Wie wird man schwere Anhaftungen los?

Moderator: Jojo

Hallo,

vor ca. 3 Jahren las ich zuerst über die Lehren Buddhas und den Geistesgiften Gier, Anhaftung, Wut/Ärger, Unwissenheit. War sehr einleuchtend und ich erkannte zwei schwere Anhaftungen bei mir. Die eine habe ich jetzt nach 3 Jahren seitdem überwunden. War eine Verkettung von sehr schweren Illusionen, von der jede schwer zu erkennen war. Ich bin sehr froh über Buddha das Vorgehen über das Beobachten der Gedanken "gelernt" zu haben. Sonst hätte ich das nie geschafft. Manchmal falle ich wieder rein, aber nach nur ein paar Minuten (oder manchmal ein paar Stunden) habe ich die Kette der Illusionen wieder erkannt, die dies verursachen, und es ist wieder gut.

Soweit so gut. Mit der zweiten schweren Anhaftung hagelt es aber ewig nur Rückfälle. Ich bin in meinem Beruf jetzt seit über 20 Jahren gewöhnt, dass ständig eine Neuigkeit die nächste jagt. Das hat über die Zeit halt dummerweise zu einer Gewöhnung geführt. Das hat mir auch so 10-15 Jahre Spaß gemacht und ich war immer voll dabei. Die Gier kriegt immer was neues vorgesetzt und ist zufrieden. Jetzt gibt es aber zum ersten Mal sowas wie Stabilität in dieser Sparte und ein Teil des Stapels an verwendeten Technologien entwickelt sich nur in kleinen Schritten weiter. Das passt mir nicht. Ich will weiterjagen wie bisher und schaue mir alternative Sachen an. Problem ist, dass diese alle bedeutungslos sind und mir nur meine Lebenszeit wegfressen und mich verrückt machen. Sogar während der Arbeitszeit packt mich das manchmal und das wird irgendwann böse Ärger geben.

Ich will also damit aufhören. Also gut, dann konzentrier ich mich jetzt auf die Lehren Buddhas und den Achtfachen Pfad. Das ist alles sehr hilfreich und es geht mir dadurch besser. Nur die Entdeckung der Rechten Rede war für mich eine große Sache, die mein Leben viel besser gemacht hat. Aber dann kriege ich ganz schnell das Gefühl, dass ich etwas mir greifen muss, um meinen Selbstwert aufzubauen. Und dann greife ich eben auf die altbekannten Dinge zurück. Und das will einfach nicht aufhören! "Reiß es aus und schmeiß es weg", würde jetzt jemand sagen. Aber es kommt immer wieder. Ich habe einfach zu sehr mein Selbstwertgefühl darauf aufgebaut. Es ist wie bei einer schönen Frau, die über Jahre gewöhnt war sich ihr Mojo über die Schönheit zu holen und wenn das Alter kommt, will man es nicht glauben, dass es damit vorbei ist. Die lange Gewöhnung war eben sehr groß und was anderes hat man in der Zeit nicht gelernt, weil nur damit beschäftigt.

Eigentlich müsste ich mein nach Selbstwertgefühl orientiertes Denken aufgeben und einstellen. Anders kann es ja gar nicht aufhören. Eine Manie durch eine andere ersetzen geht ziemlich leicht. Aber eine Manie abbauen ist sehr schwer. Kennt jemand sowas und kann mir ein bisschen Tips geben was tun?

Danke, Anandasa
Selbstwertgefühl - meditiere einfach lange und intensiv biste nicht mehr kannst - dann
übersteigst Du das Selbstwertgefühl und kannst geläutert sein

Alles andere ersetzt das Eine so wie das Andere aber Du hast Dich nicht aufgegeben
ich war immer voll dabei.


naja, klar.

und das macht halt anusaya: auf Grund einer durch lange Gewohnheit erstarkte Disposition

glaubst du wirklich, dein selbstwertgefühl - dein selbstvertrauen, wäre weg, würde schaden nehmen, wenn du dem was dich bisher temporär so stark befriedigt hat (zeitweise) den rücken zukehrst ? finde es raus.

du könntest auch beobachten, welche gefühlsaspekte es genau sind, die dich daran fesseln.
Erkennen, dass sich die gesamte Welt in einer Millisekunde milliardenfach verändert, mit oder ohne Dein Zutun. Den Tunnelblick auf sich selbst aufgeben. Deine Fortschritten oder Rückschläge nicht bewerten, Anhaftungen feststellen und schlichtweg beobachten (da bist Du ja schon :) ). Hartnäckig weiter machen, es dauert… Geduld haben hilft auch.
Hallo Anandasa,
du hast bis jetzt vieles richtig gemacht. Doch nicht alles. Der Regress auf frühere Verhaltensweisen in Stresssituation läßt sich schon reduzieren.
Wie du schon erwähnst hast, solltest du den Achfaachen Weg konsequenter ghen, mit Tugend, Einsicht und Einigung.
Dann klappt das auch mit der eigenen Umprogrammierung.
Selbst und Ich kannst du einfach in den Papierkorb werden, sie sind nur biologische Ilusionen.
Lese doch mal in der Längeren Sammlung des Pali-Kanons, das Buch Patikaputto, Vor Voranfang.
Viel Erfolg.

