Die Basis des Amitabha Buddhismus - ein Mythos?

Moderator: void

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Quelle Wikipedia

Wikipedia: "Amitabha-Buddhismus ist eine Sammelbezeichnung für jene Schulen des Mahayana-Buddhismus, die sich auf den transzendenten Buddha Amitabha beziehen. Im 1./2. Jahrhundert in Indien entstanden, gelangte die Lehre ab dem 5. Jahrhundert nach China. In Japan gründete Honen Shonin (1172–1212) auf der Grundlage der „Reinen-Land-Lehre“ die Jodo-shu. Aus dieser entwickelte sich die von Shinran Shonin (1173–1263) gegründete Jodo-Shinshu. Der Amitabha-Buddhismus wird oft auch Amidismus genannt – dies nach dem japanischen Wort Amida, das dem Sanskritwort Amitabha entspricht. Der Amidismus ist die einzige Richtung des Buddhismus, in der das Vertrauen in den überweltlichen Buddha Amitabha einen zentralen Stellenwert beansprucht - während der Glaube im Buddhismus sonst keine herausragende Rolle spielt. Im Amidismus steht das Vertrauen in die Allgüte Amitabhas (Amidas) und die Erwartung einer Wiedergeburt im Reinen Land (sanskr. Sukhavati ; jap. Jodo) im Vordergrund. ... Die Lehre von Sukhavati geht hauptsächlich auf das Kleine Sukhavativyuha-Sutra und das Große Sukhavativyuha-Sutra zurück, in denen Buddha Shakyamuni seinen Schülern eine Geburt in diesem Land als vortreffliches Mittel zur Erleuchtung lehrt. Das Besondere an Buddha Amitabha sind seine Gelübde, in denen er geschworen hat, nur dann Buddhaschaft zu erlangen, wenn er mit seiner Buddhaschaft ein reines Land manifestieren wird, in dem alle Wesen Geburt annehmen können. Dieses Land soll so beschaffen sein, dass sie dort ohne Hindernisse praktizieren können und dann volle Buddhaschaft erlangen. Gemäß dem buddhistischen Mythos ist mit seiner Erleuchtung vor unermesslich langer Zeit dieses Land entstanden... Das Land des Buddha Amitabha liegt im Westen und dort lehrt dieser den buddhistischen Dharma. Es wird Reines Land genannt, weil die Wesen dort nicht leiden, sondern nur unterschiedliche Freuden kennen. In der Mitte des Landes ist Buddha Amitabha mit den Bodhisattvas Avalokiteshvara zu seiner Rechten und Vajrapani zu seiner Linken. Er ist umgeben von einer großen Zahl von Buddhas und Bodhisattvas."

Der Amitabha Buddhismus ist eine spirituelle Lehre, die im ersten und zweite Jahrhundert entstanden ist. Grundsätzlich ist die Gestalt des Buddhas Amitabha ein Mythos. Es ist eine ausgedachte Figur. Vom Erfinder wissen wir nichts. Wir wissen nicht, ob er erleuchtet oder nichterleuchtet war. Worauf sollen wir vertrauen? Dazu brauchen wir eine sichere Basis. Diese Basis kann nicht ein Mythos sein. Wir brauchen einen Beweis, dass die Lehre funktioniert. Diesen Beweis liefern uns die erleuchteten Anhänger dieser Lehre. Des weiteren können wir uns auf die Paradieslehre im allgemeinen stützen. Es gibt viele erleuchtete Meister aus verschiedenen Religionen, die den Paradiesweg gelehrt haben wie zum Beispiel Moses, Jesus, Mohammed, Nagarjuna, Longchenpa, Shan-tao, Swami Muktananda und Satya Sai Baba. Es gibt den Paradiesweg im indischen Yoga, im Buddhismus, im Christentum und im Islam. Die moderne Nahtodforschung deutet darauf hin, dass tatsächlich Paradiesbereiche im Jenseits existieren.

Der Überlieferung zufolge war Amitabha ein König, der gelobte, im Falle seiner Erleuchtung alle fühlenden Wesen auf dem Weg der Erlösung zu unterstützen. Durch seine Meditation verwirklichte er seine Versprechen und geleitet all jene nach ihrem Tod in seinen vom Leid befreiten Bereich, die zu Lebzeiten ein tiefes Vertrauen in seine Wirklichkeit entwickelt haben. Der Fiktion nach hat Buddha Shakyamuni den Amitabha Weg gut geheißen. Mit Sicherheit hat diesen Weg der große indische Philosoph Nagarjuna gelehrt. Nagarjuna ist der erste erleuchtete Meister, auf den wir uns mit Sicherheit stützen können. Desweiteren fallen mir Namen wie Vasubandhu, Tan-luan, Shan-tao, Honen und Shinran Shonin ein. Und insbesondere die tibetischen Amitabha-Meister Padmasambhava, Longchenpa und Patrul Rinpoche (Worte meines vollendeten Lehrers). Im Shin-Buddhismus sind die sieben Patriarchen: Nagarjuna, Indien, (150–250); Vasubandhu, Indien, (ca. 4th century); Tan-luan, China, (476–542); Tao-cho, China, (562–645); Shan-tao, China, (613–681); Genshin, Japan, (942–1017); Honen, Japan, (1133–1212).

