SGI Deutschland -- eine traumatische bittere Erfahrung

Moderator: void

Void:
Natürliche wäre es schön wenn es inmitten der unreinen Welt reine Enklaven gibt, wo alle Leute nett zu einem sind und keine Zimmerpflanze vergessen wird. Aber gibt es sowas?


naja, ist ja nun keine x beliebige zimmerpflanze. klingt vielleicht merkwürdig, aber in dharmazentren sehe ich auch an topf-pflanzen, ob die leute in der hauptsache nur mit sich selber beschäftigt sind oder nicht.
Du schriebst:
" ... noch sind die Menschen eine zuuuu grosse Herausforderung, die ich meistens nicht packe. ..."

Jemand fragte einmal meinen Lehrer, wie er sein Können nach so vielen Jahren der intensiven Praxis einschätze. Seine Antwort:
Ich bleibe Schüler, mein Leben lang.
... Ich denke, dieser Aussage können wir uns bedenkenlos anschließen. :)

LG mkha'
Schanta hat geschrieben:
@mukti
"Vielleicht dachten sie du willst nichts mehr mit ihnen zu tun haben? Wo du doch ihr Angebot abgelehnt hast und wahrscheinlich nicht mehr zum Daimoko gekommen bist und niemanden mehr kontaktiert hast. Sie dachten vielleicht wenn er doch wieder was braucht wird er sich ja melden oder vorbeikommen. "

Du, mukti, ich habe danach noch alles mögliche an Telefon.- und
Emailkontakten versucht, Vermittler gesucht, die sich dann
auch anboten--
aber wie gesagt
und so wahr mir der Buddha hilft
bis heute ABSOLUT NULL an Reaktionen.
So, und jetzt kommst du.


Wusste ich nicht, jetzt verstehe ich dich besser. Die einzige Hilfe war also das Gohozon-Angebot, wird es nicht angenommen, fühlt man sich nicht mehr zuständig. Kommt mir vor wie eine sehr eng fixierte Auffassung von Nächstenliebe, vielleicht eine Art Fanatismus.

Bei uns in Wien gibt es die SGI auch, in einer historischen Villa am Stadtrand. Ich war mal kurz dort aber fühlte mich nicht hingezogen. Sie sind Mitglied in der Österreichischen Buddhistischen Religionsgemeinschaft, als Laienorden.
Wusste ich nicht, jetzt verstehe ich dich besser. Die einzige Hilfe war also das Gohozon-Angebot, wird es nicht angenommen, fühlt man sich nicht mehr zuständig. Kommt mir vor wie eine sehr eng fixierte Auffassung von Nächstenliebe, vielleicht eine Art Fanatismus.


Lieber mukti, das wissen wir doch nicht. Wir kennen nur eine Sicht.
Wieso, diese enge Konzentration auf die "zentralen Aspekte" ist durchaus üblich.
Wo der Mensch aber faktisch erstarrt an Regeln und Riten und das Ausüben von Metta Karuna "vergisst", ist es kein Mahayana mehr; wobei ich nicht weiß, ob Nichiren zum Mahayana gehört.
Doris Rasevic-Benz hat geschrieben:
Wusste ich nicht, jetzt verstehe ich dich besser. Die einzige Hilfe war also das Gohozon-Angebot, wird es nicht angenommen, fühlt man sich nicht mehr zuständig. Kommt mir vor wie eine sehr eng fixierte Auffassung von Nächstenliebe, vielleicht eine Art Fanatismus.


Lieber mukti, das wissen wir doch nicht. Wir kennen nur eine Sicht.


Da hast du natürlich recht, habe deshalb gemeint dass es mir so vorkommt, eben nach dieser Schilderung. Jedenfalls ist mir eine solche Gesinnung von anderen religiösen Gemeinschaften nicht unbekannt. Aber ja, ich will der SGI nichts unterstellen. Weder kenne ich diese Gemeinschaft näher, noch ihre Darstellung dieser Angelegenheit.
von mkha: (sorry, kriege das zitieren hier nicht richtig hin..)
Ja, und nun kommt er, der dicke Hammer:

- weshalb glaubtest Du, (und glaubst es immer noch), dass diese Menschen, sich genau Deinen Erwartungen gemäß verhalten müssten?

