Raum für Meditation einrichten.

Moderator: void

Hallo an alle Praktizierenden!

Ich habe nun die Möglichkeit einen Raum (naja, mehr eine Raumecke des Abstellraums) als Ort für die Meditationspraxis einrichten zu können und möchte das mit eurer Unterstützung auch tun.

Der Raum ist ca. 5qm gross, die nutzbare Fläche für mein Vorhaben wird noch geringer ausfallen: ca 4qm.

Ich bin für jeden Tipp dankbar, aber besonders ratlos bin ich bzgl. der Buddha Statue. Es gibt extrem viele Möglichkeiten was das angeht, solche Figürchen sind ja recht populär. Trotzdem (oder gerade weil die Auswahl so gross ist) komme ich nicht weiter

Ich stelle mir eine Figur vor, die ca. 10-15cm hoch ist. Körperhaltung sollte eher dem Zazen-Standard entsprechen, also keine Mudras o.ä, keine liegenden oder sitzenden Buddhas. Ich mag die eher schlanken ruhigen Buddhas, nicht die dicken lachenden. Ich mag eher das japanische Design, also einfarbige Figuren ohne besondere Erhöhungen auf dem Kopf wie z.B. bei Thai-Figuren. Ich finde in der Richtung nichts passendes, nur besonders grosse Figuren die eher für den Garten geeignet sind, als für eine Mini-Ecke zum Meditieren...
Hier sind allen Möglichkeiten Tür und Tor geöffnet, Zenman.
Erlaubt ist was gefällt. Buddhastatuen gibt es genug im Internet. Sie kann sein, sie muss nicht sein. In einem Zen Tempel findest du auch eher eine Figur des Monju Bosatu, des Manjushri.
Ansonsten Matte und Kissen, ggf. Kerze, Blume, Räucherwerk...
Dann kannst du dir natürlich auch Gong, Mokugyo und Inkin anschaffen.

Eigentlich reicht zum Sitzen ein Kissen. Der Rest ist Geschmacksache. Da würde ich meinen Vorlieben wirklich freien Lauf lassen. :D
Ja, Kissen und Matte sind eigentlich ausreichend, das stimmt.

Ich versuche ja gerade meinem Geschmack freien Lauf zu lassen, finde passende Figuren aber nur in Übersee (USA) :mrgreen:
monju, kannon, shakyamuni, amidhaba...
bei art-of-asia (steinguss) gibt es einen dunklen amidha (22 cm) der mir gefallen würde. bei kleinen musst du ne ganze weile ausschau halten, das stimmt. in meiner ersten hütte hatte ich einen butsudan aus stein. auch ein honzon (kaligrafie) ist gut. blumen, kerzen und das räuchergefäß sind wesentlich. wer es orthodox mag stellt noch schälchen für wasser oder tee und speiseofer auf. und holzfisch (mokugyo), gong, glocke oder klangschale können für die rezi s hinzu kommen.
Morpho hat geschrieben:
monju, kannon, shakyamuni, amidhaba...
bei art-of-asia (steinguss) ...


Danke für den Tipp, auf der Seite gibt es gleich mehrere schöne Figuren für mich!
Nyogen Senzaki (Rinzai) schreibt in seinem Kommentar zu einer Koan-Sammlung:
(...) ein echter Zen-Tempel hat kein Bildnis. Der Zen-Meister nimmt die Stelle des Buddha ein, (...). Kodo Sawaki (Soto) sieht das genauso. Wir üben ja "Sitzender Buddha". Aber wenn du einen Spiegel brauchst, dann stell' ihn auf.
Also ich habe irgendwie Pandoras Büchse geöffnet, indem ich versucht habe mir einen kurzen Überblick über Räucherstäbchen zu verschaffen :eek:

Ich behaupte mal, in Deutschland gibt es weniger Sorten von Bier zu kaufen, als Sorten von Räucherstäbchen. Das ist zumindest mein erster Eindruck.

