Vom Sinn des sinnlosen Geschwätzes

Moderator: Jojo

Rechte Rede meidet Lüge, Verleugnung, Beleidigung und Geschwätz. Wie die Gedanken ist die Rede heilsam oder unheilsam, nützlich oder unnützlich, wahr oder falsch. Ein Wort des guten Wandels ist, „wenn es zur rechten Zeit gesprochen wird, wenn es wahr, höflich, zweckmäßig ist und aus liebevoller Gesinnung kommt.


Nun man muss ja nicht gleich lügen, wenn man kommuniziert, das ist eine Sache. Aber wer streng genommen Rechte Rede nach dieser Definition praktizieren würde, der würde vermutlich kaum mehr von sich aus kommunizieren, es sei denn eine Situation erfordert eine Antwort.

Um den Kontakt zu den Menschen nicht zu verlieren, macht es manchmal also durchaus Sinn, über "Gott und die Welt" zu schwätzen oder "Small Talk" zu praktizieren auch wenn es eigentlich sinnloses Geschwätz ist. Wichtig dabei ist, dass dieses Geschwätz niemanden schadet.

Aber so zu tun, als würde man alleine in einer Höhle leben, obwohl man unter Menschen ist, fühlt sich für mich verkehrt an. Was meint Ihr? Ich finde es hilfreich, über neutrale Themen, z.B. über Fußball und manchmal auch über das Wetter zu reden.
In dem Buch Grooming, Gossip and the Evolution of Language stellt der Antropologe Robin Dunbar seine These vor, dass die Ursprünge der Sprache, nicht so sehr in der Weitergabe von Information liegen, sondern darin soziale Bindungen zu stärken und aufrechtzerhalten.

Sie übernimmt darin die Rolle die das "Grooming" (Soziale Fellpflege/Lausen) bei vielen Affenarten spielt. Da laust man ja einander, um soziale Bindungen zu schaffen. Da die Gruppengrösse beim Menschen so gross geworden war, dass man nicht die Zeit hatte einen nach dem anderen zu Lausen, übernehm die Sprache die Aufgabe des "Grooming".

Bei der Analyse der Gesprächsinhalte von Jäger Sammlergesellschaften hatte Dunbar festgestellt, dass die meisten Gespräche keine oder nur sehr wenig Information transportierten, sondern im Grund bedeutungslosen Smalltalk darstellten. (Den archaischen Zusammenhan zwischen Smalltalk und Fellpflege kann man ja bei jeden Frisörbesuch feststellen)

Ich glaube, dass es für einen Ordinierten, der ja vom sozialen Leben in die Hauslosgkeit geht, Sinn machen kann seinem eignen Bedürfnis nach "sozialer Fellplege" zu entsagen.

Auf der anderen Seite ist es so, dass man über diese "soziale Fellpflege" auch wirklich Leute glücklicher machen kann. Ich denke jetzt z.B an Nils Schilderungen von seinen Besuchen im Alltenheim. Wo die alten es ja wirklich als sehr schön finden, wenn jemand mit ihnen über ihren Alltag spricht und auch noch Musik macht.
man sagt, dem einen oder anderen ging auf, dass er ab jetzt zu schwiegen hat, wenn er nicht zurück fallen will. das ist das eine. unterhaltung gleich soziale fellpflege? dann wäre "unterhalte mich nicht" anti sozial. unterhaltung muss ja nicht sinnlos sein. theoretisch kann man aus jeder was gutes machen. wenn es nicht dazu kommt, ist es geschwätz. smalltalk ist mir aber ein graus. nur entgehst du ihm kaum. hab mir (wohlwollend) "interessiertes nicken" angewöhnt.
Sherab Yönten hat geschrieben:
Um den Kontakt zu den Menschen nicht zu verlieren, macht es manchmal also durchaus Sinn, über "Gott und die Welt" zu schwätzen oder "Small Talk" zu praktizieren auch wenn es eigentlich sinnloses Geschwätz ist. Wichtig dabei ist, dass dieses Geschwätz niemanden schadet.

Aber so zu tun, als würde man alleine in einer Höhle leben, obwohl man unter Menschen ist, fühlt sich für mich verkehrt an. Was meint Ihr? Ich finde es hilfreich, über neutrale Themen, z.B. über Fußball und manchmal auch über das Wetter zu reden.


