusserten Wunsch nach ALTERNATIVEN DAZU) einen komplett fallen zu lassen und danach über 11 Jahre systematisch auszugrenzen, ist eine unglaubliche Entgleisung in einer buddh. Gruppe. Weist du, das sind extremistische Reaktionen, im Prinzip vergleichbar mit religiösen oder rechten Extremisten, welche ihre Doktrin in menschenverachtender Art über das konkrete und leidende Leben stellen und dabei zu Unmenschen bis hin zu Monstern werden-- und das willst du hier noch bejubeln? Frei nach dem Motto "Willst du nicht vor dem Gohonzon sitzen, dann soll dich von mir aus der Teufel holen.." -- gell. Welch eine seelische Verarmung und welch eine zynische Auffassung von gelebtem Buddhismus. Mit dir und deinesgleichen (das ist genau der gleiche Tenor dieser besagter Leute, womöglich gehörst du dazu...) möchte ich mal in Öffentlichkeit diskutieren, mal in deine und deren Augen schauen, wenn ihr mir eure Doktrin erläutern wollt -- auf, rege es doch mal an, lass hören, ob das Andere, Aussenstehende auch so sehen und wie sie sowas bewerten. Einen riesigen SHITSTORM würdet ihr bekommen für ein derart unfassbares Verhalten, was doch absolut klar dem von void zitierten Versammlungsprinzipien eklatant widerspricht.
Nach nun 11 Jahren habe ich angefragt (den Text dazu kann ich nachweisen) bei denen, ob wir denn nicht gemeinsam versuchen wollen, diese Zeit aufzuarbeiten--- und für diese Ablehnung hast du nur Respekt und ein Bravo...??!! Und du willst ein Buddhist sein??
Hast du noch ein Herz oder ist es dir längst abhanden gekommen..???
Nochmals:
über Private Nachrichten identifiziere ich mich Jedem, ders wissen will. Man kann mich hier östlich von Frankfurt M. treffen und sich ein Bild davon machen, ob ich ein Stalker oder ein Psychopath bin oder gar ein recht Gesunder, der mal eine Erwartung an buddh. Weggefährten hatte - Erwartungen, die ich keineswegs für überzogen halte, sondern für menschlich.
Ich werde mich hier bald von diesem Thema distanzieren. Das bedrückt mich doch zunehmend, es macht mich schwermütig. Es reichen schon die politischen Albträume, die man sich gerade weltweit anschauen muss. Es sind doch klar Charakteristiken eines Höllenplaneten, wenn selbst altehrwürdige buddh. Gruppierungen derart entgleisen und sie noch applaudiert bekommen... vor 500 Jahren haben hier in meinem dafür berüchtigten Ort die Menschen auch applaudiert, wenn "Hexen" auf dem Scheiterhaufen verrecken mussten...
willkommen auf dem Höllenplaneten mit all seinen menschlichen Abgründen, die einst den von mir sehr geschätzten Sänger
Jackson Browne
zu diesem Text brachten, das man eben die Erde vom Weltall aus betrachtend glauben könnte
"Sie sieht so wunderbar aus, ein Diamant,
aber man wird merken
SIE DREHT SICH SO SO LANGSAM "
@Schanta Du Darfst dich nicht Distanzieren! Lass es raus. Du hast den Weg des öffentlichen gewählt und das ist gut für Dich. Was ich aus deinen Beiträgen lese ist die Liebe die Du da rein gegeben hast. Es war, von Dir gewollt, bedingungslose Liebe und dann wird es auch zu einer Sache des Körpers. Eine Verletzung dieser von Dir gewollten Verbindung wird bewusstwerdend garnicht beantwortet. Du Spürst zuerst nur das es nicht Beidseitig ist. Das es Dir dabei so schlecht geht ist das dein Körper immer noch liebt.
Was ist zu tun?
Mach hier so weiter. Schreib es raus. Erfahre die Reaktionen, egal welche. Durch Lesen der Reaktionen erfährt dein Körper die Wahrheit und dann verlangt er nicht mehr sein Recht auf Einhaltung des Einverstanden sein mit der von Dir gewollten bedingungslosen Liebe. Du kannst ihm nicht erklären, das kann nur die Gemeinschaft der Buddhisten hier und die kommen mit ihrer Liebe aus allen Richtungen des Buddhismus und alle helfen Dir deine bedingungslose Liebe auf Buddha zu richten, ohne Flitterkram, ohne Heiligkeit und ohne Zwang. Liebe kann ganz einfach nur Liebe sein, ohne jede Anhaftung. Nutze dieses hier eben weil sie von allen Richtungen kommen und nur auf Buddha gerichtet ist.
@kongjiazhong

Inweiweit sind denn deine Worte zielführend?

"Ich wundere mich nicht darüber, dass mit dir manche Menschen keinen Kontakt haben möchten."

"Es ist nicht meine Absicht in diesem Forum ausschließlich ehemalige Anhänger (Praktizierende) des Nichiren Buddhismus im Stil der SGI zu finden, die mir irgendwie suspekt und sozusagen geistig unattraktiv vorkommen, aber ich finde hier nur solche. "

Dies kann an ja als eine Herabsetzung ("Du bist komisch, suspekt, geistig unttarktiv, und die Leute meiden dich zu recht!") lesen. Als einen Angriff aus feindseligen Motiven, die einen verletzt und in der eigenen Opferrolle bestärkt, statt zu selbstkritischer Reflexion einzuladen.