Muss ich etwas bei den Stäbchenhaltern beachten? Gibt es "inkompatible" Stäbchen und Halter? Es gibt z.B. japanische, indische, ayurvedische, tibetische, usw. Stäbchen. Passen die auch meistens in jeden Stäbchenhalter?

Sorry wenn die Frage blöd ist, aber ich bin gerade einfach überwältigt von der Auswahl!
Tychiades hat geschrieben:
Nyogen Senzaki (Rinzai) schreibt in seinem Kommentar zu einer Koan-Sammlung:
(...) ein echter Zen-Tempel hat kein Bildnis. Der Zen-Meister nimmt die Stelle des Buddha ein, (...). Kodo Sawaki (Soto) sieht das genauso. Wir üben ja "Sitzender Buddha". Aber wenn du einen Spiegel brauchst, dann stell' ihn auf.


Ich habe immer gehört, dass man in einem Raum, der für Zazen gedacht ist durchaus eine Figur aufstellen kann. Das habe ich auch persönlich so gesehen. War natürlich kein richtiger Tempel in Japan, aber eine Meditationsgruppe in Deutschland. Das Haus wurde durchaus als Tempel eingerichtet und in dem grossen Raum für Zazen war ein kleiner Buddha auf einer Art Altar.

Ausserdem, Zitat aus einem von Muhos Essays:

When you enter the room for zazen (dojo), first bow in gassho towards the buddha statue or the scroll hanging in the center.


Eine Buddha Statue oder Figur ist durchaus möglich. Eine Schriftrolle mit, für mich unbekannten, Zeichen aufzuhängen gefällt mir nicht besonders. Eine Buddha Figur dagegen spricht eine eher allgemein verständliche Sprache. Natürlich kann man auch ohne so ein Firlefanz auskommen, es ist Geschmackssache.
Zenman hat geschrieben:
Eine Buddha Statue oder Figur ist durchaus möglich. Eine Schriftrolle mit, für mich unbekannten, Zeichen aufzuhängen gefällt mir nicht besonders. Eine Buddha Figur dagegen spricht eine eher allgemein verständliche Sprache. Natürlich kann man auch ohne so ein Firlefanz auskommen, es ist Geschmackssache.


Eine Buddhastatue ist eine Investition - und du beschäftigst dich bereits schon sehr ausführlich mit dem "Firlefanz" - es ist nur keine Geschmacksfrage, sonder eine Frage der Anhaftung an Äußerlichkeiten.
Im Zuimonki hat Dogen hier ein schönes Beispiel gebracht, das kennt Muho natürlich auch.
Ich hab's jetzt hier nur in englisch, aber das Zuimonki sollte man sich als Zen-Praktizierender schon mal anschaffen.
http://global.sotozen-net.or.jp/common_ ... 01-01.html
Zenman hat geschrieben:
Muss ich etwas bei den Stäbchenhaltern beachten?

Wir haben eine einfache Schale mit Sand.
Gibt es "inkompatible" Stäbchen und Halter? Es gibt z.B. japanische, indische, ayurvedische, tibetische, usw. Stäbchen. Passen die auch meistens in jeden Stäbchenhalter?

Sorry wenn die Frage blöd ist, aber ich bin gerade einfach überwältigt von der Auswahl!


Bei klang&stille gibt es unsere Sorte - die ich sonst aus Japan mitbrachte.
http://www.klang-stille.de/lshop,showde ... 98002,.htm

Letztlich muss man ausprobieren, was einem gefällt.

Aber ich verwende keine Räucherstäbchen, da das letztlich Passivrauchen ist.
Zenman hat geschrieben:
Also ich habe irgendwie Pandoras Büchse geöffnet, indem ich versucht habe mir einen kurzen Überblick über Räucherstäbchen zu verschaffen :eek:

Ich behaupte mal, in Deutschland gibt es weniger Sorten von Bier zu kaufen, als Sorten von Räucherstäbchen. Das ist zumindest mein erster Eindruck.

