Was tun gegen Begierde und Abneigung?

Moderator: void

Hallo zusammen,

Wir begehren Dinge und Wesen und machen uns von ihnen abhängig. Ich denke da an eine Metapher, wir würfen Angelhaken aus, mit denen wir die Dinge und Wesen einfingen. Tut das uns und den Wesen nicht ungut, oder muss es so sein?
Was sind diese Angelhaken, woraus bestehen sie, wenn man bedenkt, dass was an ihnen hängt uns selbst umfängt, uns befangen macht, so dass wir von ihm nicht mehr lassen können?
Bereitet das uns und den anderen nicht Schmerzen?
Wie empfindet man für solche Menschen, die das tun und erleiden?
Was meint ihr dazu und was meinte der Buddha dazu, wie kommen wir davon jemals wieder los, was können wir tun?

Liebe Grüße
Das weißt Du nicht? Wundert mich, wird doch immer wieder drüber diskutiert und Buddha tausendfach zitiert. Such mal.
Monikadie4. hat geschrieben:
Das weißt Du nicht? Wundert mich, wird doch immer wieder drüber diskutiert und Buddha tausendfach zitiert. Such mal.


Wie kommst Du, Monikadie4. von den Fäden nach den Dingen, hier diesem thread los, die Du mit Angelhaken bestückt vielleicht sogar selbst auswirfst, nachdem Du in die Dinge mit Deinen eigenen Haken vielleicht schon hineingebissen hast liebe Monika.

Wie kommst Du jetzt von meiner Fragerei los?
Ist das nicht fraglich?

Du musst nicht antworten, wenn Du nicht magst!

Lieben Gruß
gbg
gbg hat geschrieben:
Was meint ihr dazu und was meinte der Buddha dazu, wie kommen wir davon jemals wieder los, was können wir tun?


Indem wir ernsthaft danach streben und nicht leichtsinnig sind.
mukti hat geschrieben:
gbg hat geschrieben:
Was meint ihr dazu und was meinte der Buddha dazu, wie kommen wir davon jemals wieder los, was können wir tun?


Indem wir ernsthaft streben und nicht leichtsinnig sind.


Ist res leichtsinig, die Dinge loszulassen, noch bevor man an ihnen anhaftet?
Zum Beispiel den anderen reden lässt und darauf nicht sofort reagiert?
Ist das unhöflich oder zeugt das von Respekt?

Gelingt zuhören auch ohne Willen?
Der Angelhaken ist das Begehren wenn es über das Notwendige hinaus zum Wunsch wird, der wenn er gierig, hassend, glaubend ist als Willen erscheint. Der hoffen, sehnen, haben wollen erzeugt bis sich der Wunsch erfüllt egal um welchen Preis, egal wie lange es dauert, der Wunsch fesselt immer mehr bis er erfüllt ist oder aufgegeben wird mit rechter Erkenntnis.
Ellviral hat geschrieben:
Der Angelhaken ist das Begehren wenn es über das Notwendige hinaus zum Wunsch wird, der wenn er gierig, hassend, glaubend ist als Willen erscheint. Der hoffen, sehnen, haben wollen erzeugt bis sich der Wunsch erfüllt egal um welchen Preis, egal wie lange es dauert, der Wunsch fesselt immer mehr bis er erfüllt ist oder aufgegeben wird mit rechter Erkenntnis.


Warum ist Begehren über das Notwendige hinaus, um im Bild vom Angler und dem Fisch (Ding, Wesen) zu bleiben, in den er selbst beißt noch bevor er ihn genießbar gemacht hat schmerzhaft, wenn es dE ein Angelhaken ist?
Weil der Glauben eine Illusion ist? Und man am Ende desillusioniert dasteht?

Menschen sind aber ja auch oft auch ungenießbar, wenn sie sich einem widersetzen, nachdem man schon mal in Kontakt mit ihnen getreten ist!
Um meinen eigenen Punkt nochmal aufzugreifen.

