Welche Erfahrungen habt ihr mit der SGI-Deutschland gemacht?

Moderator: void

Ich würde gerne mit euch darüber diskutieren wie ihr die SGI http://www.sgi-d.org wahrnimmt und was eure Erfahrungen sind. Ich kenne diese Organisation seit über 10 Jahren.
Mir gefällt, dass die Menschen so offen sind, dass sie fremde in ihre Wohnungen lassen, um gemeinsam zu praktizieren und zu diskutieren. Auch sind viele Mitglieder großzügig z. B. mit Kaffee, Kuchen oder Sushi. Diese Freigiebigkeit ohne eine Erwartungshaltung an den anderen spricht mich sehr an.
Was mich weniger anspricht ist, dass es eine Tendenz gibt unangenehme Dinge wie Probleme in einer Gruppe nicht gemeinsam zu diskutieren. Da ist nicht immer was vom vielbeschworenen Dialog wie sie die SGI propagiert die Rede. Leider haben die Bereichsleiter von bestimmten SGI-Sektionen keine Ausbildung wie man Konflikte in Gruppen lösen kann.
Auch wird nicht immer reagiert, wenn jemand abwertende Kommentare gegenüber jemanden in der Gruppe macht. Es gibt eine Diktatur der Harmonie, aber in jedem von uns stecken ja die Zen Welten http://du-bist-buddha.de/?page_id=695 drinne. Harmonie entsteht auch öfters, wenn ein reinigendes Gewitter entsteht und nicht indem wir so tun, als ob wir uns immer lieb haben.
Mir gefällt das Chanten sehr gut, es gibt auch einzelne Buddhisten die mich durch ihr Mitgefühl und ihre Offenheit ansprechen. Menschen die die Lehre Nichiren Daishonins leben wollen.
Auch der positive Ansatz, dass jeder Mensch die Buddhaschaft in sich trägt, um sein Leben jetzt positiv zu verändern spricht mich an. Manchmal fremdelt mich Präsident Ikeda, wenn er im Fernsehen erzählt wieviele Doktortitel er angehäuft hat. Aber er geht auch immer auf seine Vorgänger Toda und Mackiguchi ein, die er als seine Meister und Vorbilder sieht. Er tut nicht so, als ob er das Rad neu erfunden hat. Auch seine humanistischen Essays gehen in mein Herz z. B. seine Angst vor Krieg und Atombomben. Daisaku Ikeda wirkt auf mich widersprüchlich. Nach meinem Wissen lebt er aber sehr bescheiden.
Die SGI ist auch keine Organisation die ihre Mitglieder zu Spenden drängt. Ich nehme sie auch nicht als Sekte wahr, sondern als eine Organisation die starke Prinzipien lebt und dadurch oft intolerant wirkt. Aber ich denke es ist doch besser Überzeugungen zu haben, als den heute weit verbreiteten Relativismus an dem ich mich nicht orientieren kann.

Nichiren Daishonin auf den sich dieser Buddhismus begründet, sagte mal, dass man ihn mit besseren Argumenten auch zu einem neuen Standpunkt überzeugen könnte. Aber das was im 13. Jahrhundert in Japan geschah, überzeugte ihn nicht. Die Priester lehrten einen Buddhismus der das einfache Volk versklavte. Sie behaupteten, dass arme Menschen und Frauen die Buddhaschaft in diesem Leben nicht erreichen können. Aber er erkannte im Studium der Sutren, dass das Gegenteil wahr ist und bezog sich auf die letzten Jahre Buddhas, wo das Lotus Sutra gelehrt wurde.
Das lehrte den Menschen, dass sie volle Potential haben in diesem Leben glücklich zu werden. Das machte den Mächtigen Angst, denn wenn Menschen unabhängig werden, können Diktaturen stürzen. Daher kann ich die Radikalität der Gedanken von Nichiren Daishonin verstehen. Seine Schriften sind in einem bestimmten Kontext der Zeit entstanden. Er war ein Überzeugungstäter und wollte die Menschen befreien! So wie Martin Luther die Menschen vom Ablasshandel frei machte.
Er war überzeugt von der Gleichheit der Menschen in ihrer Würde! Das sind Gedanken die in derAufklärung und Französischen Revolution aufkamen.
Ich denke, dass die SGI und das Erbe Nichiren Daishonins toller sind als der allgemeine Ruf.
Die Ideen sind besser als die Menschen die sie tendentiell leben. Auch ich sehe da noch viel Nachholbedarf. Aber ich denke, dass es gut ist sich an guten humanistischen Ideen zu orientieren, als dem Relativismus unserer Tage zum Opfer zu fallen. Wie schrieb mal jemand: "Alles ist Ansichtssache." Das überzeugt mich nicht!
Namaste!

Hallo Buddhist-NRW,
Buddhist-NRW hat geschrieben:
Ich würde gerne mit euch darüber diskutieren wie ihr die SGI http://www.sgi-d.org wahrnimmt und was eure Erfahrungen sind.

Auf der HP bin ich schon ein paar Mal gewesen, habe dort vor Jahren auch mal das kleine blaue Gongyo-Büchlein und eine Mala bestellt, sowie dort meine Gosho (Bände 1-4) geordert.
Den Shop kann ich weiterempfehlen, da er für mich keine negativen Aspekte beinhaltete (ich denke hier an Werbe-Mail und -Post, oder die Nutzung der (E-Mail-)Adresse für missionarische Zwecke).

