Alternative zum Buddhistischem Zentrum Heilbronn

Moderator: kilaya

Hallo,

kann mir jemand Alternativen zum Buddhistischen Zentrum Heilbronn rund um Heilbronn oder Mosbach nennen? Ich kann leider im Internet nicht viel finden.

Vielen lieben Dank.
Markus
herkloma hat geschrieben:
kann mir jemand Alternativen zum Buddhistischen Zentrum Heilbronn rund um Heilbronn oder Mosbach nennen? Ich kann leider im Internet nicht viel finden.

Kennst Du die Gruppensuche auf der DBU-Webseite?
http://www.buddhismus-deutschland.de/gr ... undesweit/
Für Heilbronn wird nur das eine Diamantweg-Zentrum angezeigt, für Mosbach nichts. Suche mit PLZ 74 ergibt eine weitere Gruppe in Schwäbisch-Hall und eine in Bad Rappenau. Mit Suche nur mit PLZ 7 ist die Auswahl dann schon recht umfangreich - wenn auch sicher weniger ortsnah (mit 6 und 9 könntest Du auch mal schauen). Wobei Ortsnähe mE kein entscheidendes Kriterium sein sollte.

Übrigens - nach meinen Beobachtungen setzt der Diamantweg gerade auf Ortsnähe als 'Rekrutierungsstrategie', was die sehr große Anzahl der 'Zentren' erklärt. In vielen Fällen handelt es sich um 'Wohnzimmer-Zentren' deren Leiter nicht notwendig kompetente Ansprechpartner sind. Aber sie sind halt vor Ort ...

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Hallo Sudhana.

Vielen Dank für deine Antwort. Auf deiner genannten Seite habe ich schon geschaut.
Schwäbisch Hall schließe ich aus (Diamantweg) und Bad Rappenau habe ich schon angerufen. Das ist leider keine Gruppe, nur Veranstaltungen zum meditieren in unregelmäßigen Abständen.

Wie oft sollte man denn eine Gruppe besuchen? Muss ich überhaupt eine Gruppe besuchen?
Sudhana hat geschrieben:
Übrigens - nach meinen Beobachtungen setzt der Diamantweg gerade auf Ortsnähe als 'Rekrutierungsstrategie', was die sehr große Anzahl der 'Zentren' erklärt. In vielen Fällen handelt es sich um 'Wohnzimmer-Zentren' deren Leiter nicht notwendig kompetente Ansprechpartner sind. Aber sie sind halt vor Ort ...

Das stimmt so nicht - es gibt halt einfach im Diamantweg wesentlich mehr Mitglieder als in den anderen Schulen, auf Deutschland bezogen jedenfalls. Wie das abläuft ist bei vielen Schulen gleich. Es treffen sich ein paar Interessierte vor Ort, es entsteht eine Gruppe, und wenn die regelmäßig viele Leute anzieht, dann überlegt man, ob man sich als Zentrum organisiert. Es wird niemand strategisch platziert, sondern es handelt sich um ein organisches Wachstum. Dabei wird viel Wert darauf gelegt, dass möglichst jeder in der Lage ist, grundlegende Sachen vernünftig zu beantworten. Einen "Leiter" gibt es weder in den Gruppen noch in den Zentren. Wer was gut kann, macht es eben so gut wie möglich. Und wenn die Informationen nicht ausreichen, kann man an Kursen teilnehmen, es werden Reiselehrer eingeladen oder man besucht mal ein nächstgrößeres Zentrum, wo kompetente Dharmalehrer vor Ort sind.

Ob einem der Stil im Diamantweg passt oder nicht, ist eine andere Frage und ich kann verstehen, wenn man sich damit nicht wohlfühlt oder gar davon abgestossen wird. Ich will nur deutlich machen, dass es so wie im Zitat beschrieben nicht abläuft. Wenn man es nicht von Innen kennt, mag das so erscheinen, weil wirklich oft nur Diamantwegs-Zentrum oder Gruppe in der Nähe ist. Aber das liegt wie gesagt schlicht daran, dass es da entsprechend viele Leute gibt. Ich kann das aus internem Wissen sagen, ich habe den gesamten Prozess der Enstehung einer Gruppe über die Vereinsbildung bis hin zu einem Zentrum mit öffentlichen Räumlichkeiten mitgestaltet. (in den 90ern, bis ich 2001 ausgetreten bin)
herkloma hat geschrieben:
Wie oft sollte man denn eine Gruppe besuchen? Muss ich überhaupt eine Gruppe besuchen?

