Buddhismus ohne Gruppe?

Moderator: void

"Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar."
(Der kleine Prinz)
Hier möchte ich meine Stellungnahme abgeben.

Sitzen in einer Gruppe vor einem ehrlichen buddhistischen Lehrer ist ein guter Weg zu beginnen.
tja, fragt sich nur, wo man den samt GRuppe finden kann..... :wink:
Man kann ja auch versuchen selber eine Studium und Praxis-Gruppe zu initiieren und ab und an sucht man einen Lehrer auf und ein Retreat, denn in Europa trifft man meist sogleich auf Lehrrichtungen, "Schulen", und "muss" sich oft noch bevor man selbst einigermaßen Erfahrung hat und sich die wichtigsten buddh. Basics angeeignet hat gewissermaßen "sogleich" festlegen wenn man Teilhaber einer Sangha sein möchte. Es ist aber wichtig zuerst einen eigenen "Stand" zu haben um
die Haltung, Sichtweise und Praxisorientierung eines Lehrers gut beurteilen zu können.
Was nützt einem zum Beispiel ein Lehrer der einen Hau hat bzw. eine Sangha desgleichen ? Schlagseite, Ein-schlag, Einfärbung, "Schräg" im unguten Sinne. Viele merken das gar nicht wenn sie selber noch keinen guten Stand haben. Wenn aber "dein" Dharma trägt kannst du beurteilen was "gut" und "richtig" ist, was nicht.
ja,das sehe ich genauso, gefällt mir sehr gut, was Du geschrieben hast! danke!

Tut immer gut, wenn man merkt, dass man selber nicht so falsch liegt...


und deshalb schau ich einfach mal in Ruhe, wie sich die Dinge im Laufe der Zeit entwickeln..
Hallo,
ich war und werde nie Mitglied einer buddh. Gruppierung sein. Ich habe mich mit den drei Bänden des Pali-Kanons auseinandergesetzt. Eigentlich sind es nur Auszüge aber die Mittler- und die Längere Sammlung, sind trotzdem noch sehr informativ und umfangreich.
Ich habe damit alles erreicht was man da erreichen kann.
kesakambalo hat geschrieben:
Hallo,
ich war und werde nie Mitglied einer buddh. Gruppierung sein. Ich habe mich mit den drei Bänden des Pali-Kanons auseinandergesetzt. Eigentlich sind es nur Auszüge aber die Mittler- und die Längere Sammlung, sind trotzdem noch sehr informativ und umfangreich.
Ich habe damit alles erreicht was man da erreichen kann.
:?
kesakambalo hat geschrieben:
Hallo,
ich war und werde nie Mitglied einer buddh. Gruppierung sein


Das ist sehr gefährlich.
Sogar in meiner Zeit als buddhistischer Mönch "musste" ich Kontakt zur Sangha haben.
Sicher kann man einen Lehrer und eine Sangha auch ignorieren, aber die Gefahr ist geringer.
Die kilesa halten uns fern von der Sangha und von einem Lehrer.
Wer stoppt Dich ?
Du dich sicher nicht.
kilaya hat geschrieben:
:?

:?
:? bezog sich auf:
"Ich habe damit alles erreicht was man da erreichen kann."

Ich bezweifle das.
kilaya hat geschrieben:
:? bezog sich auf:
"Ich habe damit alles erreicht was man da erreichen kann."

Ich bezweifle das.


Ich auch. Würde mich aber freuen.
Shiva hat geschrieben:
kann man auch Buddhist werden, ohne eine Gruppe der buddhistischen Hauptausrichtungen beizutreten?


