Absoluter Neuling, Fragen zum Buddhismus und zur Meditation

Moderator: kilaya

Hallo ihr Lieben,

wie ihr dem Titel entnehmen könnt, bin ich ein absoluter Neuling was das Thema Buddhismus betrifft. Ich habe hier zwar auch schon ein wenig quergelesen, aber ich fürchte, ich komme um einen eigenen Thread nicht herum, denn mir schwirren lauter Fragezeichen im Kopf herum. :nosee:

Über das Buch "Buddhas Anleitung zum Glücklichsein" von Marie Mannschatz bin ich vor einigen Monaten auf den Buddhismus aufmerksam geworden. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob das Buch dem Buddhismus wirklich gerecht wird, ich empfand es allerdings als guten und leichten Einstieg und möchte mich gerne mehr mit der ganzen Thematik beschäftigen. Außerdem hatte ich auch das Buch "Die Heilkraft buddhistischer Psycholgie" von Thich Nhat Hanh begonnen zu lesen, konnte aufgrund der häufig verwendeten "Fachwörter" jedoch nicht immer richtig folgen. Und da wären wir auch schon bei einem meiner Probleme: Das Vokabular.

Beim Querlesen hier im Forum habe ich auch einige Worte gefunden, die sich wohl auf spezielle buddhistische Ausrichtungen oder auch Meditationsformen beziehen. Daher wäre meine erste Frage, ob es ggf. entsprechende Literatur gibt, die sich im speziellen mit den Ausrichtungen oder auch Meditationsformen beschäftigt und einem vielleicht auch das Vokabular etwas näher bringt?

Ich habe mich bzgl. buddhistischer Einrichtungen auch schon ein wenig schlau gemacht und bin auf das Buddhistische Zentrum Essen aufmerksam geworden.
Grundsätzlich habe ich kein Problem mit fremden Menschen, aber allein in einer größeren fremden Gruppe fühle ich mich schnell unwohl. Ich weiß noch nicht, ob es das richtige für mich wäre (Versuch macht klug, ich weiß). Aber gerade im Hinblick auf Meditation habe ich hier nun schon ein paar mal gelesen, dass es sinnvoll sei, seine Sitzhaltung zu Beginn von jemandem überprüfen zu lassen.

Zum Thema Meditation habe ich das Buch "Mini Meditationen" von Ulrich Hoffmann zu Hause. Das hatte ich mir vor einiger Zeit mal zugelegt und ein wenig darin gestöbert. Reicht das Buch für den Anfang aus? Könnt ihr ggf. andere Literatur zum Thema Meditation empfehlen? Oder ist es gar notwendig Meditation durch jemanden mit Erfahrung zu erlernen? Was muss man beachten? Kann man etwas falsch machen?

Entschuldigt bitte all die Fragen. Würde mich über ein paar Tipps und Anregungen sehr freuen.
Vielen Dank.

Liebe Grüße,
Nhelia
Hallo Nhelia,

da Du das Buddhistische Zentrum Essen erwähnst: die gehören zu einer buddhistischen Gemeinschaft Triratna (früher FWBO - Friends of the Western Buddhist Order). Bei manchen etwas umstritten, aber ich finde viele der Bücher, die sie herausgeben, nicht schlecht. Gerade zu Meditation gab es von dieser Gruppe mal ein Buch ('Meditation - der buddhistische Weg zu Glück und Erkenntnis'), das ich ziemlich gut fand. Ich habe gerade mal nachgeschaut und gesehen, dass das Buch in der ursprünglichen Fassung vergriffen ist, aber jetzt in zwei Teilen (Antony Matthews, Buddhistische Meditation und Buddhistische Meditation für Fortgeschrittene) neu erschienen ist. Vielleicht magst Du Dir ja den ersten Teil mal anschauen, da erfährst Du dann gleich etwas darüber, was Dich im Zentrum ungefähr erwartet.

Gruß
Axel
Guten Morgen Axel,

vielen Dank für Deine Antwort und vor allem für den Buchtipp. :)

Darf ich fragen, inwiefern das Zentrum oder die Gruppe denn umstritten gewesen ist? Letztendlich muss man sich natürlich auch ein eigenes Bild machen und schauen, ob soetwas für einen persönlich passt, aber meine Vorbehalte hatte ich ja auch schon geschildert. Ich hätte auch ein wenig Bammel, in eine sektenartige Gruppe zu gelangen, man weiß ja nie.