Ist Wille immer negativ? Oder erscheint hier bei Deiner Sichtweise der Wille nur als etwas Negatives, wenn man gierig ist, hasst oder glaubt?
Weil der Wille sich blenden lässt durch den Glauben?
Ist der Wille nicht an sich stets blind?

Wenn man an einem Glauben festhält kann er ein Hindernis auf dem Weg sein, aber doch kein Fisch an der Angel? Ein Pseudoillusionsleuchtfisch?

Nach Weltbildern fischt man doch nicht, oder doch?
Oder meinst Du man fischt nach Glauben um sein Weltbild zu bestätigen?
Kritisierst Du auch die Wissenschaft die glaubt?
Wenn ja habe ich verstanden und Du brauchst zu diesem Punkt nichts mehr zu sagen.
Auch zu den übrigen Punkten. Es sei denn ... Du magst nochmal, Ellviral! :)

P.S.: Sehr interessante Dinge, die Du da erzählst!
gbg hat geschrieben:
Wie kommst Du, Monikadie4. von den Fäden nach den Dingen, hier diesem thread los, die Du mit Angelhaken bestückt vielleicht sogar selbst auswirfst, nachdem Du in die Dinge mit Deinen eigenen Haken vielleicht schon hineingebissen hast liebe Monika.

Wie kommst Du jetzt von meiner Fragerei los?
Ist das nicht fraglich?

Du musst nicht antworten, wenn Du nicht magst!


Ich antworte Dir, weil ich Dich lustig finde gbg - so poetisch. :)
Wie ich loskomme? Indem ich hier nicht mehr reinschaue. Neu-Gierde ist schließlich auch eine Be-Gierde. Und andere angeln wollen bezeichne ich als eine Form der Ablehnung.
Ich lehne Dich nicht ab, ich wundere mich nur.
_()_ Monika
gbg hat geschrieben:
Ellviral hat geschrieben:
Der Angelhaken ist das Begehren wenn es über das Notwendige hinaus zum Wunsch wird, der wenn er gierig, hassend, glaubend ist als Willen erscheint. Der hoffen, sehnen, haben wollen erzeugt bis sich der Wunsch erfüllt egal um welchen Preis, egal wie lange es dauert, der Wunsch fesselt immer mehr bis er erfüllt ist oder aufgegeben wird mit rechter Erkenntnis.


Warum ist Begehren über das Notwendige hinaus, um im Bild vom Angler und dem Fisch (Ding, Wesen) zu bleiben, in den er selbst beißt noch bevor er ihn genießbar gemacht hat schmerzhaft, wenn es dE ein Angelhaken ist?
Weil der Glauben eine Illusion ist? Und man am Ende desillusioniert dasteht?

Menschen sind aber ja auch oft auch ungenießbar, wenn sie sich einem widersetzen!
Um meinen eigenen Punkt nochmal aufzugreifen.

Ist Wille immer negativ? Oder erscheint hier bei Deiner Sichtweise der Wille nur als etwas Negatives, wenn man gierig ist, hasst oder glaubt?
Weil der Wille sich blenden lässt durch den Glauben?
Ist der Wille nicht an sich stets blind?

Wenn man an einem Glauben festhält kann er ein Hindernis auf dem Weg sein, aber doch kein Fisch an der Angel? Ein Pseudoillusionsleuchtfisch?