Die Homepage selbst stellt den Buddhismus sehr "Nichiren-Schulen-lastig" dar.
Sie geht beispielsweise auf Grundlagen wie "Die Vier Edlen Wahrheiten", "Zufluchtnahme" oder "Sîlas" kaum oder gar nicht ein.
Andere Prinzipien, z. B. die "Zehn Welten" werden als solche des Nichiren-Buddhismus dargestellt, obwohl sie de facto aus der T'ien-tai bzw. der Tendai Shû übernommen wurden.
Punkte, für welche die SGI in der Kritik steht, werden recht verklausuliert dargestellt, wohl um nirgendwo anzuecken.

Ich kenne diese Organisation seit über 10 Jahren.

Da würde mich spontan interessieren, wie es da mit der "Zufluchtnahme" bzw. dem Beitritt zur Organisation läuft.
Nimmt man formell Zuflucht zu Buddha, Dharma und Sangha, wie es wohl in allen buddhistischen Traditionen üblich ist?

Mir gefällt, dass die Menschen so offen sind, dass sie fremde in ihre Wohnungen lassen, um gemeinsam zu praktizieren und zu diskutieren. Auch sind viele Mitglieder großzügig z. B. mit Kaffee, Kuchen oder Sushi. Diese Freigiebigkeit ohne eine Erwartungshaltung an den anderen spricht mich sehr an.
Was mich weniger anspricht ist, dass es eine Tendenz gibt unangenehme Dinge wie Probleme in einer Gruppe nicht gemeinsam zu diskutieren. Da ist nicht immer was vom vielbeschworenen Dialog wie sie die SGI propagiert die Rede. Leider haben die Bereichsleiter von bestimmten SGI-Sektionen keine Ausbildung wie man Konflikte in Gruppen lösen kann.
Auch wird nicht immer reagiert, wenn jemand abwertende Kommentare gegenüber jemanden in der Gruppe macht. Es gibt eine Diktatur der Harmonie, aber in jedem von uns stecken ja die Zen Welten http://du-bist-buddha.de/?page_id=695 drinne. Harmonie entsteht auch öfters, wenn ein reinigendes Gewitter entsteht und nicht indem wir so tun, als ob wir uns immer lieb haben.

Das ist eigentlich alles nichts SGI-spezifisches.
Großzügigen und offene Menschen begegnet man immer, wenn die jeweilige Gruppe kein eigenes Zentrum oder Kloster hat.
Auch dem "Wohlfühl-Buddhismus", mit dem "Kuschelgefühl von Friede-Freude-Eierkuchen" begegnet man mit unter in den verschiedensten buddhistischen Strömungen. Für manch einen ist das genau "sein Ding", andere finden das einfach nur weltfremd... muss jeder für sich selbst entscheiden.

Mir gefällt das Chanten sehr gut, es gibt auch einzelne Buddhisten die mich durch ihr Mitgefühl und ihre Offenheit ansprechen. Menschen die die Lehre Nichiren Daishonins leben wollen.
Auch der positive Ansatz, dass jeder Mensch die Buddhaschaft in sich trägt, um sein Leben jetzt positiv zu verändern spricht mich an.

Der Ansatz, dass alle Wesen die Buddha-Natur, respektive "das Potential, um Buddha zu werden" besitzen, ist kein dem Nichiren-Buddhismus allein eigenes Prinzip; er ist im Gegenteil den meisten buddhistischen Richtungen inhärent.

Nichiren Daishonin auf den sich dieser Buddhismus begründet, sagte mal, dass man ihn mit besseren Argumenten auch zu einem neuen Standpunkt überzeugen könnte. Aber das was im 13. Jahrhundert in Japan geschah, überzeugte ihn nicht. Die Priester lehrten einen Buddhismus der das einfache Volk versklavte. Sie behaupteten, dass arme Menschen und Frauen die Buddhaschaft in diesem Leben nicht erreichen können. Aber er erkannte im Studium der Sutren, dass das Gegenteil wahr ist und bezog sich auf die letzten Jahre Buddhas, wo das Lotus Sutra gelehrt wurde. Das lehrte den Menschen, dass sie volle Potential haben in diesem Leben glücklich zu werden. Das machte den Mächtigen Angst, denn wenn Menschen unabhängig werden, können Diktaturen stürzen.