Gruß,
Nhelia
Hallo,

für den Einstieg in die Meditation, da gibt es viele gute Bücher.
Ich hatte damals mit einem Jack Kornfield Buch angefangen, da es hier um geführte Meditationen ging. Ansonsten ist ein Besuch in einem Zentrum meist nicht schlecht, da man da viel lernen kann, dazu ist das eine andere "Energie" wenn mehrere zusammen meditieren.

Ansonsten, wenn man etwas weiter in der Materie ist, dann ist das ganz gut zu lesen über die Vertiefungen der Meditation:
http://www.buddhaproject.de/Downloads/J ... ortrag.pdf

Viel Spaß beim ausprobieren, es ist sehr spannend :)

Grüße
Hallo Nhelia,

vielleicht magst Du hier mal stöbern: https://www.tibet.de/home/

Du findest einiges zur Meditation:
https://www.tibet.de/zeitschrift/themen/meditation/

und weiteren Themen:
https://www.tibet.de/zeitschrift/themen/

aber auch Rezensionen einiger Bücher:
https://www.tibet.de/zeitschrift/rezensionen/

usw.

Viel Spaß und Freude,

LG mkha´
Hallo Nhelia,
Nhelia hat geschrieben:
Darf ich fragen, inwiefern das Zentrum oder die Gruppe denn umstritten gewesen ist? Letztendlich muss man sich natürlich auch ein eigenes Bild machen und schauen, ob soetwas für einen persönlich passt, aber meine Vorbehalte hatte ich ja auch schon geschildert. Ich hätte auch ein wenig Bammel, in eine sektenartige Gruppe zu gelangen, man weiß ja nie.

Falls Du Englisch verstehst, schau mal hier unter 'Controversies and Criticism'. Im Grunde geht es darum, dass der Gründer der Organisation, Sangharakshita, in den frühen Jahren der Gruppe (also etwa bis zu den 80er Jahren) seine Autorität missbraucht hat, männliche Mitglieder zu homosexuellen Handlungen mit ihm zu drängen, das Ganze auch noch mit der Begründung, das sei notwendig für ihre 'spirituelle Entwicklung'.

Meinem Gefühl nach hat die Gruppe versucht, nach Bekanntwerden der Vorwürfe Mitte der 90er Jahre, diese Sache offen und ernsthaft aufzuarbeiten. Es betraf auch 'nur' einen relativ engen Kreis in Großbritannien an der Spitze der Organisation (soweit ich weiß).

Eine andere Kritik betrifft sozusagen die 'Interpretation' der buddhistischen Lehre durch Triratna. Da muss man allerdings wohl sagen, es ist im 'organisierten Buddhismus' beinahe alltäglich , dass eine Gruppe/Richtung einer anderen vorwirft, die Lehren zu verfälschen oder falsch zu interpretieren. Wenn Du länger hier bist, wirst Du das hier wohl auch noch miterleben... :shock:

Ich denke nicht, dass Du Gefahr läufst, einer 'Sekte' in die Hände zu fallen, aber es gilt hier das Gleiche wie im 'richtigen Leben': Bewahre Dir einen unabhängigen Geist, hinterfrage Dinge, identifiziere Dich nie vollständig mit irgendeiner Organisation, auch wenn sie den einzig wahren, echten Buddhismus verspricht und tausche Dich mit Menschen anderer Ansicht aus.

Lass' mich bitte noch was zu dem in den Antworten auf Deine Frage verlinkten Vortrag von Ayya Khema sagen (keine Kritik an Uhltak!): Ich fürchte, dass die dort besprochenen 'Jhanas' (Vertiefungszustände in der Meditation) für eine Anfängerin sehr einschüchternd wirken. Mach' Dir da mal gar keine Gedanken drüber (vielleicht, wenn überhaupt, in ein paar Jahren... :). Ich selbst (aber das ist nur meine persönliche Meinung!) bin mir nicht sicher, ob die 'Jhanas' überhaupt eine sinnvolle Rolle spielen.

Und zum Schluss: Ich nehme an, dass Du aus der Essener Ecke kommst, weil Du das Zentrum dort erwähnt hast. Schau' doch mal bei der Gruppensuche der Deutschen Buddistischen Union rein und gib dort 'Essen' ein. Da kommen einige Einträge aus der Gegend und durch die DBU kannst Du auch einigermaßen sicher sein, dass die Gruppen einigermaßen seriös sind.