Hilfreich wegen notwendiger Sozialkontakte und um sich in rechter, wohlwollender Rede zu üben. Am Hilfreichsten fände ich eine permanente Gemeinschaft ohne belangloses Geschwätz, dann muss man auch nicht in die Höhle. Dazu muss man aber auch selber bereit sein.
mukti hat geschrieben:
Am Hilfreichsten fände ich eine permanente Gemeinschaft ohne belangloses Geschwätz, dann muss man auch nicht in die Höhle


Man kann sich leider die Gesellschaft (Kollegen, Kunden, Nachbarn) nicht immer aussuchen.
Sherab Yönten hat geschrieben:
mukti hat geschrieben:
Am Hilfreichsten fände ich eine permanente Gemeinschaft ohne belangloses Geschwätz, dann muss man auch nicht in die Höhle


Man kann sich leider die Gesellschaft (Kollegen, Kunden, Nachbarn) nicht immer aussuchen.


Meinst du, ich denke man könnte schon, will aber nicht wirklich. So geht es mir jedenfalls.
leider kann das ja durchaus böse enden, wenn du smalltalk verweigerst.
Früher war ich sehr mitteilsam, musste alles bequatschen. Es war ein Drang, wahrscheinlich nach Anerkennung etc.
Heute bin ich froh, dass ich dieses Bedürfnis nicht mehr habe. Dennoch halte ich es für wichtig, auch über unwichtige Dinge mit Nachbarn und dergleichen zu sprechen.

An meine Freunde habe ich höhere Ansprüche. Aber am liebsten höre ich heute zu - mit Ausnahmen :wink: Es ist sehr entspannend, nicht immer seinen Senf dazugeben zu müssen. Es kommt halt darauf an, ob es sich um Ansichten und Meinungen handelt oder um Erfahrungen, Erkenntnisse, Einsichten.
_()_ Monika
Ich unterscheide heilsames
und unheilsames Geschwätz .
Bei ersterem kann schon auch nur
zu hören heilen :heart:
Und beim zweiten gebe ich keinen
Kommentar ab , dass verunsichertdie Schwätzer :shock:

LG :sunny:
leider weiß ich immer noch nicht, wie ich zitieren kann....

das ist ein Thema, das mich auch interessiert..habe mich schon in Kindheit und JUgend mit solchen Sachen beschäftigt und sicher geprägt hat mich u.a. auch der Satz:

"Du musst für jedes unnütze Wort, das aus deinem Munde kommt, Rechenschaft ablegen" (so ungefähr aus dem Gedächtnis..steht wohl in der Bibel, glaube ich..damals hatte ich noch keinen Zugang zu buddhistischer Literatur....)

Nun, es fiel mir nicht schwer, mich ziemlich daran zu halten, ich rede meist nur beruflich, da muss ich.....

allerdings denke ich, dass ich schon irgendwie "komisch" bin, da ich wirklich Veranstaltungen meide, wo "gequatscht" wird- ich kanns nicht, habs wohl auch nie gelernt und sehe keinerlei Veranlassung dazu- es verursacht mir geradezu Unwohlsein wennn ich denn mal tapfer bin und eine Weile dabei bin (Kaffeeklatsch oder sonst was.....aber small talk ist mir ein Gräuel...

finde das aber auch wieder irgendwie arrogant von mir, obwohl es das nicht ist, oder?- :shock:
suchende2016 hat geschrieben:
small talk ist mir ein Gräuel


Das geht mir genauso, aber es gibt nun mal bei jeder Konversation nicht die Möglichkeit, tiefgründige Gespräche zu führen, alleine schon deshalb, weil die Zeit fehlt.

citröen hat geschrieben:
Ich unterscheide heilsames
und unheilsames Geschwätz .
Bei ersterem kann schon auch nur
zu hören heilen :heart:
Und beim zweiten gebe ich keinen
Kommentar ab , dass verunsichertdie Schwätzer :shock:

LG :sunny:


Nach der obigen Definition ist Geschwätz immer unheilsam. Heilsames Geschwätz. Den Ausdruck kenne ich gar nicht.