Muss ich etwas bei den Stäbchenhaltern beachten? Gibt es "inkompatible" Stäbchen und Halter? Es gibt z.B. japanische, indische, ayurvedische, tibetische, usw. Stäbchen. Passen die auch meistens in jeden Stäbchenhalter?

Sorry wenn die Frage blöd ist, aber ich bin gerade einfach überwältigt von der Auswahl!

Auch hier gilt für mich, erlaubt ist was gefällt. Also Testpäckchen bestellen. :D
Ich habe eine Holzschale, die mir meine Tochter vor Jahren geschenkt hat, mit Vogelsand gefüllt.
Möchtest du auch einmal anderes Räucherwerk abbrennen, wofür du Holzkohle benötigst, empfiehlt es sich, keinen Sand, sondern Asche zu benutzen, da der Sand dabei heiß wird.
In meiner Sangha sind alle Räuchergefäße mit Asche gefüllt.

Ach ja, meine Buddhastatue ist aus Kunststoff und aus dem Baumarkt. :)
Tychiades hat geschrieben:
Eine Buddhastatue ist eine Investition


Ja, wenn man es denn so nennen will... Ich glaube mehr als 30€ gebe ich dafür nicht aus, realistischer ist ein Wert von 10€. Es ist ja immerhin ein kleines Figürchen für eine kleine Ecke in einer Besenkammer.

Tychiades hat geschrieben:
- und du beschäftigst dich bereits schon sehr ausführlich mit dem "Firlefanz" - es ist nur keine Geschmacksfrage, sonder eine Frage der Anhaftung an Äußerlichkeiten.
Im Zuimonki hat Dogen hier ein schönes Beispiel gebracht, das kennt Muho natürlich auch.
Ich hab's jetzt hier nur in englisch, aber das Zuimonki sollte man sich als Zen-Praktizierender schon mal anschaffen.
http://global.sotozen-net.or.jp/common_ ... 01-01.html


ja, ich mache das ausführlich, weil mir das wichtig ist. Vielleicht ein bisschen wie die Gestaltung eines Zen-Gartens... Da denkt man auch 10 Mal drüber nach wo welcher Stein gesetzt wird und wie rum man ihn dreht...

Mag sein, dass es ein Anhaften an Äusserlichkeiten ist, das will ich nicht abstreiten. Ich möchte halt gerne eine besondere Atmosphäre schaffen.
Festus hat geschrieben:
Auch hier gilt für mich, erlaubt ist was gefällt. Also Testpäckchen bestellen. :D


Genau, das mache ich dann demnächst.

Festus hat geschrieben:
Ich habe eine Holzschale, die mir meine Tochter vor Jahren geschenkt hat, mit Vogelsand gefüllt.
Möchtest du auch einmal anderes Räucherwerk abbrennen, wofür du Holzkohle benötigst, empfiehlt es sich, keinen Sand, sondern Asche zu benutzen, da der Sand dabei heiß wird.
In meiner Sangha sind alle Räuchergefäße mit Asche gefüllt.


Eine Schale mit Sand und dort dann das Stäbchen rein stecken... Das ist auch eine Möglichkeit, kann ich mal ausprobieren!

Festus hat geschrieben:
Ach ja, meine Buddhastatue ist aus Kunststoff und aus dem Baumarkt. :)


Was ja auch nicht schlimm ist :wink: Das ist ja Massenware und wird wie alles andere irgendwo in Fernost hergestellt. Wichtig ist m.M.n. wofür die Figur steht, aber ob es nun ein online-Shop oder der Baumarkt ist... Völlig Wurst!
Zenman hat geschrieben:
... Ich möchte halt gerne eine besondere Atmosphäre schaffen.

:like:

Geht mir auch so.
Ich gönn' es mir. Man gönnt sich ja sonst nichts. :mrgreen: :mrgreen:
Zenman hat geschrieben:
Tychiades hat geschrieben:
Eine Buddhastatue ist eine Investition


Ja, wenn man es denn so nennen will... Ich glaube mehr als 30€ gebe ich dafür nicht aus, realistischer ist ein Wert von 10€. Es ist ja immerhin ein kleines Figürchen für eine kleine Ecke in einer Besenkammer.

