Wolfgang Praxislog

HansOlo hat geschrieben:
Ich erinnere mich an die Worte eines berühmten Lehrers: Manchmal ist alles, was man tun kann, einfach nur da zu sein.


Für mich eine der wesentlichsten Anweisungen überhaupt.
HansOlo hat geschrieben:
das (trügerische) Gefühl, etwas Besonderes zu sein

Das finde ich irritierend. Ich dachte, Stromeintritt definiert sich u.a. durch Wegfall des Persönlichkeitsglaubens. Wie kann dann das Gefühl auftreten, etwas Besonderes zu sein? Wäre das nicht eher A&P (Arising and Passing, Abschluss von Stufe 4)?
Interessant. Schreib ruhig mal weiter, auch wenn vielleicht keiner antwortet. Sicher lesen welche mit.
Hier mein zeitweiliger Versuch, einen Log zu führen
Wie Du siehst, auf den ersten Blick ganz anders gelagert als bei Dir.
Allerdings bin ich nicht ganz sicher, ob das wirklich "anders" ist, oder ob ich nur andere Kategorien des Betrachtens bilde als du.
Ich bin mal kritisch. Aus meiner Distanz scheint es so, dass du genau das machst, was die vipassana-nana zu einem Hindernis werden lässt: das ständige Abgleichen der eigenen Erfahrungen mit einer angelesenen Struktur. Damit macht man sich das Leben selber schwer.

Die vipassana-nana sind ja Einsichtswissen. Und so richtig viel über meditatives Wissen schreibst du nicht. Du lässt dich, wie gesagt aus der Ferne betrachtet, eher von sekundären Symptomen (Grimassen) ablenken.

Hast du schon einmal ein Vipassana-Retreat mit einem Lehrer und Meditationsinterviews gemacht?

Allgemein halte ich Meditationstagebücher für eine gute Sache.
Nach meinem Empfinden geht es so allmählich um die Wurst. Das doch auf die Atem Beobachtung zurückgehen ist ein guter Weg. Weil es jetzt gut geht. Glaube nicht das Du bei der Meditation Sinneseindrücke verhindern sollst, das geschieht bei der Einsichtsmeditation sehr leicht, man ist so beschäftigt das Sinnesobjekte nicht mehr zugelassen werden.
Bei Beginn der besser gewordenen Atem Betrachtung werden die Tore für die Wahrnehmung der Sinnesobjekte geöffnet und Einsichten verbannt. Ab jetzt geht es um das nur wahrnehmen der Sinnesobjekte, kein ganz schließen der Augen, kein Benennen der Sinneswahrnehmung, kein Versuch die Sinnesobjekte zu erklären oder über sie nachzudenken.
Jetzt geht es darum die Sinnesobjekte wahrzunehmen ohne Filterung. Das zu sehende, zu hörende, zu riechende, zu schmeckende usw. Jede Einmischung des Ego zu beseitigen, nicht um Einsichten geht es sondern um das was wirklich, durch die eigenen Sinne, da ist.
Nicht um das Das durch eigenes Denken da ist, da ist nämlich die Illusion, das nicht durch Sinne erfahrbare, da ist das was aus den wahrgenommenen Sinnesobjekte gemacht wird, nicht nur das wahrnehmen.
Geh auf Den Weg der Sinnesobjekte, das ist der Weg unter deinen Füßen mehr Weg gibt es nicht, deine Haut, deine Augen, deine Nase, deine Zunge, dein Ohr, dein Herzschlag ist Der Weg.
Aber Vorsicht vor der Euphorie, dem Glücksgefühl, der Glückseligkeit das sind Erzeugnisse des Ego die verhindern wollen das Du das erkennst. Das Ego wirklich und wahrhaftig eine notwendige Illusion ist, eine Fatamorgana ist auch real nur das was sie Dir zeigt ist Illusion. Doch diese Illusion macht nicht die Fatamorgana unwirklich.
Das Ego wird zu Rolle, zur Maske/Persona und das verhindert die Identifizierung mit dem Ego als ich bin dies, ich bin das. Jetzt kann es wichtig werden das Neti Neti anzuwenden Nicht Dies, Nicht Dies, wenn NICHT meditiert wird. Das darf ab jetzt nicht mehr in der Meditation benutzt werden wie auch jedes Nachdenken über noch so Heilige Dinge oder Dhamma, das ist jetzt nicht mehr Meditation sonder Zazen des Soto ohne jeden Beschäftigung mit Gedanken. Da ist eine Weiße Wand vor dir und alles was Du auf dieser Wand siehst wird entweder wirklich wahrgenommen oder sofort verworfen. Kein Koan mehr, kein Mantra, kein Denken, NUR sitzen mit allen Sinnen wach.
von Meditationstagebüchern halte ich nix - warum viel herumschreiben ?
Es geht doch nur ums sitzen - und bei mir gibt es beim Sitzen einfach nichts zu berichten - ich sitz halt einfach nur herum.