Lieben Gruß
Axel
Nhelia hat geschrieben:
Guten Morgen Axel,

vielen Dank für Deine Antwort und vor allem für den Buchtipp. :)

Darf ich fragen, inwiefern das Zentrum oder die Gruppe denn umstritten gewesen ist? Letztendlich muss man sich natürlich auch ein eigenes Bild machen und schauen, ob soetwas für einen persönlich passt, aber meine Vorbehalte hatte ich ja auch schon geschildert. Ich hätte auch ein wenig Bammel, in eine sektenartige Gruppe zu gelangen, man weiß ja nie.

Gruß,
Nhelia



Hallo Nhelia,

ich habe selbst lange Zeit (zwei, drei Jahre, viellicht auch mehr) in einem Zentrum von Triratna praktiziert, als es sich noch FWBO nannte. Es waren und sind sicherlich immer noch notal nette Menschen, die einen mit offenen Armen empfangen.
(Vertreten einen aus meiner Sicht völligen Kuddelmuddel an Buddhismus. Nach dem mir das klar wurde, habe mich dann für Laienpraxis in einem hartcore-Theravada-Kloster *grins* entschieden.)

Was hier von Seiten von Axel VÖLLIG ÜBERFLÜSSIG zur Sprache gebracht wurde, ist eine ca. 40 Jahre alte Geschichte aus England (wo FWBO gegründet wurde), die mit Vorwürfen eines Praktizierenden zu tun hat, der Gründer der Bewegung Sangharakshita habe ihn homosexuell belästigt.

Und diese uralte Geschichte hängt den Leute immer noch nach.

Mein Rat: Eine nette Gruppe an Praktzierenden ist für jeden Einsteiger vom Vorteil. Die Frage der Reinheit der dort vertretenen Lehre ist anfänglich nicht so wichtig. Wenn sich jemand aber ernsthaft auf Buddhisusm einlassen sollte, sollte er sich damit einandersetzen.
Lieber sinn-los,
sinn-los hat geschrieben:
Was hier von Seiten von Axel VÖLLIG ÜBERFLÜSSIG zur Sprache gebracht wurde, ist eine ca. 40 Jahre alte Geschichte aus England (wo FWBO gegründet wurde), die mit Vorwürfen eines Praktizierenden zu tun hat, der Gründer der Bewegung Sangharakshita habe ihn homosexuell belästigt.

Und diese uralte Geschichte hängt den Leute immer noch nach.


ich will hier keinen 'Nebenkriegsschauplatz' aufmachen (das kann gerne in einem gesonderten thread diskutiert werden), aber nur so viel: Wenn Triratna selbst es für notwendig hält, in ihrer erst 2010 erschienenen 'offiziellen' Geschichte 'The Triratna Story' diesen Vorkommnissen knapp 20 Seiten zu widmen und wenn Triratna selber noch heute eine eigene Webseite mit ihren Stellungnahmen im Netz hat, ist es wohl nicht so einfach, wie Du es darstellst. Wenn Du von einer '40 Jahre alten Geschichte' und 'Vorwürfen eines(sic!) Praktizierenden' redest, scheinst Du relativ wenig Ahnung zu haben (sorry!).

Ich habe mich um eine ausgewogene und faire Darstellung bemüht (auch was die Lehre von Triratna allgemein angeht), habe zustimmend einen Buchtip aus dem Umfeld von Triratna zur Meditation gegeben und finde es nun etwas seltsam, wenn jemand, der Triratna völlig undifferenziert einen 'Kuddelmuddel an Buddhismus' vorwirft, glaubt, mir jetzt 'VÖLLIG ÜBERFLÜSSIGE' Posts vorwerfen zu können.

Wie gesagt: Wir sollten eine Diskussion über diesen Punkt hier raushalten und anderswo (oder auch gerne über PN) besprechen, das aber im Zusammenhang mit Triratna und objektiv zu erwähnen, ist - denke ich - legitim.

Ich habe fertig!
Axel hat geschrieben:
Wie gesagt: Wir sollten eine Diskussion über diesen Punkt hier raushalten und anderswo (oder auch gerne über PN) besprechen, das aber im Zusammenhang mit Triratna und objektiv zu erwähnen, ist - denke ich - legitim.

Ich habe fertig!'