Das beruhigt mich - mir wurde mal von meinem Sangha ein sehr schöner Buddha geschenkt - der steht neben mir in meinem Bücherregal. Ich habe keinen mehr gefunden, der diesen Ausdruck hat. Ich denke darauf kommt es an.

ja, ich mache das ausführlich, weil mir das wichtig ist. Vielleicht ein bisschen wie die Gestaltung eines Zen-Gartens... Da denkt man auch 10 Mal drüber nach wo welcher Stein gesetzt wird und wie rum man ihn dreht...

Mag sein, dass es ein Anhaften an Äusserlichkeiten ist, das will ich nicht abstreiten. Ich möchte halt gerne eine besondere Atmosphäre schaffen.


Die Gestaltung der äußeren Umgebung ist schon wichtig - m.E. nach sollte sie einfach leer sein - eine "Besenkammer"*) mit einer Matte und einem Zafu. Wenn man allein sitzt braucht man dann nur noch seine Uhr, falls man die Zeit beobachten will.

*) es handelt sich aber nicht um eine dieser berühmten Besenkammern?
Tychiades hat geschrieben:
Die Gestaltung der äußeren Umgebung ist schon wichtig

... weil sie von der inneren Umgebung nicht zu trennen ist. Da ist kein innen und kein außen. Nicht einmal eine Umgebung. Was ein "Gestaltung ist schon wichtig" übrig lässt.
Tychiades hat geschrieben:
- m.E. nach sollte sie einfach leer sein - eine "Besenkammer"*) mit einer Matte und einem Zafu.
.
Nun - eine Besenkammer mit Zabuton und Zafu (und ggf. einer Uhr) ist nicht leer. Auch, wenn es kein innen und kein außen gibt, so gibt es doch Gestaltung. Die Gestalt "Besenkammer" ist nur eine von unendlich vielen Möglichkeiten. "Gestaltung" ist schon in Ordnung, aber "Umgebung" ... nicht, wenn man sich da mit Dingen "umgibt". Ein Bodhisattva gestaltet auch eine Besenkammer zu einem Reinen Land. Gegen Dinge ist dabei nichts einzuwenden, finde ich. Weder gegen Besen noch gegen Buddhastatuen. Aber die sind dann auch nicht "Umgebung".
Dogen sagt, man soll die Bildnisse des Buddha verehren, weil sie die Gestalt des Tathagatha sind, die uns hinterlassen wurde. In ihrer Gegenwart Zazen zu üben, ist sicher eine angemessene Form der Verehrung. Sich damit zu "umgeben" eher nicht.

()
tychiades:
ein echter Zen-Tempel hat kein Bildnis

der hat auch zu einem sponsoren gesagt, nein, in diesem ("seinem") tempel wird nicht praktiziert, studiert, gearbeitet. hehe :kiss:
Sudhana hat geschrieben:
... weil sie von der inneren Umgebung nicht zu trennen ist. Da ist kein innen und kein außen. Nicht einmal eine Umgebung. Was ein "Gestaltung ist schon wichtig" übrig lässt.


Wenn du es als Verwirklichung siehst, stimme ich da zu. Nach meiner Erfahrung gehört das auch zur rechten Anstrengung und zu rechtem Tun, also sila und samadhi.

Sudhana hat geschrieben:
Nun - eine Besenkammer mit Zabuton und Zafu (und ggf. einer Uhr) ist nicht leer. Auch, wenn es kein innen und kein außen gibt, so gibt es doch Gestaltung.

Nein. Wenn es kein Innen und kein Außen gibt, gibt es auch keine Gestaltung oder Gestalt.

Sudhana hat geschrieben:
Die Gestalt "Besenkammer" ist nur eine von unendlich vielen Möglichkeiten. "Gestaltung" ist schon in Ordnung, aber "Umgebung" ... nicht, wenn man sich da mit Dingen "umgibt". Ein Bodhisattva gestaltet auch eine Besenkammer zu einem Reinen Land.