Nach Weltbildern fischt man doch nicht, oder doch?
Oder meinst Du man fischt nach Glauben um sein Weltbild zu bestätigen.
Wenn ja habe ich verstanden und Du brauchst zu diesem Punkt nichts mehr zu sagen.
Auch zu dne übrigen Punkten. Es sei denn ... Du magst nochmal, Ellviral! :)

P.S.: Sehr interessante Dinge, die Du da erzählst!
Wille ist Wille eigentlich Begehren wenn er von GierHassVerblendung/Glaubenwollen motiviert ist erzeugt er Leiden. Es kommt immer auf die Dukkha erzeugenden Motivationen und ihre Verankerung an. Wenn Wille zu Verlangen nach etwas mutiert dann ist Wille immer negativ. Jede Handlung von Zeichengeben bis mit Händen und Füßen tun ist Leid erzeugend wenn die Motivation von Gier, Hass, Glauben zu wollen, geleitet ist. Wenn der Angelhaken, von Gier, Hass und Verblendung, erst im Fisch ist ist es zu spät dann ist beginnt der Tanz des Leidens. Der Angelhaken ist immer da genauso wie das Messer in deiner Hand. Was tust Du? Was willst Du tun? Willst Du jemanden etwas antun?
Ellviral hat geschrieben:
Wille ist Wille eigentlich Begehren wenn er von GierHassVerblendung/Glaubenwollen motiviert ist erzeugt er Leiden. Es kommt immer auf die Dukkha erzeugenden Motivationen und ihre Verankerung an. Wenn Wille zu Verlangen nach etwas mutiert dann ist Wille immer negativ. Jede Handlung von Zeichengeben bis mit Händen und Füßen tun ist Leid erzeugend wenn die Motivation von Gier, Hass, Glauben zu wollen, geleitet ist. Wenn der Angelhaken, von Gier, Hass und Verblendung, erst im Fisch ist ist es zu spät dann ist beginnt der Tanz des Leidens. Der Angelhaken ist immer da genauso wie das Messer in deiner Hand. Was tust Du? Was willst Du tun? Willst Du jemanden etwas antun?


Wenn Glauben festhält als Institution, dann stimme ich Dir zu, ich persönlich glaube nicht sondern vertraue in meinem Falle auf das Tao.
Es gibt auch taoistische Klöster wo taoistische Priester mehr als nur Empfehlungen aussprechen, aber das sehe ich glaube ich genauso wie Du, ein Schritt nach dem Glauben eines Priesters egal welcher Religion auf den Berg der Befreiung ist zwei Schritte zurück ins Tal! Nicht ins innere Tal wo sich Wasser sammelt das stärker ist als der Fels. Das persönliche Tao, die Fülle im eigenen Geist.
Im Herzen ist es Schutzburg, so vertraue ich persönlich nur noch auf sie gegen die Angriffe der mir nun mehr fremd gewordenen Vernunftprediger inklusive der Atheisten.

Weil ich es auch so sehe dass der Angelhaken, mit dem eigenen Argument als Wurm in sich selbst beim Auswurf schnell wieder steckt, schneller als im Wasser bei den anderen Menschenfischen als selbst Menschenfisch im Wasser, denke ich man muss als Menschenfischer mit Netz wie Jesus zwischen Himmel und Erde gelangen um in der Harmonie zwischen Himmel und Erde in der Leerheit des Buddha nicht mehr seinem Willen als Haken anheimzufallen, weil man ja jetzt ein Netz ohne Haken das Tao im Geist besitzt. Und durch Vereinigung von kleinem Yin und kleinem Yang von Tod und Leben im Geist ein taoistischer Unsterblicher geworden ist, nach der Lehre Buddhas ein vollendeter Buddha.

Ist das Glaube, ist das Wissenschaft? Ich denke weder noch!

P.S.: Ich mache gegen den Willen den Angelhaken nur Tai-Chi in Gedanken und übe mich in Stille.
Rituale die mir nur mehr Leiden zufügen würden brauche ich nicht.

Dass der Angelhaken, die Gier, der Hass und die Verblendung ist sehe ich selbst nur indirekt so.
Die Antwort auf Deine Frage: Was tun gegen Begierde und Abneigung? Gleichmut entwickeln. Genießen so wie die Dinge sind, ohne anzuhaften und ohne Erwartungen zu haben :)
Sherab Yönten hat geschrieben:
Die Antwort auf Deine Frage: Was tun gegen Begierde und Abneigung? Gleichmut entwickeln. Genießen so wie die Dinge sind, ohne anzuhaften und ohne Erwartungen zu haben :)


Der Zenkreis ist absichtslos angesetzt, ergebnisoffen weitergeführt und erwartungslos vollendet.

