Spiritualität bei Shizophrenie?

Moderator: kilaya

Varadinno hat geschrieben:
Es ist eigentlich unmöglich, hier einen ungefährlichen Rat zu erteilen.
Obwohl ich im medizinischen Sektor arbeite, wäre ich sehr vorsichtig, dich zur Meditation zu ermuntern. "Krankheit" (also auch Schizophrenie) ist immer etwas sehr subjektives. Allgemeingültige Ratschläge greifen da wohl immer zu kurz. Ich würde mit einem Therapeuten oder Psychiater/Neurologen meines Vertrauens (der dich und die Ausprägung deiner Erkrankung auch kennt (Anamnese/Medikation etc.)) sprechen und ihn fragen, was er zu deinem Wunsch meint. Nur jemand, der mit deiner Fallgeschichte wirklich vertraut ist, kann dir da wohl helfen. Natürlich wäre es hilfreich, wenn der Betreffende auch weiß, was Meditation überhaupt ist.

Lieber Varadinno,

all das, was Du schreibst, war in diesem Forum auch schon mal Konsens... :x
Axel hat geschrieben:
all das, was Du schreibst, war in diesem Forum auch schon mal Konsens... :x


Die Gefahr von der Varadinno schreibt, ist ernstzunehmen: Wenn jemand psychisch labil ist, dann kann Meditation das natürlich sehr verstärken. Und wenn man so labil ist, dass man sich schwer tut Vision und Wirklichkeit zu unterschieden, dann ist die Gefahr natürlich noch grösser, dass man sich da in etwas hineinsteigert und den Bezug zur Wirklichkeit verliert.

Auf der anderen Seite kann man da natürlich auch das Kind mit dem Bade ausschütten: In der Religionsgeschichte gab es ja viele sehr sensible Leute, die auch zu Visionen neigten, nennen wir mal Paulus, Johannes vom Kreuz, Franziskus usw. Wäre es womöglich besser gewesen, die hätten einenn guten Psychiater gehabt, der ihnen von Religion abgraten hätte uns stattdessen vielleicht Medikamente verschreiben hätte? Ich weiss es ehrlich gesagt nicht.
Ich lese sehr viel in dem Forum.

Ich las gerade: Wenn in einer Mediation heftige Effekte auftreten wird man sich eventuell in Illusion verstricken und am Ende in der Psychiatrie landen.

Irgendwie ist das alles doch strange. Ich verstehe dass man so biegsam sein muss, dass man nicht an einzelnen Ecken und Kanten hängen bleibt, so dass man immer weiter gehen kann.

Aber prinzipiell ist das eintreten in neue Sphären ja prinzipiell dem Buddhismus nicht fremd.

Handelt es sich um eine Manipulation um dem Reisenden zu helfen? Psychiatrie muss ja auch nicht unbedingt ein Zeichen für die totale spirituelle Niederlage sein - vielleicht ist es ja sogar ein Sieg?

Der erleuchtete erwachte Buddha - wenn er jetzt vor mir stehen würde - würde wahrscheinlich einen Arzt Kittel tragen und sagen: Sie sind in einer akut Phase, sie müssen dringend behandelt werden.

:sunny:
Decay hat geschrieben:
Der erleuchtete erwachte Buddha - wenn er jetzt vor mir stehen würde - würde wahrscheinlich einen Arzt Kittel tragen und sagen: Sie sind in einer akut Phase, sie müssen dringend behandelt werden.


