Drogensucht und Buddhismus

Moderator: void

Liebe Leute,

obwohl ich eine wohl normale, ja stabile Kindheit genoss, war mein Leben ab meinem etwa 12. Lebensjahr geprägt durch Ängste und auch Verzweiflung. Diese Ängste gipfelten als ich mit 16 eine Panikattacke hatte. Zahlreiche Stationen bei Psychotherapeuten, Psychiatern usw halfen nur bedingt. Esoterische Hilfestellungen halfen - zeitweise - aber ich hatte oft nicht die Muße, wirklich lange Übungen praktizieren. Durch Hypnose öffneten sich bei mir gewisse Kanäle und mir wurde klar, dass da mehr ist. Und durch die intensive Beschäftigung mit Esoterik, kam ich zur Überzeugung, dass mein schweres Leben eine Prüfung sei, die meine Seele durch das Leid "stärken" - an Erfahrung bereichern soll. Schließlich bemerkte ich, dass diese Überzeugung eigentlich die des Buddhismus in gewisser Weise gleicht.
Mit 24 (vor oben genannter Erkenntnis) machte ich großen Fehler und probierte zum ersten Mal Drogen. Kokain gefiel mir, es löste meine Probleme sofort von mir ab. Mit 27 wurde schwer Morphiumsüchtig. Ich injizierte mir die Opiate direkt in die Vene. Trotz allem ging ich arbeiten, hatte meine eigene Wohnung, eine Freundin, eine Familie, keiner merkte oder wusste etwas davon. Die Droge half, meine Verzweiflung und Ängste nicht mehr zu empfinden. Und sobald ich damit aufhörte, begannen wieder, ungute Gedanken aufzukommen.
Vor zwei Monaten war ich für vier Wochen in einer Entzugsklinik. Seither bin ich substituiert. Das heißt, ich konsumiere Opiate nicht mehr intravenös, sondern "klinisch überwacht" und oral. Viele Psychiater sind der Ansicht, dass unter Aufsicht auch Methadon als "antidepressivum" durchaus legitim sei.
Seit mehreren Tagen beschäftige ich mich mit Buddhismus. Ich spüre, die elementare Kraft, die Wahrheit, die von der Weisheit des Buddha ausgeht. Ich bin total interessiert zu lernen, mich zu heilen, alles zu tun, um den richtigen Weg zu finden.
Doch schließlich entdeckte ich diese Webseite: http://www.buddhismus-heute.de/archive. ... _8.de.html - sie machte mir unglaublich viel Furcht und Sorge. Denn ich war stets der Überzeugung, dass die Seele nach dem Tode nicht mehr die "körperlichen" Wünsche hat bzw nicht mehr nach einer chemischen Substanz gieren kann. Nun sollte ich mich nicht durch die Meinung eines einzelnen durcheinander bringen. Aber sie widerspricht natürlich der Idee der Psychiater, mein Leben lang substituiert zu bleiben, um etwaige schwere Depressionen und Ängste gleich zu unterdrücken. :cry:
Ich bin mir sicher, hier wird mir geraten, Methadon abzusetzen und durch das Leid zu gehen. Aber was, wenn das Leid so groß ist, dass ich dann Gefahr laufe, Selbstmord zu begehen? Ist ein solches Mittel eurer Meinung nach legitim, wenn es mich vor dem Tod bewahrt? Und, wie seht ihr das, wird mich die Abhängigkeit, sollte ich es wirklich ein Leben lang konsumieren, auch nach dem Tod noch quälen? Ich erhoffte stets, nach dem Tod würde es mir besser gehen. Glaubt ihr, jemand der zwei Jahre harte Drogen intravenös konsumiert, hat überhaupt noch eine Chance, den richtigen Weg zu finden? Der Buddhismus lehnt Drogen ja ab, weil der Rausch daran hindert, die Wahrheit zu finden. Was würdet ihr mir raten? Ich habe mich für eine Meditation bei mir in der Nähe angemeldet, möchte mal hineinschnuppern. :moon:
Diese Worte sind absolut ehrlich und mich derart zu öffnen fällt mir schwer. Ich bitte euch inständig, rücksichtsvoll zu antworten- aber auch ehrlich. Denn Ehrlichkeit vertrage ich, sofern sie nicht herablassend oder ignorant ist. Bitte euch auch nur jene zu antworten, die wirklich etwas konstruktives zu dem Problem bei zu tragen haben! - Obwohl ich süchtig also krank bin, heißt das nicht, dass ich der Gesellschaft in irgendeiner Form negativ schade. Ich zahle meine Steuern, gehe jeden Tag arbeiten, liebe meine Mitmenschen, stehle oder betrüge nicht. Habe ich auch nie getan, da alle Drogen, die ich konsumiert habe, ich vom Staat selbst immer bekommen habe. Deshalb hoffe ich jeder, der nun möglicherweise Hass oder Zorn bei meiner Geschichte empfindet, zuerst zu überlegen, ob er wirklich schreiben möchte.