Für mich ist der Buddha Amitabha ein Symbol für einen vollständig erleuchteten Meister, der allen Wesen auf dem Weg zur Erleuchtung hilft. Damit viele Wesen diesen Weg gehen, hat er einen einfachen Weg zur Erleuchtung entwickelt. Dieser Weg besteht im Kern darin, sich jeden Tag mit einem erleuchteten Meister (Buddha Amitabha) durch das Sprechen seines Namens und das Visualisieren seines Bildes (Buddha Amitabha im Paradies / Reinen Land) zu verbinden. Wir sollen uns bemühen gute Menschen zu sein und im Schwerpunkt für das Glück aller zu leben (als Bodhisattva). Dann wird uns unser erleuchteter Meister in unserem Leben führen und nach dem Tod ins Paradies bringen.

Wenn wir Buddha Amitabha anrufen, bekommen wir mit Sicherheit aus der geistigen Welt Hilfe. Nach Amritanandamayi gibt es im Kosmos große erleuchtete Wesen (vollständig erleuchtete Seelen). Diese Wesen besitzen ein kosmisches Bewusstsein. Sie fühlen sich eins mit dem Kosmos (mit dem Licht). Und sie empfinden sich auch untereinander letztlich alle als eins. Nach Amma fühlt sich bei einem Gebet immer eines dieser höheren Wesen angesprochen und reagiert. Dabei ist es egal, welchen Namen ein Mensch verwendet. Es ist egal, ob man Allah, Gott, Jesus, Krishna oder Buddha Amitabha anruft. Wichtig ist nur, dass man von einer höheren Instanz im Kosmos Hilfe haben möchte.

Es wird von den Amitabha-Meistern empfohlen, sich am besten morgens und abends in einer kurzen Meditation (Mantra, Gebet, Anrufung, Orakel, Visualisierung) mit dem Buddha der Liebe zu verbinden. Eine Möglichkeit sich mit Amitabha zu verbinden besteht darin, sein Paradies zu visualisieren. Man stellt Amitabha oder sich selbst im Paradies vor. Das Paradies kann man über sich im Himmel, am westlichen Horizont oder um sich herum vorstellen. Die Paradiesvisualisierung ist eine Möglichkeit die Kundalini Energie zu erwecken und zur Erleuchtung zu kommen.

Gebet an Amitabha: "Om Buddha Amitabha. Om alle erleuchteten Meister. Ich bitte um Führung und Hilfe auf meinem Weg. Ich sehe das Leid auf der Welt. Ich sehe den Hunger, die Kriege, den Egoismus, die fehlende Liebe. Om Sonne am Horizont über meinem Scheitelchakra. Ich bin ein Buddha des Lichts. Ich lebe im Licht. Ich gehe den Weg des Lichts. Ich verbinde mich mit allen meinen Freunden. Ich sende allen Wesen Licht. Mögen alle Wesen glücklich sein. Möge es eine glückliche Welt geben."
Namaste!

Hallo Nils,
Nils hat geschrieben:
Der Amitabha Buddhismus ist eine spirituelle Lehre, die im ersten und zweite Jahrhundert entstanden ist. Grundsätzlich ist die Gestalt des Buddhas Amitabha ein Mythos. Es ist eine ausgedachte Figur. Vom Erfinder wissen wir nichts. Wir wissen nicht, ob er erleuchtet oder nichterleuchtet war. Worauf sollen wir vertrauen? Dazu brauchen wir eine sichere Basis. Diese Basis kann nicht ein Mythos sein. Wir brauchen einen Beweis, dass die Lehre funktioniert. Diesen Beweis liefern uns die erleuchteten Anhänger dieser Lehre.

Ob der "Erfinder" Amitabhas erleuchtet war oder nicht kann tatsächlich kaum von uns ermessen werden. Das ist aber aus meiner Sicht nahezu genauso schwierig, wenn es um die genannten "erleuchteten Anhänger dieser Lehre" geht.

Wir können allerdings die Mahayana-Sutren lesen, in denen über Amitabha bereichtet wird - nicht nur "Das Große Sutra über Amitayus", "Das Sutra der Meditation auf Amitayus" und "Das Kleine Sutra über Amitayus", sondern auch im "Lotos Sutra" und im "Lankavatara Sutra" wird Amitabha/Amitayus erwähnt, und im "Shurangama Sutra" wird sogar die Praxis des Nenbutsu besprochen (dort: "Namo-Amitabha-Buddhaya", Angkor-Verlag-Ausgabe, Seite 118 und 119).
Und wir können die überlieferten Lehren der Alten Meister zu Rate ziehen und schauen, was diese in uns bewirken.

Mehr als einen überlieferten Mythos allerdings (eine Sichtweise)
oder unerschütterliches Vertrauen (eine andere Sichtweise)
wird es nicht geben!
Schon gar keinen "Beweis"!