Naja, so wie ich das in Erinnerung habe, war das etwas anders:
Wie gesagt, herrschte bereits damals die Lehre von der Buddha-Natur aller Wesen.
Einige Zeitgenossen - zu denen auch Nichiren gehörte - lehrten allerdings, dass das Zeitalter des Verfalls von Buddhas Lehre ("Mappo")angebrochen sei, und dass folglich niemand mehr durch die überlieferten Wege - Ethik, Meditation und Weisheit - Befreiung erlangen könnte.
Während dann Hônen Shonin stattdessen dafür plädierten, durch das Nenbutsu "wenigstens" im Reinen Land Amitabhas wiedergeboren zu werden, lehnte Nichiren das Nenbutsu völlig ab und vertrat die Auffassung, dass man allein durch das Daimoku auch im im Mappo noch Befreiung erlangen könnte. So verwarf er dann auch die Zen-Praxis und das Mantrayana, da dieses im Mappo ja nicht mehr zu Ziel führen könnte.
[Die Mappo-Lehren werden von vielen Schulen des Buddhismus - jedenfalls so wie sie Nichiren und zeitweise auch Hônen verstanden - nicht geteilt; auch sind viele Schulen von diesen Ideen wieder abgerückt.]
Dann wurde das einfache Volk auch nicht vom Klerus versklavt, sondern vom japanischen Feudalsystem.
Es trifft zwar zu, dass sich einige buddhistische Schulen mit diesem System gemein machten, aber das ist nicht der Auslöser sondern allenfalls ein Aspekt.
Viele buddhistische Schulen sprachen dann auch gerade das einfache Volk an, so z. B. die Schulen des Reinen Landes oder auch die Sôtô Shû (das "Bauern-Zen").
Pech hatten die einfachen Leute allerdings, wenn sie einen Beruf nachgingen, der aus buddhistischer Sicht "unrein" ist, z. B. Jäger, Fischer, Metzger, Fleisch-/Fischverkäufer und teilweise auch Bauer. Sofern sie dann einer Tradition bzw. einem Tempel angehörten, welcher die buddhistischen Gebote hochhielt, waren sie praktisch Ausgestoßene. (Ein Grund übrigens, warum sich viele dieser Menschen später dann allerdings Shinran's Jôdo Shinshû anschlossen.)

Daher kann ich die Radikalität der Gedanken von Nichiren Daishonin verstehen. Seine Schriften sind in einem bestimmten Kontext der Zeit entstanden. Er war ein Überzeugungstäter und wollte die Menschen befreien! So wie Martin Luther die Menschen vom Ablasshandel frei machte.
Er war überzeugt von der Gleichheit der Menschen in ihrer Würde! Das sind Gedanken die in derAufklärung und Französischen Revolution aufkamen.
Ich denke, dass die SGI und das Erbe Nichiren Daishonins toller sind als der allgemeine Ruf.
Die Ideen sind besser als die Menschen die sie tendentiell leben. Auch ich sehe da noch viel Nachholbedarf.

Teilweise kann ich zustimmen.
Allerdings hatte Nichiren, besonders bezogen auf seine Intoleranz und seine hetzerische Art, auch einige "unheilsame Tendenzen". Hiervon hat sich die SGI bislang noch nicht distanziert und teilweise findet man immer noch gewisse Tendenzen, die in genau diese Richtungen gehen.
Selbstkritik, bzw. auch Kritik an Nichiren Shonin, gehört nicht zu den Stärken der SGI.

Aber ich denke, dass es gut ist sich an guten humanistischen Ideen zu orientieren, als dem Relativismus unserer Tage zum Opfer zu fallen. Wie schrieb mal jemand: "Alles ist Ansichtssache." Das überzeugt mich nicht!

Von einem Gewissen Standpunkt aus ist alles Ansichtssache, und alles ist irgendwie relativ - was ist schon absolut?
[R. A. Wilson schrieb mal: "Nur der Wahnsinnige ist sich absolut sicher!"]
Aber diese Erkenntnisse machen einen noch nicht zum Anhänger des Relativismus.
Man kann trotzdem Humanist sein... mit unter ist das auch "Schubladendenken" :wink:

< gasshô >

Benkei

Namu-Myôhô-Renge-Kyô
Namu-Amida-Butsu
Aber das was im 13. Jahrhundert in Japan geschah, überzeugte ihn nicht. Die Priester lehrten einen Buddhismus der das einfache Volk versklavte.


Sorry wenn ich jetzt gegen jede Netiquette oder Etikette verstoße. Aber, wer erzählt denn so einen Unsinn ?????
"Welche Erfahrungen habt Ihr mit der SGI-Deutschland gemacht?":
Gute und schlechte...
Noch interessanter wäre: Welche Erfahrungen habt Ihr anschließend ohne die SGI-Deutschland gemacht? :wink:
"Welche Erfahrungen habt Ihr mit der SGI-Deutschland gemacht?":
Noch interessanter wäre: Welche Erfahrungen habt Ihr anschließend ohne die SGI-Deutschland gemacht? :wink:

Ich selbst habe mit der Soka Gakkai in Deutschland bislang ausschließlich gute Erfahrungen gemacht, was nicht zu letzt auch an mir liegt.

Ich bin nicht mit ihr, so muss ich auch nicht ohne sie sein.

Das Exklusive (andere Lehren ausschließende) der Soka Gakkai stellt für mich kein Problem dar, da es für mich ohnehin unterhalb jeder Diskussion steht. Das gilt in gleicher Weise für alle Exklusivismen und alle exklusiven Organisationen/Gruppen.

Mit solcherlei Weisheit und Mentalität ausgestattet kann man sich überall (wie ein Fisch im Wasser) mit Gewinn bewegen, und zwar ohne jede "Heuchelei" bzw. Verstellung, auch in der Soka Gakkai. Obgleich man dort wahrscheinlich kein Kader werden kann, kann man am Chanten und an Veranstaltungen teilnehmen und sich die Literatur zu Gemüte führen. Mir hat es nicht geschadet, mein Horizont wurde erweitert.

Kongjiazong
Buddhist-NRW hat geschrieben:
Ich würde gerne mit euch darüber diskutieren wie ihr die SGI http://www.sgi-d.org wahrnimmt und was eure Erfahrungen sind.

