SGI

Moderator: Jojo

SGI

Hallo mein Name ist Eugen ,
Und ich habe Nichiren als richtige Weg für mich ausgesucht.
Nur habe ich ein Problem ich habe mich vor paar Wochen mit Leuten von
der SGI getroffen die waren auch ganz nett haben mir auch ein kleines Gongyo Buch
geschenkt nur habe ich sehr viele negatives über die SGI gelesen. Nun habe ich Angst
in die Organisation ein zu treten. Aber ich möchte unbedingt ein Gohonzon haben
sonst kann ich doch nicht richtig praktizieren , oder ?

Bitte helft mir.
Cravin hat geschrieben:
Aber ich möchte unbedingt ein Gohonzon haben
sonst kann ich doch nicht richtig praktizieren , oder ?

Bitte helft mir.

Hi & willkommen Eugen

ich kenne SGI und deren Übung nicht im Detail, aber der Buddha hatte kein Gohonzon für die Praxis vorausgesetzt, sondern nur natürliche Ein-&-Ausatmung

Bild
Also im Nichiren Buddhismus chantet man Nam(u) Myoho Renge Kyo .
Und das vor einem Gohonzon. Aber das Problem bei der SGI ist das
sie sehr oft kritisiert wird als Sekte. Und das schreckt mich schon sehr ab .
Vor allem beim ersten treffen wollten die mich so schnell wie möglich zu einem
Mietglied machen. Und die Konflikten zwischen der SGI und anderen Schulen
sind schon blöd.Vor allem das die SGI wie es aussieht so viele Menschen wie möglich
rekrutieren will für ihre Politik.

Das macht mir doch irgendwie zu schaffen :(
Ich will doch nur buddhismus praktizieren und mich austauschen
und nicht ein Soldat der SGI werden.
Cravin hat geschrieben:

Das macht mir doch irgendwie zu schaffen :(
Ich will doch nur buddhismus praktizieren und mich austauschen
und nicht ein Soldat der SGI werden.


Hast du dir da nicht gerade die Antwort auf deine Fragen gegeben ? :D
Moin Cravin

gib mal bei Ebay Butsudan ein.

LG
Ji'un Ken


nibbuti hat geschrieben:

Hi & willkommen Eugen

ich kenne SGI und deren Übung nicht im Detail, aber der Buddha hatte kein Gohonzon für die Praxis vorausgesetzt, sondern nur natürliche Ein-&-Ausatmung

Bild


Das war nicht gefragt, Nibbuti
Pech gehabt, lieber Cravin. Nichiren ist ein intolerantes Individuum gewesen, das alle anderen Formen von Buddhismus verteufelt hat. Und genau auf diesem Nährboden sind eben diese Gruppierungen wie SGI entstanden. Aber vielleicht paßt diese Spielart von "buddhistischem" Gedankengut ja zu Dir. Wenn Du schon mal Cravin(g) heißt.... SGI wäre dann doch ganz gut für dich, oder sehe ich das falsch? Ansonsten könntest Du ja das gohonzon mit einem e-meter austauschen. Ist halt ein bischen kostspieliger...
Maigloeckchen hat geschrieben:
Aber vielleicht paßt diese Spielart von "buddhistischem" Gedankengut ja zu Dir. Wenn Du schon mal Cravin(g) heißt.... SGI wäre dann doch ganz gut für dich, oder sehe ich das falsch? Ansonsten könntest Du ja das gohonzon mit einem e-meter austauschen. Ist halt ein bischen kostspieliger...


Was soll das denn ?

Da stellt jemand eine Frage und von dir kommen übergriffige Unterstellungen ?
SGI ist genauso krank wie der andere Verein der mit S anfängt. Wer schon mal die Texte von Nichiren gelesen hat, weiß wessen Geistes Kind er war und was die Leute aus ihm gemacht haben. Dieser ganze Themenkomplex ist gerade noch mit Ironie zu ertragen.

Liebe Syia:

übergriffige Unterstellungen ?