Buddha ist auch keiner Gruppe beigetreten, aber er war auch kein Buddhist :upsidedown:
kal hat geschrieben:
Buddha ist auch keiner Gruppe beigetreten, aber er war auch kein Buddhist :upsidedown:

Es soll Leute geben die sich das so zurecht legen.
Arahat <> Buddhist
accinca hat geschrieben:
kal hat geschrieben:
Buddha ist auch keiner Gruppe beigetreten, aber er war auch kein Buddhist :upsidedown:

Es soll Leute geben die sich das so zurecht legen.
Arahat <> Buddhist


Buddha war so viel Buddhist, wie Jesus ein Christ und Mohammed Moslem war. Allen gemeinsam ist das Erkennen der Wahrheit und das Teilen ihrer Erkenntnis. Das braucht kein Etikett, kein Label.
Aus ihren Worten, Botschaften wurden erst nach und nach Buddhismus, Christentum, Islam etc. gemacht. Eine Institutionalisierung.
accinca hat geschrieben:
kal hat geschrieben:
Buddha ist auch keiner Gruppe beigetreten, aber er war auch kein Buddhist :upsidedown:

Es soll Leute geben die sich das so zurecht legen.
Arahat <> Buddhist



Beide habt ihr Recht und Unrecht.
Hier und im Alltag benötigen wir Konzepte für die Kommunikation.
Buddha mag zwar ein Buddhist gewesen sein, er hat sich so aber nie genannt.
Lassen wir mal diese eingefärbten Übersetzungen weg..., es gab Übenden und verwirklichte.
Die meisten hier im Forum schreiben aneinander vorbei.

Absolut und relativ werden hier ständig unter den Tisch gekehrt.

Ich wünsche euch frieden !
kal hat geschrieben:
accinca hat geschrieben:
kal hat geschrieben:
Buddha ist auch keiner Gruppe beigetreten, aber er war auch kein Buddhist :upsidedown:

Es soll Leute geben die sich das so zurecht legen.
Arahat <> Buddhist


Buddha war so viel Buddhist, wie Jesus ein Christ und Mohammed Moslem war. Allen gemeinsam ist das Erkennen der Wahrheit und das Teilen ihrer Erkenntnis. Das braucht kein Etikett, kein Label.
Aus ihren Worten, Botschaften wurden erst nach und nach Buddhismus, Christentum, Islam etc. gemacht. Eine Institutionalisierung.
Mohammed war Moslem, er wollte eine neue Religion gründen und das schaffte er auch. Er war eine echter Religionsgründer, er hat es getan. Das macht ihn so stark. Genau wie Abraham einen Gott für das Hirtenvolk und Moses ein Gott für die Landbesetzer. Auch Echnaton, der ist gescheitert.
Der Buddha selber hat einen Orden begründet, also eine Organisation oder Institution. Die Mitglieder und Laienanhänger werden demnach bis heute als Buddhisten bezeichnet. Was daraus im Laufe der Zeit geworden sein mag ist eine andere Frage.
Tathagata war seine Bezeichnung.
Auch die Statuen wurden erst später erfunden.
Für ihn war immer das Dhamma an erster Stelle.
Asokha hat Buddha in einen "Popstar" verwandelt.

Nicht jeder hat regelmäßig Zugang zu einer Sangha.
Aber es ist sehr empfehlenswert.

Mögen alle Wesen frieden finden !
Ich will damit nur sagen, dass wenn ERKANNT wurde, jegliche Bezeichnungen und Etikettierungen sinnlos sind und keine Rolle mehr spielen.
kal hat geschrieben:
Ich will damit nur sagen, dass wenn ERKANNT wurde, jegliche Bezeichnungen und Etikettierungen sinnlos sind und keine Rolle mehr spielen.

Auch wenn ERKANNT wurde, der Buddha hat trotzdem
ganz normale Worte im konventionelle Begriffsrahmen benutzt.
mukti hat geschrieben:
Der Buddha selber hat einen Orden begründet, also eine Organisation oder Institution. Die Mitglieder und Laienanhänger werden demnach bis heute als Buddhisten bezeichnet. Was daraus im Laufe der Zeit geworden sein mag ist eine andere Frage.