Nils hat geschrieben:
Für mich ist der Buddha Amitabha ein Symbol für einen vollständig erleuchteten Meister, der allen Wesen auf dem Weg zur Erleuchtung hilft. Damit viele Wesen diesen Weg gehen, hat er einen einfachen Weg zur Erleuchtung entwickelt. Dieser Weg besteht im Kern darin, sich jeden Tag mit einem erleuchteten Meister (Buddha Amitabha) durch das Sprechen seines Namens und das Visualisieren seines Bildes (Buddha Amitabha im Paradies / Reinen Land) zu verbinden. Wir sollen uns bemühen gute Menschen zu sein und im Schwerpunkt für das Glück aller zu leben (als Bodhisattva). Dann wird uns unser erleuchteter Meister in unserem Leben führen und nach dem Tod ins Paradies bringen.


Der von Dir zitierte Meister Hônen sagte allerdings in seinem "Ishimaikishômon [Ein-Seiten-Traktat]":
"Das Entscheidende liegt nicht, wie viele der Weisen hier und in China erklären, in der meditativ betrachtenden Andacht. Es handelt sich auch nicht darum, das Nenbutsu zu sprechen, nachdem man durch begriffliche Erkenntnis Klarheit über seinen Sinn gewonnen hat. Wer im Reinen Land wiedergeboren werden will, spreche einfach „Namu Amida Butsu“ und glaube ohne jeden Zweifel an diese Wiedergeburt. Weiter ist nichts erforderlich.
Die Drei Herzen, die Vierfache Übung und dergleichen mehr sind alle in dem Gedanken eingeschlossen, dass wir durch das Nenbutsu die Wiedergeburt im Reinen Land erreichen. Wer sich darüber hinaus in tiefsinnigen Gedanken ergeht, entfernt sich vom Mitleid Shakyamunis und Amidas und kann vom Ursprünglichen Gelöbnis nicht erfasst werden.
Wer auf das Nenbutsu vertraut, verhält sich wie ein einfacher, des Lesens und Schreibens unkundiger Mensch, selbst wenn er alles, was Shakyamuni während seines ganzen Lebens lehrte genau studiert hat. Er ist gleich einem Anfänger auf dem Weg Buddhas und führt sich nicht wie ein Gelehrter auf. Er soll sich ausschließlich ganz und gar dem Nenbutsu zuwenden.
"

[Vollständiger Text des Ishimaikishômon]

Nils hat geschrieben:
Wenn wir Buddha Amitabha anrufen, bekommen wir mit Sicherheit aus der geistigen Welt Hilfe. Nach Amritanandamayi gibt es im Kosmos große erleuchtete Wesen (vollständig erleuchtete Seelen). Diese Wesen besitzen ein kosmisches Bewusstsein. Sie fühlen sich eins mit dem Kosmos (mit dem Licht). Und sie empfinden sich auch untereinander letztlich alle als eins. Nach Amma fühlt sich bei einem Gebet immer eines dieser höheren Wesen angesprochen und reagiert. Dabei ist es egal, welchen Namen ein Mensch verwendet. Es ist egal, ob man Allah, Gott, Jesus, Krishna oder Buddha Amitabha anruft. Wichtig ist nur, dass man von einer höheren Instanz im Kosmos Hilfe haben möchte.

Nach dem von Dir angeführten Meister Nagarjuna (und allgemeiner buddhistischer Anschauung) kann die Existenz eines Dings "Seele" mehr als angezweifelt werden.

Mag sein, dass der Glaube bzw. die Hinwendung zu Amida Buddha nur auf einem erdachten Mythos beruht.
Ich bin mir dessen absolut bewusst - und trotzdem funktioniert es für mich!

Namu-Amida-Bu, Namu-Amida-Bu,
Namu-Amida-Bu, Namu-Amida-Bu,
Namu-Amida-Bu, Namu-Amida-Bu,
Namu-Amida-Bu, Namu-Amida-Bu,
Namu-Amida-Bu, Namu-Amida-Butsu!


Da es allerdings ohnehin keine Beweise gibt und auch wohl nicht geben wird - wieso sollte man seinem "Vertrauen auf einen Mythos" weitere Mythen und Konzepte hinzufügen, für die es ebenso keine Beweise gibt und wohl auch nicht geben wird?
Das kann allein dann Sinn machen, wenn es für einen funktioniert - und ich meine hier nicht das kurzfristige "sich-gut-anfühlen", sondern ein "sich-im-Leben-und-im-Alltag-erweisen".

Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag!
< gasshô >

Benkei

Namu-Amida-Butsu
Benkei hat geschrieben:
Ob der "Erfinder" Amitabhas erleuchtet war oder nicht kann tatsächlich kaum von uns ermessen werden. Das ist aber aus meiner Sicht nahezu genauso schwierig, wenn es um die genannten "erleuchteten Anhänger dieser Lehre" geht.