Ich bin 2010 einige Zeit Mitglied der Sokka Gakai gewesen. Damals hatte ich noch nicht wirklich Ahnung von buhistischen Schulen und Richtungen. Ich habe da das Pferd von hinten aufgezäumt- gleich Mitglied zu werden, und dann Infos einzuholen, bzw. zu Recherchieren, war wohl die verkehrte Reihenfolge. War aber so und ich kann es nicht ändern..
Nach gründlicher Recherche im Netz und reiflicher Überlegung, hab ich die SG dann Knall auf Fall verlassen. Das passte den meisten SG'lern nicht wirklich- ich holte mir böse Blicke und wurde geschnitten.. Auch wurde ich noch Kontroll- angerufen, von Mitgliedern, um mich als "Abweichler" auszuhorchen.
Alleine diese Tatsache bestätigt mir, dass die SG tendenziell eine Sekte ist.
Was mich zunehmend gestört hat, war dieses "schmoren im eigenen Saft"- alles an Schriftwerk bei der SG war von DI geschrieben, abweichende Meinungen gab es nicht- und waren auch nicht erbeten.
Die SG behauptet ja auch unwahre Dinge, wie zb. dass man sich freiwillig von der Nichiren Shu getrennt habe, was ja nachweislich nicht stimmt- die SG wurde ausgeschlossen.
Auch hatte ich immer so das Gefühl, dass die Mitglieder der SG gar nichts wirkliches über den Buddhismus wissen. Es geht und ging ausschließlich nur um die Schriften von Ikeda, das Chanten und Daimoku. Dazu noch andauernde Verehrung von DI und das wars..

Mir hat es dann jedenfalls bald gereicht und ich hab der SG den Rücken gekehrt.
Namaste!

Hallo & herzlich Willkommen, Herzsutra!
Herzsutra hat geschrieben:
Buddhist-NRW hat geschrieben:
Ich würde gerne mit euch darüber diskutieren wie ihr die SGI http://www.sgi-d.org wahrnimmt und was eure Erfahrungen sind.

Ich bin 2010 einige Zeit Mitglied der Sokka Gakai gewesen. Damals hatte ich noch nicht wirklich Ahnung von buhistischen Schulen und Richtungen. Ich habe da das Pferd von hinten aufgezäumt- gleich Mitglied zu werden, und dann Infos einzuholen, bzw. zu Recherchieren, war wohl die verkehrte Reihenfolge. War aber so und ich kann es nicht ändern..
Nach gründlicher Recherche im Netz und reiflicher Überlegung, hab ich die SG dann Knall auf Fall verlassen. Das passte den meisten SG'lern nicht wirklich- ich holte mir böse Blicke und wurde geschnitten.. Auch wurde ich noch Kontroll- angerufen, von Mitgliedern, um mich als "Abweichler" auszuhorchen.
Alleine diese Tatsache bestätigt mir, dass die SG tendenziell eine Sekte ist.
Was mich zunehmend gestört hat, war dieses "schmoren im eigenen Saft"- alles an Schriftwerk bei der SG war von DI geschrieben, abweichende Meinungen gab es nicht- und waren auch nicht erbeten.
Die SG behauptet ja auch unwahre Dinge, wie zb. dass man sich freiwillig von der Nichiren Shu getrennt habe, was ja nachweislich nicht stimmt- die SG wurde ausgeschlossen.
Auch hatte ich immer so das Gefühl, dass die Mitglieder der SG gar nichts wirkliches über den Buddhismus wissen. Es geht und ging ausschließlich nur um die Schriften von Ikeda, das Chanten und Daimoku. Dazu noch andauernde Verehrung von DI und das wars..

Mir hat es dann jedenfalls bald gereicht und ich hab der SG den Rücken gekehrt.

Mich würde interessieren, wohin Dich die Abkehr von der SG geführt hat?
Praktizierst Du noch den Nichiren-Buddhismus, bzw. chantest Du noch das Daimoku, oder übst Du den Buddhismus mittlerweile in anderer Form?

Warst Du im Besitz eines "offiziellen Gohonzon" und hast Du ihn zurückgeben müssen?

< gasshô >

Benkei

Namu-Myôhô-Renge-Kyô
Benkei hat geschrieben:
Namaste!

Hallo & herzlich Willkommen, Herzsutra!

Danke und Namaste..!


]Mich würde interessieren, wohin Dich die Abkehr von der SG geführt hat?
Praktizierst Du noch den Nichiren-Buddhismus, bzw. chantest Du noch das Daimoku, oder übst Du den Buddhismus mittlerweile in anderer Form?
Warst Du im Besitz eines "offiziellen Gohonzon" und hast Du ihn zurückgeben müssen?

Ich habe mich jetzt dem tibetischem Buddhismus zugewand. Chanten tue ich nicht mehr, ich meditiere tibetisch- Vipassana.
Ja, die SG hat mir einen "offiziellen", wie du schreibst Gohonzon zukommen lassen. Ich wurde nie aufgefordert, ihn zurück zu geben..
Namaste!
Herzsutra hat geschrieben:
Ich habe mich jetzt dem tibetischem Buddhismus zugewand. Chanten tue ich nicht mehr, ich meditiere tibetisch- Vipassana.
Ja, die SG hat mir einen "offiziellen", wie du schreibst Gohonzon zukommen lassen. Ich wurde nie aufgefordert, ihn zurück zu geben..