Da gibt es kein Muß, aber eine Gruppe ist schon hilfreich. Wenn Du aber eine Gruppe findest, die für Dich passt, aber Du kannst nur 1x / Monat hin, weil es zu weit weg ist, ist das besser als wenn man sich mit irgendwas arrangiert, nur weil es in der Nähe ist. Durch das Internet kann man zumindest einen Teil des Kontakts und Austausches ja heute auch auf Entfernung pflegen. Es gibt auch Leute, die besuchen ein paar mal im Jahr einen Kurs und praktizieren ansonsten alleine Zuhause.
kilaya hat geschrieben:
herkloma hat geschrieben:
Wie oft sollte man denn eine Gruppe besuchen? Muss ich überhaupt eine Gruppe besuchen?

Da gibt es kein Muß, aber eine Gruppe ist schon hilfreich. Wenn Du aber eine Gruppe findest, die für Dich passt, aber Du kannst nur 1x / Monat hin, weil es zu weit weg ist, ist das besser als wenn man sich mit irgendwas arrangiert, nur weil es in der Nähe ist. Durch das Internet kann man zumindest einen Teil des Kontakts und Austausches ja heute auch auf Entfernung pflegen. Es gibt auch Leute, die besuchen ein paar mal im Jahr einen Kurs und praktizieren ansonsten alleine Zuhause.



Den Satz "Praktizieren alleine zu Hause" finde ich nicht richtig. Praxis findet überall im Alltag statt, im Büro, in der Bahn u.s.w. Wenn Du eine formale Meditation auf dem Kissen meinst, dann wäre das Wort Meditation angebrachter wie "Praktizieren"!
Sherab Yönten hat geschrieben:
Den Satz "Praktizieren alleine zu Hause" finde ich nicht richtig. Praxis findet überall im Alltag statt, im Büro, in der Bahn u.s.w. Wenn Du eine formale Meditation auf dem Kissen meinst, dann wäre das Wort Meditation angebrachter wie "Praktizieren"!

Ja, das ist ein wichtiger Aspekt! Ich denke auch, dass Praxis überall und zu jeder Zeit stattfindet, und dann eben auch formal auf dem Kissen.
herkloma hat geschrieben:

Wie oft sollte man denn eine Gruppe besuchen? Muss ich überhaupt eine Gruppe besuchen?


Zur ersten Frage: So oft, wie Du willst.
Zur zweiten Frage: Nein.

Viel Erfolg!
Yeshe
Vielen Dank für Eure Antworten.
Leider war nichts unter den genannten Links dabei.
Yoga und die dazugehörige Meditation übe ich bereits selbst und in Kursen.
Aber das hat ja nicht wirklich etwas mit Buddhismus zu tun. Ich werde mir einfach das Buddhistische Zentrum in Heilbronn anschauen und versuchen mir meine Meinung zu bilden.

Viele Grüße
Markus
So, nachdem ich mir ein Buch von Lama Ole Nydahl gekauft habe und 2x im Buddhistischen Zentrum war hat sich leider meine Ahnung bestätigt. Weder der Diamantweg noch das Zentrum ist das was ich suche.
Eins ist jedoch sicher. Der Buddhismus fasziniert mich immer mehr. Ich bin mir auch sicher, dass ich die für mich passende Gruppe finde. Mittlerweile ist mir auch der Weg und die Fahrt egal. Lieber suche ich mir eine Gruppe und ein Stil der zu mir passt, der meinen Vorstellungen entspricht, und fahre dafür vielleicht einmal weniger im Monat.

Viele Grüße
Markus
herkloma hat geschrieben:
Mittlerweile ist mir auch der Weg und die Fahrt egal. Lieber suche ich mir eine Gruppe und ein Stil der zu mir passt, der meinen Vorstellungen entspricht, und fahre dafür vielleicht einmal weniger im Monat.

:like:
herkloma hat geschrieben:
So, nachdem ich mir ein Buch von Lama Ole Nydahl gekauft habe und 2x im Buddhistischen Zentrum war hat sich leider meine Ahnung bestätigt. Weder der Diamantweg noch das Zentrum ist das was ich suche.
Eins ist jedoch sicher. Der Buddhismus fasziniert mich immer mehr. Ich bin mir auch sicher, dass ich die für mich passende Gruppe finde. Mittlerweile ist mir auch der Weg und die Fahrt egal. Lieber suche ich mir eine Gruppe und ein Stil der zu mir passt, der meinen Vorstellungen entspricht, und fahre dafür vielleicht einmal weniger im Monat.