Seelenstriptease finde ich nicht gut
Die Erlebnisse werden ja nach dem Sitzen aufgeschrieben, sind also Erinnerungen. Damit wird Anhaftung verstärkt. Später liest man es sich nochmals durch - oder verfestigt das Ganze hier in einer Diskussion mit anderen.
Ich hätte dazu nicht die Zeit - Sitzen, Schreiben, Lesen .... ist reine Selbstbefriedigung und der Praxis nicht unbedingt förderlich. Man kann natürlich den Bewusstseinsstrom versuchen fest zu halten - aber wozu?
Der einzige Sinn wäre der, dass man vergleichen kann - so war es mal - so ist es jetzt - jetzt bin ich XX - genau das ist Festhalten an ein Selbst.
Grundsätzlich möchte ich noch darauf hinweisen, dass alle Beiträge in Buddhaland im Netz für jedermann einsehbar sind. Wer also mehr Privates hier wieder geben will, sollte das berücksichtigen.
Tychiades hat geschrieben:
Grundsätzlich möchte ich noch darauf hinweisen, dass alle Beiträge in Buddhaland im Netz für jedermann einsehbar sind. Wer also mehr Privates hier wieder geben will, sollte das berücksichtigen.


Genau. Dies ist ja kein kein geschützter Raum.

Es ist ja nichts ungewöhnliches, wenn man heute Bekannte und Geschäftsfreude googelt, und wenn jemand "Wolfgang Thies" googelt, dann wird er auch auf die hier ausgebreiteten Seelenlandschaften stossen. Wenn man hier Tagebuch führt, dann ist das so, als würde man sein Tagebuch am Hauptbahnhof aushängen. Das ist wohl auch der Grund dafür, dass viele hier Pseudonyme benutzten.

Ist für einen "Praxislog" nicht ein Mindestmaß von Nicht-Öffentlichkeit sinnnvoll?
Grundsätzlich teile ich @Tychiades' Bedenken hinsichtlich Sinn und Zweck eines Praxislogs, selbst wenn man es nur privat für sich führt. Wobei natürlich niemandem zugemutet werden soll, diese Auffassung zu teilen. Dasselbe gilt für das öffentliche Führen eines Praxislogs. Wobei auch ich empfehle, zumindest die Verwendung eines 'Klarnamens' noch einmal gründlich zu überdenken.

Ich finde eher einen anderen Aspekt etwas störend - nämlich dass ein persönliches Log, das offenbar als Dauerthread vorgesehen ist, auf der Hauptseite dieses Forums praktisch dauerhaft das Unterforum "Buddhistische Praxis" repräsentiert. Das empfinde ich speziell für Besucher oder potentielle zukünftige Forumsteilnehmer als etwas zu verengt auf eine spezielle Form buddhistischer Praxis bzw. einen spezifischen Praktizierenden. Ich denke, gerade der Wechsel des momentan aktuellen Threads in den jeweiligen Unterforen trägt zur Attraktivität von 'Buddhaland' bei. In dem durchaus nicht unwichtigen Unterforum 'Buddhistische Praxis' wird nun jedes neue Thema in ziemlich kurzer Zeit durch den nächsten Logeintrag wieder nach unten weggedrückt. Das heisst, man ist gezwungen, erst einmal das Unterforum "Buddhistische Praxis" zu öffnen um nachzuschauen, ob sich in diesem Unterforum seit dem letzten Besuch von Buddhaland eigentlich noch etwas anderes getan hat, als dass das Log einen neuen Eintrag (oder mehrere) erhalten hat.