Die Verharmlosung von Sekten und gefährlichen Organisationen ist unverantwortlich und man darf es den Leuten auch direkt ins Gesicht sagen - und sei es humorvoll - welchen Gefahren sie sich aussetzen. Wenn Dir das politisch nicht korrekt genug ist, dann tut mir das leid.
Maigloeckchen hat geschrieben:
........und man darf es den Leuten auch direkt ins Gesicht sagen - und sei es humorvoll - welchen Gefahren sie sich aussetzen. Wenn Dir das politisch nicht korrekt genug ist, dann tut mir das leid.


Wer gibt dir das Recht irgend jemandem irgendetwas in Gesicht zu sagen ? Wenn du es humorvoll findest dich über den Namen eines Users lustig zu machen, Maigloeckchen, dann wirst du dich wohl damit abfinden müssen, dass nicht alle deine Art von Humor teilen.
:) Na, ich denke, Ihr müsst beide damit leben, dass ihr unterschiedlicher Meinung seid.

Edit: Äh, meine Meinung ist, dass man Sektengefährdeten schon die (vermeintlichen) Realitäten aufzeigen sollte, das aber nicht mit dem Holzhammer - denn wohin führte das? Lediglich zu "Keiner versteht mich in dieser bösen Welt". Also ein <in die Arme treiben> zu den einzigen Leuten, die einen verstehen. :?
Es reicht doch, wenn man Fakten nennt.
Interessant wie "gelassen" manchen Leute bei einer frage sind
1. Was passt dir an meinem User Namen nicht
2. Wie kannst du behaupten das ich da rein passe ohne mich zu kennen
wie wärs wenn du mir mal freundlich und sachlich erklärst was falsch am Nichiren Buddhismus ist ?
Als MOD:

WIe der Threaderöffner selbst sagt, fände ich es sehr angemessen, in diesem Thread auf die Fragen des Eröffners einzugehen. Ggf. auch kritisch.
Meta-Diskussionen darüber, ob und wenn warum und wie diese Antworten formuliert sein sollten, ist m.E. hier nicht passend, können aber gerne in einem eigenen Thread aufgemacht werden.
Cravin hat geschrieben:
Hallo mein Name ist Eugen ,
Und ich habe Nichiren als richtige Weg für mich ausgesucht.
Nur habe ich ein Problem ich habe mich vor paar Wochen mit Leuten von
der SGI getroffen die waren auch ganz nett haben mir auch ein kleines Gongyo Buch
geschenkt nur habe ich sehr viele negatives über die SGI gelesen. Nun habe ich Angst
in die Organisation ein zu treten. Aber ich möchte unbedingt ein Gohonzon haben
sonst kann ich doch nicht richtig praktizieren , oder ?

Bitte helft mir.


Hallo Eugen
Wenn Dir Nichiren richtig erscheint und Du diesen Weg ja schon gewählt hast bist Du auch vertraut mit den Grundlagen dieses Weges.
Meine Art Wege zu gehen ist immer die gewesen, wenn Gruppe nur so lange wie ich es aushalten konnte.
Ich bin immer nur so lange geblieben wie Die Gruppe auch meine Wege ertragen konnte.
Was das Gohonzon anbelangt ist wohl ein Glaubensanhang zu beseitigen.
Soweit ich das weiß (wenig) ist NICHT das Objekt Gohonzon das Ziel der Praxis sondern der in der Leere seiende Sinn der schwarzen Zeichen, Gedanken.
Wenn das so ist, drucke Dir Dein Gohonzon aus und Praktiziere!
Wenn Du immer noch das Bedürfnis hast doch zur SGI zu gehen warum nicht? Es sind immer nur Vorstellungen das Positive, Negative Gehörte.
Wissen ist Macht, prüfe selbst! Niemand kann dich zwingen zu bleiben, NUR DU!
liebe Grüsse
Helmut
Manchmal hilft ein Blick zu den anderen Religionen und wie die es da machen - ganz besonders zu den hier in Deutschland eher als normal-langweilig eingestuften Glaubensrichtungen. Es scheint nämlich, daß der Buddhismus derart exotisch ist, daß wir fast nicht mehr klar über ihn nachdenken können. Das ist wohl der Duft der Lotosblüten, der uns da einfach etwas betört.