Viele Grüße
Markus


Klingt gut! Finde ich auch toll, dass Du Dich hier so ehrlich noch mal zurückmeldest. In welche Richtung (atmosphärisch, aber auch von der Praxis und den Schwerpunkten der Belehrungen) gehen denn Deine Interessen?

VG
Yeshe
Hallo Yeshe,

ich probiere jetzt Zen aus. In Heilbronn gibt es eine Zen Gruppe die aber leider außschließlich meditiert. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man Buddhismus richtig ausüben kann, nur mit einer Meditationsgruppe. Ob das was für mich ist werde ich ausprobieren.
Zusätzlich kann ich das Zen Kloster in Buchenberg besuchen. Ob mich das allerdings glücklich macht kann ich auch noch nicht sagen. Am Montag abend werde ich aber schlauer sein.
Wenn das für euch ok ist werde ich euch weiterberichten.

Eine Frage hätte ich an euch...Wie weit wäre es euch "wert" zu fahren, und wie oft würdet ihr das tun?

Liebe Grüße
Markus
Hallo Markus,
in Ergänzung zum gemeinsamen "Sitzen" in der Zengruppe kannst du ja einen online-Kurs über Buddhismus belegen. Es gibt da inzwischen ziemlich gute Angebote. Meist eher aus dem tibetischen oder Vipassana-Bereich, aber ich denke, das schadet nicht, wenn man etwas tolerant ist und nicht versucht, die Terminologien zusammenzuzwingen.
Grüße, Jojo
Kannst du mir da Tips geben wo ich mich am besten mit Online Kursen belesen kann?
herkloma hat geschrieben:
Hallo Yeshe,

ich probiere jetzt Zen aus. In Heilbronn gibt es eine Zen Gruppe die aber leider außschließlich meditiert. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man Buddhismus richtig ausüben kann, nur mit einer Meditationsgruppe. Ob das was für mich ist werde ich ausprobieren.
Zusätzlich kann ich das Zen Kloster in Buchenberg besuchen. Ob mich das allerdings glücklich macht kann ich auch noch nicht sagen. Am Montag abend werde ich aber schlauer sein.
Wenn das für euch ok ist werde ich euch weiterberichten.

Eine Frage hätte ich an euch...Wie weit wäre es euch "wert" zu fahren, und wie oft würdet ihr das tun?

Liebe Grüße
Markus


Ich bin immer so weit gefahren, wie ich es mir leisten konnte. Das weiteste waren gut 8.000 km.
Brauch man eine Gruppe ( Sangha) ? Da das im tibetischen Buddhismus auch einer der 3 Zufluchtsobjekte ist, werden die sich schon was dabei gedacht haben. Für mich wäre Buddhismus ohne Sangha unmöglich. Kann sein, wenn man nur meditieren will, dass das ohne Gruppe geht. Dann sitzt man halt jeden Tag vor einer Wand und muss es mit sich selbst abmachen, ob es vertane Zeit ist, oder ob ein Sinn darin liegt. Ich selbst bin im tibetischen Buddhismus zu Hause, karma kagyu. Es gibt bei dieser Linie einige Zentren in der BRD und es besuchen auch einige Lehrer/Lamas die BRD ( oder leben gar permanent hier). Die Vorstellung ich könne mich auf Dauer alleine mit dem tib Buddhismus beschäftigen, ohne zu Belehrungen der Lamas zu gehen, ohne die verschiedenen Sanghen zu treffen, ist mir total Fremd. Ich würde so viel Potential verschenken. Wenn irgendwo ein Lama eine Belehrung gibt, dann fahr ich da hin, wenn es mich interessiert. Ich bin so schon nach München, Hamburg, Klagenfurt, Wien, London, Eifel, Bonn, Nürtingen, Berlin und nach Indien gekommen. Ok ich mag ein extremer Fall sein, und kann mir das als Single alles leisten. Meine Sangha hat ein Zentrum im Schwarzwald, da bin ich 2 -4 mal im Jahr, eines in London (da bin ich alle paar Jahre mal) und sie treffen sich zum Sommercamp in Frankreich jedes Jahr. Das Sommercamp ist immer der Höhepunkt des Jahres für mich. Hier in Saarbrücken, wo ich wohne gibt es zZ 2 buddhistische Gruppen. Bei der Einen bin ich auch Mitglied und habe lose Verbindungen zu ihnen und mache bei einigen Veranstaltungen im Jahr mit.
Ich schätze die Gruppe/Sangha auch als korrektiv. Wenn man sich gegenseitig austauscht, sagen sie einem schon wenn man sich irgendwo verrannt hat, gerade im bunten tib Buddhismus, mit den 1000 verschiedenen Facetten, kann man sich leicht irgendwelche Fantasiegebilde zurechtspinnen. Oder aber man bekommt Bestätigung und sieht, dass manches vieleicht doch in der richtigen Bahn läuft. Ausserdem ist es motivierend, wenn man in der Gruppe Leute trifft, bei denen man sich das Eine oder Andere abschauen kann, die Vorbild sein können, und wenn man dort Fragen beantwortet bekommt.