Hmhm - meinst du nicht das ist Wortgeklingel?

Sudhana hat geschrieben:
Dogen sagt, man soll die Bildnisse des Buddha verehren, weil sie die Gestalt des Tathagatha sind, die uns hinterlassen wurde. In ihrer Gegenwart Zazen zu üben, ist sicher eine angemessene Form der Verehrung. Sich damit zu "umgeben" eher nicht.

Ich denke, man kann sich damit überhaupt nicht umgeben, weil es alles durchdringt. Eine Haltung der Verehrung und Ehrfurcht ist genau deshalb auch angemessen - aber dennoch müssen wir erkennen, dass es "Spiegel" ist und es eben letztlich in eins fällt - wir können die Gestalt nicht machen - und wenn wir unseren Vorstellungen folgen, Vorstellungen von Schönheit und Klarheit des Raumes, von "zenlike home and garden", dann sind das natürlich Illusionen, und wir erreichen es nicht.
Wenn man in Japan eine Zen-Tempel-Anlage betritt, dann öffnet sich eine ruhige Welt, die in einer lauten Betonumgebung unter Anstrengung aufrecht erhalten wird, inzwischen auch aus touristischen Motiven. Solche Orte von Ruhe und Sammlung gibt es bei uns ebenso im sogenannten Sakralbau oder in den Gärten und Parks. Doch Zazen lässt sich überall praktizieren, denn die Gestalt des Tathagata ist nicht beschränkt, auf Bildnisse des Buddha, sie ist auch der Obdachlose in seinem Schlafsack und seinem Bettelbecher.
Was jedoch hier deutlich wird, ist die Funktion des beständigen Tuns wenn ich meinen Platz zum Zen herrichte oder gestalte, als Zen-Übung. Die Vorbereitungen zur Übung sind selbst Übung.
Tychiades hat geschrieben:
...
Ich habe keinen mehr gefunden, der diesen Ausdruck hat. Ich denke darauf kommt es an.


Ja, genau! Deswegen kaufe ich auch nicht das erstbeste, ich versuche einen besonderen Ausdruck zu finden.

Tychiades hat geschrieben:
Die Gestaltung der äußeren Umgebung ist schon wichtig - m.E. nach sollte sie einfach leer sein - eine "Besenkammer"*) mit einer Matte und einem Zafu. Wenn man allein sitzt braucht man dann nur noch seine Uhr, falls man die Zeit beobachten will.


Einen Timer habe ich schon. Finde ich sehr praktisch, manchmal ist die innere Uhr sehr genau, manchmal aber komplett anders als die richtige. Ohne Timer ist es nicht so gut imho.

Tychiades hat geschrieben:
*) es handelt sich aber nicht um eine dieser berühmten Besenkammern?


Also eine Brille trage ich schon. Narben auf der Stirn habe ich zwar noch nicht, aber 2 von 3 (Besenkammer, Brille) stimmt schon mal überein!
Zenman hat geschrieben:
Also ich habe irgendwie Pandoras Büchse geöffnet, indem ich versucht habe mir einen kurzen Überblick über Räucherstäbchen zu verschaffen :eek:

Ich hab auch ma Räucherstäbchen probiert. Stand so in irgendeinem Sutra "man solle es sich schön machen, usw.", ich dachte "ok" und hab das so gemacht. Mir wurde schlecht davon und es hat mir fast die Lunge rausgeboxt, obwohl ich Raucher bin. Also es gibt da definitiv Qualitätsunterschiede und wenns auch noch ne Besenkammer is... ich weiss ja nich.
Spock hat geschrieben:
Zenman hat geschrieben:
Also ich habe irgendwie Pandoras Büchse geöffnet, indem ich versucht habe mir einen kurzen Überblick über Räucherstäbchen zu verschaffen :eek:

Ich hab auch ma Räucherstäbchen probiert. Stand so in irgendeinem Sutra "man solle es sich schön machen, usw.", ich dachte "ok" und hab das so gemacht. Mir wurde schlecht davon und es hat mir fast die Lunge rausgeboxt, obwohl ich Raucher bin. Also es gibt da definitiv Qualitätsunterschiede und wenns auch noch ne Besenkammer is... ich weiss ja nich.