sakko
Anandasa hat geschrieben:
Hallo,

vor ca. 3 Jahren las ich zuerst über die Lehren Buddhas und den Geistesgiften Gier, Anhaftung, Wut/Ärger, Unwissenheit. War sehr einleuchtend und ich erkannte zwei schwere Anhaftungen bei mir. Die eine habe ich jetzt nach 3 Jahren seitdem überwunden. War eine Verkettung von sehr schweren Illusionen, von der jede schwer zu erkennen war. Ich bin sehr froh über Buddha das Vorgehen über das Beobachten der Gedanken "gelernt" zu haben. Sonst hätte ich das nie geschafft. Manchmal falle ich wieder rein, aber nach nur ein paar Minuten (oder manchmal ein paar Stunden) habe ich die Kette der Illusionen wieder erkannt, die dies verursachen, und es ist wieder gut.

Soweit so gut. Mit der zweiten schweren Anhaftung hagelt es aber ewig nur Rückfälle. Ich bin in meinem Beruf jetzt seit über 20 Jahren gewöhnt, dass ständig eine Neuigkeit die nächste jagt. Das hat über die Zeit halt dummerweise zu einer Gewöhnung geführt. Das hat mir auch so 10-15 Jahre Spaß gemacht und ich war immer voll dabei. Die Gier kriegt immer was neues vorgesetzt und ist zufrieden. Jetzt gibt es aber zum ersten Mal sowas wie Stabilität in dieser Sparte und ein Teil des Stapels an verwendeten Technologien entwickelt sich nur in kleinen Schritten weiter. Das passt mir nicht. Ich will weiterjagen wie bisher und schaue mir alternative Sachen an. Problem ist, dass diese alle bedeutungslos sind und mir nur meine Lebenszeit wegfressen und mich verrückt machen. Sogar während der Arbeitszeit packt mich das manchmal und das wird irgendwann böse Ärger geben.

Ich will also damit aufhören. Also gut, dann konzentrier ich mich jetzt auf die Lehren Buddhas und den Achtfachen Pfad. Das ist alles sehr hilfreich und es geht mir dadurch besser. Nur die Entdeckung der Rechten Rede war für mich eine große Sache, die mein Leben viel besser gemacht hat. Aber dann kriege ich ganz schnell das Gefühl, dass ich etwas mir greifen muss, um meinen Selbstwert aufzubauen. Und dann greife ich eben auf die altbekannten Dinge zurück. Und das will einfach nicht aufhören! "Reiß es aus und schmeiß es weg", würde jetzt jemand sagen. Aber es kommt immer wieder. Ich habe einfach zu sehr mein Selbstwertgefühl darauf aufgebaut. Es ist wie bei einer schönen Frau, die über Jahre gewöhnt war sich ihr Mojo über die Schönheit zu holen und wenn das Alter kommt, will man es nicht glauben, dass es damit vorbei ist. Die lange Gewöhnung war eben sehr groß und was anderes hat man in der Zeit nicht gelernt, weil nur damit beschäftigt.

Eigentlich müsste ich mein nach Selbstwertgefühl orientiertes Denken aufgeben und einstellen. Anders kann es ja gar nicht aufhören. Eine Manie durch eine andere ersetzen geht ziemlich leicht. Aber eine Manie abbauen ist sehr schwer. Kennt jemand sowas und kann mir ein bisschen Tips geben was tun?

Danke, Anandasa
Es gibt nur einen Weg. Das was sich da immer wieder zeigt und dich mitreißt ist eine Person die Du geschaffen hast. Lasse sie machen und wenn sie erreicht hat was sie will erkenne sie als Maske/Persona von dir dem der keine Maske hat aber immer wieder welche schafft. Neuronale Autobahnen brauchen einige Zeit bis sie wieder Wanderwege werden. Dies ich macht sich einen Spaß daraus immer wieder mal diese Masken spielen zu sehen. Und dann kommen sie wieder in die Puppenkiste.
Was den Selbstwert angeht ist das schon schwieriger. Es ist ein langer Weg der Übung weder Lob noch Tadel als mich persönlich betreffend zu erfahren. Wenn ich gelobt werden verweigere ich die gierige Freude, wenn ich getadelt werden verweigere ich die gierige Schleimerei und Entschuldigungstiraden. Dies /ich bleibt unberührt nimmt aber die Gefühle und Emotionen wahr identifiziert sich aber nicht damit als seine sonder als zu der Rolle gehörend die die Gesellschaft mit Menschen verlangt oder erwartet wird.
Halloechen,

nicht (nur) der Gier Einhalt gebieten,
eher die bramaviharas betonen!
Hallo Anandasa,
immer wieder - von Moment zu Moment - innehalten, Stille halten.
Es dauert bei schweren Anhaftungen sehr, sehr lange. Wichtig dabei ist, sich nicht zu verurteilen und nicht immer als Rückfall bewerten. Es ist ein Prozess. Allein durch intensives Beob-Achten verändert es sich mit der Zeit, denn dass das Verhalten unheilsam ist, hast Du ja entschieden. Also mach aus 2 in Dir Einen.
Aber ich schnacke sehr schlau daher. Während ich die Beiträge las, kaute ich wieder an meiner Nagelhaut und sagte zu mir: stille halten!
_()_ Monika
Viele Antworten! Das ist prima :-)