Ich möchte deshalb dazu anregen, im Kreis der Moderatoren diese Lösung mit dem Dauerthread noch einmal zu überdenken. @Nils orakelnder Dauerthread ist ja eine ähnliche Problemstellung - nur in einem (mit Verlaub) deutlich unwichtigerem Unterforum und mit deutlich seltenerer Aktualisierungsfrequenz. Vielleicht wäre eine Verortung im Bereich "Geschlossene Gruppen" (die ja gar nicht so sehr abgeschlossen sein müssen) doch sinnvoller.

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Damit kommen wir auf den eigentlichen Punkt:
Wolfgang Thies hat geschrieben:
Ich komme ja ursprünglich vom Zen-Buddhismus und jahrelang war mir das "einfach rumsitzen" auch genug. Irgendwann habe ich mir aber eingestanden, dass es auf relativer Ebene eben doch um etwas geht. Wäre ich nicht insgeheim darauf aus, ein Erweckungserlebnis zu haben, hätte ich gar nicht erst mit dem Meditieren begonnen. Denn auch der früher von mir und sicher vielen anderen vertretene Standpunkt, dass es nichts zu erreichen gibt und man ja im Prinzip schon erleuchtet ist, ändert nichts an der Tatsache, dass meine derzeitige Erfahrung eben nicht erweckt sondern "verblendet" ist. Weiterhin ist glaube ich, dass viele Menschen die Es-gibt-nichts-zu-erreichen-Einstellung tatsächlich annehmen, weil sie insgeheim hoffen, dadurch eben doch etwas zu erreichen. So war es bei mir und ich glaube nicht, dass ich damit allein bin.


Hast du schon einmal ein Zen-Sesshin mit einem Lehrer und Dokusan gemacht?

Es geht auf der relativen Ebene tatsächlich um etwas und zwar nennt sich das im Zen "großer Zweifel" und da ist kürzlich ein Buch von Jeff Shore erschienen, in dem er Boshan, einen Vorläufer von Hakuin übersetzt und kommentiert. Es geht nicht ume ein Erleuchtungserlebnis, denn jedes Erlebnis ist letztlich eine Täuschung - ein makyo - und aus diesem Grunde sind die Leute mit den Erlebnissen auch allesamt enttäuschend. Besonders enttäuschend sind solche, die Methoden und Instrumente entwickelt zu haben glauben.
Es gibt deshalb nichts zu erreichen, weil die absolute Wahrheit oder Ebene nicht erreichbar ist. Sie ist schon immer da und unser verblendeter Geist kann das nicht einsehen. Was sich überhaupt erfahren lässt, nennt sich Verlust. Man verliert seine Vorstellungen und Ansichten. Z.B. diese Ansicht "es gibt nichts zu erreichen" - .
Nein, nein, bitte nicht löschen! Wer diesen Thread als störend empfindet, der muss ihn ja nicht lesen! Ich jedenfalls lese sehr gerne die Erfahrungen anderer, so zB auch Ellviral's Memoiren in der Badewanne :-)
Es geht auf der relativen Ebene tatsächlich um etwas und zwar nennt sich das im Zen "großer Zweifel" und da ist kürzlich ein Buch von Jeff Shore erschienen, in dem er Boshan, einen Vorläufer von Hakuin übersetzt und kommentiert. Es geht nicht ume ein Erleuchtungserlebnis, denn jedes Erlebnis ist letztlich eine Täuschung - ein makyo - und aus diesem Grunde sind die Leute mit den Erlebnissen auch allesamt enttäuschend. Besonders enttäuschend sind solche, die Methoden und Instrumente entwickelt zu haben glauben.
Es gibt deshalb nichts zu erreichen, weil die absolute Wahrheit oder Ebene nicht erreichbar ist. Sie ist schon immer da und unser verblendeter Geist kann das nicht einsehen. Was sich überhaupt erfahren lässt, nennt sich Verlust. Man verliert seine Vorstellungen und Ansichten. Z.B. diese Ansicht "es gibt nichts zu erreichen" - .


kann ich so zustimmen - als vlt. Erfolg stellt sich eine gute Präsenz bei mir ein - voll da zu sein und nicht abgelenkt von Vorstellungen und Meinungen
@Tychiades

" Es gibt deshalb nichts zu erreichen, weil die absolute Wahrheit oder Ebene nicht erreichbar ist. Sie ist schon immer da und unser verblendeter Geist kann das nicht einsehen."