Erwacht ist ja prinzipiell mal "aus dem Traum erwacht". Also frei von jeden Illusionen, mögen sie jetzt unagenehm sein oder angenehm.
@void: ich gehe vollkommen konform mit deiner Sichtweise, was die Definition "Krankheit" (und deren Flexibilität - Grüße an die Pharmaindustrie!) angeht. Nichtsdestotrotz würde ich mir nicht anmaßen, jemandem (den ich zumal nur durch ein paar geschriebene Sätzen "kenne") zur Meditation zu raten, wenn er eine labile Psyche hat. Ich habe nur zur Vorsicht gemahnt. Ich habe schon einige Menschen in Klöstern getroffen, die sich dort Hilfe für ihre psychischen Probleme (die zum Teil offensichtlich extrem waren) erhofft hatten. Das kann m. E. weder ein Kloster - noch Meditation leisten. Und natürlich gibt es auch Fehldiagnosen. Aber bevor jemand seinen Zustand durch Meditation verschlechtert, finde ich es durchaus wichtig, auf eventuelle Gefahren hinzuweisen. Was der Leser dann entscheidet - nun, das ist eben genau das: seine eigene Entscheidung. Und je mehr Informationen er dazu bekommt (von verschiedenen Seiten) desto besser, oder?
Varadinno hat geschrieben:
Nichtsdestotrotz würde ich mir nicht anmaßen, jemandem (den ich zumal nur durch ein paar geschriebene Sätzen "kenne") zur Meditation zu raten, wenn er eine labile Psyche hat.


Ja, da hast du recht. Ich denke Meditation kann ja auch schon bei nicht-labilen Leuten dazu führen, dass sie an irgendwelchen "spirituellen Erfahrungen" anhaften. Und sich womöglich für erleuchtet halten und Jünger um sich scharren. Und wenn man schon ohne Meditation Visionen hat, dann ist die Gefahr vielleicht noch größer.
Varadinno hat geschrieben:
Nichtsdestotrotz würde ich mir nicht anmaßen, jemandem (den ich zumal nur durch ein paar geschriebene Sätzen "kenne") zur Meditation zu raten, wenn er eine labile Psyche hat.

Und zum einfachen überqueren einer Straße würde ich
bei labiler Psyche schon vorher abraten. Nachher rennt
er noch gegen ein Auto oder springt von einer Brücke.
Es muss im Buddhismus ja auch bekannt sein -

dass es so viele Menschen mit so vielen Persönlichkeiten gibt -

dass man vielleicht so manchem "gesunden" Mensch erstmal raten würde, seine Umgamgsformen zu überdenken bevor man ihn zu Praktiken führt,

man sollte sich vielleicht auch stets ein Bild machen von dem "Kranken" machen.

Zum Beispiel verliere ich immer mehr gewisse Ängste während ich mit euch rede - weil man mich gut behandelt - was in meinem Empfinden nicht nur das Leid reduziert - sondern auch zu einer gewissen Form im Forum führen kann - die eben nicht "nervt"

:like:
Für mich war und ist zentral, dass wir alle Menschen sind. Schubladen helfen nur bedingt weiter. Unter anderem können sie ausgrenzen, abgrenzen, abtun. Jeder Mensch darf schauen, was ihm hilft!
@Lucy: da stimme ich dir vollkommen zu. Allerdings gilt es zu beachten, dass es Menschen gibt, die ihre eigene Situation nicht (oder nicht mehr) "realistisch" einschätzen können. Ich gabe solche Menschen schon gepflegt - sie sind dermaßen in ihrer Alktagskompetenz eingeschränkt, dass es für sie wirklich ein Problem gewesen wäre, unbeschadet eine Straße zu überqueren. Diese Menschen wussten nicht mehr, was ihnen gut tut oder hilft - das war von außen für mich erkennbar und manche haben das auch so kommuniziert (wenn sie noch dazu in der Lage waren). Es gibt fast unendlich viele Ausprägungen, Nuancen in der menschlichen Psyche. Pauschalisierungen sind hier m. E. nicht wirklich zielführend.
Varadinno hat geschrieben:
@Lucy: da stimme ich dir vollkommen zu. Allerdings gilt es zu beachten, dass es Menschen gibt, die ihre eigene Situation nicht (oder nicht mehr) "realistisch" einschätzen können. Ich gabe solche Menschen schon gepflegt - sie sind dermaßen in ihrer Alktagskompetenz eingeschränkt, dass es für sie wirklich ein Problem gewesen wäre, unbeschadet eine Straße zu überqueren. Diese Menschen wussten nicht mehr, was ihnen gut tut oder hilft - das war von außen für mich erkennbar und manche haben das auch so kommuniziert (wenn sie noch dazu in der Lage waren). Es gibt fast unendlich viele Ausprägungen, Nuancen in der menschlichen Psyche. Pauschalisierungen sind hier m. E. nicht wirklich zielführend.