Liebe Grüße und alles Gute! :dao:
achtsamkeits-junkie hat geschrieben:
.
Doch schließlich entdeckte ich diese Webseite: http://www.buddhismus-heute.de/archive. ... _8.de.html - sie machte mir unglaublich viel Furcht und Sorge. Denn ich war stets der Überzeugung, dass die Seele nach dem Tode nicht mehr die "körperlichen" Wünsche hat bzw nicht mehr nach einer chemischen Substanz gieren kann. Nun sollte ich mich nicht durch die Meinung eines einzelnen durcheinander bringen. Aber sie widerspricht natürlich der Idee der Psychiater, mein Leben lang substituiert zu bleiben, um etwaige schwere Depressionen und Ängste gleich zu unterdrücken. :cry:


Die Idee mit den Energiekanälen und Winden ist eine Idee aus der traditionellen tibetischen Medizin. Und da ist es ja so wie mit traditioneller chinesischer oder indischer Medizin auch. Für die einen ist es eine ganzheitlich Alternative zur westlichen Medizin und für andere etwas eher Dubioses ( http://www.welt.de/gesundheit/article13 ... eidet.html )Also nichts weswegen ich mich durcheinander bringen lassen würde. Selbst viele tibetische Buddhisten gehen lieber zum normalen Arzt. Und in anderen Formen des Buddhismus ist das noch weniger wichtig.

Mir kommt es seltsam vor, warum Opiate jede spirituelle Weiterentwicklung behindern sollten.

Opiate sind ja auch ein wichtiges Schmerzmittel und auch du nimmt ja Methadon nicht um einen Rausch zu bekommen sondern eher als eine Medizin um normal leben zu können. Sicher wäre es schön, wenn du da irgendwann darauf verzichten kannst.

Es gibt auch buddhistische Lehrer die früher Junkies waren. Mir fällt da Noah Levine ein, dessen Buch "Dharma Punx" es auch auf Deutsch gibt.
Lieber achtsamkeits-junkie,

zuerst einmal: Respekt vor Deinen ersten Schritten in ein drogenfreies Leben!

Ich möchte gleich zu Anfang sagen, dass Du vorsichtig sein solltest bei allen Ratschlägen, die Du hier vielleicht bekommst. Vergiss nie, dass es sich dabei um bloße Meinungen von (wohlmeinenden) Amateuren handelt. Gerade jetzt am Anfang bist Du mit Sicherheit bei Deinen behandelnden Ärzten und Therapeuten besser aufgehoben. Es wurde hier schon oft diskutiert, wie verantwortungsbewusst es ist, hier jemandem wie Dir 'gute Ratschläge' zu geben. Die Tatsache, dass jemand vielleicht über gute Kenntnisse und Erfahrung im Buddhismus verfügt, bedeutet nicht, dass er sich kompetent zu Deiner Situation äußern kann.

Von mir deshalb nur einige kurze Anmerkungen:

1. Substituierung kann am Anfang ein guter und notwendiger Schritt sein. Methadon abzusetzen würde Dir hier deshalb nur ein Narr raten.

2. Die buddhistische Meinung, die Du verlinkt hast und die Dir solche Angst macht ( http://www.buddhismus-heute.de/archive. ... _8.de.html), ist genau das: Eine mögliche buddhistisch Meinung unter vielen möglichen (und - das ist meine Meinung - eine, die in Deiner Situation wenig hilfreich und absurd ist).

3. Ich kann natürlich nichts zu der Meditation sagen, zu der Du Dich angemeldet hast - vor allem nicht dazu, ob es sich um ein seriöses Angebot handelt. Vielleicht magst Du ja mal auf der Webseite der Deutschen Buddhistischen Union und da unter 'Gruppensuche' (http://www.buddhismus-deutschland.de/gr ... undesweit/) nachschauen, ob der Anbieter Mitglied der DBU ist, was für ein Mindestmaß an Seriosität spricht. Auf der gleichen Seite gibt es auch eine 'Orientierungshilfe' für die Einschätzung von Gruppen (http://www.buddhismus-deutschland.de/wp ... s-Logo.pdf), die ich Dir empfehle.

So, erstmal genug von mir. Alles Gute für Deinen (schweren) Weg

Axel
Die Idee mit den Energiekanälen und Winden ist eine Idee aus der traditionellen tibetischen Medizin. Und da ist es ja so wie mit traditioneller chinesischer oder indischer Medizin auch. Für die einen ist es eine ganzheitlich Alternative zur westlichen Medizin und für andere etwas eher Dubioses ( http://www.welt.de/gesundheit/article13 ... eidet.html )Also nichts weswegen ich mich durcheinander bringen lassen würde. Selbst viele tibetische Buddhisten gehen lieber zum normalen Arzt. Und in anderen Formen des Buddhismus ist das noch weniger wichtig.


Vielen Dank, deine Worte sind Balsam für meine Seele.

Mir kommt es seltsam vor, warum Opiate jede spirituelle Weiterentwicklung behindern sollten.


