Ursache für Leid

Moderator: kilaya

Hallo zusammen.
Seit ca. 6 Monaten beschäftige ich mich nun mit der buddhistischen Lehre. Aktuell taucht bei mir folgende Frage auf:
Ist es euch tatsächlich möglich, negativen Gefühlen (vedana) tatsächlich gelassen zu begegnen?
Ich schaffe das nicht. Zwar halte ich mich schon lange für achtsam, gerade auch was Gefühlstönungen betrifft. Allerdings habe ich ganz stark das Bedürfnis, dem Auslöser des Leids (über Ablehnung, Anhaftung und Verblendung hinaus) auf den Grund zu gehen. Z.B. eine Überlastung am Arbeitsplatz, die Leid verursacht, muss ich aktiv begegnen, da dieser Faktor ansonst immer wieder zu Leid führt.
Ich hoffe, ich konnte mein Anliegen so halbwegs verständlich formulieren;-)
Viele Grüße Jana :?
Ich bin auch noch relativ neu und bei mir isses nich weg, aber die Dauer is kürzer.
Ja, das ist absolut möglich, aber es braucht Geduld, es braucht Zeit. Die Gewohnheiten sind meist sehr stark. Aber wenn man regelmäßig praktiziert wird man Veränderungen spüren, Stück für Stück. Wie man dann mit dem, was man mit mehr Abstand wahrnimmt, umgeht, hängt von der buddhistischen Tradition ab. Mal bleibt man mehr im Beobachter, mal sind bestimmte Emotionen durchaus sinnvoller Teil des Ausdrucks und der Erfahrung.

Nicht entmutigen lassen, es lohnt sich wirklich, dranzubleiben :)
Jana69 hat geschrieben:
... Allerdings habe ich ganz stark das Bedürfnis, dem Auslöser des Leids (über Ablehnung, Anhaftung und Verblendung hinaus) auf den Grund zu gehen. Z.B. eine Überlastung am Arbeitsplatz, die Leid verursacht, muss ich aktiv begegnen, da dieser Faktor ansonst immer wieder zu Leid führt.

Das ist im Grunde auch richtig.

Allerdings ist es wohl schwierig, Dukkha ganz zu beenden, solange man von einem Arbeitsplatz abhängig ist. Wobei es natürlich da auch auf die individuellen Umstände ankommt:

"Mahānāma, wegen des Berufs, mit dem ein Mann aus guter Familie seinen Lebensunterhalt bestreitet - ob nun Kassenprüfung oder Buchhaltung oder Rechnungswesen oder Landwirtschaft oder Handel oder Tierzucht oder Waffenhandwerk oder Staatsdienst, oder was für ein Beruf auch immer - deswegen muß er sich der Kälte aussetzen, muß er sich der Hitze aussetzen, wird er durch den Kontakt mit Bremsen und Fliegen, mit Wind, Sonne und Kriechtieren verletzt; er riskiert den Tod durch Hunger und Durst. Nun ist dies eine Gefahr im Fall der Sinnesvergnügen, eine Masse von Dukkha, die hier und jetzt sichtbar ist, die Sinnesvergnügen als Ursache hat, Sinnesvergnügen als Quelle hat, Sinnesvergnügen als Grundlage hat, weil die Ursache davon schlicht Sinnesvergnügen sind."

(Majjhima Nikāya 14: Die kürzere Lehrrede über die Masse von Dukkha - Cūḷadukkhakkhandha Sutta)

Viele Grüße
Elliot
Ich danke euch für eure Rückmeldungen!
Leid ist m.E. alltäglich und auch am Arbeitsplatz nicht völlig und nachhaltig auszuschließen. Gut zu wissen aber, dass ich meine Haltung darauf ausrichten kann und mir Optionen offen stehen, mit leidvollen Situationen umzugehen!
LG Jana
Hallo Jana,
ich kann Dir berichten, dass es wirklich irgendwann möglich ist. Und der Moment, als es mir das erste Mal bewusst wurde, war sehr beeindruckend, denn ich konnte sehen, wie die Emotion sich in Nichts auflöst.

Ich habe natürlich auch Jahre - im Grunde Jahrzehnte - gebraucht. Aber das hängt sicher auch damit zusammen, dass ich nicht den richtigen Ansatz hatte. ES verschwindet nicht, nur weil man es weghaben will. Und schon gar nicht, wenn man immer wieder die "falschen" Ursachen bekämpft.

Meine Einsicht entstand durch ständiges Reflektieren, immer wieder Innehalten. Der Gedanke, wenn mir etwas, was mich vor Jahren verletzte, heute nicht mehr verletzt, wo liegt dann darin die Ursache. Wenn ich mich an etwas, das mich vor einer Woche ärgerte, heute nicht mehr ärgern kann, wo ist er dann hin verschwunden? Und wenn dem so ist, dann muss es doch auch möglich sein, die Abstände immer kürzer werden zu lassen, bis die unangenehme Emotion ganz und gar ohne Kraft ist.

Und das ist wunderbar, wenn das denn das erste Mal geschieht. Dann wird es leichter für die nächsten Male, immer leichter. Aber man muss dran bleiben, sich nicht wieder verwickeln lassen.