Konntest Du aus Deiner Zeit bei der SG etwas "mitnehmen", was Du bei Deiner jetzigen Praxis einsetzen/anwenden kannst?

< gasshô >

Benkei

Namu-Myôhô-Renge-Kyô
Benkei hat geschrieben:

Konntest Du aus Deiner Zeit bei der SG etwas "mitnehmen", was Du bei Deiner jetzigen Praxis einsetzen/anwenden kannst?


Nein, dort chantet man ja. Ist aber nix für mich.. Ich meditiere jetzt Vipassana oder Atembeobachtung, und Oshos Kundalini-Meditation.
Die SG behauptet ja auch unwahre Dinge, wie zb. dass man sich freiwillig von der Nichiren Shu getrennt habe, was ja nachweislich nicht stimmt- die SG wurde ausgeschlossen.


Seufz...

Nur damit jetzt nicht alles durcheinander geht
:

Die "Nichiren SHU" hat mit der SGI nie etwas zu tun gehabt. Die SGI stammt aus der Linie der "Nichiren SHOSHU" - sog. "Wahre Nichiren Schule".

Historisch und bezgl. der Auslegung macht das einen großen, ja fundamentalen Unterschied. Also bitte darauf achten, sonst gibt es 1, 2, 3 direkt wieder falsche Informationen und Zitate.

Übrigens, aus meiner Sicht seit Anbeginn ein Problem bei der SGI-D: mangelnde Kenntnisse über die Dinge, die ausserhalb der Gruppenversammlung passieren. Dazu gehören eben auch andere, und eben auch viel ältere buddhistische Schulen. Man kennt fast nur (vorselektierte) Geschichte der Soka Gakkai.

Gassho
Namu Myoho Renge Kyo

Übrigens hat Nichiren am heutigen Tag im Jahr 1253 das erste Mal das Odaimoku gechantet.
Das ist in der Nichiren Shu ein Feiertag. In der SGI nicht.
Namaste!
Argonath hat geschrieben:
Übrigens hat Nichiren am heutigen Tag im Jahr 1253 das erste Mal das Odaimoku gechantet.
Das ist in der Nichiren Shu ein Feiertag. In der SGI nicht.


Was das Daimoku angeht, so bin ich schon mehrmals auf den Spruch "Morgens Daimoku, abends Nenbutsu" gestoßen.
[Wenn ich den Spruch bei google eingebe, dann kommt zuerst dieser Treffer von der HP des Ekô-ji.]
Der Spruch besagt, dass die Mönche auf dem Hiei-san verschiedene Praktiken kombinierten.
Aus dem synkretistischen Buddhismus der Tendai Shû gingen dann ja während der Kamakura-Zeit die "Exklusiv-Richtungen" hervor (Jôdo-Schulen, Nichiren-Buddhismus, Zen).

Ist eigentlich bekannt, ob das Daimoku in der Form, wie sie Nichiren vor 761 Jahren öffentlich präsentierte auch bereits vorher gechantet wurde :?:

Die Rezitation des Lotos-Sutra war ja auch auch schon in der Tendai Shû mehr als gängige Praxis, und auch die Zen-Schulen rezitieren ja bis heute zumindest das Nyorai-Jurjuhon und das Fumonbon-ge.

< gasshô >

Benkei

Namu-Myôhô-Renge-Kyô
Argonath hat geschrieben:

Die "Nichiren SHU" hat mit der SGI nie etwas zu tun gehabt. Die SGI stammt aus der Linie der "Nichiren SHOSHU" - sog. "Wahre Nichiren Schule".

Ich habe das Richtige gedacht und das Falsche geschrieben.. Sorry.


Übrigens, aus meiner Sicht seit Anbeginn ein Problem bei der SGI-D: mangelnde Kenntnisse über die Dinge, die ausserhalb der Gruppenversammlung passieren. Dazu gehören eben auch andere, und eben auch viel ältere buddhistische Schulen. Man kennt fast nur (vorselektierte) Geschichte der Soka Gakkai.

Ja. Man schmort dort, m.M.n. im eigenen Saft.
Der Nichiren Buddhimus hat mein Leben sehr bereichert und ich bin denjenigen dankbar, die mich ermöglicht haben, diese Lebensphilosophie kennenzulernen. Aber irgendwann hörte ich von der SGI. Was mir bei der SGI nicht gefällt ist diese riesige Hierarchie. Jeder scheint einen bestimmten Platz in dieser risiegen Institution zu haben, Aufstieg möglich. Alles scheint einwandfrei zu funktionieren. Mir wurde gesagt, diese Strukturen seien notwendig, um Informationen besser fliessen zu lassen. Wenn ich sehe, wie einige Mitglieder Daisaku Ikeda regelrecht verehren, habe ich leider manchmal auch das Gefühl, auf eine Sekte zu treffen. Warum ist die SGI so vermögend, obwohl nicht einmal Eintrittsbeiträge bezahlt werden? Warum wurde diese Organisation öfters als Sekte bezeichnet? Kann man den Gonzhon empfangen ohne Mitglieder zu werden?
Bretagne_6610 hat geschrieben:
Kann man den Gonzhon empfangen ohne Mitglieder zu werden?

Nein, den bekommen nur SGI'ler.
Habe aber schon von Leuten gehört, die ihn aus dem Netz geloadet haben.
Namaste!