Der Zenkreis ist höchster Ausdruck der Kunst.
Aber das vollendete innere Tai-Chi das man übt indem man nicht streitet ist noch mehr als Kunst, es ist Auslöschung der Flamme, der Vernunft die jedes Zenkreis malen in Vollendung erst möglich macht.

Ich sah mal auf YouTube einen Film wo ein Anhänger des Tao, mit zwei Händen seine Kaligraphischen Zeichne setzte. Das ist sein Versuch Yin und Yang zu harmonisieren um in diesem Leben das Leben eines Unsterblichen zu führen.

Metta bedeutet Mitgefühl für die die an Haken ihrem eigenen Willen hängen. Agape bedeutet Liebe zu denen die am Affengeit leiden. Und das tun alle Unerwachten permanent deshalb sind auch Liebe und Mitgefühl permanent. Ist es einmal nicht mehr der Fall ist alles in Harmonie und es gibt nur noch Harmonie, die mehr ist als die Summe aus Liebe und Mitgefühl. Dank ist dann nur noch Erniedrigung und Kritik Erhöhung. Aber ein Anhänger des Tao weiß dass man es als Vernunftmensch noch so braucht, deshalb Danke und alles Gute auf Deinem Weg, Sherab Yönten.

Bist Du ein Buddha, Sherab Yönten, dann benutze den Text gerne als Klopapier, wenn Du magst, nachdem Du ihn ausgedruckt hast, oder besser verbrenne ihn dann löst er sich auf zwischen Himmel und Erde.
Wenn Du kein Buddha bist, dann mach das gleiche.

Alles Gute!
Sherab Yönten hat geschrieben:
Die Antwort auf Deine Frage: Was tun gegen Begierde und Abneigung? Gleichmut entwickeln. Genießen so wie die Dinge sind, ohne anzuhaften und ohne Erwartungen zu haben :)

:) :like:
also ich finde diesen Strang seltsam- und die Wortwahl weiter unten noch viel mehr...

worum gehts eigentlich?

sind das wirklich ernsthafte FRagen??
suchende2016 hat geschrieben:
also ich finde diesen Strang seltsam- und die Wortwahl weiter unten noch viel mehr...

worum gehts eigentlich?

sind das wirklich ernsthafte Fragen??


Ich glaube gbg fragt nicht um Antworten zu bekommen, die zu Lösungen führen. Fasst man ihn so auf, wird man getäuscht, was ihn als eine Art Schaumschläger erscheinen lässt.

Auf der anderen Seite ist es ihm auch ernst. Dahinter steckt ein ganz bestimmtes Denken, das die Lösung nicht darin sieht, das Wollknäuel entwirren zu wollen, indem man gradlinig ( und vielleicht verbissen ) jedem Faden folgt. Sondern wo versucht wird das Wollknäuel luftiger zu machen, indem alles in Richtung Offenheit, Mehrdeutigkeit und freier Assoziation zu bewegen.

Also so eine Hofnarren-Weisheit wo sich am Ende viele Themen in sich gegenseitig bespiegelnde Jonglierkugeln verwandelt.

Was denjenigen, die ernsthaft antworten schon manchmal zu viel wird. Währenden andere gbg so gut kennen, dass sie willentlich auf das Spiel eingehen.
suchende2016 hat geschrieben:
also ich finde diesen Strang seltsam- und die Wortwahl weiter unten noch viel mehr...

worum gehts eigentlich?

sind das wirklich ernsthafte FRagen??


Es geht im Kern darum wie wir von Dingen und Menschen nicht loskommen, denn dann ist es schon mit Leid verbunden, sondern sie gar nicht erst festhalten!