Ich sehe einen wesentlichen Unterschied. Der "Erfinder" des Amitabha-Mythos ist uns völlig unbekannt. Viele Anhänger dieser Lehre und insbesondere die sieben Patriarchen kennen wir. Wir wissen vieles von ihnen und können daraus Rückschlüsse auf ihre Erleuchtung ziehen. Mit Sicherheit waren Buddha Shakyamuni, Nagarjuna, Vasubandu, Shan-tao und Honen erleuchtet. Und mit Sicherheit waren Paradieslehrer wie Jesus, Swami Muktananda und Satya Sai Baba erleuchtet.

Benkei hat geschrieben:
Wir können allerdings die Mahayana-Sutren lesen, in denen über Amitabha berichtet wird - nicht nur "Das Große Sutra über Amitayus", "Das Sutra der Meditation auf Amitayus" und "Das Kleine Sutra über Amitayus", sondern auch im "Lotos Sutra" und im "Lankavatara Sutra" wird Amitabha/Amitayus erwähnt, und im "Shurangama Sutra" wird sogar die Praxis des Nenbutsu besprochen (dort: "Namo-Amitabha-Buddhaya", Angkor-Verlag-Ausgabe, Seite 118 und 119). Und wir können die überlieferten Lehren der Alten Meister zu Rate ziehen und schauen, was diese in uns bewirken.

Natürlich können wir Schriften lesen, in denen vom Amitabha-Mythos berichtet wird. Damit wird der Mythos aber nicht wahrer. Ein guter Weg ist es sicherlich die Lehre zu praktizieren und zu sehen, was das bei uns bewirkt. Wenn es uns gut tut, ist das gut. Damit ist aber noch nicht bewiesen, ob es ein effektiver Erleuchtungs- und Paradiesweg ist. Das können nur Erleuchtete berichten. Die es zum Glück gibt. Viele Amitabha-Meister erschienen nach ihrem Tod ihren Mitmenschen und berichteten von ihren Erfahrungen.

Benkei hat geschrieben:
Mehr als einen überlieferten Mythos allerdings (eine Sichtweise) oder unerschütterliches Vertrauen (eine andere Sichtweise) wird es nicht geben! Schon gar keinen "Beweis"!

Vertrauen muss sich auf etwas gründen. Sonst ist es eine Wahnidee. Ob ein Mythos einen effektiven Weg zur Erleuchtung beinhaltet, ist überprüfbar. Was für einen Menschen ein Beweis ist, darf jeder selbst entscheiden. Es geht hier nicht um Mathematik, sondern um Weisheit.

Benkei hat geschrieben:
Nach dem von Dir angeführten Meister Nagarjuna (und allgemeiner buddhistischer Anschauung) kann die Existenz eines Dings "Seele" mehr als angezweifelt werden.

Mir ist bewusst, dass Buddhisten normalerweise statt Seele Bewusstseinskontinuum sagen.

Benkei hat geschrieben:
Mag sein, dass der Glaube bzw. die Hinwendung zu Amida Buddha nur auf einem erdachten Mythos beruht.
Ich bin mir dessen absolut bewusst - und trotzdem funktioniert es für mich! - und ich meine hier nicht das kurzfristige "sich-gut-anfühlen", sondern ein "sich-im-Leben-und-im-Alltag-erweisen".

S.o. : "Ein guter Weg ist es sicherlich die Lehre zu praktizieren und zu sehen, was das bei uns bewirkt. Wenn es uns gut tut, ist das gut. Damit ist aber noch nicht bewiesen, ob es ein effektiver Erleuchtungs- und Paradiesweg ist. Das können nur Erleuchtete berichten." Ob das Nembutsu dich ins Paradies bringt, wirst du uns erst nach deinem Tod berichten können. :D Wenn es dich zur Erleuchtung gebracht hat, bitte ich um eine sofortige Mitteilung. :lol:

Kurzfristiges "sich-gut-anfühlen" ist bereits eine schöne Sache. Was meinst du mit "sich-im-Leben-und-im-Alltag-erweisen"? Könntest du das weiter ausführen? In wieweit geht es über Beruhigung und Wohlgefühl hinaus?
NILS:
Viele Amitabha-Meister erschienen nach ihrem Tod ihren Mitmenschen und berichteten von ihren Erfahrungen.


Ach ja???

In wieweit geht es über Beruhigung und Wohlgefühl hinaus?


Noch mehr Einsammeln von sachdienlichen Hinweisen um Leute von Amitabha Yoga zu begeistern,wobei Vertrauen(Sraddha) ja auf was anderem (Erfahrung)gründet,ertrage ich nicht mehr.

Der Ohnmacht oder Hysterie nahe(wenn es kein mantram sprechen würde) :D
Hotei
Hotei hat geschrieben:
NILS:
Viele Amitabha-Meister erschienen nach ihrem Tod ihren Mitmenschen und berichteten von ihren Erfahrungen.
Ach ja???

