Gohonzon

Moderator: void

Namaste!

Bretagne_6610 schreibt im Unterforum "Welche Erfahrungen habt ihr mit der SGI-Deuschland gemacht":
Kann man den Gonzhon empfangen ohne Mitglieder zu werden?

Also das mit dem Gohonzon erschließt sich mir nach einigen Überlegungen nicht so ganz...

Versteht mich nicht falsch, ich meine schon den historischen und religiösen Hintergrund, auch in Bezug auf die "Zeremonie in der Luft", verstanden zu haben.

Aber hier gab es schon öfter diesbezügliche Anmerkungen, und ich habe auch mal ein Statement gehört, dass das Chanten vor einem "echten" Gohonzon einen Unterschied machen würde.

Meine Einschätzung:
Nichiren hat zu seinen Lebzeiten einige Gohonzons als Mandalas, also kalligraphische Abbilder der "Zeremonie in der Luft" eingeschrieben.
Einige davon zieren in verschiedenen Tempeln in der Haupthalle [Hondô] den Hauptaltar als Objekt der Verehrung [Honzon].
Die Nichiren Shôshû und die SGI verehren einen bestimmten dieser Gohonzons, nämlich denjenigen des Taiseki-ji, als "Dai-Gohonzon".

Bis zur "Abspaltung" der SGI war es wohl üblich, dass die Anhänger einen Gohozon für den Hausaltar [Butsu-dan] bekamen, welchen der Hohepriester der Shôshû eingeschrieben (abgepinselt) hatte, bzw. einen "offiziellen" Abdruck einer solchen Abpinselung.

Heute bekommt man immer noch den Ausdruck einer solche Abpinselung überreicht, wenn man SGI-Mitglied wird.

[Bitte korrigiert mich, wenn ich da irgendwo falsch liege oder etwas missverstehe!]


Meine Überlegung nun:
Macht es wirklich einen Unterschied, ob man sich einen schönen Gohonzon aus dem Internet aussucht und diesen dann auf geeigneten Papier ausdruckt,
oder ob man das von gleich-wie-gearteter "offizieller" Seite aus machen lässt?

Es sind ja beides nur Abdrucke und keinesfalls Originale!


Dass es früher individuell Unterschiede machen konnte, ob man einen Abdruck oder eine "Original-Abpinselung" durch den aktuellen Hohepriester der Shôshû hatte, das kann ich nachvollziehen. [Zumindest vom Status-Gedanken her... dann quasi der "Mercedes unter den Gohonzon" :wink: ]

Aber in der SGI kann das ja jetzt wohl nicht mehr so laufen.
Oder pinselt Ikeda jetzt selbst :?: :mrgreen:

Ich hab mir irgendwann mal einen Gohonzon auf Fotopapier in Postergröße entwickeln lassen und dann später auch einen auf Leinwand gezogen. Hochwertiger werden diejenigen von der SGI wohl auch nicht sein, wobei ich einräumen muss, davon noch keinen "live" gesehen zu haben.

Für mich, der sich nicht als "Anhänger des Nichiren-Buddhismus" bezeichnet, aber schon als Verehrer des Lotos-Sutras und als Fan- und Kritiker von Nichiren Shonin, ist der Gohonzon ein wunderbares Objekt der Verehrung, vor allem insoweit, als er die Namen vieler Buddhas, Bodhisattvas, Arhats und Gottheiten beinhaltet und darüber hinaus noch eine sehr ansehnliche Kalligraphie ist (trifft jedenfalls auf die meisten Gohonzons zu).

Aber dann doch nochmal die Frage, vielleicht speziell an die Nichren-Buddhisten hier:
Macht es wirklich einen Unterschied, ob man einen offiziellen Gohozon im Butsu-dan stehen/hängen hat oder einen ebenso- bzw. ggf. hochwertigeren "Inoffiziellen"?
Und wenn ja - welchen :?:

< gasshô >

Benkei

Namu-Myôhô-Renge-Kyô
Guten Morgen, also das berührt in Gänze betrachtet einen der wichtigsten (Streit)Punkte überhaupt.