- Weshalb nimmst Du ihnen übel, dass sie nicht genau so "funktioniert" haben, wie Du es, nach Deinem Dafürhalten und zwecks eigenen Wohlbefindens, erwartetest (und auch heute wieder erwartest)?

Sich etwas auszumalen, etwas zu erwarten und zu hoffen, dass es so, wie wir es uns dachten, sein wird, kann nur mit einer Ent-täuschung enden. Hilfe findet sich im Inneren; sie erwächst aus eigener Erkenntnis, ...

Frage Dich - Was würde ich denken, wenn irgendein Mitmensch richtig sauer auf mich wäre, weil ich nicht genau das tue, was er von mir zu seinem eigenen Wohlbefinden erwartet? ...

Stell Dir zudem vor, Du habest diesem Mitmensch etwas Alternatives, etwas, was Du zu leisten bereit bist, angeboten, er habe es aber abgelehnt, und etwas verlangt, was Du immer noch nicht zu geben bereit bist. ...


LG mkha'[/quote]

@ mkha

Geht es wirklich nur um MEINE Erwartungen?
Es geht um eine menschliche Anständigkeit,
es geht um buddhistisch praktiziertes Mitgefühl,
es geht um das, was SGI.D - wie zitiert - propagiert.
Von meiner Nachbarin Lieschen Müller kann ich nix erwarten,
aber sehr wohl von denen, die öffentlich die Sokka
vertreten und Gruppen veranstalten.
Habe ich mich für deine Begriffe nur still in die Ecke zu
setzen und alles hinzunehmen?

"Frage Dich - Was würde ich denken, wenn irgendein Mitmensch richtig sauer auf mich wäre, weil ich nicht genau das tue, was er von mir zu seinem eigenen Wohlbefinden erwartet? ...

Stell Dir zudem vor, Du habest diesem Mitmensch etwas Alternatives, etwas, was Du zu leisten bereit bist, angeboten, er habe es aber abgelehnt, und etwas verlangt, was Du immer noch nicht zu geben bereit bist. ... "

Es gibt reichlich denkbare Alternativen einer Antwort dazu statt blosses NICHTS!
Ich würde demjenigen WENIGSTENS sagen, schreiben, mailen, warum ich mich
zurück ziehe, warum ich mich vielleicht überfordert fühle.
Ich würde zu Demjenigen fahren und irgendwas geben, mit ihm reden,
rausfinden, was er wirklich braucht --
ich könnte mich nicht im Spiegel anschauen, würde ich mich
so verhalten wie diese 3 Menschen.
von Doris:
"Was ich aus Deinen Post herauslese, ist, dass Du immer noch keine volle Verantwortung für Dein Verhalten übernehmen willst und immer noch Schuld, oder zumindest Teilschuld im Außen suchst. Das wird Dir aber nicht weiterhelfen. "

@ Doris
Warum meinst du,das ich noch immer keine volle Verantwortung übernehmen will??
Was bedeutet das für dich in diesem Kontext?
Und Schuld suchen? Ich gebe denen doch keine Schuld, das meine Beziehung
abstürzte und ich zu trinken anfing. Aber sehr wohl haben diese zu
verantworten, das sie sich völlig zurück zogen. Was sie selbst dann
beibehielten/beibehalten, als sie schon 2006 erfuhren, das ich erfolgreich
einen Entzug machte; und dies heute, 2017, fortsetzen, mit einer manischen
Konsequenz, die ich einfach nur fürchterlich und unmenschlich finde.
Wir reden hier doch von BUDDHISTEN und nicht von AfDlern oder so,
die sich Kampf, Ausgrenzung und Härte auf die Fahnen schreiben.

Danke für deine Bemühungen.. :angel:
Schanta hat geschrieben:
(sorry, kriege das zitieren hier nicht richtig hin..)