Das steht zum Beispiel in dem Buch "Buddhismus krass" (Sprüche der Hijiri). Mir erschienen auch schon einige Meister nach ihrem Tod. Sie gaben mir Informationen, die ich vorher nicht hatte. So konnte ich die Echtheit der Visionen überprüfen. Wenn man davon ausgeht, dass es ein Leben nach dem Tod und ein Jenseits gibt - was man gut begründet tun kann -, dann gibt es dort auch Wesen, die uns erscheinen können. Das wird vielfach berichtet. Insofern glaube ich den Aussagen von Amitabha-Buddhisten.
Namaste!

Hallo Nils,
Nils hat geschrieben:
Benkei hat geschrieben:
Ob der "Erfinder" Amitabhas erleuchtet war oder nicht kann tatsächlich kaum von uns ermessen werden. Das ist aber aus meiner Sicht nahezu genauso schwierig, wenn es um die genannten "erleuchteten Anhänger dieser Lehre" geht.

Ich sehe einen wesentlichen Unterschied. Der "Erfinder" des Amitabha-Mythos ist uns völlig unbekannt. Viele Anhänger dieser Lehre und insbesondere die sieben Patriarchen kennen wir. Wir wissen vieles von ihnen und können daraus Rückschlüsse auf ihre Erleuchtung ziehen. Mit Sicherheit waren Buddha Shakyamuni, Nagarjuna, Vasubandu, Shan-tao und Honen erleuchtet.

Naja, soweit mir bekannt ist sah Hônen Shonin sich als "von-Amida-gerettet" an und war sich der "nachtodlichen Hingeburt" und der dort stattfindenden Erleuchtung sicher. Das impliziert für mich als logische Konsequenz, dass er zu Lebzeiten die Erleuchtung noch nicht erfahren hat.

Muss aber letztlich jeder für sich selbst herausfinden, wer erleuchtet war/ist und wer nicht.
Letztlich erkennt nur ein Buddha einen anderen Buddha.

Nils hat geschrieben:
Und mit Sicherheit waren Paradieslehrer wie Jesus, Swami Muktananda und Satya Sai Baba erleuchtet.

Jesus sehe ich zwar als Lehrer mit hohem Verwirklichungsgrad und Bodhisattva an, aber ob sein Erwachen derart absolut war wie das von Gautama Buddha, dass kann und muss ich nicht beurteilen.

Von den beiden anderen habe ich erst durch Dich erfahren - die spielen für mich kaum eine Rolle.

Nils hat geschrieben:
Benkei hat geschrieben:
Wir können allerdings die Mahayana-Sutren lesen, in denen über Amitabha berichtet wird - nicht nur "Das Große Sutra über Amitayus", "Das Sutra der Meditation auf Amitayus" und "Das Kleine Sutra über Amitayus", sondern auch im "Lotos Sutra" und im "Lankavatara Sutra" wird Amitabha/Amitayus erwähnt, und im "Shurangama Sutra" wird sogar die Praxis des Nenbutsu besprochen (dort: "Namo-Amitabha-Buddhaya", Angkor-Verlag-Ausgabe, Seite 118 und 119). Und wir können die überlieferten Lehren der Alten Meister zu Rate ziehen und schauen, was diese in uns bewirken.

Natürlich können wir Schriften lesen, in denen vom Amitabha-Mythos berichtet wird. Damit wird der Mythos aber nicht wahrer. Ein guter Weg ist es sicherlich die Lehre zu praktizieren und zu sehen, was das bei uns bewirkt. Wenn es uns gut tut, ist das gut. Damit ist aber noch nicht bewiesen, ob es ein effektiver Erleuchtungs- und Paradiesweg ist. Das können nur Erleuchtete berichten. Die es zum Glück gibt.

Wenn Du schon Hônen Shonin als erleuchtet ansiehst, dann müsstest Du ja eigentlich auch seinen Anweisungen wie sie im Ichimaikishômon stehen Gehör schenken...
klarere und simplere Aussagen eines Nenbutsu-Meisters kann es kaum geben!
Aber das scheint Deinem Verständnis von Rechter Praxis irgendwie zuwider zu laufen :?:

Nils hat geschrieben:
Viele Amitabha-Meister erschienen nach ihrem Tod ihren Mitmenschen und berichteten von ihren Erfahrungen.

Da bin ich eben dann der ungläubige Thomas!

Wenn ich die Wahl habe,

- den authentischen überlieferten schriftlichen Anweisungen eines verstorbenen Lehrers zu folgen, denen schon Generationen von Schülern gefolgt sind und deren Lehrer sich teilweise ebenfalls auf eine ununterbrochene Linie von Lehrer und Schüler beziehen, oder

- einer Einzelperson zu glauben, deren Behauptung, ihm sei ein erleuchteter Meister erschienen und hätte ihn belehrt, ich keinesfalls nachprüfen kann,

dann wähle ich die traditionelle Weitergabe von Lehrer zu Schüler und / oder auf der Basis von authentischen Schriften. Da kann ich mir wenigstens die Lehrer und Schüler ansehen, ihr Verhalten und ihre Lehren mit den alten Schriften abgleichen und sehen, wie sich ihre Praxis in ihrem gegenwärtigen Leben erweist.