Heute sehe ich immer mal wieder, wie ich früher re-agiert hätte, gelitten hätte. Ich sehe, wieviel Leid allein meine Emotion wieder für andere bedeutet hat, weil ich zwangsläufig darauf re-agierte. Ich sehe, wieviel Frieden entsteht, wenn da Stille ist, Stille und Wohlwollen, Verstehen und - ja auch Liebe.

Bleib dran
_()_ Monika
Hallo Jana,
das Thema Arbeit und Buddhismus im Westen hat mich auch interessiert. Dazu folgenden Artikel:

https://studybuddhism.com/de/tibetischer-buddhismus/ueber-den-buddhismus/wie-buddhismus-studieren/buddhismus-im-westen-praktizieren

Ich kann nur hoffen das dieser dir etwas weiterhilft.

Die Aussage von Elliot habe nicht verstanden. Was meinst du damit, abhängig von einen Arbeitsplatz? In welchem Sinne? Abhängig von Arbeit?

Ich bin der Meinung, das der Arbeitsplatz wesentlich zur Praxis beitragen kann. Wo sonst begegnet man mehr Herausforderungen.

Vielleicht ist es wichtig, das die Arbeit an sich mit dem Buddhismus vereinbar ist. Soldat ist eventuell ungeeignet.

Beste Grüße
Lucky hat geschrieben:
Vielleicht ist es wichtig, das die Arbeit an sich mit dem Buddhismus vereinbar ist. Soldat ist eventuell ungeeignet.

Welche Arbeit wäre aus Deiner Sicht geeigneter?

Viele Grüße
Elliot
Elliot hat geschrieben:
Lucky hat geschrieben:
Vielleicht ist es wichtig, das die Arbeit an sich mit dem Buddhismus vereinbar ist. Soldat ist eventuell ungeeignet.

Welche Arbeit wäre aus Deiner Sicht geeigneter?

Viele Grüße
Elliot


Arbeit, wo die Gefahr geringer ist, anderen Menschen zu schaden.
Würdest du bitte meine Frage beantworten. Ich bin neugierig was du damit gemeint hast.
Lucky hat geschrieben:
Die Aussage von Elliot habe nicht verstanden. Was meinst du damit, abhängig von einen Arbeitsplatz? In welchem Sinne? Abhängig von Arbeit?

Ja, genau.

Aufgrund der Abhängigkeit von den Ergebnissen der Arbeit (Lohn, Gehalt, Naturalien, Anerkennung, ...) kommt man in den meisten Fällen dabei um das Vermehren von Dukkha nicht herum und tendiert auch zum Festhalten am Dasein.

"Und was, Freunde, ist die Edle Wahrheit vom Ursprung von Dukkha? Es ist das Begehren, das erneutes Werden bringt, das von Ergötzen und Begierde begleitet ist, und das sich an diesem und jenem ergötzt; nämlich Begehren nach Sinnesvergnügen, Begehren nach Dasein und Begehren nach Nichtdasein. Dies wird die Edle Wahrheit vom Ursprung von Dukkha genannt."

(Majjhima Nikāya 141: Die Darlegung der Wahrheiten - Saccavibhaṅga Sutta)

Viele Grüße
Elliot
Hallo zusammen.
Dann möchte ich auf eure Beiträge auch gerne nochmals Bezug nehmen:
Zunächst sehe ich es ebenso für mich, dass Schwierigkeit, Konflikte etc. bei der Arbeit durchaus einen persönlichen Wachtums- und Entwicklungsprozess und somit auch eine Chance in sich tragen. Diese Schwierigkeiten abzulehnen, statt anzunehmen was ist, würde letztlich auch durch diese Ablehnung (Kilesa) neues Leid entstehen lassen.

Weiter legt der Achtfache Pfad ja nahe, dass Rechter Lebenserwerb u.a. ein Faktor zur Befreiung des Leides ist. Aber, hier - so finde ich- darf man die Sache nicht vorschnell bewerten:
ich selbst bin Sozialarbeiterin, müsste mir also über den Rechten Lebenserwerb keine Gedanken machen. Allerdings (und da fallen mir die Brahmavihara ein), ist es eine Sache dessen, wie ich meinen Beruf ausübe, also inhaltlich. Ob ich meinen Klienten mit Mitgefühl und Respekt begegne. Alleine einen karmisch passenden Beruf auszuüben, löst m.E. nicht automatisch heilsames Handeln aus.
Dies ist allerdings meine aktuelle Sichtweise und mein derzeitiges Verständnis der buddhistischen Lehre. Bin aber auch an eurer Sichtweise interessiert!

Was ich in meinem ursprünglichen Beitrag ansprach, betraf eher den Umgang mit leidverursachender Belastung am Arbeitsplatz durch z. B. Überstunden und Arbeitsdichte.
Darum ging es mir: Vedana habe ich sehr deutlich gespürt und mir war nicht klar, ob sich das Ergründen auf Vedana, Kilesa u.a. beschränkt oder eben auch auf die Ursache dessen, was das Leiden verursacht hat, also den Arbeitsprozess.

Ich bin weiterhin auf Beiträge von euch gespannt@
Liebe Grüße Jana ^^
Jana69 hat geschrieben:
Was ich in meinem ursprünglichen Beitrag ansprach, betraf eher den Umgang mit leidverursachender Belastung am Arbeitsplatz durch z. B. Überstunden und Arbeitsdichte.
Darum ging es mir: Vedana habe ich sehr deutlich gespürt und mir war nicht klar, ob sich das Ergründen auf Vedana, Kilesa u.a. beschränkt oder eben auch auf die Ursache dessen, was das Leiden verursacht hat, also den Arbeitsprozess.