In dem Fenster ist in der rechten Ecke oben ein Anführungszeichen, da klickt man drauf, dann kann man was zu dem Beitrag dazuschreiben, eventuell auch nicht relevante Teile löschen.
Warum meinst du,das ich noch immer keine volle Verantwortung übernehmen will??
Was bedeutet das für dich in diesem Kontext?
Und Schuld suchen? Ich gebe denen doch keine Schuld, das meine Beziehung
abstürzte und ich zu trinken anfing. Aber sehr wohl haben diese zu
verantworten, das sie sich völlig zurück zogen. Was sie selbst dann
beibehielten/beibehalten, als sie schon 2006 erfuhren, das ich erfolgreich
einen Entzug machte; und dies heute, 2017, fortsetzen, mit einer manischen
Konsequenz, die ich einfach nur fürchterlich und unmenschlich finde.
Wir reden hier doch von BUDDHISTEN und nicht von AfDlern oder so,
die sich Kampf, Ausgrenzung und Härte auf die Fahnen schreiben.


Du hängst immer noch manisch (Danke für das Stichwort) daran, dass diese Leute Deiner Meinung nach falsch gehandelt haben.
Kannst Du Dir gar nicht vorstellen, wie sehr Du durch Deinen Durchhänger andere verletzt haben könntest? Ich habe oben beschrieben, dass Leute im Rausch nicht merken, dass sie sich verletzend verhalten, weil sie von ihrem eigenen Elend geblendet sind. Das ist bei Alkohol- und Drogenmissbrauch das Übliche. Du könntest Dir also überlegen, was Du dazu beigetragen hast, dass sich die Leute so derart von Dir abgewandt haben. Vielleicht haben sie die Erfahrung gemacht, in solchen Fällen keine Angriffsfläche mehr zu bieten und die Person am besten zu ignorieren? Bedränge sie also nicht mehr weiter.

Manchmal gibt es keine Versöhnung und Aussprache. Das ist verdammt bitter, vor allem, wenn man sich so derart verletzt fühlt und so viel Gutes in Menschen hineinprojiziert hat. Ich weiß selbst, wie heilsam eine Aussprache, auch noch nach Jahren und Jahrzehnten, sein kann. Aber manchmal gibt es das einfach nicht. Dann ist es besser, sich selbst zu analysieren und dann sich und dem Anderen zu verzeihen, statt sich in vergeblicher Hoffnung zu verzehren.

Ich spreche aus eigener Erfahrung: Auch ich hätte gerne mit einem Menschen eine richtige Aussprache, ein Wort der Entschuldigung gehört. Mich hat das viele Jahre gequält, ich konnte das nicht verstehen, es hat mich fast kaputt gemacht, es ging für mich ums Überleben. Aber eines Tages habe ich die Vergeblichkeit erkannt und losgelassen. Manchmal erfüllen sich unsere Wünsche nicht, und dann müssen wir damit klarkommen.

Hinfallen, aufstehen, Krönchen richten … weitergehen.
Präsident IKEDA, SGI
Sein FRIEDENSVORSCHLAG für 2015:

"Als Fundament für die Überwindung menschlichen Leids, welches durch Armut und Konflikte verursacht wird, betont er die Notwendigkeit einer Rehumunanisierung von Politik und Wirtschaft, die auf einem Gemeinschaftssinn mit den einfachen Bürgern beruhe. Man müsse die Menschen zur Selbsthilfe befähigen, sich aktiv aus leidvollen Lebenssituationen befreien zu können sowie die freundschaftliche Verbundenheit und Fürsorge stärken. All dies sei Voraussetzung für die nachhaltige Erschaffung von Frieden. "