Das mag Deine persönliche Ansicht und Meinung sein, Buddha allerdings lehrte etwas ganz und gar anderes :)
Hallo Wolfgang! Nun, wenn das tatsächlich Dein Wunsch ist, dass dieser Thread hier gelöscht wird^^ Aber was haben jetzt David Ingram oder Kenneth Folk damit zu tun?
Wolfgang Thies hat geschrieben:
Und wenn ich jetzt einfach mal annehme, dass die Erleuchtung die ultimative Verlusterfahrung ist, dann stimmen wir wieder miteinander überein, oder?


Nein.
Es gibt da im Zen noch einen sehr schönen Dialog mit Joshu - der geht ungefähr so -

„Schau, Meister, ich habe alles losgelassen. Was sagst du dazu?“ Joshu antwortete ihm: „Gut, dann wirf es weg“. Da fragte der Mönch erstaunt: „Aber Meister, ich hab dir doch gesagt, daß ich alles losgelassen habe. Was soll ich denn jetzt noch wegwerfen?“ Daraufhin sagte Joshu: „Wenn dem so ist, dann mußt du es halt weitertragen“.


Solange wir Verlust als Begriff sehen und dann von Verlusterfahrung sprechen, sehen wir nicht, dass es überhaupt nichts gibt - weder gibt es Erleuchtung, noch Verblendung.
@Wolfgang

Ah, ok, Foren, in denen Ehrfahrungsberichte gestattet sind, gibt es sicher einige, das stimmt :-)
Freeman reloaded hat geschrieben:
@Tychiades

" Es gibt deshalb nichts zu erreichen, weil die absolute Wahrheit oder Ebene nicht erreichbar ist. Sie ist schon immer da und unser verblendeter Geist kann das nicht einsehen."

Das mag Deine persönliche Ansicht und Meinung sein, Buddha allerdings lehrte etwas ganz und gar anderes :)


Buddha lehrte paticcasamuppāda - das ist nichts anderes.
Z.B. M 28

Oder S 12.20
Ob Tathāgatas aufgestanden sind oder ob keine Tathāgatas aufgestanden sind: fest steht dieses Grundgesetz, der gesetzmäßige Zustand, der gesetzmäßige Verlauf, das Bedingtsein durch ein Gegebenes. Der Tathāgata aber erkennt es und dringt ein. Und wenn er es erkannt hat und eingedrungen ist, teilt er es mit, lehrt es, gibt es bekannt, stellt es fest, offenbart es, zergliedert es, macht es klar und spricht: da schauet!
Freeman reloaded hat geschrieben:
@Wolfgang

Ah, ok, Foren, in denen Ehrfahrungsberichte gestattet sind, gibt es sicher einige, das stimmt :-)


Ich glaube hier ist das nicht verboten - aber es ist in gewisser Weise Geschwätz.
Hallo Wolfgang,

ich bin jetzt etwas überrascht von den schnellen Wendungen, die dieser Thread in den letzten Stunden genommen hat.

Wenn´s irgendwie geht, würde ich mich aber SEHR freuen, wenn dieser Thread NICHT gelöscht wird. Ich finde ihn - und auch die darin enthaltenen Diskussionen und verschiedenen Ansichten zum Thema Praxis-Log - sehr wichtig und informativ.

Vielleicht wär´s auch möglich, dass Du - sagen wir - standardmäßig im DHO weiterschreibst, aber auch einmal im Monat hier eine Rückschau auf deine Praxiserfahrungen in Deutsch veröffentlichst?

Damit würde Sudhanas Einwand berücksichtigt, aber es würde auch dafür gesorgt, dass Erfahrungsberichte hier etwas präsenter und damit auf Dauer vielleicht auch normaler werden.

Überleg es dir.
Wolfgang Thies hat geschrieben:
Freeman reloaded hat geschrieben:
Hallo Wolfgang! Nun, wenn das tatsächlich Dein Wunsch ist, dass dieser Thread hier gelöscht wird^^ Aber was haben jetzt David Ingram oder Kenneth Folk damit zu tun?