Ich kann mir vorstellen die Idee dahinter ist, dass man mit dem Konsum gezielt "Gefühle" abschaltet. Seit ich süchtig bin, merke ich, wie Gefühle negativer, aber auch positiver Natur nicht mehr "plötzlich über mich herfallen". Sondern meine Gefühlswelt eher einer geraden Linie mit ganz leichten Kurven gleicht. Meine Vorstellung von Komplentation ist, dass man Leid und Lust direkt und intensiv erfahren soll, um zu erkennen.

Opiate sind ja auch ein wichtiges Schmerzmittel und auch du nimmt ja Methadon nicht um einen Rausch zu bekommen sondern eher als eine Medizin um normal leben zu können. Sicher wäre es schön, wenn du da irgendwann darauf verzichten kannst.


Das ist auch mein Ziel. Im Moment wirkt der Weg dorthin aber noch, als wäre er ein ewig langer. Denn die Einstellung der Substitution ist (noch) hoch und eine Reduktion fällt mir, alleine schon wegen den körperlichen Entzugserscheinungen schwer. Generell fällt es mir schwer, auf meine Droge zu verzichten, mich nicht fast gänzlich "dicht zu machen". Aber trotzdem erfahre ich den "nüchternen Zustand" als weitaus spannender, lehrreicher, bewusster und auch wertvoller.

Es gibt auch buddhistische Lehrer die früher Junkies waren. Mir fällt da Noah Levine ein, dessen Buch "Dharma Punx" es auch auf Deutsch gibt.


Danke, ich habe sowas in der Art gedacht, denn auch in meinem größeren Bekanntenkreis gibt es einige Personen, die einmal "ganz unten" waren und schließlich nur im Weg zu Gott herausfanden. Darunter gibt es auch einen (ehemaligen) Kokain-Süchtigen. Ich werde mir vorgeschlagenes Buch besorgen, vielen Dank für den Tipp!

Insgesamt möchte ich noch sagen, dass ich es sehr bereue, Drogen probiert zu haben. Andererseits denke ich mir immer wieder, dass gerade dieser "Weg" mir damals das Leben gerettet hat. Ich habe oft das Gefühl, dass ich in diesen zwei Jahren einfach eine "Auszeit" von meinem Leid, meinen Depressionen brauchte, sonst hätte ich aufgegeben und einfach nicht mehr weiter gesucht. Vielleicht also war das durchaus in diesem Sinne legitim.
Gerade im buddhistischen und auch "energetischen" Bereich (möchte das nicht vergleichen, aber es gibt da oft ähnliche Typen) begegnen mir immr wieder Personen, die selbst schwer depressiv oder unglücklich waren und irgendwann ging es *klack* und sie fanden "das richtige" für sich- widmeten sich dieser Tätigkeit voll und gingen total darin auf. Deshalb bin ich optimistisch, dass auch ich eines Tages damit Heilung erfahren könnte. Was mich zusätzlich positiv stimmt, sind meine großen Selbstheilungskräfte und meine relativ gut ausgeprägte Selbsteinsicht und der Humor, den ich nie ganz verlor.

Den Glauben an die Grundsätze des Buddhismus habe ich jedenfalls. Nur bin ich noch überfordert mit der Materie, weil sie extrem groß ist. Was würdet ihr empfehlen, womit ich anfangen könnte? Am liebsten lese ich, ehe ich mich in ein neues Thema voll stürze, ein Buch. Welches Buch empfehlt ihr für Anfänger, welches einen Überblick gibt und zugleich auch Übungen zeigt? Gibt es eventuell einen guten YouTube-Kanal mit Meditations-Übungen?

LG, achtsamkeits-junkie hihi :kiss:

PS: vielen Dank für die netten und aufmerksamen Antworten! Der zweiten Replik werde ich etwas später antworten, bin gerade arbeiten und kann nicht solange hier im Forum sein :) :upsidedown:
Eines noch, weil ich gerade herausgefunden habe, was genau "PK" bedeutet. Nach längerer Suche bemerkte ich, dass es sich dabei um Buddhas Schriften handelt. Leider konnte ich bei Amazon kein Buch mit den gesammelten Schriften des Pali-Kanon finden. Was würdet ihr hier empfehlen? Gibts die Schriften auch im Netz? (lieber wäre mir ein Buch). Gibts etwas preiswerteres als dieses hier, welches ich auf Amazon gefunden habe:


Liebe Grüße, achtsamkeits-junkie
http://www.palikanon.com/

die wahrscheinlich vollständigste Sammlung in deutscher Sprache
achtsamkeits-junkie hat geschrieben:
Eines noch, weil ich gerade herausgefunden habe, was genau "PK" bedeutet. Nach längerer Suche bemerkte ich, dass es sich dabei um Buddhas Schriften handelt. Leider konnte ich bei Amazon kein Buch mit den gesammelten Schriften des Pali-Kanon finden. Was würdet ihr hier empfehlen? Gibts die Schriften auch im Netz? (lieber wäre mir ein Buch). Gibts etwas preiswerteres als dieses hier, welches ich auf Amazon gefunden habe:


Liebe Grüße, achtsamkeits-junkie
Da kann ich Dir helfen: Sehr viele teure Bücher einschließlich des Palikanon findest Du hier. http://www.palikanon.com/
In den letzten zehn Jahren habe ich mich manches mal darin verlaufen, vorher hab ich den Palikanon für unerreichbar für mich gehalten. Doch die Worte des Buddha haben mich in der Spur gehalten.
Vergiss nie das Du ihn nie ganz erfassen kannst. Doch er wird Dir viel Freude geben!! Vor allem aber viel Arbeitskraft/Geld sparen.
Hallo, ich finde manchmal auch ein richtiges Buch angenehmer als Texte auf dem Bildschirm.
Aber bevor Du mit dem Sammeln anfängst lohnt sich ein Blick auf die sehr vielen freien Angebote.