Ich kenne Schizophrene die so unglaublich krank sind - dass man sie durchaus im Gang stehen lässt - damit sie in aller Ruhe die Wand angucken können <- Selbst da gibt es Unterschiede: Ich habe eine solche Person nach dem Weg gefragt, obwohl ich den Weg bereits kannte, nur um ihn zu beschäftigen - und er kannte den Weg nicht. Andere hätten vielleicht garnicht antworten können.

Die meisten Leute die "Schizophren" sind, unterscheiden sich allerdings dermaßen voneinander. Von den Fehldiagnosen mal abgesehen.

Die Therapie bedeutet 100% Askese und vielleicht sogar 200% Leid - und ich bin sogar fast sicher - dass gewisse Mediationsformen wahrscheinlich besser wären - als dass die Leute versuchen sich mit Drogen zu behandeln. Grade weil bestimmte Energien freigesetzt werden können.

Ich hoffe dass es nicht bereits gegen die Forenregeln oder sonstige Regeln verstößt das zu sagen :-/

:heart: :rainbow: :sunny:
@varadino - vermutlich sind das aber nicht die Menschen, die hier nach Austausch suchen, was meinst du?
@Lucy: ich habe keine Ahnung. Ich bin auch kein Psychiater. Alles was ich sagen will: Es gibt Kontraindikationen für Meditation. Deshalb sollte man bei einer diagnostizierten psychischen Erkrankung vorsichtig sein. Zum Thema "Definition Krankheit" habe ich mich schon geäußert. Ebenso zum Thema "Fehldiagnose". Und natürlich gibt es so etwas wie "Autonomie". Die spreche ich hier auch niemandem ab. Es ist nur fraglich, ob jeder, der auf dieser Website unterwegs ist, weiß, was gut für ihn ist oder was ihm hilft. Ich habe Psychotiker in Klöstern erlebt (einem wurden - Zitat - vom "MAD die Chakren mit Mikrowellenstrahlen ausgebrannt, weil ich der Messias bin") Bist du der Meinung, dass Meditation da ein probates Mittel der Selbsthilfe ist? Mit so einer Aussage/ Vermutung wäre ich persönlich deshalb vorsichtig ("Jeder Mensch darf schauen, was ihm hilft")
Ich hatte heut viel beobachtet und nachgedacht als ich Besuch hatte. Ich war allerdings auch eine gute Gesellschaft und wir haben viel gewitzelt ;-)

Jetzt gerade bin ich traurig. Nachdem mich meine Freundin verlassen hatte, wenige Tage vor der Verlobung, denke ich manchmal, dass der Heiratsantrag noch aktuell ist - und ich meine spirituelle Begleiterin erreiche - indem ich die letzten Schritte des Bewusstseins und in eine neue Welt nehmen muss.

Randbemerkung: Ich denke oft dass die Frau, die mich in Gedanken und Visionen begleitet, auch oft körperlich anwesend ist. Und sogar oft Beziehungen mit führt

Wie in meinem ersten Thread berichtet hat das eine endlose Vorgeschichte und war ein langer Weg.
Ich war zuvor auch nie verheiratet, nichtmal verlobt, aber hatte tausend Beziehungen.

Durch Angst und Wut die ich empfinde, verstricke ich mich in endloses Gerede, dass niemand versteht, wenn ich vor authoritäts Personen stehe, die über mich entscheiden, bzw. mich behandeln sollen. Dann wurden meine Gefühle durch Medikamente ziemlich verbrannt.

Ich schreibe lediglich um meine Erkenntnis niederzuschreiben: Entweder sind alle anderen verrückt oder ich bin verrückt.

:rainbow:
:om:
an meinem Satz kann ich nichts verkehrtes finden, liebe/r varadinno.

Jeder darf schauen, was ihm hilft - und ich wünsche jedem das Glück, das individuell richtige zu finden, um Heilung zu erfahren (wohl wissend, dass nicht jeder dieses Glück hat).