Nein, das "Ergründen" bedeutet in diesem Fall eben gerade wieder sich Verwickeln und Festhalten am Dasein.

Wem Almosen nicht genügen, der sollte keine Arbeit verrichten, die es ihm erschwert oder unmöglich macht, im Anschluss an die Arbeit die fünf Hindernisse zu überwinden. Jedenfalls wenn er nachhaltig die Ursachen für Dukkha beseitigen möchte:

"Was gibt es noch zu tun? Ihr Bhikkhus, da zieht sich ein Bhikkhu an eine abgeschiedene Lagerstätte zurück: in einen Wald, an den Fuß eines Baumes, auf einen Berg, in eine Schlucht, in eine Berghöhle, an eine Leichenstätte, in ein Dschungeldickicht, auf ein freies Feld, auf einen Strohhaufen."

"Nach der Rückkehr von seiner Almosenrunde, nach seiner Mahlzeit, setzt er sich mit gekreuzten Beinen und gerade aufgerichtetem Oberkörper hin und hält die Achtsamkeit vor sich gegenwärtig. Indem er die Habgier nach der Welt überwindet, verweilt er mit einem Herzen, das frei ist von Habgier; er läutert seinen Geist von Habgier. Indem er Übelwollen und Haß überwindet, verweilt er mit einem Geist, der frei ist von Übelwollen, der Mitgefühl empfindet für das Wohlergehen aller Lebewesen; er läutert seinen Geist von Übelwollen und Haß. Indem er Trägheit und Mattheit überwindet, verweilt er frei von Trägheit und Mattheit, lichten Geistes, achtsam und wissensklar; er läutert seinen Geist von Trägheit und Mattheit. Indem er Rastlosigkeit und Gewissensunruhe überwindet, verweilt er ausgeglichen, mit einem Geist, der inneren Frieden hat; er läutert seinen Geist von Rastlosigkeit und Gewissensunruhe. Indem er den Zweifel überwindet, verweilt er dem Zweifel entronnen, ohne Unsicherheit in Bezug auf heilsame Geisteszustände; er läutert seinen Geist vom Zweifel."

(Majjhima Nikāya 39: Die längere Lehrrede bei Assapura - Mahā-Assapura Sutta)

Wenn die Arbeit also Rastlosigkeit und Gewissensunruhe fürdert, oder Trägheit und Mattheit (Überstunden) oder gar Habgier, Übelwollen und Haß, dann ist es die falsche Arbeit.

Viele Grüße
Elliot
Hallo Elliot,
lediglich der Vollständigkeit halber möchte ich erwähnen, dass ich zum einen meinen Beruf äußerst gerne ausübe. Die Motive hierfür liegen keinesfalls in Habgier oder Hass zu suchen.
Und meine Überstunden sind nicht einer Mattheit oder, wie du es benennst Rastlosigkeit geschuldet, sondern schlichtweg den Arbeitsbedingungen deutscher Jugendämter...
Viele Grüße, Jana
Ich "bin" Mediendesignerin. Auch habe ich als Bürokraft im sozialen Bereich gearbeitet, mich in dieser Zeit fortgebildet und dann im Veranstaltungs,- und Sozialmanagment gearbeitet. Heute arbeite ich als Lageristin. Man könnte dies als Abstieg bezeichnen, aber so denke ich nicht. Die Lebensenergie(der Drang) der ansonsten Denken, Analysieren und Emotionen stimuliert, entlädt sich qua über die körperliche Betätigung. Aber Arbeit, regulierte, wie sie "das System" einfordert-man ist da nur ein Rädchen im Getriebe des Kapitalismus, Produzent-Konsument, auch im sozialen oder therapeutischen Bereich (der ist zu kompensatorischen Zwecken installiert, qua "künstlich") erzeugt grundsätzlich Ermüdung, ob körperlich oder geistig. Ich "bevorzuge" solange "gefangen" die körperliche Ermüdung, denn der Körper ist weit regenerationsfähiger als der Geist, zumindest heutzutage unter den gegenwärtigen Arbeitsumständen. Um "Klienten" angemessen empathisch und präsent zu begegnen, braucht es 'zwingend' Regenerationsphasen, die "das System" aber nie eingeplant hat, ganz abgesehen von Belangen die die Dharmapraxis erfordert. Bitte was ? Heutzutage lässt sich das System gerade mal ein auf ... wie nennt man diese"längeren" Auzeiten ?
Jana69 hat geschrieben:
lediglich der Vollständigkeit halber möchte ich erwähnen, dass ich zum einen meinen Beruf äußerst gerne ausübe.

Und daher könnte es ja sein, dass diese Freude an der Berufsausübung das Verlangen nach Dasein mit sich bringt, welches wiederum eine der Ursachen von Dukkha ist:

"Und was, Freunde, ist die Edle Wahrheit vom Ursprung von Dukkha? Es ist das Begehren, das erneutes Werden bringt, das von Ergötzen und Begierde begleitet ist, und das sich an diesem und jenem ergötzt; nämlich Begehren nach Sinnesvergnügen, Begehren nach Dasein und Begehren nach Nichtdasein. Dies wird die Edle Wahrheit vom Ursprung von Dukkha genannt."