Hier im Forum gibt es eine schöne Vorauswahl, oft mit Kommentar, in unserem Linkbereich

http://www.buddhaland.de/directory

Ganz nebenbei - kennst Du die Möglichkeit, ganze Internetbereiche lokal zu sichern?

http://www.giga.de/downloads/mozilla-firefox/specials/webseite-speichern-mit-firefox-chrome-und-komplett-mit-unterseiten-so-gehts/

Ich habe etwa den ins Deutsche übersetzte Teil des Palikanon komplett auf meinem Tablet gespeichert.
Das ist noch nicht einmal riesig viel Speichervolumen.

Ausgedruckt würde es irgendetwas zwischen 50 und 60 Wälzern mit dem Umfang einer Bibel ausmachen :wink:
fotost hat geschrieben:
Ausgedruckt würde es irgendetwas zwischen 50 und 60 Wälzern mit dem Umfang einer Bibel ausmachen :wink:


Ja, das sieht so aus: Tipitaka
is Methadon das einzigste was du dir reintust..?..soo drogenmässig..
wie lange insgesamt dauert deine "Laufbahn" mit opiaten und Abkömmlingen an? wenn man fragen darf?
achtsamkeits-junkie hat geschrieben:
...
Ich bin mir sicher, hier wird mir geraten, Methadon abzusetzen und durch das Leid zu gehen.


Hallo a-j,

ich hoffe sehr, daß niemand hier auf so eine Idee kommt. Ich persönlich habe keinen Bezug zu diesem ganzen Bereich, aber ich denke mir, daß schon ein extremer Leidensweg dazu gehört um in unserem Land überhaupt das Medikament Methadon verschrieben zu bekommen.

Viele Menschen die ich kenne müssen regelmäßig Medikamente nehmen. Gegen Diabetes, gegen Angststörungen, gegen Bluthochdruck, gegen xyz...
Natürlich wünsche ich ihnen allen, daß sie irgendwann von der Grunderkrankung wegkommen. 'Nimm endlich die 30kg Übergewicht ab, hör auf Zuckerzeug in Dich reinzustopfen, beweg' dich mehr, rede mit mir...' aber ich würde nie auf den Gedanken kommen, jemanden zu überreden ein wichtiges Medikament abzusetzen. Auf keinen Fall ohne intensive Rücksprache mit dem zuständigen Arzt.

Ich wünsche Dir viel Erfolg auf Deinem Weg :)
Drogenabhängigkeit ist eine "Krankheit" die durch (abhängimachende) Drogen/gebrauch erstmal entsteht,
nicht andersherum
man muss den Gaul schon richtigrum aufzäumen.
Samten hat geschrieben:
Drogenabhängigkeit ist eine "Krankheit" die durch (abhängimachende) Drogen/gebrauch erstmal entsteht,
nicht andersherum
man muss den Gaul schon richtigrum aufzäumen.


Also von den Leuten die ich kenne, war es immer so, dass die mit Opiaten angefangen haben, um einen Schmerz, der wo anders herkam, zu betäuben. Man benutzt die Droge, um vor sich selber wegzulaufen, und um sich dem Mist der in einem drin ist, nicht stellen zu müssen.

Da kann es dann sein, dass man köperlich vollkommen von der Droge wieder weg ist, aber dann gerade dadruch all das wieder an die Oberfläche kommt, was man mit der Droge verdrängen wollte. Es klingt jetzt unglaubwürdig, aber es gibt Leute, die mit Heroin ganz normal funktionieren, so dass keinem etwas auffällt, aber dann wenn sie die Droge nicht mehr haben, auf einmal unglaublich schlecht "funktionieren".

Heroin ist dann nicht so die Ursache der Krankheit, sondern eher so einen ganz schlechte, verhängnisvolle Medizin, wo man sich die Quelle seiner Ängste zwar für eine Weile vom Hals halten kann, sie aber dann mit Verstärkung wiederkommen. Von daher finde ich das mit dem Methadon eine gute Sache, weil es einem erlaubt, da einen Mittelweg zu beschreiten.
achtsamkeits-junkie hat geschrieben:
Den Glauben an die Grundsätze des Buddhismus habe ich jedenfalls. Nur bin ich noch überfordert mit der Materie, weil sie extrem groß ist. Was würdet ihr empfehlen, womit ich anfangen könnte? Am liebsten lese ich, ehe ich mich in ein neues Thema voll stürze, ein Buch. Welches Buch empfehlt ihr für Anfänger, welches einen Überblick gibt und zugleich auch Übungen zeigt? Gibt es eventuell einen guten YouTube-Kanal mit Meditations-Übungen?


