Der alltägliche Trott

Moderator: void

Hallo,

ich habe jetzt ein paar freie Wochen gehabt und am Montag geht es wieder mit der Arbeit los.
Ich habe wirklich viel für mich in dieser freien Zeit gemacht und das tat mir sehr gut aber ich habe ein bisschen Bammel davor wieder in den alten Trott ( vermehrt ins übermäßige Denken, Unachtsamkeit ) zu verfallen.

Habt Ihr da irgend welche Tipps wie man sich da immer wieder raus holen kann und dass dann auch zu einem festen Bestandteil machen kann?

Vielen Dank und liebe Grüße :heart:
medi
„Der alltägliche Geist ist der Weg.“ (Nansen)
Du könntest dir ein Meditationsobjekt am Tag aussuchen (zum Beispiel Mitgefühl) und dich alle zwei Stunden daran erinnern.
So mache ich das um die Meditationserfahrung im Alltag nicht zu verlieren.
Ich sammel mich und lese in der Pause
LG :sunny: :rainbow:
Hallo Medi,
ich habe grundsätzlich jeden Morgen vor der Arbeit bestimmte Texte gelesen, die mich für den Tag "justiert" haben.
Außerdem habe ich an schlechten Tagen oft ein Mantra wiederholt.
Ich übe mich seit vielen Jahren in Achtsamkeitsmeditation, d.h. ich hole mich immer wieder in die Gegenwart zurück und bleibe so oft wie möglich aufmerksam.
_()_ Monika
Ich danke Euch!

Habe mir jetzt eine Liste gemacht, die ich immer dabei habe und durchlese so oft es geht :)

Vielen Dank und liebe Grüße :heart:
medi
Gern geschehen :rainbow:
medi1210 hat geschrieben:
Hallo,

ich habe jetzt ein paar freie Wochen gehabt und am Montag geht es wieder mit der Arbeit los.
Ich habe wirklich viel für mich in dieser freien Zeit gemacht und das tat mir sehr gut aber ich habe ein bisschen Bammel davor wieder in den alten Trott ( vermehrt ins übermäßige Denken, Unachtsamkeit ) zu verfallen.

Habt Ihr da irgend welche Tipps wie man sich da immer wieder raus holen kann und dass dann auch zu einem festen Bestandteil machen kann?

Vielen Dank und liebe Grüße :heart:
medi


Hallo medi,

dies gehört zum Weg dazu, daher auch der "alltägliche Weg". Mit diesen Dingen (übermäßiges Denken, Unachtsamkeit) wird gearbeitet. Der "alte Trott" ist genau da, wo die Geistesschulung stattfindet. Es geht also nicht so sehr darum "herauszukommen", sondern eher darum, "hineinzugehen". Denn der Alltag hält die besten und wertvollsten Lektionen parat.
IkkyuSan hat geschrieben:
Denn der Alltag hält die besten und wertvollsten Lektionen parat.


Wow, so hab ich das noch gar nicht gesehen :)

Danke!
IkkyuSan hat geschrieben:
Hallo medi,

dies gehört zum Weg dazu, daher auch der "alltägliche Weg". Mit diesen Dingen (übermäßiges Denken, Unachtsamkeit) wird gearbeitet. Der "alte Trott" ist genau da, wo die Geistesschulung stattfindet. Es geht also nicht so sehr darum "herauszukommen", sondern eher darum, "hineinzugehen". Denn der Alltag hält die besten und wertvollsten Lektionen parat.


:like:
medi1210 hat geschrieben:
IkkyuSan hat geschrieben:
Denn der Alltag hält die besten und wertvollsten Lektionen parat.


Wow, so hab ich das noch gar nicht gesehen :)

Danke!


Gerne :)

Weißt du, in der Geistesschulung gibt es zunächst eine Tendenz zur Flucht, des "Wegmeditierens". Das ist normal und muss erlebt werden. Irgendwann aber, wenn der Weg gefestigt wird/ist, dann unterscheidet man nicht mehr zwischen "daheim in Ruhe meditieren" und "auf der lauten und hektischen Arbeit". Beides fällt in Eins zusammen, da die Praxis eben nicht nur aus Meditation besteht, sondern sie betrifft alle Bereiche des täglichen Lebens - Beziehungen, Erziehung der Kinder, Studium, Sorgen und Probleme usw.

Man kann auch sagen, dass der Alltag deine Überprüfung sein kann. Sicher glaubst du manchmal, dass du in dem Bereich XY (vielleicht Gleichmut) Fortschritte erzielt hast, du wurdest ruhiger durch die Meditation usw. Der Alltag wird dies überprüfen, die Menschen und die Situationen des Lebens werden dir eine Lektion erteilen. Und wenn du offen für diese Lektionen bist, wirst du immer wissen, wie es mit deiner Praxis wirklich gestellt ist.

Der Alltag ist die beste Vorsorgung gegen evtl. entstehenden Dünkel, Hochmut und spiritueller Arroganz. Darum wird er so geschätzt. Böse Zungen behaupten, dass gerade der ZEN diesen Alltag viel zu sehr in den Fokus nimmt. Aber es gibt kein "viel zu sehr". Der Alltag IST der Weg.
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