So, machen wir nun einmal auf Butterbrot statt auf Sushi:

Hallo mein Name ist Emil,
Und ich habe Jesus als richtigen Weg für mich ausgesucht.
Nur habe ich ein Problem. Ich habe mich vor paar Wochen mit Leuten von
der RKK getroffen. Die waren auch ganz nett, haben mir auch ein kleines Gotteslob
geschenkt - nur habe ich sehr viel Negatives über die RKK gelesen. Nun habe ich Angst
in die Organisation einzutreten. Aber ich möchte unbedingt einen Rosenkranz haben
sonst kann ich doch nicht richtig praktizieren, oder ?

Bitte helft mir.

PS: RKK = Römisch-Katholische Kirche
Maigloeckchen hat geschrieben:
Hallo mein Name ist Emil,
Und ich habe Jesus als richtigen Weg für mich ausgesucht.
Nur habe ich ein Problem. Ich habe mich vor paar Wochen mit Leuten von
der RKK getroffen. Die waren auch ganz nett, haben mir auch ein kleines Gotteslob
geschenkt - nur habe ich sehr viel Negatives über die RKK gelesen. Nun habe ich Angst
in die Organisation einzutreten. Aber ich möchte unbedingt einen Rosenkranz haben
sonst kann ich doch nicht richtig praktizieren, oder ?

Bitte helft mir.

Bild
Namaste!

Hallo Cravin,

man kann auch praktizieren bzw. das Daimoku chanten, ohne irgendeiner Organisation beizutreten.
Und der SGI beizutreten, obwohl man da schon selbst größte Vorbehalte hat, nur um eine Kopie einer Kaligraphie irgendeines Hohepriesters zu bekommen, halte ich für mehr als bedenklich - "Lass lieber die Finger davon!"

Ellviral hat geschrieben:
Wenn das so ist, drucke Dir Dein Gohonzon aus und Praktiziere!

Genau so würde ich es auch machen, wenn ich merken würde, dass das Daimoku für mich das Richtige ist.
Ob Du ihn nun ausdruckst oder irgendein Typ von der SGI ist doch einerlei.
Du könntest Dir die Kaligrafie auch aus einer Datei auf Leinwand ziehen - macht wesentlich mehr her als nen Stück Papier, glaub mir!

Maigloeckchen hat geschrieben:
Pech gehabt, lieber Cravin. Nichiren ist ein intolerantes Individuum gewesen, das alle anderen Formen von Buddhismus verteufelt hat. Und genau auf diesem Nährboden sind eben diese Gruppierungen wie SGI entstanden.

Naja, ganz so krass war es wohl nicht.
Nichiren hat schon andere buddhistische Strömungen des mittelalterlichen Japans sehr scharf kritisiert, allen voran Hônen's Jôdo Shû und die Rinzai Shû. Er sah da eben nur das aus seiner Sicht Negative.
Nichirens Schriften sollte man schon mit Vorsicht genießen, zumal man als Deutschsprachler zwar einige von dessen Schriften lesen kann, kaum aber die Bezugstexte, auf die er zurückgreift oder die Schriften, die er verteufelt.

Die intolerante Seite des Nichiren-Buddhismus wir heute zum Glück nicht mehr von allen Nichiren-Schulen dermaßen propagiert. Leider sind die toleranteren Vertreter allerdings außerhalb Japans keineswegs so aktiv wie die SGI.


Allgemein gilt:
Nur weil man das Chanten des Daimoku für sich als annehmbare Praxis gefunden hat, muss man noch lange nicht alle Ansichten Nichirens, der SGI oder sonstwelcher Organisationen teilen.

< gasshô >

Benkei

Namu-Amida-Butsu
Namu-Myôhô-Renge-Kyô
Zum einen möchte ich sagen, dass einige der Antworten hier von einer gewissen Arroganz zeugen, zum anderen dass die die hier ihr "Bestes" von sich gaben wohl den Nichiren-Buddhismus nur durch die SGI-Brille zu kennen scheinen.