Aber dennoch verstehe und respektiere ich deine Haltung.
@Lucy: ich habe auch nicht geschrieben, dass etwas an deinem Beitrag "verkehrt" sei. Nur finde ich, dass man hier eine gewisse Verantwortung trägt, wenn man in diesem Kontext etwas postet. Und die menschliche Psyche ist - manchmal - ein fragiles "Ding". Zu der Thematik habe ich jetzt eigentlich auch - aus meiner Sicht - alles gesagt, was ich zu sagen hatte. Ich wiederhole mich auch gerne: wie auch immer ein Leser dieses Threads sich letztendlich entscheidet - das muss (und soll) er eben selbst entscheiden. Eigenverantwortung - also genau das, was mich am Buddhismus immer angezogen hat.
Thema "Glück" : ich sehe es eher als karmisch bedingt, wo wir stehen. ("Wesen mit viel - oder wenig - Staub auf den Augen")
Ich bin übrigens ein Mann: also "liebeR Varadinno". Worauf das "o" am Ende von Varadinno hinweist - in meiner Tradition das Maskulinum des Pali-Namens.
Danke für deinen Respekt und dein Verständnis. Sollte ich in meinen Beiträgen übrigens jemanden verletzt haben, so war das nicht meine Intention. War das der Fall, so bitte ich hiermit um Verzeihung.
@Lucy: ich habe auch nicht geschrieben, dass etwas an deinem Beitrag "verkehrt" sei. Nur finde ich, dass man hier eine gewisse Verantwortung trägt, wenn man in diesem Kontext etwas postet. Und die menschliche Psyche ist - manchmal - ein fragiles "Ding". Zu der Thematik habe ich jetzt eigentlich auch - aus meiner Sicht - alles gesagt, was ich zu sagen hatte. Ich wiederhole mich auch gerne: wie auch immer ein Leser dieses Threads sich letztendlich entscheidet - das muss (und soll) er eben selbst entscheiden. Eigenverantwortung - also genau das, was mich am Buddhismus immer angezogen hat.
Thema "Glück" : ich sehe es eher als karmisch bedingt, wo wir stehen. ("Wesen mit viel - oder wenig - Staub auf den Augen")
Ich bin übrigens ein Mann: also "liebeR Varadinno". Worauf das "o" am Ende von Varadinno hinweist - in meiner Tradition das Maskulinum des Pali-Namens.
Danke für deinen Respekt und dein Verständnis. Sollte ich in meinen Beiträgen übrigens jemanden verletzt haben, so war das nicht meine Intention. War das der Fall, so bitte ich hiermit um Verzeihung.
Da ich sowieso genau das sage,

was offensichtlich alle Verrückten mehr oder weniger sagen

und ich wahrscheinlich nur bestätige wie fragil meine Psyche doch ist. Naja, da kann man sich eine weitere Entwicklung auch schenken ^^
Hallo Decay,

ich hatte bisher noch keine Begegnung mit shizophrenen Menschen, bin auch kein Therapeut oder Mediziner. Beim Lesen hier stelle ich mir daher viele Fragen.

Wie wirst du therapiert (abgesehen von einer Medikation)? Du hast von Askese gesprochen, wie mienst du das?

Merkst du, wenn du in deiner Psychose bist?

Schreibst du hier nur, wenn du nicht in der Psychose bist? Kannst/willst du in der Psychose auch schreiben?

Vielen Dank!
Varadinno hat geschrieben:
Alles was ich sagen will: Es gibt Kontraindikationen für Meditation. Deshalb sollte man bei einer diagnostizierten psychischen Erkrankung vorsichtig sein.


Ja, das ist eine wichtige Aussage.

Und zugleich gibt es sehr verschiedene Formen von "Meditation" mit unterschiedlichen Wirkungen.

Eine Haltung der Akzeptanz und liebender Güte gegenüber allen Aspekten der eigenen Person und gegenüber anderen Menschen zu entwickeln, wird üblicherweise gerade auch bei psychischen Erkrankungen empfohlen.
Das ist Bestandteil vieler Therapieformen und zugleich eine zentrale spirituelle und meditative Praxis. Gerade in der Lehre des Buddha gibt es dazu wichtige Anleitungen, z.B. über Brahmavihara.