Die Vorstellung, dass ich mich ganz alleine damit beschäftigen würde, sprich eine formelle Praxis für mich, und dann Textstudium, ohne Rückmeldungen mit Anderen ist mir sehr Fremd. Gerade im tib. Buddhismus sind die Texte oft in Liedform, sehr blumig im Ausdruck, sie kommen aus einer total anderen Kultur, aus einer anderen Zeit, sie benutzen andere Bilder in Vergleichen, sie haben Andere Tabus, wo dann nur noch umschrieben und ausgelassen wird. Dann kann ich die Texte nur in einer Übersetzung lesen. Der Gedanke, dass dann beim Textstudium keine Missverständnisse aufkommen würden ist für mich illusorisch/utopisch. Dass man Nuancen nicht verlieren würde.... und wahscheinlich sind es dann gerade die wichtigen. Also Textstudium schreit für mich geradezu nach einer Sangha, damit man dann mal nachprüfen kann ob man das so richtig verstanden hat.
herkloma hat geschrieben:
Kannst du mir da Tips geben wo ich mich am besten mit Online Kursen belesen kann?

in den folgenden Beiträgen findest du einige Hinweise
Fernkurs / Studium Buddhismus (in) Anfängerbereich
Studium (in) Anfängerbereich
nyalaana hat geschrieben:
Brauch man eine Gruppe ( Sangha) ? Da das im tibetischen Buddhismus auch einer der 3 Zufluchtsobjekte ist, werden die sich schon was dabei gedacht haben.


Das ist ein mehrfaches Missverständnis. Buddha, Dharma, Sangha sind die Zufluchtsobjekte im gesamten Buddha-Dharma, nicht nur im "tibetischen Buddhismus". Objekt der Zuflucht ist dabei immer der verwirklichte (!!!) Sangha und nicht die Kollegen im Zentrum. So sagt auch Gampopa im "Kostbaren Schmuck der Befreiung": "Die Zufluchtsobjekte wahrer Erkenntnis sind der Buddha, (...) der edle Dharma (...), und die Sangha, die aus den Bodhisattvas auf den Stufen des Erwachens besteht"

Yeshe
Yeshe hat geschrieben:
nyalaana hat geschrieben:
Brauch man eine Gruppe ( Sangha) ? Da das im tibetischen Buddhismus auch einer der 3 Zufluchtsobjekte ist, werden die sich schon was dabei gedacht haben.


Das ist ein mehrfaches Missverständnis. Buddha, Dharma, Sangha sind die Zufluchtsobjekte im gesamten Buddha-Dharma, nicht nur im "tibetischen Buddhismus". Objekt der Zuflucht ist dabei immer der verwirklichte (!!!) Sangha und nicht die Kollegen im Zentrum. So sagt auch Gampopa im "Kostbaren Schmuck der Befreiung": "Die Zufluchtsobjekte wahrer Erkenntnis sind der Buddha, (...) der edle Dharma (...), und die Sangha, die aus den Bodhisattvas auf den Stufen des Erwachens besteht"


Die verwirklichte (!!!) Sangha ist wohl nicht immer das Zufluchtsobjekt, wie zum Beispiel MN 60 und dutzende andere Lehrreden zeigen:

Wir nehmen Zuflucht zu Meister Gotama und zum Dhamma und zur Sangha der Bhikkhus. Möge Meister Gotama uns von heute an als Laienanhänger, die zu ihm lebenslang Zuflucht genommen haben, annehmen. (https://suttacentral.net/de/mn60)
Lieber Markus
Ich bin sehr weit gereist,wenn ich die Möglichkeit hatte mir wichtige Vorträge ,Seminare,Klausuren,Einweihungen zu empfangen.
Das habe ich nicht bereut,auch wenn die Belehrung mitunter völlig anders war als ich sie erwartet hatte.
Meiner Erfahrung nach ist das eine sehr individuelle Sache ob man regelmässige Veranstaltungen besuchen mag oder ein paar mal im Jahr weite Strecken zurücklegt um Klausuren zu machen,Einweihungen zu erhalten oder sich im Studium fortzubilden.
Es gibt Menschen denen der wöchentliche Austausch beim Sanghaabend oder Meditationskurs viel hilft .
Andere praktizieren lieber für sich alleine und besuchen seltener Veranstaltungen.
Da hat jeder seine Gründe und folgt seinen Bedürfnissen.