Es ist wirklich ein kleines Zimmer, nur mit passivem Luftabzug ohne Fenster.

Der Geruch in dem Zimmer momentan ist nicht so doll, es ist auch vollgestellt mit Sachen, die eigentlich weg geworfen werden müssen oder wo anders besser gelagert wären. Nachdem das Zimmer von dem ganzen unnützen Zeug befreit ist, muss ordentlich gelüftet werden. Ein Räucherstäbchen wird auch mithelfen den Geruch zu verbessern. Aber ob ich dann beim Zazen auch Stäbchen anzünde, während die Tür zu ist... Das wird wahrscheinlich zu viel. Aber mal sehen!
Zenman hat geschrieben:
Aber mal sehen!

Alles Gute dabei. :)
Danke!

Es gibt doch so ein typisches Bild von einem Hippie in einem VW-Bus, welcher voller weissen Rauchs ist :lol: So könnte mein Zimmer nach dem Einsatz von Räucherstäbchen aussehen.
Zenman hat geschrieben:
Danke!

Es gibt doch so ein typisches Bild von einem Hippie in einem VW-Bus, welcher voller weissen Rauchs ist :lol: So könnte mein Zimmer nach dem Einsatz von Räucherstäbchen aussehen.

Wenn du dabei doch im Zimmer bleibst, dann vllt besser flach aufn Boden legen, also besser Liege-, statts Sitzmedi.
Spock hat geschrieben:
Zenman hat geschrieben:
Danke!

Es gibt doch so ein typisches Bild von einem Hippie in einem VW-Bus, welcher voller weissen Rauchs ist :lol: So könnte mein Zimmer nach dem Einsatz von Räucherstäbchen aussehen.

Wenn du dabei doch im Zimmer bleibst, dann vllt besser flach aufn Boden legen, also besser Liege-, statts Sitzmedi.


:rofl: - ROFL, roll on the floor laughing.
Tychiades hat geschrieben:
Wenn es kein Innen und kein Außen gibt, gibt es auch keine Gestaltung oder Gestalt.

Die Gestaltung 'kein Innen und kein Außen' ist Gyōji dōkan. Seine Gestalt ist 'sitzender Buddha'.
Sudhana hat geschrieben:
Hmhm - meinst du nicht das ist Wortgeklingel?

Was sollte es sonst sein? Auch das Inkin schlagen erzeugt nur Geklingel und doch werfen sich die Übenden bei seinem Klang nieder. Nicht, dass ich eine solche Reaktion von meinem Wortgeklingel erwartet hätte ...
Tychiades hat geschrieben:
Sudhana hat geschrieben:
Dogen sagt, man soll die Bildnisse des Buddha verehren, weil sie die Gestalt des Tathagatha sind, die uns hinterlassen wurde. In ihrer Gegenwart Zazen zu üben, ist sicher eine angemessene Form der Verehrung. Sich damit zu "umgeben" eher nicht.

Ich denke, man kann sich damit überhaupt nicht umgeben, weil es alles durchdringt.

Ja. Trotzdem wird es immer wieder versucht.
Tychiades hat geschrieben:
Eine Haltung der Verehrung und Ehrfurcht ist genau deshalb auch angemessen - aber dennoch müssen wir erkennen, dass es "Spiegel" ist und es eben letztlich in eins fällt

Dennoch? Oder gerade deswegen? Davon abgesehen: natürlich ist eine Besenkammer als Spiegel so gut wie eine Hondō. Man muss nur hineinschauen. Und da riskiert man bei einer Hondō vielleicht doch eher einen zweiten Blick als bei einer Besenkammer.
Tychiades hat geschrieben:
- wir können die Gestalt nicht machen