Hallo Bretagne_6610,
Herzsutra hat geschrieben:
Bretagne_6610 hat geschrieben:
Kann man den Gonzhon empfangen ohne Mitglieder zu werden?

Nein, den bekommen nur SGI'ler.
Habe aber schon von Leuten gehört, die ihn aus dem Netz geloadet haben.

Ich empfehle die Suche im Netz, das Herunterladen und ggf. Vergrößern des passenden Gohonzons und dann eine Entwicklung im Posterformat auf Fotopapier oder als Leinwand.

Macht sich beides wunderbar auf / im heimischen Butsu-san, und kann ggf. auch hochwertiger sein als der von der SGI Verliehene, der ja auch weder "Original" noch priesterlich gesegnet ist.

Darüber hinaus findet man auch etwas zu diversen "Augen-Öffnungs-Zeremonie" in Deutsch oder Englisch im Netz, wenn man das denn bei seinem Butsu-dan anwenden will.

< gasshô >

Benkei

Namu-Myôhô-Renge-Kyô
Benkei hat geschrieben:
Ich empfehle die Suche im Netz, das Herunterladen und ggf. Vergrößern des passenden Gohonzons und dann eine Entwicklung im Posterformat auf Fotopapier oder als Leinwand.

Macht sich beides wunderbar auf / im heimischen Butsu-san, und kann ggf. auch hochwertiger sein als der von der SGI Verliehene, der ja auch weder "Original" noch priesterlich gesegnet ist.


Habe viele Gohonzons von SGI'lern gesehen, die privat angefertigt worden sind- viele echt voll schön..!
Viel schöner, als diese Kisten, die man für "sehr teure" 50 € von der Organisation erwerben kann.. :razz:
hallo,
meine Erfahrungen mit der SGI-D sind keine guten :-(.
Ich war und bin nie Mitglied der SGI-D gewesen. Vor gut zwei Jahren fing ich erstmals an, mich für den Buddhismus ernsthaft zu interessieren. War ich doch immer der Meinung, der Buddhismus lehrt den praktizierenden, den Menschen zu lieben, das Herz zu öffnen wurde ich durch einige Recherchen eines besseren belehrt.
Was nun waren meine Erlebnisse? Meine daraus resultierenden Fragen?
Die letzten Worte der SGI-Praktizierenden an mich waren (bevor ich lange Zeit krank wurde: Depressionen, Rückzug, Angst): Ich habe alles versucht, aber auch alles, aber anscheind kommt nichts bei Ihnen an! Ich war in diesem Moment entsetzt, wütend, ärgerlich aber auch hilflos und eine Angst vor dieser Frau war in mir. Was hat sie in all den Jahren zuvor versucht? Es gab ein Tag, da sagte ich zu ihr: Ich habe den Eindruck, als wollten sie etwas aus mir machen, was ich nicht bin. Sie hat alles ins Gegenteil gekehrt was mich betraf. Ich konnte keine Verbindung zu ihr aufbauen, es war, als würde sie blockieren. Kein offenes Gespräch, ich fand einfach keinen Zugang zu ihr. Ich wusste nicht, was sie wollte. Ich verstand ihre Sprache nicht.
Das sind nur einige, nette Worte von ihr: Es gibt nur eine, und das bin ich und ich nehme mir die Leute wie ich sie brauche. was wollen sie, sie können doch nur bemuddeln und betuddeln! Schalten sie ihren Verstand ein, red ich denn chinesisch? Es waren keine Entgleisungen, es war ihre innere Haltung die sie nach aussen kehrte in Konfliktsituationen. Kein Gefühl für Schuld und Reue, ein leugnen jeglicher Verantwortlichkeit für ihr Tun und Handeln. Ich habe Widerstand geleistet, was ich nicht wusste, vielleicht auch nicht wahr haben wollte: Sie sah mich zu keiner Zeit als Mensch. Was bei mir ankam war Hass und Verachtung mir gegenüber. Zu keiner Zeit habe ich sie eingeladen oder dazu aufgefordert, meine Identität und Persönlichkeit zu zerstören. Es hat mich Energie, Kraft und schlussendlich meine Gesundheit gekostet. Auch ihre Worte: Als praktizierende Buddhistin traue ich mir zu, Widerstand und Unterschiede auszuhalten und zu integrieren. Ist es das biegen und brechen der SGI?
Was will die SGI vermitteln?
Was bedeutet den Menschen von seinem Leid zu befreien? Von seinem Leid der Lebendigkeit?
Was bedeutet die Menschliche Revolution?
Will die SGI die gleichen Strukturen wie in Japan?
Wieviel von der SGI steckt in den Japanern? Zwang zum Perfektionismus, Zwang zum Konformismus, Gruppen- und Harmoniezwang. Strenge Hierachie, eine Erziehung die darauf ziehlt, Gehorsam gegenüber der Autorität? Warum lernen die Kinder in der Schule ihr Wissen auswendig statt sich damit auseinander zu setzen, zu hinterfragen, zu verstehen? Es ist nicht gewollt, dass sie denken und Fragen stellen. Schon sehr früh lernen die Kinder sich zu verschliessen statt zu öffnen. Warum haben Arbeitnehmer keine Rechte in Japan? Keine Kritik, keine Fragen - ein Nagel der heraussticht muss eingeklopft werden - Warum so viel Misstrauen statt Vertrauen unter den Menschen? Gefühle und Emotionen sind ihnen unangenehm, sie haben Angst ihr Gesicht und die Arbeit zu verlieren. Lieber sterben als in Schuld leben? In jedem Japaner steckt ein Samurei? Es gibt so viele Selbstmorde unter jungen Menschen, weil sie diesem Leistungszwang, dem Zwang zu Konformität nicht mehr stand halten können. Meint ihr, diese Menschen erfahren Solidarität? NEIN. Sie werden gemoppt, ausgeschlossen. Sie erzeugen unangenehme Gefühle bei den anderen. Leider haben diese jungen Menschen nie gelernt, sich zu öffnen, Verantwortung für ihre Gefühle zu übernehmen. Auch ihre Eltern nicht, nicht der Lehrer, nicht die Gesellschaft. Mobbing ist ein legitmiertes Mittel in Japan, um die Menschen fügig zu machen. Was bedeutet elitäre Menschenfeindlichkeit? Verstecken sie sich hinter einer vermeintlich hohen Intelligenz? Was ist die berühmte Geduld der Japaner?
Kann es sein, dass die Religion die Menschen zu Objekten gemacht hat? Mit dem Ziel des Gehorsams?
Mir kommt die SGI vor wie ein Labyrint ohne Ausgang.
Hat jemand versucht, mich zu missionieren, umzuerziehen? Mich in einem desolaten Zustand zu bringen?
Dann kann ich nur sagen: Er hat verloren ;-)))

