mukti hat geschrieben:
Da ist z.B. eine Begierde die man nicht haben will weil man sie als unheilsam, zu Leid führend erkannt hat. Weil Triebe aber sehr mächtig sind, kommt man nicht davon los. Das ärgert: "Ich unglückseliger Mensch, was ich nicht tun will das tue ich und was ich tun will tue ich nicht" klagt schon der biblische Paulus. Und je mehr man klagt, desto mehr wird das Leid.

Ein Weg da raus ist das Akzeptieren dessen was da ist, und dabei die Achtsamkeit zu schärfen. Das konsequente Beobachten der Begierde, wie sie auftaucht mittels der Wahrnehmung eines Objektes, wie das Ergreifen einsetzt und damit der Verlust der Erinnerung was Unheilsam und Leid bedeutet. Wie der Geist versucht zu verharmlosen und Ausreden aller Art erschafft, usw. Durch das genaue und anhaltende Beobachten entsteht Erkenntnis und Distanz zum Geschehen, es wird allmählich klarer dass man das überhaupt nicht braucht, wie dumm es ist durch zeitweiliges Glück das Leiden am laufen zu halten. Eine Übung, die mit Einsicht, Ernsthaftigkeit und Entschlusskraft lange genug fortgesetzt werden muss bis die Begierden geschwächt werden und das Ergreifen verschwindet.
Und das ganze unterstützt durch all die anderen Übungen am achtfachen Pfad.
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