Um deinen Inhalten eine Form zu geben, in der sie ankommen, wäre es gut wenn besser rüberkommt, dass dein Motivation nicht übelwollend, verächtlich oder herablassend ist - du also kein "Wolf" bist.
... wie erfrischend
und wie heilsam @ Ellviral-- du bist grossartig.
Nun trennt sich die Spreu vom Weizen.
Danke void zu @kongjiazhong.
Da müssen Buddhisten aufstehen und den Weg zeigen
und hier klarmachen, was hier Spreu ist und
was der Weizen.
Das machst du Ellviral mit ein paar weisen Sätzen,
die mir zeigen, das du wirklich auf dem Weg und
auf einem guten zu sein scheinst - klasse.
Ja, da ist verletzte Liebe.
Und die kann man nur mit Liebe heilen --
das dürfte noch ein Stück Weg für mich sein.
Schanta hat geschrieben:
... wie erfrischend
und wie heilsam @ Ellviral-- du bist grossartig.
Nun trennt sich die Spreu vom Weizen.
Danke void zu @kongjiazhong.
Da müssen Buddhisten aufstehen und den Weg zeigen
und hier klarmachen, was hier Spreu ist und
was der Weizen.


Ich habe "kongjiazhong" lediglich (ich hoffe höflich) gebeten seine Kritik anders zu formulieren, eben um Missverständnisse auszuräumen. Weil es mir so scheint, als tust du dir schwer in inhaltlich zu nehmen statt es als böswilligen Angriff zu werten.

Kongjiazhong sagt doch auch bedenkenswerte Dinge:

kongjiazhong hat geschrieben:
Ich habe schon von Stalkern gelesen, die ihre vergangene "Liebe" nicht loslassen können, ständig Kontakt suchen, ständig keinen finden, die ihr ganzes Unglück oder Glück von einer Person abhängig machen. Die auch noch Jahre oder Jahrzehnte ständig auf tatsächliche oder eingebildete, auf zu Recht oder aufgrund bloßer Bosheit erfolgten Zurückweisungen fixiert sind.


Jemand der sehr verliebt in jemand ist, sieht in ihm zunächst nur die positiven Aspekte - ja indem er idealisiert sieht er sogar positive Aspekte, die gar nicht das sind. Und wenn das Wunschbild dann zusammenbricht, dann kann er auch nicht sehen, dass es nur seine Illusion war, sondern sieht das in der Sache selbst. Und statt dann zu einem realistischen Bild zu kommen, wertet er ab. Und sucht dann nach der nächsten Traumfrau, die sich dann wieder als Bitch entpuppt, wenn sich der Zirkel wiederholt ( es könnte stutzig machen, dass ja auch Ellviral so von enttäuschter Liebe spricht)

Und so ein Muster der "enttäuschten Liebe" kann man ja auch mit Religionen haben. Zuerst hat man ganz starke Hoffnungen und dann fühlt man sich ganz stark enttäuscht und verraten, weil es sich als Illusion herausstellt. Und kongjiazhong sieht es wohl so, dass dies auch dir geschehen sein könnte - und das ganz unabhängig davon, ob jetzt die Leute von der SGI da tatsächlich gemein gehandelt haben.

Da sollte man doch darüber nachdenken, ob da an was dran ist. Für mich spricht daraus eine grosse Erwartung an eine Sangha: Also das die Leute tatsächlich ethischer und mitfühlend sind als normale Menschen. In irgendeinen anderen Zusammenhang ( Gartenbauverein, Blasmusik ) wäre ja das Verhalten, dass da jemand kommt und man sich nicht mehr weiter um ihn kümmert, wenn man nichts mehr groß von ihm hört, normal zu nennen. Von daher erwartest du etwas, was über das hinausgeht?

Ich empfinde nach "Unterstützer" und "Wolf", "Spreu" oder "Weizen" zu sortieren als gruselig. Ich sehe die Mitdiskutierenden doch nicht als Unkraut, dass ich jäten müsste oder als Raubtiere, die man in Zaum halten müsste - das sind alles Menschen.
Aus den ganzen langen Texten wird für mich nicht ersehbar, was dem Threaderöffner nun angetan wurde.
Schanta hat geschrieben:
Ja, da ist verletzte Liebe.
Und die kann man nur mit Liebe heilen --
das dürfte noch ein Stück Weg für mich sein.


Da hast du wohl einen sehr starken Glauben an diese Leute und ihre Sache, sie haben dich fallengelassen und du hältst an ihnen fest. Na dann mögest du verzeihen können und deinen Frieden wieder finden. Dann werden sie dich ja wieder aufnehmen.
Schanta hat geschrieben:
... wie erfrischend
und wie heilsam @ Ellviral-- du bist grossartig.
Nun trennt sich die Spreu vom Weizen.
Danke void zu @kongjiazhong.
Da müssen Buddhisten aufstehen und den Weg zeigen
und hier klarmachen, was hier Spreu ist und
was der Weizen.
Das machst du Ellviral mit ein paar weisen Sätzen,
die mir zeigen, das du wirklich auf dem Weg und
auf einem guten zu sein scheinst - klasse.
Ja, da ist verletzte Liebe.
Und die kann man nur mit Liebe heilen --
das dürfte noch ein Stück Weg für mich sein.
Ich bin gerade kongjiazhong Dankbar, denn er hat mir die Aufgabe abgenommen die Person #Schanta# zu verletzen um zu Dir vorzudringen. Du solltes seinen Beitrag noch einige Male durchlesen und auf die vergrabene Wut und den Ärger achten den er weckt. (Hab ich auch gemacht und ja auch bei mir hat er Erkennen von Wut gebracht, ganz bei mir.) Wer ärgert sich da, wer will nicht sehen was da ist? Sieh hin, sieh auf die Empfindungen die dein Körper Dir gibt, den du durch dein Verliebt-sein gezwungen hast das zu erzeugen. Dein Körper kann nur im Frieden leben wenn deine Vorstellungen verschwinden.
Hallo Schanta,

eingangs möchte ich Dir versichern: ich gehöre ganz gewiss nicht zu irgendeiner SGI-Gruppe, dennoch weiß ich nicht, ob Dir das, was ich mir beim Lesen Deiner Beiträge dachte, behagt.