Und solche Amitabha-Lehrer existieren weiterhin - lebendig.
Nils hat geschrieben:
Benkei hat geschrieben:
Mehr als einen überlieferten Mythos allerdings (eine Sichtweise) oder unerschütterliches Vertrauen (eine andere Sichtweise) wird es nicht geben! Schon gar keinen "Beweis"!

Vertrauen muss sich auf etwas gründen. Sonst ist es eine Wahnidee. Ob ein Mythos einen effektiven Weg zur Erleuchtung beinhaltet, ist überprüfbar. Was für einen Menschen ein Beweis ist, darf jeder selbst entscheiden. Es geht hier nicht um Mathematik, sondern um Weisheit.

Natürlich muss sich Vertrauen auf etwas gründen - ich hatte ja schon oben ausgeführt, worauf ich vertrauen würde.

Der Begriff "Beweis" impliziert allerdings eine Tatsachenfeststellung.
Und die wirst du in Glaubensdingen eben nicht bekommen; zumindest keine objektiv nachweisbare. Und damit ist der Begriff "Beweis" hier nicht anwendbar.

Wenn Du nun die Erscheinung eines verstorbenen Meisters als Begründung für Deinen Glauben / Dein Vertrauen in Deine Praxis anführst - bitte, sei es so.
Das ist aber absolut kein Beweis - Weisheit hin oder her. Es ist eben nur dies: Deine Begründung für Deinen Glauben / Dein Vertrauen in Deine Praxis.

Das hat auf meinen Glauben und auf mein Vertrauen in meine Praxis keine Auswirkung.

Nils hat geschrieben:
Benkei hat geschrieben:
Nach dem von Dir angeführten Meister Nagarjuna (und allgemeiner buddhistischer Anschauung) kann die Existenz eines Dings "Seele" mehr als angezweifelt werden.

Mir ist bewusst, dass Buddhisten normalerweise statt Seele Bewusstseinskontinuum sagen.

Es ist nicht nur ein anderes Wort was da benutzt wird.
Der Buddha hat absolut bewusst und keinesfalls versehentlich seine Lehre vom Anâtman etabliert und damit hinduistische Vorstellungen von der Seele [Âtman] zurückgewiesen!

Aber das nur als Hinweis am Rande.
Weitere Ausführungen würden den Rahmen sprengen und wurden mit Sicherheit auch schon anderorts hier thematisiert.
Nils hat geschrieben:
Benkei hat geschrieben:
Mag sein, dass der Glaube bzw. die Hinwendung zu Amida Buddha nur auf einem erdachten Mythos beruht.
Ich bin mir dessen absolut bewusst - und trotzdem funktioniert es für mich! - und ich meine hier nicht das kurzfristige "sich-gut-anfühlen", sondern ein "sich-im-Leben-und-im-Alltag-erweisen".

S.o. : "Ein guter Weg ist es sicherlich die Lehre zu praktizieren und zu sehen, was das bei uns bewirkt. Wenn es uns gut tut, ist das gut. Damit ist aber noch nicht bewiesen, ob es ein effektiver Erleuchtungs- und Paradiesweg ist. Das können nur Erleuchtete berichten." Ob das Nembutsu dich ins Paradies bringt, wirst du uns erst nach deinem Tod berichten können. :D Wenn es dich zur Erleuchtung gebracht hat, bitte ich um eine sofortige Mitteilung. :lol:

Im Gegensatz zu so manch anderem hier habe ich schon mehrfach darauf hingewiesen, dass ich als dummes Wesen voll von blinden Leidenschaften weiterhin hier "im Brennenden Haus" verweile - von Erleuchtung keine Spur...

Nach meinem Tod will ich dann folglich überhaupt nichts berichten - entweder Tod oder berichten.

Und wie sagte es Meister Shinran dann so schön und treffend im Tannishô: "Vielleicht ist das Nenbutsu wirklich der Keim zur Seligkeit im Reinen Land, vielleicht aber auch die Tat, die zum Fall in die Hölle führt: wissen tue ich das keineswegs. Jedoch hätte ich nichts zu bereuen, selbst wenn ich, von Hônen Shonen getäuscht, durch die Praxis des Nenbutsu in die Hölle geraten würde. Wäre ich nämlich imstande, durch meine eigenen Anstrengungen Buddha zu werden, würde aber durch das Nenbutsu zur Hölle fahren, dann wäre ich allerdings voller Bedauern über diese Täuschung. Aber Menschen wie mir, für die es unmöglich ist, irgendeine gute Tat zu vollbringen, ist sowieso die Hölle als Aufenthaltsort bestimmt."

Nils hat geschrieben:
Kurzfristiges "sich-gut-anfühlen" ist bereits eine schöne Sache. Was meinst du mit "sich-im-Leben-und-im-Alltag-erweisen"? Könntest du das weiter ausführen? In wieweit geht es über Beruhigung und Wohlgefühl hinaus?

