Unterschied zwischen segnenden und meditierenden Buddha

Moderator: void

Hallo,
wo ist denn der Unterschied zwischen segnenden und meditierenden Buddha Amida ?


mit freundlichen Grüßen
Cravin
Hallo,

ich habe noch nie was von einem segnenden Buddha gehört. Das kann aber sehr wohl daran liegen, dass ich halt zu wenig Ahnung habe. Ich habe im Internet Buddha-Figuren gefunden, die als "segnender Buddha" verkauft werden. Die Handstellung entspricht dabei der Stellung "no fear" - also "keine Angst". Die rechte Hand ist nach oben gehalten und die Handfläche nach vorn, also eine Art abwehrende Handhaltung (will heißen: "nein, du brauchst keine Angst haben"). Vielleicht haben die Verkäufer aus fehlender Ahnung angenommen bei dieser Handhaltung würde es um eine Segnung gehen.

Gruß, Anandasa
Amitabha ist ein Buddha des Lichts. Durch die Meditation gelangt er ins Licht und lebt im Licht (Nirwana, Leere/Einheit, Frieden/Glück).

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Durch die Segnungsgeste gibt er das Licht an alle Wesen weiter. Er rettet alle Wesen, wenn sie ihn mit seinem Mantra anrufen.
Die beiden Handhaltungen kann man unterschiedlich interpretieren. Die untere Hand ist die Geste des Gebens, der Wunscherfüllung. Die obere Hand kann als Senden von Licht, als Ermutigung oder als Furchtlosigkeitsgeste gesehen werden.

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Lieber Nils

Du bist doch ein Yogi
Dann musst du doch wissen was Mudra ist

Mudra heißt : das was Freude bringt!

Die nach unten gehaltene Hand bedeutet , Buddha hat den Dämon Mara besiegt.( Erdberührungsgeste)

Mara oder Maya ist die Illusion
Bei der Erdberührungsgeste (Bhumisparsa Mudra) hält Shakyamuni Buddha die rechte Hand in sitzender Haltung in Richtung Boden, wobei die Handinnenfläche zum Körper, nach Innen, gerichtet ist. http://www.buddhafiguren.com/bhumispars ... ddha-geste
Bei der Wunschgewährungsgeste (Varada Mudra) zeigt die linke oder rechte Hand in herabhängender Weise vom Körper, nach Ausser, weg gerichtet. http://www.buddhafiguren.com/varada-mudra-buddha-geste
Bei der Ermutigungsgeste (Abhaya Mudra) liegt die rechte Hand in Brusthöhe vom Körper, nach Aussen, weg gerichtet. http://www.buddhafiguren.com/abhaya-mudra-buddha-geste
Mudra (Sanskrit: मुद्रा, mudrā f.) Siegel, Siegelring; Abdruck; Stempel; Zeichen, Kennzeichen; Typus, Charakter; eine Hand- oder Fingerstellung; symbolische Geste; mystisch-symbolische Bedeutung: "mud": "Freude"; "ra": "geben". Mudra ist also das, was Freude gibt. http://wiki.yoga-vidya.de/Mudra

http://spokensanskrit.de/index.php?scri ... rection=AU
netty hat geschrieben:
Lieber Nils Du bist doch ein Yogi . Dann musst du doch wissen was Mudra ist. Mudra heißt : das was Freude bringt!

Danke für den Hinweis. Mudra ist das was Freude bringt. Wobei hier Freude Energie bedeutet. Durch bestimmte Mudras aktiviere ich meine innere Energie (Kundalini, Chakren). Dann bin ich im Frieden, in der Kraft, im Glück und in der Liebe, je nach Mudra. Nach meiner Erfahrung reicht ein Mudra normalerweise nicht. Es muss mit einer Visualisierung und einem Mantra verbunden werden. Je nach Visualisierung und Mantra haben die gleichen Haltungen und Bewegungen unterschiedliche Wirkungen. Das kann man ausprobieren und erspüren.

Ich bin zwar ein Yogi, aber leider immer noch ziemlich unwissend. Ich lerne gerne dazu.
Also ist der einzige Unterschied, dass er auf einer Pose meditiert und auf der anderen die Menschen empfängt die sein Mantra sprechen ?
Aber warum ist das so ? Wofür gibt es denn die beiden verschieden Erscheinungen ?
Namaste!

Der meditierende, ruhende Amida-Buddha wird häufig in denjenigen Traditionen als Honzon verwendet, die noch in irgendeiner Form auf die Eigenkraft setzen; wo also noch davon ausgegangen wird, dass man durch die (eigene) Praxis des Nenbutsu (oder anderer Übungen) die Wiedergeburt im Reinen Land Amidas erlangt.

Der stehende, hingewendete Amida [gibt hier sogar einen, der sich wegdreht!] ist eher in Traditionen üblich, die auf die Andere Kraft vertrauen; wo also davon ausgegangen wird, dass allein durch Amidas Tun die Hingeburt erlangt wird. Das Nenbutsu ist dann keine Praxis mehr auf ein Ziel hin, sondern ein Dankbarkeitsäußerung in der Gewissheit, dass die Errettung schon erfolgt bzw. begründet ist.

In Tempeln der Jôdo Shinshû trifft man folglich fast ausnahmslos die stehende Variante, während man in der Jôdo Shû beide Varianten antreffen kann - der berühmteste meditierende Amida-Buddha in Japan ist wohl der begehbare Daibutsu im Jôdo Shû-Tempel Kôtoku-in in Kamakura.

< gasshô >

Benkei

Namu-Amida-Butsu
Darstellung von Amitābha
Amitābha wird in der Regel auf einem Lotusthron oder einer Loturblüte sitzend in Meditationshaltung dargestellt. Seine Hände ruhen in der Meditationsgeste in seinem Schoß. Amitābha wird oft auch in dunkelroter Farbe, versehen mit dem Attribut der Lotusblüte, die die Geburt im Reinen Land symbolisiert, dargestellt. Das ihm zugehörige Tier ist der Pfau, der in Asien den Ruf genießt, gegen jedes Gift bzw. schädlichen Einfluss immun zu sein. Die ihm ugeordnete Himmelsrichtung ist der Westen. In China und Japan wird Amitābha oft stehend, mit erhobener rechter Hand in der Ermutigungsgeste (skr. abhayamudrā) und herunterhängender linker Hand in der Geste der Wunschgewährung (skr. varadamudrā), in goldener Farbe dargestellt.
http://www.univie.ac.at/rel_jap/ryowiki/Amida_Buddha
http://dardo.de/eigenes/Magisterarbeit% ... Landes.pdf
Cravin hat geschrieben:
Wofür gibt es denn die beiden verschieden Erscheinungen ?

Für mich repräsentieren die beiden Erscheinungen Amitabhas den Weg der Meditation und den Weg der Liebe. Das sind für mich die beiden Hauptwege zur Erleuchtung.

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