Schenk' Dir zu Anfang umfangreiche Sammlungen mit den Reden Buddhas. Ich kann Deinen Wunsch, möglichst schnell möglichst viel zu wissen, gut verstehen, aber mit den Schriften des PK oder Auszügen daraus überforderst Du Dich am Anfang komplett. Wenn Du Dich hier im Forum etwas umschaust, wirst Du schnell sehen, wie über einzelne Sätze der 'ursprünglichen' Lehrreden und deren Bedeutung endlos diskutiert wird (siehe z.B. hier: Studienbereich - Suttenbesprechung).

In allen guten Einführungen gibt es reichlich Auszüge aus den wichtigsten Lehrreden - das reicht erstmal völlig aus. Wenn Du eine wichtige (und auch für den Anfänger verständliche!) ursprüngliche buddhistische Schrift lesen willst, versuche es mit dem 'Dhammapada'. Es gibt verschiedene deutsche Übersetzungen - ich würde Dir 'Lawrence Ellyard: Buddha für das tägliche Leben - Das Dhammapada in zeitgemäßer Übersetzung' empfehlen.

Allgemeine Einführungen, die ich gut finde:
Hans Wolfgang Schumann: Buddhismus - Stifter, Schulen, Systeme
Damien Keown: Der Buddhismus
und
Joseph Goldstein: Ein Dharma

Eine sehr gute Einführung mit vielen praktischen Übungen ist
Volker Zotz: Mit Buddha das Leben meistern

Zu Büchern über buddhistische Meditation will ich Dir zuerstmal keinen Rat geben. Unterschiedliche buddhistische Richtungen setzen da unterschiedliche Schwerpunkte. Wenn Du sagen willst, von welcher Gruppe Du in Deinem ersten Beitrag gesprochen hast (und wo Du hingehen willst), kann ich Dir vielleicht etwas darüber sagen, was Dich dort meditationsmäßig erwartet.
Hallo Achtsamkeitsjunkie,
in jungen Jahren bin ich eine gefährliche Kurve gefahren mit psychedelischen Drogen und Alkohol. Hab alles ausprobiert außer Kokain und mein Schutzengel war überbeschäftigt. Zu Buddhismus hatte ich damals keinen Kontakt aber zu hinduistisch geprägtem Yoga & Meditation.
Bei mir war es so, dass Meditation nicht gut war, solange ich nicht völlig giftfrei war. Meine Nerven waren kaputt und für Meditation fehlte mir die innere Stabilität.
Andererseits halfen mir auch keine Medikamente. Ich brauchte einfach eine lange Zeit der Rekonvaleszenz. Deshalb habe ich auf Anraten eines erfahrenen Freundes erstmal ohne Meditation nur Yoga praktiziert. Das hat im Laufe von 2 Jahren meine Nerven stabilisiert, so dass ich dann später ganz vorsichtig mit dem Meditieren anfangen konnte (2x 2 Minuten am Tag).
Mein Beschreiten des Dharmapfades war vergleichbar mit einem Gang barfuß auf Schotter: man tastet sich vorsichtig voran, prüft ob man den Fuß aufsetzen und mit Gewicht belasten kann,oder ob es piekt und man lieber dort nicht auftritt sondern eine andere Stelle sucht. Man geht ohne Ehrgeiz und kommt nur langsam aber doch voran.
Heute bin ich ein völlig anderer Mensch. Und viele meiner damaligen Freunde von der Drogenszene sind seit Jahrzehnten schon tot.

Aus meinen persönlichen Erfahrungen heraus bin ich der Meinung, dass Meditation und Drogen zusammen nicht gehen. Was man sich mit Meditation mühsam und kleinteilig aufgebaut hat, reißt man mit Drogen ganz kurz mal wieder ein. Ich trinke auch keinen Alkohol, denn es vermiest mir alle Fortschritte, es torpediert mein Nervenkostüm. Das ist mir der Geschmack von alkoholhaltigen Getränken nicht wert.

Also meine ich, es gibt nur entweder oder - letztendlich aber ist der Dharma das Hilfsmittel überhaupt, ein lohnendes Ziel. So bedeutet Abstinenz nicht Vakuum, sondern ist motiviert und inspiriert, weil man nicht nur etwas NICHT tut/nimmt, sondern weiß wo man hin will.

Das Methadon einfach so abzusetzen, sollte Dir hier niemand raten. Das kann nur ein Arzt beurteilen, bei dem Du unter Beobachtung stehst. Ein Freund von mir ist in einer Klinik am Entzug von Remidacen gestorben. :( Es war damals noch nicht erforscht. :(
Aber gut ist es zu lernen, auf sich und seinen Körper selber zu hören und zu achten. Pfleg Dich und sei gut zu Dir. Finde heraus, was Dir wirklich gut tut, im Sinne von was Dich stärkt und aufbaut anstatt Dich zuzukleistern...