Obwohl selbstverständlich vorher der behandelnde Facharzt konsultiert werden sollte, könnte das eine Antwort auf die Ausgangsfrage in diesem Thread sein.

_()_
Spinn off zum 'Facharzt' ... meine körperlichen malessen kann mir kein Facharzt in der Gegend behandeln. Ganz seltene Mediziner gibt es, die in nennenswerter tiefe mit den Details vertraut sind und von denen ich durch Bücher lerne.
Bin ich für mich selbst oder mit Klienten beim Facharzt, passiert es noch immer, dass Mündigkeit unerwünscht ist.
Es ist sehr gut, dass es Ärzte gibt, aber der Berufsstand und das medizinische System hat auch viele Schattenseiten. Dass gerade Ärzte über so viele Situationen die Definitionsgewalt ausüben sollen und müssen, darf hinterfragt werden.
Gerichte haben eine ganz andere Basis, um Urteile zu fällen, ein Arzt entscheidet aufgrund seines Berufsstandes bei unzähligen Vorgängen entscheidend mit.
Sein Urteil hat eine imense Macht in unzähligen Bereichen. Das halte ich für nicht zeitgemäß und wenn ich Arzt wäre, würde mich das enorm stören.
DeepSea hat geschrieben:
Hallo Decay,

ich hatte bisher noch keine Begegnung mit shizophrenen Menschen, bin auch kein Therapeut oder Mediziner. Beim Lesen hier stelle ich mir daher viele Fragen.

Wie wirst du therapiert (abgesehen von einer Medikation)? Du hast von Askese gesprochen, wie mienst du das?

Merkst du, wenn du in deiner Psychose bist?

Schreibst du hier nur, wenn du nicht in der Psychose bist? Kannst/willst du in der Psychose auch schreiben?

Vielen Dank!


Manchmal setze ich mich darüber hinweg, dass ich denke, dass es keinen Sinn macht über gewisse Dinge zu schreiben. Da spielt auch ein gewisses Begehren eine Rolle und ja es führt stets zu Leid ;-)

Im Alltag bin ich eine respekteinflößende Person und selbst wenn ich voll im Rausch wäre - würde das niemand merken. Ich kann sehr gut mit meinem Inneren und dem Äußeren hantieren.

Es kann auch sein, dass die Psychiater und Richter etc. Angst bekommen, wenn ich wütend werde...

@Lucy An Akzeptanz und Güte fehlt es in dem System einfach. Man geht davon aus, dass man psychotischen Menschen sofort die Freiheit und Mündigkeit entziehen muss - ich halte das für ein Gerücht ;-/
Decay hat geschrieben:
Manchmal setze ich mich darüber hinweg, dass ich denke, dass es keinen Sinn macht über gewisse Dinge zu schreiben. Da spielt auch ein gewisses Begehren eine Rolle und ja es führt stets zu Leid ;-)

Das klingt mir doch gesund! Warum sich von irgend einer Ich-Instanz irgend etwas diktieren lassen? Der Prediger sagt 'Du sollst nicht begehren!' und predigt zur Knechtschaft. Doch was kümmern mich der Prediger und seine Predigt? Was predigt er, was ich mir nicht selbst predige? Das Begehren und der Trieb brauchen nicht verleumdet zu werden. Nur die Unschuld fehlt in der Begierde. Unschuldig sind die Disteln, selbst noch in ihrer Bosheit!

Ich denke, dass dem eigenen Leid im Allgemeinen zu viel Aufmerksamkeit geschenkt wird. Das soll das Leiden keineswegs verharmlosen, auch ich habe körperliches und psychisches Leid erfahren, auch zu mir haben Ärzte gesagt 'Jetzt wissen Sie, was Schmerzen sind.' Aber selbst auch ein Leid muss als solches erst von mir erkannt sein, um erlitten werden zu können. Im Sinne von: Erst spei ich in die Welt und dann wundere ich mich, dass ich nichts als mein Erbrochenes wiederfinde. Dabei ist es gar nicht notwendig, sich etwas hin und vor zu spucken. Mein Dasein ist davon unabhängig.

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