Mir hat man damals überhaupt nicht zur Selbsthilfe in irgend einer Weise
helfen wollen.
Wenn ich Andere verletzt haben sollte, so ist es an denen, ZUMINDEST
dies zu kommunizieren--
auch war dies keine bewusstes beabsichtigtes "Verletzen" meinerseits,
aber sehr wohl eine rigide bewusste Entscheidung von denen,
den Kontakt abzubrechen.
Es gibt für mich, liebe Doris, keine Entschuldigung für
diese erlebte völlig Ignoranz.
Und somit auch keinen Frieden,
den müssen nämlich beide Seiten schaffen.
Verzeihen:
ich kann sie bitten, mir zu verzeihen und ich
darf sie mit Fug und Recht bitten/einladen,
mich um Verzeihung zu bitten --
ja, da gehören aber ZWEI dazu
und es gibt nur Einen, nämlich mich.
Kleine Schwachmaten sind es, die sich Buddhisten nennen wollen.
Mir hat man damals überhaupt nicht zur Selbsthilfe in irgend einer Weise
helfen wollen.
Wenn ich Andere verletzt haben sollte, so ist es an denen, ZUMINDEST
dies zu kommunizieren--
auch war dies keine bewusstes beabsichtigtes "Verletzen" meinerseits,
aber sehr wohl eine rigide bewusste Entscheidung von denen,
den Kontakt abzubrechen.
Es gibt für mich, liebe Doris, keine Entschuldigung für
diese erlebte völlig Ignoranz.
Und somit auch keinen Frieden,
den müssen nämlich beide Seiten schaffen.
Verzeihen:
ich kann sie bitten, mir zu verzeihen und ich
darf sie mit Fug und Recht bitten/einladen,
mich um Verzeihung zu bitten --
ja, da gehören aber ZWEI dazu
und es gibt nur Einen, nämlich mich.
Kleine Schwachmaten sind es, die sich Buddhisten nennen wollen.


Sicher, hast Du das nicht bewusst machen wollen.
Glaubst Du, die Leute wollten Dich bewusst verletzen?
Solche bewussten Verletzungen sind äußerst selten. Meistens sind es Folgen von Unwissenheit und Angst.
Aber egal, was der Grund für deren Verhalten war, wir können es nicht wissen.
Offensichtlich gibt es derzeit keinen Klärungsbedarf.
Dann lass zu Deinem Wohl los. Frieden beginnt immer im eigenen Innern. Sobald Du innerlich Frieden geschlossen hast, herrscht Frieden.
Doris:
Ich habe oben beschrieben, dass Leute im Rausch nicht merken, dass sie sich verletzend verhalten, weil sie von ihrem eigenen Elend geblendet sind. Das ist bei Alkohol- und Drogenmissbrauch das Übliche.


Ich weiß gar nicht wie viele Leute ich im Alkohol,- und Drogenrausch erlebt habe, doch davon hat sich nur eine Minderheit auch verletzend betätigt. Es kommt wirklich auf den Typ an. Etwas anderes ist natürlich wenn ich mich gestört fühle. Ich finde deine Redensweise verletzend: "vom eigenen Elend geblendet" zum Beispiel. Aber Schanta: Im Geben und Nehmen, gerade darin, und wo Leute sich da genötigt sehen & fühlen, dann ist es doch gleich vorbei. Deine Erwartungshaltung ist so eindringlich. Mich würde das besorgen.
Morpho hat geschrieben:
Doris:
Ich habe oben beschrieben, dass Leute im Rausch nicht merken, dass sie sich verletzend verhalten, weil sie von ihrem eigenen Elend geblendet sind. Das ist bei Alkohol- und Drogenmissbrauch das Übliche.


Ich weiß gar nicht wie viele Leute ich im Alkohol,- und Drogenrausch erlebt habe, doch davon hat sich nur eine Minderheit auch verletzend betätigt. Es kommt wirklich auf den Typ an. Etwas anderes ist natürlich wenn ich mich gestört fühle. Ich finde deine Redensweise verletzend: "vom eigenen Elend geblendet" zum Beispiel.