(Majjhima Nikāya 141: Die Darlegung der Wahrheiten - Saccavibhaṅga Sutta)

Du schreibst:

Jana69 hat geschrieben:
Weiter legt der Achtfache Pfad ja nahe, dass Rechter Lebenserwerb u.a. ein Faktor zur Befreiung des Leides ist.

Und das ist richtig:

"Und was, Freunde, ist die Edle Wahrheit vom Weg, der zum Aufhören von Dukkha führt? Es ist eben dieser Edle Achtfache Pfad; nämlich Richtige Ansicht, Richtige Absicht, Richtige Rede, Richtiges Handeln, Richtige Lebensweise, Richtige Anstrengung, Richtige Achtsamkeit, Richtige Konzentration."

(Majjhima Nikāya 141: Die Darlegung der Wahrheiten - Saccavibhaṅga Sutta)

Aber es ist auch wichtig, wie die Ursachen von Dukkha durch die Praxis des achtfachen Pfades beseitigt werden:

"Und was, Freunde, ist die Edle Wahrheit vom Aufhören von Dukkha? Es ist das restlose Verschwinden und Aufhören, das Aufgeben, der Verzicht, das Loslassen und Zurückweisen eben jenes Begehrens. Dies wird die Edle Wahrheit vom Aufhören von Dukkha genannt."

(Majjhima Nikāya 141: Die Darlegung der Wahrheiten - Saccavibhaṅga Sutta)

Und dieses Begehren nach Dasein, nach Nicht-Dasein und nach SInnesvergnügen wird weniger durch Richtige Lebensweise überwunden, auch nicht durch richtige Achtsamkeit, sondern vor allem durch Richtige Konzentration:

"Und was, ihr Bhikkhus, ist die Befriedigung im Fall der Gefühle? Ihr Bhikkhus, da tritt ein Bhikkhu ganz abgeschieden von Sinnesvergnügen, abgeschieden von unheilsamen Geisteszuständen, in die erste Vertiefung ein, die von anfänglicher und anhaltender Hinwendung des Geistes begleitet ist, und verweilt darin, mit Verzückung und Glückseligkeit, die aus der Abgeschiedenheit entstanden sind. Bei so einer Gelegenheit wählt er nicht Leid für sich selbst, noch Leid für andere, noch Leid für beide. Bei jener Gelegenheit empfindet er nur Gefühl, das frei von Leid ist. Die höchste Befriedigung im Fall der Gefühle ist Freiheit von Leid, sage ich."

"Wiederum tritt ein Bhikkhu mit der Stillung der anfänglichen und anhaltenden Hinwendung des Geistes (zum Meditationsobjekt) in die zweite Vertiefung ein, die innere Beruhigung und Einheit des Herzens ohne anfängliche und anhaltende Hinwendung des Geistes enthält, und verweilt darin, mit Verzückung und Glückseligkeit, die aus der Konzentration entstanden sind. Bei so einer Gelegenheit wählt er nicht Leid für sich selbst, noch Leid für andere, noch Leid für beide. Bei jener Gelegenheit empfindet er nur Gefühl, das frei von Leid ist. Die höchste Befriedigung im Fall der Gefühle ist Freiheit von Leid, sage ich."

"Wiederum tritt ein Bhikkhu mit dem Verblassen der Verzückung, in Gleichmut verweilend, achtsam und wissensklar, voll körperlich erlebter Glückseligkeit, in die dritte Vertiefung ein, von der die Edlen sagen: 'Glückselig verweilt derjenige, der voll Gleichmut und Achtsamkeit ist', und verweilt darin. Bei so einer Gelegenheit wählt er nicht Leid für sich selbst, noch Leid für andere, noch Leid für beide. Bei jener Gelegenheit empfindet er nur Gefühl, das frei von Leid ist. Die höchste Befriedigung im Fall der Gefühle ist Freiheit von Leid, sage ich."

"Wiederum tritt ein Bhikkhu mit dem Überwinden von Glück und Schmerz und dem schon früheren Verschwinden von Freude und Trauer, in die vierte Vertiefung ein, die aufgrund von Gleichmut Weder-Schmerzhaftes-noch-Angenehmes und Reinheit der Achtsamkeit in sich hat, und verweilt darin. Bei so einer Gelegenheit wählt er nicht Leid für sich selbst, noch Leid für andere, noch Leid für beide. Bei jener Gelegenheit empfindet er nur Gefühl, das frei von Leid ist. Die höchste Befriedigung im Fall der Gefühle ist Freiheit von Leid, sage ich."

(Majjhima Nikāya 13: Die längere Lehrrede über die Masse von Dukkha - Mahādukkhakkhandha Sutta)

Viele Grüße
Elliot
Wer zwingt dich, irgendwas zu tun, außer du selbst?
Wenn du deinen "Job" gern tust, dann gehört auch immer dazu, dass man beim Baden nass wird! Also jammere nicht! Friß den Mist oder kündige - so ist das Leben.
abyāpajjhaparamāham vedanānam assādam vadāmi = the highest gratification
in the case of feelings is freedom from affliction, I say,
Jana69 hat geschrieben:
Hallo zusammen.
Seit ca. 6 Monaten beschäftige ich mich nun mit der buddhistischen Lehre. Aktuell taucht bei mir folgende Frage auf:
Ist es euch tatsächlich möglich, negativen Gefühlen (vedana) tatsächlich gelassen zu begegnen?
Ich schaffe das nicht. Zwar halte ich mich schon lange für achtsam, gerade auch was Gefühlstönungen betrifft. Allerdings habe ich ganz stark das Bedürfnis, dem Auslöser des Leids (über Ablehnung, Anhaftung und Verblendung hinaus) auf den Grund zu gehen. Z.B. eine Überlastung am Arbeitsplatz, die Leid verursacht, muss ich aktiv begegnen, da dieser Faktor ansonst immer wieder zu Leid führt.
Ich hoffe, ich konnte mein Anliegen so halbwegs verständlich formulieren;-)
Viele Grüße Jana :?