Erstmal ist mein letzter Stand der Dinge, dass man heute sehr viel freigiebiger von der SGI-D einen Gohonzon erhält als früher. Da wurde früher auch erwartet, dass man erst einmal 6 Monate praktieziert und zu Versammlungen kommt. Diese "Politik" wurde zu Gunsten einer weiteren Verbreitung dahin gehend geändert, dass jeder der den Wunsch äußert auch einen Gohonzon empfangen kann um es für sich zu probieren. Ob man das immer noch so macht weiß ich nicht. Somit muß man schon in irgend einer Form " Mitglied" sein um ihn zu erhalten.

Mitglied nach deutschem Vereinsrecht ist man so oder so nicht. Es gibt kein Stimmrecht oder ähnliches, eine Mitgliederversammlung gibt es daher auch nicht und offizielle Angaben, wer alles einen Gohonzon bekommen hat oder besitzt ebenso wenig. Man kann spenden und bekommt auch eine Spendenbescheinigung wie üblich.

Der Gohonzon der SGI ist eine Kopie eines Nichikan Gohonzon, einer späterer Hohepriester, wenn ich richtig liege von ca. 1720. Dieser wurde von einem Priester, wohl aus Mitgefühl zur Verfügung gestellt, damit die Mitglieder der SGI weiterhin einen Gohonzon erhalten konnten, nachdem das mehrere Jahre direkt nach der Trennung gar nicht möglich war. Die PRiesterschaft hatte die Mitglieder der SG und SGI "exkommuniziert" und verweigerte die Ausgabe des Gohonzon.

Er ist auf Papier gedruckt und bei "Mitgliedern" die viele Versammlungen bei sich anbieten oder heiraten oder 10 Jahre praktizieren können einen in Seidenbrokat gefassten größeren Gohonzon erhalten. Dieser Nichikan Gohonzon hängt auch in groß in den Kulturzentren. Ausnahme ist der damals noch vor der Trennung vom Vorgänger Nikkens eingeschriebene Gohonzon für Deutschland in der Villa Sachsen in Bingen. Das ist ein Original.

SGI und Nichiren Shoshu sehen den Dai-Gohonzon weiterhin als eine Art "Super Gohonzon" an. Und es ist die Doktrin der Nichiren Shoshu, dass nur ein Gohonzon der aus dem Tempel in Taiseki ji stammt eine "Wirkung" hat weil er quai vom Dai Gohonzon "abstammt" UND vom Hohen Priester eine Augenöffnungszeremonie erhalten hat.

Das alles ist äußert kontrovers. Erstens weil auch die SGI in Erklärungsnot kam und Ideka schließlich verlautbaren lies, dass nur durch das Chanten allein jeder ein Teil der Zeremonie in Luft würde und es so etwas wie eine Segnung des Gohonzon, damit er funktioniert, nicht braucht. Da bin ich mal seiner Meinung und es gibt auch keine Belege bei Nichiren, die zeigen, dass er so eine Zeremonie zwingend erfordelich gewesen wäre. Das Öffnen der Augen geschieht durch das Chanten von Namu Myoho Renge Kyo vor dem Gohonzon.
Wenn man denn etwas Getöse mag, bitte... :D

Zweitens ist der Dai Gohonzon in den anderen Schulen nicht als ein echter Nichiren Gohonzon akzeptiert. Es handelt sich hier um eine für die Nichiren Shoshu spezifische Sicht der Dinge. Die Zweifel sind in mehrern Dingen begründet. Nichiren hat sich selber nie direkt zu einem Dai Gohonzon geäußert und man würde erwarten, dass er diesen vor allem seinem Schüler Nikko ggü., welcher Taiseki ji gründete erwähnt hätte. Auch Nikko selbst hat keine Angaben zu einem so wichtigen Objekt der Verehrung gemacht. Wenn es sich quasi als Erbe Nichirens bei ihm befunden hätte als er den Minobuberg verließ, würde man doch erwarten, dass er etwas dazu geschrieben hätte.
Und schließlich ist die Behauptung im Besitz dieses Dai Gohonzons zu sein erst (ironischerweise) in der Zeit des Hohen Priesters Nichikan (s.o.) überhaupt erstmals geäußert worden.