Und ich empfehle auch kein bestimmtes Buch (es gibt so viele, und zB mein Zugang war überhaupt nicht der Palikanon), sondern einen Anfängerkursus bei einem guten Lehrer. Im direkten Kontakt mit jemandem, der durch eigenes Vorbild lehrt, lernt man viele Missverständnisse zu vermeiden, die beim bloßen Lesen entstehen können.
@ Losang Lamo :rainbow: :sunny: :om:
Losang Lamo hat geschrieben:
Aus meinen persönlichen Erfahrungen heraus bin ich der Meinung, dass Meditation und Drogen zusammen nicht gehen. Was man sich mit Meditation mühsam und kleinteilig aufgebaut hat, reißt man mit Drogen ganz kurz mal wieder ein. Ich trinke auch keinen Alkohol, denn es vermiest mir alle Fortschritte, es torpediert mein Nervenkostüm. Das ist mir der Geschmack von alkoholhaltigen Getränken nicht wert.


Du sprichst davon, selber psychedelische Dogen und Alkohol genommen zu haben. Und wenn du von der Inkompatibiät von Drogen und Meditataion sprichst, dann sprichst du wohl in erster Linie davon.

Aber warum glaubst du denn, dass man dieses Urteil auf Methadon auszudehnen kann?
Ist das nicht eine sehr andere Baustelle?

Methadon ist ja nichts, was einen in einen Rausch versetzt - es entspricht doch eher einem Schmerzmittel, oder? Gibt es nicht viele Leute, die wegen Unfällen und schweren Erkrankungen Schmerzmittel nehmen müssen? Kann man da wirklich nicht meditieren?
Schwere Drogen hab ich nie genommen. Aber ich trinke ab und an ein wenig Alkohol. Ich trinke auch mal wochenlang garnichts. Ich habe wohl Glück, dass ich nicht suchtgefährdet bin. Direkt vor der Meditation trinke ich keinen Alkohol. Aber es kam schon vor, dass ich am Abend davor leicht angetrunken war. Ich habe bei der Meditation am nächsten Tag kaum einen Unterschied in der Meditation gemerkt.

Ich habe generell ein starkes Nervenkostüm, auch haut mich so schnell nichts um, ich bin fast nie krank und gehe deswegen davon aus, dass ich eine gute Konstitution habe.

Ich möchte Losang Lamos Beitrag oben nur unterstreichen.

Hinzufügen will ich nur, dass einer vielleicht von einem halben Bier 3 Tage den Einfluss auf die Meditation merkt, und vielleicht mag es auch jemanden geben der den Abend davor gut gekifft hat und am nächsten Tag normal meditieren kann. Ich glaube da hat jeder seine eigenen Grenzen wo es anfängt, dass die Meditation beeinflusst wird, und wie lange, und welche spezifischen Arten von Meditation dann noch möglich sind. Deswegen würde ich sagen das man halt seine Grenzen kennen,und demenstsprechend handeln sollte. Und wenn man halt aus medizinischen Gründen bewusstseinsbeeinflussende Substanzen nimmt, dann kann es sehr leicht sein, dass Meditation noch zu früh ist, aber ich finde man darf schon vorsichtig ausprobieren ob und wie es klappt. Wenn es nicht gut tut dann sollte man halt damit aufhöhren und sich darauf einstellen, dass es wohl eher besser ist das in einer drogenfreien Zeit zu erlernen und zu üben, damit sollte man schon rechnen. Nicht umsonst ist "das Üben von bewustseinsverändernden Substanzen abzulassen" einer der 5 Silas.
Einzuüben sich selbst einzuschätzen, was einem momentan und auch langfristig gut tut und was nicht, ist glaube ich generell ein Thema das sehr eng mit Drogen verknüpft ist.
void hat geschrieben:
Losang Lamo hat geschrieben:
Aus meinen persönlichen Erfahrungen heraus bin ich der Meinung, dass Meditation und Drogen zusammen nicht gehen. Was man sich mit Meditation mühsam und kleinteilig aufgebaut hat, reißt man mit Drogen ganz kurz mal wieder ein. Ich trinke auch keinen Alkohol, denn es vermiest mir alle Fortschritte, es torpediert mein Nervenkostüm. Das ist mir der Geschmack von alkoholhaltigen Getränken nicht wert.


Du sprichst davon, selber psychedelische Dogen und Alkohol genommen zu haben. Und wenn du von der Inkompatibiät von Drogen und Meditataion sprichst, dann sprichst du wohl in erster Linie davon.

Aber warum glaubst du denn, dass man dieses Urteil auf Methadon auszudehnen kann?
Ist das nicht eine sehr andere Baustelle?

Methadon ist ja nichts, was einen in einen Rausch versetzt - es entspricht doch eher einem Schmerzmittel, oder? Gibt es nicht viele Leute, die wegen Unfällen und schweren Erkrankungen Schmerzmittel nehmen müssen? Kann man da wirklich nicht meditieren?