Lieber Axel,

cut, das finde ich auch.*smily*

Ich wollte Triratna übrigens verteidigen, weil ich mich während meiner Prakziszeit dort sehr wohl gefühlt habe. Was immer war, ist nicht mehr.
Hallo Nhelia
Das Buddhistische Zentrum in Essen war vor vieeelen Jahren mein Einstieg in den Buddhismus.
Ich weiß nicht ob sich was geändert hat, aber es gab 2x wöchentlich die Möglichkeit, ganz
unverbindlich einfach dort aufzutauchen, den Meditationsabend mitzumachen (im Wechsel gab
es "Metta-Meditation" und "Achtsamkeit auf den Atem", je 1 Gruppe für Anfänger und für Fortgeschrittene.
Ich wurde nett empfangen, die Grundlagen (sitzen, Körperhaltung etc, etc) wurden mir geduldig
gezeigt. Fragen wurden beantwortet.
Nach der Meditation gab es immer ein Diskussionsthema an dem du teilnehmen konntest oder auch nicht.
Es gab ein Bücherregal im Warteraum, aus dem man sich Anregungen holen konnte und die man auch kaufen konnte.
Vor und nach der Meditation sowie in der Pause gab es Getränke etc.
Es wurde um eine Spende von 6,- Euro gebeten.
Also absolut kein Anlass, sich unwohl zu fühlen.

Ein Studienkollege hat sich dort ebenfalls wohl gefühlt, die Einstellung dort als etwas
"dogmatisch" kritisiert und dies auch als Kritikpunkt anderer Teilnehmer erzählt.

Das bezog sich auf die letztendliche Ausrichtung im Sinne der buddhistischen Richtung die
gelehrt wird.
Hatte für mich als Anfänger aber überhaupt keinen Belang, da ich von verschiedenen Richtungen
gar nichts wusste.

Wenn sich also nichts Grundsätzliches geändert hat, sähe ich keinen Anlass für Zweifel.

Was dein Unwohlsein in der Situation angeht, vielleicht tauchst du dort einfach mal außerhalb der Meditationsabende auf, sprichst mit den "Lehrern" dort, schaust dir die Räume an - so das du dich schon ein wenig eigewöhnen kannst. Das macht es vielleicht leichter.. :)

LG Rolf
Hi Nhelia,

ich kann dir dieses Buch hier empfehlen. Mit Buddha das Leben meistern von Volker Zotz

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Mit_Bud ... n_meistern


Ein echter Klassiker der buddhistischen Literatur, zudem noch günstig zu haben. Es ist klar und verständlich ohne viel Tamtam geschrieben und es werden auch keinerlei Vorkenntnisse vorausgesetzt oder benötigt. Ausserdem werden einfache, aber effektive Übungen erklärt und der Meditation ist ein ganzes Kapitel gewidmet.
Allgemein finde ich, dass man sich nicht direkt ohne Vorkentnisse in eine Gruppe begeben sollte und halte es für gut, sich erstmal ein paar grundlegende Informationen aus verschiedenen Quellen zu holen. Damit man sich auch kritisch mit dem auseinandersetzen kann, was einem dann ggf. erzählt wird.
Ausserdem kann das auch ein wenig Sicherheit geben, bevor man den nächsten Schritt wagt. Aber letztendlich ist das bei jedem unterschiedlich und Du weißt selbst am Besten was dir am ehesten liegt.

Viele Grüße
Erklärungen zu buddhistischen Begrifen finden sich hier:
Buddhistisches Wörterbuch
http://www.palikanon.com/wtb/wtb_idx.html

Dhamma Wiki
http://dhammawiki.com/index.php?title=Main_Page

Yoga Wiki
http://wiki.yoga-vidya.de/Hauptseite

Rigpa Wiki
http://www.rigpawiki.org/index.php?title=Main_Page

Die Vorgänge um Sangharakshita aka Dennis Lingwood sind keine 40 Jahre Geschichte, sondern hoch aktuell. Im Jahr 2016 gab es z.B. einen Bericht beim BBC http://www.bbc.com/news/uk-england-hampshire-37432719. Dieser Bericht hatte u.a. zur Folge, das Sangharakshita eine allgemeine Erklärung gab, die am 08.02.2017 aktualisiert wurde. http://www.sangharakshita.org/personal-statement.html. Die Vorgänge betrafen auch nicht nur die englischen FWBO-Gruppen, sondern auch in Deutschland wurden eigentlich heterosexuell veranlagten Männern eine homosexuelle Lebensweise von anderen Gruppenmitgliedern "nahegelegt" und als spirituelle Übung und Bereicherung empfohlen, was natürlich völliger Unsinn ist und im krassen Widerspruch zur buddhistischen Lehre steht. Auch betrafen die angeschuldigten Handlungen einen Zeitraum, als Sangharakshita sich noch als buddhistischer Theravada-Mönch ausgab und im Auftrag des English Sangha Trust tätig war.
Mehr Infos:
https://buddhism-controversy-blog.com/2 ... ual-abuse/
http://www.sundaytimes.lk/980104/plus9.html
http://www.dialogueireland.org/diconten ... /sang.html
http://response.fwbo.org/index.html
https://vajratool.wordpress.com/2010/05 ... -struggle/
Hallo ihr Lieben...