Monikadie4. hat geschrieben:
Früher war ich sehr mitteilsam, musste alles bequatschen


Bei mir war es eher umgekehrt. Ich war früher eher schüchtern und zurückhaltend und habe langsam gelernt, mir Selbstbewusstsein aufzubauen und mich an Gesprächen aktiv beteiligt. Wahrscheinlich wäre es förderlich, wenn ich wieder mehr Zurückhaltung kultivieren könnte ohne das Selbstbewusstsein aufzugeben.
Sherab Yönten hat geschrieben:
Wahrscheinlich wäre es förderlich, wenn ich wieder mehr Zurückhaltung kultivieren könnte ohne das Selbstbewusstsein aufzugeben.


Gibt es denn ein Selbst? Mir sagte man kürzlich, es gäbe kein Selbst.... :angel:
Solange jemand "Anspannung" verspürt, benötigt es "Entspannung" - genau da kann der "Sinn sinnlosen Geschwätzes" liegen - sofern es dann nicht zum Selbstläufer wird.
Freeman reloaded hat geschrieben:
Sherab Yönten hat geschrieben:
Wahrscheinlich wäre es förderlich, wenn ich wieder mehr Zurückhaltung kultivieren könnte ohne das Selbstbewusstsein aufzugeben.


Gibt es denn ein Selbst? Mir sagte man kürzlich, es gäbe kein Selbst.... :angel:


Es gibt im Westen den psychologischen Begriff des Selbstbewusstseins.
Das hat aber nichts mit dem buddhistisch - philosophischen Begriff der Leerheit der Person (Nicht Selbst) zu tun. Der Buddhismus fordert Dich dazu auf, zu differenzieren, unterscheidende Weisheit nennt man diese Fähigkeit :wink:
Wenn jemand den Bodhisattvaweg beschreitet, könnte ich mir durchaus Situationen vorstellen, in denen sinnloses Geschwätz heilsam sein kann. Zum Beispiel um explosive Situationen zu entschärfen. Auf Arbeit gibt es manchmal diese Leute, die in aufgeladenen Situationen irgendwelches Zeug erzählen (ev. auch unwahre Sachen) und anschließend lachen alle. Geschieht dieses bewußt, dann könnte man es als upaya, also geschicktes Mittel, einstufen. Ich denke, das Kriterium wäre hier die Motivation, also ob der Schwätzende helfen will, oder ob er sich gehen lässt und sein Ego aufbläst.
K-Dorje hat geschrieben:
Wenn jemand den Bodhisattvaweg beschreitet, könnte ich mir durchaus Situationen vorstellen, in denen sinnloses Geschwätz heilsam sein kann. Zum Beispiel um explosive Situationen zu entschärfen. Auf Arbeit gibt es manchmal diese Leute, die in aufgeladenen Situationen irgendwelches Zeug erzählen (ev. auch unwahre Sachen) und anschließend lachen alle. Geschieht dieses bewußt, dann könnte man es als upaya, also geschicktes Mittel, einstufen. Ich denke, das Kriterium wäre hier die Motivation, also ob der Schwätzende helfen will, oder ob er sich gehen lässt und sein Ego aufbläst.



Das sehe ich als Sinn des sinnlosen / sinnvollen = heilenden
Geschwätz :wink:

Aus dem PK vorlesen ...?

LG :sunny:
K-Dorje hat geschrieben:
Wenn jemand den Bodhisattvaweg beschreitet, könnte ich mir durchaus Situationen vorstellen, in denen sinnloses Geschwätz heilsam sein kann. Zum Beispiel um explosive Situationen zu entschärfen. Auf Arbeit gibt es manchmal diese Leute, die in aufgeladenen Situationen irgendwelches Zeug erzählen (ev. auch unwahre Sachen) und anschließend lachen alle. Geschieht dieses bewußt, dann könnte man es als upaya, also geschicktes Mittel, einstufen. Ich denke, das Kriterium wäre hier die Motivation, also ob der Schwätzende helfen will, oder ob er sich gehen lässt und sein Ego aufbläst.


Danke für Deinen Beitrag :)
Was mir immer wieder auffällt ist mein "sinnloses Geschwätz" wenn ich meinen Ärger über technische Probleme ausdrücke. Ich habe in meinem Beruf viel mit EDV zu tun, die alles andere wie reibungslos funktioniert. Da gibt es häufig Fehlermeldungen, Rückfragen bei der technischen Hotline und andere Hindernisse. Mir ist schon klar, dass Techniker auch nur Menschen sind, die Fehler machen. Aber diese Sichtweise wird erschwert, wenn die Technik häufig die Arbeit behindert anstatt dass sie dazu da ist, sie effektiver zu machen.
Nach der automatischen Waschstraße für Kühe war es nur eine Frage der Zeit: Die erste in Frankreich in Betrieb genommene, computergesteuerte Waschstraße für Hunde. Kommentar des Testhundes: "Wuff!"