Mein Lehrer aber lehrte mich, dass der Versuch, sich als Bodhisattva zu betätigen, nicht unbedingt angenehm sein muss - weder für den "Möchte-gern-Bodhisattva", noch für denjenigen, an den sich seine Worte richten.

Ich traue mich dennoch vor - und wenn Dir das, was ich zu schreiben werde, nicht hilfreich erscheint, ignoriere es einfach - wenn möglich, ohne zu vergessen, dass es einfach nur nett gemeint war.

So, Schanta, ... ich fange dann mal an:

dass Du mit viel emotionaler Bewegung an einen 11 Jahren zurückliegenden Vorfall denkst, ist wohl der Tatsache geschuldet, dass die Menschen unterschiedlich gestrickt sind. Ich weiß also, dass ich von Dir nicht erwarten kann, meine Sichtweise zu verstehen, geschweige denn zu übernehmen, aber ich kann Dir wenigstens erzählen, wie ich das sehe:

laut Geistesschulung der buddhistischen Philosophie ist es von großem Vorteil, das, was ist, (Lebenssituationen, Krankheit, Verhalten von Mitmenschen usw.), nicht abzulehnen, und somit keine Änderung dessen, was ist, zu begehren. Beides würde Dich völlig unnütz Deiner Kraft berauben; besser ist es, diese einzusetzen, um aus dem, was ist, nach bestem Wissen und Können das Bestmögliche zu machen.

Fazit: Wenn Du das, was ist, nicht ändern kannst, ist es unnütz zu klagen, (Du kannst eh´ nichts machen), wenn Du das, was ist ändern kannst, ist es absurd, zu klagen, (besser wäre es, die Ärmel aufzurollen und die Sache in Gang zu bringen).

Was ich nur schwer nachvollziehen kann, ist die Tatsache, dass Du erwartest, dass Menschen, die, (nach Deiner Darstellung), schon damals ein recht unzuträgliches Verhalten an den Tag legten, sich, und ihre Einstellung zu Dir, grundlegend geändert hätten.

Schau, hier gilt es zuvorderst, zu verstehen, (und so, wie es ist, anzunehmen), dass ein jeder Mensch nur seinem Potential gemäß agieren kann.

... Weiter - wenn es Dir möglich ist, Deine Emotionen für die Zeit einer ganz neutralen Betrachtung in den Hintergrund zu stellen, bleibt Folgendes:

ein Mensch, der eine bestimmte Art der Hilfe erwartet, (also Du), bekommt nicht genau die Art der Hilfe, die er erwartete, angeboten, sondern eine andere Art.

Da der Bittende mit dieser Art der Hilfe zu diesem Zeitpunkt nichts anfangen kann, lehnt er diese Art der Hilfe ab, und erbittet die Art, die er wünscht.

Die Gruppe der Helfer (SGI) kann, (oder will), diese Art von Hilfe nicht leisten. Sie ziehen sich komplett zurück, melden sich nicht mehr.

Du leidest, da Du, (aufgrund Deiner Sicht der Dinge und der daraus resultierenden inneren Disposition), Hilfe im Äußeren erwartetest, suchtest und nicht bekamst.

Auch nach 11 Jahren lehnt die Gruppe den Kontakt grundlegend ab. Du bist traurig, und klagst über das Verhalten seitens der SGI.

Ja, und nun kommt er, der dicke Hammer:

- weshalb glaubtest Du, (und glaubst es immer noch), dass diese Menschen, sich genau Deinen Erwartungen gemäß verhalten müssten?

- Weshalb nimmst Du ihnen übel, dass sie nicht genau so "funktioniert" haben, wie Du es, nach Deinem Dafürhalten und zwecks eigenen Wohlbefindens, erwartetest (und auch heute wieder erwartest)?

Sich etwas auszumalen, etwas zu erwarten und zu hoffen, dass es so, wie wir es uns dachten, sein wird, kann nur mit einer Ent-täuschung enden. Hilfe findet sich im Inneren; sie erwächst aus eigener Erkenntnis, ...

Frage Dich - Was würde ich denken, wenn irgendein Mitmensch richtig sauer auf mich wäre, weil ich nicht genau das tue, was er von mir zu seinem eigenen Wohlbefinden erwartet? ...

Stell Dir zudem vor, Du habest diesem Mitmensch etwas Alternatives, etwas, was Du zu leisten bereit bist, angeboten, er habe es aber abgelehnt, und etwas verlangt, was Du immer noch nicht zu geben bereit bist. ...

Frage Dich, weshalb Du voraussetzt, dass diese Menschen genauso sind, wie Du Dir "Buddhisten" vorstellst? ... Es sind in erster Linie Menschen, ... nicht unbedingt besser oder netter, als jeder andere. Nicht alles, was glänzt, ist Gold.

Wenn all das, was ich schrieb, Dir nichts sagt, dann versuche ich abschließend Dir wenigstens eine Weisheit Tilopas mit auf den Weg zu geben: “Naropa, mein Sohn - es sind nicht die Erscheinungen, die unser Leiden bedingen, es ist unsere Anhaftung an diese Erscheinungen.”