Ui ui ui, da habe ich ja etwas losgetreten. :nosee:

Ich danke euch auf jeden Fall für die weiteren Buchtipps und auch die Erläuterungen zum Buddhistischen Zentrum in Essen.
Einige Bücher habe ich bereits bestellt und werde mich da wohl in den nächsten Wochen noch weiter in die Thematik einlesen.

im Wechsel gab es "Metta-Meditation" und "Achtsamkeit auf den Atem"

Könnt ihr mir vielleicht noch etwas mehr zur Metta-Meditation erzählen? Ich habe mich grob eingelesen, worum es da geht. Scheinbar sagt man dann im Geiste bestimmte Sätze zu sich selber? Sagt man verschiedene Sätze? Oder konzentriert man sich nur auf einen Aspekt?

Habe ich es richtig verstanden, dass Triratna eine weitere buddhistische Ausrichtung ist?

Entschuldigt, wenn ich vielleicht "komische" Fragen stelle.



Liebe Grüße,
Nhelia
Bei der Metta-Meditation geht es um die Entwicklung von positiven, heilsamen Gedanken und Gefühlen zu sich selber, gegenüber anderen Menschen und allen Erscheinungen in dieser verwirrenden Welt. Hierbei gibt es verschiedene Methoden, wie man diese positive Gesinnung entwickelt kann. Bei einer Übungen sagt man dann verschiedene positive Sätze zu sich selber, bei einer anderen Übung versucht man nur allgemein eine positive Stimmung zu erzeugen und diese dann auf alles gedanklich zu übertragen.
Verschiedene Metta-Meditationen





Die Bezeichnung "Triratna" stammt aus dem Sanskrit und bedeutet wörtlich "tri= 3" "ratna= Juwel, kostbar, Geschenk, Edelstein" Es ist der neue Name, den die Mitglieder der vormaligen FWBO= Friends of Western Buddhist Order (Freunde des Westlichen Buddhistischen Ordens) sich selber für ihre Gemeinschaft gegeben haben.
Eigendarstellung von Triratna:
http://www.triratna-buddhismus.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Buddhisti ... t_Triratna
Hallo Nhelia,

ich kenne Triratna, war mehrere Jahre dabei, sowohl in einer Studiengruppe ( Lesen von Büchern, Lehrreden Buddhas, allgemeine Fragen und Theorie zum Buddhismus ), als auch bei den Mediatationsabenden .
Ich kenne einige Ordensmitglieder aus Essen, aus einigen kleinen örtlichen Gruppen und ich kenne ebenfalls die großen Londoner Zentren.

Wenn du bislang keinerlei Vorerfahrung mitbringst, dann kannst du dort sehr gute erste Kenntnisse in Meditation und Buddhismus bekommen.
Die beiden Meditationen, die dort hauptsächlich gelehrt werden, wurden hier schon vorgestellt. Ich persönlich finde es besser, du gehst mal hin, nimmst 1-2x teil und schaust mal, wie du damit zurecht kommst. Jetzt als Vorbereitung zig YouTube Filmchen zu schauen ist sicherlich nicht das Gleiche.

(in punkto auf die Art des Meditierens gibt es große Unterschiede innerhalb der buddhistischen Richtungen: während bei Tich Nat Than Meditationsgruppen oder Triratna zumindest mit Anfängern keine Meditationen gemacht werden , die das Visualisieren von Buddhas beinhalten, ist das in tibetisch orientierten Gruppen eher üblich oder eine der Hauptmeditationsformen.)

Ich habe die Triratna Lehrer-Ordensmitglieder (ordinierte Laien) als sehr offen erlebt. Grundsätzlich, was ja auch sehr wichtig ist, schielt keiner nach deinem Geldbeutel, sondern man gibt nach einem Abend als Spende ca 5.-für die Unkosten. Triratna öffnet seine Meditationsabende auch für nicht-buddhistische, nur an Meditation interessierte Menschen. Einige Zentren bieten auch Yogakurse an.
Wenn du tiefer gehen möchtest, dann wären die Abende mit buddhistischem Ritual (Puja ), die buddhistischen Feiertage oder die Studiengruppen eine Möglichkeit, außerdem bieten sie Retreats ( intensive Tage/WE/ 1 Woche in einem Zentrum im Sauerland ) an, ein Jahresprogramm liegt sicherlich auf.
Im April wird es in Essen ein großes Fest zum 50-jährigen Bestehen geben, sicherlich eine gute Möglichkeit, sich mal umzusehen, reinzuschnuppern.