Also, Was will die SGI vermitteln, welche Werte sind das?

Ich will einfach nur verstehen, meine Eltern sind in einer Zeit geboren, wo denken und fragen unter Strafe - sprich Prügel - stand. Wenn wir in die Zeit des dritten Reiches gehen, dann war auch dort mittels der Erziehung das Ziel: Gehorsam gegenüber dem Führer!
Ist es das biegen und brechen der SGI?

Dies ist eine gängige Methode in der SGI und nent sich Shakubuku "break and subdue" (折伏?) https://en.wikipedia.org/wiki/Shakubuku

Mit aggressiven, militanten Methoden wurde Shakubuku geübt, wörtlich „Brechen und Unterwerfen“, ein Begriff, der mit einer feindlichen Einstellung gegenüber anderen buddhistischen Schulen und Religionen verbunden war. In einem viele Jahre verbreiteten Handbuch wurden entsprechende Missionsmethoden systematisch propagiert, was dem Image der SG besonders in Japan schadete.


SG wird Intoleranz gegenüber Andersdenkenden, Unterdrückung von kritischen Äußerungen und die (allzu strenge) Kontrolle der Mitglieder vorgeworfen. Die Übung des Shakubuku wird heute moderater interpretiert als früher. Dennoch bleibt eine vereinnahmende Werbung, in die auch viel Geld fließt, gepaart mit einer breiten Palette politischer und kultureller Aktivitäten.