LG mkha'
@mkha:

Warum psychologisierst du, deutest, kritisierst, und nennst das dann "nett" ?
Wenn du sagst, die können/konnten nicht anders, dann kann die "Kritikerin" auch nicht anders als wie grad jetzt. Meinte dein Lehrer das überhaupt, meinte er: analysiere und unterrichte ?
Kommt' n das her ? Sei nicht sauer auf mich, aber lass einen Menschen doch 'einfach mal so'- mit seinen Gedanken und Gefühlen. Nimm 'nur wahr'. Auch das nennt man: "Annehmen dessen was ist".
Dadurch entspannt sich der Mensch, er muss nicht kämpfen, sich nicht rechtfertigen, nicht "gut und böse" urteilen. Entspannung macht uns friedfertig und der Friedfertige kann leichter loslassen.
Dieser thread macht mich ziemlich ratlos:

    1. Wenn ich Schanta richtig verstehe, hat er/sie sich vor etwa zehn Jahren in einer Krise an die SGI gewandt. Man hat dort zu Chanten vor einem Gohonzon geraten, was Shanta für keinen guten Rat hielt und deshalb um eine 'Alternative' bat. Diese 'Alternative' konnte oder wollte die SGI nicht bieten und hat mit einem völligen Rückzug reagiert. Dieser völlige Rückzug und die Weigerung von SGI, nach zehn Jahren über die damaligen Gründe zu reden, hat Schanta in eine solch tiefe Krise gestürzt, dass er/sie glaubt, damit an die (buddhistische) 'Öffentlichkeit' gehen zu müssen. Ich will jetzt nicht darüber urteilen, ob ich das für eine gute Strategie halte.

    2. Im Laufe der Diskussion erfahren wir noch einige andere Details aus Schantas Leben: Probleme mit Alkohol, Beziehungsprobleme, Kontakte zu einer ganzen Reihe von (sehr unterschiedlichen) 'spirituellen' Gruppen, 'Erleuchtungserfahrungen', eingehende Beschäftigung mit Astrologie, Suizidabsichten mit der Vorstellung, dann in einem neuen Leben neu anfangen zu können.

    3. Schanta hält es für eine 'buddhistische Pflicht', ihr/ihm zuhören zu MÜSSEN. Sowohl auf Ratschläge (mögen die jetzt gut oder schlecht sein) als auch auf die Meinung, ein buddhistisches Forum könnte hier überfordert sein, reagiert er/sie abweisend, (passiv-)aggressiv und mit mehr oder wenig subtiler moralischer Erpressung.

    4. Ich habe den Eindruck, dass beide Herangehensweisen einer Kommunikation mit ihr/ihm (also sowohl Ratschläge, als auch das Eingeständnis, hier überfordert zu sein), sie/ihn in ihrem/seinem 'Wahn' (nicht psychiatrisch, sondern buddhistisch gemeint) nur bestätigen. Alles, was sie/er will, sind bedingungsloses Zuhören, bedingungsloses Mitleid, bedingungslose Zustimmung. 'Das (und nur das!) ist Eure 'buddhistische Pflicht'. Wenn ihr dem nicht nachkommen könnt oder wollt, haltet die Klappe!'


    5. Ich halte alle Versuche, hier weiter zu 'diskutieren' für Mitarbeit an der Aufrechterhaltung eines 'Wahnsystems', das anscheinend mehr als zehn Jahre Zeit hatte, 'auszureifen'. Jede andere Hilfe als professionelle halte ich hier im besten Falle für nutzlos, im schlimmsten für schädlich.
Namaste!

Hallo Schanta,

ich hatte zuerst etwas anderes geschrieben als das wenige nun Folgende, aber ein Neuaufbau der Seite hat das dann in die Leere geblasen. Zuerst konnte ich bei mir Wut feststellen "Das ist doch scheiße!" Während ich überlegte, das Ganze nochmal zu schreiben, kam dann Axels Beitrag, der mir viel mehr aus der Seele (der nichtexistenten!) spricht!
Ich wurde also mal wieder enttäuscht. Ent-täuscht! Danke dafür!

Aus diesem Grund nur noch ein kleiner Hinweis:

Axel hat geschrieben:
Dieser thread macht mich ziemlich ratlos:

    1. Wenn ich Schanta richtig verstehe, hat er/sie sich vor etwa zehn Jahren in einer Krise an die SGI gewandt. Man hat dort zu Chanten vor einem Gohonzon geraten, was Shanta für keinen guten Rat hielt und deshalb um eine 'Alternative' bat. Diese 'Alternative' konnte oder wollte die SGI nicht bieten und hat mit einem völligen Rückzug reagiert. Dieser völlige Rückzug und die Weigerung von SGI, nach zehn Jahren über die damaligen Gründe zu reden, hat Schanta in eine solch tiefe Krise gestürzt, dass er/sie glaubt, damit an die (buddhistische) 'Öffentlichkeit' gehen zu müssen. Ich will jetzt nicht darüber urteilen, ob ich das für eine gute Strategie halte.

Vielleicht wäre es wichtig, Schanta, dass Du darüber nachdenkst, wie genau Du Deine Ablehnung gegen das Angebot, den Gohonzon bei Dir aufzustellen und gemeinsam mit der Gruppe für Dein Wohl und Deine Genesung zu chanten vorgebracht und um andere Hilfe gebeten hast... :?

Denn während Du ja zweifellos bestimmte Erwartungen an die Gruppe hegtest, so musst Du auch einsehen, dass Sie auch an Dich Erwartungen hegten, denn Du scheinst ja auch ein Teil der Gruppe gewesen zu sein...

< gasshô >

Benkei
Wenn ich Schanta richtig verstehe, hat er/sie sich vor etwa zehn Jahren in einer Krise an die SGI gewandt


Nein, hast du nicht "richtig verstanden" ! Und auch sonst sind deine Deutungen echt übel.
Hier muss man sofort Beiträge rausschneiden. Am besten gleich alle "Antworten". Grüße, Morpho

Es ist leider wirklich so: Man kann niemanden raten "Intimes" im Virtuellen Raum preiszugeben !
Morpho hat geschrieben:
Nein, hast du nicht "richtig verstanden" !