Die Nichiren Shoshu behauptet im Besitz gewisser "Transfer" Dokumente zu sein, die das Erbe allein an Nikko übertragen würden und somit zusammen mit dem Dai Gohonzon die Existenz und die Vormachtstellung der Nichiren Shoshu rechtfertigen. Diese wurden aber nie zur Einsicht frei gegeben. Ein Schelm, wer böses dabei denkt! :badgrin:

Die Nichiren Shu z.B. erkennt den Dai Gohonzon nicht als echt an. Interessant ist auch, dass das Auftauchen des DG und der Transferdokumente zeitlich zusammen fällt mit einem erheblichen Schwund an Bedeutung des Taiseki ji im Mittelalter! :idea:

Dazu kann man bei Ryuei.net von Rev. Mccormick oder bei "Fraught with peril" einiges lesen, was auch der offiziellen Ansicht der Nichiren Shu entspricht.
Warum daher auch ausgerechnet der Nichikan Gohonzon - eigentlich ist dieser Priester aus meiner Sicht (ungewollt) Ursache dieses ganzen Tempelstreits gewesen. Und die SGI hängt sich diesen Gohonzon hin...


Alles in allem ist daher auch verständlich warum SGI und Nichiren Shoshu immer so ein Gewese um den Gohonzon machen. "Mit dem Leben beschützen" usw.

Klar, für mich ist es auch ein verehrungswürdiges Objekt und es würde mit dem tiefen Wunsch die Menschen zu befreien eingeschrieben. Ob es aber nun eine Kopie aus dem Netz ist oder eine Abschrift aus einer Schule, die in direkter Folge bis zu Nichiren zurückgeht, ist Geschmacksache. Schließlich sind beide eine Kopie.

Ich finde halt, dass mit einem Gohonzon aus einem Tempel wie z.B. dem Shutei Gohonzon der Nichiren Shu (der Gohonzon, der Nichirens Sterbebett aufgestellt war) eine Tradition bewahrt bleib, die Nichiren begonnen hat. Ernsthaft am Lotus Sutra Interessierten hat er damit ein Werkzeug in die Hand gegeben und es ihnen persönlich gewidmet.
Entscheidend ist doch die innere Einstellung die sich darin widerspiegeln soll. Teil zu werden mit der Zeremonie in Luft aus dem Lotus Sutra, die darauf kalligraphisch enthalten ist.

Daher kann man wieder das Zitat Nichirens bemühen:"Suchen Sie diesen Gohonzon niemals außerhalb von sich selbst".

Wir haben die Buddhaschaft schon in uns. Das ist das einzig Wichtige und die große Botschaft des Lotus. Alles andere ist zweitrangig.

In diesem Sinne...
mit Gassho

Namu Myoho Renge Kyo
Namaste!

Hallo Argonath,

herzlichen Dank für diese äußerst erhellenden Worte.

Einige Aspekte davon, besonders in Bezug auf die Herkunft der einzelnen Gohonzons, waren mir in diesen Einzelheiten noch gar nicht bekannt!

Klar, für mich ist es auch ein verehrungswürdiges Objekt und es würde mit dem tiefen Wunsch die Menschen zu befreien eingeschrieben. Ob es aber nun eine Kopie aus dem Netz ist oder eine Abschrift aus einer Schule, die in direkter Folge bis zu Nichiren zurückgeht, ist Geschmacksache. Schließlich sind beide eine Kopie.

Ich finde halt, dass mit einem Gohonzon aus einem Tempel wie z.B. dem Shutei Gohonzon der Nichiren Shu (der Gohonzon, der Nichirens Sterbebett aufgestellt war) eine Tradition bewahrt bleib, die Nichiren begonnen hat. Ernsthaft am Lotus Sutra Interessierten hat er damit ein Werkzeug in die Hand gegeben und es ihnen persönlich gewidmet.
Entscheidend ist doch die innere Einstellung die sich darin widerspiegeln soll. Teil zu werden mit der Zeremonie in Luft aus dem Lotus Sutra, die darauf kalligraphisch enthalten ist.

Daher kann man wieder das Zitat Nichirens bemühen:"Suchen Sie diesen Gohonzon niemals außerhalb von sich selbst".

Wir haben die Buddhaschaft schon in uns. Das ist das einzig Wichtige und die große Botschaft des Lotus. Alles andere ist zweitrangig.

Diese Auffassung teile ich, besonders die letzten beiden Zeilen :wink:


Vielleicht gibt es aber auch andere Einstellungen zum Gohonzon?
Ich würde mich freuen, wenn auch "Andersdenkende" uns an ihren diesbezüglichen Erfahrungen und Auffassungen teilhaben lassen könnten.