Hallo Jana, ich finde, Du hast Dein Anliegen präzise formuliert.
Deine Einstellung ist völlig normal, was soll die teilweise Aufgeregtheit? Wenn es eine sehr konkrete Ursache von Leiden (Situation Arbeitsplatz) gibt ist es doch vernünftig eine Abhilfe hierfür schaffen zu wollen.
Wenn sich jemand ein Bein bricht, schickt ihn ein Arzt doch auch nicht zum Meditationskurs, damit er/sie mit den Schmerzen besser umgehen lernt, sondern schient das Bein nach dem Röntgen und gibt ein paar Schmerzmittel (oder was da sonst gemacht wird, ich hab' mir noch nie was gebrochen).

Deine Thematik ist die Unterscheidung zwischen nachvollziehbaren Leidensmomenten und einem existentiellen Leiden, dem Leiden am Leiden sozusagen.. Ich vermute, das erste wird sich nur wenig ändern, das zweite ändert sich mit der Zeit deutlich.

Wenn Buddha bei seinen Wanderungen auf einen spitzen Stein getreten ist wird ihm das genauso weh getan haben wie es mir weh tun würde (wobei es einem Buddha mit seiner Achtsamkeit bestimmt viel seltener passieren dürfte). Wahrscheinlich würde ein Buddha in so einem Moment zuerst den Fuß untersuchen, ob es eine Wunde gegeben hat, dann den spitzen Stein sorgsam vom Weg entfernen und dann weiter wandern 8)
fotost hat geschrieben:
Wenn Buddha bei seinen Wanderungen auf einen spitzen Stein getreten ist wird ihm das genauso weh getan haben wie es mir weh tun würde (wobei es einem Buddha mit seiner Achtsamkeit bestimmt viel seltener passieren dürfte). Wahrscheinlich würde ein Buddha in so einem Moment zuerst den Fuß untersuchen, ob es eine Wunde gegeben hat, dann den spitzen Stein sorgsam vom Weg entfernen und dann weiter wandern 8)


:like:
:sunny: Guten Morgen zusammen.
Ja, mit dieser Auskunft kann ich etwas anfangen. Bitte versteht mich nicht falsch, ich beschäftige mich erst seit wenigen Monaten mit der buddhistischen Lehre. Daher sind für mich Fragen offen und deshalb habe ich mich an dieses Forum gewandt, nicht mehr und nicht weniger.
Es macht nach m. E. wenig Sinn, Dharma unkritisch für sich im Alltag anwenden zu wollen ohne sich zuvor tiefer damit auseinandersetzen.
Die "Aufregung ", wie du es nennst, ist m. E. erst mit dem Thema Arbeit entstandenen.
LG Jana
An alle nochmals, die auf meine ursprüngliche Frage geantwortet haben, besonders aber an Spacy:

Ich bin in diesem Forum davon ausgegangen, dass einem ein Mindestmaß an Wohlwollen und Freundlichkeit entgegen gebracht wird.
Aussagen wie: ...friss den Mist...
decken sich überhaupt nicht mit meinem Verständnis von Metta und einem wertschätzenden Umgang mit anderen im Forum.
Daher habe ich mich entschlossen, "Buddhaland " wieder zu verlassen.
Jana
Hallo Jana,

alle unterschiedlichen Antworten hier entstanden aus dem Wunsch, dich zu unterstützen ... nichts ablehnen, schreibst du - so einfach und doch so ein schwerer weg.

Viel Mut auf deinem Weg!
Hallo Jana,
alles Gute im Job und auch sonst gewünscht. Habe mir den
thread hier durchgelesen und viele Leute haben sich echt
Mühe mit dem Antworten gegeben. Kamen doch interessante
Betrachtungen bei herum. Da finde ich persönlich es nicht
so dramatisch, wenn mal eine etwas barsche Meinungsäußerung
dabei ist. Damit sollte man sowohl im Job als auch privat
leicht mit umgehen können. Wie Gotama sagte (sinngemäß
wie ich es im Kopf behalten habe), "... ich nehme es nicht
an." Wenn man/frau alles annimmt und die Konsequenz
Trennung ist, muss man/frau sich ja beinahe wöchentlich
einen neuen Job und ein neues Umfeld suchen. Das kann es
ja auch nicht sein.