Piti hat geschrieben:
Selbstwertgefühl - meditiere einfach lange und intensiv biste nicht mehr kannst

Das scheint mir eine gute Idee. "Bis ich nicht mehr kann" meditieren habe ich noch nie gemacht und einen Grund das zu machen habe ich ja jetzt :-). Denke es wird helfen die Endlosschleifen im Kopf zu unterbrechen. Wenn die ständig laufen, komme ich ja gar nicht dazu das Problem selbst zu analysieren. Wenn das mit "dem Meditieren bis ich nicht mehr kann" funktioniert, fange ich an das Ganze zu glauben und bleibe im Strom. Mal seh'n. ;-).

Mai hat geschrieben:
Deine Fortschritten oder Rückschläge nicht bewerten, Anhaftungen feststellen und schlichtweg beobachten (da bist Du ja schon :) ). Hartnäckig weiter machen, es dauert… Geduld haben hilft auch.

Das mit dem nicht bewerten weiß ich zwar (theoretisch ...), aber mir geht das lesend jetzt auf, dass ich das doch unbewusst immer gemacht habe. Mit bewerten aufhören ist ein wichtiger Punkt!

sakko hat geschrieben:
Wie du schon erwähnst hast, solltest du den Achfaachen Weg konsequenter ghen, mit Tugend, Einsicht und Einigung.
Dann klappt das auch mit der eigenen Umprogrammierung.

Lese doch mal in der Längeren Sammlung des Pali-Kanons, das Buch Patikaputto, Vor Voranfang.

Bis jetzt habe ich mich versucht an die Rechte Rede zu halten und zu meditieren. Die Rechte Rede allein war schon eine große Verbesserung. Aber die anderen Teile des Achtfachen Pfades habe ich nicht so genau angeschaut. Denke ich kaufe mir "Der Heilsweg des Erwachten" von Hellmuth Hecker wo der Achtfache Pfad sehr gut beschrieben sein soll. Das mit dem Pali-Kanon hilft auch das Endloskreisen der Gedanken abzubauen, wenn man jeden Abend oder so ein paar Seiten liest.

Monikadie4. hat geschrieben:
Es dauert bei schweren Anhaftungen sehr, sehr lange. Wichtig dabei ist, sich nicht zu verurteilen und nicht immer als Rückfall bewerten. Es ist ein Prozess.

Ja, das wird wohl so sein. Ist eben über lange Zeit einprogrammiert. Ich habe gestern Abend auf den Vorschlag von Piti hin so lange meditiert wie es ging und es fühlte sich deutlich besser an. Aber es wird nur in kleinen Schritten über eine gewisse Zeit gehen ...

Allen vielen Dank für die Hilfestellungen :-).
Mir sind in meinem Arbeitsleben zwei Gruppen von Menschen begegnet: Die einen sträuben sich vor Veränderungen, die anderen brauchen Herausforderungen. Ich muss zugeben, mit letzteren zu arbeiten macht mehr Spaß und ist einfacher, vor allem, wenn es mal rund geht. Und wenn es ruhiger ist, dann sind sie offen für neue Dinge. Sie blicken immer über den eigenen Tellerrand. Mit Unruhe hat das nicht viel zu tun. Im Gegenteil. Mir erscheinen diese Leute viel ruhiger und stressresistenter zu sein, sie geraten nicht alle Augenblicke in Panik, sie sind unkomplizierter und räsonieren nicht ständig und können improvisieren.

Unterforderung ist Stress. Das Gehirn braucht Möglichkeiten was Neues zu lernen. Es sträubt sich gegen Verkümmern. Langeweile ist wichtig, weil sie uns dazu bringt, was Neues zu lernen, was Neues auszuprobieren, kreativ zu sein. Ein gewisses Maß an Routine und Stabilität finde ich gut als Ausgleich und um Raum zu schaffen, damit ich mir was Neues aneigne, aber wenn die Arbeit nur noch daraus besteht, dann ist mir das viel zu wenig. Es gehört dann ein gehöriges Maß an Selbstdisziplin dazu, mit demselben Elan sich an die ewig gleichen Dinge zu machen. Ich glaube nicht, dass das Gehirn dafür geschaffen ist. Der Mensch scheint ein Lerntier zu sein.