Kurzfristiges "sich-gut-anfühlen" ist eben nur das: kurzfristiges "sich-gut-anfühlen".
Eine Praxis, die sich "im-Leben-und-im-Alltag-erweist", erweist sich eben im Leben und im Alltag.

Wie führte es der Buddha aus? - Komm und sieh' selbst!

< gasshô >

Benkei

Namu-Amida-Butsu
Benkei hat geschrieben:
Naja, soweit mir bekannt ist sah Hônen Shonin sich als "von-Amida-gerettet" an und war sich der "nachtodlichen Hingeburt" und der dort stattfindenden Erleuchtung sicher. Das impliziert für mich als logische Konsequenz, dass er zu Lebzeiten die Erleuchtung noch nicht erfahren hat. Muss aber letztlich jeder für sich selbst herausfinden, wer erleuchtet war/ist und wer nicht.

Von Honen gibt es Berichte, wie Licht aus seinen Augen strahlte. Ich halte das für einen deutlichen Hinweis auf seine Erleuchtung. Für mich ist es ein Ausdruck seiner Bescheidenheit, dass er sich als nichterleuchtet bezeichnet. Letztlich vertraut Shinran auch auf Honen.

Ich kenne die Erleuchtung. Ich habe sie oft in verschiedenen Formen erfahren. Leider nicht dauerhaft. Ich arbeite noch an mir. Deshalb kenne ich das Ziel und gehe genau den Weg, der für mich persönlich passt. Insofern weiche ich auch von den Lehren von Honen ab, soweit es für mich richtig ist.

Ich habe meine Erfahrungen mit dem verglichen, was Buddha geschrieben hat. Ich fand weitgehende Übereinstimmung. Insofern glaube ich, dass Buddha erleuchtet war und dass seine Lehre gut und insbesondere für mich der richtige Weg ist. Für mich ist Buddha die Basis und Amitabha die Ergänzung. Es entspricht auch meiner Erfahrung, dass es Meister gibt die uns helfen.

Benkei hat geschrieben:
Jesus sehe ich zwar als Lehrer mit hohem Verwirklichungsgrad und Bodhisattva an, aber ob sein Erwachen derart absolut war wie das von Gautama Buddha, dass kann und muss ich nicht beurteilen.

Wer jetzt das größte Erwachen hat, kann ich auch nicht beurteilen. Aber meine Erleuchtungserfahrungen stimmen auch mit der Lehre der christlichen Bergpredigt überein (die auf den Mahayanabuddhismus verweist).

Benkei hat geschrieben:
Wenn Du schon Hônen Shonin als erleuchtet ansiehst, dann müsstest Du ja eigentlich auch seinen Anweisungen wie sie im Ichimaikishômon stehen Gehör schenken... klarere und simplere Aussagen eines Nenbutsu-Meisters kann es kaum geben! Aber das scheint Deinem Verständnis von Rechter Praxis irgendwie zuwider zu laufen :?:

Da ich das Ziel kenne, gehe ich letztlich den Weg meiner eigenen Weisheit.

Benkei hat geschrieben:
Wenn ich die Wahl habe,
- den authentischen überlieferten schriftlichen Anweisungen eines verstorbenen Lehrers zu folgen, denen schon Generationen von Schülern gefolgt sind und deren Lehrer sich teilweise ebenfalls auf eine ununterbrochene Linie von Lehrer und Schüler beziehen, ....dann wähle ich die traditionelle Weitergabe von Lehrer zu Schüler und / oder auf der Basis von authentischen Schriften. Da kann ich mir wenigstens die Lehrer und Schüler ansehen, ihr Verhalten und ihre Lehren mit den alten Schriften abgleichen und sehen, wie sich ihre Praxis in ihrem gegenwärtigen Leben erweist.

Das ist sicherlich eine gute Vorgehensweise. Gruß Nils :)
BENKEI:
Und wie sagte es Meister Shinran dann so schön und treffend im Tannishô: "Vielleicht ist das Nenbutsu wirklich der Keim zur Seligkeit im Reinen Land, vielleicht aber auch die Tat, die zum Fall in die Hölle führt: wissen tue ich das keineswegs. Jedoch hätte ich nichts zu bereuen, selbst wenn ich, von Hônen Shonen getäuscht, durch die Praxis des Nenbutsu in die Hölle geraten würde. Wäre ich nämlich imstande, durch meine eigenen Anstrengungen Buddha zu werden, würde aber durch das Nenbutsu zur Hölle fahren, dann wäre ich allerdings voller Bedauern über diese Täuschung. Aber Menschen wie mir, für die es unmöglich ist, irgendeine gute Tat zu vollbringen, ist sowieso die Hölle als Aufenthaltsort bestimmt."


Das ist aber tiefsinnig.Habe ich jetzt vier mal gelesen und langsam dämmerts mir.Erinnert mich erstmal an: "Wenn eine Kuh Wasser trinkt wird es zu Milch,wenn eine Schlange Wasser trinkt wird es zu Gift."Geht aber noch tiefer...im Sinn,ah,ja,halt in diesem "kosmisches-Gesetz-Sinne"...