< gasshô >

Benkei

Namu-Myôhô-Renge-Kyô
Hallo ihr fleißigen Buddha,
ich als SGI Mitglied und sehr interessierter in Fragen von Organisation,Hindergrundwissen,Gohonzon,Ablauf des Gongyos (chanten von nam myoho renge kyo),Gegenstände am und im Butsudan,Zusammenhänge..eben alles was dem Buddhismus Nichiren und der SGI oder der Nichiren Shoshu zusammenhängt, lese viel und verschiedene sachen, also nicht nur sgi material. Mir ist jedes Material recht, Herausgeber egal, um auf den Grund zu kommen oder eben Zusammenhänge zu verstehen.
Bezüglich des Gohonzons der SGI ist es nach wie vor so das diese in Japan wohl gedruckt werden. Nun ist dies kein Drucker wie wir ihn kennen....wie genau habe ich noch nicht herausgefunden. Ich frage mich noch durch. Für mich ist der Unterschied zwischen der Kopie aus dem Internet und dem Verliehenen Gohonzon von eben einer Organisation schon der Unterschied.
Den Gohonzon aus dem Internet muss ich irgendwie bezahlen (Fotopapier,drucker,vielleicht versandkosten...)
Den Gohonzon der Verliehen wird kostet nichts,was gleichzeitig total unwichtig und in den hindergrund rückt, denn es geht/ging bei mir um den Moment der Verleihung. Denn es ist erstmal eine Versammlung mit anderen Mitgliedern dann die Verleihung,dann daheim die Einschreinung mit anderen...all dies macht etwas mit mir/dir wenn du einen bekommst. Schwer in worte zu fassen.
Den Gohonzon im Internet kauf ich mir wie ein stück wurst im supermarkt und soll die dann als Verehrungsobjekt ansehen..geht schwer. Man hat dinge die man liebt und sehr liebt..aber höher geht es bei gekauften sachen kaum. Etwas verliehen zubekommen ist ein anderer Status. Auch wenn dies auch eine Kopie ist den die SGI derzeit herausgibt,so geht diese Kopie vom Ursprung also dem Dai Gohonzon ab. Nur finde ich wenn ein SGI,oder SG,oder nichiren shoushu Mitglied/Priester einen Gohonzon Kopiert (wie auch immer) steckt mehr dahinter als wenn ich den selber downloade.

Zur Frage des Dai Gohonzons: so habe ich in einer kurzen Biografie von Nikko Shonin folgendes gelesen:
Nikko Shonin war Hohepriester im Kuon-ji Tempel in Minobu. Durch Streitigkeiten mit den anderen 5 Nachfolgern Nichirens und einem der auch im Kuan-ji lebte kam es eben zum Bruch und Nikko Shonin ging mit der Asche Nichirens und dem Dai Gohonzon. Er errichtete auf Einladung von Nanjo Tokimitsus (ein schüler nichirrens) einen kleinen Tempel namens Dai-bo.im nachbarbezirk war der Taisaki-ji Tempel erbaut wurden. Nikko wiederum wählte 6 Schüler aus die den Dai Gohonzon und den Taiseki-ji tempel beschützen sollten.

Dai bedeutet: groß,Höchste
Gohonzon: Objekt der Hingabe,Objekt der Verehrung

nun meine einschätzung,denn genaue daten/fakten habe ich nicht:
mit Nikko Shonin kam der Dai Gohonzon zum Taiseki-ji. Ich denke es ist der Gohonzon von Nichiren den er selber in der Gosho: "Die wahre bedeutung des Gohonzons". Denn darin beschreibt er genau welcher Buddha und welche Gottheit (Boddhisatvas und all jene die im Gohonzon eingeschrieben sind ) im Gohonzon sitzen. Diesen Brief schrieb er 2 jahre bevor er den Dai Gohonzon einschrieb.
ende:))))
Hallo Michael,

Mir ist jedes Material recht, Herausgeber egal, um auf den Grund zu kommen

so habe ich in einer kurzen Biografie von Nikko Shonin folgendes gelesen:
Nikko Shonin war Hohepriester im Kuon-ji Tempel in Minobu. Durch Streitigkeiten mit den anderen 5 Nachfolgern Nichirens und einem der auch im Kuan-ji lebte kam es eben zum Bruch und Nikko Shonin ging mit der Asche Nichirens und dem Dai Gohonzon. Er errichtete auf Einladung von Nanjo Tokimitsus (ein schüler nichirrens) einen kleinen Tempel namens Dai-bo.im nachbarbezirk war der Taisaki-ji Tempel erbaut wurden. Nikko wiederum wählte 6 Schüler aus die den Dai Gohonzon und den Taiseki-ji tempel beschützen sollten.


da hätte ich gleich mal ne Frage zu:
Wer hat diese Biographie geschrieben?