Damals in 2006:
Ich kam in eine Beziehungskrise und stürzte ab, mitunter hatte ich
auch in den falchen Momenten zu viel Alk getrunken. Meine tiefe Depression
erzeugte seitens der Gruppe das Angebot, mal vorbei zu kommen, um bei
mir den Gohonzon aufzustellen und zu chanten.


Ob er/sie zu diesem Zeitpunkt schon in der Gruppe war oder nicht, ist für meine Argumentation völlig unerheblich. Sollter er/sie damals schon in der Gruppe gewesen sein, würde das nur neue Fragen aufwerfen.
Liebe(r) Morpho,

hätte Schanta erwähnt, dass er keine unterschiedlichen Meinungen zu dem, was er/sie schrieb, lesen will, hätte ich nichts geschrieben. Ich gehe jedenfalls davon aus, dass er/sie ganz gewiss selbst sagen wird, was er/sie zu dem, was ich schrieb, denkt.
... aber lass einen Menschen doch 'einfach mal so'- mit seinen Gedanken und Gefühlen. Nimm 'nur wahr'....
Gleiches Recht für alle? Dann interpretiere bitte nichts in meinen Beitrag hinein.

LG mkha'
Nein, ich habe kein Problem, mich virtuell zu outen.
Ist ja schliesslich meine Wahrheit.
Und privat = live bin ich auch so wie hier.
Kurzprofil
User -- Schanta
bürgerlich --- wers wissen will, der kriegts
Alter --- 63 männlich
hetero, in Beziehung lebend
Skorpion AC Steinbock
suchtfrei, gesund
in Rente, aber noch im Tourismus an der Cotes d-Azur tätig
parle francais and english
lebt im ganz netten Büdingen/Hessen.
Nimmt/nahm keine Medikamente, macht keine Psychotherapie,
auffällig früher nur als Suicidkandidat.
So.
Allen Unkenrufen zum trotz, hat die Diskussion hier
doch gut an Fahrt aufgenommen und wird doch glaub ich dahin gehend
fruchtbar, sich hier darüber auszutauschen, welche Erwartungen
man an eine spirituelle Gruppe haben kann.
Also freut euch doch mal.. :oops:
Zu meiner Geschichte etwas deutlicher:
Ich war bereits ca. 1 Jahr in dieser Gruppe (+ in anderen), bevor
sich alles veränderte. Ich fühlte mich wohl bei - ich nenne sie mal
einfach so - Norbert und Elke. Mit Elke verband mich wohl mehr, sie
war eine bemerkenswerte Herzfrau. Öfters mal war mir das Chanten einfach
zu lang, was auch Andere so erlebten, aber ich hatte diverse Male,
an denen ich dabei in einen lichten Moment von Klarheit im
HierundJetzt erhoben wurde --
ich habe also dieser Gruppe menschlich wie auch spirituell
etwas abgewinnen können, sonst wäre ich nie geblieben
(bei anderen war ich ganz schnell wieder draussen,
z.B. Sannyasins und moderne Christen..).
Dies hier mal ganz klar an die, welche der SGI nahe stehen -
den Nichiren-Weg kann man gehen, da ist etwas Edeles
und Altehrhabenes drin.
Ich empfand es selbst, Andere haben mir dies bestätigt,
es war manchmal einfach zu oberflächlich, da wurde kaum
Raum gegeben, um mal über seine Lebenssituation oder Probleme zu sprechen
mit dem Zugang in eine Welt, in der stets eine halbe Stunde lang
altchinesisch "gechantet" wurde(wofür es keine schlüssige Übersetzung gab).
Ich habe auch an anderen Aktivitäten - mit der Gruppe - teil genommen,
nach Bingen gefahren, nach Walldorf zum Zentrum.
Achja, dazu vielleicht folgendes Erleben:
als Pflanzenfan habe ich mich auf das Kreieren von Bonsai
aus Crassula-Arten spezialisiert, wofür sich diese "Geldbäume" "Pfennigbäume"
sehr gut eignen.Meine ältesten und schönsten stiftete ich dem Zentrum
in Walldorf, anbei das Foto, wie er heute aussieht und seine Besitzerin
glücklich macht. Der Baum bekam einen guten Solo-Platz im Haus,
exponiert und schön(die Japaner haben ja ein Faible für sowas..).
Aber nach etwa einem halben Jahr - in meiner Krisenzeit - stellte ich
dort zu meinem Entsetzen fest, das der Baum schief stand und drohte,
aus dem Topf zu kippen ---
Niemanden hatte das dort interessiert, Niemand hatte mich kontaktet
noch etwas unternommen; wäre er von seinem Ständer (wie auch auf dem Foto)
rausgefallen, wäre er gebrochen und stark beschädigt, hatte Schimmelansatz......
wie symbolisch doch für das, was ich mit der SGI erlebte -
ich dachte mir damals dort, das darf doch wohl nicht wahr sein..
So.
Ich danke Einigen hier, die sich viel Mühe machten,
sicherlich mkha, void und Anderen.
Und @ void
darf ich dir botanisch ein bissl Nachhilfe geben?
Die Spreu ist kein "Unkraut", sondern für den Erhalt des
Samens lebensnotwendig. Kann man mitessen, bringt aber unserem Body
nix ausser Ballaststoff, während der Kern aus Weizen FRUCHTBAR ist
und uns ernähren kann.
Und ich erlaube mir hier zwischen Spreu und Weizen zu trennen.
Zwischen denen, die mir helfen wollen und denen, die mir
nur unverdaulichen Ballast reinschippen wollen und mir
mitunter nichts anderes als Ärger entfachen.
Und ich möchte hier sagen können, das ich an eine buddhistische