@ Cravin
Informiere dich einfach auch einmal über Nichiren und den Nichiren-Buddhismus im allgemeinen, seine Geschichte, seine Schulen, Richtungen und Ausprägungen. Im Deutschen wirst du leider wenig Material finden welches "SGI-frei" ist.

Gassho
Catflap08
Cravin hat geschrieben:
Aber das Problem bei der SGI ist das
sie sehr oft kritisiert wird als Sekte. Und das schreckt mich schon sehr ab .
Vor allem beim ersten treffen wollten die mich so schnell wie möglich zu einem
Mietglied machen.


Und warum willst du dann überhaupt dieser Organisation beitreten..?
mach doch deine eigenen erfahrungen?
Liebe Freunde, kennt jemand Leute aus der Nichiren-Richtung
im Raum Stuttgart oder Umgebung - oder vielleicht sogar eine
nette Gruppe? - es wäre eine große Hilfe! liebe Grüße von Martin
Leider nein!! Kenne keine Leute aus Stuttgart

Nochmal aber zu der Frage mit dem Nichiren Buddhismus
1. Wir sind eine Glaubensgemeinschaft und die die sich engagieren machen das Freiberuflich und ohne Geld.
Du hast also nichts zu verlieren
2. Lies Dir die Präambel durch wofür die SGI steht
3. In der SGI gibt es die gleichen Probleme wie überall auch. Buddhismus heisst einer der sich auf den Weg gemacht hat. Das es da nicht immer harmonisch zugeht, ist schon richtig. Allerdings sind doch die meisten die ich kenne sehr bemüht.
4. GEh auf eine Gästeversammlung hin und schau einfach was das für Leute sind und wie sie miteinander umgehen. Du verpflichtest Dich ja zu nichts. Was hast Du also zu verlieren???
5. Tut Dir das gut und verändert es Dein Leben zum Positiven und gibt die Antworten auf Deine Fragen die Dir das Leben stellt, dann bleib dabei. Wenn nicht suche Rat bei jemand anderen aus der Region. Hilft das auch nciht oder fühlst Du Dich generell unwohl, dann such weiter, aber bevor Du das tust
6. Gib der Sache eine Chance!!!!

Daisaku Ikeda hat mal geschrieben:
Bitte werden Sie glücklich
Das ist das einzige worum ich Sie bitte

LG Micha
Vor ein paar Jahren wurde ich mehrfach eingeladen an einem "kleinen Treffen zuhause" teilzunehmen. Habe mir daraufhin diesen Text durchgelesen. Damit war das Thema vom Tisch.
http://www.buddhismuskunde.uni-hamburg. ... czorek.pdf

Sarvamitra
Namaste!
sarvamitra hat geschrieben:
Vor ein paar Jahren wurde ich mehrfach eingeladen an einem "kleinen Treffen zuhause" teilzunehmen. Habe mir daraufhin diesen Text durchgelesen. Damit war das Thema vom Tisch.
http://www.buddhismuskunde.uni-hamburg. ... czorek.pdf

Sarvamitra

Hallo Sarvamitra,

welcher Aspekt in dem Text bzw. in der SG-Kontroverse hat Dich dazu veranlasst, den "kleinen Treffen zuhause" eine Absage zu erteilen?