Mit freundlichen Grüßen
pamokkha hat geschrieben:
Die verwirklichte (!!!) Sangha ist wohl nicht immer das Zufluchtsobjekt, wie zum Beispiel MN 60 und dutzende andere Lehrreden zeigen:

Wir nehmen Zuflucht zu Meister Gotama und zum Dhamma und zur Sangha der Bhikkhus. Möge Meister Gotama uns von heute an als Laienanhänger, die zu ihm lebenslang Zuflucht genommen haben, annehmen.


Stimmt, das habe ich mich selbst nicht korrekt ausgedrückt. Meine Aussage bezüglich der verwirklichten Sangha galt für Mahayana und Vajrayana, wozu die Karma-Kagyü-Tradition ja gehört. Und selbst beim von Dir zitierten Sutta sind es ja die voll ordinierten Mönche, zu denen Zuflucht genommen werden soll, und nicht die anderen Upāsakas bzw. Upāsikās. Danke dennoch für den völlig berechtigten Einwand!

VG
Yeshe
Habe noch ein passendes Zitat zu meiner Position gefunden:

Mātṛceṭa sagt im Triratnastotra:

Homage to the Āryasangha,
who have purified the obscuration of affliction and the obscuration of knowledge,
removing them gradually with antidotes, dwelling on the stages,
benefitting sentient beings, and purifying buddhafields.

andere Übersetzung:
To him who gradually removes the klesavaraiJa and the jiieyavaraiJa
by antidotes and dwells on the bhümis, who brings about benefits
for the beings and purifies the Buddha-fields, bornage to the
noble and great Sangha!

Auf deutsch in etwa:
Verehrung der edlen Sangha,
die die Trübungen des Leides und die Trübungen des Wissens gereinigt hat, indem sie diese sie stufenweise mit Gegenmitteln beseitigte; ihr seid auf den Bodhisattvastufen und nutzt fühlenden Wesen und reinigt die reinen Länder.
Liebe Mitschreiber und Mitleser/innen,

nun habe ich Zen Medidation ausprobiert.Leider hat dies meiner Meinung nach überhaupt nichts mit Buddhismus zu tun. In der Zen Gruppe ging es rein ums still sitzen und nicht mehr.
Aber ich gebe nicht auf.... :)
:lol: :lol: :lol:

Du wirst schon was finden, das deinen Vorstellungen entspricht. Und wenn nicht, bleibt dir immer noch die Möglichkeit, deine Vorstellungen zu hinterfragen.
Apropos, wie sind die denn? Was muss deiner Meinung nach gegeben sein, um Buddhismus so richtig auszuüben?

Aber ich gebe nicht auf.... :)

Schade. :wink:
Hallo Festus,

ich habe genaue Vorstellungen über meine suchende Sangha.
Diese sollte der Theravada Tradition angehören. Und wie schon geschrieben...
das ist leider bei uns in der Nähe nicht zu finden.
herkloma hat geschrieben:
Liebe Mitschreiber und Mitleser/innen,

nun habe ich Zen Medidation ausprobiert.Leider hat dies meiner Meinung nach überhaupt nichts mit Buddhismus zu tun. In der Zen Gruppe ging es rein ums still sitzen und nicht mehr.
Aber ich gebe nicht auf.... :)


Hallo herkloma,

im Zen Buddhismus ist "stilles Sitzen" eine wesentliche Praxis. Für einen Anfänger wäre es aber schon wichtig, auch etwas über buddhistische Philosophie zu erfahren. Wurde diesbezüglich in der Zen Gruppe gar nichts angeboten?
herkloma hat geschrieben:
nun habe ich Zen Medidation ausprobiert.Leider hat dies meiner Meinung nach überhaupt nichts mit Buddhismus zu tun. In der Zen Gruppe ging es rein ums still sitzen und nicht mehr

Nun ja - Zazen ist nicht einfach "still sitzen" - das hätte in der Tat wenig mit Buddhismus zu tun. Was nun Zazen ist, erschließt sich auch sicher nicht durch 'mal ausprobieren'. Dass es da um "nicht mehr" geht, ist schon zutreffend. Das "mehr" ist halt überflüssiges Beiwerk und unnötiger Firlefanz - Zen ist da ziemlich reduktionistisch und man ist da in der Regel gerade der Auffassung, dass das "mehr" im Gegensatz zu Zazen "überhaupt nichts mit Buddhismus zu tun hat".