So einfach ist das!
Wer hätte das jetzt gedacht? :)
accinca hat geschrieben:
kal hat geschrieben:
Ich will damit nur sagen, dass wenn ERKANNT wurde, jegliche Bezeichnungen und Etikettierungen sinnlos sind und keine Rolle mehr spielen.

Auch wenn ERKANNT wurde, der Buddha hat trotzdem
ganz normale Worte im konventionelle Begriffsrahmen benutzt.

Selbstverständlich, darum gehts ja aber auch nicht.
kal hat geschrieben:
accinca hat geschrieben:
kal hat geschrieben:
Ich will damit nur sagen, dass wenn ERKANNT wurde, jegliche Bezeichnungen und Etikettierungen sinnlos sind und keine Rolle mehr spielen.

Auch wenn ERKANNT wurde, der Buddha hat trotzdem
ganz normale Worte im konventionelle Begriffsrahmen benutzt.

Selbstverständlich, darum gehts ja aber auch nicht.

Wenn jegliche Bezeichnungen und Etikettierungen
sinnlos sind, ist das ja auch noch etwas anderes als wenn nur
bestimmte Bezeichnungen herausgepickt werden um damit Effekte
zu schaffen deren Bedeutung im dunklen liegen.
accinca hat geschrieben:
kal hat geschrieben:
accinca hat geschrieben:
Auch wenn ERKANNT wurde, der Buddha hat trotzdem
ganz normale Worte im konventionelle Begriffsrahmen benutzt.

Selbstverständlich, darum gehts ja aber auch nicht.

Wenn jegliche Bezeichnungen und Etikettierungen
sinnlos sind, ist das ja auch noch etwas anderes als wenn nur
bestimmte Bezeichnungen herausgepickt werden um damit Effekte
zu schaffen deren Bedeutung im dunklen liegen.


Ich rede von Etikettierungen und Bezeichnungen wie "Buddhismus" etc. Das Benennen der Lehre.. Ich glaube nicht dass Buddha seine Lehre als Buddhismus bezeichnet hat. Kann mich aber natürlich auch irren.. Worum es mir nicht ging: Ja man braucht Worte und Bezeichnungen um eine Lehre zu vermitteln, auf menschlicher Ebene funktioniert Kommunikation nur so. Aus absoluter Perspektive sind sie nutzlos.
accinca hat geschrieben:
mukti hat geschrieben:
Der Buddha selber hat einen Orden begründet, also eine Organisation oder Institution. Die Mitglieder und Laienanhänger werden demnach bis heute als Buddhisten bezeichnet. Was daraus im Laufe der Zeit geworden sein mag ist eine andere Frage.

So einfach ist das!
Wer hätte das jetzt gedacht? :)