Gut, dass Du das ansprichst. Ich hab mich mal wieder undeutlich ausgedrückt. Ich habe keine Erfahrungen mit Methadon und möchte mich dazu also gar nicht geäußert haben. Bitte fokusiere daher eher diese meiner Aussagen:
Losang Lamo hat geschrieben:



Das Methadon einfach so abzusetzen, sollte Dir hier niemand raten. Das kann nur ein Arzt beurteilen, bei dem Du unter Beobachtung stehst. Ein Freund von mir ist in einer Klinik am Entzug von Remidacen gestorben. :( Es war damals noch nicht erforscht. :(
Aber gut ist es zu lernen, auf sich und seinen Körper selber zu hören und zu achten. Pfleg Dich und sei gut zu Dir. Finde heraus, was Dir wirklich gut tut, im Sinne von was Dich stärkt und aufbaut anstatt Dich zuzukleistern...

Und ich empfehle auch kein bestimmtes Buch (es gibt so viele, und zB mein Zugang war überhaupt nicht der Palikanon), sondern einen Anfängerkursus bei einem guten Lehrer. Im direkten Kontakt mit jemandem, der durch eigenes Vorbild lehrt, lernt man viele Missverständnisse zu vermeiden, die beim bloßen Lesen entstehen können.


wobei ich eben auch anmerken muss, dass z.B. bei mir auch Alkohol eine psychoaktive Substanz ist - also, das bedeutet, man muss es für sich selber herausfinden, was geht und was nicht geht - im dem Sinne als ob man barfuß läuft auf Schotter.
Ich hoffe, meine Aussagen lassen sich jetzt klarer einordnen.
nyalaana hat geschrieben:
... Und wenn man halt aus medizinischen Gründen bewusstseinsbeeinflussende Substanzen nimmt, dann kann es sehr leicht sein, dass Meditation noch zu früh ist, aber ich finde man darf schon vorsichtig ausprobieren ob und wie es klappt. ...
Einzuüben sich selbst einzuschätzen, was einem momentan und auch langfristig gut tut und was nicht, ist glaube ich generell ein Thema das sehr eng mit Drogen verknüpft ist.

Ganz genau so meinte ich es.
Losi :heart:
Da steht auch: (in dem verlinkten Beitrag des tibetischen Arztes)
Wie ist die Wirkung auf das weitere Leben, wenn der Süchtige zwar aufhört, aber die inneren Kanäle zerstört sind?
Auch das hängt wieder vom Einzelfall ab. Ich persönlich kenne einige Menschen, die süchtig waren und nach ihrem Entzug eine spirituelle Praxis aufgenommen haben. Allmählich hat diese spirituelle Praxis die Spätschäden aus den Tagen ihrer Sucht wieder rückgängig gemacht. Einige dieser Menschen schienen durch ihre lange Sucht sehr schwer geschädigt. Sie hatten aber noch eine gewisse Fähigkeit zum logischen Denken und konnten ein bestimmtes Verständnis des Dharma entwickeln. Die spirituelle Praxis weckte dann Kräfte in ihnen, die die schädlichen Auswirkungen ihrer Sucht bei weitem übertrafen. In solchen Fällen ist zum Beispiel die "Diamantgeist"-Praxis (Dorje Sempa) immer angezeigt.

Ich kenne die Wirkung von Opiaten nicht aus eigener früherer Erfahrung, aber die anderer Drogen. Ich denke dass solche Aussagen wie die dass "Opiate die Meditation blockieren", auch dazu dienen sollen, Leute von Experimenten abzuhalten, BEVOR sie damit anfangen. Auch macht es sicherlich einen Unterschied, welche Art von Opiaten verwendet werden und in welcher Dosis. Ein Opiat, das richtig high macht ist was anderes, als eines das im wesentlichen den Schmerz stillt oder die Rezeptoren "beruhigt", damit der Entzug ausfällt.

Auch macht es wohl einen Unterschied, welche Art von Meditation man macht. Meditationen, die mit inneren Energiekanälen und Winden arbeiten, könnten sehr schwierig sein. Achtsamkeit, Schamata usw. kann man sicherlich machen und mit Gottheiten wie Medizinbuddha oder dem erwähnten Diamantgeist, oder Tara, Chenrezig usw. kann man auch arbeiten und ich bin sicher, dass sich das positiv auswirken kann.