Gruppe einen Anspruch nach Beistand und Rat und Hilfe habe. Punkt.
Ich habe noch keine erlebt, die sich dies verbeten hätte.
Man kann alleine praktizieren, es gibt etliche Buddhisten,
die dies alleine mit Erfolg tun. Ich sitze manchmal am Meer
und tauche im richtigen Moment in die unendliche Präsenz
des Meeres - an manchen Tagen haben die Wellen einen seltsamen
Flow, der einen dorthin trägt - dazu brauche ich kein Gohonzon.
Aber selbst heute würde ich eine Gruppe vorziehen, weil ich eher
sozial als Einzelgänger bin. Eine Gruppe, die unter Kriterien agiert,
wie sie void dankenswerter Weise mit dem Zitieren von der
Web SGI.D hier reinstellte -
(vielleicht noch mal lesen.. :kiss: >>>)
genau so verstehe ich auch Gruppe und möchte sie leben.
Ich brauche Beistand und Austausch.
Auch Beistand, wenn ich falle.
Das ist nichts Ungewöhnliches, sondern in diesem Kontext
etwas Erwartbares, etwas Menschliches.
Ja, wie erwähnt habe ich damals das Angebot, das die
Gruppe mit dem Gohonzon zu mir kommt und ein "Daimoku" (so
heissts doch oder..)macht, abgelehnt - warum? Weil ich damals
täglich trank, abgefuckt war, mich schämte und von mir
GESCHÄTZTE und GELIEBTE Menschen nicht in diesem Dreck
empfangen wollte.
Das kann doch in Gottes Namen kein Grund sein, mich ab da
völlig fallen zu lassen--
sowas ist doch irgendwie extremistisch und menschlich grausam.
Man hätte doch was anderes - danach - anbieten können,
"hallo, komm zum Daimoku", "besuch uns mal ausserhalb
der Gruppe" "Norbert und Elke kommen mal alleine zu dir"
"brauchst du ärztliche Hilfe?", "hast du Jemanden, der sich um
dich kümmert..?", "..mach verdammt einen Entzug.." ---
sind denn solche Erwartungen, Wünsche hier wirklich für Manche
derart abwegig, das sie noch zynisch und kaltherzig
Diesen applaudieren wollen, die mir all das verweigerten?
Fragt euch doch mal, was würdet ihr tun, wenn ihr in so einer
Situation abstürzt?
Und was gibt euch eigentlich das Recht, meine solche Erwartungen
so zu "veranalysieren", so zu verballhornen, das ich hier
wie ein unwürdiges geiles neurotisches Erwartungsmonster dastehen
soll, das gefälligst besser wie ein Hündchen in der Ecke zu sitzen hat, wenn
es Hunger und Nöte hat, bis Herrchen mal vorbei kommt und nach
Lust und Laune mal ein paar Krumen hinwirft?? Und kommt er nicht
vorbei, dann Pech gehabt, dein Karma -- Herrchen sitzt vor
dem Gohonzon und hat dich längst vergessen bzw. VERDRÄNGT.
Das grosse "Reinwaschungsprogramm" für Norbert und Elke--ach die Armen,
sie wurden mit Schanta's Erwartungen belästigt - ohGott, nichts
wie weg.
Ist deren Verhalten wirklich nur zu verteidigen?
Oder was darf man zurecht in Menschen vermuten
- ist das etwas Edles etwa oder etwas Niederes -,
die sich so ausgrenzend verhalten?
Was ist eigentlich deren Lektion, wer gibt sie ihnen?
Als Skorpion liegt es mir schon immer nahe, das es möglich
ist, aus Scheisse Gold zu machen, aus Abgründen hinauf
ins Licht zu steigen und für JEDEN der Beteiligten an so einem Konflikt
die Chance besteht, ZUSAMMEN in der Brüderlichkeit unseres Weges
aufzusteigen von diesem finsteren Tal in Gefilde, wo wir
würdevoll werden können. Diesen Austausch habe ich
vor kurzem vergeblich angeboten.
Weil ich heilen möchte.
Diese unsere Geschichte ist würdelos und das liegt
nicht nur an mir.
Was sagt eigentlich die SGI dazu, die hier mitliest?
Was ich mir vorstellen und wünschen könnte:
sagen wir ich heisse Werner, wohne in Neu-Isenburg - nahe Frankfurt -
und lese dies hier. Ich bin erfahren mit dem SGI und praktiziere
schon lange. Ich kontakte diese Leute, erforsche, was damals so passierte
und rege dann an, das es zu einem Austausch mit Schanta kommt, der
NICHT UNBEDINGT PERSÖNLICH sein müsste.
Denn:
sie haben mir ihre Schattenthemen gespiegelt und ich
ihnen die ihren
und es ist würdevoll, auf dem Weg gemeinsam solche Themen
anzuschauen und damit den ersten Schritt zur Heilung zu machen -
das ist für mich ein Muss für eine Gruppe, eine Bewegung,
die den Anspruch erheben will, diesen buddhistischen Weg zu gehen.
Und wenn ihr damit, ihr lieben Leut, nichts anfangen könnt,
dann geht ihr einen anderen Weg -
MEINER IST MIT SICHERHEIT DER EDLERE.
Und so hörte ich die Tage den schwarzen Blueser
Smokey Wilson
mit:
".. immer wenns dir gut geht, hängen 'Alle
um dich rum, bis du jedoch unten und rufst nach Jemandem,
dann ist keine verdammte Seele um dich.... hard life"
Der buddhistische Weg in Gemeinschaft muss helfen,
diese Härten zu lindern--
so sah es auch Präsident Ikeda(siehe mein Zitat>>)
und so scheint es doch wohl auch die SGI zu sehen.
Nur so macht es Sinn und wird WÜRDEVOLL.
Punkt.