verrückter-narr hat sämtliche aktuellen Presseberichte oder blogs um die Probleme des mittlerweile über 90 jährigen Ordensgründer zusammengestellt. Es ist richtig, daß das die Zeit rund um 1980 betraf , die leider erst jetzt offen (offener?) aufgearbeitet wird.
Allerdings wundere ich mich, wenn gleich Jemand schreibt, daß das ja nun nicht nötig sei, auf diese "alte" Geschichte hinzuweisen. Das ist ja leider die Einstellung gewesen, die jetzt zu einem Kreuzfeuer der Kritik und diversen Austritten, Enttäuschungen führt, und die erahnen läßt, wie lange man das unterm Teppich gehalten hatte, obwohl es gemeinhin bekannt war.
Triratna hat jetzt ein Komitee gebildet, das sämtliche Beziehungen des Ordensgründers durchforstet, und es bleiben zZ immerhin 6 damals sehr junge Männer, die diese homosexuelle Beziehung zu ihm zumindest rückblickend nicht gutheißen, sich gedrängt gefühlt haben, teilweise bis heute psychische Probleme haben.
Ich würde behaupten wollen, daß durch die neue Organisation von Triratna und der entsprechenden Achtsamkeit zu diesem Thema, keine (erhöhte) Gefahr für einen neuerlichen Missbrauch einer Lehrer-Schüler-Beziehung besteht.

Eine andere Sache ist die Grundidee, ein pick-and-match aus buddhistischen Schulen, das man dann "moderner Buddhismus für den Westen" nennt. Für den Einen ist das DIE Sache, der andere will genau das nicht, möchte eine traditionelle Linie, einen bedeutenden Lehrer.


Nhelia, vielleicht schaust du dir das mal an, möglicherweise gibt es auch noch andere buddhistische Gruppen , die du ebenfalls besuchen kannst, damit du vergleichen kannst.
Es gibt schon Unterschiede, die du ohne viel Wissen erkennen kannst:
-ist es ein Lehrer/Lama/Karmapa, der sehr verehrt wird...liegt dir das?
-gefällt dir eine moderne Ausrichtung, oder suchst du möglichst traditionelle Gruppen, eine bestimmte Richtung (Zen, Diamantweg von Ole Nyhdahl,Tich Nat Than, tibetisch-traditionelle Gruppen....)?
-wie sieht es mit den "Spenden" für die Veranstaltungen aus-Unkostenbeiträge, Verreinmitgliedsschaften, Kosten für Kurse?
Hallo,
als ich mein Studium begann, wollte ich die grundlegendste buddh. Literatur erwerben.
Für mich war es sehr abschreckend, wie etliche Gurus ihre Anhänger ausbeuteten.
Es gibt so etwas wie eine buddhistische Bibel, Pali-Kanon genannt. Sie besteht aus drei Bänden:
Lieder der Mönche und Nonnen, die Mittlere Sammlung und die Längere Sammlung.
Für die mittlere Sammlung gibt es zwei Übersetzter in Deutsch. Neumann und Zumwinkel.
Dr. ind. Neumann ist Doktor der Indologie und vielen praktischen und theoretischen, zusätzlichen
Erfahrungen zum Pali-Kanon.
Über Zumwinkel kann ich dir kaum was sagen, außer, dass mir beim Lesen von Auszügen seiner Übersetzungen, sich meine Haare sträubten.
kesakambalo hat geschrieben:
Es gibt so etwas wie eine buddhistische Bibel, Pali-Kanon genannt. Sie besteht aus drei Bänden:
Lieder der Mönche und Nonnen, die Mittlere Sammlung und die Längere Sammlung.
Für die mittlere Sammlung gibt es zwei Übersetzter in Deutsch. Neumann und Zumwinkel.
Dr. ind. Neumann ist Doktor der Indologie und vielen praktischen und theoretischen, zusätzlichen
Erfahrungen zum Pali-Kanon.
Über Zumwinkel kann ich dir kaum was sagen, außer, dass mir beim Lesen von Auszügen seiner Übersetzungen, sich meine Haare sträubten.

Der 'Pali-Kanon' besteht nicht aus drei Bänden, sondern aus Dutzenden (die derzeit gültige Fassung hat, soweit ich weiß, etwa vierzig Bände). Was Du meinst, ist wohl die Aufteilung in drei 'Körbe', also drei thematische Unterteilungen.