Wenn Du Dich in Deinem Job allmählich anfängst zu langweilen und keine Aussicht besteht, dass es wieder interessant ist – man verbringt schließlich den Großteil seines Lebens damit – dann wird es Zeit zu neuen Ufern aufzubrechen. Das kann ein neuer Job sein, eine neue Aufgabe in Deiner Firma, eine Weiterbildung, ein neues Hobby …
Ist es wirklich eine "schwere" Anhaftung wenn man Probleme in seinem Job hat?
Oder gibt es möglicherweise nicht noch "schwerere" Anhaftungen ?
Zum Beispiel die Anhaftung an einem aus sich heraus existierenden Selbst (Ego).
Ist diese Ego Illusion letztlich nicht der Grund, für alle anderen Problemchen ?
Doris Rasevic-Benz hat geschrieben:
Mir sind in meinem Arbeitsleben zwei Gruppen von Menschen begegnet: Die einen sträuben sich vor Veränderungen, die anderen brauchen Herausforderungen. Ich muss zugeben, mit letzteren zu arbeiten macht mehr Spaß und ist einfacher, vor allem, wenn es mal rund geht. Und wenn es ruhiger ist, dann sind sie offen für neue Dinge. Sie blicken immer über den eigenen Tellerrand. Mit Unruhe hat das nicht viel zu tun. Im Gegenteil. Mir erscheinen diese Leute viel ruhiger und stressresistenter zu sein, sie geraten nicht alle Augenblicke in Panik, sie sind unkomplizierter und räsonieren nicht ständig und können improvisieren.

Unterforderung ist Stress. Das Gehirn braucht Möglichkeiten was Neues zu lernen. Es sträubt sich gegen Verkümmern. Langeweile ist wichtig, weil sie uns dazu bringt, was Neues zu lernen, was Neues auszuprobieren, kreativ zu sein. Ein gewisses Maß an Routine und Stabilität finde ich gut als Ausgleich und um Raum zu schaffen, damit ich mir was Neues aneigne, aber wenn die Arbeit nur noch daraus besteht, dann ist mir das viel zu wenig. Es gehört dann ein gehöriges Maß an Selbstdisziplin dazu, mit demselben Elan sich an die ewig gleichen Dinge zu machen. Ich glaube nicht, dass das Gehirn dafür geschaffen ist. Der Mensch scheint ein Lerntier zu sein.

Wenn Du Dich in Deinem Job allmählich anfängst zu langweilen und keine Aussicht besteht, dass es wieder interessant ist – man verbringt schließlich den Großteil seines Lebens damit – dann wird es Zeit zu neuen Ufern aufzubrechen. Das kann ein neuer Job sein, eine neue Aufgabe in Deiner Firma, eine Weiterbildung, ein neues Hobby …


In deinem Beitrag finde ich eine sehr kluge Überlegung. Aber auch eine solche, die mich skeptisch macht. Meine Skepsis betrifft den ersten Absatz. Einmal wäre es unvernünftig, bloß die Veränderung gutzuheißen. Auch psychologisch wäre eine Haltung problematisch, die Arbeitskollegen in solche und solche spaltet und eine Gruppe ablehnt.

Dagegen finde ich im zweiten Absatz eine Aussage, die mir sehr wichtig erscheint. Denn ich glaube, eine solche Ansicht von unserem Gehirn steht doch in gewissem Widerspruch zu folgender Meinung: Ein vollendeter Buddhist sitzt da und hört dem Regen zu. Manchmal steht er auf und wäscht sein Geschirr.

In Zusammenhang damit sehe ich übrigens auch eine Frage, die schon gelegentlich aufkam: Sollen wir im Leben Ziele verfolgen? Hier braucht es vermutlich eine differenzierte Auseinandersetzung, die Faktoren wie Stress und unrealistische Erwartungen ebenso wie Selbstverwirklichung und das gemeinsame Wohl berücksichtigt.
Einmal wäre es unvernünftig, bloß die Veränderung gutzuheißen. Auch psychologisch wäre eine Haltung problematisch, die Arbeitskollegen in solche und solche spaltet und eine Gruppe ablehnt.

Es geht nicht darum Veränderung gutzuheißen, sondern darum, das dies ein menschliches Urbedürfnis ist und wir so gestrickt sind. Das ist die Anpassung des Gehirns an eine Welt, in der Veränderung eine Grundbedingung ist. Übrigens eine Grunderkenntnis der buddhistischen Lehre. Es ist einfach so, und wir sind dazu geboren, damit umgehen zu können.
Ja, ich spalte, und das aus gutem Grund. Denk mal darüber nach, wie das ist, wenn Du auf eine Behörde gehst (um mal den Klassiker anzuführen), und da sitzt jemand, der stur nach Regel arbeitet, obwohl es völlig idiotisch ist. Sein Argument: So machen wir es immer, und jetzt mache ich Mittag. Oder denke an einen Arzt, der Dir seit Jahren dieselbe Medizin gibt, obwohl sie nichts hilft und null Anstalten zeigt, was neues auszuprobieren, sich auf den neusten Stand zu bringen. Oder denke daran, wie schwierig es ist, wenn Kollegen neue Regeln ablehnen, die eigentlich das Arbeitsleben leichter machen. Oder wenn sie zum hundertsten Mal kommen und Dich fragen wie ein PDF gemacht wird, weil sie keine Lust haben, sich eine halbe Stunde hinzusetzen und sich damit zu befassen.