Ich schlug vor mit Stille akzeptieren, dass fremde Worte einfach auf dem eigenen inneren Klavier, dem eigenen Geist spielen und durch inneres Tai-Chi durch sich üben in Konfliktbewältigung in der Sangha.

Mit Tai-Chi im Außen kommen wir von den unheilsamen Dingen los. Mit Stille im Außen kommen wir von den zu 90% unheilsamen Gesprächen los.

Alles Gute.
gbg hat geschrieben:

Es geht im Kern darum wie wir von Dingen und Menschen nicht loskommen, denn dann ist es schon mit Leid verbunden, sondern sie gar nicht erst festhalten!

Ich schlug vor mit Stille akzeptieren, dass fremde Worte einfach auf dem eigenen inneren Klavier, dem eigenen Geist spielen und durch inneres Tai-Chi durch sich üben in Konfliktbewältigung in der Sangha.

Mit Tai-Chi im Außen kommen wir von den unheilsamen Dingen los. Mit Stille im Außen kommen wir von den zu 90% unheilsamen Gesprächen los.

Alles Gute.


Jetzt verstehe ich schon besser was du meinst und kann nun auch deine Fragen an mich beantworten:

Ist es leichtsinig, die Dinge loszulassen, noch bevor man an ihnen anhaftet?

Nein.

Zum Beispiel den anderen reden lässt und darauf nicht sofort reagiert?
Ist das unhöflich oder zeugt das von Respekt?

Kommt darauf an was er redet.

Gelingt zuhören auch ohne Willen?


Nicht ohne Willen zum Zuhören.
gbg hat geschrieben:
Was meint ihr dazu und was meinte der Buddha dazu, wie kommen wir davon jemals wieder los, was können wir tun?

Wenn der Buddha nix besseres zu tun hatte, hatte er auch kein Problem damit, unter Leute zu gehen:

So habe ich gehört. Einmal hielt sich der Erhabene bei Rājagaha im Bambushain, dem Eichhörnchen-Park auf. Bei jener Gelegenheit wohnte der Wanderasket Sakuludāyin im Pfauenpark, dem Park der Wanderasketen, zusammen mit einer großen Versammlung von Wanderasketen.

Als es Morgen war, zog sich der Erhabene an, nahm seine Schale und äußere Robe und ging um Almosen nach Rājagaha hinein. Da dachte der Erhabene: "Es ist noch zu früh, um in Rājagaha um Almosen umherzugehen. Wie wäre es, wenn ich zum Wanderasketen Sakuludāyin im Pfauenpark, dem Park der Wanderasketen ginge?"

Dann ging der Erhabene zum Pfauenpark, dem Park der Wanderasketen. Bei jener Gelegenheit saß der Wanderasket Sakuludāyin mit einer großen Versammlung von Wanderasketen zusammen, die einen Aufruhr veranstalteten, laut und lärmend viele sinnlose Gespräche führten, wie zum Beispiel Gespräche über Könige, Räuber, Minister, Heere, Gefahren, Schlachten, Essen, Trinken, Kleidung, Betten, Schmuck, Parfüm, Verwandte, Fahrzeuge, Dörfer, Marktstädte, Großstädte, Länder, Frauen, Helden, Straßen, Brunnen, die Toten, Unbedeutendes, den Ursprung der Welt, den Ursprung des Meeres, ob die Dinge so oder anders sind. Da sah der Wanderasket Sakuludāyin den Erhabenen in der Ferne kommen. Als er ihn sah, brachte er seine eigene Versammlung so zum Schweigen: "Meine Herren, seid still; meine Herren, macht keinen Lärm. Hier kommt der Mönch Gotama. Dieser Ehrwürdige mag die Stille und heißt Stille gut. Wenn er feststellt, daß unsere Versammlung still ist, dann überlegt er sich vielleicht, zu uns zu kommen." Da schwiegen die Wanderasketen.