< gasshô >

Benkei
Ich kenne die SGI-Deutschland schon über 10 Jahre. Ich habe sie nicht als Sekte kennengelernt. Die Menschen werden auch nicht zum spenden gedrängt. Letztens las ich einen netten Brief, wo um eine kleine Spende gebeten wurde. Dadurch wird der Kaikan finanziert. Das ist ein öffentlicher Versammlungsort. In dem Brief war ein Spendenkonto aufgeführt. Wer will kann was zukommen lassen oder weiter umsonst dabei sein. Auch kommt es nicht auf die Summe an, sondern auf das Herz und das ist wichtig.
Ich habe bisher noch nichts gespendet.
Manche Dinge in der SGI finde ich auch nicht toll z. B. das einige Mitglieder die hohen Ideale wie Humanität und Dialog nicht immer so leben. Das viel gelabert wird, aber zu wenig im eigenen Leben gelebt wird. DAs zuviele Lehren auswendig gelernt werden, ohne wirklich kritisch über die Gosho (Nichiren Daishonins Briefe an seine Schüler) zu diskutieren.
Teilweise nervt auch der Missionarseifer, was dann an christliche Sekten wie Zeugen Jehovas erinnern kann. Auch Daisaku Ikeda kriegt stellenweise eine sehr große Bedeutung, was manche als Personenkult werten.
Andererseits hat er seit den 50er Jahren die SGI zu dieser großen Organisation gemacht, die sie heute weltweit ist. Vielleicht kann man diesen Stellenwert mit einem Willi Brandt in der SPD oder Nelson Mandela im ANC vergleichen. Die Schriften von Daiskau Ikeda finde ich sehr klug und vielschichtig. Er ist ein Gelehrter alter Schule wie Humboldt oder Goethe und schaut über seinen buddhistischen Tellerand. Er hat immer den Dialog zwischen den Religionen gesucht und auch Feinde besucht wie z. B. China. Japan und China sind sich ja bis heute nicht grün, was an den Inselstreit sehen kann.
Die Menschen in der SGI wirken sehr freundlich meist, aber auch nicht jeder hat diese Erleuchtung, die er gerne nach Außen verkaufen will. Da gibts wie überall auch Unehrlichkeit, Arroganz und andere negative Tendenzen, die auch in den 10 Welten gut beschrieben werden.
Mit anderen Worten die SGI ist sehr menschlich mit allen ihren positiven wie negativen Seiten.
Schön finde ich, dass viele ihre Wohnungen für andere auf machen und sie zum chanten oder diskutieren über Buddha einladen. So wird der Buddhismus ein Teil des Alltags und findet nicht nur einsam in den Bergen statt. Oder verschlossen im Kloster.
Namaste,

hallo Buddhist-NRW und willkommen im Buddhaland!
Buddhist-NRW hat geschrieben:
Ich kenne die SGI-Deutschland schon über 10 Jahre. Ich habe sie nicht als Sekte kennengelernt. Die Menschen werden auch nicht zum spenden gedrängt. Letztens las ich einen netten Brief, wo um eine kleine Spende gebeten wurde. Dadurch wird der Kaikan finanziert. Das ist ein öffentlicher Versammlungsort. In dem Brief war ein Spendenkonto aufgeführt. Wer will kann was zukommen lassen oder weiter umsonst dabei sein. Auch kommt es nicht auf die Summe an, sondern auf das Herz und das ist wichtig.
Ich habe bisher noch nichts gespendet.

Die Praxis des "Gebens", Dana, wird in den diversen buddhistischen Gruppen ohnehin sehr unterschiedlich gehandhabt.
Einige Gruppen geben Empfehlungen, zu welchem Anlass welche Gaben angemessen sind, während andere das gänzlich ihren Sangha-Mitgliedern und Besuchern überlassen.

Ich meine allerdings, dass die Kritik an der SGI aus diesem Forum ohnehin gar nicht in diese Richtung ging; denn wie gesagt, da unterscheidet sich die SGI hier die Deutschland wohl auch nicht von den anderen buddhistischen Gruppen.

Manche Dinge in der SGI finde ich auch nicht toll z. B. das einige Mitglieder die hohen Ideale wie Humanität und Dialog nicht immer so leben. Das viel gelabert wird, aber zu wenig im eigenen Leben gelebt wird.

Ich denke der Umstand, dass "Wort und Tat" nicht immer konform gehen ist besonders hier im Westen ein allgemeines Problem in allen religiösen Gruppen:
Hohe Ideale, hohe Ansprüche, gute Vorsätze aber auch allzu menschliche Übende und sehr viele Versuchungen. So ist das eben... es "menschelt" halt :wink:
Auch das Labern ist ebenso ein weit verbreitetes Phänomen. Sehr viele Menschen lesen, sprechen und schreiben einiges über den Buddhismus ohne ihn überhaupt zu praktizieren.