Im chronischen Widerstand sich auf Neues einzulassen, sehe ich ein psychisches Problem. Es ist auch ein gesellschaftliches. Denn die Leute mit dem Das-haben-wir-schon-immer-so-gemacht sind die eigentlichen Bremser jeder Entwicklung. Die Umwelt einfach ausgebeutet, das haben wir nämlich immer schon so gemacht, seit Jahrtausenden (nur waren wir weniger und konnten ausweichen). Auf unser Vorurteile stützen wir uns auch schon seit Menschengedenken. Unsere Unarten heutzutage scheinen nur neu zu sein. In Wirklichkeit sind sie Teil von uns, schon immer. Deshalb könnte es gut sein, dass wir als Geschlecht keine Chance auf ein Überleben haben und durch unsere schiere Anzahl kurz vor der Ausrottung stehen, wie bei der Eutrophierung eines Gewässers … Sollte eine Gruppe das überleben, dann weil sie sich anpassen kann, sich ändern kann, flexibel ist, keine Angst vor Veränderung hat, sich ihre Lernfähigkeit bewahrt hat.

Denn ich glaube, eine solche Ansicht von unserem Gehirn steht doch in gewissem Widerspruch zu folgender Meinung: Ein vollendeter Buddhist sitzt da und hört dem Regen zu. Manchmal steht er auf und wäscht sein Geschirr.

Ein Vollendeter, egal ob nun Buddhist oder sonst was, kenne ich als jemanden, der sich an die Gegebenheiten anpasst, der sich immer frisch dem zuwendet, was gerade ansteht. Er raisonniert nicht, er hält nicht fest, er ängstigt sich nicht. Er kennt sich aber gut, kennt seine Neigungen, seine Fähigkeiten. Er ändert das, was er ändern kann und findet sich mit dem zurecht, was er nicht ändern kann.

Das Problem, das ich beim Fragesteller sehe, besteht nicht darin, dass er Herausforderungen sucht, sondern dass er an einem Arbeitsplatz verharrt, der ihm nicht mehr die Möglichkeit bietet, diesem Drang nachzugeben. Das Maß, welches ihm guttut, kann nur er selbst wissen. Um das herauszufinden, muss er vielleicht seine Situation ändern und erforschen, welcher Rattenschwanz sonst noch dran hängt – das geht in Richtung von dem, was Sherab Yönten beschreibt.
"Bis ich nicht mehr kann" meditieren habe ich noch nie gemacht und einen Grund das zu machen habe ich ja jetzt :-).

... das aber bitte nicht zur neuen Anhaftung werden lassen, denn aus (z.B.) solchen "Superleistungen" seine Befriedigung zu ziehen, wird in den Schriften als "spiritueller Stolz" bezeichnet. Solcher Stolz ist eine Aufblähung des "Egos", die auf der Überzeugung beruht, besser zu sein, als andere.

Alles nicht so einfach, ich weiß, ... aber das wird schon. :)
Doris Rasevic-Benz hat geschrieben:

Ja, ich spalte, und das aus gutem Grund. Denk mal darüber nach, wie das ist, wenn Du auf eine Behörde gehst (um mal den Klassiker anzuführen), und da sitzt jemand, der stur nach Regel arbeitet, obwohl es völlig idiotisch ist. Sein Argument: So machen wir es immer, und jetzt mache ich Mittag. Oder denke an einen Arzt, der Dir seit Jahren dieselbe Medizin gibt, obwohl sie nichts hilft und null Anstalten zeigt, was neues auszuprobieren, sich auf den neusten Stand zu bringen. Oder denke daran, wie schwierig es ist, wenn Kollegen neue Regeln ablehnen, die eigentlich das Arbeitsleben leichter machen. Oder wenn sie zum hundertsten Mal kommen und Dich fragen wie ein PDF gemacht wird, weil sie keine Lust haben, sich eine halbe Stunde hinzusetzen und sich damit zu befassen.