Auch wenn dir der Herausgeber egal sein mag, für die Glaubwürdigkeit ist dies total entscheidend.

nun meine einschätzung,denn genaue daten/fakten habe ich nicht:
mit Nikko Shonin kam der Dai Gohonzon zum Taiseki-ji. Ich denke es ist der Gohonzon von Nichiren den er selber in der Gosho: "Die wahre bedeutung des Gohonzons". Denn darin beschreibt er genau welcher Buddha und welche Gottheit (Boddhisatvas und all jene die im Gohonzon eingeschrieben sind ) im Gohonzon sitzen. Diesen Brief schrieb er 2 jahre bevor er den Dai Gohonzon einschrieb.


Genau in diesem Punkt gehen die Meinungen sehr auseinander. Du kannst ja glauben was immer du möchtest...
Jedoch sind schriftliche Belege auch von Nikkos Seite eher Mangelwahre. Es gibt kein von Historikern als echt angesehenes Schriftstücks Nikkos zum Thema Dai-Gohonzon. Es ist klassische SGI /Nichiren Shoshu Lesart diese Gosho so zu interpretieren. Ich hab mir das 12 Jahre angehört bzw weniger - da ja jetzt nur noch Ikeda gelesen wird!!! Harte Fakten kennt keiner und Kritik ist unerwünscht (" Du mußt an deinem Ichinen arbeiten!"). Auch die Shoshu rückt die angeblich vorhandenen Dokumente nicht raus und macht sie nicht der Forschung zugänglich.

Nüchtern betrachtet gibt es sogar kein von langjährigen Nichiren Forschern als authentisch angesehenes Dokument Nichirens selbst, aus dem überhaupt vom Dai-Gohonzon konkret die Rede ist. Auch das von der SGI so oft bemühte Gosho Zitat " Ich habe mein Leben mit Zumi Tinte eingeschrieben..." kann schwerlich eine große geschnitzte Campherholzplatte erklären, die auch erst später zu Nichikans Zeiten (18. Jht.!) als sog. Dai-Gohonzon offenbart wurde. Diesen Fake hat die SGi 1:1 von der Nichiren Shoshu übernommen. Nichiren hat seine Gohonzon fast ausschließlich auf Papier hinterlassen.

Man würde doch denken, dass Nichiren, der sich so sicher war, dass die richtige Zeit für einen Gohonzon des Lotus Sutras gekommen war, nicht gewollte hätte, diesen dann Jahrhunderte weg zu sperren, oder? Er hätte sonst die "Risshu ankoku ron" sicher nicht geschrieben!!!

Auch verschweigt die SGI immer gerne, dass sich im Nachlaß Nichirens auch die Buddha Statue befand, die ihm Jahre zuvor geschenkt wurde, und die er immer bei sich hatte, wie aus seinen eigenen Briefen hervor geht.
Man sollte halt nicht nur die SGI Gosho lesen - womit ich zum Thema "Herausgeber egal" zurück komme.

Ich finde es super das du über den Tellerrand gucken willst - ich empfehle dir wärmstens noch etwas weiter raus zu schwimmen!!!

Nun ist dies kein Drucker wie wir ihn kennen....


Ach nicht? Das klingt aber mysteriös. Was soll es denn sonst sein?
Ich glaube genau so einer steht in jeder Repro-Firma für Hochqualitätsdrucke. Genau so einer ist das!
Nicht vergessen: Es ist ein Stück Papier!
Der eigentliche Gohonzon liegt in uns selbst - so schreibt es Nichiren Shonin. Diese "Überverehrung" des Gohonzon ist ebenfalls etwas sehr SGI typisches und ebenfalls aus der Shoshu übernommen.

Chanten um mit klarem Blick das wahre Wesen der Dinge zu sehen! Manchmal muß man dann aber einfach mal Bücher wälzen und nicht 10.000 Daimoku chanten.
Qualität statt Quantität!!!

