Das Glück der Entsagung

Moderator: Jojo

Sunu hat geschrieben:
Das mit dem verständlichen, verstandsmäßigen Verstehen ist ja auch so eine Sache....der Verstand steht dem " Glück" ja leider auch oft im Weg.... Vielleicht wollte sich der "Meister" deshalb auch gar nicht so verständlich ausdrücken.. :?

Nein, nein. Ein schlechter sog. "Meister" wie auch
ein schlechter Verstand steht dem Glück im Wege.

Ein guter Verstand versteht. Und was versteht er?
Das Leiden versteht er.
Die Ursache des Leidens versteht er.
Das beenden des Leidens versteht er.
den zum Leidensende führende Weg versteht er.
Deshalb wird er "verständig" genannt.

Was du meinst ist vielleicht die Intelligenz.
Das habe ich auch bei Zenisten und anderen schon häufiger gedacht.
Die können nämlich den Verbstand am besten austricksen .
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mukti hat geschrieben:


Das fällt mir auf dass Gefühle nicht oft behandelt werden, meistens geht es um Gedanken, Ansichten, logisch begründete Erkenntnis usw. Gefühle machen einen wesentlichen Teil des Menschen aus und sind oft Grundlage des Denkens und Handelns. Bewertungen, Stimmungen, Launen, Sehnsüchte, Befürchtungen, Gier, Hass, Zorn, Neid, Liebe, usw., das hängt alles eng mit Gefühlen zusammen, ein ganzer Kosmos der "Seele". Und dieses "Glück der Entsagung" das ich meine ist auch ein Gefühl der Freiheit, wenn auch mit Erkenntnissen verbunden. Ein neutrales Gefühl des Gleichmuts hängt auch zusammen mit einer Art Zufriedenheit des Gestilltseins. Das Glück des Nibbana jenseits der Gefühle ist da noch unbekannt weit darüber, bis dahin spielt es eine Rolle, woran man seine Freude hat.
Ich hab da heute was ausprobiert und es hat mich eigentlich erschreckt und zufrieden gemacht. Da waren die Vier des Satipatthana sutra zeitweise getrennt, alle liefen nebeneinander und ergänzten sich, verknüpften sich nicht und machten ihr Ding. Zu neu, zu unbekannt, kann ich noch nicht in Worte fassen, auf jedenfalls war Buddha ein genialer Mensch. Unfassbar. Wie fein und fast unerkennbar die Verblendungen sind, einfach unfassbar. Befreiung ist wirklich ein absolut bodenloses sein. Da bekomm ich selbst sowas wie Angst, nein ein sehr großer Respekt.
Das erinnert mich an die Analyse die ich gemacht habe, alle Daseinsfaktoren einzeln betrachten wobei dann nirgends eine Seele oder Atman erkennbar ist.
mukti hat geschrieben:
Das erinnert mich an die Analyse die ich gemacht habe, alle Daseinsfaktoren einzeln betrachten wobei dann nirgends eine Seele oder Atman erkennbar ist.
Nur wenn man Buddha Lehre selber intensiv prüft kommt man an die vielen Verblendungen die man hat.

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