http://www.ezw-berlin.de/html/3_3062.php

https://www.univie.ac.at/rel_jap/an/Ges ... oka_Gakkai
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46174180.html
https://www.buddhismuskunde.uni-hamburg ... czorek.pdf
@ lauterfragen
Ich kann Ihren Frust verstehen auch wenn ich in Teilen ihrem Beitrag nicht immer ganz folgen konnte. Ich bin mit meinen Kommentaren bestimmt über Gebühr hier vertreten. Was ich jedoch sagen kann ist, dass SGI-Anhängern ein gewisses Maß an Überheblichkeit durchaus anheim ist. Sie sehen sich als eine Speerspitze, als Buddhisten –bzw. glauben die Anhänger Buddhisten zu sein- versprühen sie gerne eine Aura der Exklusivität und Exotik. Nach Jahren in denen ich Anhänger dieser Sekte war und Jahren der „Entgiftung“ danach kann ich resümieren, dass diese Menschen oft nicht mit ihrem eigenen Leben klarkommen. Psychische Erkrankungen und desolate Familien-und Partnerschaftsbeziehungen sind zahlreich vertreten was gewisse, von der SGI gesponserte, soziologische Berichte schlicht weg ignorieren. Dieses ständige Sieg und Niederlagegefasel was in der SGI kursiert, hat zur Folge dass eine physische wie auch psychische Indisposition schon an sich als Niederlage empfunden wird … „überwindet“ man sie diese Indisposition nicht mit der Kraft der SGI-Dogmatik ist man nach einem gewissen Zeitraum ein nicht mehr gern gesehener Gast – denn man „funktioniert“ ja auch nicht mehr. Von Anhängern die nicht von diesen durchaus menschlichen Indispositionen geplagt wurden kann und konnte ich über die Jahre kein wirkliches Fortkommen in ihrem Leben beobachten – eher im Gegenteil – eine Abkehr vom stinknormalen Leben. Die SGI ist in meinen Augen die japanische Antwort auf die Scientology – auch wenn ein gewisses Ehepaar aus dem Süddeutschen Raum welches nun den Nichiren Buddhismus in der DBU zu vertreten versucht widersprechen würde – es ist so. Die Methodik ist sicherlich nicht zu vergleichen – das Resultat sehr wohl. Die SGI ist in meinen Augen zu einer vollkommen verquälten Ideologie verkommen die weder mit Nichiren-Buddhismus noch mit Buddhismus im Allgemeinen etwas zu tun hat. Leider verfolgen die SGI sowie einige andere aus-und inländische Nichiren basierende Gruppierungen meiner Meinung zutiefst unlautere Ziele. Es werden schlichtweg Abhängigkeiten geschaffen. Dass solche Gruppen unter dem Vereinsdeckmantel agieren finde ich persönlich sehr verstörend.
musstest du unbedingt die namenlosen, dessen namen nicht genannt werden dürfen, erwähnen?!? vermutlich arbeit jemand schon an dem schreiben an den forumsbetreiber und alphabet (tm) und lässt wieder den ganzen beitrag hier im forum und in allen suchmaschinen löschen. ;-).
persönlich finde ich das verhalten in einigen gruppen und von einigen buddhistischen persönlichkeiten auch eher abschreckend und verstörrend und ich kann dort auch meist nie irgendwelche realen buddhistischen inhalte finde, jedenfalls so wie ich den buddha-dharma verstehe und interpretiere, aber meist findet man in diesen gruppen mehr personen und unterstützer, als in den wirklich seriösen gruppen und bei entsprechenden lehrern. eine wirkliche sinnvolle erklärung konnte ich aber für dieses phänomen für mich selber noch nicht finden.
Das „Phänomen“ ist schlicht weg das, anderen das eigene Denken zu überlassen. Es ist traurig aber ist leider so. Rettungsversuche unternehme ich nicht mehr. Das eigene Denken und die Bereitwilligkeit das eigene Hirn an einem bereitgestellten Haken abzuhängen erklärt mir zumindest das Erstarken extremer politischer Gruppierungen.
In Wien hat die SGI eine große Villa am Stadtrand, ein Mitglied hat mich dorthin mal mitgenommen, eine zufällige Parkbekanntschaft, ein Alkoholiker. Ich hatte den Eindruck einer strengen Hierarchie mit einer Mission, etwas elitär und wohlhabend. Vor ein paar Tagen hat mir eine Bekannte von einer Freundin mit starken paranoiden Anfällen erzählt die dort seit 30 Jahren dabei ist. Es erinnert mich an eine dieser Sekten die Zuflucht für Leute mit ernsten Problemen sind. Die SGI ist Mitglied der Österreichischen buddhistischen Religionsgemeinschaft und gehört also hierzulande zu den anerkannten Religionen.
In Deutschland versuchte die SGI-D in den 90er Jahren auch in die Deutsche Buddhistische Union aufgenommen zu werden. Dies fand aber keine Zustimmung bei den schon bestehenden Mitgliedsgemeinschaften. Die European Buddhist Union http://europeanbuddhism.org/about/ebucouncil/ wird sogar von einem SGI-UK Mitglied geleitet. In den anderen europäischen Ländern bestehen wohl nicht so große Bedenken bezüglich einer Zusammenarbeit mit der SGI, wie hier in Deutschland.
da ist dir wohl was entgangen, lieber narr

http://www.buddhismus-deutschland.de/der-rat-der-dbu/

wurde hier gelöscht., die letzte diskussion, ob nun ausgrechnet interreligiöser dialog usw.
was soll mit entgangen sein, liebe(r) morpho ? auch im rat der dbu befindet sich offiziell kein sgi-d mitglied. oder hast du dort eine(n) schläfer(in) entdeckt, der/die zu einer fünften kolonne gehört?
dies würde bestimmt nicht nur mich interessieren, sondern auch einige andere personen. ;-)
ach so, ja, hatte 2012 was eigenes gegründet ( war da aber lehrerin in der sgi ), nichiren sangha, [...] institut, diese/s ist in der DBU und im rat

Die Bezeichnung dieses Institutes wird hier im Forum editiert, da der Foreninhaber kein Bedürfnis nach eventuellen Diskussionen mit Vertretern des Institutes hat. Vielen Dank für Euer Verständnis und Eure Rücksichtnahme.
Jojo (mod)
lustig, in frankfurt gibt es ein "amt für multikulturelle angelegenheiten". das war schirmherr des vesak 2016 ebd. und die SGI war dabei.
in Hamburg ist die dortige Gruppe wohl auch schon seit einigen Jahren beim Vesakh-fest beteiligt, sogar die lokale Gruppe der Neuen Kadampa Tradition. http://vesakh-hamburg.de/gruppen-vesakh-hamburg.html. Generell sind dort wohl auch ganz normale Menschen wie du und ihr in den Gruppen aktiv. Schwierig wird es wohl meist nur in den höheren Führungskadern in den Führungsebenen, wo es dann auch mehr um ideologische und politische Themen geht.
Ich sags gerne nochmal … die SGI-D e.V. hat nicht viel mehr „Mitglieder“ als es das Vereinsrecht nach §56 BGB vorsieht – nämlich sieben. Was also die tausenden (nach Angaben der SGI-D) treiben bleibt vollkommen ihnen überlassen … die können auch zum Abendmahl gehen, werden aber dort auf Kirchenmitglieder treffen die Rechte (und Pflichten) haben von den in der SGI-D nicht mal die Rede sein kann. Wenn also ein paar „SOGAR“ an einer buddhistischen Feierlichkeit teilnehmen irritiert eher das Wort „sogar“. Für mich ist das was die SGI abzieht eine Art Disney-Buddhismus.

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