Tja warum soll man es sich einfach machen wenn man doch so schön kompliziert denken kann :upsidedown:
Hallo Shiva,
ich habe deinen Beitrag ausgedruckt, um mich präzise auf deine Äußerungen beziehen zu können. Ich gehöre keiner buddh. Vereinigung an und habe mir Kenntnisse und Praxis, durch das Studium des Pali-Kanons, in der Übersetzung von Dr. ind. Karl--Eugen Neumann gemacht. Ich habe alles, was erreichbar ist, erreicht.
Ja, man kann Buddhist sein ohne Ausrichtung auf die verschiedensten buddh. Organisationen. Autodidaktisch mit dem Pali-Kanon.
Buddhist ist man, falls man der Lehre Gotamo Buddhos folgt.
Die Lehre ist an sich religionslos, er bezeichnet sich als Denkerfürst. Folgt man der Lehre und hat die achte Freiung, die Auflösung der Wahrnehmbakeit erreicht, kann man dabei verharren oder weitergehen zu Gott oder zum Teufel.
Dogmen sollte man nicht so einfach niederwerfen, vielleicht sieht man in einer späteren Einsicht, dass das Dogma doch nicht so schlecht war.
Der Begriff Nirwana, verführt zur falschen Denkweise. Neumann übersetzte ihn als Erwachen, weil es vorher so war, als würde man schlafen.
Nirvana ist nicht postmortal sondern der Bewusstseinszustan der Abweseneheit von Wahrnehmung und Bewusstsein, oft auch als Leere beschrieben.
Die vollständige Vertiefung in den Achtfachen Weg, führt zu diesem Bewußtseinszustand.
Reinkarnation und Nicht-Ich, sind zwei auseinanderstehende Begriffe, die wohl zur Lehre gehören aber an verschiedene Stellen.
Reinkarnation oder Wiedergeburt ist eine Frage der Summe von guten und bösen Taten oder auch Karma genannt. Durch das Bereuen seiner bösen Taten, kann man sie ungeschehen machen. Auch die Vertiefung des Achtfachen Pfades führt zu einer Befreiung von negativem Karma.
Ist der Körper Leidensweg gegangen worden und hat man sich im letzten Leben so gut geführt, dass man nicht mehr wiedergeboren wird ist ja schön, weil man auch nicht mehr leiden muss. So lange man die Ziele nicht erreicht, wird man wiedergeboren. Die Materie verbindet mit dem Leuchtwesen aus dem Jenseits und es entsteht der Mensch. Die Materie verändert sich ständig und dadurch wird das Leiden erzeugt. Das Selbst ist dieses Leuchtwesen, das vor der Existenz des menschlichen Körper schon existiert hat, während der Existenz anwesend ist und nach der Entlebung des menschl. Körpers auch weiterhin existiert.
Nirwana und Wiedergeburt sind nur offensichtlich nicht miteinander nicht vereinbar. Die Quantenphysik liefert heute schon Erkenntnisse, dass Wiedergeburt und Nibbanam möglich sind. Was bei den Christen Seele heißt ist in der buddh. Lehre halt das Licht-oder Leuchtwesen.
Betäubende oder betörende Speisen oder Getränke sollten auf jeden Fall vermieden werden, wie es auch in der Tugendsatzung des Achtfachen Weges steht.
Drogen können einen kleinen Einblick geben. Sie können aber nicht bei jedem Versuch das gleich Ergebnis hervorbringen. Dies leistet aber der Achtfache Weg.
Durch die acht Freiungen kann man die Tiefe oder Fortschritt, der Meditation,
gemessen werden. Diese Methode kommt dem Begriff der Wissenschaftlichkeit schon sehr nahe, da bei jeder Vertiefung Gleichstand oder Fortschritt gemessen werden kann.
Ich würde es nicht glauben, hätte ich nicht das alles schon hinter mich gebracht.
WOW ... Kopf => Tisch

Nicht umsonst wird immer wieder auf die drei Juwelen hingewiesen.
Natürlich kann man sich theoretisches Wissen auch allein anlesen.
Doch ist es besser, sich dabei auf eine Gruppe Gleichgesinnter "zu stützen" und jemand zu haben, der einem sagt, wenn man kurz davor ist, vor ne Wand zu rennen auf seinem Weg.

_()_

PS: Wieso bekomm ich immer Bauchschmerzen, wenn jemand sagt, er hätte Alles erreicht, was man erreichen kann? :shock: :?
jianwang hat geschrieben:
PS: Wieso bekomm ich immer Bauchschmerzen, wenn jemand sagt, er hätte Alles erreicht, was man erreichen kann? :shock: :?

Weil es nie stimmt. Wenn das so wäre, würde jemand das nicht ständig in einem Forum erwähnen müssen ;)
@kilaya
Ich glaube kesakambalo, dss er dies glaubt.

Doch da fällt mir immer ein:
"Wenn Du Buddha siehst, töte ihn."

:clown:
_()_
Bitte keine Gewalt, meine Herren, ... hier ist Diplomatie gefragt. ( 8) Ok, ok, ... bin ja schon wieder weg.)
@mkha'

:lol: :rofl: :angel:

Das Töten des Buddha ist doch ne gute Tat, beseitigt alles kharma

:clown:
_()_

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