DAs zuviele Lehren auswendig gelernt werden, ohne wirklich kritisch über die Gosho (Nichiren Daishonins Briefe an seine Schüler) zu diskutieren.

Ich denke genau das ist einer der Kern-Kritikpunkte, den Aussteiger und Interessierte häufig gegen die SGI anführen - und das scheinbar nicht zu Unrecht.

Wenn man sich die Gosho durchliest, dann kommt man einfach nicht umhin, Nichirens Ansichten und Angriffe gegenüber anderen Traditionen (Jôdo Shû, Rinzai Shû und Shingon-Ritsu) und Lehrern als nicht mehr zeitgemäß und intolerant abzulehnen.
Auch seine Argumentationen gegen das Nenbutsu (welches im Grunde genommen ja eine dem Daimoku sehr ähnliche Praxis darstellt) kann man heute wohl kaum noch nachvollziehen, da sie sich einfach nur auf die bloße Bevorzugung eines bestimmten Teils des Kanons stützt.

Teilweise nervt auch der Missionarseifer, was dann an christliche Sekten wie Zeugen Jehovas erinnern kann. Auch Daisaku Ikeda kriegt stellenweise eine sehr große Bedeutung, was manche als Personenkult werten.

Auch das sind hier häufig erwähnte Kritikpunkte.
Worin besteht der unterscheidende Vorteil, einen ordinierten Hohepriester durch einen Präsidenten zu ersetzen?
Da wäre mir persönlich der Priester, welchen man objektiv an seinen Taten in Bezug auf seine Gelübde messen kann, lieber.

Andererseits hat er seit den 50er Jahren die SGI zu dieser großen Organisation gemacht, die sie heute weltweit ist. Vielleicht kann man diesen Stellenwert mit einem Willi Brandt in der SPD oder Nelson Mandela im ANC vergleichen. Die Schriften von Daiskau Ikeda finde ich sehr klug und vielschichtig. Er ist ein Gelehrter alter Schule wie Humboldt oder Goethe und schaut über seinen buddhistischen Tellerand.
Die Tatsache, dass er die SGI groß gemacht hat, trifft schon zu. Aber sagt das etwas über seine spirituellen Qualitäten aus?
Ob ich ihn nun mit Humboldt oder Goethe vergleichen würde weiß ich nicht.
Ich hatte mir mal zwei seiner Bücher gekauft und angelesen. Da ich darin aber nichts neues entdecken konnte und in Bezug auf den Buddhismus gerade mal die absoluten Grundlagen auch nur angerissen und sehr komprimiert besprochen worden, stellte ich die Bücher sehr schnell bei ebay rein.
Für meinen Geschmack zu viel Psycho-Kram, den ich grundsätzlich nicht mit Buddhismus vermischt haben möchte (natürlich nur meine eigene, festgefahrene Meinung zu diesem Misch-Masch).

Er hat immer den Dialog zwischen den Religionen gesucht und auch Feinde besucht wie z. B. China. Japan und China sind sich ja bis heute nicht grün, was an den Inselstreit sehen kann.

Naja, den religiösen Dialog pflegt er zwar zu anderen, nichtbuddhistischen Religionen und ab und an auch zu anderen buddhistischen Schulen außerhalb Japans (tibetische Traditionen, Theravada). Aber mit den anderen japanischen buddhistischen Schulen oder gar mit den anderen Nichiren-Richtungen findet meines Wissens kein Dialog statt und gegenüber der Nichiren Shôshû herrscht immer noch Feindschaft. Der "Dialog zwischen den Religionen" findet folglich nur dort statt, wo ihn Ikeda auch haben will und sonst nicht.