© Wolfgang J. Reus
(1959 - 2006), deutscher Journalist, Satiriker, Aphoristiker und Lyrike


Der Nutzen der E D V ist aber größer als manchmal gedacht und
ich habe gerne solche Probleme ,
um sie zu lösen :mrgreen:
PS : war nur sinnloses heilsamenes
Geschwätz :wink: :heart:

LG :sunny:
Hallo miteinander
ich habe mich mal sehr intensiv mit dem Thema der rechten Rede und somit auch mit dem "sinnlosen Geschwätz" auseinandergesetzt.
Dadurch bin / wurde ich wohl auch sensibilisiert. Ich achte also für gewöhnlich sehr darauf,
wie ein Gespräch verläuft in dieser Hinsicht.

Mein Eindruck ist, das man in herkömmlichen Unterhaltungen 90% des Gesagten weglassen könnte,
ohne irgendwie den Sinn und Wert zu schmälern.
Mir scheint, das ein Großteil von Gesagtem, Gedrucktem und sonst wie Kommuniziertem sich in
diese Kategorie einordnen lässt.
Also in meinen Augen ein wichtiges Thema .

Andererseits wende ich auch manchmal Themen im Gespräch an, die nach Außen hin wie Smalltalk
wirken würden.
Da ich im psychiatrischen Bereich arbeite, ist dies manchmal hilfreich- z.b. um eine Vertrauens-
basis zu schaffen, um erst mal mit unverfänglichen Themen beginnen zu können. etc..
In diesem Fall halte ich dies aber nicht für "sinnlose Rede" da damit etwas bestimmtes (Positives) bewirkt werden soll. Nämlich das Hinführen zu wichtigeren Themen.

Der Unterschied ist wie immer- die Intention.

Wenn der Inhalt lediglich zum "Zeit totschlagen" oder ohne wirkliche beabsichtigte Basis
ist, bleibt es in meinen Augen sinnlos.

LG Rolf
RolfGe hat geschrieben:
Der Unterschied ist wie immer- die Intention.


Nun ist ja nicht gleich jeder Gesprächspartner ein potentieller Patient :wink:
Wann siehst Du sinnvolle Gespräche, wenn Du nicht im psychiatrischen Bereich tätig bist?
Reden ohne Absicht, einfach so kann oft Inspirationen auslösen die zu einem Austausch führt von dem profitiert werden kann. Einfach nur das sagen was gerade da ist macht viel aus. Wie ich auch feststelle das mein einfach so dahinschreiben oft im später wiederlesen sogar die Erkenntnis erscheinen kann: Das kannst Du damals nicht gewusst haben. Doch hab ich doch vertraut hab ich mir da nicht. Da war dann oft ein Ego im Weg das Veränderungen nicht zulassen konnte.
Ellviral hat geschrieben:
Einfach nur das sagen was gerade da ist macht viel aus.


Das klingt so, als ob Worte unabhängig von Gedanken zum Ausdruck gebracht werden. Es sind aber die Gedanken, die zuerst da sind und dann werden aus den Gedanken Worte.
Sherab Yönten hat geschrieben:
Ellviral hat geschrieben:
Einfach nur das sagen was gerade da ist macht viel aus.


Das klingt so, als ob Worte unabhängig von Gedanken zum Ausdruck gebracht werden. Es sind aber die Gedanken, die zuerst da sind und dann werden aus den Gedanken Worte.


Hi Sherab Yönten,
das glaube ich nicht. Ich habe oft erlebt, dass ich Dinge sagte, von denen ich nicht wusste, dass ich sie überhaupt wusste. Das ist vor allen Dingen dann der Fall, wenn ich in einem sehr geöffneten Zustand bin und spontan agiere. Genau so wie jemand einfach ins Wasser springt, ohne an die Konsequenzen zu denken, nur weil ganz klar ist, dass er z.B. ein Kind retten will. Und da denkt er möglicherweise nicht: "ich muss das Kind retten", sondern springt spontan hinein.