Alles Gute, mot gaeo
Jana69 hat geschrieben:
An alle nochmals, die auf meine ursprüngliche Frage geantwortet haben, besonders aber an Spacy:

Ich bin in diesem Forum davon ausgegangen, dass einem ein Mindestmaß an Wohlwollen und Freundlichkeit entgegen gebracht wird.
Aussagen wie: ...friss den Mist...
decken sich überhaupt nicht mit meinem Verständnis von Metta und einem wertschätzenden Umgang mit anderen im Forum.
Daher habe ich mich entschlossen, "Buddhaland " wieder zu verlassen.
Jana

Oh je!
Wenn Du auf so eine harmlose Redewendung, die keinerlei Beleidigung ist, sondern nur eine Abwandlung von "Friss oder stirb" gleich mit Rückzug reagierst, dann frage ich mich, was Du mit dem Dharma eigentlich vorhast? Wenn Du Dich auf den Weg einlässt, dann wirst Du nämlich am Schlafittchen gepackt, und das kann furchtbar weh tun.

Der Sinn der Übung ist es, seine Emotionen zu erkennen und ihnen nicht immer auf den Leim zu gehen. Anstelle dessen kann man eine Resilienz gegen die eigenen Emotionen und gegen die Herausforderungen des Alltags entwickeln, die einem ein zufriedenes Leben ermöglicht und einen nicht bei jedem Hindernis in Verzweiflung geraten lässt. Wen man bei dem kleinsten Problem schon die Segel einholt, ist man da nicht gut aufgehoben. Auch weil das Leben einfach kein Ponyhof ist. Es wird niemals möglich sein, die Welt zu verändern, nur weil man jetzt "ein Buddhist" geworden ist. Die Leute werden auch nicht voller Hochachtung und Respekt auf einen sehen und einen von jeglichem Konfliktpotential verschonen. Du wirst nicht besser in Deinem Job, weil Du ein Buddhistin geworden bist. Du wirst vielleicht nie besser. Aber Du kannst daran arbeiten.

Nur weil einer zum Buddhisten geworden ist, ist er kein neuer Mensch geworden. Seine Angewohnheiten zu ändern ist eine Lebensaufgabe, und jeder tut sich mehr oder weniger schwer. Mitgefühl bedeutet auch, die Unzulänglichkeiten der Anderen auszuhalten. Allein schon, weil man selbst auch unzulänglich ist. Du bewegst Dich hier also unter Gleichen.

Du kannst natürlich auch die Einsamkeit suchen und Dich enttäuscht von der Welt abwenden. Aber erwarte nicht, wenn Du dann wieder zurückkommst, dass sich irgendwas geändert hat oder dass Du Dich geändert haben könntest.

Vielen von uns platzt ab und zu der Kragen und wir gehen eine Zeit aus Butterland. Die meisten kommen irgendwann, wenn sich der Rauch gelegt hat, wieder. Warum auch immer.
Diese Plattform kann einem die Möglichkeit geben, ein bisschen mehr Widerstandskraft zu entwickeln, mehr Konflikte auszuhalten, was sich dann auch im Alltag auswirkt. Hier kann einem nicht viel passieren, nur ein bisschen Verletztfühlen, Zorn, Animositäten usw. Alles, was Menschen halt so mit sich herumtragen. Man kann lernen, damit besser umzugehen, so man denn möchte. Auch wenn das Forum virtuell ist, hier schreiben Menschen. Ein paar sind närrischer als andere. Aber Narren sind wir alle.

Zwar halte ich mich schon lange für achtsam, gerade auch was Gefühlstönungen betrifft. Allerdings habe ich ganz stark das Bedürfnis, dem Auslöser des Leids (über Ablehnung, Anhaftung und Verblendung hinaus) auf den Grund zu gehen. Z.B. eine Überlastung am Arbeitsplatz, die Leid verursacht, muss ich aktiv begegnen, da dieser Faktor ansonst immer wieder zu Leid führt.

Du hältst Dich für achtsam. Aber was Du beschreibst ist nicht Achtsamkeit, das ist Empfindlichkeit. Deshalb fühlst Du Dich wohl auch überlastet. Und das zeigst Du mit Deinem Rückzug ganz deutlich: Ein kleiner harmloser Satz und schon fühlst Du Dich angegriffen und missachtet. Aber unser Spacy redet nun mal so, auch wenn das einem nicht gefällt. Er kann Dich nicht persönlich gemeint haben. Wie denn auch? Es ist sein Ding. Aber Du nimmst das sofort persönlich.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Empfindlichkeit immer eine Sache mangelnden Mitgefühls ist und aus der Neigung, alles auf sich zu beziehen, entstammt. Mangelnde Abgrenzung ist eine Folge davon.
Ich weiß wie schwer das ist, sich dem zu stellen. Erst mal muss das super-duper-Selbstbild angekratzt werden. Wem gefällt das schon? Und ja, Höflichkeit und Umgangsformen sind und bleiben wichtig und keiner kann seinen mangelnden Respekt damit entschuldigen, dass der Andere nicht alles so persönlich nehmen soll. Aber den Anderen kann ich nicht ändern. Ich kann nur mein eigenes Feld beackern. Ich kann Respekt einfordern, aber wenn ich erwarte, dass meine Forderungen erfüllt werden, dann bin ich der größte Narr der Welt und nicht zu heilen. Warum nicht den einfacheren Weg gehen und bei sich anfangen? Und sich auch immer wieder scheitern sehen. Und dann wieder von vorne anfangen …

Auch wenn Du das Trainingslager Butterland nicht mehr betreten möchtest, nimm die Chance wahr da draussen. Es lohnt sich wirklich, die Kröten zu schlucken.