Ich vermute mal, Du vermisst da etwas den theoretischen Background / Überbau, das 'Belehren' - so interpretiere ich jedenfalls Deine Anfrage wegen Online-Kursen. Nun ist es im Zen so, dass die Übertragung des Dharma nicht auf verbaler / intellektueller Ebene geschieht, sondern auf einer sehr viel "animalischeren" (ungeteilter Geist und Körper) - eben durch die Übung des Zazen. Das erschließt sich dem Übenden allerdings, wie schon geschrieben, idR nicht auf Anhieb. Das heisst nun nicht, dass es im Zen ein Tabu sei, sich auch auf theoretischer Ebene mit dem Buddhadharma zu befassen, aber das geht dann eher in Richtung Hobby und Privatvergnügen. Und man sollte dann auch darauf achten, dass nicht das theoretische Studium das 'Verständnis' des Zazen formt sondern umgekehrt das Zazen das Verständnis der Theorie ...

Jedenfalls ist dieser Zugang nicht jedermanns Sache, was aber auch kein Problem ist. Es heisst, es gäbe 84.000 Dharma-Tore; bleiben Dir also immer noch 83.999 ...

Eine Anmerkung noch zum Studium. Meines Erachtens gibt es durchaus brauchbare Online-Angebote, jedoch ist es empfehlenswert, sich zuvor schon einmal mit den Grundlagen vertraut zu machen. Dazu sind wiederum - so jedenfalls meine Meinung - Bücher nicht nur empfehlenswert sondern sogar unverzichtbar. Erst dann kann man die Qualität von Online-Angeboten (die darüber hinaus zumeist Angebote einer spezifischen Tradition sind) auch beurteilen. Natürlich gibt es bei Büchern zum Thema Buddhismus auch viel Schrott (SEHR viel mehr als Brauchbares); es daher sinnvoll, sich zumindest zu Beginn an die Standardliteratur für religionswissenschaftliche Studiengänge zu halten. M.E. darunter besonders empfehlenswert:

Richard Gombrich, Heinz Bechert (Hrsg.)
Der Buddhismus. Geschichte und Gegenwart
C.H.Beck, 3. Auflage 2008

Edward Conze
Der Buddhismus. Wesen und Entwicklung.
Kohlhammer, 10. Aufl. 1996 (leider derzeit nur antiquarisch erhältlich)

Michael von Brück
Einführung in den Buddhismus
Verlag der Weltreligionen im Insel Verlag, 4. Auflage 2007

ein persönlicher Favorit von mir (allerdings nicht gerade leichtverdauliche Kost):
Karl-Heinz Brodbeck
Buddhismus interkulturell gelesen
Traugott Bautz, 1. Auflage 2005

Alle vier sind frei von einem schulspezifisch verengten Blick und vor allem die ersten drei sehr gut geeignet für Interessierte, die hinsichtlich der Übertragungstradition, die sie für sich als geeignet ansehen und vertiefen möchten, noch unentschlossen sind. Natürlich auch für Buddhisten, die sich in eine bestimmte Tradition gestellt haben und mal über den Tellerrand hinausblicken wollen. Abschließend noch der Hinweis, dass für das traditionsübergreifende Studienprogramm der DBU (http://www.buddhismus-deutschland.de/un ... m-der-dbu/) zumindest für einige Module mittlerweile auch eine Online-Option angeboten wird - allerdings nicht kostenfrei.

()

P.S.: Warst Du da bei Daishin-Zen? Möglicherweise wird da tatsächlich nur still gesessen ... :)
Hallo Festus,

ich habe genaue Vorstellungen über meine suchende Sangha.
Diese sollte der Theravada Tradition angehören. Und wie schon geschrieben...
das ist leider bei uns in der Nähe nicht zu finden.


Hello herkloma,
verstehe nicht was Du nun willst? - habe Dir genau eine solche Gruppe in Deiner Nähe per PM
geschickt - paßt zu Deiner Vorstellung. Diese Gruppe kenne ich sehr gut und ist absolut integer und Du lernst sehr, sehr viel über die Tradition des Theravada.

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