Danke und Grüße!
Hotei
Namaste!

Hallo Nils,
Nils hat geschrieben:
Von Honen gibt es Berichte, wie Licht aus seinen Augen strahlte. Ich halte das für einen deutlichen Hinweis auf seine Erleuchtung. Für mich ist es ein Ausdruck seiner Bescheidenheit, dass er sich als nichterleuchtet bezeichnet. Letztlich vertraut Shinran auch auf Honen.

Ich kenne die Erleuchtung. Ich habe sie oft in verschiedenen Formen erfahren. Leider nicht dauerhaft. Ich arbeite noch an mir. Deshalb kenne ich das Ziel und gehe genau den Weg, der für mich persönlich passt. Insofern weiche ich auch von den Lehren von Honen ab, soweit es für mich richtig ist.

Natürlich steht es jedem frei den Weg zu gehen, der für ihn persönlich passt.

Was aus meinem Empfinden aber mehr als bedenklich ist, ist sich auf die Lehren von Meistern wie Hônen zu berufen, vor diesem Hintergrund Belehrungen zu erteilen, und die eigenen Abweichungen von den ursprünglichen Lehren bewusst zu verschweigen.
Das suggeriert falsche Authentizität!

Wenn man sich schon gegen die überlieferten Traditionen entscheidet, dann sollte man das auch zugeben und nicht ebendiese Traditionen als "Beweis" für die eigene Autorität einspannen.

Nils hat geschrieben:
Ich habe meine Erfahrungen mit dem verglichen, was Buddha geschrieben hat. Ich fand weitgehende Übereinstimmung. Insofern glaube ich, dass Buddha erleuchtet war und dass seine Lehre gut und insbesondere für mich der richtige Weg ist. Für mich ist Buddha die Basis und Amitabha die Ergänzung. Es entspricht auch meiner Erfahrung, dass es Meister gibt die uns helfen.

Es ist mehr als wahrscheinlich, dass uns überhaupt keine Schrift vorliegt, die "Buddha geschrieben hat" :mrgreen:


Nils hat geschrieben:
Wer jetzt das größte Erwachen hat, kann ich auch nicht beurteilen. Aber meine Erleuchtungserfahrungen stimmen auch mit der Lehre der christlichen Bergpredigt überein (die auf den Mahayanabuddhismus verweist).

Die Bergpredigt verweist keinesfalls auf den Mahayana-Buddhismus, oder auf irgendeine andere Form von Buddhismus.
Ich brauche mir den Text nicht einmal anzusehen und kann Dir trotzdem versichern, dass Jesus da keinen Verweis und keinen Bezug zum Mahayana-Buddhismus anbringt.

Natürlich gibt es Parallelen.

Aber die gibt es in allen Religionen.

Das heißt nicht, dass Jesus Mahayana-Buddhist war - so gern wir es auch hätten, so cool wie das auch wäre.

Wenn man von Jesus als "Licht der Welt" spricht, dann ist Jesus noch lange nicht gleichzusetzen mit Amitabha Buddha.
Wenn man von Jesus als "Licht der Welt" spricht, dann ist Jesus noch lange nicht gleichzusetzen mit dem Lichtbringer [Luzifer].

Das sind jeweils unsere Denkgebäude, Vorstellungen und Konzepte.

Aber nicht die Wahrheit (TM).

Liebe Grüße
< gasshô >

Benkei

Namu-Amida-Butsu
Benkei hat geschrieben:
Natürlich steht es jedem frei den Weg zu gehen, der für ihn persönlich passt.

Ich denke, das habe ich jetzt hiermit ausreichend und eindeutig festgestellt.

Benkei hat geschrieben:
Es ist mehr als wahrscheinlich, dass uns überhaupt keine Schrift vorliegt, die "Buddha geschrieben hat" :mrgreen:

Richtig. Buddha hat mündlich gelehrt und es ist später aufgeschrieben worden.

Benkei hat geschrieben:
Die Bergpredigt verweist keinesfalls auf den Mahayana-Buddhismus, oder auf irgendeine andere Form von Buddhismus. ..Natürlich gibt es Parallelen.

Hier sind wir einer Meinung. Mir ging es um die Betonung der umfassenden Liebe.
Benkei hat geschrieben:
Was aus meinem Empfinden aber mehr als bedenklich ist, ist sich auf die Lehren von Meistern wie Hônen zu berufen, vor diesem Hintergrund Belehrungen zu erteilen, und die eigenen Abweichungen von den ursprünglichen Lehren bewusst zu verschweigen.
Das suggeriert falsche Authentizität!

Wenn man sich schon gegen die überlieferten Traditionen entscheidet, dann sollte man das auch zugeben und nicht ebendiese Traditionen als "Beweis" für die eigene Autorität einspannen.


Danke für deine Redlichkeit, Benkei.

"Alles auf der Welt kann man nachmachen, nur die Wahrheit nicht. Denn eine nachgemachte Wahrheit ist keine Wahrheit mehr."
Martin Buber, Die Erzählungen der Chassidim, S. 794

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