Alles Liebe und Gute auf dem Weg!
Jana69 hat geschrieben:
An alle nochmals, die auf meine ursprüngliche Frage geantwortet haben, besonders aber an Spacy:

Ich bin in diesem Forum davon ausgegangen, dass einem ein Mindestmaß an Wohlwollen und Freundlichkeit entgegen gebracht wird.
Aussagen wie: ...friss den Mist...
decken sich überhaupt nicht mit meinem Verständnis von Metta und einem wertschätzenden Umgang mit anderen im Forum.
Daher habe ich mich entschlossen, "Buddhaland " wieder zu verlassen.
Jana


Hallo Jana.
"Friss den Mist" stammt sicher von eine(m) Zen-begeisterten User und hat keinen negativen Grund, sondern ist eben speziell grobgehackt, so wie sich Zenspezies auch gern als Knochensack oder Holzklotz bezeichnen.

Bleib offen!
_()_ Monika
:like: :like: :like:

Doris Rasevic-Benz hat geschrieben:
Jana69 hat geschrieben:
An alle nochmals, die auf meine ursprüngliche Frage geantwortet haben, besonders aber an Spacy:

Ich bin in diesem Forum davon ausgegangen, dass einem ein Mindestmaß an Wohlwollen und Freundlichkeit entgegen gebracht wird.
Aussagen wie: ...friss den Mist...
decken sich überhaupt nicht mit meinem Verständnis von Metta und einem wertschätzenden Umgang mit anderen im Forum.
Daher habe ich mich entschlossen, "Buddhaland " wieder zu verlassen.
Jana

Oh je!
Wenn Du auf so eine harmlose Redewendung, die keinerlei Beleidigung ist, sondern nur eine Abwandlung von "Friss oder stirb" gleich mit Rückzug reagierst, dann frage ich mich, was Du mit dem Dharma eigentlich vorhast? Wenn Du Dich auf den Weg einlässt, dann wirst Du nämlich am Schlafittchen gepackt, und das kann furchtbar weh tun.

Der Sinn der Übung ist es, seine Emotionen zu erkennen und ihnen nicht immer auf den Leim zu gehen. Anstelle dessen kann man eine Resilienz gegen die eigenen Emotionen und gegen die Herausforderungen des Alltags entwickeln, die einem ein zufriedenes Leben ermöglicht und einen nicht bei jedem Hindernis in Verzweiflung geraten lässt. Wen man bei dem kleinsten Problem schon die Segel einholt, ist man da nicht gut aufgehoben. Auch weil das Leben einfach kein Ponyhof ist. Es wird niemals möglich sein, die Welt zu verändern, nur weil man jetzt "ein Buddhist" geworden ist. Die Leute werden auch nicht voller Hochachtung und Respekt auf einen sehen und einen von jeglichem Konfliktpotential verschonen. Du wirst nicht besser in Deinem Job, weil Du ein Buddhistin geworden bist. Du wirst vielleicht nie besser. Aber Du kannst daran arbeiten.

Nur weil einer zum Buddhisten geworden ist, ist er kein neuer Mensch geworden. Seine Angewohnheiten zu ändern ist eine Lebensaufgabe, und jeder tut sich mehr oder weniger schwer. Mitgefühl bedeutet auch, die Unzulänglichkeiten der Anderen auszuhalten. Allein schon, weil man selbst auch unzulänglich ist. Du bewegst Dich hier also unter Gleichen.

Du kannst natürlich auch die Einsamkeit suchen und Dich enttäuscht von der Welt abwenden. Aber erwarte nicht, wenn Du dann wieder zurückkommst, dass sich irgendwas geändert hat oder dass Du Dich geändert haben könntest.

Vielen von uns platzt ab und zu der Kragen und wir gehen eine Zeit aus Butterland. Die meisten kommen irgendwann, wenn sich der Rauch gelegt hat, wieder. Warum auch immer.
Diese Plattform kann einem die Möglichkeit geben, ein bisschen mehr Widerstandskraft zu entwickeln, mehr Konflikte auszuhalten, was sich dann auch im Alltag auswirkt. Hier kann einem nicht viel passieren, nur ein bisschen Verletztfühlen, Zorn, Animositäten usw. Alles, was Menschen halt so mit sich herumtragen. Man kann lernen, damit besser umzugehen, so man denn möchte. Auch wenn das Forum virtuell ist, hier schreiben Menschen. Ein paar sind närrischer als andere. Aber Narren sind wir alle.

Zwar halte ich mich schon lange für achtsam, gerade auch was Gefühlstönungen betrifft. Allerdings habe ich ganz stark das Bedürfnis, dem Auslöser des Leids (über Ablehnung, Anhaftung und Verblendung hinaus) auf den Grund zu gehen. Z.B. eine Überlastung am Arbeitsplatz, die Leid verursacht, muss ich aktiv begegnen, da dieser Faktor ansonst immer wieder zu Leid führt.