Mit Gassho
Namu myoho renge kyo
vielen dank,
die frage ist nur wie an material herrankommen was nicht von der sgi kommt?siehe gosho´s..ich kenn nur die 4 bände der sgi/nichiren shoshu..also die auf deutsch.weiter reicht leider meine fremdsprachen nicht aus um mehr zu lesen/zu erforschen....wenn du mehr weißt schreibs mir bitte...dankeeeeeeeeeeeeee
Namaste!

Hallo Michael,
michael31 hat geschrieben:
vielen dank,
die frage ist nur wie an material herrankommen was nicht von der sgi kommt?siehe gosho´s..ich kenn nur die 4 bände der sgi/nichiren shoshu..also die auf deutsch.weiter reicht leider meine fremdsprachen nicht aus um mehr zu lesen/zu erforschen....wenn du mehr weißt schreibs mir bitte...dankeeeeeeeeeeeeee

Eigentlich sollte ich jetzt hier ausführen, dass man erstmal das Lotos-Sutra lesen sollte - aber ich gebe zu, dass das recht abschreckend sein kann, ebenso wie viele andere umfangreichere Mahayana-Primärtexte.

Einen Anfang könnte man aber mit den Versteilen der Kapitel 2 ("Hôben" - Geschickte Mittel) und 16 ("Nyoraijuryohon" - Des Tathagata Lebensdauer) machen, die hier eigentlich irgendwo im Forum stehen müssten.

Dann empfehle ich immer noch "Nichiren - Der ausübende des Lotos-Sutra" von Matsudo Yukio, der in diesem Werk auch einige der Unterschiede und Fehlinterpretationen bezüglich SGI/Nichiren Shôshû im Vergleich zur Nichiren Shû ausführt.

Ansonsten hast Du leider recht - es gibt zum Nichiren-Buddhismus kaum Literatur auf Deutsch, die nicht von der SGI bzw. bei ältern Werken von der Nichiren Shôshû stammt.

Ich persönlich empfehle allerdings auch, sich sowohl mit den allgemeinen buddhistischen Basics und entsprechender Literatur zu beschäftigen als auch mit "Nichiren-Spezifischen-Texten". Das gilt selbst bzw. vor allem dann, wenn man Nichiren's Weg des Daimoku als den für sich gangbaren annimmt.

< gasshô >

Benkei

Namu-Myôhô-Renge-Kyô
ich hoffe es wird kein dialog zwischen uns auf dieser seite:) finde s aber sehr anregend.....
das lotus sutra habe ich gelesen..nicht studiert!..nur gelesen - muss ich nochmal und immer wieder tun!!!
und den rest such ich mir schon dank internet zusammen.
dein tipp mit dem buch , nichiren-ein ausübender....kannte ich nur von yoshi matsuno. das was du hier gepostet hattest muss ich ersteinmal google´n..
also vielen dank
Namaste!

Hallo Michael,
michael31 hat geschrieben:
ich hoffe es wird kein dialog zwischen uns auf dieser seite:) finde s aber sehr anregend.....
das lotus sutra habe ich gelesen..nicht studiert!..nur gelesen - muss ich nochmal und immer wieder tun!!!
und den rest such ich mir schon dank internet zusammen.
dein tipp mit dem buch , nichiren-ein ausübender....kannte ich nur von yoshi matsuno. das was du hier gepostet hattest muss ich ersteinmal google´n..


Erwarte nicht, dass hier allzu viele Leute schreiben - soviel ist in diesem Foren-Bereich nicht los, und wenn dann meistens nur temporär :mrgreen: :wink:

Ich meinte dieses Buch, sowohl als Kindle-Edition als auch als Taschenbuch und ggf. noch als Hartcover erhältlich, natürlich auch "jenseits der Amazonen" - hab den Link nur der Einfachheit halber gepostet.

Bezogen auf das Lotos-Sutra empfehle ich die Vertiefung in die Versteile, hauptsächlich in die der Kapitel 2 und 16. Sekundär in diejenigen der Kapitel 10, 13, 15, 18, 19, 22.
Sofern die Verehrung des Bodhisattva Avalokiteshvara [jap. Kannon, Kanzeon oder Kanjizai] "Dein Ding" ist, empfehle ich auch das Kapitel 25, wobei für die Verehrung selbst wohl das wesentlich kürzere Enmei Jikkû Kannon Gyô passender ist.

< gasshô >

Benkei

Namu-Myôhô-Renge-Kyô

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