Inneren Schmerz genau finden, wie?

Moderator: void

Hallo alle zusammen :)

ich bin relativ neu dabei, im Buddhismus auch als in diesem Forum, und hätte eine Frage..

Ich hatte vor einem Monat Glück im Unglück, undzwar bin ich gerade noch so einer ernsthaften Psychose entkommen. Die übrig gebliebenen "Schäden" sind kleinere Panikattacken, Verstrickung in ein und dem selben Gedanken, oft ein bedrückendes Gefühl und auch teilweise momente der Hoffnungslosigkeit. Medikamente habe und werde ich strikt ablehnen. Es ist so, dass ich mir meiner "kleinen" Psychose voll bewusst bin, was eben oft der Grund ist, dass ich mich oft in Gedanken darüber ob es wieder besser wird, was ich tun soll und ob es ein gutes Ende gibt, verliere.

Zum Glück fand ich den Weg zum Buddhismus, wo ich lernte meine Gefühle und Gedanken so anzuerkennen wie sie sind und ihnen die negative Kraft durch ein ihnen zugerichtetes inneres Lächeln zu entnehmen. Ich möchte den Grund für meine Psychose finden, irgendwo tief in mir muss es eine Stelle geben, welche ich bearbeiten muss.. Ich weiß die Richtung, aber ich weiß nicht wonach ich exakt suchen soll, wie ich genau an die Sache heran gehen soll.. Über Ratschläge würde ich mich sehr freuen! Danke.
Gibt es denn "kleine Psychosen"?

Ich dachte im Gegensatz zu einer Neurose ist eine Psychose eine "schwere psychische Störung, die mit einem zeitweiligen weitgehenden Verlust des Realitätsbezugs einhergeht".
amaru hat geschrieben:
Ich hatte vor einem Monat Glück im Unglück, undzwar bin ich gerade noch so einer ernsthaften Psychose entkommen. Die übrig gebliebenen "Schäden" sind kleinere Panikattacken, Verstrickung in ein und dem selben Gedanken, oft ein bedrückendes Gefühl und auch teilweise momente der Hoffnungslosigkeit. Medikamente habe und werde ich strikt ablehnen. Es ist so, dass ich mir meiner "kleinen" Psychose voll bewusst bin, was eben oft der Grund ist, dass ich mich oft in Gedanken darüber ob es wieder besser wird, was ich tun soll und ob es ein gutes Ende gibt, verliere.

Zum Glück fand ich den Weg zum Buddhismus, wo ich lernte meine Gefühle und Gedanken so anzuerkennen wie sie sind und ihnen die negative Kraft durch ein ihnen zugerichtetes inneres Lächeln zu entnehmen. Ich möchte den Grund für meine Psychose finden, irgendwo tief in mir muss es eine Stelle geben, welche ich bearbeiten muss.. Ich weiß die Richtung, aber ich weiß nicht wonach ich exakt suchen soll, wie ich genau an die Sache heran gehen soll.. Über Ratschläge würde ich mich sehr freuen! Danke.


Gefühle und Gedanken so anzuerkennen, wie sie sind, ist eine gute buddhistische Übung, die auch von verschiedenen psychotherapeutischen Richtungen übernommen wurde.
Vielleicht kannst Du einen Psychotherapeuten finden, der für buddhistische Praxis aufgeschlossen ist bzw. eine entsprechende Richtung vertritt?
Das könnte Dir besser helfen als Ratschläge aus einem Forum.

Eventuell könntest Du auch bedenken, dass Du Dich gerade eben stabilisiert hast und es jetzt möglicherweise noch nicht der richtige Zeitpunkt ist, um mit Hilfe von Meditation tief in Dein Innenleben zu schauen. So wie jemand, der sich gerade von einer akuten Krankheit erholt, nicht gerade eine anstrengende Wanderung unternehmen sollte.