Du hältst Dich für achtsam. Aber was Du beschreibst ist nicht Achtsamkeit, das ist Empfindlichkeit. Deshalb fühlst Du Dich wohl auch überlastet. Und das zeigst Du mit Deinem Rückzug ganz deutlich: Ein kleiner harmloser Satz und schon fühlst Du Dich angegriffen und missachtet. Aber unser Spacy redet nun mal so, auch wenn das einem nicht gefällt. Er kann Dich nicht persönlich gemeint haben. Wie denn auch? Es ist sein Ding. Aber Du nimmst das sofort persönlich.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Empfindlichkeit immer eine Sache mangelnden Mitgefühls ist und aus der Neigung, alles auf sich zu beziehen, entstammt. Mangelnde Abgrenzung ist eine Folge davon.
Ich weiß wie schwer das ist, sich dem zu stellen. Erst mal muss das super-duper-Selbstbild angekratzt werden. Wem gefällt das schon? Und ja, Höflichkeit und Umgangsformen sind und bleiben wichtig und keiner kann seinen mangelnden Respekt damit entschuldigen, dass der Andere nicht alles so persönlich nehmen soll. Aber den Anderen kann ich nicht ändern. Ich kann nur mein eigenes Feld beackern. Ich kann Respekt einfordern, aber wenn ich erwarte, dass meine Forderungen erfüllt werden, dann bin ich der größte Narr der Welt und nicht zu heilen. Warum nicht den einfacheren Weg gehen und bei sich anfangen? Und sich auch immer wieder scheitern sehen. Und dann wieder von vorne anfangen …

Auch wenn Du das Trainingslager Butterland nicht mehr betreten möchtest, nimm die Chance wahr da draussen. Es lohnt sich wirklich, die Kröten zu schlucken.

Alles Liebe und Gute auf dem Weg!
von Jana69 » 31.07.2017, 08:54 hat geschrieben:
An alle nochmals, die auf meine ursprüngliche Frage geantwortet haben, besonders aber an Spacy:

Ich bin in diesem Forum davon ausgegangen, dass einem ein Mindestmaß an Wohlwollen und Freundlichkeit entgegen gebracht wird.
Aussagen wie: ...friss den Mist...
decken sich überhaupt nicht mit meinem Verständnis von Metta und einem wertschätzenden Umgang mit anderen im Forum.
Daher habe ich mich entschlossen, "Buddhaland " wieder zu verlassen.
Jana


Hallo liebe Jana69.

Nur mal so als Info: Nicht jede/r die/der hier schreibt ist Buddhist und auch nicht jede/r die/der hier schreibt muß sich zwangsläufig mit der Buddhalehre beschäftigen oder auskennen.

In der relativen Anonymität des Internet tummeln sich viele unterschiedliche Menschen.

Wichtig ist dass man selbst so gut wie möglich der Buddhalehre folgt und/oder dem was man selbst für richtig und heilsam erkannt hat. Wenn man das denn möchte.

Egal was die anderen tun oder sagen. Und wenn man der einzige Mensch auf der Welt wäre, dem Metta wichtig ist.

Aber nur meine Meinung.

Alles Gute und liebe Grüße
Im Alter hatte Gotama starke Rückenschmerzen und lehnte oft
mit dem Rücken an einem Pfeiler oder senkrechten Balken, weil
er nicht mehr schmerzfrei frei sitzen konnte. Er hat also das
Beste aus der Situation / dem Ist-Zustand gemacht. Mehr als
klaglos das Beste zu geben geht (glaube ich) nicht.
Raphy hat geschrieben:
von fotost » 30.07.2017, 22:13 hat geschrieben:
...

Wenn Buddha bei seinen Wanderungen auf einen spitzen Stein getreten ist wird ihm das genauso weh getan haben wie es mir weh tun würde (wobei es einem Buddha mit seiner Achtsamkeit bestimmt viel seltener passieren dürfte). Wahrscheinlich würde ein Buddha in so einem Moment zuerst den Fuß untersuchen, ob es eine Wunde gegeben hat, dann den spitzen Stein sorgsam vom Weg entfernen und dann weiter wandern 8)

Hallo lieber fotost.

Das glaube ich nicht, dass es ihm weh tun würde wie dir.

Durch die jahrelange Gewöhnung an das Barfußgehen waren seine Sohlen vermutlich so abgehärtet, dass er weniger oder gar keinen Schmerz fühlen würde. Kommmt natürlich darauf an wie spitz der Stein ist.

Aber nur meine Meinung. Könnte alles auch ganz anders sein. :)

Liebe Grüße


Liebe Grüße Raphy,

ja sicher. Mit der Darstellung habe ich kein Problem. Du hast bestimmt Recht. Buddha war das Barfußgehen auf unbefestigten Straßen gewohnt, ich bin ein Großstadtweichling :mrgreen: und kann kaum das Barfußgehen am Strand im Urlaub richtig genießen..

Du hast das Beispiel trotzdem verstanden.

Auswirkung von konkreten Leidensursachen prüfen,
die Ursachen, wenn es geht ausschalten
weitergehen!

@MotGaeo (liebe Grüße) hat in einem weiteren Beitrag das Richtige geschrieben

Er hat also das Beste aus der Situation / dem Ist-Zustand gemacht. Mehr als klaglos das Beste zu geben geht (glaube ich) nicht.

Eine schöne Zusammenfassung der Lehre für mich 8)
Falls jemand noch etwas zu meinen Barfußbeiträgen schreiben will, gerne hier: Barfußgehen (in) Buddhistischer Salon

Wäre hier vielleicht zu Offtopic, vor allem wenn es zu sehr ausartet.
Obwohl ja Leid und damit vielleicht auch Fußschmerzen Thema dieses Threads sind.

Liebe Grüße

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