Nach solchen spontanen Aussagen oder Handlungen entstand bei mir Erstaunen und manchmal sogar Ehrfurcht darüber, wie das möglich ist. Denn ich, die angebliche Täterin, war nicht vorhanden. Es geschah Handeln.
_()_ Monika
RolfGe hat geschrieben:

Der Unterschied ist wie immer- die Intention.

Wenn der Inhalt lediglich zum "Zeit totschlagen" oder ohne wirkliche beabsichtigte Basis
ist, bleibt es in meinen Augen sinnlos.

LG Rolf



o.k.- zum Glück bin ich nie in so einer Situation.....

mein Tag müsste 50 Std haben und wäre nicht genug.... :roll:
Sherab Yönten hat geschrieben:
Ellviral hat geschrieben:
Einfach nur das sagen was gerade da ist macht viel aus.


Das klingt so, als ob Worte unabhängig von Gedanken zum Ausdruck gebracht werden. Es sind aber die Gedanken, die zuerst da sind und dann werden aus den Gedanken Worte.
Worte können unmöglich ohne Gedanken zum Ausdruck gebracht werden. Das heißt das Worte hervorgebracht werden können ohne das die Gedanken die das Tun bewusst werden müssen. Es gibt sehr viele Handlungen die einfach getan werden ohne das die auslösenden Gedanken bewusst werden. Das dies bewusst machen wollen, nenn ich Nach-denken damit wird versucht ein auslösendes Ereignis zu finden. Aber da beginnt dann auch der Sumpf von Ursache/Wirkung und ist hier nicht von Bedeutung.
Hallo !


Sherab Yönten hat geschrieben:
RolfGe hat geschrieben:
Der Unterschied ist wie immer- die Intention.


Nun ist ja nicht gleich jeder Gesprächspartner ein potentieller Patient :wink:
Wann siehst Du sinnvolle Gespräche, wenn Du nicht im psychiatrischen Bereich tätig bist?


Ich kann das nur „um-“schreiben, da es ja letztlich immer vom Kontext oder von der Intention abhängt.

- Konzentration auf das Wesentliche. Keine nutzlosen Details in epischer Breite und
Umständlichkeit
- Kein „Lücken-füllen“ um Schweigen zu vermeiden
- Kein Reden um des Redens willen ohne Fokus und Ziel
- Keine Inhalte die letztlich auf nichts hinauslaufen und mir als Zuhörer meine Zeit stehlen..
- Keine Inhalte, die letztlich nur Belanglosigkeiten darstellen („hab mir gestern Strähnchen
machen lassen
..“)

Natürlich ist mir klar, das letztlich jedes Thema für irgendjemanden wichtig sein kann, selbst die „Strähnchen“.

Deshalb ist es ja auch nur eine subjektive Privatmeinung.. :wink:

LG Rolf
RolfGe hat geschrieben:
Natürlich ist mir klar, das letztlich jedes Thema für irgendjemanden wichtig sein kann, selbst die „Strähnchen“.


Oft ist das was die Leute brauchen und wollen ja die freundliche Zuwendung selbst ist.

Und oftmals scheint es so, als müsse diese mit Worten verbunden sein, mit Worten des Anteilnehmens, mit geduldigen Zuhören usw.

Bei so Sesshins, in denen geschwiegen wird, fällt mir auf, wieviel "Bitte", "Dank", "Respekterweisung" und gegenseitige "Freundlichkeit" augedrückt werden kann, ohne Worte zu benutzten.

Man kann den Text weglassen und das ganze "instrumental" spielen. Aber daran sind wir im Allgemeinen nicht gewöhnt.
Auf jeden Fall ist endloses Geplapper ein Zeichen dafür, dass demjenigen irgend etwas fehlt - und sei es echte Aufmerksamkeit.
Mir ist aufgefallen, dass jemand, der aus Unsicherheit viel redet, noch mehr redet, wenn sein Gesprächsteilnehmer schweigt. Die Stille scheint unerträglich.
_()_ Monika
Monikadie4. hat geschrieben:
Auf jeden Fall ist endloses Geplapper ein Zeichen dafür, dass demjenigen irgend etwas fehlt - und sei es echte Aufmerksamkeit.
Mir ist aufgefallen, dass jemand, der aus Unsicherheit viel redet, noch mehr redet, wenn sein Gesprächsteilnehmer schweigt. Die Stille scheint unerträglich
_()_ Monika



Das beobachte ich auch .
Was meinst du warum es so ist ?

LG :sunny:

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