Liebe Grüße
_()_
Ich halte es für keine gute Idee, psychische Probleme, welcher Art auch immer, mit Religion kurieren zu wollen. Vllt ist es möglich Symptome ("Panikattacken, Verstrickung in ein und dem selben Gedanken, oft ein bedrückendes Gefühl und auch teilweise momente der Hoffnungslosigkeit") zu lindern - aber die Ursachen werden nicht beseitigt und erscheinen dann nur religiös ummantelt in neuer Form.
amaru hat geschrieben:
Ich möchte den Grund für meine Psychose finden, irgendwo tief in mir muss es eine Stelle geben, welche ich bearbeiten muss.. Ich weiß die Richtung, aber ich weiß nicht wonach ich exakt suchen soll, wie ich genau an die Sache heran gehen soll.. Über Ratschläge würde ich mich sehr freuen! Danke.


Meiner Meinung nach müsste man dich genauer kennen bevor man da Ratschläge gibt. Das ist ein längerer Prozess und in einem Forum unmöglich. Mein Rat ist daher dass du dich an einen Therapeuten wendest der eine Verbindung zum Buddhismus hat oder zumindest offen dafür ist.
Zunächst einmal - das ist hier kein medizinisches Forum und insbesondere die fachliche Qualifikation der hier Schreibenden ist nicht überprüfbar. Insofern ist es nicht nur nicht sinnvoll, sondern ausgesprochen gefährlich (zumindest potentiell gefährlich), sich hier medizinischen Rat zu holen bzw. ihn zu geben.

Unter Beachtung des oben gesagten (das selbstverständlich nicht zuletzt auf mich selbst zutrifft) doch ein paar hoffentlich hilfreiche Anmerkungen: Psychosen sind häufig (leider nicht immer) vorübergehende Störungen, was jedoch nicht heisst, dass sie nicht wiederholt auftreten können. Dies gilt zwar nicht, wenn es sich um eine sekundäre Psychose handelte (z.B. aufgrund einer organischen Erkrankung oder als Nebenwirkung einer medikamentösen Behandlung bzw. von Drogenmissbrauch) und die Ursache der Erkrankung dauerhaft beseitigt ist. Das ist jedoch eher selten. In der Regel ist es eine Erkrankung, mit der man lernen muss, zu leben. Das hier:
ich lernte meine Gefühle und Gedanken so anzuerkennen wie sie sind und ihnen die negative Kraft durch ein ihnen zugerichtetes inneres Lächeln zu nehmen.
ist da eine durchaus sinnvolle Herangehensweise.

Zur Behandlung akuter Psychosen einschließlich Nachsorge, die in der Regel auch die Verhütung eines Rezidivs (also eines erneuten Auftretens der Störung) umfasst, sucht man sich einen vertrauenswürdigen Arzt, z.B. mit Hilfe der ZNS-Netze. Medikamentöse Behandlung ist in fast allen Fällen die beste zur Verfügung stehende Option. Die Entdeckung wirksamer Psychopharmaka hat ein sehr großes humanitäres Problem etwas lindern können - nämlich die massenhafte Verbringung psychisch Kranker in geschlossene Anstalten, um sie vor sich selbst und Andere vor ihnen zu schützen. Mit einer strikten Ablehnung medikamentöser Behandlung tut man sich selbst keinen Gefallen - bei psychischen Erkrankungen so wenig wie bei organischen (wobei die Grenze da fließend ist). Ich schreibe dies als jemand, der selbst - wenn auch nicht aufgrund einer psychischen Erkrankung - dauerhaft Medikamente mit massiven Nebenwirkungen (auch psychischen) nehmen muss. Bei chronischen psychischen Erkrankungen kann (und soll) man durch Anpassung seines persönlichen Verhaltens (Beispiele: hier) den Bedarf an Psychopharmaka reduzieren. Optimalerweise auf Null - aber das ist eben ein Optimum und man sollte nicht darauf beharren, dass das dauerhaft haltbar ist. Voraussetzung ist, seine Erkrankung zu akzeptieren, auftretende Symptome in ihrer Intensität möglichst objektiv zu registrieren und ggf. rechtzeitig ärztliche Unterstützung (in Form von Beratung und, wenn notwendig, Medikation) in Anspruch zu nehmen.