(Majjhima Nikāya 79: Die kürzere Lehrrede an Sakuludāyin - Cūḷasakuludāyi Sutta)

Viele Grüße
Elliot
void hat geschrieben:
suchende2016 hat geschrieben:
also ich finde diesen Strang seltsam- und die Wortwahl weiter unten noch viel mehr...

worum gehts eigentlich?

sind das wirklich ernsthafte Fragen??


Ich glaube gbg fragt nicht um Antworten zu bekommen, die zu Lösungen führen. Fasst man ihn so auf, wird man getäuscht, was ihn als eine Art Schaumschläger erscheinen lässt.

Auf der anderen Seite ist es ihm auch ernst. Dahinter steckt ein ganz bestimmtes Denken, das die Lösung nicht darin sieht, das Wollknäuel entwirren zu wollen, indem man gradlinig ( und vielleicht verbissen ) jedem Faden folgt. Sondern wo versucht wird das Wollknäuel luftiger zu machen, indem alles in Richtung Offenheit, Mehrdeutigkeit und freier Assoziation zu bewegen.

Also so eine Hofnarren-Weisheit wo sich am Ende viele Themen in sich gegenseitig bespiegelnde Jonglierkugeln verwandelt.

Was denjenigen, die ernsthaft antworten schon manchmal zu viel wird. Währenden andere gbg so gut kennen, dass sie willentlich auf das Spiel eingehen.




ah, vielen herzlichen Dank-
hm, das ist wirklich nicht meine Denke.....und auch nicnt meine Baustelle. danke! :)
ja, die frage ist, wendet sich überhaupt jemand zu oder hin ohne was zu erwarten? -echo-
es gibt leute, die behaupten das. ich würde aber sagen, sofern sie es behaupten, und die behauptung muss ja nicht ausgesprochen werden, dann ist das wie mit einem bodhisattva, der sich als ein bodhisattva vorstellt, und sei des durch die blume. oder wie bei einem mönch oder einer nonne, die sich als solche vorstellen, eben, als ob sie was besitzen täten und bloß veräußern was sie unterscheidet. dann kannst du davon ausgehen, die wollen natürlich was. was ja nicht schlimm ist. sofern sie es erkennen. dann wäre es die erfahrung wert. mit selbstlosigkeit ist es ja so ne sache. die siehst du ja nicht, hörst sie nicht, schmeckst sie nicht und riechst du nicht. die ist einfach 'bloß so-nur das'. stellt die fragen? aber ja. kommt vor. ist aber dann auch um ne antwort (echo) nicht verlegen. aber frage und antwort haben da gar kein ziel, keinen zweck. die richten sich einfach bloß auf das 'einfach so-nur das'(aufwecken)-diese nicht-kommunikation unter weder gleich noch verschieden. manchmal frage ich mich, was ist der mensch? und ich frage mich: warum spricht er nicht?
Hi Morpho :like:
Heute morgen habe ich festgestellt, dass ich etwas vergessen habe. Sofort stellte sich bei mir der instinktive Wunsch ein: "Möge ich es doch haben!" Dann verflüchtigte sich dieser Wunsch. Ist dieser Wunsch auch schon eine Form der Begierde oder wird Begierde erst dann zur Gier wenn man nachgibt und seine Begierde befriedigt? Wenn alleine dieser Wunsch schon eine Form der Begierde darstellen würde, wie schafft man es Wunschlosigkeit zu entwickeln, in diesem Falle also eine Wunschlosigkeit, die nicht gleich instinktiv danach greift, das Vergessene nachzuholen und zu korrigieren ? Oder sind diese Instinkte zu stark in uns, so dass sie in jedem Falle hochkommen, dann beobachtet werden können, um sich erst dann von ihnen zu lösen?
Moin Sherab Yönten,
in dem Moment, in dem Du das erkennst, ist ja bereits der Wunsch erloschen - also keine Begierde.
Wenn Du ganz wunschlos bist, bist Du entweder total gleichgültig und alles ist Dir schietegol oder aber Du bist frei. Aber das wirst Du dann sicher wissen.