Im chronischen Widerstand sich auf Neues einzulassen, sehe ich ein psychisches Problem. Es ist auch ein gesellschaftliches. Denn die Leute mit dem Das-haben-wir-schon-immer-so-gemacht sind die eigentlichen Bremser jeder Entwicklung. Die Umwelt einfach ausgebeutet, das haben wir nämlich immer schon so gemacht, seit Jahrtausenden (nur waren wir weniger und konnten ausweichen). Auf unser Vorurteile stützen wir uns auch schon seit Menschengedenken. Unsere Unarten heutzutage scheinen nur neu zu sein. In Wirklichkeit sind sie Teil von uns, schon immer. Deshalb könnte es gut sein, dass wir als Geschlecht keine Chance auf ein Überleben haben und durch unsere schiere Anzahl kurz vor der Ausrottung stehen, wie bei der Eutrophierung eines Gewässers … Sollte eine Gruppe das überleben, dann weil sie sich anpassen kann, sich ändern kann, flexibel ist, keine Angst vor Veränderung hat, sich ihre Lernfähigkeit bewahrt hat.


Zunächst sehe ich ein logisches Problem. Auch du wirst zugestehen, dass nicht jede Veränderung automatisch eine Verbesserung für alle Beteiligten bedeutet. Beispielsweise bringt die Einführung einer Stechuhr nicht allen Beteiligten eine Verbesserung. Auch gibt es einen Gesamtzusammenhang. Etwa kann eine gutgemeinte Verbesserung anderswo Ressourcen fehlen lassen. Es braucht also ein an der Praxis geschultes Knowhow.

Da eine solche Unterscheidung demnach objektiv nicht gerechtfertigt ist, findet sie sich zumeist auch nicht in der Realität. Mir persönlich wäre in meinem Arbeitsleben noch nie die pauschale Eigenschaft einer Gruppe aufgefallen, grundsätzlich immer bremsen oder immer alles verändern zu wollen, da dies der Komplexität nicht entspricht. Daher bin ich der Ansicht, dass eine solche Spaltung, wenn sie in Gedanken passiert, die widersprechenden Umstände leugnet.

Das möchte ich dir selbstverständlich nicht unterstellen! Dennoch möchte ich auf ein Problem, das aus Spaltung resultiert, hinweisen. Im übelsten Fall kann Spaltung dazu führen, dass Menschen schubladisiert, idealisiert oder entwertet werden. Die eigene Gruppe wird dann natürlich immer als gut, gerecht und immer im Recht betrachtet. Gegenüber den Feinden besteht eine Hypersensitivität für alles Negative, Kritische, das zum Beweis für die eigene Überzeugung wird.
Mir geht es um einen anderen Blick auf die Dinge und die Darstellung des Gegenpols.
Natürlich geht es immer um eine Mitte, um ein vernünftiges Maß. Das steht außer Frage, und deshalb möchte ich nicht näher darauf eingehen, auch weil das von Fall zu Fall untersucht werden muss und jeder auf andere Ergebnisse kommen wird.

Ich finde nur, das Problem des Fragestellers als "krank" zu werten und z.B. auf Meditation bis zum Abwinken zu verweisen, als problematisch. Als ob da was wegmeditiert werden müsste! Wenn man über einen längeren Zeitraum auf Hochtouren gearbeitet hat, dann dauert es zum einen eine gewisse Zeit bis sich Körper und Geist wieder umgestellt haben, zum anderen kann diese Langeweile auch ein Zeichen von Unterforderung sein. Diese wiederum erzeugt Stress und damit Unruhe, Unzufriedenheit und Nervosität. (So wie Depressionen oftmals infolge der körperlichen Einschränkungen bei einer Krankheit entstehen und nicht Ursache für die Krankheit sind.) Das ist nicht krank oder "unerleuchtet" oder "der heutigen schnelllebigen Zeit geschuldet".

Im übelsten Fall kann Spaltung dazu führen, dass Menschen schubladisiert, idealisiert oder entwertet werden. Die eigene Gruppe wird dann natürlich immer als gut, gerecht und immer im Recht betrachtet. Gegenüber den Feinden besteht eine Hypersensitivität für alles Negative, Kritische, das zum Beweis für die eigene Überzeugung wird.

Das geschieht aber genau dann, wenn Leute wie der Fragesteller in die "hyperaktive Ecke" gestellt werden oder sich gar selbst dorthin stellen.
Bei dem ganzen geht es auch nicht um ganze Gruppen in ihrem gesamten Menschsein, sondern um Verhaltensweisen, und davon vereint jeder Mensch eine ganze Palette in sich. Deshalb habe ich Beispiele gebracht und nicht von "DEN XXX" geschrieben.

Ich gebe zu, ich bin keine Freundin der Propagierung von Langsamkeit. Ich stehe mehr auf angepasste Tempi. Um den Klimawandel einzudämmen, müssen wir ein Megatempo draufhaben. Auch um Hungerkatastrophen zu verhindern. Und schleunigst Neues entwickeln. Beim Essen können wir uns mehr Zeit gönnen. Wenn ich auf dem Amt was brauche, dann möchte ich auch nicht den ganzen Tag warten müssen, obwohl ich nur ein Formular benötige.
Ich finde nur, das Problem des Fragestellers als "krank" zu werten und z.B. auf Meditation bis zum Abwinken zu verweisen, als problematisch.