Übrigens ist Nhelia, der Du antworten willst, ein gutes Beispiel für die Wirksamkeit von 'Butterland': Sie hat sich Mitte Februar angemeldet und eine Frage gestellt. Anschließend wurde sie zugebombt mit 'Informationen', um die sie nicht gebeten hat, die ihr (berechtigterweise) scheißegal waren und die nur dazu dienten, dass einige Leute hier zeigen konnten, wie gut sie sich im 'Buddhismus' auskennen. Nach einer Woche hat sie offensichtlich aufgegeben und sich nicht mehr gemeldet. Du, lieber kesakambalo, konntest dafür nichts, aber berücksichtige das bitte, wenn Du mal wieder Halbwissen verbreitest an Leute, die das vermutlich nicht interessiert.
Dharmapa hat geschrieben:
vielleicht schaust du dir das mal an, möglicherweise gibt es auch noch andere buddhistische Gruppen , die du ebenfalls besuchen kannst, damit du vergleichen kannst.
Es gibt schon Unterschiede, die du ohne viel Wissen erkennen kannst:
-ist es ein Lehrer/Lama/Karmapa, der sehr verehrt wird...liegt dir das?
-gefällt dir eine moderne Ausrichtung, oder suchst du möglichst traditionelle Gruppen, eine bestimmte Richtung (Zen, Diamantweg von Ole Nyhdahl,Tich Nat Than, tibetisch-traditionelle Gruppen....)?
-wie sieht es mit den "Spenden" für die Veranstaltungen aus-Unkostenbeiträge, Verreinmitgliedsschaften, Kosten für Kurse?


Liebe Grüße Dharmapa,

ich finde, daß sind richtig gute Kriterien, mit denen jeder, auch ein Anfänger an eine Bewertung einer Gruppe herangehen kann.

Darf ich ergänzen? Vielleicht wäre es ein weiteres Prüfkriterium, ob Fragen, Literarwünsche etc. weitestgehend mit Material, Texten der betreffenden Gruppe beantwortet werden oder ob auch allgemeinere, schulenübergreifende Antworten angeboten werden.
Axel hat geschrieben:
kesakambalo hat geschrieben:

Übrigens ist Nhelia, der Du antworten willst, ein gutes Beispiel für die Wirksamkeit von 'Butterland': Sie hat sich Mitte Februar angemeldet und eine Frage gestellt. Anschließend wurde sie zugebombt mit 'Informationen', um die sie nicht gebeten hat, die ihr (berechtigterweise) scheißegal waren und die nur dazu dienten, dass einige Leute hier zeigen konnten, wie gut sie sich im 'Buddhismus' auskennen.


Das ist mir als Neuling hier auch schon aufgefallen! Ich bekam gute, ja sehr gute Antworten. Aber nur indem ich manchmal seitenlange Erörterungen, die mit meiner Ausgangsfrage nichts mehr zu tun haben, durch eine Frage meinerseits "jäh" unterbrochen habe.
(Ich wundere mich schon ein wenig über diese Diskussionskultur hier, ist man sich selbst genug?)



@ fotost:
Danke zu deiner Frage/ Anregung auf meinen Post. (ich habe mir Mühe gegeben, vorbehaltlos das Triratna-System darzustellen, aber Nhelia ist wohl schon wieder weg...schade):
Generell ist das Studienprogramm für Mitra ein festgelegter4-Jahreskurs. Da im Moment in meiner ehemaligen Sangha ein gewisser Widerstand gegen Bücher des Ordensgründers besteht, wird dort jetzt eine andere Lektüre gelesen und diskutiert.
Die kleinen Vorträge, die es in den Zentren, auch in Essen gibt, sind meist grundlegende buddhistische Themen ( Dharmarad, was ist Metta, Stressreduktion, buddhistische Ethik, etc.)
Nhelia hat geschrieben:
Entschuldigt bitte all die Fragen. Würde mich über ein paar Tipps und Anregungen sehr freuen.


Hier wurde schon sehr viel geschrieben, vielleicht viel zu viel. Deswegen nur ein Tipp: Bleib "Neuling" so lange Du kannst. Bleib neugierig, probiere aus, was Dir hilft, behalte den "Anfängergeist".