Beide betreiben Internetforen, in denen es haufenweise Erfahrungsberichte gibt. Ich hoffe, es ist ok, wenn ich hier die Links poste:
http://awakenetwork.org/
http://www.dharmaoverground.org

Abschließend und als wirklich allerletzte Wortmeldung von mir ein Video vom von mir hochgeachteten Rupert Spira:


Rupert Spira macht schöne Keramik. Und die Blumensträuße gefallen meiner Frau. Ich wünsche dir, dass du auch mal so groß raus kommst. Du kannst ja deinen Praxislog als video auf youtube bringen. Das macht man heute so.
Hallo,

Wolfgang Thies hat geschrieben:
Ich habe den Admin nun gebeten, das Tagebuch zu löschen, da ich hier keinesfalls Unfrieden stiften und auch nicht die Verwendung und Attraktivität des Forums stören möchte.


Ich finde dass es bestimmt nicht dieses Thema/Tagebuch ist, das Unfrieden stiftet und stört. Vielmehr sind solche Erfahrungsberichte interessanter als viele dieser endlosen theoretisch - intellektuellen Diskussionen. Auch verhält sich Wolfgang Thies sehr höflich und respektvoll.
Und punkto "Seelenstrip" ist es doch jedem seine Sache, wie und was er von sich schreiben möchte. Es gibt etliche Bücher die nur von Erfahrungen handeln, ohne dass sich der Autor versteckt. Ich finde das anregend und lese es gerne.

Schöne Grüße
@Tychiades

"paticcasamuppada" bedeutet "Entstehung in Abhängigkeit" bzw "Bedingte Entstehung":

http://www.palikanon.com/wtb/paticcasamuppada.html

"Entstehung in Abhängigkeit" bzw "Bedingte Entstehung" bedeutet nicht, dass es nichts zu erreichen gäbe, sondern das genaue Gegenteil.

Du empfiehlst M28 als Beleg dafür, dass es angeblich nichts zu erreichen gäbe? In M28 ist aber eine Menge über zu Erreichendes die Rede. Buddha's Lehrrede in M28 schliesst gar mit folgenden Worten:

" Das Entfernen von Begierde und Gier, das Überwinden von Begierde und Gier nach diesen fünf Daseinsgruppen, an denen angehaftet wird, ist das Aufhören von Dukkha.' Auch an jenem Punkt, Freunde, ist von jenem Bhikkhu viel erreicht worden."

http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m028z.html

Wie kann das sein, wo es doch laut Deiner Behauptung nichts zu erreichen gibt? Auch Deinem Zitat kann ich nicht entnehmen, dass es nichts zu erreichen gäbe:

" Ob Tathāgatas aufgestanden sind oder ob keine Tathāgatas aufgestanden sind: fest steht dieses Grundgesetz, der gesetzmäßige Zustand, der gesetzmäßige Verlauf, das Bedingtsein durch ein Gegebenes. Der Tathāgata aber erkennt es und dringt ein. Und wenn er es erkannt hat und eingedrungen ist, teilt er es mit, lehrt es, gibt es bekannt, stellt es fest, offenbart es, zergliedert es, macht es klar und spricht: da schauet!"

Wenn der Tathagata solches erkannt hat, dann hat er eben solche Erkenntnis erreicht. Und wer solches nicht erkannt hat, der hat solche Erkenntnis eben nicht erreicht :-) Und auch jene, die den Worten des Tathagata aufmerksam folgen und sie als wahr erkennen, haben eben jene Erkenntnis erreicht, während jene, welche den Worten des Tathagata nicht aufmerksam folgen, die haben solche Erkenntnis eben nicht erreicht :-)

Also:

Wie kommst Du auf die Behauptung, es gäbe nichts zu erreichen? Eine Frage:

Gibt es Deiner Ansicht nach einen Weg, die Befreiung von Dukkha zu erreichen oder nicht?
Ich finde die Idee, einen eigenen Unterbereich für "Dauerthreads" zu erstellen, deutlich besser, als wegen einer einzelnen Kritik das Schreiben der Tagebücher aufzugeben. Auch eigentlich tagebuchartige Threads von Nils könnte man darin unterbringen.

Weiterhin hätte ein eigener Bereich dafür weitere Vorteile, wenn man das so einrichtet:
man könnte das Forum gezielt etwas weniger öffentlich machen, z.B. indem man es für die Suchmaschinen sperrt. Trotzdem könnte man es auch für Gäste lesbar machen.