Selbstwertgefühl - meditiere einfach lange und intensiv biste nicht mehr kannst - dann
übersteigst Du das Selbstwertgefühl und kannst geläutert sein


gemeint war von mir das Ego verringern durch die Praxis der Meditation (Zazen)
allerdings wie schon auch erwähnt unter der Prämisse nix zu wollen

Veränderung ist sekündlich - flexibel bleiben - ist für mich gegenwärtig
gemeint war von mir das Ego verringern durch die Praxis der Meditation (Zazen)
allerdings wie schon auch erwähnt unter der Prämisse nix zu wollen


Widersprichst sich das nicht?

Ich möchte gerne wissen, als was Du Meditation erachtest.
Hallo Doris,
die Antwort findest Du (neugierig) selbst :)
Ich weiß nur, was das für mich ist, nicht aber, was das für Dich ist.
Zazen bedeutet, mit sich selbst ganz allein im Universum zu sein. Es bedeutet, diesem Selbst ganz auf den Grund zu gehen, mit ihm vertraut zu werden. Nicht weil es dir irgendetwas bringt. Auch nicht um spirituelle Erfahrungen zu machen, oder in der Hoffnung auf eine gute Wiedergeburt. Wenn du Zazen übst, musst du aufhören, auch nur auf ein einziges Ding zu hoffen.

Zitat von Sawaki Roshi
Danke! :sunny:
Hallo Doris,
was bedeutet Meditation für Dich?
Kann ich schwer in Worte fassen.
Spontan: Am ehesten:"Reise in den inneren Kern der Zwiebel".
:)
Sherab Yönten hat geschrieben:
Ist es wirklich eine "schwere" Anhaftung wenn man Probleme in seinem Job hat?
Oder gibt es möglicherweise nicht noch "schwerere" Anhaftungen ?
Zum Beispiel die Anhaftung an einem aus sich heraus existierenden Selbst (Ego).
Ist diese Ego Illusion letztlich nicht der Grund, für alle anderen Problemchen ?

Das Problem ist, dass ich angefangen habe mir meinen "Stoff" zu Hause zu holen, indem ich mir ganz tolle Sachen aus dem Internet runtergeladen habe und an solchen Sachen aufbauend mir meine eigene Sachen erstellt habe. Nach kurzer Zeit gefiel mir meine "Arbeit" zu Hause viel besser als im Geschäft. Folge war, dass die Arbeitsleistung im Geschäft runterfiel und es fing an ernst zu werden, aber ich komme aus meiner Endlosschlaufe nicht raus und bastele ständig zu Hause weiter an meinem Kram. Ich habe zwar damit aufgehört, weil klar ist, dass das schädlich ist. Aber es spukt dann weiterhin in Endlosschlaufen in meinem Kopf rum als eine Art Ersatzhandlung. Das Ganze ist nicht nur ein "Problem an der Arbeit". Es dauert jetzt 3 Jahre und ich hätte nicht hier ein Post gemacht, wenn ich das Gefühl hätte ich könnte es selbst wegkriegen.
Anandasa hat geschrieben:
Sherab Yönten hat geschrieben:
Ist es wirklich eine "schwere" Anhaftung wenn man Probleme in seinem Job hat?
Oder gibt es möglicherweise nicht noch "schwerere" Anhaftungen ?
Zum Beispiel die Anhaftung an einem aus sich heraus existierenden Selbst (Ego).
Ist diese Ego Illusion letztlich nicht der Grund, für alle anderen Problemchen ?

Das Problem ist, dass ich angefangen habe mir meinen "Stoff" zu Hause zu holen, indem ich mir ganz tolle Sachen aus dem Internet runtergeladen habe und an solchen Sachen aufbauend mir meine eigene Sachen erstellt habe. Nach kurzer Zeit gefiel mir meine "Arbeit" zu Hause viel besser als im Geschäft. Folge war, dass die Arbeitsleistung im Geschäft runterfiel und es fing an ernst zu werden, aber ich komme aus meiner Endlosschlaufe nicht raus und bastele ständig zu Hause weiter an meinem Kram. Ich habe zwar damit aufgehört, weil klar ist, dass das schädlich ist. Aber es spukt dann weiterhin in Endlosschlaufen in meinem Kopf rum als eine Art Ersatzhandlung. Das Ganze ist nicht nur ein "Problem an der Arbeit". Es dauert jetzt 3 Jahre und ich hätte nicht hier ein Post gemacht, wenn ich das Gefühl hätte ich könnte es selbst wegkriegen.
Da hat mir die Frage geholfen: Wo bist Du? Ist das mit dem Du dich beschäftigst auch das was hier, wo Du bist? Wenn nein dann gibt es keinen Grund sich damit zu beschäftigen. Beim Autofahren sich mit Geschäften beschäftigen ist fast schon eine Garantie für Un-Fallen.
Anandasa hat geschrieben:
Das Problem ist, dass ich angefangen habe mir meinen "Stoff" zu Hause zu holen, indem ich mir ganz tolle Sachen aus dem Internet runtergeladen habe und an solchen Sachen aufbauend mir meine eigene Sachen erstellt habe. Nach kurzer Zeit gefiel mir meine "Arbeit" zu Hause viel besser als im Geschäft. Folge war, dass die Arbeitsleistung im Geschäft runterfiel und es fing an ernst zu werden, aber ich komme aus meiner Endlosschlaufe nicht raus und bastele ständig zu Hause weiter an meinem Kram. Ich habe zwar damit aufgehört, weil klar ist, dass das schädlich ist. Aber es spukt dann weiterhin in Endlosschlaufen in meinem Kopf rum als eine Art Ersatzhandlung. Das Ganze ist nicht nur ein "Problem an der Arbeit". Es dauert jetzt 3 Jahre und ich hätte nicht hier ein Post gemacht, wenn ich das Gefühl hätte ich könnte es selbst wegkriegen.