Frag doch mal bei den Familienangehörigen nach, wie die das sehen. Nicht nur böse Worte und körperliche Gewalt können verletzen. Frag z.B. mal, wie verletzt Eltern sich fühlen, wenn sie das eigene Kind an Drogen kaputt gehen sehen.
Ja, das eigene Elend macht blind. Leiden schafft Leiden.
Musst du immer soweit ausschweifen ?
Schanta hat geschrieben:
Es gibt für mich, liebe Doris, keine Entschuldigung für
diese erlebte völlig Ignoranz.
Und somit auch keinen Frieden,


Aber wenn es doch gelänge Verständnis und Mitgefühl aufzubringen, dann hätte man auch Frieden. Warum also sollte man nicht darauf sein Augenmerk richten und daran arbeiten? Das ist ja auch die Lehre des Buddha.

„Ihr Bhikkhus, sogar wenn Banditen euch barbarisch Glied für Glied mit einer Doppelgriffsäge in Stücke teilen würden, würde derjenige, der einen verdorbenen Geist ihnen gegenüber entstehen ließe, meine Lehre nicht befolgen. Darin, ihr Bhikkhus, solltet ihr euch so üben: ,Unser Geist wird unbeeinträchtigt bleiben, und wir werden keine bösen Worte äußern; wir werden in Mitgefühl für ihr Wohlergehen verweilen, mit einem Geist voll Liebender Güte, ohne inneren Haß. Wir werden verweilen, indem wir sie mit einem Herzen durchdringen, das von Liebender Güte durchtränkt ist; und mit ihnen als Objekt werden wir verweilen, indem wir die allumfassende Welt mit einem Herzen durchdringen, das von Liebender Güte durchtränkt ist, unerschöpflich, erhaben, unermeßlich, ohne Feindseligkeit und ohne Übelwollen.‘ Auf solche Weise solltet ihr euch üben, ihr Bhikkhus.“ MN21
Hallo Schanta,
von Schanta » 04.06.2017, 13:25 Geht es wirklich nur um MEINE Erwartungen?
Kennst Du noch die Standartantwort bei „Radio Eriwan“: „Im Prinzip ja, aber …“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Radio_Jerewan)

Die Faktoren menschliche Anständigkeit, buddhistisch praktiziertes Mitgefühl, das, was SGI.D propagiert sind Dinge, die Dir wichtig sind, und die Du zumindest von den Menschen, die vorgeben, sie zu leben, erwartest. Insofern geht es um Deine Erwartungen – mögen sie nun berechtigt sein, oder nicht.

(Irgendwann wirst Du plötzlich realisieren, dass es nur um das, was Du tust, nicht um das, was Du von anderen erwartest. Niemandem ist es möglich, das Denken, Reden und Handeln anderer zu verändern, Du kannst ausschließlich Deine Sicht aller Dinge, Deine Einstellung zu dem, was ist, ändern.)

Aber, … auch diejenigen, die öffentlich die Sokka vertreten und Gruppen veranstalten, sind, ebenso, wie „Lieschen Müller“, lediglich Menschen, die sich bemühen, das zu leben, was sie vertreten möchten – und, auch sie können nur gemäß ihres Potentials agieren.

Bedenke bitte, dass es auch im Leben der Menschen, für die liebendes Mitgefühl, Freigiebigkeit, Geduld, Gelassenheit, etc. wichtige Ecksteine ihres Seins bilden, zu Situationen kommen kann, in denen sie ganz plötzlich das Gefühl haben, maßlos überfordert zu sein. … Mögen sie auch zuvor, im ganz normalen Alltag, fest davon überzeugt gewesen sein, sie könne nichts aus dem Gleichgewicht bringen, so sind sie doch an einem Punkt X nicht mehr in der Lage, das zu leben, wovon sie (möglicherweise sogar) glaubten, es bereits verwirklicht zu haben.