Man könnte auch über spezielle Regeln nachdenken, z.B. dass Diskussionen in eigenen Threads stattfinden und nicht in den Tagebuch-Threads.

kilaya
Freeman reloaded hat geschrieben:
Wie kommst Du auf die Behauptung, es gäbe nichts zu erreichen? Eine Frage:

Gibt es Deiner Ansicht nach einen Weg, die Befreiung von Dukkha zu erreichen oder nicht?


Stelle diese Frage deinem Lehrer.

Hier kann man das lesen.
http://www.palikanon.com/buddhbib/01wrt ... uddhas.htm

Das kann man aber nicht erreichen, im Sinne eines Zieles oder Ortes. Und Erwachen ist eben auch zunächst einmal ein Ziel von manchen. Und solche, die dann davon reden, sie hätten es erreicht - das sind Scharlatane. Und dazu zähle ich diese ganze Non-duality-Community.

Was Zen anbetrifft gibt es hier einen schönen Beitrag:
http://zensplitter.blogspot.de/p/gakudo-yojin-shu.html
Wolfgang Thies hat geschrieben:
Entschuldigt meine Inkonsequenz, aber da kann ich mir eine kleine augenzwinkernde Provokation in Form des folgenden Daniel Ingram-Zitats nicht verkneifen. ; )

Hi Wolfgang, englischsprachiges müsste lt. Forenregeln eigentlich übersetzt werden...
Vielleicht reicht eine Art Kurzzusammenfassung in Deutsch, damit die, die nicht fliessend Englisch lesen, mitlachen können ;)
@Wolfgang

" The notion that everyone already is someone who can perceive reality the way the masters do without effort in real-time is a fantastic falsehood, lie, untruth, and in short, one great load of apathy-creating insanity."

Yoar, diesem hier beschriebenen Irrtum sind schon so manche Schnellschuss-"Buddhisten" auf den Leim gegangen, oft mit schmerzhaften Konsequenzen :-)

Danke für Dein erhellendes Zitat!
Tychiades hat geschrieben:
Freeman reloaded hat geschrieben:
Wie kommst Du auf die Behauptung, es gäbe nichts zu erreichen? Eine Frage:

Gibt es Deiner Ansicht nach einen Weg, die Befreiung von Dukkha zu erreichen oder nicht?


Stelle diese Frage deinem Lehrer.

Hier kann man das lesen.
http://www.palikanon.com/buddhbib/01wrt ... uddhas.htm

Das kann man aber nicht erreichen, im Sinne eines Zieles oder Ortes. Und Erwachen ist eben auch zunächst einmal ein Ziel von manchen. Und solche, die dann davon reden, sie hätten es erreicht - das sind Scharlatane. Und dazu zähle ich diese ganze Non-duality-Community.

Was Zen anbetrifft gibt es hier einen schönen Beitrag:
http://zensplitter.blogspot.de/p/gakudo-yojin-shu.html


Werter Ttychiades, wozu sollte ich denn irgendeinem Lehrer irgendwelche Fragen stellen, wo es doch laut Deiner Behauptung garnichts zu erreichen gibt? Was also sollte damit zu erreichen sein, irgendeinen Lehrer zu befragen? NICHTS, wenn man Deiner Logik folgt :-)
Freeman reloaded hat geschrieben:
@Wolfgang

" The notion that everyone already is someone who can perceive reality the way the masters do without effort in real-time is a fantastic falsehood, lie, untruth, and in short, one great load of apathy-creating insanity."

Yoar, diesem hier beschriebenen Irrtum sind schon so manche Schnellschuss-"Buddhisten" auf den Leim gegangen, oft mit schmerzhaften Konsequenzen :-)

Danke für Dein erhellendes Zitat!


Hast du es denn verstanden?

Was meint er denn mit Wirklichkeit? Und was ist für ihn ein Meister? Da beschreibt er eine Eigenschaft eines Meisters, der könne "die Wirklichkeit" ohne Anstrengung wahrnehmen - welche Wirklichkeit meint er? Die absolute oder die relative? Darin liegt die Falle, in die er selbst getappt ist.
Tychiades hat geschrieben:
Rupert Spira macht schöne Keramik. Und die Blumensträuße gefallen meiner Frau. Ich wünsche dir, dass du auch mal so groß raus kommst. Du kannst ja deinen Praxislog als video auf youtube bringen. Das macht man heute so.


Fängt dieser Elitismus wieder an? Ich dachte, das hätte sich in der letzten Zeit ein bisschen ausgewachsen.

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