Die Menschen in der SGI wirken sehr freundlich meist, aber auch nicht jeder hat diese Erleuchtung, die er gerne nach Außen verkaufen will. Da gibts wie überall auch Unehrlichkeit, Arroganz und andere negative Tendenzen, die auch in den 10 Welten gut beschrieben werden.
Mit anderen Worten die SGI ist sehr menschlich mit allen ihren positiven wie negativen Seiten.
Schön finde ich, dass viele ihre Wohnungen für andere auf machen und sie zum chanten oder diskutieren über Buddha einladen. So wird der Buddhismus ein Teil des Alltags und findet nicht nur einsam in den Bergen statt. Oder verschlossen im Kloster.

Die negativen Tendenzen und das "Menscheln" findet man wohl in allen buddhistischen Gruppen mehr oder minder. Auch Leute, die ihre Wohnung für Sangha-Aktivitäten zur Verfügung stellen muss es viele geben, den längst nicht alle Gruppen beginnen mit einem voll ausgerüsteten Zentrum, Dojo oder Tempel.

Das "einsam in den Bergen" gibt es auch in den "Priester/Mönch-lastigen" buddhistischen Traditionen kaum noch, aber immerhin ist es in manchen dieser Richtungen weiterhin eine Option für Einzelne, die sich dafür berufen fühlen. Genauso ist es mit den Klostermauern.
Ich finde das äußerst lobenswert!
Der Buddhismus ist auch außerhalb der SGI hier im Westen in der Gesellschaft angekommen, aber er bietet für Einzelne dazu berufene immer noch alternative Lebenskonzepte.

< gasshô >

Benkei

Namu-Myôhô-Renge-Kyô
Namu-Amida-Butsu
Andererseits hat er seit den 50er Jahren die SGI zu dieser großen Organisation gemacht, die sie heute weltweit ist. Vielleicht kann man diesen Stellenwert mit einem Willi Brandt in der SPD oder Nelson Mandela im ANC vergleichen.


Nun der Unterschied von Herrn Ikeda zu Brandt und Mandela ist dass die beiden letzten wirklich etwas geleistet haben. Herr Ikeda hat sicher viel getan aber ob er was geleistet hat bezweifle ich doch sehr. Meine Beobachtung ist eher, dass sich die SGI gerne mit fremden Federn schmückt und dadurch Vergleiche anstrebt die bei genauem hinsehen jeder Grundlage entbehren. Gandhi, King, Mandela etc etc

Die Schriften von Daiskau Ikeda finde ich sehr klug und vielschichtig. Er ist ein Gelehrter alter Schule wie Humboldt oder Goethe und schaut über seinen buddhistischen Tellerand.
 

Erstens bezweifle ich sehr dass Ikeda seine sog. Schriften selbst verfasst, zweitens zitiert er falsch, drittens sind ein und zwei der Grund warum ich sie dem Altpapier zur Verfügung gestellt habe. Es sind neben einem mir geschenkten Perry Rhodan Roman übrigens die einzigen Bücher die ich je weggeschmissen habe bzw. sie zur Verwertung gegeben habe.


Er hat immer den Dialog zwischen den Religionen gesucht und auch Feinde besucht wie z. B. China. Japan und China sind sich ja bis heute nicht grün, was an den Inselstreit sehen kann.


Dialog mit anderen Religionen? Ich denke der „Dialog“ den die SGI allein schon innerhalb des Nichiren-Buddhismus praktiziert stütze diese These nicht gerade.
Im Übrigen bin ich vor einiger Zeit wohl auf die in meinen Augen neutralste und undramatischte Beschreibung über den Ausschluss der SGI aus der Nichiren Shoshu gestossen: http://www.geocities.ws/chris_holte/Buddhism/IssuesInBuddhism/nikken.html

Zu China, Russland etc. Warum hat sich die SGI nie zu Menschenrechtsverletzung innerhalb dieser Staaten geäußert? Wann hat sie sich aktiv gegen religiöse Verfolgung anderer gestellt? Fragen Fragen so viele Fragen.

Nichts für ungut.
catflap08 hat geschrieben:
Andererseits hat er seit den 50er Jahren die SGI zu dieser großen Organisation gemacht, die sie heute weltweit ist. Vielleicht kann man diesen Stellenwert mit einem Willi Brandt in der SPD oder Nelson Mandela im ANC vergleichen.