Du hast zwar Sherab geantwortet, ich schalte mich aber mal dazwischen, weil ich dies genauso kenne.
Ich bin Grafikerin und Lithografin. Die ersten fünfzehn Jahre waren extrem anstrengend und herausfordernd. Da war gar keine Zeit für andere Dinge, ich habe aber viele Interessen. In den letzten Jahren ist viel Routine geworden, und manchmal ist das langweilig. Ich freue mich daher immer über Jobs, die ich noch nie gemacht habe und nehme alles an, auch wenn ich davon keine Ahnung habe. Ich nutze die Gelegenheit, und bringe mir dann was Neues bei.

Auf der einen Seite sind die Routine-Jobs ganz angenehm. Diese Dinge mache ich mit links, und das tut einfach gut nach all den Jahren Dauerstress. Aber manchmal ist da zuviel Routine und ich muss mir mein Maß an Anstrengung und Herausforderung aus anderen Arbeiten ziehen. Dennoch ist da eine Zerrissenheit, denn ich möchte mich voll auf meine anderen Aktivitäten konzentrieren, werde aber von meiner Arbeit immer wieder darin unterbrochen. Ich arbeite von zu Hause aus.

Ich finde es höchst unbefriedigend nicht herausgefordert zu werden. Ebenso unbefriedigend ist es, den größten Teil des Tages Dinge machen zu müssen, die schlicht zu leicht fallen und die anspruchsvolleren Dinge an den Rand schieben zu müssen. Ich möchte das gerne machen, aber kann nicht. Darunter leidet die Konzentration. Du siehst, Du bist damit nicht alleine. Erwiesenermaßen ist eine Portion Stress wichtig für unser Gleichgewicht. Hinlänglich bekannt ist auch, was Unterforderung mit Kindern in der Schule anrichtet.
Meine Schreibereien im Internet sind übrigens auch der geistigen Unterforderung geschuldet. :roll: Für intensivere Kopfarbeit wie Sprachen, gibt es einfach keine freien Zeiträume, die groß genug sind.

Ich kann und will meine Arbeitssituation nicht ändern, denn sie hat Vorteile, die mir nichts anderes bietet. Sie ist ideal. Es sind also die Projekte, die anspruchsvoller sein müssen, also mit mir mitwachsen sollen. Der andere Punkt, an dem ich wiederum wachsen muss, ist, mich besser zu organisieren. Bei mir ist also durchaus noch ein großer Spielraum vorhanden. Wenn das bei Dir nicht ist, weil Dein Job das nicht erlaubt, die Firma Dir keine neue Herausforderung bieten kann, es keine anderen Aufgaben gibt, kannst Du einen Wechsel in Erwägung ziehen.

Du schreibst oben, dass Du Deinen Selbstwert daraus beziehst. Ganz klar wird nicht, was das für Dich bedeutet.
Anandasa, warum kannst du die Gier nicht annehmen als Teil deiner Persönlichkeit, als Antriebskraft, damit du nicht zum alten Eisen gehörst? Eine andere Methode als Auslöschen ist Annehmen und damit gelassen leben. Möglicherweise ist diese Gier ja für etwas gut. Manchmal übersehen Menschen, die ihr Verhalten stark bewerten, dass es auch noch eina andere Seite hat.

Ich verstehe zwar nicht, was dein Beruf ist, klingt aber, als würdest du selbständig glücklicher und produktiver.
@ Doris, der Beitrag hätte (teilweise) von mir kommen können. :)
Ich versuche, meine Unterforderung im Job durch meine Dharma Praxis auszugleichen. Es gelingt mir immer mehr. Auch ist es gut, dass ich nach meiner Arbeit noch Energie für andere habe, meine Frau profitiert von meinen Massagen zum Nulltarif :wink: Ich habe hier ja schon erwähnt, dass ich eine Ausbildung mache für eine ehrenamtliche Tätigkeit, die ich nebenberuflich machen möchte. All die Energie hätte ich nicht, wenn ich in einem Job arbeiten würde, wo man nur gestresst nach Hause kommt, und man tendenziell über- statt unterfordert ist.

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