Wichtig: fast alle Fachleute raten bei Vorliegen einer chronischen Psychose von Achtsamkeits- und Meditationstechniken strikt ab und insbesondere bei sog. Ich-Störungen sollte man das sehr ernst nehmen. Falls man eine solche Warnung in den Wind schlägt, sollte man sich zumindest zuerst einen erfahrenen Lehrer / eine Lehrerin (möglichst mit ärztlicher oder psychotherapeutischer Qualifikation) suchen, der/die bereit und in der Lage ist, den Trainingsprozess aufmerksam mit häufigen, intensiven Gesprächen zu begleiten. Ein Lehrer, der in Indien residiert oder, wenn es ernst wird, womöglich gerade auf Auslandstournee ist, nutzt da wenig. So jemanden zu finden, ist sicher nicht einfach. Es erfordert Geduld und Beharrlichkeit - aber die braucht man dann ohnehin auch für das buddhistische Geistestraining.

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Moosgarten hat geschrieben:
Ich halte es für keine gute Idee, psychische Probleme ...


Mag mal jemand definieren: 'psychische Probleme' versus 'der Kram den Menschen so im Kopf haben und mit dem sie Stück für Stück besser klar kommen müssen'?
Lucy hat geschrieben:
Moosgarten hat geschrieben:
Ich halte es für keine gute Idee, psychische Probleme ...


Mag mal jemand definieren: 'psychische Probleme' versus 'der Kram den Menschen so im Kopf haben und mit dem sie Stück für Stück besser klar kommen müssen'?

Nun - konkret, war doch von Psychose die Rede, oder nicht? Zur Einführung: https://www.neurologen-und-psychiater-i ... heitsbild/ Wenn Du das liest, wird Dir die spezielle Qualität dieses 'Krams den Menschen so im Kopf haben und mit dem sie Stück für Stück besser klar kommen müssen' schon hinreichend deutlich, denke ich.

Der eine hat Probleme mit Lungenkrebs, der andere mit Hämorrhoiden. Der eine mit einer Schizophrenie, der andere hat Beziehungsprobleme. Der eine kommt Stück für Stück besser klar damit, der andere nicht.

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Ich würde gerne wiedermal etwas dazu sagen. Aber die sogenannte "Ich" Störung - liegt ganz klar im sogenannten "gesunden Menschen" vor.

Die "Medikamente" versuchen die eigentliche Krankheit in den meisten Fällen.

Wisst ihr ich habe so lange gekämpft - aber wählt ihr nur weiter Trump.

Lg

:om:

PS: Jemand sollte mal George Orwell lesen. Der Film dürfte ausreichend sein.
@amaru

den Schmerz kannst nur du Selbst finden.. Über Jahre erarbeiten.

Eine Schizophrenie ist vielleicht auch das Ergebnis des Leids deiner Vorfahren. Und somit "vererbt"

Es ist mit jeder Behinderung das selbe: Verlass dich auf jemand und du bist verlassen. Vor allem würde ich an deiner Stelle ganz schnell kapieren dass du auch spirituell nun ganz alleine bist.

Ich bin übrigens nach 10 Jahren sehr glücklich mit meiner Medikation. Ich bekomme neuerdings -Stimmungsstabilisatoren- so dass ich nichtmehr andauernd schmerzhaft leide. Denn nach 2 brutalen Suizid Versuchen hat man mir geglaubt - dass ich nicht einfach Schizophren bin.

Aber warum ich Psychopharmaka nun vertrage - widerspricht allen Regeln, im Moment des Forums, sowie den legalen Naturgesetzen.
@Forum

Ich habe mal versucht zu erklären, dass ich eine Geschichte habe. Die geht natürlich weit über meine Herkunft hinaus.

Ich bin mit Mord und Totschlag sowie Drogen in Berührung gekommen. In einer Psychiatrie würde sogar ein tibetanischer Mönch als krank gelten wenn er sich nicht ausreichend anpasst, aber dazu müsste ihn jemand da erstmal "rein bringen".

Aber gut, es ist wie wenn die Unterschicht zur Oberschicht sagt: Womit verdienst du dein Geld?