Ich bin sicher, dass wir tief in uns das Wünschen und Wollen verankert haben. Deshalb ist es auch nicht einfach so futsch, nur weil wir das wissen. Aber Gier fängt für mich erst an, wenn ich es nicht mehr loslassen kann. Wenn sich also - wie bei Dir - der Wunsch schnell verflüchtigt hat, ist das doch ein Zeichen einer sehr erfolgreichen Praxis. Was macht Dich da unsicher?
_()_ Monika
Monikadie4. hat geschrieben:
Moin Sherab Yönten,
in dem Moment, in dem Du das erkennst, ist ja bereits der Wunsch erloschen - also keine Begierde.
Wenn Du ganz wunschlos bist, bist Du entweder total gleichgültig und alles ist Dir schietegol oder aber Du bist frei. Aber das wirst Du dann sicher wissen.

Ich bin sicher, dass wir tief in uns das Wünschen und Wollen verankert haben. Deshalb ist es auch nicht einfach so futsch, nur weil wir das wissen. Aber Gier fängt für mich erst an, wenn ich es nicht mehr loslassen kann. Wenn sich also - wie bei Dir - der Wunsch schnell verflüchtigt hat, ist das doch ein Zeichen einer sehr erfolgreichen Praxis. Was macht Dich da unsicher?
_()_ Monika



Wahrscheinlich bin ich Perfektionist und wünsche, dass die Wünsche gar nicht erst auftauchen :lol:
Sherab Yönten hat geschrieben:
Wahrscheinlich bin ich Perfektionist und wünsche, dass die Wünsche gar nicht erst auftauchen :lol:


Das hab ich befürchtet :wink: , das kenne ich nämlich auch. Aber irgendwann hab ich festgestellt, dass ich mich in einem selbst erschaffenen Gefängnis mit offenen Toren befand, und jederzeit ein-, aber am besten gleich ein für alle Mal rausgehen kann.
Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende :heart:
Monika
Sherab Yönten hat geschrieben:
Monikadie4. hat geschrieben:
Moin Sherab Yönten,
in dem Moment, in dem Du das erkennst, ist ja bereits der Wunsch erloschen - also keine Begierde.
Wenn Du ganz wunschlos bist, bist Du entweder total gleichgültig und alles ist Dir schietegol oder aber Du bist frei. Aber das wirst Du dann sicher wissen.

Ich bin sicher, dass wir tief in uns das Wünschen und Wollen verankert haben. Deshalb ist es auch nicht einfach so futsch, nur weil wir das wissen. Aber Gier fängt für mich erst an, wenn ich es nicht mehr loslassen kann. Wenn sich also - wie bei Dir - der Wunsch schnell verflüchtigt hat, ist das doch ein Zeichen einer sehr erfolgreichen Praxis. Was macht Dich da unsicher?
_()_ Monika



Wahrscheinlich bin ich Perfektionist und wünsche, dass die Wünsche gar nicht erst auftauchen :lol:
Als Perfektionist weiß ich das es eine Grenze gibt für Perfekt.
Wenn ich die perfekte Kirschblüte suche finde ich, jede Kirschblüte ist perfekt.
Wenn ich die perfekte Kirschblüte meiner Vorstellung suche werde ich tausend Leben lang suchen. Es geht um das unbedingt haben wollen des "Perfekten meiner Vorstellung".
Dieses Wünschen, dieses Perfekten, ist nie zufrieden, unbefriedigt, ungenügend und führt immer in die Gefangenschaft in einem Fensterlosen Raum mit offener Tür, wo verdammt ist das Fenster wo ich hier raus komme. Die Tür wird gesehen, hier geht es raus, doch wo ist das Fenster durch das ich raus will.
Was tun gegen Begierde und Abneigung: Was ist so da wie es da ist und wo ist das was ich so haben will wie ich es haben will. Meine Vorstellungen von Etwas macht das was da ist ekelhaft ich will was gleiches aber anders, so wie ich es haben will. Übe ein das deine Vorstellung von Etwas entweder dein Eingreifen fordert oder nimm was da ist und sein zufrieden.
Ellviral hat geschrieben:
Dieses Wünschen, dieses Perfekten, ist nie zufrieden, unbefriedigt, ungenügend und führt immer in die Gefangenschaft in einem Fensterlosen Raum mit offener Tür, wo verdammt ist das Fenster wo ich hier raus komme. Die Tür wird gesehen, hier geht es raus, doch wo ist das Fenster durch das ich raus will.