Viel Erfolg und viel Spaß!
Hallo,
Nhelia hat geschrieben:
Könnt ihr ggf. andere Literatur zum Thema Meditation empfehlen?


mir half das hier am meisten:

Achtsamkeit auf den Atem (pdf)

Grundlagen Liebende Güte (pdf)

LG
Hallo,
ich möchte mich zum Beitrag von Axel äußern.
Ob ich jetzt Bände oder Bücher sage ist nicht von Bedeutung. Bedeutender ist der Sachverhalt, dass die Übersetzung von Neumann, Auszüge aus dem ganzen Pali-Kanon sind. Diese Auszüge sind aber immerhin noch sehr üppig ausgefallen.
Sie sind auch nicht das Original des Pali-Kanons, kommen ihm aber sehr nahe. Als ich sah, welche Literatur angeführt wurde und ich auch keinen Hinweis auf ihn fand
ich es nötig, die drei Bücher von Neumann zu nennen.
Ich wollte meine Antwort bewusst kurz halten. Dass dabei viel auf der Strecke liegen bleibt,lässt sich schwer vermeiden.
Ich habe hier auch kein Halbwissen verbreitet, sondern wie oben angeführt,ich wollte keine ausschweifenden Darstellungen machen.
Wer Buddhist sein will, sollte die deutschen Übersetzungen von Neumann und Zimmermann kennen oder zumindest wissen,dass es sie gibt.
Lieber kesambakalo,

wenn ich in meinem Beitrag übertrieben hart war, möchte ich dafür um Entschuldigung bitten.
kesakambalo hat geschrieben:
Hallo,
ich möchte mich zum Beitrag von Axel äußern.
Ob ich jetzt Bände oder Bücher sage ist nicht von Bedeutung. Bedeutender ist der Sachverhalt, dass die Übersetzung von Neumann, Auszüge aus dem ganzen Pali-Kanon sind. Diese Auszüge sind aber immerhin noch sehr üppig ausgefallen.
Sie sind auch nicht das Original des Pali-Kanons, kommen ihm aber sehr nahe. Als ich sah, welche Literatur angeführt wurde und ich auch keinen Hinweis auf ihn fand
ich es nötig, die drei Bücher von Neumann zu nennen.
Ich wollte meine Antwort bewusst kurz halten. Dass dabei viel auf der Strecke liegen bleibt,lässt sich schwer vermeiden.
Ich habe hier auch kein Halbwissen verbreitet, sondern wie oben angeführt,ich wollte keine ausschweifenden Darstellungen machen.
Wer Buddhist sein will, sollte die deutschen Übersetzungen von Neumann und Zimmermann kennen oder zumindest wissen,dass es sie gibt.

Wir könnten den Hinweis von dir einfach in jedem Bereich oben anpinnen :) Neumann, Neumann, Neumann :)


Hallo dharmapa,
stimmt, in deinem Thread ging es wie meistens gar nicht mehr um das ausgangsthema.
Zu deiner Anmerkung hier über tibetische Gruppen: auch bei Shambhala und bei Nalanda Bodhi (und bestimmt noch vielen anderen) kann man sich mit ruhigem verweilen unter Anleitung vertraut machen, ohne zu Visualisieren.
Wie hier über Tiratna gesagt wurde ist das kein schlechter Einstieg. Was später am hilfreichsten ist, kann man sehen.
In dem selben Sinne gibt es auch tolle theravada Gruppen (z.b. die Stadt Praxis Gruppen) die für Anfänger sehr gut sind.

Liebe gruße
Man sollte sich die Sache nicht zu einfach machen.
Ich finde es nicht richtig sich lediglich auf Tradierung und Menschen zu berufen, die noch nie im Leben die Übersetzungen, der Teile des Pali-Kanons gelesen haben.
Die Texte sind älter als die Theravadabewegung und die Längere Sammlung darf nicht ausgeschlossen werden.
Und es steht halt mal alles da drin was jeder Buddhist wissen sollte.

kesakambalo
Ich glaube, die Themenerstellerin ist schon lange nicht mehr hier!...wollt ich nur mal erwähnen...
Hallo ihr Lieben,

wow... Hier ist ja was los. Vielen Dank schon mal für die weiteren Tipps.

In der Tat war ich wenn eher als stiller Mitleser hier aktiv und die letzten Wochen habe ich es leider gar nicht geschafft, hier vorbeizuschauen, tut mir Leid. Diverse Bücher habe ich mir nun schon zugelegt, aber auch hier fehlte leider bisher die Zeit, in Ruhe rein zu schauen, was ich baldmöglichst nachholen werde.

Buddhismus ist auf jeden Fall weiterhin ein Thema, mit dem ich mich beschäfitgen möchte und ich weiß, dass man theoretisch am Ball bleiben sollte, ist nur im Alltag nicht immer ganz so einfach.

Liebe Grüße,
Nhelia

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