Dateianhänge

Ich sehe es nicht so, dass man ein "Erwartungsmonster" wäre, wenn man von einher Gruppe erwartet, dass sie einen auffängt. Es ist eine sehr normale Erwartung. So wie wir ganz normal/von unserem Partner erwarten, dass er uns liebt oder von Freunden, dass sie uns nicht hängen lassen.

Aber eben genau diese "normalen Erwartungen" führen, wenn sie nicht erfüllt werden , zu Leiden und Enttäuschung. So wie es auch ganz normal passiert, dass Leute Zimmerpflanzen verkommen lassen. Das geschieht ganz normalen Leuten. ( mir fällt jetzt sogar spontan eine Zimmerpflanze ein, die mir ihr vorzeitiges Ableben verdankt)

Das ist doch Buddhas edle erste Wahrheit, dass das ganz normale Leben leidhaft ist und nicht nur wenn man was grob falsch macht.

Gerade Alkoholismus ist ja deswegen so verbreitet, weil das Leben oft hässlich und nervig und frustrierend ist.

Natürliche wäre es schön wenn es inmitten der unreinen Welt reine Enklaven gibt, wo alle Leute nett zu einem sind und keine Zimmerpflanze vergessen wird. Aber gibt es sowas?
Das kann doch in Gottes Namen kein Grund sein, mich ab da
völlig fallen zu lassen--
sowas ist doch irgendwie extremistisch und menschlich grausam.
Man hätte doch was anderes - danach - anbieten können,
"hallo, komm zum Daimoku", "besuch uns mal ausserhalb
der Gruppe" "Norbert und Elke kommen mal alleine zu dir"
"brauchst du ärztliche Hilfe?", "hast du Jemanden, der sich um
dich kümmert..?", "..mach verdammt einen Entzug.." ---
sind denn solche Erwartungen, Wünsche hier wirklich für Manche
derart abwegig, das sie noch zynisch und kaltherzig
Diesen applaudieren wollen, die mir all das verweigerten?
Fragt euch doch mal, was würdet ihr tun, wenn ihr in so einer
Situation abstürzt?
Und was gibt euch eigentlich das Recht, meine solche Erwartungen
so zu "veranalysieren", so zu verballhornen, das ich hier
wie ein unwürdiges geiles neurotisches Erwartungsmonster dastehen
soll, das gefälligst besser wie ein Hündchen in der Ecke zu sitzen hat, wenn
es Hunger und Nöte hat, bis Herrchen mal vorbei kommt und nach
Lust und Laune mal ein paar Krumen hinwirft?? Und kommt er nicht
vorbei, dann Pech gehabt, dein Karma -- Herrchen sitzt vor
dem Gohonzon und hat dich längst vergessen bzw. VERDRÄNGT.
Das grosse "Reinwaschungsprogramm" für Norbert und Elke--ach die Armen,
sie wurden mit Schanta's Erwartungen belästigt - ohGott, nichts
wie weg.
Ist deren Verhalten wirklich nur zu verteidigen?


Doch, es ist ihr Recht.
Ich weiß selbst wie anstrengend Menschen in einer solchen Krise mit selbstzerstörerischen Verhalten, also Drogen und Alkohol, sind. Das überfordert total. Ich selbst kann auch nur jedem raten, sich da rauszuhalten. Ich habe erlebt, wie die Angehörigen und Freunde völlig kaputt gegangen sind, psychisch und physisch.
Das Einzige, was ich in so einer Situation den Angehörigen raten kann, ist es, den Betroffenen dazu zu drängen sich professionelle Hilfe zu suchen. Und auch für sich selbst Unterstützung zu suchen, um eine gesunde Distanz zu erhalten und nicht ebenfalls kaputt zu gehen.

Eine Sangha ist keine therapeutische Gruppe. Die Leute dort sind keine Therapeuten, und deshalb auch völlig überfordert mit Menschen, die mit schweren psychischen Problemen und selbstzerstörerischen Verhalten zu kämpfen haben.
Klar, die Sangha hätte Dir in der Tat ein wenig Begleitung bieten können, z.B. Dir einen Entzug nahelegen, Dich aufzufordern eine Therapie zu machen. Da sie das nicht gemacht haben – laut Deiner Aussagen – waren sie wohl auch damit überfordert. Ich würde jedoch gerne deren Version dazu hören. Meiner Erfahrung nach, weisen Angehörige und Freunde sehr oft und eindringlich auf diese Dinge hin, was aber die Betroffenen überhören. Und sei es, weil sie zu berauscht waren. Das habe ich selber oft genug erlebt.

Was ich aus Deinen Post herauslese, ist, dass Du immer noch keine volle Verantwortung für Dein Verhalten übernehmen willst und immer noch Schuld, oder zumindest Teilschuld im Außen suchst. Das wird Dir aber nicht weiterhelfen.

Hast Du mal darüber nachgedacht, ob Du nicht durch Deine Krankheit andere Menschen verletzt hast? Vielleicht hast Du Dich verletzend gegenüber der Gruppe verhalten? Wenn man in seinem Sumpf steckt, voller Verzweiflung und Schmerz ist, dann übersieht man gerne, wie sehr man andere Menschen durch sein Verhalten verletzt. Da gibt es grobe Abwehr, grobes Verhalten im Rauschzustand, man drängt sich gerne mal auf und verletzt die Privatsphäre, man stellt anderen nach und macht ihnen so Angst … Es gibt da Einiges, was man aus diesem Zustand heraus tut, auch wenn man das eigentlich gar nicht will.
Hast Du deshalb schon mal um Verzeihung gebeten?