… und nachdem sie so aus dem Tritt gerieten fehlt einigen auch die Fähigkeit, zu einer (vermeintlichen) „Verfehlung“, (z.B. eines inakkuraten Verhaltens), zu stehen, ... das wird nicht jedem in die Wiege gelegt …

… ebenso wenig, wie die Fähigkeit des großherzigen Verzeihens, … oder gar der Überlegung, dass es nichts zu verzeihen gibt, wo sich nichts zu Verzeihendes und auch kein Kläger findet.
Du fragst: Habe ich mich für deine Begriffe nur still in die Ecke zu setzen und alles hinzunehmen?
Was Du tun wirst, wird allein auf Deinem Nachdenken, dem darüber meditieren und Deiner Erkenntnis beruhen. ... Ich möchte Dir lediglich aufzeigen, dass es (zumindest für mich) eine andere Sicht der Dinge gibt, wobei ich selbstverständlich nicht erwarte, dass Du sie Dir zu eigen machst.

Ich habe ein anderes Naturell. Ich bin ein grober, knorriger Klotz, … Wind und Wetter gegerbt; ich nehme grundsätzlich nichts "persönlich", ich habe zudem verinnerlicht, dass alles und jeder mit allem und jedem verbunden ist, dass nichts eigenständig existiert, und nichts für die Ewigkeit ist. Alles und jeder wandelt sich in jeder Nanosekunde, … Weshalb sollte ich mich über irgendetwas grämen? ...

... Somit gäbe es für mich auch nichts, was ich hinnehmen müsste, (siehe oben – kein Kläger) Ich wäre längst zur Tagesordnung übergegangen. … Dieser drei Menschen hätte ich während der Abendpuja ebenso gedacht, wie ich aller Menschen gedenke: mögen sie alle glücklich sein.
mkha´schrieb: "Frage Dich - Was würde ich denken, …. Stell Dir zudem vor, Du habest …
Schanta antwortete: Es gibt reichlich denkbare Alternativen einer Antwort dazu statt blosses NICHTS! … ich könnte mich nicht im Spiegel anschauen, würde ich mich so verhalten wie diese 3 Menschen.
Würden wir uns unterhalten, könntest Du sehen, dass ich bei dieser Antwort lächle. … Ist es nicht wunderbar, dass Dir eine Menge dazu einfällt, wie Du anderen Menschen in misslichen Legen helfen würdest? Du hast offenbar das Potential dazu, …

… und auch, wenn Du es selbst noch nicht glaubst, noch keine Möglichkeit erkennst, so glaube ich doch, dass Du in absehbarer Zeit in der Lage sein wirst, über all dies hinauszugehen, … loszulassen, und nach vorn zu sehen.

Ich wünsche Dir alles Gute, Schanta. Du wirst Deinen Weg finden.

LG mkha´
Aufgrund eines technischen Defektes konnte ich über Pfingsten bis heute nicht online sein. Durch eigene Erfahrung weiß ich, dass viele SGI-Anhänger unter einem gewissen Helfersyndrom leiden. Durch die Praxis der Lehre Nichirens, nach Lesart der SGI, fühlen sich allzu viele bemüßigt die Antwort auf alles wissen zu wollen. Bei psychischen Problemstellunggen ziehen sich die Anhänger dieser Organisation jedoch gerne zurück … ich vermute da es negative Implikationen für die SGI bedeuten könnte. Die Crux ist jedoch, dass kaum einer der SGI-D Anhänger auch Mitglied der SGI-D e.V. ist. Insofern verhallt jede Kritik am Verhalten einzelner sog. SGI-Mitglieder … denn sie sind rein rechtlich keine Mitglieder. Eine Lücke im Vereinsrecht dessen sich auch andere Sanghas gerne bedienen.
Schanta halte dich von der SGI fern und arbeite deine Probleme mit professioneller Hilfe auf! Werde noch stärker! Du arbeitest gerade etwas auf und das ist gut.
Ich danke euch von Herzen.
Ist schon klasse, das es hier so tolle Seelen gibt :angel:
Das Ganze arbeitet gerade in mir ziemlich,
ich brauche nun Zeit.
Es gibt einfach auch die Alltagsgeschäfte,die
mich auch fordern.
Klar, ich muss loslassen -- was sonst.
Ich melde mich mit Sicherheit wieder.
:om:
:rose:

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