Bei solchen Sachen bietet es sich an, einen fliessenden Übergang unter Begleitung eines Arztes zu machen, der zumindest Meditation und Buddhismus tolerieren kann. D.h. Du würdest meditieren, um die Ursachen Deiner Sucht umzuwandeln und in Phasen, wo erste Erfolge spürbar werden, könntest Du in Absprache mit dem Arzt die Dosis anpassen oder sowas. Egal, ob Du es auf diese Weise schaffst, von der Substitution runter zu kommen oder nicht, wird Dir die Praxis auf jeden Fall langfristig gesehen genutzt haben.
Da fällt mir noch ein, dass Yongey Mingyur Rinpoche in seinem Buch "Buddha und die Wissenschaft vom Glück" schreibt, dass er als Jugendlicher starke Panik-Attacken hatte. Die sei er mit der Zeit durch intensives Meditieren losgeworden. Dies ist nur eine Nebenbemerkung in seinem Buch, das um was ganz anderes geht. Aber ich dachte ich reiche das mal weiter.
Ich hatte selbst früher Panikattacken und seltsame plötzlich auftretende Angsterscheinungen. U.a. bin ich oft nachts aufgewacht, ohne dass ich vorher einen Albtraum hatte, einfach aus dem Nichts und hatte blanke Angst. Manchmal bin ich direkt aus dem Schlaf aus dem Bett gesprungen weil ich unbewusst vermutete, dass die Angst von einem Objekt ausging, aber da war nichts. Im Nachhinein vermute ich, dass sich blanke Angst Luft gemacht hat. Jedenfalls bin ich seit längerer Zeit komplett frei davon. Ich kann also auch berichten, dass man solche Dinge mit den richtigen Mitteln transformieren und komplett auflösen kann. Es hat aber Jahre gedauert!
void hat geschrieben:
Losang Lamo hat geschrieben:
Aus meinen persönlichen Erfahrungen heraus bin ich der Meinung, dass Meditation und Drogen zusammen nicht gehen. Was man sich mit Meditation mühsam und kleinteilig aufgebaut hat, reißt man mit Drogen ganz kurz mal wieder ein. Ich trinke auch keinen Alkohol, denn es vermiest mir alle Fortschritte, es torpediert mein Nervenkostüm. Das ist mir der Geschmack von alkoholhaltigen Getränken nicht wert.


Du sprichst davon, selber psychedelische Dogen und Alkohol genommen zu haben. Und wenn du von der Inkompatibiät von Drogen und Meditataion sprichst, dann sprichst du wohl in erster Linie davon.

Aber warum glaubst du denn, dass man dieses Urteil auf Methadon auszudehnen kann?
Ist das nicht eine sehr andere Baustelle?

Methadon ist ja nichts, was einen in einen Rausch versetzt - es entspricht doch eher einem Schmerzmittel, oder? Gibt es nicht viele Leute, die wegen Unfällen und schweren Erkrankungen Schmerzmittel nehmen müssen? Kann man da wirklich nicht meditieren?


der Themenersteller schreibt aber nun nix über Unfall oder starke Körperliche Schmerzen weswegen er Schmerzmittel nehmen müsste...und von Methadon kann man einfach entziehen.
So wie man draufkommt, so kommt man auch wieder runter von Opiaten.
kilaya hat geschrieben:
Ich hatte selbst früher Panikattacken und seltsame plötzlich auftretende Angsterscheinungen. U.a. bin ich oft nachts aufgewacht, ohne dass ich vorher einen Albtraum hatte, einfach aus dem Nichts und hatte blanke Angst. Manchmal bin ich direkt aus dem Schlaf aus dem Bett gesprungen weil ich unbewusst vermutete, dass die Angst von einem Objekt ausging, aber da war nichts. Im Nachhinein vermute ich, dass sich blanke Angst Luft gemacht hat. Jedenfalls bin ich seit längerer Zeit komplett frei davon. Ich kann also auch berichten, dass man solche Dinge mit den richtigen Mitteln transformieren und komplett auflösen kann. Es hat aber Jahre gedauert!


ja , aber sicher nicht, indem du dich mit "Chemie" zugeballert hast, oder?
Nein, durch Meditation, Praxis... Die Substanzen die ich damals ab und zu konsumiert habe, waren teils (schamanisch) hilfreich, teils Teil des Problems. Wesentlich war aber die Praxis.

Ich verstehe den Sinn von Substitution (ich habe auch den Zivildienst damals in einer Aids-Hilfe gemacht und etliche substituierte Junkies betreut) ich fände nur das Denken falsch, in jedem Fall zu sagen: "prima, so machen wir endlos weiter, funktioniert ja".

Das Dilemma des Threaderstellers ist, so wie ich es verstanden habe, dass er gelesen hat, dass Opiate die Wirkung der Meditation blockieren. Wenn er nun durch Meditation die Ursachen auflösen kann, um von der Substitution runter zu kommen, aber die Wirkung der Meditation durch die Substitution blockiert würde, müsste er der Logik nach erst die Medikamente absetzen, um meditieren zu können. Da beisst sich also die Katze in den eigenen Schwanz.

Ich denke aber, dass diese Aussage entweder falsch ist oder in der Absolutheit falsch interpretiert ist. Man kann also m.E. so vorgehen, wie ich es oben geschildert habe.
Es kommt auf den Einzelfall an und man muss es vorsichtig selbst ausprobieren mit winzigen Schritten und Selbstbeobachtung, vermute ich.
Es gibt ja sooo viele Meditationspraktiken.... Vielleicht ist ja was dabei.

Und, vielleicht klingt es komisch, aber Gartenarbeit oder Natur überhaupt ist auch sehr hilfreich.
Klingt gar nicht komisch, das erdet und verbindet... :)
Letztlich sind es einfache, natürliche Dinge, die helfen.

Man braucht nur gerne mal einen langen Anlauf resp. ein ziemliches brimborium, um dazu imstande zu sein, dies für sich selbst anzuwenden.

(Dazu gehört auch unbedingt, sich von Meinungen anderer nicht mehr abhängig zu machen ...'keine Praxis bei diesem oder jenem möglich' - Wege finden sich!)

:sunny:

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