Viele Pfade, ein Weg

Moderator: kilaya

Guten Morgen liebe Leute,

Ich bin seit einem Jahr dabei mich mit dem Buddhismus zu beschäftigen. Seit ungefähr einem halben Jahr versuche ich mein Bestes mein Leben buddhistisch zu leben. Das ich noch Äonen davon entfernt bin ist natürlich klar, dennoch verzeichne ich langsam Erfolge und integriere die Praxis in meinen Alltag. Und da wären wir auch gleich bei meinem Problem. Ich habe ein großes Problem mich auf eine Schule festzulegen. Ich kann fast jeder Schule etwas abgewinnen, dementsprechend fühle ich mich unwohl mich auf etwas festlegen zu müssen. Was für Lösungsvorschläge habt ihr für mich ?

Vielen Dank
MSFG hat geschrieben:
...Was für Lösungsvorschläge habt ihr für mich ?

Vielen Dank

Mach weiter wie bisher und leg dich nicht fest. Lass dir einfach Zeit.
Wer sagt denn, dass Du Dich festlegen musst?

Lasse es langsam angehen, das wird schon ...

LG mkha´
Im Vajrayana werden sowohl Aspekte des Theravada als auch Aspekte des Mahayana gelehrt. Für mich war das ein Grund, warum ich mich für Vajrayana entschieden habe, auch weil man im Vajrayana durchaus die Wahl hat: Entscheide ich mich für den Sutra Weg, den Tantra Weg, Dzogchen oder Mahamudra oder probiere ich erst mal alles aus ohne mich festzulegen?
Moin MSFG,
bevor ich verstand, dass verschiedene Schulen auch verschiedene Pfade gehen, habe ich alle möglichen besucht und mich dort am längsten aufgehalten, wo ich mich am wohlsten fühlte.
Überall gibt es wohl etwas zu bemängeln, wenn man kritisch ist.
Ich halte es jedoch für wichtig, sich zu Beginn mit offenen Augen darauf einzulassen.
Festlegen, so auch meine Meinung, musst Du Dich nicht. Aber Gruppen sind hilfreich.
Alles Gute für Dich.
_()_ Monika
Habe mir auch einiges angesehen, für Theravada habe ich mich entschieden weil er die vollständige noch erhaltene Lehre enthält die am Nahesten am Ursprung ist. Auch gab es da schon früh authentische deutschsprachige Mönche (Nyanatiloka, Nyanaponika) und Laien die erstklassige Übersetzungen geliefert haben. Obwohl ich andere Richtungen ebenfalls sehr schätze, ist mir das Tibetische letztlich zu bunt und vielfältig, zuviel Zeremonien, Musik, Tanz und Tamtam. Zen empfinde ich dagegen als zu streng, schwarzweiß und unterkühlt, Theravada ist da mein Mittelweg. Auch fühle ich mich schon immer am Meisten zu Indien hingezogen, weniger zu Tibet und noch weniger zu Japan.
Das ist natürlich alles rein subjektiv und soll keinesfalls eine Abwertung anderer Richtungen ausdrücken!
Ich bin der Meinung nur du kannst entscheiden wo du dich zugehörig fühlst.
Es kann auch dein Weg sein offen zu bleiben für alle buddhistische Schulen ohne dich auf eine festzulegen.
MSFG hat geschrieben:
Ich habe ein großes Problem mich auf eine Schule festzulegen. Ich kann fast jeder Schule etwas abgewinnen, dementsprechend fühle ich mich unwohl mich auf etwas festlegen zu müssen. Was für Lösungsvorschläge habt ihr für mich ?

Mir geht es so wie dir. Ich gehe einfach meinen Weg der Wahrheit und Liebe. Ich finde alle buddhistischen Richtungen gut und praktiziere das, was zu mir passt. Darüber habe ich ein Buch geschrieben (Buddhismus Grundwissen, gerade überarbeitet und erweitert). Dogmatische Buddhisten mögen es nicht, aber undogmatischen Menschen gefällt es. Es ist seit langer Zeit der Bestseller bei den Ebooks. Vielleicht gibt es dir etwas Inspiration.

https://www.bookrix.de/_ebook-nils-horn ... undwissen/
selbst sehe ich keine Richtung als das Nonplusultra - lasse meinen Weg offen, das gibt mir Freiheit und Offenheit - gleichermaßen bilden die ursprünglichen Lehrreden des Buddha eine wichtige Grundlage
MSFG hat geschrieben:
Ich habe ein großes Problem mich auf eine Schule festzulegen. Ich kann fast jeder Schule etwas abgewinnen, dementsprechend fühle ich mich unwohl mich auf etwas festlegen zu müssen. Was für Lösungsvorschläge habt ihr für mich ?


Am Anfang sollte man sich klar machen, dass nicht überall Buddhas Lehre drin ist, wo buddhistische Schule und buddhistisches Zentrum drauf steht.

Daher mein Rat, sich nicht zu früh für eine Schule/Zentrum zu entscheiden. Man sollte sich erst mit der frühbuddhistischen Literatur in Form der vier Hauptnikaya/agama beschäftigen. Zumindest aber ein gute Anthologie, zum Beispiel die vom Ehrwürdigen Bodhi.

Erst danach hat man einen Richtstab, ob das dort Gelehrte auch im Sinne Buddhas ist. Und dann kann man sich selber und unabhängig entscheiden, was einem lieber ist.
Hi,
da gibt es den 8fachen Weg, der eigentlich von jeder Schule anerkannt aber jeder, die Sache doch ein wenig anders sieht.
Da gibt es auch zwei Übersetzter des Pali-Kanons: Zimmermann und Neumann. Neumann war Doktor der
Indologie und brachte in seine Übersetzungen die Erfahrungen eine Klosters aus Sri Lanca ein und bei einem Aufenthalt in London, weitere archäologische Kenntnisse mit.
Vom Hintergrund des Übersetzers Zimmermann, weiß ich nur, dass er auf Ersuchen von Aya Kema, die Mittlere Sammlung des Pali-Kanons übersetzte.
Sicher siehst du schon, dass ich die Übersetzung von Neumann favorisiere und ich kann sie auf Grund meines umfangreichen Studiums auch empfehlen:
Neumann, Karl-Eugen: Die Reden Gotamo Buddhos, 1.Gedichte der Mönche und Nonnen 2. Mittlere Sammlung, 3.Längere Sammlung. Die dritte Sammlung, allein genügt schon.

kesakambalo

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