Das ist ja schön und alles richtig was Du schreibst. :) Aber der Wunsch nach weniger Perfektionismus ist auch nur wieder eine andere Form der Begierde, oder?
Nein
Ich würde sagen er meint
Loslassen
In meinem Traum fand ich den Weg auch nicht raus
Dabei liegt die Schnellstraße gleich neben dem Kiosk :)

LG :sunny:
Da ist z.B. eine Begierde die man nicht haben will weil man sie als unheilsam, zu Leid führend erkannt hat. Weil Triebe aber sehr mächtig sind, kommt man nicht davon los. Das ärgert: "Ich unglückseliger Mensch, was ich nicht tun will das tue ich und was ich tun will tue ich nicht" klagt schon der biblische Paulus. Und je mehr man klagt, desto mehr wird das Leid.

Ein Weg da raus ist das Akzeptieren dessen was da ist, und dabei die Achtsamkeit zu schärfen. Das konsequente Beobachten der Begierde, wie sie auftaucht mittels der Wahrnehmung eines Objektes, wie das Ergreifen einsetzt und damit der Verlust der Erinnerung was Unheilsam und Leid bedeutet. Wie der Geist versucht zu verharmlosen und Ausreden aller Art erschafft, usw. Durch das genaue und anhaltende Beobachten entsteht Erkenntnis und Distanz zum Geschehen, es wird allmählich klarer dass man das überhaupt nicht braucht, wie dumm es ist durch zeitweiliges Glück das Leiden am laufen zu halten. Eine Übung, die mit Einsicht, Ernsthaftigkeit und Entschlusskraft lange genug fortgesetzt werden muss bis die Begierden geschwächt werden und das Ergreifen verschwindet.
Und das ganze unterstützt durch all die anderen Übungen am achtfachen Pfad.
Sherab Yönten hat geschrieben:
Ellviral hat geschrieben:
Dieses Wünschen, dieses Perfekten, ist nie zufrieden, unbefriedigt, ungenügend und führt immer in die Gefangenschaft in einem Fensterlosen Raum mit offener Tür, wo verdammt ist das Fenster wo ich hier raus komme. Die Tür wird gesehen, hier geht es raus, doch wo ist das Fenster durch das ich raus will.


Das ist ja schön und alles richtig was Du schreibst. :) Aber der Wunsch nach weniger Perfektionismus ist auch nur wieder eine andere Form der Begierde, oder?
Es ist ein Wunsch, weniger oder mehr Perfektion zu erreichen und damit ist er unbefriedigend und unzureichend. Perfekt ist jede Kirschblüte da verschwindet der Perfekt. Die perfekte Kirschblüte suchen ist eine Steigerung der Perfektion. Es komme auf die Vorstellung an ob es zur Obsesion wird oder nicht. Die Obsession Perfekt ist nur dann da wenn ich etwas so haben will wie ich es mir vorstelle.
Darum heißt es das alles so ist wie es ist. Darum ist alles perfekt das wird nur durch die Suche nach Perfektem aus der Vorstellung zerstört.
"Das ist ein wunderschönes "Ding"!! Aber ich wollte das "Ding" das daneben lag." kann es nicht einfach dabei bleiben : "Das ist aber ein wunderschönes "Ding"!! Der Perfektbefreite ist zufrieden der Perfektionist will das was seiner Vorstellung entspricht und nicht das was da ist.

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