Dass auch Du um Verzeihung bitten könntest, ist gar nicht so abwegig wie Du jetzt womöglich denkst. mkha hat es schön erklärt: Wir tun das, was wir zu tun imstande sind. Das gilt für uns alle. Du konntest damals offensichtlich nicht anders, und die Mitglieder der Gruppe konnten es offensichtlich auch nicht.

Ich schreibe Dir das alles, weil ich für mich erkannt habe, dass ich meine Verletzungen von früher nur dadurch loslassen konnte, weil ich verziehen habe und meine eigene Beteiligung, da wo ich nicht nur Opfer war, erkennen konnte. Es ist ein schwieriger Prozess, die eigene Verwicklung zu erkennen und sie anzunehmen. Aber sie macht frei.

Ich wünsche Dir und Deinen ehemaligen Freunden auf dem Weg von Herzen, dass es Euch gelingen mag wieder frei zu werden.
Schanta hat geschrieben:
Ja, wie erwähnt habe ich damals das Angebot, das die
Gruppe mit dem Gohonzon zu mir kommt und ein "Daimoku" (so
heissts doch oder..)macht, abgelehnt - warum? Weil ich damals
täglich trank, abgefuckt war, mich schämte und von mir
GESCHÄTZTE und GELIEBTE Menschen nicht in diesem Dreck
empfangen wollte.
Das kann doch in Gottes Namen kein Grund sein, mich ab da
völlig fallen zu lassen--
sowas ist doch irgendwie extremistisch und menschlich grausam.
Man hätte doch was anderes - danach - anbieten können,
"hallo, komm zum Daimoku", "besuch uns mal ausserhalb
der Gruppe" "Norbert und Elke kommen mal alleine zu dir"
"brauchst du ärztliche Hilfe?", "hast du Jemanden, der sich um
dich kümmert..?", "..mach verdammt einen Entzug.." ---


Vielleicht dachten sie du willst nichts mehr mit ihnen zu tun haben? Wo du doch ihr Angebot abgelehnt hast und wahrscheinlich nicht mehr zum Daimoko gekommen bist und niemanden mehr kontaktiert hast. Sie dachten vielleicht wenn er doch wieder was braucht wird er sich ja melden oder vorbeikommen.

Schanta hat geschrieben:
Fragt euch doch mal, was würdet ihr tun, wenn ihr in so einer
Situation abstürzt?


Wenn ich nicht alleine damit fertig werde und niemanden habe der sich um mich kümmert, geschätzte Menschen bitten mir ohne Gohonzon beizustehen. Etwa fragen ob ich sie treffen kann oder ob sie vorbeikommen können.
Hallo Schanta,

Du schreibst:
… Man kann alleine praktizieren, es gibt etliche Buddhisten, die dies alleine mit Erfolg tun. … Aber selbst heute würde ich eine Gruppe vorziehen, weil …
Die Menschen und ihre Bedürfnisse sind unterschiedlich, und ich bin mir sicher, dass letztendlich jeder, der in sich geht, und sich dem, was er wahrnimmt, stellt, einen für ihn gangbaren Weg finden wird.

Ich wünsche Dir, dass sich Dein Wunsch, ein Mitglied Deiner ehemaligen Gruppe möge sich zu einem Austausch mit Dir bereitfinden, erfüllt. ... Rechne aber bitte auch mit der Möglichkeit, dass sich nichts tut, dass niemand den Kontakt sucht, (aus welchen Gründen auch immer) – und wenn genau dies geschieht, versuche, das nicht persönlich zu nehmen, sondern gelassen zu bleiben.

Ich weiß nicht, ob Du an einer Meditation, (außer der Praxis vor dem Gohonzon), interessiert bist, … Auf die Idee, dass dies vielleicht etwas Hilfreiches sein könnte, kam ich, als ich dies las:
Ich sitze manchmal am Meer und tauche im richtigen Moment in die unendliche Präsenz des Meeres - an manchen Tagen haben die Wellen einen seltsamen Flow, der einen dorthin trägt - dazu brauche ich kein Gohonzon.
Das klingt sehr entspannt, … so, als ob Dir die Meditation liegt.

Ich stelle daher den Link einfach mal ein – (wenn´s Dir nichts bringt – einfach ausblenden.)
https://www.tibet.de/zeitschrift/themen ... a268b7af5d

LG und alles Gute, mkha‘
@mukti
"Vielleicht dachten sie du willst nichts mehr mit ihnen zu tun haben? Wo du doch ihr Angebot abgelehnt hast und wahrscheinlich nicht mehr zum Daimoko gekommen bist und niemanden mehr kontaktiert hast. Sie dachten vielleicht wenn er doch wieder was braucht wird er sich ja melden oder vorbeikommen. "

Du, mukti, ich habe danach noch alles mögliche an Telefon.- und
Emailkontakten versucht, Vermittler gesucht, die sich dann
auch anboten--
aber wie gesagt
und so wahr mir der Buddha hilft
bis heute ABSOLUT NULL an Reaktionen.
So, und jetzt kommst du.
Dank dir mkha,
du beeindruckst mich mit deiner spürbaren realisierten Reife.
Ich kenne wohl schon lange die Macht der Liebe.
Achja, könnte ich es doch nur
Mit den Tieren und Bäumen kann ich es leicht.
Aber noch sind die Menschen eine zuuuu grosse
Herausforderung,
die ich meistens nicht packe.
Deswegen bin ich oft alleine im Wald,
wo ich rein werden kann.
" too many people causing too many problems here.."
wie schon früher so treffend Phil Collins sang.
Ich kann die Trumps nicht lieben, noch weniger
die Erdogans--
zu viel von diesem Wahnsinn hier verursacht mir
meistens nur noch Brechreiz....

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