Nun der Unterschied von Herrn Ikeda zu Brandt und Mandela ist dass die beiden letzten wirklich etwas geleistet haben. Herr Ikeda hat sicher viel getan aber ob er was geleistet hat bezweifle ich doch sehr. Meine Beobachtung ist eher, dass sich die SGI gerne mit fremden Federn schmückt und dadurch Vergleiche anstrebt die bei genauem hinsehen jeder Grundlage entbehren. Gandhi, King, Mandela etc etc

Die Schriften von Daiskau Ikeda finde ich sehr klug und vielschichtig. Er ist ein Gelehrter alter Schule wie Humboldt oder Goethe und schaut über seinen buddhistischen Tellerand.
 

Erstens bezweifle ich sehr dass Ikeda seine sog. Schriften selbst verfasst, zweitens zitiert er falsch, drittens sind ein und zwei der Grund warum ich sie dem Altpapier zur Verfügung gestellt habe. Es sind neben einem mir geschenkten Perry Rhodan Roman übrigens die einzigen Bücher die ich je weggeschmissen habe bzw. sie zur Verwertung gegeben habe.


Er hat immer den Dialog zwischen den Religionen gesucht und auch Feinde besucht wie z. B. China. Japan und China sind sich ja bis heute nicht grün, was an den Inselstreit sehen kann.


Dialog mit anderen Religionen? Ich denke der „Dialog“ den die SGI allein schon innerhalb des Nichiren-Buddhismus praktiziert stütze diese These nicht gerade.
Im Übrigen bin ich vor einiger Zeit wohl auf die in meinen Augen neutralste und undramatischte Beschreibung über den Ausschluss der SGI aus der Nichiren Shoshu gestossen: http://www.geocities.ws/chris_holte/Buddhism/IssuesInBuddhism/nikken.html

Zu China, Russland etc. Warum hat sich die SGI nie zu Menschenrechtsverletzung innerhalb dieser Staaten geäußert? Wann hat sie sich aktiv gegen religiöse Verfolgung anderer gestellt? Fragen Fragen so viele Fragen.

Nichts für ungut.



Wie kommst du darauf, dass Ikeda falsch zitiert und nicht selbst schreibt?
Buddhist-NRW hat geschrieben:


Wie kommst du darauf, dass Ikeda falsch zitiert und nicht selbst schreibt?


Vor einigen Jahren erläutertet mir das ein Bekannte anhand von Zitaten von Hugo und Goethe. Klar man kann Zitate nutzen um den eigenen Standpunkt zu untermauern. Kleiner aber feiner Unterschied ist diese in sein Weltbild reinzupressen und aus ihrem originären Zusammenhang zu reißen. Neulich las ich auch im Internet, dass auch Mandela wohl nichts besseres auf Robin Island zu tun gehabt haben soll als Ikeda zu lesen “Schau an …” .

In Sachen Ghostwriter bezieht sich das auf Lisa Jones (Bei guter Suche noch im Internet zu finden). Ehemals Mitglied und Angestellte der SGI-USA. Nach ihrem Ausscheiden wusste die SGI nichts besseres zu tun als sie zu verklagen, nachdem sie öffentlich machte als Ghostwriter für Ikeda tätig gewesen zu sein. Sie verlor die Klage. DOCH nicht etwa wegen ihrer Behauptung als Ghostwriter tätig gewesen zu sein, sondern weil sie durch ihre Veröffentlichung SGI-Internas veröffentlicht hatte was ihrem Arbeitsvertrag widersprach. Solcherlei Arbeitsverträge kennt man gemeinhin eigentlich nur aus der Computer-, Rüstungs-, Pharmaindustrie. So sei es eben.
...drittens sind ein und zwei der Grund warum ich sie dem Altpapier zur Verfügung gestellt habe. Es sind neben einem mir geschenkten Perry Rhodan Roman übrigens die einzigen Bücher die ich je weggeschmissen habe bzw. sie zur Verwertung gegeben habe.


Zwei enthusiastisch erhobene Daumen :lol:

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