Nein, wozu auch. Sie entsteht und vergeht nicht. Das Problem ist doch, dass wir etwas anderes machen können - und das zumeist auch tun. Und zwar gerade
Tychiades hat geschrieben:
wenn wir unseren Vorstellungen folgen, Vorstellungen von Schönheit und Klarheit des Raumes, von "zenlike home and garden"

- dann sind wir bestenfalls Zen-Spießer, die sich das Leben mit Buddha-Gartenzwergen verhübschen.
Tychiades hat geschrieben:
Was jedoch hier deutlich wird, ist die Funktion des beständigen Tuns wenn ich meinen Platz zum Zen herrichte oder gestalte, als Zen-Übung. Die Vorbereitungen zur Übung sind selbst Übung.

!

()
" Die Vorbereitungen zur Übung sind selbst Übung."

Wenn die Vorbereitungen schon Übung sind, wozu dann überhaupt Übung? Reichen da nicht dann die Vorbereitungen zur Übung? Und wenn somit bereits die Vorbereitungen ausreichen, wozu dann überhaupt Übung?

Oder geht es hier um Übungen vor der Übung, also um verschiedene Phasen oder Arten der Übung?

Ich will auf die Frage hinaus:

Gibt es überhaupt eine Trennung zwischen Übung und Nicht-Übung?

Wenn ich richtig verstanden habe, gibt keine solche Trennung, aber dennoch ist es von Vorteil, zu üben. Richtig? ^^
Freeman reloaded hat geschrieben:
" Die Vorbereitungen zur Übung sind selbst Übung."

Wenn die Vorbereitungen schon Übung sind, wozu dann überhaupt Übung? Reichen da nicht dann die Vorbereitungen zur Übung? Und wenn somit bereits die Vorbereitungen ausreichen, wozu dann überhaupt Übung?

Oder geht es hier um Übungen vor der Übung, also um verschiedene Phasen oder Arten der Übung?

Ich will auf die Frage hinaus:

Gibt es überhaupt eine Trennung zwischen Übung und Nicht-Übung?

Wenn ich richtig verstanden habe, gibt keine solche Trennung, aber dennoch ist es von Vorteil, zu üben. Richtig? ^^


Es gibt keine Trennung von Übung und Nicht-Übung, weil letztlich alles Übung ist. Das Sitzen ist eine Form, das Gehen eine Form, samu eine Form, hier schreiben eine Form usw. Solange man aber im unterscheidenden Denken verhaftet ist, macht man diesen Unterschied, wie auch alle anderen Unterscheidungen auch. Mit den Unterscheidungen entstehen dann auch sofort die Wertungen.
Freeman reloaded hat geschrieben:
Reichen da nicht dann die Vorbereitungen zur Übung?

Nein. Wenn der Übung der Vorbereitung der Übung nicht die Übung der Übung folgt, also die Übung der Vorbereitung der Übung nichts vorbereitet, dann ist die Vorbereitung der Übung auch keine Übung der Vorbereitung.
Freeman reloaded hat geschrieben:
Oder geht es hier um Übungen vor der Übung, also um verschiedene Phasen oder Arten der Übung?

Es gibt nur eine "Art" der Übung. Ihre "Phasen", wenn man so will, sind die drei Zeiten. Die Gegenwart der Übung, ihr Kommen und ihr Gehen.
Freeman reloaded hat geschrieben:
Ich will auf die Frage hinaus:

Gibt es überhaupt eine Trennung zwischen Übung und Nicht-Übung?

Wenn Übung (gyō) permanent (ji) ist, gibt es keine Nicht-Übung. Wenn der Weg () kreist (kan), hat er weder Anfang noch Ende - damit auch keine Unterbrechung.
gyōji dōkan bedeutet, dass die kontinuierliche Übung sowohl Wirkung als auch Ursache von Buddhas Weg ist. Es ist Vorbereitung und Vollendung des Erwachens in einem. Was als Nicht-Übung erscheint, ist tatsächlich nur 'schlampig übender Buddha'.

()
Habt Dank.

Ist es nun von Vorteil zu üben oder nicht?

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