In diesem Sinne, lebt euer wertvolles Leben bis zur Erleuchtung. Ich beobachte dann mal weiter Sachen die nicht existieren.
Ich weiß einfach nicht, wie ich mit solchen Aussagen von "decay" heilsam umgehen soll. Natürlich ist es ein Stück weit legitim, die eigene Sichtweise mitteilen zu wollen. Aber hier im Anfängerbereich einer buddhistischen Plattform? Bei dieser Ausgangsfrage? Ich jedenfalls habe dabei kein gutes Gefühl.
Prinzipiell schließe ich mich den Beiträgen von "Frieden-und-Freude", "mukti" & "Sudhana" an. So ein Forum ersetzt keine professionelle Unterstützung: Wer diese Dinge verharmlost, handelt m. E. grob fahrlässig.
Anscheinend muss erst was Schlimmes passieren, bevor solche threads sofort (gerne mit Hinweisen, wohin man sich wenden kann) geschlossen werden.
Sudhana hat geschrieben:
Lucy hat geschrieben:
Moosgarten hat geschrieben:
Ich halte es für keine gute Idee, psychische Probleme ...


Mag mal jemand definieren: 'psychische Probleme' versus 'der Kram den Menschen so im Kopf haben und mit dem sie Stück für Stück besser klar kommen müssen'?

Nun - konkret, war doch von Psychose die Rede, oder nicht? Zur Einführung: https://www.neurologen-und-psychiater-i ... heitsbild/ Wenn Du das liest, wird Dir die spezielle Qualität dieses 'Krams den Menschen so im Kopf haben und mit dem sie Stück für Stück besser klar kommen müssen' schon hinreichend deutlich, denke ich.

Der eine hat Probleme mit Lungenkrebs, der andere mit Hämorrhoiden. Der eine mit einer Schizophrenie, der andere hat Beziehungsprobleme. Der eine kommt Stück für Stück besser klar damit, der andere nicht.

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Danke, aber ich hatte eben nach psychischen Problemen gefragt, wie zitiert.
Meinst du, moosgarten hat den Begriff mit psychose gleichgesetzt?
Es ist niemand auf die Frage eingegangen.

Die Frage ist, wie er den Grund in sich finden kann.

Klar wenn man nicht vorbelastet ist, keine Grund Aggression gegen Psychiatrie hat gibt es sicher auch die Möglichkeit zur Psychotherapie. Mit dem richtigen Therapeuten tut man wirklich unglaublich coole Sachen, wie Familienaufstellung, Rollenspiele etc.

Wenn ihr doch nicht versteht was Psychose und Schizophrenie bedeuten - dann bitte sucht doch solche Leute auf. Völlig heruntergekomme Menschen die nichtmehr mit Freiheit umgehen können, nach Jahren des Entmündigung.

Ein netter Mönch wäre sicher eine tolle Abwechslung im Leben der Superintelligenzen.
Ich würde gerne mal meine Sicht auf die Dinge vermitteln.Jede Aussage die ich machen kann - ist
nur eine Halbwahrheit oder gar falsch bisher.

Aber ich werde dazu ein langes Buch schreiben müssen - das wirklich intelligent und unterhaltsam werden dürfte - mit unglaublich spannenden Begebenheiten und Wendungen. Ich muss mir allerdings noch viele Jahre Zeit damit lassen.

Ich habe schonmal erwähnt dass ich inzwischen Symptome frei bin - und es hinterlässt eine Leere. Ich sehne mich nach meiner Partnerin/Gefährtin und den anderen Gefährten; aber nicht mehr nach Abenteuern. Deswegen muss ich wohl ein normales Leben leben.

Ich fange nächsten Monat eine Fachinformatiker Ausbildung an, nachdem ich bis vor kurzem mit dem LKW Essen an Schulen und Kindergärten ausgeliefert habe. Mein beruflicher Werdegang ist ein endloses Auf und Ab.

Gleichzeitig ist meine gesetzliche Betreeung immernoch aktiv - aber Justiz und Psychiatrie wissen manchmal auch nichtmehr was sie machen sollen ;-) Meine Mutter wird krank wenn ich frei und glücklich bin, deswegen werden neue Saiten aufgezogen wenn ich finanziell unabhängig bin

Ich hätte auch einen endlosen Vortrag über meine Mutter halten können. Aber wenn es schon heisst - dass ein spirituelles Forum nicht der Ort für Probleme ist.

Kann mich mal bitte jemand bannen? Sonst muss ich immer das letzte Wort haben.

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